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Der Landesfamilienrat fordert das Land auf, die Praxis der Befristung und der Sommerentlassungen zu beenden und schulische Bildung verlässlicher und zukunftssicher zu machen. pdf2018-07-17.PM.Entlassung Sommerferien.pdf


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Infodienst 2016

2016 - 01/01

Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern. Neuer Beitrag im Familienhandbuch

Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern sind vergleichsweise selten. Dennoch leben sie in ähnlich vielfältigen Familienstrukturen wie die große Anzahl der Kinder mit heterosexuellen Eltern. Auch eine weitere rechtliche Gleichstellung dürfte daran wenig ändern, dass gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern eine kleine Minderheit unter den verschiedenen Familienformen bleiben werden. Allerdings dürften homosexuell orientierte Mütter und Väter aufgrund ihres Rollenverhaltens und der Erziehung ihrer Kinder zu einer weiteren sozialen Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen beitragen und in dessen Folge Elternschaft im Allgemeinen und Mutterschaft und Vaterschaft im Besonderen verändern.

Der Infodienst möchte Ihnen nicht nur diesen neuen Eintrag von Dr. Bernd Eggen und Dorothee Ulrich, beide von der FamilienForschung Baden-Württemberg, ans Herz legen, sondern Ihre Aufmerksamkeit gleichzeitig auf den neuen Auftritt des Familienhandbuch des Bamberger Staatsinstituts für Familienforschung lenken – ein bewährtes elektronisches Nachschlagewerk für alle familienpolitisch Aktiven und Interessierten. 

Was das neue Jahr Familien bringt

Neues Jahr, neues Glück, neue Vorhaben. Was erwartet Kinder, Jugendliche, Familien 2016? Hier eine Auswahl.

Inklusive Kinder- und Jugendhilfe
Das Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend (BMFSFJ) arbeitet an einer Reform der Kinder- und Jugendhilfe, die eine individuellere, flexiblere Förderung ermöglicht – für alle Kinder mit oder ohne Behinderung. Sämtliche Leistungen für junge Menschen sollen in einem neuen SGB VIII geregelt und inklusiv ausgestaltet werden. Ein entsprechender Referentenentwurf ist für den Frühsommer 2016 angekündigt.
Davon unabhängig wird weiter an einer Verbesserung der Kindertagesbetreuung gearbeitet. Zum 1. Januar 2016 starten drei Bundesprogramme für frühe Bildung. Das Programm "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" soll die sprachliche Bildung in den Alltag der Kindertagesbetreuung integrieren. Das Programm "KitaPlus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist" soll bedarfsgerechtere Öffnungs- und Angebotszeiten hervorbringen. Das Programm "Kindertagespflege: Weil die Kleinsten große Nähe brauchen" soll die Umsetzung der Vorgaben des Qualifizierungshandbuchs Kindertagespflege befördern. Daneben werden den Ländern und Kommunen freigewordene Betreuungsgeld-Mittel zur Verfügung gestellt; diese umfassen bis 2018 fast zwei Milliarden Euro.

Monetäre Leistungen

Für Familien zentrale Leistungen werden erhöht. Grundlage ist das Gesetz zur Anhebung des Grundfreibetrags, des Kinderfreibetrags, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags.

Mehr dazu lesen: Was das neue Jahr Familien bringt

Gegen Rassismuss und Gewalt. Aufruf zur zentralen Kundgebung am 16. Januar 11.00 Uhr

Unter dem Motto „halt:zusammen“ findet am Samstag, 16. Januar 2016, von 11.00 – 13.00 Uhr in Stuttgart (Schlossplatz) eine Kundgebung gegen Rechtsextremismus und Gewalt statt. Unterstützt wird diese Veranstaltung von einem breit angelegten Bündnis gesellschaftlich relevanter Gruppierungen (s.u.) aus ganz Baden-Württemberg.

Auch der Landesfamilienrat Baden-Württemberg ist Partner in diesem Bündnis. Wir halten die Kundgebung und die Botschaft, die von ihr ausgehen soll, für wichtig und laden ausdrücklich zur Teilnahme ein. Lassen Sie uns gemeinsam und zahlreich ein deutliches Zeichen gegen Extremismus und Gewalt setzen.

pdfPoster_Buendnis.pdf

pdf20151218_Bündnispartner_halt_zusammen_-_BW_gegen_Rassismus_und_Gewalt.pdf

 


2016 - 01/02

OECD: Wie sich Bildung verändert. Trends shaping Education

Verändern die neuen Technologien wirklich grundlegend die Art und Weise, wie unsere Kinder denken und lernen? Welche Auswirkungen hat die zunehmende Urbanisierung auf Schulen, Familien und Gemeinschaften? Wie kann Bildung dazu beitragen, die weithin grassierende Fettleibigkeit in den OECD-Ländern einzudämmen?

Die aktuelle Ausgabe der OECD-Studie “Trends Shaping Education” beschäftigt sich unter anderem mit diesen Fragen und versucht, ein Bild von Bildungslandschaften der Zukunft zu zeichnen. Sie spürt gesellschaftliche Trends auf und liefert Denkanstöße, wie diese Trends Bildung beeinflussen können und vice versa. Die Studie ist die vierte einer Reihe und richtet sich an politische Entscheider, Wissenschaftler, Lehrer, aber auch an die breite Allgemeinheit.

Direktzugang zur Online-Ausgabe:

Flüchtlinge : Schwesig gegen Einschränkungen beim Familiennachzug

Die Familienministerin fordert die Union auf, Familienangehörigen aus sicheren Drittstaaten den Nachzug nicht zu verwehren. Gerade Kinder erleichterten die Integration.
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) wendet sich gegen Pläne der Union, den Familiennachzug einzuschränken. "Das wäre ein großer Fehler für die Integration", sagte Schwesig der Welt am Sonntag(17.01.2016). Es sei etwas anderes, 100 Familien zu integrieren als 100 allein reisende Männer. "Die Kinder haben eine hohe Integrationskraft", betonte Schwesig. "Sie leben sich schnell in Kita und Schule ein und bauen ihren Familien Brücken."
Die Union will die Bedingungen für die Familienzusammenführung im zweiten Asylrechtspaket verschärfen, um die Zahl der Flüchtlinge zu begrenzen. So sollen Kinder und Ehepartner, die in einem sicheren Drittstaat wie der Türkei leben, nicht nachreisen dürfen. Große Teile der SPD halten dagegen.
Unter den gut eine Million Flüchtlingen, die seit Anfang 2015 nach Deutschland gekommen sind, sind viele alleinreisende Männer. Die meisten wollten ihren Familien die gefährliche Flucht ersparen und sie mit einem Visum gefahrlos nachholen, sobald sie in Europa angekommen sind. Da dies aber erst nach Beendigung des – meist monatelangen – Asylverfahrens möglich ist, sind bislang die wenigsten Familien zusammengeführt worden.

Arbeit mit Flüchtlingen – Modelle Pädagogischer Praxis am 16. Februar 2016 in Magdeburg

Flüchtlingspolitik, die Flüchtlingssituation vor Ort und die Arbeit mit Flüchtlingen sind für viele von uns in der Erwachsenenbildung zu zentralen Themen geworden. Hier besteht ein großer Bedarf nach kollegialem Austausch. Außerdem stellt sich die Frage, wie die Flüchtlings- und Migrationsfrage die evangelische Erwachsenenbildung langfristig theoretisch, konzeptionell und praktisch verändern wird.

Die Fachgruppe Politische Bildung / Globales Lernen der DEAE (Evangelische Erwachsenenbildung) bietet hierzu die Möglichkeit zum Fachaustausch an:

Arbeit mit Flüchtlingen – Modelle Pädagogischer Praxis am 16. Februar 2016 in Magdeburg

In der Anlage finden Sie die Einladung, das Programm und die Anmeldung: pdfDEAE-Fachaustausch-Arbeit_mit_Flüchtlingen.pdf  Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

BMFSFJ: Flexible Betreuungszeiten ermöglichen bessere Vereinbarkeit

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles haben heute gemeinsam das neue Bundesprogramm "KitaPlus" in Berlin vorgestellt. Ab sofort sollen Kindertageseinrichtungen und Tagespflegepersonen, die ihre Betreuungszeiten an die Lebensrealitäten der Eltern anpassen, gefördert werden. Dazu gehören Randzeiten außerhalb der Regelbetreuung zwischen 8:00 und 16:00 Uhr wie zum Beispiel die Verlängerung auf 18 Uhr. Darüber hinaus können sie über Betreuungsmöglichkeiten am Wochenende und an Feiertagen bis hin zu einem Betreuungsangebot reichen, das auch Schichtarbeit abdeckt.

"Berufstätige Eltern brauchen flexiblere Betreuungsangebote. Dabei geht es nicht darum, dass die Kinder länger betreut werden. Sie sind lediglich zu anderen Zeiten in der Kita, bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater. Alleinerziehend zu sein oder in Schicht zu arbeiten, darf nicht heißen, dass man die Betreuung der Kinder jeden Tag neu organisieren oder ganz auf eine Berufstätigkeit verzichten muss. Denn die Erwerbstätigkeit von Müttern und Vätern ist das beste Mittel gegen Kinderarmut.

Mehr dazu lesen: BMFSFJ: Flexible Betreuungszeiten ermöglichen bessere Vereinbarkeit

Familienbesteuerung: Juristinnenbund fordert bessere Aufklärung der Steuerpflichtigen

Juristinnenbund fordert bessere Aufklärung der Steuerpflichtigen über Vorteile des Faktorverfahrens und dessen Einführung als gesetzlichen Regelfall

Kennen SIE das Faktorverfahren? Es wurde vor sechs Jahren als gleichstellungsgerechtere Option zu den Lohnsteuerklassen III/V und IV/IV eingeführt. Beide Ehe- oder Lebenspartner_innen werden danach nur in Höhe ihrer tatsächlich individuell geschuldeten Lohnsteuer belastet. Über den Faktor wird zudem anteilig der Vorteil aus dem Splittingverfahren berücksichtigt. Sie zahlen also nicht zu viel Lohnsteuer - so wie in Lohnsteuerklasse V, in der zu mehr als 90 Prozent Frauen sind. Und nicht zu wenig Lohnsteuer - so wie in Lohnsteuerklasse III, die von Männern dominiert wird. Bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von 2.000 EUR zahlen Sie beim Faktorverfahren beispielsweise 230 EUR monatlich weniger Lohnsteuer als in Lohnsteuerklasse V. Zusätzlich zum Nettolohn fallen die Lohnersatzleistungen - Elterngeld, Arbeitslosengeld, Krankengeld - im Vergleich zu Lohnsteuerklasse V erheblich höher aus. Nach Berechnungen der Bundesregierung für eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen (BT-Drs. 18/6995, 18/7170) steigt das monatliche Arbeitslosengeld im oben genannten Beispiel um monatlich 149 EUR, das Elterngeld um 140 EUR, das Krankengeld sogar um 243 EUR.

Mehr dazu lesen: Familienbesteuerung: Juristinnenbund fordert bessere Aufklärung der Steuerpflichtigen

Umfrage zu Familienplanung: Kinder ja - aber bitte erst später

Die überwiegende Mehrzahl aller 18 bis 30 Jährigen wünscht sich Kinder - aber erst nach dem 30 Lebensjahr. Frauen, die mit 50 noch Mutter werden, können sich die Teilnehmer einer Umfrage ebenso vorstellen wie Social Freezing.

Gianna Nannini hat ihre Tochter Penelope mit 54 Jahren zur Welt gebracht. "Schön und unmöglich" dachten viele 2010 in Anlehnung an die Übersetzung des Hits "Bello e impossibile" der italienischen Sängerin. Doch ältere Schwangere werden in 20 Jahren nichts Ungewöhnliches mehr sein. Das glauben jedenfalls 37 Prozent der Befragten in einer Umfrage zur Zukunft der Familie. Zwei Drittel sind zudem aufgeschlossen gegenüber dem sogenannten Social Freezing, dem Einfrieren einer Eizelle mit dem Ziel, sie später im Leben befruchten und einsetzen zu lassen. Aber nur knapp jeder Dritte könnte sich dies vorstellen oder hat die Möglichkeit schon genutzt. Die Patchworkfamilie wird der Umfrage zufolge an Bedeutung gewinnen, wie 83 Prozent der Befragten sagten. Nur 16 Prozent glauben an die Großfamilie, 19 Prozent an die Kernfamilie.

Mehr dazu lesen: Umfrage zu Familienplanung: Kinder ja - aber bitte erst später


2016 - 02/01

WiFF-Studie zur berufsbegleitenden Teilzeit-Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern

Bei der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern gewinnen berufsbegleitende Teilzeit-Modelle an Bedeutung. Mit diesen Formaten gelingt es, neue Personenkreise für die Arbeit in der Kita zu gewinnen. Gleichzeitig lastet auf den Studierenden ein hoher Erwartungsdruck, da sie ab dem ersten Ausbildungstag in einer Einrichtung als Fachkraft angestellt sind und häufig auf den Personalschlüssel angerechnet werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF). Sie basiert auf einer Befragung von Lehrkräften, Studierenden und Praxismentorinnen und -mentoren in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen.
Studierende, die sich für eine berufsbegleitende Teilzeit-Ausbildung entscheiden, stehen von Beginn an in einem Angestelltenverhältnis und arbeiten durchschnittlich 24 Stunden pro Woche. Der Unterricht an den Fachschulen für Sozialpädagogik findet in durchschnittlich 16 Wochenstunden statt. Für ihre Tätigkeit erhalten sie ein reguläres Gehalt. Der Verdienst ist häufig ausschlaggebend für die Wahl dieser Ausbildungsform. Aber auch der regelmäßige Wechsel zwischen den schulischen und praktischen Ausbildungsphasen wird von den Befragten begrüßt.

Mehr dazu lesen: WiFF-Studie zur berufsbegleitenden Teilzeit-Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern

EAF Bund: Hände weg vom Familiennachzug

Der Streit bei der Verabschiedung des Asylpakets II dreht sich um die Frage des Familiennachzugs. Die Aussetzung des Familiennachzugs soll dazu herhalten, die Flüchtlingszahlen zu begrenzen. Das Recht auf Familienleben ist jedoch vom Grundgesetz geschützt - das gilt für alle in Deutschland lebenden Menschen, auch für anerkannte Asylbewerberinnen und –bewerber! Integration gelingt darüber hinaus viel besser mit Familie als ohne.

Rein sachlich nützt die zeitweise Aussetzung des Familiennachzugs nicht viel, denn die Behörden sind mit den Anträgen der Flüchtlinge so überlastet, dass sie zur Bearbeitung der Anträge auf Familiennachzug aktuell gar nicht kommen. Auch kommt Familiennachzug nur für anerkannte Asylbewerberinnen und Asylbewerber in Frage, also nach Abschluss des langwierigen Anerkennungsverfahrens. Erst dann kann ein Antrag auf Familiennachzug gestellt werden, dessen Bearbeitung erneut viel Zeit in Anspruch nimmt. Die Familien sind demnach ohnehin schon über Jahre getrennt. Das ist besonders für die davon betroffenen Kinder sehr schwer.

Mehr dazu lesen: EAF Bund: Hände weg vom Familiennachzug

Nach der Familienphase. Neuer Film "Du verdienst mehr!"

Frauen steigen nach einer Familienphase oft unter ihrer Qualifikation wieder in den Beruf ein und verdienen deutlich weniger als Männer.

Im Auftrag des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft BW wurde ein Video unter dem Slogan "Du verdienst MEHR!" (www.duverdienstMEHR.info) erstellt. Der kurze Film schildert mit einem Augenzwinkern die Situation einer Frau beim beruflichen (Wieder-)Einstieg. Er soll Frauen ermuntern, sich beraten zu lassen oder sich während der Familienphase weiterzubilden, um beim Einstieg in die Arbeitswelt nicht unter ihren fachlichen oder finanziellen Möglichkeiten zu bleiben. Die Aktion „Du verdienst mehr!“ macht auf das Beratungs- und Coaching-Angebot der Kontaktstellen Frau und Beruf in Baden-Württemberg aufmerksam, die Frauen bei der Suche nach einem ihrer Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz unterstützen. Der Film wirbt darüber hinaus auch für das breite Weiterbildungsangebot im Land.

Mehr dazu lesen: Nach der Familienphase. Neuer Film "Du verdienst mehr!"

