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Fatale Sparpolitik

Der Landesfamilienrat fordert das Land auf, die Praxis der Befristung und der Sommerentlassungen zu beenden und schulische Bildung verlässlicher und zukunftssicher zu machen. pdf2018-07-17.PM.Entlassung Sommerferien.pdf

Auf die Ankündigung von Kultusministerin Eisenmann, den Ausbau der Ganztagsschulen, Inklusion und die Einführung des Fachs Informatik an Schulen zu stoppen, reagiert der Landesfamilienrat mit Unverständnis.

Auf die Ankündigung von Kultusministerin Eisenmann, den Ausbau der Ganztagsschulen, Inklusion und die Einführung des Fachs Informatik an Schulen zu stoppen, reagiert der Landesfamilienrat Baden-Württemberg mit Unverständnis. Ein flächendeckendes schulisches Ganztagsangebot ist nicht nur die Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern auch ein wichtiger Beitrag, um die Bildungschancen für alle Kinder zu verbessern. „Der Streit um die Finanzen des Landeshaushalts darf nicht zulasten von Kindern und Jugendlichen gehen“ sagt dazu die Geschäftsführerin Rosemarie Daumüller. Sie hält die Einsparungen bei den Lehrerstellen angesichts der zusätzlichen Aufgaben in der Bildung für das völlig falsche Signal.

Der Landesfamilienrat tritt dafür ein, dass die Anstrengungen zu einer umfassenden Förderung und Bildung von jungen Menschen intensiviert werden. Die jetzt zur Disposition gestellten Elemente der baden-württembergischen Bildungspolitik hält der Landesfamilienrat für besonders wichtig. Der Verband setzt sich seit Jahren für den zügigen Ausbau von Ganztagsschulen in Baden-Württemberg ein. Angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung gebe es dazu keine Alternative. Die Notwendigkeit zeige sich deutlich im nach wie vor bestehenden Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft oder der von vielen Arbeitgebern beklagten mangelnden Ausbildungsfähigkeit von jungen Menschen. „An Bildung zu sparen ist definitiv der falsche Weg und wird die Gesellschaft letztlich teuer zu stehen kommen“, so Daumüller. Der Ausbau der Ganztagsschule und Inklusion stehen im Schulgesetz und müssen daher umgesetzt werden.
Der Landesfamilienrat fordert die Landesregierung auf, sich in der nächsten Woche zu einigen und die dafür nötigen Mittel bereitzustellen.

Der Landesfamilienrat Baden-Württemberg ist ein Zusammenschluss von Verbänden und Organisationen, die landesweit in der Arbeit für und mit Familien engagiert sind. Er versteht sich als unabhängiger und weltanschaulich neutraler Anwalt und Partner für die Belange von Familien und beteiligt sich aktiv an der Meinungsbildung politischer Entscheidungsträger. Dabei ist es das vorrangige Ziel, die Lebensqualität und damit die Rahmenbedingungen für Familien und das Leben mit Kindern zu verbessern.  Stuttgart, 21.10.2016

pdf2016-10-21._An_Bildung_sparen_ist_der_falsche_Weg.pdf

 

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