Viele Flüchtlinge in Deutschland haben enge Verwandte, die im Herkunftsland, in Nachbarstaaten oder auf der Balkanroute zurückgeblieben sind. Oft war der Weg gerade für Frauen und Kinder zu gefährlich, häufig reichen die finanziellen Mittel auch nur für die Flucht von einer Person. Während die in Deutschland Angekommenen teilweise jahrelang auf eine Entscheidung in ihrem Asylverfahren warten, harren ihre Familien oft unter schwierigsten Umständen aus. Seit mit dem „Asylpaket II“ der Familiennachzug für subsidiär Geschützte jedoch für 2 Jahre ausgesetzt wurde, ist ihre Situation noch aussichtsloser geworden – denn nun erhalten auch Flüchtlinge aus Syrien häufig nur noch den subsidiären Schutz. Im Klartext bedeutet das für viele Familien eine Trennung auf Jahre hinweg: Zur Dauer des Asylverfahrens und der Gesetzesverschärfung kommt nämlich noch, dass die Wartezeit für eine Visumsbeantragung in den deutschen Botschaften der syrischen Nachbarländer ebenfalls viele Monate betragen kann.

Mit einer öffentlichen Petition an die Abgeordneten macht PRO ASYL Druck, die inhumane Trennung von Flüchtlingsfamilien zu beenden. Weiterlesen

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