Neuer Bericht des KVJS zu Herausforderungen und Perspektiven der Förderung und Unterstützung von jungen Menschen und Familien im demografischen Wandel

Im November 2010 hatte das KVJS-Landesjugendamt erstmals einen Bericht zur Kinder- und Jugendhilfe im demografischen Wandel veröffentlicht. Nach fünf Jahren liegt nun eine erste Fortschreibung dieser Berichterstattung vor. Wie der erste Demografiebericht beschäftigt sie sich mit grundlegenden Analysen zu den Folgen des demografischen Wandels für die Gesellschaft insgesamt und insbesondere zu den Auswirkungen für junge Menschen und Familien in Baden-Württemberg. Zudem beinhaltet sie vielfältige kreisvergleichende Datenaufbereitungen zum Stand des Ausbaus einer kinder- und familienfreundlichen Infrastruktur in den 44 Stadt- und Landkreisen des Landes.

Druckfassungen des Gesamtberichts sowie einer Kurzbroschüre, die wesentliche Ergebnisse zusammenfasst, können kostenlos über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellt werden. Beide Veröffentlichungen stehen auch im Internet unter http://www.kvjs.de/jugend/jugendhilfeplanung/demografischer-wandel.html als Download zur Verfügung.

Studie: Mütter sollten ihrem Baby ungeteilte Aufmerksamkeit schenken

Einer Studie der Universität von Kalifornien (UCI) zufolge sollten Mütter sich bei der Babypflege auf ihr Kind konzentrieren und ihr Handy weglegen. Denn ein unaufmerksamer Umgang mit dem Baby stünde mit jugendlichen Depressionen in Zusammenhang.

Die amerikanischen Wissenschaftler kamen in ihrer Untersuchung zu dem Schluss, dass unkonzentrierte und chaotische mütterliche Fürsorge die Entwicklung des Gehirns beinträchtigen und so im späteren Leben zu emotionalen Störungen führen könne. Die Untersuchung wurde zwar an Nagetieren durchgeführt, aber die Ergebnisse legen auch für Menschen nahe, dass, wenn Mütter durch zahlreiche Alltags-Unterbrechungen bei der Zuwendung zu ihren Kindern gestört werden - auch scheinbar harmlose Ablenkungen wie Telefonate und Textnachrichten - dies eine lang anhaltende Wirkung kann.

Dr. Tallie Z. Baram und ihre Kollegen zeigen, dass die Regelmäßigkeit und das Muster der mütterlichen Fürsorge anscheinend für die Entwicklung des Gehirns, das vorhersehbare und kontinuierliche Impulse braucht, von entscheidender Bedeutung sind.

Mehr dazu lesen: Studie: Mütter sollten ihrem Baby ungeteilte Aufmerksamkeit schenken


2016 - 02/02

Landesfrauenrat ruft zu Protest gegen "Demo für Alle" auf!

Für den 28. Februar hat die sogenannte „Demo für Alle“ wieder einmal eine Kundgebung in Stuttgart angekündigt. Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg erklärt hierzu:

Wir leben in einem modernen Bundesland mit vielfältigen Menschen. Der Landesfrauenrat arbeitet seit seiner Gründung im Jahr 1968 daran, der Vielfalt der Menschen Rechnung zu tragen. Dazu gehört auch das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung. Diese Vielfalt Kindern im schulischen Rahmen aufzuzeigen, halten wir für völlig normal und ausgesprochen wichtig.
Mit dieser Demo gegen Vielfalt zeigen die Vielfaltsgegner einmal mehr, dass die Grundrechte auf Freiheit, Gleichheit und sexuelle Selbstbestimmung für sie augenscheinlich nur dann gelten, wenn man in ihr reaktionär-konservatives (Familien-) Bild passt. Unsere Gesellschaft ist aber - übrigens seit Jahrzehnten – bunter und vielfältiger.
Mit ihren erklärten Zielen, wichtige gleichstellungspolitische Errungenschaften wieder abschaffen zu wollen, positioniert sich die „Demo für Alle“ auch explizit frauenfeindlich. Wer gegen die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter, gegen sexuelle Selbstbestimmung und gegen die Freiheit der Wahl der Familienform demonstriert, hat sich aus Sicht des Landesfrauenrats sehr weit von den hier für alle geltenden Grundrechten distanziert.

Mehr dazu lesen: Landesfrauenrat ruft zu Protest gegen "Demo für Alle" auf!

Neuer Aktionsfonds zur Qualifizierung bürgerschaftlich Engagierter in der Flüchtlingshilfe

Das Land Baden-Württemberg hat ausgehend von dem Kabinettsbeschluss zur Flüchtlingshilfe durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft ein neues Förderprogramm aufgelegt. Ehrenamtlich aktive Bürgerinnen und Bürger, die sich im Bereich der Flüchtlingshilfe engagieren, sollen dadurch gezielt weiterqualifiziert werden. Im Rahmen des Aktionsfonds „Qualifiziert.Engagiert.“ sind Maßnahmen aus verschiedenen Themenfeldern förderfähig, z.B. Interkulturelles Training, Ehrenamtlicher Sprachunterricht, Psychische Belastungen und Traumata erkennen und damit umgehen, Argumentationstrainings, Rechtliche Rahmenbedingungen, Aufgabe und Grenzen des Ehrenamtes.

Beantragt werden können Zuschüsse für einzelne Veranstaltungen oder mehrgliedrige Veranstaltungsreihen. Antragsberechtigt sind Kommunen, eingetragene Vereine, in der Flüchtlingshilfe aktive Träger sowie lokale Initiativen.  Wünschenswert ist es, dass sich vor Ort verschiedene Akteure der Flüchtlingshilfe zusammenschließen, um auch innerhalb der Qualifizierungsmaßnahme die bereits bestehenden lokalen Bündnisse und den Kontakt untereinander zu vertiefen. Die geförderten Veranstaltungen sollten in der Regel für die Teilnehmenden kostenfrei angeboten werden.

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Neuer Report der FamilienForschung Baden-Württemberg zum Thema „Familie und Zeit“ erschienen

Die FamilienForschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Sozialministeriums eine neue Online-Ausgabe des Reports Familien in Baden-Württemberg zum Thema „Familie und Zeit“ herausgegeben. Der Alltag vieler Familien ist heute durch Zeitknappheit geprägt. Die aktuelle Ausgabe des Reports bündelt Daten und Erkenntnisse zu Zeitkonflikten und zur Zeitverwendung von Familien. Aufschluss darüber gibt unter anderem die Zeitverwendungserhebung 2012/2013 des Statistischen Bundesamts und der Statistischen Ämter der Länder. Darüber hinaus wird das weite Feld der Familienzeitpolitik in den Blick genommen. Praxisbeispiele auf kommunaler Ebene, aus dem betrieblichen Kontext sowie aus dem Bereich familienunterstützende haushaltsnahe Dienstleistungen zeigen, welche Erfahrungen und Ansätze es in Baden-Württemberg gibt.

Mehr dazu lesen: Neuer Report der FamilienForschung Baden-Württemberg zum Thema „Familie und Zeit“ erschienen

Neues Internetportal für haushaltsnahe Leistungen geht an den Start

Haushaltsnahe Dienstleistungen können für Familien und ältere Menschen eine wertvolle Entlastung schaffen. Häufig wird die Suche nach einer passenden Unterstützung aber als schwierig und zeitaufwändig empfunden. Außerdem bestehen oft Unsicherheiten bezüglich der Qualität der Angebote. Ziel des neuen - vom Land unterstützen - Portals ist es, ausgewählte Anbieter/innen haushaltsnaher Dienstleistungen im Land zu präsentieren, die Wert auf Qualitätsstandards und eine hohe Kundenorientierung legen. Die Datenbank soll dazu beitragen mehr Transparenz in den Markt kommerzieller Anbieter/innen zu bringen und Alternativen zu irregulären Angeboten zu geben.

So funktioniert das Portal:
Das Portal www.haushaltsnahedienste-bw.de enthält praktische Informationen für alle, die Entlastung anbieten oder in Anspruch nehmen möchten, z. B. Checklisten für Arbeiten in Haus und Garten, Hinweise auf Informations- und Beratungsstellen oder zu Steuererleichterungen. Den Kern des Portals bildet eine Datenbank mit Anbieter/innen von Dienstleistungen für Haushalt und Garten sowie Kinder- und Seniorenbetreuung in Baden-Württemberg.

Mehr dazu lesen: Neues Internetportal für haushaltsnahe Leistungen geht an den Start

Armutsbekämpfung braucht einen Plan! Landesfamilienrat zum Ersten Armuts- und Reichtumsbericht des Landes

Mit der Vorlage des ersten Armuts- und Reichtumsberichts hat die Landesregierung eine langjährige Forderung (u.a.) des Landesfamilienrates umgesetzt. In seiner Stellungnahme begrüßt der Landesfamilienrat gerade die Schwerpunktsetzung „Kinderarmut“. Auch im vergleichsweise reichen Baden-Württemberg ist Armut kein Einzelphänomen. Armut versteht der Landesfamilienrat als komplexes Problem, dem mit einem umfassenden Konzept begegnet werden muss, welches die ganze Familie in den Blick nimmt. Die im November 2015 von der Landesregierung vorgeschlagenen Maßnahmen zur Armutsbekämpfung lassen da noch zu wenig Plan erkennen. Armutsbekämpfung braucht einen Plan! Um der Armut wirkungsvoll begegnen zu können, müssen kluge Handlungsleitlinien in kommunaler Verantwortung und in der Verantwortung des Landes entwickelt und umgesetzt werden. 

Der Landesfamilienrat Baden-Württemberg weist auf die öffentliche (Mit)Verantwortung für das Wohlergehen von Kindern hin. Diese muss umso stärker wahrgenommen werden, je prekärer die Lage der Familie ist. Eine stimmige und konsistente Familienförderpolitik in Baden-Württemberg enthält viele wirksame Bausteine zur Armutsprävention und Armutsüberwindung. Dafür macht sich der Landesfamilienrat stark. und legt dazu der Politik und den Verantwortungsträgern in Baden-Württemberg seine zentralen Forderungen vor:

pdf2016-02-11.AuR_StellungnahmeLFamR.pdf

 

Bundestag: Ausschuss macht Weg für Asylpaket frei

Berlin: (hib/STO) Der Innenausschuss hat grünes Licht für das sogenannte Asylpaket II der schwarz-roten Regierungskoalition gegeben. Gegen die Stimmen der Oppositionsfraktionen billigte das Gremium am Dienstagabend den entsprechenden Gesetzentwurf der CDU/CSU- und der SPD-Fraktion "zur Einführung beschleunigter Asylverfahren" (18/7538).

Danach sollen bestimmte Asylbewerber wie etwa Antragsteller aus sicheren Herkunftsstaaten in besonderen Aufnahmeeinrichtungen untergebracht werden können und ihre Verfahren innerhalb von maximal drei Wochen durchgeführt werden. Für die Dauer des Verfahrens und im Fall einer Einstellung oder Ablehnung auch bis zur Ausreise oder Rückführung soll ihr Aufenthalt auf den Bezirk der Ausländerbehörde begrenzt werden, in dem die zuständige Aufnahmeeinrichtung liegt.
Ferner sollen der Vorlage zufolge "Abschiebungshindernissen aus vermeintlich gesundheitlichen Gründen" abgebaut werden. Danach sollen "grundsätzlich nur lebensbedrohliche und schwerwiegende Erkrankungen, die sich durch die Abschiebung wesentlich verschlechtern würden, die Abschiebung des Ausländers hindern können". Zudem sollen qualifizierte Kriterien geschaffen werden, denen eine ärztliche Bescheinigung genügen muss, um eine Erkrankung des Ausländers glaubhaft zu machen. Darüber hinaus soll der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten für zwei Jahre ausgesetzt werden.

Mehr dazu lesen: Bundestag: Ausschuss macht Weg für Asylpaket frei

Landesfamilienrat Baden-Württemberg: Einschränkung beim Familiennachzug ist familienfeindlich und verstößt gegen Grundrechte

Der Landesfamilienrat Baden-Württemberg fordert dringend eine Nachbesserung des aktuell verhandelten Asylpakets II, dabei gehöre vor allem die eingeschränkte Möglichkeit zum Nachzug von Familien aufgehoben.

Dazu die Vorsitzende des Landesfamilienrates, Christel Althaus: „Die Wartefrist von zwei Jahren wird de facto zu einer Familientrennung von vier bis fünf Jahren führen, denn auch ohne neue Verschärfung sind die Familien wegen ihrer Flucht oftmals lange getrennt. Der Schutz der Familie ist aber ein Grundrecht. Das Recht, mit seiner Familie zu leben, muss uneingeschränkt auch für Flüchtlinge gelten.“ Denn gerade die Familie ist ein Garant für eine gelingende Integration im Aufnahmeland. „Wenn wir – ganz zu Recht - Integrationsleistung fordern“, so Althaus weiter „ist es geradezu paradox, wenn wir die Flüchtlinge auf der anderen Seite isolieren.“ Der Elternnachzug sei im Übrigen auch durch internationales Recht geboten.

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Familien mit behinderten Kindern

Berlin: (hib/AW) Die Fraktion Die Linke verlangt Auskunft über die Situation von Eltern mit behinderten Kindern. In einer Kleinen Anfrage (18/7341) will sie unter anderem wissen, wie viele Eltern und Alleinerziehende von Kindern mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung sowie mit einer seelischen Beeinträchtigung in Deutschland leben, wie hoch das Jahresdurchschnittseinkommen und die Wohnkosten dieser Eltern sind und wie viele von ihnen Wohngeld erhalten. Zudem will sie erfahren, wie viele barrierefreie Wohnungen es in Deutschland gibt und wie hoch die durchschnittlichen Kosten für den Umbau in eine barrierefreie Wohnung ausfallen.

Auf diese Antwort ist der Landesfamilienrat ebenfalls gespannt und wird sie auswerten.

Elterngeld: 14 Prozent der Neueinsteiger entscheiden sich für Elterngeld Plus

Im dritten Quartal 2015 haben in Deutschland insgesamt 885.000 Personen Elterngeld bezogen. Davon waren 83 Prozent (738.000) Mütter und 17 Prozent (147.000) Väter. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis der Bestandsstatistik zum Elterngeld mit. Die Statistik liefert erstmals auch Daten zum neu eingeführten Elterngeld Plus. Eltern, deren Kinder ab dem 1. Juli 2015 geboren wurden, können zwischen dem Bezug von Basiselterngeld (bisheriges Elterngeld) und dem Bezug von Elterngeld Plus wählen oder beides kombinieren. Die Bezugsdauer für Eltern kann sich hierdurch erheblich verlängern, denn aus einem bisherigen Elterngeldmonat werden zwei Elterngeld-Plus-Monate.
Für die überwiegende Mehrheit der Beziehenden (rund 800.000 Personen) galt noch die frühere Rechtslage, so dass Elterngeld Plus für diesen Personenkreis nicht in Betracht kam. Von den Beziehenden, deren Kind ab dem 1. Juli 2015 geboren wurde, entschieden sich bislang knapp 14 Prozent für die Inanspruchnahme von Elterngeld Plus. Spitzenreiter beim Einstieg in das Elterngeld Plus ist das Land Thüringen; hier entschieden sich bereits 23 Prozent der Berechtigten für die neue Art der Inanspruchnahme.

Mehr dazu lesen: Elterngeld: 14 Prozent der Neueinsteiger entscheiden sich für Elterngeld Plus

Asylpaket: Aussetzung von Familiennachzug ist integrationsfeindlich

Zu den von den Parteivorsitzenden der Koalition getroffenen Einigungen auf das Asylpaket II erklärt Luise Amtsberg, Sprecherin für Flüchtlingspolitik:
Die Ergebnisse gehen auf Kosten der Betroffenen und belasten zusätzlich das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Statt zwingend notwendige Schritte für die Verkürzung der Asylverfahren und für die Integration auf den Weg zu bringen, arbeitet sich die Koalition weiter an den Rechten von Schutzsuchenden ab.
Die Aussetzung des Familiennachzuges auch für syrische Flüchtlinge ist nicht nur integrationsfeindlich, sie trifft vor allem Frauen und Kinder. Diese werden mit der Regelung vor die Wahl gestellt, entweder in akuter Bedrohungslage des Herkunftslandes zu verbleiben oder den gefährlichen Fluchtweg über das Mittelmeer zu wagen. Der Schutz der Familie ist ein Grundrecht. Das Recht, mit seiner Familie zu leben, muss also auch für Flüchtlinge gelten.
Die Eigenbeteiligung von 10 Euro für die Teilnahme an einem Integrationskurs ist schäbig. Erstens ist der Zugang zu den Kursen auf die Herkunftsländer Syrien, Irak, Iran und Eritrea beschränkt, zweitens gibt es nicht ansatzweise ausreichende Kursplätze. Dass Menschen für eine Leistung zahlen sollen, die sie nicht erhalten, ist inakzeptabel.

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2016 - 03/01

Experten im Bundestag: Unterhaltsvorschuss ausbauen

Berlin: (hib/AW) In einer Anhörung des Familienausschusses haben sich die geladenen Sachverständigen am Montag (14.03.2016) übereinstimmend für eine Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes ausgesprochen, um die Situation von Alleinerziehenden zu verbessern. Konkret forderten sie, die Befristung des Unterhaltsvorschusses von 72 Monaten pro Kind zu streichen, die Bezugsgrenze vom zwölften auf das 18. Lebensjahr des Kindes zu heben und das Kindergeld zukünftig nur noch zu 50 Prozent auf den Unterhaltsvorschuss anzurechnen. Die Sachverständigen unterstützen damit die Anträge der Fraktionen Die Linke (18/6651) und Bündnis 90/Die Grünen (18/4307).

Marion von zur Gathen vom Paritätischen Gesamtverband verwies darauf, dass der Bedarf eines Kindes ab dem zwölften Lebensjahr steige. Zu diesem Zeitpunkt ende aber nach geltender Rechtslage derzeit der Bezug des Unterhaltsvorschusses. Die Begrenzung auf 72 Monate Höchstbezugsdauer führe im extremsten Fall dazu, dass eine alleinerziehende Mutter zwölf Jahre allein für den Unterhalt des Kindes aufkommen müsse, wenn der Vater seinen Verpflichtungen nicht nachkomme.

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Aufruf zur Antragstellung auf Projektförderung im Rahmen des Förderprogramms „Gemeinsam in Vielfalt – Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe“

Ziele des Förderprogramms „Gemeinsam in Vielfalt – Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe“ der Landesregierung von Baden-Württemberg sind die Verbesserung der Lebenssituation von Flüchtlingen durch bürgerschaftliches Engagement sowie die Verbesserung des Zusammenlebens in den Kommunen durch Dialoge.

Das Förderprogramm soll zivilgesellschaftliches Engagement unterstützen und stärken und Beteiligung fördern. Es soll auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus Krisengebieten reagieren und dem humanitären Auftrag der Flüchtlingshilfe Rechnung tragen. Im Zusammenwirken unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure (Kommunen, Wirtschaft, Zivilgesellschaft) sollen gemeinsam mit Flüchtlingen in einem dialogischen Verfahren neue Wege des Zusammenlebens und des Zusammenwirkens entwickelt und erprobt werden. Willkommenskultur soll gelebt werden, und Flüchtlinge sollen mit ihren Talenten und Fähigkeiten in der Heimat auf Zeit oder der neuen Heimat integriert werden. Eigenes Engagement bietet Flüchtlingen die Möglichkeit, ihr Können zu zeigen, Wissen einzubringen, und den Alltag zu strukturieren. Stereotype Klischees gegenüber Flüchtlingen werden so revidiert und Schwellenängste abgebaut.

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Gemeinsame Verbände-Erklärung: Raus aus der Teilzeitfalle

Die AGF fordert gemeinsam mit dem Deutschem Gewerkschaftsbund (DGB), Deutschen Frauenrat (DF), dem Bundesforum Männer, dem Zukunftsforum Familie (ZFF) und dem Sozialverband Deutschland (SoVD) die Weiterentwicklung des Teilzeitrechts, um damit den Beschäftigten die Aufstockung ihrer Stundenzahl zu erleichtern.

Raus aus der Teilzeitfalle – jetzt! Sozialverband Deutschland (SoVD) fordern die Weiterentwicklung des Teilzeitrechts. Bundesregierung muss Koalitionsvertrag endlich umsetzen! Im Koalitionsvertrag haben sich CDU, CSU und SPD darauf verständigt, für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, einen Anspruch auf befristete Teilzeitarbeit zu schaffen. In Teilzeit Beschäftigten soll die Aufstockung ihrer Stundenzahl erleichtert werden.

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55.000 Familien mit behinderten Kindern

Berlin: (hib/AW) In Deutschland lebten 2013 in 55.000 Familien ein oder mehrere Kinder unter 30 Jahren mit Behinderung. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/7662) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/7341) mit.

In 14.000 Fällen handele es sich um Familien mit einem alleinerziehenden Elternteil, darunter 12.000 Frauen und 2.000 Männer. In 39.000 Familien lebe ein schwerbehindertes Kind, in 7.000 Familien lebten zwei oder mehrere schwerbehinderte Kinder.

Zum Tod von Günter Mielau

Der Landesfamilienrat Baden-Württemberg erinnert in Dankbarkeit und großer Wertschätzung an

Herrn Günter Mielau

der am 1. März 2016 im Alter von fast 91 Jahren gestorben ist. Herr Mielau war von 1987 – 1996 Vorsitzender des Landesfamilienrates und gehört zu Gründungsvätern des Landesfamilienrates. In der Arbeitsgemeinschaft der Familienverbände (AGF BW) engagierte er sich seit 1957 für die Anliegen von Familien, seit 1973 gehörte er dem Landesfamilienbeirat Baden-Württemberg an. Beide Gremien waren Wegbereiter des 1981 gegründeten Landesfamilienrates Baden-Württemberg, an dessen Ausgestaltung und Entwicklung Günter Mielau einen wesentlichen Anteil hatte.

Als Vorsitzender des Landesfamilienrates war es Mielau ein Anliegen, Familien in allen Lebenslagen zu fördern und gute Bedingungen für das Aufwachsen von Kindern zu schaffen. Familienpolitik sollte daher mehr Durchsetzungskraft bekommen. Sein ungewöhnliches und unermüdliches Eintreten für die Belange der Familien wurde durch zahlreiche Auszeichnungen anerkannt, u.a. durch die Dr. Wilhelm-Siekmann Medaille des Deutschen Familienverbandes.

Während seines aktiven Berufslebens hatte sich Günter Mielau intensiv und engagiert mit der Ausgestaltung des Sozialstaates beschäftigt. Der frühere Bezirksvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Nordwürttemberg gilt als „Vater“ vieler wegweisender Einrichtungen für Familien und Senioren.

Der gebürtige Berliner war durch und durch politisch: Seit 1945 SPD-Mitglied, Mitbegründer der Antifaschistischen Jugend Deutschlands, tätig als Jugendreferent in Sachsen-Anhalt sowie als Bürgermeister einer Gemeinde im Kreis Weissenfels. Als ein Gegner der Zwangsvereinigung von SPD und den Kommunisten kehrte er aus der damaligen sowjetisch besetzten Zone nach Westberlin zurück. 1953 trat er als Verbandssekretär bei der Arbeiterwohlfahrt in Stuttgart ein. Bis zuletzt war Günter Mielau in der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratischen Seniorinnen und Senioren aktiv. Seine Klugheit und Besonnenheit werden fehlen.

Günter Mielau ist Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse, der Goldenen Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg und der Marie-Juchacz-Plakette der Arbeiterwohlfahrt (Bundesverband). Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie.

Prof. Christel Althaus, Vorsitzende

Stuttgart, im März 2016

Kinderbetreuung - Mit Schulbeginn wächst der Stress

Jahr für Jahr melden Ämter und Behörden einen Zuwachs an Kita- und Kindergartenplätzen sowie mehr Ganztagsschulen. Doch ausgerechnet der Schulstart bereitet vielen Eltern Sorgen, denn nur für ein Drittel aller Grundschüler gibt es Ganztagsangebote.

33-95-33 – das sind keine neuen Modelmaße, sondern die Zahlen beschreiben in Kurzform das Betreuungsdilemma vieler Eltern in Deutschland: Wer kleine Kinder hat, kann sich glücklich schätzen, einen öffentlich geförderten Krippenplatz oder eine Tagesmutter in Wohnortnähe zu finden – 2015 gelang dies gerade mal für ein Drittel der unter Dreijährigen. Ist der Nachwuchs im Kindergartenalter, dürfen die meis¬ten Eltern kurz durchatmen: Zuletzt besuchten fast 95 Prozent der Drei- bis Fünfjährigen eine Kita. Mit dem Schulalter beginnt dann aber für viele Väter und Mütter erneut die Suche nach einer qualifizierten Betreuung (Grafik):
Bundesweit besuchte 2014 – dies sind die neuesten Daten – lediglich knapp ein Drittel der Grundschüler eine Ganztagsschule.

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Neues Dossier: Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien

Moses Online, das Portal zum Thema Pflegekinder und Adoption, hat ein neues Dossier zum Thema Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien veröffentlicht. Darin werden notwendige Rahmenbedingungen für die zu leistende Aufgabe der Pflegefamilie beschrieben und gefordert.

Neben Informationen zu Rahmenbedingungen für die Pflegekinderhilfe liefert das Dossier Antworten auf unterschiedliche Fragen zur Inklusion. Es beleuchtet Pflegeverhältnisse für Kinder mit Behinderung, die Freiwillige Sorgerechtsübertragung auf Pflegeeltern nach § 1630 III BGB, Testamente für Pflegekinder sowie die Vormundschaft für ein Pflegekind mit Behinderungen. Unter anderem wird die Vertretung eines Kindes mit Behinderungen durch einen Vormund wird an einem Beispiel dargestellt. Außerdem stellt das Dossier Verbände, Vereine, Betroffenenhilfe für (Pflege)Eltern mit Kindern mit Behinderungen vor.

Das Dossier ist unter www.moses-online.de/artikel/kinder-behinderungen-pflegefamilien zu finden. Quelle: Moses Online

LandFrauen fordern Konsequenzen aus dem Armuts- und Reichtumsbericht des Landes

Der Erste Armuts- und Reichtumsbericht des Landes Baden-Württemberg zeigt vielseitigen Handlungsbedarf auf. Die Hauptbelastungen im Familienbudget sind Wohnen, Energiekosten sowie Kosten für Mobilität. Wenn mit 46 Prozent Alleinerziehende in Baden-Württemberg stärker als im Bundesdurchschnitt betroffen sind, gilt es, hier besondere Maßnahmen zu ergreifen. „Außer den Familien erschreckt uns der Anteil von Frauen mit 15,8 Prozent und der Anteil von älteren Personen mit 17 Prozent, die überdurchschnittlich häufig armutsgefährdet sind. Was die Zahlen nicht ausweisen, ist die verdeckte Armut. Hier ist unser Blick insbesondere auf Frauen im ländlichen Raum gerichtet. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind aufgefordert, den armutsgefährdeten Menschen Teilhabe zu ermöglichen“, so Hannelore Wörz, Präsidentin des LandFrauenverbandes Württemberg-Baden e.V.

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2016 - 03/02

Neue PFAD-Broschüre: "Die Rechte von Pflegekindern"

Pflegefamilien und die sie betreuenden Fachkräfte der Jugendhilfe engagieren sich für "Die Rechte von Pflegekindern". Die gleichnamige neue Broschüre des PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. wurde von Aktion Mensch gefördert und informiert über Entwicklung und Inhalte der Kinderrechte und deren Anwendung im Bereich der Vollzeitpflege.

Pflegekinder erfahren in ihrem Leben viel Fremdbestimmung. Umso wichtiger ist es für ihre Entwicklung zu wissen, dass sie eigene Rechte haben, welche dies sind und dass auch ihre Meinung wichtig ist und respektiert wird. Mit der Information von Pflegekindern über ihre rechtliche Stellung und deren Berücksichtigung stärken die begleitenden Erwachsenen ihr Vertrauen in die Welt sowie ihr Sicherheits-, Selbstwert- und Verantwortungsgefühl und fördern ihre Entwicklung zu eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten.

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Deutschlands demografische Herausforderungen

Niedrige Kinderzahlen und ein immer längeres Leben führen zu einem Wandel, der viele Vorteile hat, das Land aber auch vor große Herausforderungen stellt, heißt es in einem neuen Diskussionspapier des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung.

Der demografische Wandel hat ein negatives Image, das von der Vorstellung einer Überalterung bis zum Aussterben reicht. Dabei haben die Deutschen lange Zeit von diesem Wandel profitiert. Sie haben alle zehn Jahre zwei bis drei Jahre an Lebenserwartung hinzugewonnen. Sie haben viel Geld gespart, weil sie weniger Nachwuchs zu versorgen hatten aber noch vergleichsweise wenige Ältere. Und die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer machen sich als größte Gruppe in der Bevölkerung verdient um die Volkswirtschaft. Sie sind im Schnitt gut qualifiziert, haben überwiegend einträgliche Jobs und sorgen dafür, dass derzeit die Zahl der Erwerbstätigen auf Höchstniveau liegt und der Staat Rekordeinnahmen in seinen Steuer- und Sozialkassen verbucht.

Dies sind die goldenen Jahre der gereiften Volkswirtschaften, von denen Deutschland derzeit seine letzten erlebt: In den kommenden Jahren steht nach der angenehmen Phase des demografischen Wandels der schwierigere Abschnitt an:

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Krankheitsfrüherkennung, Vorsorge, Impfen: neue Ausgabe „frühe Kindheit“ erschienen

Zu dem Themenschwerpunkt „Krankheitsfrüherkennung, medizinische Vorsorge und Impfen“ ist die neue Ausgabe der Zeitschrift „frühe Kindheit“ erschienen. Das Heft enthält Beiträge u. a. von Ute Thyen („Das ‚Gelbe Heft‘. Früherkennungsuntersuchungen für Kinder und Jugendliche in Deutschland“), Karl E. Bergmann und Renate L. Bergmann („Frühe Prävention – worum geht es, was bringt sie und wie soll es weitergehen?“), Gwendolyn Gramer und Georg F. Hoffmann („Das erweiterte Neugeborenenscreening: Bisherige Erfolge und neue Herausforderungen“), Christina Poethko-Müller und Anette Siedler („Herausforderungen einer erfolgreichen Impfprävention“), Hubertus von Voss („Impfungen bei Kindern und Erwachsenen: Präventionsstrategie Nr. 1“), Susann Blüher und Katrin Kromeyer-Hauschild et al. („Aktuelle Empfehlungen zur Prävention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter“), Utta Reich-Schottky („Stillen und Evidenz“), sowie ein Interview mit Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte („Die zuwendungsorientierte Leistung macht das Herzstück ärztlichen Selbstverständnisses und Handelns aus“).

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Veranstaltungsreihe Bildung in Zeiten der Digitalisierung

Immer mehr Bereiche des gesellschaftlichen Lebens sind von der Digitalisierung betroffen. Schon kleine Kinder benutzen digitale Medien ganz selbstverständlich.
Über deren Bildungseffekte gehen die Meinungen jedoch auseinander.


Wohin führt die digitale Bildungsrevolution? Die Zukunft des Lernens zwischen Humboldt und Orwell
DO 07.04.16, 19:00–21:00 Uhr, Hospitalhof Stuttgart
REFERENT: Ralph Müller-Eiselt, Leiter des Projekts „Teilhabe in einer digitalisierten
Welt“ bei der Bertelsmann Stiftung

Verantwortung im digitalen Leben. Wie kann verantwortliches
Handeln in einer digitalisierten Gesellschaft aussehen?
DO 22.06.16, 19:00–21:00 Uhr, Hospitalhof Stuttgart
REFERENTIN: Prof. Dr. Petra Grimm, Institut für digitale Ethik an der Hochschule
der Medien Stuttgart

Privatheit im Wandel. Internetnutzung zwischen Lust auf Selbstoffenbarung und Schutz der Privatsphäre
DO 06.10.16, 19:00–21:00 Uhr, Hospitalhof Stuttgart
REFERENTIN: Prof. Dr. Sabine Trepte, Professorin für Medienpsychologie an der
Universität Hohenheim
 
Missbrauch und Sucht von Smartphone und Computer. Der Umgang Jugendlicher mit digitalen Medien
MO 28.11.16, 19:00–21:00 Uhr, Hospitalhof Stuttgart
REFERENT: PD Dr. Jan Frölich, Diplom-Pädagoge und Facharzt für Kinderheilkunde
und Kinder- und Jugendpsychiatrie

KOSTENBEITRAG JE: 7,00 € / 5,00 €

Hospitalhof Stuttgart / Evangelisches Bildungszentrum · Büchsenstraße 33 · 70174 Stuttgart
Telefon 0711/20 68-150 · Telefax 0711/20 68-327 · Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! · www.hospitalhof.de

 

Betriebliche Unterstützung bei der Kinderbetreuung steigert Zufriedenheit der Mütter

Hilft der Arbeitgeber bei der Kinderbetreuung, steigen die Arbeits- und die allgemeine Lebenszufriedenheit der im Unternehmen tätigen Mütter. Die Zufriedenheit der Väter hingegen bleibt weitestgehend unberührt. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die im aktuellen Wochenbericht 10/2016 veröffentlicht wurde. Die DIW-Expertin Johanna Storck hat gemeinsam mit Verena Lauber von der Universität Heidelberg untersucht, wie sich die Zufriedenheit arbeitender Eltern ändert, wenn ihr Unternehmen eine betriebliche Unterstützung bei der Kinderbetreuung einführt, etwa indem es Kita-Plätze zur Verfügung stellt oder finanzielle Unterstützung zur Kinderbetreuung leistet. Wie Daten der SOEP-Zusatz-Stichprobe „Familien in Deutschland“ zeigen, wirkt sich dies nur auf die Mütter aus. „Möglich ist, dass Väter von dem Problem der Vereinbarkeit weniger belaste t sind oder dass für Väter eher Maßnahmen wichtig wären, die ihnen erlauben, mehr Zeit mit Familie und Kindern zu verbringen“, urteilen die Autorinnen.

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Statistik: Immer mehr ältere Menschen in Baden‑Württemberg

Zahl der 65jährigen und Älteren wird bis 2030 um rund 600 000 oder knapp 30 Prozent ansteigen – steigende Herausforderungen für die Rentenversicherung. In Baden‑Württemberg lebten Ende 2014 rund 2,12 Mill. Personen, die 65 Jahre oder älter sind. Die Zahl der älteren Menschen im Land hat damit seit 1980 um 60 Prozent zugenommen, während die Gesamteinwohnerzahl »nur« um 16 Prozent angestiegen ist. Bereits bis zum Jahr 2030 könnte sich die Zahl der Menschen im Alter von 65 und mehr Jahren nochmals um rund 600 000 oder annähernd 30 Prozent erhöhen, so das Statistische Landesamt.Schaubild 1 Der Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung wird dadurch von zuletzt rund 20 Prozent auf voraussichtlich knapp 25 Prozent ansteigen.

Diese Entwicklung hin zu immer mehr älteren Menschen ist vor allem auf die Altersstruktur der Bevölkerung, aber auch auf die stetig steigende Lebenserwartung zurückzuführen: Ein neugeborener Junge kann heute in Baden‑Württemberg auf eine durchschnittliche Lebenserwartung von gut 79 Jahren hoffen, ein neugeborenes Mädchen sogar auf knapp 84 Jahre.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes vom 18.03.2016

AGF: Mehrbedarf für Trennungskinder!

Berlin, 18. März 2016. Anlässlich der heutigen Beratung des Gesetzentwurfs zur Rechtsvereinfachung im SGB II im Bundesrat fordern die Familienverbände die Einführung von Umgangsmehrbedarfen für Kinder getrennt lebender Eltern im SGB II-Bezug. Die bisher vorliegenden Regelungsentwürfe setzen lediglich die Mangelverwaltung zwischen den Eltern fort und folgen vor allem dem Ziel, die öffentliche Hand zu entlasten. Die AGF fordert ein Gesetz, das die tatsächlichen Bedarfe der Kinder für eine ausreichende Existenzsicherung berücksichtigt.

„Im SGB II muss ein Umgangskinder-Mehrbedarf eingeführt werden,“ erklärt Sven Iversen, Geschäftsführer der AGF, „nur so kann das Existenzminimum für Kinder getrennt lebender Eltern, die sich regelmäßig in zwei Haushalten aufhalten, tatsächlich sichergestellt werden.“

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Alterssicherung von Frauen: Viel Arbeit – wenig Rente

Die geschlechtsspezifische Rentenlücke beträgt im EU-Durchschnitt über 40 Prozent und toppt damit die Entgeltungleichheit bei weitem. Denn für 100 Euro, die ein Rentner erhält, bekommt eine Rentnerin weniger als 60 Euro, obwohl sie im Lauf ihres Lebens durchschnittlich mehr Arbeit verrichtet hat.

Die viele, besonders die unbezahlte Arbeit aber macht Frauen im Alter arm. Gegen diese folgenschwere Diskriminierung wendet sich eine neue Aufklärungskampagne der Europäischen Frauenlobby (EWL) unter dem Titel "Equal Pension Rights for Women now!". Im Mittelpunkt steht dabei die Neubewertung der Sorgearbeit gegenüber der sogenannten produktiven Arbeit.

Der Kampagne-Clip

Rentenpolitik: Ihre Unterschrift für eine gerechte Mütterrente

Erziehende, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, erhalten einen Rentenpunkt weniger als diejenigen, die ihre Kinder später bekommen haben. Und: Ein Rentenpunkt West ist mehr wert als ein Rentenpunkt Ost. Gegen diese Ungleichbehandlung wendet sich eine gemeinsame Unterschriftenaktion von Deutschem Frauenrat, Sozialverbänden und Gewerkschaften.

In dem Appell an Bundeskanzlerin Merkel fordern die UnterzeichnerInnen eine Gleichbehandlung der Kindererziehungszeiten bei der sogenannten Mütterrente und deren Anhebung. Außerdem soll die Erziehendenrente, so ein weiteres Anliegen, nicht länger aus der Rentenkasse sondern aus Steuern finanziert werden.

Die Aktion, die bereits seit Oktober 2015 läuft, endet am Internationalen Kindertag am 1. Juni 2016. Dann sollen die Unterschriften Bundeskanzlerin Angela Merkel überreicht werden.

Zum Aufruf mit Unterschriftenliste
Der Aktionsvideoclip von SoVD TV

Ohne Entgeltgleichheit keine gerechte Verteilung der Sorgearbeit

Pressemitteilung
Ohne Entgeltgleichheit keine gerechte Verteilung der Sorgearbeit
Deutscher Frauenrat und Bundesforum Männer zum Equal Pay Day 2016 am 19. März:

Bei den Diskussionen um Entgeltgleichheit steht in der Regel die bezahlte Erwerbsarbeit im Mittelpunkt. Der Deutsche Frauenrat und das Bundesforum Männer mahnen angesichts des anstehenden Equal Pay Day 2016 an, viel stärker die unbezahlte Sorgearbeit in Familien wie im Ehrenamt, zumeist von Frauen geleistet, in den Fokus zu stellen.

„Von der Arbeit in der Familie behaupten viele PolitikerInnen und ÖkonomInnen, sie sei unbezahlbar und zwar im doppelten Sinne“, sagt Hannelore Buls, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats. „Da ist vor allem die Rede von der ‚aus Liebe‘ zur Familie erbrachte Betreuungsleistung oder vom Ehrenamt für die ‚Rettung der Menschheit‘ und, meist etwas leiser, auch davon, dass die Milliarden unbezahlter Arbeitsstunden, wollte man sie tatsächlich bezahlen, unfinanzierbar seien. Die geschlechtsspezifische Entgeltlücke rührt zum Teil daher, dass so eine Konkurrenz der unbezahlten zur bezahlten Arbeit entsteht, in deren Folge die professionelle Sorgearbeit zu gering bewertet wird. Geringschätzung von Frauen und ihrer Arbeitsleistung führt zu Entgeltdiskriminierung, dem Equal Pay Gap und zur ungerechten Verteilung der Sorgearbeit, dem Equal Care Gap. Ein Teufelskreis, den wir endlich durchbrechen müssen," so Hannelore Buls. „Wir fordern deshalb weiter die finanzielle Aufwertung dieser Berufe, die auch der unbezahlten Arbeiten mehr gesellschaftliche Wertschätzung bringen würde.“

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2016 - 04/01

Neue Veranstaltungsreihe „Familienpolitische Gespräche im Hospitalhof“ startet am 24. Juni 2016

Die neue Reihe „Familienpolitische Gespräche im Hospitalhof“ lädt zum Dialog zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis ein und knüpft an die früheren Familienpolitischen Gespräche im GENO-Haus an. Die Veranstaltungen richten sich an Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Politik und Wirtschaft sowie familien- und sozialpolitisch Interessierte und sollen zukünftig zweimal pro Jahr stattfinden. Neben der Vorstellung aktueller Ergebnisse aus der Familienberichterstattung des Landes, einem wissenschaftlichen Impuls und einem Runden Tisch zur Familienpolitik soll genügend Raum für Diskussion und Austausch sein. Die erste Veranstaltung im Rahmen der Familienpolitischen Gespräche im Hospitalhof findet am Freitag, den 24. Juni 2016, von 10.00 bis 13.00 Uhr statt. Im Mittelpunkt steht das Thema „Familie und Zeit“.

Die Reihe ist eine Kooperationsveranstaltung des Evangelischen Bildungszentrums Hospitalhof Stuttgart, des Landesfamilienrats Baden-Württemberg und der FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Im Kostenbeitrag von 10 Euro (ermäßigt 8 Euro, Bonuscardinhaber: 1 Euro) enthalten sind Getränke, Kaffee, Tee, Brezeln sowie ein einfacher Mittagsimbiss. Anmeldung unter Tel 0711-2068-150 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bildungs- und Teilhabepaket: Paritätischer und Kinderschutzbund ziehen kritisch Bilanz

Das Bildungs- und Teilhabepaket sei fünf Jahre nach seiner Einführung als gescheitert anzusehen, kritisieren der Paritätische Wohlfahrtsverband und der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband. Die Leistungen seien in ihrer Höhe unzureichend und in der bestehenden Form nicht geeignet, Bildung und Teilhabe für benachteiligte Kinder und Jugendliche zu ermöglichen, so die ernüchternde gemeinsame Bilanz. Die Verbände werfen der Bundesregierung mangelndes politisches Interesse vor und fordern eine Totalreform im Sinne der Kinder.
Die Kinderarmut in Deutschland sei anhaltend hoch, rund 2,7 Millionen Kinder seien derzeit auf staatliche Leistungen angewiesen. „Sie wachsen in Armut auf, mit erheblichen Auswirkungen auf ihre Lebenschancen. Daran hat auch das Bildungs- und Teilhabepaket nichts geändert“, kritisiert Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes. „Im Gegenteil: Das Bildungs- und Teilhabepaket stigmatisiert Kinder, weil es sie immer wieder dazu zwingt, sich in Schule und Freizeit als arm zu outen. Hinzu kommt, dass die einzelnen Leistungen in ihrer Höhe bereits bei der Einführung nicht ausreichend waren und seitdem nie erhöht wurden“, so Hilgers weiter. Das werde insbesondere am Beispiel des Schulbedarfes deutlich: „Eine Schulerstausstattung, die wir auf der Grundlage von Informationsblättern von Schulen zusammengestellt haben, kostet über 200 Euro. Das ist mehr als doppelt so viel als vom Bildungs- und Teilhabepaket vorgesehen“, betont DKSB-Präsident Hilgers.

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UNICEF: Die Ungleichheit zwischen Kindern in Industriestaaten wächst

Auch in reichen Ländern sind ärmere Kinder kränker, unzufriedener und können schlechter lesen als Mittelschichtskinder – Die Ungleichheit zwischen Kindern ist in vielen Industrieländern gewachsen. Bei Gesundheit, Lesekompetenz und Lebenszufriedenheit bleiben Kinder vom unteren Rand der Gesellschaft in den meisten Ländern weiter hinter dem Durchschnitt zurück, wie eine am Donnerstag (14.04.2016)  veröffentlichte Studie des UN-Kinderhilfswerks Unicef zeigt. Deutschland landet unter 41 Staaten der EU und der OECD (nur) an vierzehnter Stelle und kommt damit in die Kategorie "Mittlere Ungleichkeit". Bei der Kindergesundheit liegt Österreich sogar auf dem ersten Platz, hier sind Unterschiede deutlich weniger ausgeprägt als in anderen Industriestaaten.

Dänemark vorne: Unicef untersuchte, wie gut sich die EU-Länder und OECD-Staaten um das Wohlbefinden der am stärksten benachteiligten Kinder kümmern. Dabei geht es um Unterschiede bei Einkommen, Bildung, Gesundheit und persönlicher Lebenszufriedenheit zwischen den ärmsten Kindern und jenen in der Mitte der Gesellschaft. Am besten schneidet demnach Dänemark ab mit der geringsten Ungleichheit zwischen Kindern, gefolgt von Finnland, Norwegen und der Schweiz, die sich den zweiten Platz teilen. Ganz am Ende landen Israel und die Türkei. Bei einigen Ländern fehlten Indikatoren für die Untersuchung.

Große Unterschiede sichtbar: Benachteiligte Kinder bleiben in den reichen Industriestaaten oft deutlich hinter ihren Altersgenossen zurück. Es gebe nur wenige Fortschritte beim Schließen der Kluft zwischen den untersten zehn Prozent der Kinder und denen aus der Mitte der Gesellschaft,

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Wieder mehr Kuren für Mutter-/Vater-Kind

Berlin: (hib/PK) Seit 2012 bewilligen die Krankenkassen wieder mehr Mutter-/Vater-Kind-Kuren. So stieg die Zahl der genehmigten Kuren von rund 121.000 im Jahr 2012 auf knapp 135.000 im Jahr 2014, wie aus der Antwort (18/8008) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (18/7865) der Fraktion Die Linke hervorgeht. Die Zahl der Ablehnungen verringerte sich im Gegenzug von 19.744 im Jahr 2012 auf 18.256 im Jahr 2014. Damit stieg der Anteil der genehmigten Kuren auf 88,3 Prozent 2014.

Nach Kritik an der Bewilligungspraxis hatten sich den Angaben zufolge der GKV-Spitzenverband, der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes (MDS), die Elly Heuss-Knapp-Stiftung Müttergenesungswerk (MGW) und der Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK) Anfang 2012 auf eine überarbeitete Fassung der "Begutachtungsrichtlinie Vorsorge und Rehabilitation", die Grundlage für die Entscheidungen der Krankenkassen ist, verständigt.
Die Krankenkassen dürfen solche Kuren nur in Einrichtungen genehmigen, mit denen ein Versorgungsvertrag besteht. Das Vertragssystem soll die Qualität und Effizienz der Leistungen sichern. Die Vergütungen seien allerdings nicht Bestandteil der Versorgungsverträge. Sie würden zwischen den einzelnen Krankenkassen und den Einrichtungsträgern frei vereinbart. Im Konfliktfall könne eine Schiedsstelle angerufen werden. Dieser Mechanismus ist nach Ansicht der Bundesregierung sachgerecht.

Derzeit gibt es in Deutschland 138 Einrichtungen, mit denen ein solcher Versorgungsvertrag nach Paragraf 111a SGB V besteht. Vor zehn Jahren waren es noch 159. Die meisten Einrichtungen dieser Art gibt es aktuell in Niedersachsen (33), Bayern (23), Mecklenburg-Vorpommern (22), Schleswig-Holstein (22) und Baden-Württemberg (16).

Bundestag: Rechtsvereinfachungen bei Hartz IV

Berlin: (hib/CHE) Leistungen der Grundsicherung nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) werden künftig regulär für ein Jahr statt nur für sechs Monate bewilligt. Mit dieser und zahlreichen weiteren Änderungen will die Bundesregierung Regelungen des SGB II vereinfachen und neu strukturieren. In dem von ihr nun vorgelegten Gesetzentwurf (18/8041) eines Neunten Gesetzes zur Änderung des SGB II bezieht sie sich zu einem Großteil auf Vorschläge einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Vereinfachung des Leistungs- und des Verfahrensrechts.
Die Neuregelungen betreffen unter anderem Fragen der Einkommensanrechnung und Leistungsgrundsätze, der Beratung der Leistungsberechtigten durch Konkretisierungen der Eingliederungsvereinbarung und verbesserte Möglichkeiten der Ausbildungsförderung.
So sollen Bezieher von Arbeitslosengeld II (ALG II) oder Sozialgeld, die privat oder in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert sind, für die Dauer des Leistungsbezugs künftig einen Zuschuss zu diesem Beitrag erhalten.
In den Bereich Unterkunft und Heizung fällt die Einführung einer sogenannten Gesamtangemessenheitsgrenze (Bruttowarmmiete), die beide Bereiche umfasst. Zieht ein ALG-II-Bezieher ohne vorherige Zustimmung des für ihn zuständigen Trägers in eine unangemessene teurere Wohnung um, sollen künftig nur noch die bisherigen Aufwendungen erstattet werden. Das gilt allerdings auch bei einem Umzug in eine als angemessen bewertete Wohnung. Neu geregelt wird auch die Übernahme von Genossenschaftsanteilen durch die Gewährung eines Darlehens. Diese Anteile werden künftig einer Mietkaution gleichgestellt.

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Digitales Deutschland - Mobil ins Netz

Die digitale Welt. Seit gut 20 Jahren ist das Internet für private Nutzer zugänglich. Heute surft Deutschland mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) im Download und bis zu 10 MBit/s im Upload. Ganz Deutschland? Nein. In einigen Regionen tröpfeln die Daten nach wie vor nur aus der Leitung, sodass sich die Bevölkerung mit mobilen Lösungen behelfen muss. Lahme Internetverbindungen hemmen auch die Geschäfte der Unternehmen. Nicht zuletzt deshalb dürfte gerade mal ein Viertel aller kleinen und mittleren Firmen in Deutschland ihre Waren und Dienstleistungen auch online verkaufen.

Immerhin soll Deutschland laut Bundesregierung bis 2018 flächendeckend mit bis zu 50 MBit/s surfen.

Alles andere als ein Vorreiter ist die Bundesrepublik zudem bei der digitalen Verwaltung. Das hat ebenfalls ökonomische Nachteile, denn viele Geschäftsprozesse ließen sich durch Internetlösungen beschleunigen. Die digitale Ökonomie wird in Deutschland aber auch dadurch ausgebremst, dass es vielerorts an Fachkräften fehlt.

 

Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen benötigen adäquate Unterstützung

In Deutschland leben etwa 570.000 Säuglinge und Kleinkinder unter drei Jahren mit Entwicklungsrisiken, weil ihre Eltern psychisch erkrankt sind. Notwendige Unterstützungsangebote sind meist unzureichend und lückenhaft. Das neue Eckpunktepapier, das vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) herausgegeben und von 25 Fachgesellschaften und Institutionen unterstützt wird, beschreibt die aktuelle Situation und gibt Empfehlungen.

Kinder, die Eltern mit einer psychischen Erkrankung haben, sind oftmals vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Sie reichen von entwicklungsbeeinträchtigendem Verhalten der Eltern bis zu psychosozialen Belastungen für die Kinder. Dazu können beispielsweise eine unzureichende Versorgung der Kinder oder eine unsichere Bindung zwischen Eltern und Kind gehören. Das neue Eckpunktepapier stellt die möglichen Auswirkungen sowie die Unterstützungsbedarfe und die Versorgungssituation von betroffenen Familien dar. Auf dieser Basis formulieren Expertinnen und Experten fünf Empfehlungen für die Entwicklung einer bedarfsgerechten Versorgung, die frühzeitige und passgenaue Hilfen bieten.

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2016 - 05/01

Datenreport 2016: Deutschland ist mitten im demografischen Wandel

Deutschland befindet sich mitten im demografischen Wandel. Deutsche schrumpfen von 81 auf 67 Millionen. „Ein Bevölkerungsrückgang ist in Deutschland auf lange Sicht kaum ver­meidbar“, bekräftigt der heute (3. Mai) in Berlin vorgestellte „Datenreport 2016 – ein Sozialbericht für die Bundesrepublik Deutschland“ die bisherigen Befunde.

Statistiker und Sozialforscher haben darin auf knapp 500 Seiten Zahlen und Befunde zu wichtigen Lebensbereichen zusammengestellt – von „Bevölkerung“ bis zu „Werte und Einstellungen“. Der Datenreport wird herausgegeben vom Statistischen Bundesamt (Destatis), der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

Mehr dazu lesen: Datenreport 2016: Deutschland ist mitten im demografischen Wandel

MDR-exakt: Armutsrisiko für Alleinerziehende weiter gestiegen

Das Armutsrisiko für alleinerziehende Eltern ist laut einer aktuellen Erhebung seit 2005 um 6,6 Prozent gestiegen und liegt heute bei 41,9 Prozent.
Das berichtet das MDR-Magazin „exakt“ in seiner aktuellen Ausgabe am 27. April im MDR Fernsehen. Obwohl fast 80 Prozent aller Alleinerziehenden einen mittleren bzw. höheren Berufsabschluss haben, beziehen rund 600.000 von ihnen Hartz IV. Leidtragende der prekären Situation sind vor allem Kinder: Knapp eine Million Kinder von Alleinerziehenden leben von Hartz IV.
Die Verbesserung der Situation Alleinerziehender ist zwar erklärtes Ziel im Koalitionsvertrag der Bundesregierung. „Passiert ist bisher wenig“, meint die Expertin für Sozialrecht Prof. Anne Lenze von der Hochschule Darmstadt. Sie hat die Zahlen für eine Studie der Bertelsmann Stiftung aktualisiert. Im Interview mit „exakt“ sagte sie: „Man fragt sich, wie das eigentlich passieren kann, dass es bei einem Problem, das allen bekannt ist, trotzdem zu Verschlechterungen kommt. Ich denke, dass das Leitbild der voll berufstätigen Eltern durchschlägt und dass angenommen wird, sie können voll berufstätig sein neben der Kindererziehung und das ist etwas, an dem die meisten oder viele Alleinerziehende scheitern.“
Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Nettohaushaltseinkommens zur Verfügung hat. Bei Alleinerziehenden mit einem Kind liegt diese Grenze bei 1.144 Euro.
Verbessert hat sich hingegen die Situation für Paare mit zwei Kindern. Hier ist das Armutsrisiko um 11,7 Prozent gesunken.
Quelle: OTS: MDR vom 27.4.2016

Bildungszeit jetzt nutzen! DGB startet Kampagne zur Bildungszeit

28.04.2016 - Mit der neuen Kampagne „Bildungszeit. Hinterher ist man immer klüger“ und umfangreichen Informationsmaterialien wirbt der DGB Baden-Württemberg bei den Beschäftigten im Land dafür, die Bildungszeit zu nutzen. Neben der beruflichen und politischen Bildung kann in Baden-Württemberg – ein innovatives Element des Gesetzes – die Bildungszeit auch für Ehrenamtsqualifizierungen genutzt werden.

„Zeit für Solidarität heißt auch, sich politisch zu bilden und sich für ehrenamtliche Tätigkeiten zu qualifizieren“, sagte Gabriele Frenzer-Wolf, die stellvertretende DGB-Landesvorsitzende, mit Bezug auf das diesjährige Motto zum 1. Mai „Zeit für mehr Solidarität“. Frenzer-Wolf weiter: „Die Erhaltung des gesellschaftlichen Zusammenhalts ist ohne die vielen tausend ehrenamtlich Aktiven in Sport, Kultur, Naturschutz, in sozialen Einrichtungen, Politik und Verbänden nicht vorstellbar.“ Das habe auch die CDU in ihrem Wahlprogramm betont. „Mit der Bildungszeit für Ehrenamtsqualifizierung werden die Bürgerinnen und Bürger unterstützt, die Qualität der Ehrenamtsausübung verbessert und die Leistung des Ehrenamts anerkannt. Mit Blick auf die Wahlerfolge der rechtspopulistischen AfD muss gerade die politische Bildung im Land gestärkt werden“, argumentierte die DGB-Vize im Land. Der DGB setze sich daher gemeinsam mit dem breiten gesellschaftlichen Bündnis Bildungszeit für den Erhalt der Bildungszeit in ihrer jetzigen Form ein.

Die Kampagne im Internet: www.bildungszeit-nehmen.de

Fachtag "Arm, ärmer, alleinerziehend!" 15. Juni 2016 in Bad Cannstatt

Nnach Aussage des neuen Armuts-/Reichtumsberichts von Baden-Württemberg, der im Dezember 2015 veröffentlicht wurde, sind 45,8 % aller Alleinerziehenden in Baden-Württemberg von Armut betroffen, davon sind 95% Frauen!

Der Befund ist nicht neu, erschreckend ist aber, dass in den letzten Jahren eine gravierende Verschlechterung stattgefunden hat. Das Netzwerk Alleinerziehendenarbeit Baden-Württemberg fordert daher schnelle und wirksame Maßnahmen für Alleinerziehende!

Ein erstes Fachgespräch am 15. Juni 2016 in Stuttgart will mit Politikerinnen und Politikern, Fachleuten und Betroffenen Strategien zur Entlastung und finanziellen Absicherung von Alleinerziehenden und ihren Kindern entwickeln.

Dazu laden wir Sie sehr herzlich ein und freuen uns auf zahlreiches Interesse an diesem Fachtag. Gerne dürfen Sie diese Einladung in Ihren Verteilern weiterleiten und veröffentlichen. Zum Programm und zur Anmeldung:

pdfarm_ärmer_alleinerziehend.pdf

Ausschreibung: Förderprogramm "Vielfalt gefällt! Orte des Miteinanders"

In Kooperation mit der Baden-Württemberg Stiftung schreibt die "Allinaz für Beteiligung" ein neues Förderprogramm im Themenfeld „Integration und Vielfalt“ aus: Das Programm „Vielfalt gefällt! Orte des Miteinanders“ unterstützt Projekte, die die Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungs- und Fluchterfahrung am gesellschaftlichen Leben in Baden-Württemberg fördern. Zielgruppen sind Kommunen und Landkreise, aber auch zivilgesellschaftliche Akteure wie Bürgerinitiativen, Vereine, Arbeitskreise und Bürgergruppen. Anträge können bis zum 19. Juni 2016 eingereicht werden.

Weitere Informationen und sowie die Ausschreibung und die Antragsunterlagen finden Sie auf unserer Homepage unter
http://allianz-fuer-beteiligung.de/foerderprogramme/

Wir freuen uns, wenn Sie in Ihren Netzwerken auf diese Ausschreibung hinweisen. Sollten Sie noch Fragen zur Ausschreibung und zum Förderprogramm haben, wenden Sie sich bitte gerne an:
Sadaf Babaei - Projektleiterin -
Initiative Allianz für Beteiligung e.V., Königstraße 10 A, 70173 StuttgartTel.: 0711 / 335 000 83, Fax: 0711 / 335 000 66, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Haushaltsnahe Dienstleistungen: EU soll Haus- und Pflegepersonal aus Schattenwirtschaft holen

Es sind häufig Migrantinnen, die ohne soziale Absicherung als Hilfs- oder Pflegekräfte in privaten Haushalten arbeiten. Das EU-Parlament fordert nun die EU-weite Anerkennung dieser Tätigkeiten. Auch, um Ausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel zu bekämpfen.

“Hausangestellte und Pflegekräfte erlauben uns, im Beruf weiterzukommen und unser soziales Leben zu genießen. Wir vertrauen ihnen unser Zuhause, unsere Kinder und unsere Eltern an. Und doch sind sie praktisch unsichtbar, nicht gemeldet, Opfer von Unsicherheit und sozialer Ausgrenzung. Außerdem sind die meisten von ihnen Frauen, haben lange Arbeitszeiten ohne freie Tage, keine Krankenversicherung oder Rentenansprüche“, so Kostadinka Kuneva. Vor dem Hintergrund, dass die Gesellschaft immer älter wird und immer mehr Frauen berufstätig sind, sieht die Europa-Abgeordnete einen weiter steigenden Bedarf an Hausangestellten und Pflegekräften. Trotzdem hätten die EU-Mitgliedstaaten bislang kaum etwas dafür getan, um diese Frauen „aus der Schattenwirtschaft herauszuholen“, so Kuneva weiter.

Arbeits- und Sozialschutz für Hausangestellte und Pflegekräfte
Die Abgeordneten empfehlen die Einführung von Modellen, wie sie in Belgien und Frankreich praktiziert werden, um prekäre und nicht angemeldete Hausarbeit einzudämmen. Darüber hinaus sollen Hausangestellte und Pflegekräfte in „sämtlichen nationalen Arbeits-, Gesundheits-, Sozialschutz-, Versicherungs- und Antidiskriminierungsgesetzen berücksichtigt werden, und Gewerkschaften beitreten können“.

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Namensrecht: Annahme des früheren Geburtsnamens

Berlin: (hib/HAU) Kindern, die nach der Scheidung der Eltern den Nachnamen eines Stiefelternteils angenommen haben (Einbenennung), soll es nach Ansicht des Petitionsausschusses bei Erlangung der Volljährigkeit grundsätzlich möglich sein, den früheren Geburtsnamen wieder anzunehmen. Eine dahingehende Petition wurde mit einstimmigem Beschluss des Ausschusses in der Sitzung am Mittwochmorgen den Fraktionen des Bundestags zur Kenntnis gegeben, "da sie als Anregung für eine parlamentarische Initiative geeignet erscheint".
In der Eingabe wird auf den Fall verwiesen, dass ein minderjähriges Kind bei einer Heirat der Mutter mit dem nicht leiblichen Vater des Kindes dessen Nachnamen erhält. Trennt sich aber die Mutter von ihrem Mann und heiratet, nachdem das Kind volljährig geworden ist, jemanden anderen, trage das Kind als einzige Person in der Familie den Namen des vorherigen Ehegatten, wodurch das Kind aus der Familie entwurzelt werde, schreiben die Petenten.

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Wohnen: Neuer Mietpreisindex für Studenten

In Metropolen wie Berlin, Hamburg und München oder auch in kleineren Universitätsstädten eine günstige Wohnung zu finden, wird für Studenten von Jahr zu Jahr schwieriger. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat einen Mietpreisindex entwickelt, der die zu erwartenden Kosten am Beispiel einer studentischen Musterwohnung für elf Uni-Städte ausweist.
Studenten haben es auf dem Wohnungsmarkt besonders schwer. Meist mit einem schmalen Budget ausgestattet, konkurrieren sie bei ihrer Suche nach einem Dach über dem Kopf nicht nur mit anderen Studenten. Vielmehr treten sie auch gegen jene Berufstätigen und Senioren an, die sich ebenfalls nur eine kleine Wohnung leisten können. In den vergangenen Jahren hat sich die Situation zusätzlich verschärft, denn vor allem in den deutschen Groß- und Universitätsstädten sind die Mieten deutlich gestiegen. In Berlin zum Beispiel haben sich neu vermietete Wohnungen in Mehrfamilienhäusern im Zeitraum von 2007 bis 2015 um 30 Prozent verteuert, in Hamburg um 25 Prozent (vgl. iwd 32/2015).

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) wollte nun wissen, wie hoch die Mieten und der Mietpreisanstieg von Wohnungen ausfallen, die für Studenten infrage kommen. Deshalb hat das IW Köln in Kooperation mit der Deutschen Real Estate Funds und Immobilien­scout24 auf Datenbasis der bekannten Internetplattform den studentischen Wohnungsmarkt in elf Städten mit einem speziellen Verfahren untersucht (Kasten). Artikel lesen unter:

http://www.iwkoeln.de/infodienste/iwd/archiv/beitrag/wohnen-neuer-mietpreisindex-fuer-studenten-27380:

pdfIWD_-_Gutachten_2016-_Ein_Mietpreisindex_für_studentisches_Wohnen.pdf

Ganztagsangebote unterstützen vorwiegend die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern

Neue Forschungsbefunde zu Ganztagsschulen: Die Teilnahme am Ganztag kann die Motivation, das Sozialverhalten und ein positives Selbstbild von Schülerinnen und Schülern fördern, es konnte in den Studien aber keine Wirkung auf die Entwicklung ihrer fachlichen Kompetenzen nachgewiesen werden.

Der flächendeckende Ausbau von Ganztagsschulen war und ist eine der großen Reformen im deutschen Schulwesen. Mit ihm sind hohe Erwartungen verbunden, wie die Kultusministerkonferenz in ihrem aktuellen Bericht "Ganztagsschulen in Deutschland" erneut festhält. Demnach soll die Teilnahme an Ganztagsangeboten zur nachhaltigen Förderung von kognitiven und sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler beitragen. Können diese Erwartungen erfüllt werden?

Die langfristig angelegte Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) hat die Frage nach der Qualität und den Wirkungen von Ganztagsangeboten in den vergangenen vier Jahren in mehreren Forschungsarbeiten vertiefend untersucht und kommt zu einem differenzierten Ergebnis: Demnach können sich gute Ganztagsangebote positiv auf die sozialen Kompetenzen, die Motivation und das Selbstbild der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler auswirken. Unmittelbare Effekte auf die Entwicklung ihrer fachlichen Kompetenzen zeigten sich jedoch nicht.

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Studie: Schulbedarfskosten in Niedersachsen

Erfahrungen aus der kirchlichen Sozialarbeit zeigen, dass viele Familien die nötigen Schulmaterialien nicht bezahlen können. Zwar haben rund 2,7 Millionen Kinder aus Familien, die Hartz IV, Wohngeld, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder einen Kinderzuschlag erhalten, Anspruch auf ein Schulbedarfspaket in Höhe von 100 Euro pro Jahr.

Doch dieser Betrag reicht zur Finanzierung typischer Schulbedarfe nicht aus, das belegt eine SI-Studie von Andreas Mayert. Der ausgesprochen interessante - und auf Baden-Württemberg übertragbare - Bericht liegt als TEXT AUS DEM SI (Sozialwissenschaftliches Institut der EKD) vor und kann herunterladen werden.

Zum Bericht

Informationen zum Projekt

Kinderhilfswerk: Integrationsgesetz vernachlässigt Anliegen von Flüchtlingskindern

Das Deutsche Kinderhilfswerk mahnt anlässlich der Vorstellung der Eckpunkte für ein Integrationsgesetz am 14. April ein besonderes Augenmerk auf die Situation der Flüchtlingskinder an. Ein entsprechender Schwerpunkt fehlt in den Beschlüssen des Koalitionsausschusses. Integrationsmaßnahmen dürfen die Perspektiven von Familien und vor allem Kindern nicht vernachlässigen.
„Flüchtlingskinder brauchen eine Zukunftsperspektive in Deutschland. Ihre Integration ist eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Um hier ankommenden Kindern gleiche Bildungs- und Teilhabechancen zu ermöglichen braucht es ein umfassendes Integrationskonzept, das die einschlägigen Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention, der Europäischen Grundrechtecharta und des Kinder- und Jugendhilfegesetzes berücksichtigt. Diese normieren eindeutig die Vorrangstellung des Kindeswohls bei allen Entscheidungen von Staat und Gesellschaft sowie das Recht der Kinder auf Förderung, Schutz und Beteiligung. Wir sollten die jetzt zu uns kommenden Flüchtlingskinder als dauerhafte Einwanderer und ihren Zuzug als Gewinn für unsere Gesellschaft begreifen“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

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2016 - 05/02

Internationaler Tag der Familie: Gesundes Aufwachsen für alle Kinder!

Berlin, 12.05.2015 Zum Internationalen Tag der Familie am 15. Mai erklärt Christiane Reckmann, Vorsitzende des Zukunftsforum Familie e.V.:
„Das ZFF begrüßt, dass der diesjährige internationale Tag der Familie die zentrale Rolle von Familien für ein gesundes Aufwachsen von Kindern in den Mittelpunkt stellt.
Familien sind der primäre Sozialisationsort von Kindern, sie tragen wesentlich zu ihrem Wohlbefinden bei. Studien weisen aber darauf hin, dass insbesondere einkommensarme Familien von gesundheitlichen Belastungen betroffen sind. Dies zeigt einmal mehr, dass Kinder- und Familienarmut nicht nur ein geringes Einkommen bedeutet, sondern mit Risiken in unterschiedlichen Lebensbereichen einhergeht.
Um ein gelingendes Aufwachsen für alle Kinder zu gewährleisten, bedarf es einer umfassenden strukturellen Armutsprävention im Sinne eines vielfältigen und ressortübergreifenden Ansatzes. Präventionsketten und Bildungsverbünde sind hierbei erprobte und erfolgreiche Modelle. Daneben brauchen Familien aber auch finanzielle Sicherheit, denn Kinder dürfen kein Armutsrisiko darstellen. Das ZFF setzt sich seit 2009 in einem Bündnis aus Verbänden und Wissenschaftler/-innen für die Einführung einer Kindergrundsicherung ein.“

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Statistisches Bundesamt: Knapp ein Viertel der Betreuungszeit begleiten Eltern ihre Kinder

24 Prozent der Betreuungszeit verbrachten Eltern im Jahr 2012/2013 durchschnittlich mit der Begleitung ihrer Kinder zu Terminen. Das waren rund 2 Stunden 13 Minuten pro Woche. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Internationalen Tages der Familie am 15. Mai weiter mitteilt, waren Mütter mit 25 Prozent hier etwas stärker eingebunden als Väter (22 Prozent). Zur Begleitung der Kinder gehören sowohl die Wegezeiten zu Terminen als auch die Anwesenheit während dieser Termine wie zum Beispiel während des Arztbesuchs oder des Fußballtrainings.
Der Umfang der Begleitung variiert mit dem Alter der Kinder: Bei Kindern unter 6 Jahren machte die Begleitung 19 Prozent der Betreuungszeit aus. Hier war der Zeitanteil für Beaufsichtigung, Körperpflege, Spielen und Sport mit 73 Prozent deutlich höher. Bei Kindern von 6 bis 18 Jahren investierten die Eltern 35 Prozent in die Begleitung ihrer Kinder.
Der Zeitanteil für Beaufsichtigung, Körperpflege, Spielen und Sport lag ebenfalls bei 35 Prozent. Insgesamt verbrachten Väter und Mütter im Jahr 2012/2013 täglich 1 Stunde 20 Minuten mit der Betreuung von Kindern unter 18 Jahren als Hauptaktivität. Mütter leisteten mit 1 Stunde 45 Minuten etwa doppelt so viel wie Väter (51 Minuten).
Die vollständige Zahl der Woche (inklusive PDF-Version) sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Quelle: OTS: Statistisches Bundesamt vom 10.5.2016

Einladung zum Fachtag "Arm, ärmer, alleinerziehend" am 15.Juni 2016

Nach Aussage des neuen Armuts-/Reichtumsberichts von Baden-Württemberg, der im Dezember 2015 veröffentlicht wurde, sind 45,8 % aller Alleinerziehenden in Baden-Württemberg von Armut betroffen, davon sind 95% Frauen!
Der Befund ist nicht neu, erschreckend ist aber, dass in den letzten Jahren eine gravierende Verschlechterung stattgefunden hat. Das Netzwerk Alleinerziehendenarbeit Baden-Württemberg fordert daher schnelle und wirksame Maßnahmen für Alleinerziehende!
Ein erstes Fachgespräch am 15. Juni 2016 in Stuttgart will mit Politikerinnen und Politikern, Fachleuten und Betroffenen Strategien zur Entlastung und finanziellen Absicherung von Alleinerziehenden und ihren Kindern entwickeln.
Dazu laden wir Sie sehr herzlich ein und freuen uns auf zahlreiches Interesse an diesem Fachtag. Gerne dürfen Sie diese Einladung in Ihren Verteilern weiterleiten und veröffentlichen. Zum Programm und zur Anmeldung:

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Jetzt anmelden: 6. BW-Forum Personalverantwortliche im Öffentlichen Dienst

Unser Thema: Gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen schaffen und erhalten

Es ist wieder soweit: Am 30.06.2016 geht das "BW-Forum Personalverantwortliche im Öffentlichen Dienst" im Hospitalhof Stuttgart in die nächste Runde – der Branchen-Treff für Personalverantwortliche und Entscheidungsträger/innen im Öffentlichen Sektor Baden-Württembergs. Wie immer finanziert durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg und konzipiert und durchgeführt vom Kompetenzzentrum Arbeit • Diversität der FamilienForschung im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg in Kooperation mit der Führungsakademie Baden-Württemberg.

Wir arbeiten und diskutieren diesmal zum Thema "Gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen schaffen und erhalten" - insbesondere in Hinblick auf die Handlungsfelder

Mehr dazu lesen: Jetzt anmelden: 6. BW-Forum Personalverantwortliche im Öffentlichen Dienst

DFV zum Tag der Familie: Mehr Kinder - zum Glück!

(Berlin) Zum Internationalen Tag der Familie am Sonntag fordert der Präsident des Deutschen Familienverbandes, Dr. Klaus Zeh, Anerkennung und finanzielle Gerechtigkeit für Mehr-Kind-Familien: „Es gibt eine riesige Kluft zwischen dem großen Wunsch nach einem Leben mit Kindern und der immer kleineren Zahl von Mehr-Kind-Familien – mit verheerenden Folgen für die demografische Entwicklung und für das persönliche Lebensglück.

Umfragen wie die Shell-Jugendstudie bestätigen seit Jahren die Bedeutung der Familie für junge Menschen. Laut Familienreport des Bundesfamilienministeriums wünschen sich 80 Prozent der 20- bis 39-Jährigen Kinder, und zwar idealerweise mehr als zwei. Aber nur eine Minderheit erfüllt sich den Wunsch nach einer großen Familie, weil die Rahmenbedingungen einfach nicht stimmen. Unter dem Motto ,Mehr Kinder – zum Glück‘ fordern wir von der Politik, diese Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu schließen und Menschen eine Brücke ins Leben mit Kindern zu bauen. Dafür gehören das Steuer- und das Sozialsystem ebenso auf den Prüfstand wie die Entwicklungen am Arbeitsmarkt, die das Leben mit Kindern immer schwerer machen. Und gefordert ist vor allem mehr Anerkennung durch die Gesellschaft, die auf Kinder baut und für große Familien nur Misstrauen und Benachteiligung übrig hat“, so Zeh.

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"Mehr Zeit für das, was zählt: Die NEUE Vereinbarkeit" - Lokale Bündnisse für Familie feiern Aktionstag 2016

"Mehr Zeit für das, was zählt: Die NEUE Vereinbarkeit" ist das Motto des diesjährigen Aktionstages der bundesweiten Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" am Internationalen Tag der Familie am 15. Mai. In den kommenden Wochen zeigen die Lokalen Bündnisse in ganz Deutschland ihre vielfältigen Angebote für Mütter und Väter und für die ganze Familie. Dabei werden zahlreiche Aktionen veranstaltet: vom Straßendialog zum Thema NEUE Vereinbarkeit bis zum Familienfest in der Kita.

"Die Mehrzahl der berufstätigen Eltern in Deutschland wünscht sich mehr Partnerschaftlichkeit, eine faire Aufgabenteilung und wirtschaftliche Unabhängigkeit für beide Elternteile. Immer mehr Menschen stehen vor der Herausforderung, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Das gilt für Familien mit Kindern und auch, wenn es pflegebedürftige Angehörige in der Familie gibt. Wir haben mit dem Memorandum 'Familie und Arbeitswelt' und den darin enthaltenen zehn Leitsätzen zur NEUEN Vereinbarkeit einen einmaligen Konsens zum Thema Vereinbarkeit erzielt. Lokale Bündnisse für Familie sind vor Ort wichtige Partner, um Familien und Unternehmen bei dieser NEUEN Vereinbarkeit zu unterstützen.", sagt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig anlässlich des Aktionstages 2016.

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Studie über die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Angehörigenpflege

Wie würden Sie Arbeiten und Pflegen vereinbaren? Welche Auswirkungen hätte dies auf Ihre Arbeitssituation? Welche Angebote würden Ihnen helfen?

Angehörigenpflege trifft immer mehr Berufstätige. Zwar hat nicht jeder Kinder zu versorgen, doch jeder Mensch hat Eltern, die früher oder später Unterstützung im Alltag oder Pflege benötigen. Viele Töchter und Söhne sind in dieser Phase selbst berufstätig. Das Fraunhofer IAO erhebt in einer Umfrage die Anforderungen Berufstätiger an eine gute Vereinbarkeit von Arbeit und Pflege.

Der Landesfamilienrat Baden-Württemberg unterstützt diese Studie, vielleicht finden Sie zwischendurch einmal 10 Minuten, um die Fragen zu beantworten.

Zur Studie und zum Link für die Umfrage kommen sie hier

Zum dritten Mal: familyNET-Award verliehen

Am 4. Mai wurden die Gewinner des familyNET-Awards gekürt. Die Albrecht Bühler Baum und Garten GmbH aus Nürtingen, die Munksjö Paper GmbH aus Aalen, die Karl Knauer KG aus Biberach sowie die WS Weinmann & Schanz GmbH aus Balingen haben gezeigt, dass sie zu den familienfreundlichen Unternehmen in Baden-Württemberg gehören.
Mit dem Award will das landesweite Projekt familyNET eine lebensphasenorientierte Personalpolitik und gute Vereinbarkeitslösungen fördern sowie besonders familienfreundliche Projekte würdigen.Preise wurden in drei Unternehmensgrößen und den Themenfeldern „Kinderbetreuung“, „Arbeitszeitgestaltung/-organisation und Arbeitsort“, „Betriebliches Gesundheitsmanagement, Work Life Balance“ und „Pflege“ vergeben.
Ausgezeichnet wurden zum Beispiel die Möglichkeit einer persönlichen Lebensarbeitszeitplanung auch im Schichtdienst oder eine Betriebskita für Klein- und Schulkinder. Der Sonderpreis ging an das „Lokale Bündnis für Familie Mittleres Wiesental“ für sein Engagement in der Angehörigenpflege.

Zu familyNET


2016 - 06/01

Landesbetreuungsgeld in Bayern beschlossen

Der Bayerische Landtag hat am Mittwoch (1. Juni 2016) das Landesbetreuungsgeld mit der Mehrheit der CSU beschlossen und damit die Konsequenzen aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Betreuungsgeld gezogen.
Im Juli des vergangenen Jahres hatten die Verfassungsrichter das Betreuungsgeld gekippt, weil ihrer Ansicht nach nicht der Bund, sondern die Länder zuständig gewesen wären.

Mit dem nun beschlossenen Landesbetreuungsgeld erhalten Familien in Bayern rückwirkend zum 1. Januar 2015 monatlich 150 Euro für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren . Damit profitieren auch Eltern, die zwar einen Antrag auf das Bundesbetreuungsgeld gestellt hatten, aber die Leistung wegen des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes nicht mehr erhielten. Eltern bekommen die Leistung aber nur, wenn das Kind keine Kita oder eine andere staatliche Kinderbetreuung in Anspruch nimmt und der Nachweis einer Frühuntersuchung vorliegt.

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Kulturpreis Baden-Württemberg

Der Kulturpreis Baden-Württemberg ist eine gemeinsame Initiative von genossenschaftlicher Wirtschaft und Stiftungswesen. Sie wird getragen von der Überzeugung, dass Kulturförderung eine Aufgabe ist, die den Zusammenschluss unterschiedlicher Kräfte erfordert. Zu diesem Zweck haben die Baden-Württemberg Stiftung sowie die Volksbanken Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg im Jahr 2002 eine gemeinsame Stiftung gegründet. Sie stellt die Mittel für den Kulturpreis bereit.

Der Kulturpreis Baden-Württemberg der Volksbanken, Raiffeisenbanken und der Baden-Württemberg Stiftung wird zum achten Mal ausgeschrieben.

Der Kulturpreis zeichnet Künstlerinnen und Künstler aus, die der Kunst im Land entscheidende Impulse geben, und ist dieses Mal der Sparte „Literatur“ gewidmet. Er ist mit einem Preisgeld von insgesamt 25.000 Euro dotiert.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bwstiftung.de/fileadmin/Mediendatenbank_DE/BW_Stiftung/Programme_Dateien/Gesellschaft_u_Kultur/Kultur/Kulturpreis/BWS_Flyer_Ausschreibung_Kulturpreis_.pdf

Vorschläge für die Preisträger können bis 30.09.2016 eingereicht werden.

Fachtagung: Familie und Gesundheit - Gesundes Aufwachsen von Anfang an am 11.10.2016 in Nürnberg

PAT – Mit Eltern Lernen gGmbH lädt Sie herzlich zur diesjährigen Fachtagung ein:

„Familie und Gesundheit: Gesundes Aufwachsen von Anfang an"
am Dienstag, den 11. Oktober 2016 in Nürnberg

Die Tagung richtet sich an Fachkräfte sowie Entscheidungsträger/innen und Politiker/innen aus den Bereichen frühkindliche Bildung, Frühe Hilfen, Kinderschutz und Jugendhilfe. Als Hauptredner konnten wir im diesen Jahr renommierte Wissenschaftler aus den Bereichen der Neurobiologie und Psychologie und Psychosomatik gewinnen

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Einladung: "Familie und Zeit"; 24. Juni 2016 in Stuttgart, Hospitalhof

Zeitdruck und Zeitstress stellen für viele Familien ein erhebliches Problem im Alltag dar. Behördengänge, Schulaufgabenbetreuung, aber auch der Weg zur Arbeit werden beispielsweise oft als „Zeitfresser“ empfunden. Aber wie kann man den Zeitproblemen entgegentreten und was ist zu tun, damit Familien wieder mehr Zeit für sich bekommen?   Die neue Reihe „Familienpolitische Gespräche im Hospitalhof“ lädt zum Dialog zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis ein und knüpft an die früheren Familienpolitischen Gespräche im GENO-Haus an. Die Veranstaltungen richten sich an Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Politik und Wirtschaft sowie familien- und sozialpolitisch Interessierte und sollen zukünftig zweimal pro Jahr stattfinden. Neben der Vorstellung aktueller Ergebnisse aus der Familienberichterstattung des Landes, einem wissenschaftlichen Beitrag und einem Impuls aus der Praxis sowie einem Runden Tisch zur Familienpolitik soll auch Raum für Diskussion und Austausch sein.

Die neue Reihe „Familienpolitische Gespräche im Hospitalhof“ lädt zum Dialog zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis ein und knüpft an die früheren Familienpolitischen Gespräche im GENO-Haus an.

Das Programm des Vormittags finden Sie hier: pdffamilie_und_zeit.pdf

Mehr dazu lesen: Einladung: "Familie und Zeit"; 24. Juni 2016 in Stuttgart, Hospitalhof

Kinderarmut in Deutschland steigt

In Berlin und Bremen ist fast jedes dritte Kind von Hartz IV-Leistungen abhängig, in Bayern jedes sechzehnte. Insgesamt ist die Zahl der unter 15-Jährigen, die auf Hartz IV angewiesen sind, im vergangenen Jahr gestiegen. Das geht aus einer Auswertung der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann (Die Linke) hervor, die anlässlich des Internationalen Kindertags am 1. Juni veröffentlicht wurde. Demnach ist etwa jedes siebte Kind in Deutschland von Hartz-IV-Leistungen abhängig.
Im vergangenen Jahr waren im Schnitt 1,54 Millionen der unter 15-Jährigen betroffen. Das waren gut 30.000 Kinder und Jugendliche mehr als im Vorjahr. Die Daten stammen von der Bundesagentur für Arbeit.

In Bremen und Berlin ist mit 31,5 Prozent fast jedes dritte Kind unter 15 Jahren von Hartz-IV-Leistungen abhängig (Ende 2015). In Sachsen-Anhalt sind es 21,8 Prozent, in Hamburg 20,4 Prozent. Prozentual am wenigsten Betroffene gibt es in Bayern mit 6,5 Prozent. Insgesamt sind in Ostdeutschland 20,3 Prozent der unter 15-Jährigen Hartz-IV-abhängig, in Westdeutschland 13,0 Prozent.

Zimmermann: Es geht um die Armut der Eltern
Genau betrachtet gehe es beim Thema Kinderarmut um die Armut der Eltern und deren Auswirkung auf ihre Kinder, so die Linken-Abgeordnete Zimmermann: "In der enormen Anzahl der Hartz-IV-Beziehenden mit Kindern spiegeln sich die in vielen Regionen immer noch angespannte Arbeitsmarktlage mit viel zu wenigen Arbeitsplätzen und Niedriglöhne wider."

Verbände fordern Umgangspauschale für Kinder statt Leistungskürzungen

Verbände fordern Umgangspauschale für Kinder statt Leistungskürzungen
Kinder getrennter Eltern, die Umgang mit Mutter und Vater pflegen, dürfen nicht im SGB II-Bezug benachteiligt werden. Die jetzt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) vorgeschlagene gesetzliche Verankerung einer tageweisen Kürzung des Sozialgeldes im Haushalt von Alleinerziehenden lehnen wir ab. Durch den erhöhten Umgang mit dem anderen Elternteil entsteht ein zusätzlicher Bedarf, der anerkannt und durch die Einführung einer Umgangspauschale für den umgangsberechtigten Elternteil gedeckt werden muss.
Nach der vorgesehenen Neuregelung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) soll das dem im Haushalt eines/einer alleinerziehenden Hartz IV-Empfängers/-in lebenden Kind zustehende Sozialgeld um die Tage gekürzt werden, die es beim anderen Elternteil verbringt. Diese Pläne stehen im Zusammenhang mit dem Neunten Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch-Rechtsvereinfachung für die Verwaltung und Leistungsbeziehenden. Statt einen Mangel zwischen den Eltern hin- und herzuschieben, muss der Gesetzgeber seiner Verantwortung in der Grundsicherung gerecht werden und den erhöhten umgangsbedingten Kindermehrbedarf anerkennen.

Mehr dazu lesen: Verbände fordern Umgangspauschale für Kinder statt Leistungskürzungen

Kinderschutzbund kritisiert das von der Bundesregierung geplante Integrationsgesetz

Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) kritisiert das von der Bundesregierung geplante Integrationsgesetz scharf und fordert, die Kinder und Jugendlichen anzuhören und ihren Schutz zu gewährleisten.
„Der Titel Integrationsgesetz ist reiner Etikettenschwindel. In der Fassung des Referentenentwurfes erweist sich das geplante Gesetz als Integrationsverhinderungsgesetz“, kritisiert DKSB-Präsident Heinz Hilgers. „Zusammen mit den bereits vorgenommenen Gesetzesänderungen der Asylpakete I und II werde es die Rechte von geflüchteten Menschen in Deutschland weiter abbauen und ihre Lebensbedingungen drastisch verschlechtern“, so Hilgers weiter.
Die Erfahrungen des DKSB aus seiner Arbeit mit Kindern und ihren Familien nach der Flucht zeigen, dass es ihnen keinesfalls an der Integrations- und Mitwirkungsbereitschaft fehlt. „Wir brauchen also weder Gesetzesverschärfungen noch Sanktionierungen, die teilweise sogar gegen die UN-Kinderrechtskonvention, die Europäische Menschenrechtskonvention und das Grundgesetz verstoßen“, betont der DKSB-Präsident. Vielmehr müssen mehr Integrationsangebote geschaffen und die Hürden zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt abgebaut werden. Auch die geplanten Wohnsitzzuweisungen sind nicht geeignet, um eine nachhaltige Integration sicherzustellen.

Mehr dazu lesen: Kinderschutzbund kritisiert das von der Bundesregierung geplante Integrationsgesetz

Beitrag: Bei Kindern macht Armut viel kaputt

Jahr für Jahr kommen die Statistiken, wonach jedes fünfte Kind in Deutschland arm ist oder von Armut bedroht. Dass jedes siebte Kind von Hartz-IV-Leistungen lebt. Mal sind es 0,7 Prozent mehr, mal zwei Prozent weniger, es ist regional immer unterschiedlich. Es sind leichte Verschiebungen, das Problem aber bleibt bestehen. Doch das Problem Kinderarmut gerät leicht aus dem Blick, zumal in Zeiten, in denen Zehntausende Flüchtlingskinder ins Land kommen, denen es offenkundig schlecht geht: Viele sind verwundet an Leib und Seele, jedes fünfte schätzt die Bundeskammer der Psychotherapeuten als traumatisiert ein.

Je reicher die Eltern, desto gesünder die Kinder. Das gilt auch heute noch. Die Kinderarmut in Deutschland ist mit anderen Maßstäben zu messen. Aber sie ist messbar. Und messbar sind auch ihre Folgen. Fast drei Millionen Kinder leben am Rande des Existenzminimums, also in Familien, denen weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens zur Verfügung steht. Bedürftige Kinder aus diesen Familien werden systematisch benachteiligt, haben schlechtere Chancen in der Schule, überhaupt im Leben.

Der Zustand der Zähne, das Ernährungsverhalten, mögliche Schlafstörungen und die Körperhaltung erzählen viel über die Lebenssituation von Kindern. Alle vier Jahre werden in Deutschland Schulkinder in den Klassen 5, 7 und 9 auf Herz und Nieren geprüft. Diese repräsentative Untersuchung nennt sich "Health Behaviour in School-aged Children" (HBSC). Aufgrund der jüngsten Studie von 2013 waren das Kinderhilfswerk Unicef und der Familiensoziologe Hans Bertram in ihrem "Bericht zur Lage der Kinder" zu bedrückenden Ergebnissen gekommen: Wie gesund Kinder in Deutschland sind, hängt sehr wesentlich davon ab, ob ihre Eltern arm oder reich sind. Kinder aus sozial schwachen Familien treiben zu wenig Sport, sitzen zu häufig vor Computer und Fernseher. Der Nachwuchs aus sozial schwachen Familien raucht nachweislich häufiger. Wenn Alltagsroutinen in der Familie fehlen, etwa das gemeinsame Essen, habe dies oft einen lebenslangen, nachteiligen Effekt.

Zum gesamten, empfehlenswerten Artikel aus der Süddeutschen vom 31. Mai 2016

Verbände starten Aufruf für eine Gesellschaft ohne Kinderarmut

Mehr als 30 Verbände und Nichtregierungsorganisationen sowie Experten aus Wissenschaft und Kirchen appellieren in einem Aufruf an die Politik, Armut und Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen wirksam zu bekämpfen.

In ihrem Aufruf „Wir wollen eine Gesellschaft, der jedes Kind gleich viel wert ist!“ fordern die Unterzeichner eine eigenständige und einheitliche Geldleistung für alle Kinder und Jugendlichen, die deren finanzielles Existenzminimum und gesellschaftliche Teilhabe wirklich absichert. Neben dem Deutschen Kinderhilfswerk haben u.a. die Arbeiterwohlfahrt, der Bundesverband Deutsche Tafel, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie Deutschland und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft den Aufruf unterzeichnet.

Mehr dazu lesen: Verbände starten Aufruf für eine Gesellschaft ohne Kinderarmut


2016 - 07/01

Grüne: Mehr Zeit für Familienleben

Information über einen höchst interessanten Vorstoß aus dem Bund:

Berlin: (hib/AW) Nach dem Willen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen soll das Elterngeld und ElterngeldPlus zusammengelegt werden. Diese "KinderZeit Plus" soll auf 24 Monate ausgeweitet werden, von denen jedem Elternteil jeweils mindestens acht Monate zustehen. Dies fordern die Grünen in einem Antrag (18/9007) als Teil eines Maßnahmenpaktes, um Familienleben und Arbeitszeit flexibler zu gestalten. Zudem soll das Pflegezeit- und das Familienpflegezeitgesetz zusammengefasst und weiterentwickelt werden. So soll eine dreimonatige "PflegeZeit Plus" pro pflegebedürftiger Person eingeführt werden. Diese "PflegeZeit Plus" soll eine Lohnersatzleistung nach dem Vorbild des Elterngeldes enthalten. Anspruchsberechtigt sollen jedoch nicht nur Familienmitglieder sein, sondern auch Freunde oder Nachbarn der pflegebedürftigen Person. Zusätzlich fordern die Grünen

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Rentenversicherung: Minijobs lohnen sich

Rentenversicherungsbeiträge aus einem Minijob sorgen zwar nicht für große Rentensteigerungen, lohnen sich aber dennoch in mehrfacher Hinsicht.

Grundsätzlich gilt: Wer seit dem 1. Januar 2013 erstmals einen Minijob mit einem Verdienst von bis zu 450 Euro im Monat ausübt, ist versicherungspflichtig. Da der Arbeitgeber einen pauschalen Beitrag von 15 Prozent an die Rentenversicherung abführt, muss der Arbeitnehmer deutlich niedrigere Rentenbeiträge als bei einer normalen Beschäftigung selbst zahlen - nämlich nur 3,7 Prozent seines Verdienstes. Diese Beiträge sind nicht nur für die spätere Rente gut. Man kann dadurch unter anderem die Gesundheitspräventionsprogramme der Rentenversicherung in Anspruch nehmen und wer schon lange genug gearbeitet hat, kann sich dank der Minijob-Beiträge sogar den Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente aufrecht erhalten und sichert seine Hinterbliebenen ab.

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DFV: Mutterschutz darf nicht aufgeweicht werden!

(Berlin). Das Mutterschutzgesetz sorgt dafür, dass in den Wochen um die Geburt Mutter und Kind keinen gesundheitlichen Gefahren durch die mütterliche Berufstätigkeit ausgesetzt sind. „Dieses Gesetz zu modernisieren und zu prüfen, welche Veränderungen in der Arbeitswelt neue oder andere Schutzmaßnahmen erforderlich machen, sind gute Ansätze. Das darf aber keinesfalls dazu führen, den Mutterschutz aufzuweichen“, fordert der Präsident des Deutschen Familienverbandes, Dr. Klaus Zeh. Anlässlich der gestrigen Beratung des Gesetzentwurfs zur Änderung des Mutterschutzrechts im Bundestag betont er: „Familienpolitik muss das Wohl von Mutter und Kind im Fokus haben. Stattdessen folgt sie zunehmend dem Diktat der Wirtschaft, die Mütter bis kurz vor und früh nach der Geburt am Arbeitsplatz sehen will. Immer deutlicher wird die Tendenz, Familien im Hinblick auf Erwerbstätigkeit unter Druck zu setzen.“

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Bundesregierung: Bildungsgerechtigkeit im Fokus

Berlin: (hib/ROL) Der Anteil der Schüler ohne Schulabschluss geht weiter zurück. Das unterstreicht die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/8974) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/8750). Die Bundesregierung betont, dass jedes Kind, jeder Schüler und jeder Erwachsene in Deutschland die bestmöglichen Bildungschancen erhalten sollen, unabhängig von der kulturellen oder sozialen Herkunft und den materiellen Möglichkeiten. Vielfach sei es gelungen, die Kluft bei den Bildungschancen zu verringern, auch zwischen Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund. Hier seien gleichwohl weitere Anstrengungen notwendig, gerade auch im Hinblick auf die Menschen, die neu nach Deutschland gekommen sind, heißt es in der Antwort. Mit Blick auf die verfassungsmäßigen Zuständigkeiten komme der Bildungspolitik der Länder dabei eine besondere Bedeutung zu.

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ZFF: Kinder in den Mittelpunkt stellen!

Berlin, 06.07.2016 Zu den heute veröffentlichten Studien der Bertelsmann-Stiftung zur Situation von Alleinerziehenden erklärt Christiane Reckmann, Vorsitzende des Zukunftsforum Familie e.V.:
"Die Familienpolitik muss endlich die Kinder in den Mittelpunkt stellen. Davon würden insbesondere die Kinder von Alleinerziehenden profitieren, die von Armut und prekären Lebensverhältnissen besonders betroffen sind.
Um das Armutsrisiko von Kindern Alleinerziehender zu senken, muss der Unterhaltsvorschuss reformiert werden: Die Begrenzung der Bezugsdauer auf 72 Monate und die Altersgrenze von zwölf Jahren sollten abgeschafft bzw. ausgedehnt werden. Auch der volle Abzug des Kindergeldes muss geändert werden.

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Statistik: Vorläufige Eckzahlen zur Kindertagesbetreuung 2016 in Baden‑Württemberg

Kinder unter 3 Jahren: Rund 71 900 in Kindertageseinrichtungen und 11 100 in Kindertagespflege betreut. Zum 1. März 2016 wurden knapp 413 700 Kinder in einer Kindertageseinrichtung betreut. Wie das Statistische Landesamt nach vorläufigen Ergebnissen1) feststellt, bedeutet dies einen Zuwachs von knapp 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rund 71 900 der in Kindertageseinrichtungen betreuten Kinder waren unter 3 Jahren alt. Damit hat sich die Zahl der Unter-3-Jährigen in Kindertageseinrichtungen gegenüber 2015 um rund 3 000 Kinder oder 4 Prozent erhöht. Rund 97 100 Personen waren in den Kindertageseinrichtungen tätig, davon knapp 85 300 in den Arbeitsbereichen Pädagogik, Leitung oder Verwaltung.

Außerdem wurden gut 21 200 Kinder in der öffentlich geförderten Kindertagespflege betreut. Mehr als die Hälfte der Kinder in Kindertagespflege (rund 11 100) waren jünger als 3 Jahre. Die Zahl der Unter-3-Jährigen in Kindertagespflege ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent gestiegen. Die Zahl der Tagesmütter und –väter lag bei rund 6 600 und damit geringfügig niedriger als im Vorjahr.

Weiterlesen über diesen Link: http://www.statistik-bw.de/Presse/Pressemitteilungen/2016191.pm

Alleinerziehende weiter unter Druck - aktualisierte Studie Bertelsmann

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) möchte auf die heute veröffentlichte aktualisierte Studie der Bertelsmannstiftung „Alleinerziehende unter Druck. Rechtliche Rahmenbedingungen, finanzielle Lage und Reformbedarf“ (Autorinnen: Anne Lenze und Antje Funcke) hinweisen. Online zur Studie 

Die Studie stellt aus Sicht des VAMV treffend fest: Aufgrund struktureller Benachteiligungen können sich Alleinerziehende oftmals nicht einfach „am eigenen Schopf“ aus ihrer prekären Lage befreien (vgl. S. 30). Die Politik ist gefragt.

Als eine der Hauptursachen für das erhöhte Armutsrisiko von Alleinerziehenden und ihren Kindern stellt die Studie nichtgezahlten Kindesunterhalt heraus.

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eaf zur Familienarbeitszeit: Eine Chance für Mütter und Väter!

Mütter wollen mehr Stunden erwerbstätig sein, Väter weniger. Dieses Ergebnis zeigen mehrere Untersuchungen der letzten Jahre. Die am 18. Juli von Familienministerin Schwesig vorgestellten Eckpunkte für eine sogenannte Familienarbeitszeit nehmen die ungleiche Verteilung von Erwerbsarbeitszeit zwischen Müttern und Vätern in den Blick und die Wünsche der Eltern ernst.
Insbesondere Väter werden ermutigt, ihre Arbeitszeit (vorübergehend) zu reduzieren und sich mehr um die Familie zu kümmern. Das stärkt die gemeinsame Elternverantwortung, die sich junge Eltern wünschen, aber häufig finanziell nicht leisten können. Die pauschale Leistung von 150 Euro pro Elternteil, d. h. 300 Euro für jedes Elternpaar, ist dabei eine einfache und unbürokratische Unterstützung. Wünschenswert ist allerdings

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Statistisches Bundesamt: Weniger Scheidungen, viele uneheliche Kinder

Im vergangenen Jahr wurden weniger Ehen geschieden als 2014. Auch die Ehedauer steigt weiter. Gleichzeitig kommt in Deutschland jedes dritte Kind unehelich zur Welt. Die Zahl der Ehescheidungen ist 2015 leicht zurückgegangen. Mit 163.335 Scheidungen wurden im vergangenen Jahr 1,7 Prozent weniger Ehen geschieden als im Vorjahr. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Niedriger war die Zahl der Scheidungen zuletzt vor mehr als 20 Jahren.

Fast 83 Prozent der Paare hatten zuvor eine Trennungszeit von einem Jahr, rund 16 Prozent von drei Jahren hinter sich. Von der Scheidung ihrer Eltern waren etwa 132.000 minderjährige Kinder betroffen. Frauen reichten etwas häufiger die Scheidung ein als Männer: 51 Prozent der Scheidungsanträge kam von den Ehefrauen, 41 Prozent von den Männer. Die übrigen Anträge wurden gemeinsam gestellt. Bei den gut 81.000 Trennungen von Paaren ohne minderjährige Kinder reichten die Frauen 50 Prozent der Scheidungsanträge ein, bei Scheidungen mit vier oder mehr Kindern waren es dagegen 60 Prozent.

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Studie: Zusammenhang zwischen Schwimmen lernen und sozialer Herkunft

Ertrinken ist für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren die zweithäufigste Todesart. 2014 sind in Deutschland 24 Mädchen und Jungen in dieser Altersgruppe ertrunken (Quelle: Statistisches Bundesamt). Nur bei Verkehrsunfällen verlieren noch mehr Kinder und Jugendliche ihr Leben. Ein Grund für die vielen Todesfälle ist die Tatsache, dass fast jede Sechste in der Altersgruppe der 5-17-Jährigen nicht schwimmen kann.
Einer Studie des Robert Koch-Instituts zufolge hängt die Fähigkeit zu schwimmen auch mit der sozialen Herkunft zusammen.

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Manuela Schwesig stellt Konzept für die Familienarbeitszeit mit einem Familiengeld vor

Bereits zu Beginn ihrer Amtszeit hatte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig die Idee einer Familienarbeitszeit in die Diskussion um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf eingebracht. Am 18. Juli 2016 hat Manuela Schwesig nun ihr Konzept für die Familienarbeitszeit mit einem Familiengeld vorgestellt.
In der Phase der Familienarbeitszeit sollen Eltern jüngerer Kinder darin unterstützt werden, die Zeit untereinander so aufzuteilen, dass beide Eltern gleich viel Zuwendungszeit für das Kind haben, ihre Chancen im Beruf ergreifen und ihre Existenzen auf Dauer sichern können – wie sie es sich wünschen. Denn Familie zu haben und im Beruf engagiert zu bleiben, hat für die große Mehrheit junger Paare heute eine hohe Bedeutung – vor, aber auch nach der Familiengründung.

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Familie und Zeit; Familienpolitische Gespräche im Hospitalhof, 24.06.2016

Im alltäglichen Zusammenleben von Familien ist Zeit eine zentrale Ressource. Einer der mächtigsten Taktgeber des Familienlebens ist dabei die Arbeitswelt. Mit ihren Anforderungen nach zeitlicher und räumlicher Flexibilität steht sie nicht selten in Konkurrenz zu den Ansprüchen des Familienlebens nach Anwesenheit und Verlässlichkeit. Zeitpolitik für Familien ist daher ein Megathema der Familienpolitik. Im Rahmen der neu gestarteten Reihe "Familienpolitische Gespräche im Hospitalhof" gab es am 24.06.2016 aktuelle Ergebnisse

  • aus der Familienberichterstattung des Landes,
  • einen wissenschaftlichen Impuls zu „Zeitstress in Familien“,
  • einen Impuls aus der Praxis
  • sowie den Austausch von Fachfrauen am Runden Tisch zur Familienpolitik.

Die Reihe „Familienpolitische Gespräche im Hospitalhof“ lädt zum Dialog zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis ein; sie richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Politik und Wirtschaft sowie familien- und sozialpolitisch Interessierte.  Das Programm und die Beiträge finden Sie hier:

Mehr dazu lesen: Familie und Zeit; Familienpolitische Gespräche im Hospitalhof, 24.06.2016

Zukunftsforum Familie zur Familienarbeitszeit: Bleiben Sie dran, Frau Schwesig!

Mangelnde Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, unterschiedliche Löhne bei Männern und Frauen und eine Arbeitszeitkultur, die auf Präsenz statt auf Ergebnisse setzt, führen dazu, dass viele junge Familien unter Druck stehen. Einen Ausweg aus dieser Situation bietet oftmals nur das klassische Familienmodell mit dem Vater als Hauptverdiener und der Mutter als Zuverdienerin. Dagegen wünschen sich aber 60 Prozent der Eltern mit kleinen Kindern, Familien- und Erwerbsarbeit partnerschaftlich aufzuteilen.

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2016 - 09/01

Kinder: Hätten wir mal lieber nicht....

Mal ehrlich: Ist Ihr Kind ein Wunschkind – oder war es doch nicht so ganz geplant, auch wenn Sie inzwischen glücklich mit ihm sind? Das geht niemanden etwas an, könnten Sie sagen. Und: Das würde sowieso niemand zugeben. Oder doch?

Das Online-Marktforschungsinstitut YouGov hat jetzt mehr als 1.200 Eltern befragt. Das Ergebnis: 61 Prozent sagten: "Mein Kind ist ein Wunschkind" (ohne dass dieser Begriff näher definiert wurde). 39 Prozent kreuzten dieses Kästchen nicht an. Offenbar ist das Kinderkriegen also weniger durchgetaktet, als man angesichts der Debatte über Vereinbarkeit von Familie und Beruf annehmen könnte. Kinder kommen eben nicht nur zur Welt, wenn der ersehnte unbefristete Arbeitsvertrag unterschrieben ist, sondern oft auch ungeplant, manchmal ungewollt.

Ganzer Artikel aus ZEIT-online mit Umfrageergebnissen über: http://www.zeit.de/2016/32/regretting-motherhood-kinder-kriegen-deutschland

Anmerkung: Das Umfrageergebnis irritiert. Ein Fünftel aller Kinder "nicht noch mal"? Ungeplant ist ja in Ordnung, aber auch noch im Nachhinein nicht gewünscht?  Liegt es an den Fragen? Ist das eine bedenkliche Entwicklung oder doch nur ein Blick hinter ein (vielleicht aus gutem Grund) geltendes Tabu?

 

Baden‑Württemberg: Höchste Geburtenrate seit 1974

Pressemitteilung 240/2016. Stuttgart, 18. August 2016

In Baden‑Württemberg wurden im vergangenen Jahr rund 100 300 Kinder lebend geboren und damit ca. 4 600 mehr als 2014. Somit übertraf die Zahl der Lebendgeborenen nach Angaben des Statistischen Landesamts zum ersten Mal seit 2001 wieder die Marke von 100 000 und lag zum vierten Mal in Folge höher als im jeweiligen Vorjahr. Die Ursache für diesen positiven Trend wird in der in den vergangenen Jahren enorm angestiegene Zuwanderung gesehen, die auch zu einer Zunahme der Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter geführt hat. Hinzu kommt, dass nun Kinder der geburtenstarken Jahrgänge Anfang der 1960er-Jahre, die sogenannten Babyboomer, selbst wieder Kinder bekommen.

Schließlich ist die relativ hohe Geburtenzahl auch auf einen Anstieg der Geburtenrate, also der durchschnittlichen Kinderzahl je Frau, zurückzuführen. Diese lag im vergangenen Jahr bei 1,51 Kindern je Frau. Damit stieg diese Kennziffer auch im vergangenen Jahr weiter an und lag so hoch wie seit 1974 nicht mehr. Ursächlich für diesen Anstieg könnte unter anderem die deutlich verbesserte Kinderbetreuung im Land sein. Außerdem könnten hierfür die in letzter Zeit hervorragenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit einem Höchststand an Erwerbstätigen und einer relativ geringen Arbeitslosenquote im Land eine Rolle spielen. Dagegen verzichten Paare in gesellschaftlichen Krisen- und Umbruchsituationen auf die Geburt von Kindern. Ganzer Artikel 

„Lebensformen und Alltagsrealitäten von Familien“. Neuer Report der FamilienForschung Baden-Württemberg erschienen

Die FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt hat im Auftrag des Ministeriums für Soziales und Integration eine neue Online-Ausgabe des Reports Familien in Baden-Württemberg zum Thema „Lebensformen und Alltagsrealitäten von Familien“ herausgegeben. Die Rahmenbedingungen für das Familienleben haben sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert und die Lebensweisen von Familien sind vielfältiger geworden. Der aktuelle Report geht den Fragen nach, was Familie heute bedeutet und wie Familie gelebt wird. Er bündelt Informationen zu Themenbereichen, die für die Alltagsgestaltung von Familien von zentraler Bedeutung sind. Dazu gehören die Fragen, wofür Mütter und Väter ihre Zeit verwenden, wieviel Zeit für Freizeit bleibt, wie es mit der partnerschaftlichen Aufteilung der Aufgaben in Familie und Beruf aussieht und was die „neuen Väter“ ausmacht. Auch die ökonomische Lage von Familien und die Wohnsituation werden schlaglichtartig beleuchtet. Außerdem zeigt der Report Ansatzpunkte zur Verbesserung der Lebensqualität von Familien und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf. Damit richtet er den Blick auf zentrale familienpolitische Ansatzpunkte und Handlungsfelder.

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E-Petition zum gerechten Schulbedarf. Ab jetzt mitzeichnen!

53 Euro machen den Unterschied. Dieser Betrag fehlt bedürftigen Familien jährlich für den Schulbedarf ihrer Kinder. Für Arbeitshefte, für Füller, für Zirkel und Tuschkästen. Wir wollen das ändern! (Wir, das ist die Diakonie Niedersachsen, von der diese Initiative ausgeht. Zahlreiche Verbände unterstützen diese Petition inzwischen, so auch der Landesfamilienrat Baden-Württemberg.)

Machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Petition durch Ihre Mitzeichnung/Unterschrift und die Weiterverbreitung in Ihrem Wirkungskreis. Die Petition kann noch bis zum 08.09.2016 unter der ID 66785 im Petitionsforum des Bundestags mitgezeichnet werden. Zur Unterzeichnung der Petition

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Die Reform des SGB VIII – Informationen und Austausch auf der DIJuF-Website

Seit einiger Zeit sind Planungen zu einer grundlegenden Reform des SGB VIII im Gange. Im Zentrum steht die „inklusive Lösung“ (Gesamtzuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe). Gleichzeitig wird mit ihr das größte Reformvorhaben der Kinder- und Jugendhilfe seit dem KJHG 1990 verknüpft. Zur Unterstützung bei der Erschließung dieses umfangreichen, komplexen Vorhabens, hat das DIJuF unter www.kijup-sgbviii-reform.de eine eigene Website ins Leben gerufen: Auf dieser findet man die – derzeit als Arbeitsfassungen des BMFSFJ bekannt gewordenen – Gesetzentwürfe und Begründungen sowie Informationen zum weiter geplanten Verfahren. Außerdem sind in einzelnen Bausteinen die betroffenen Themenkomplexe abgebildet, in denen jeweils die entsprechende Teil-Synopse sowie sukzessiv die Zusammenstellung der Begründung zu finden sind; analytisch-bewertende Stellungnahmen sollen folgen. Darüber hinaus besteht in Diskussionsforen die Möglichkeit zum Austausch – sowohl themenbezogen als auch in Grundsatzdiskussionen reformübergreifend.

Eure Mudder! Die stärksten Verbündeten im Kampf gegen Radikalisierung sind die Familien der Dschihadisten.

Bei dem Kampf gegen Extremismus und Terrorismus kann jedes Land aus drei verschiedenen Werkzeugkategorien wählen: Prävention, Repression und Intervention. Die meisten Länder verlassen sich auf die Repression, d.h. strafrechtliche und polizeiliche Maßnahmen, sowie die Prävention durch Bildung und Aufklärung. Während einerseits eine extremistische Gruppe eingedämmt werden soll, versucht man andererseits zu verhindern, dass meist junge Menschen überhaupt erst darin einsteigen. Doch was ist mit jenen, die bereits mitten im Radikalisierungsprozess stecken und wieder herauswollen? Für sie gibt es in einigen Ländern Ausstiegsprogramme. Doch die Rolle der Familie und insbesondere der Mütter bei der Intervention ist bisher noch weitestgehend unbeachtet. Mütter sind vielleicht der erste, letzte und beste Partner, um der Radikalisierung und Rekrutierung Einhalt zu gebieten.

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Auskunftsanspruch des Scheinvaters gegen Kindesmutter soll gesetzlich geregelt werden

Sogenannte Scheinväter sollen mehr Rechte bekommen. Wie das Bundesjustizministerium am 29.08.2016 mitteilte, sieht dies ein Gesetzentwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) vor. Danach soll, soweit dies zur Durchsetzung des Regressanspruchs des Scheinvaters gegen den Vater des Kindes erforderlich ist, eine gesetzliche Verpflichtung der Mutter zur Auskunftserteilung bestehen. Nur wenn schwerwiegende Gründe gegen eine solche Pflicht zur Benennung des leiblichen Vaters sprechen, soll die Mutter nach der geplanten Neuregelung das Recht haben, diesen zu verschweigen.

Geltendmachung des Regressanspruchs soll zeitlich beschränkt werden. Zudem soll geregelt werden, dass der Scheinvater die Erfüllung des Regressanspruchs nur für einen bestimmten Zeitraum in der Vergangenheit von dem Vater des Kindes verlangen kann. Derzeit gibt es keine zeitliche Einschränkung der Geltendmachung des Regressanspruchs. In Fällen, in denen die Anfechtung der Vaterschaft sehr spät betrieben wurde, könne dies zu einer unangemessenen finanziellen Rückabwicklung des Familienlebens über viele Jahre führen, erläuterte Maas. Dabei bleibe unberücksichtigt, dass in der Regel die Abstammung des Kindes zunächst nicht hinterfragt und dieses Familienleben tatsächlich gelebt werden konnte.

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2016 - 06/02

Kinderarmut-…das können wir uns nicht leisten! Sozialpolitisches Fachgespräch in Tübingen am 12. Juli 2016, 19.00

Bereits das 4. Tübinger SoFa im Jahr 2013 beschäftigte sich mit dem Thema Kinderarmut. Im Mittelpunkt standen Ansätze, wie im kommunalen Raum auf Ursachen und Folgen von Armut für Kinder, Jugendliche und Familien reagiert und nachhaltige Präventionsstrategien entwickelt werden können. Der Runde Tisch Kinderarmut in Tübingen hat unter dem Leitsatz „Gute Chancen für alle Kinder und Jugendlichen“ in diese Richtung schon sehr viel geleistet. In kurzer Zeit sind zahlreiche Impulse gesetzt und konkrete Projekte auf den Weg gebracht worden.

Die jüngst vorgelegten Ergebnisse des ersten Armuts- und Reichtumsberichts für Baden- Württemberg zeigen aber, dass in punkto einzelner Zielgruppen (Erwerbslose, Alleinerziehende und Kinder) das Armutsrisiko in den letzten Jahren eher zugenommen oder sich verfestigt hat. In Kooperation mit dem Runden Tisch Kinderarmut wird das 8. Tübinger SoFa auf Grundlage aktueller Daten für Baden-
Württemberg, notwendige und bereits entwickelte Handlungsansätze sowie weitere Perspektiven zur Armutsprävention diskutieren. Herzliche Einladung - das Programm finden Sie hier pdf8._Sofa_Einladungsflyer.pdf

Landesweites Bündnis Bildungszeit berichtet über erste positive Erfahrungen mit der Bildungszeit

Seminare zur beruflichen und politischen Weiterbildung sind gut besucht
Seit einem Jahr (1. Juli 2015) gilt das Bildungszeitgesetz in Baden-Württemberg. Das vom DGB Baden-Württemberg gegründete Bündnis Bildungszeit zieht aus diesem Anlass eine positive Zwischenbilanz. „Die ersten Erfahrungen sind sehr ermutigend. Es zeigt sich, dass es eine starke Nachfrage nach Seminaren zur beruflichen und politischen Weiterbildung gibt. Und auch die Qualifizierung für Ehrenämter, die ja erst seit dem 1. Januar 2016 möglich ist, läuft gut an“, sagte die stellvertretende DGB-Landesvorsitzende Gabriele Frenzer-Wolf bei einem Pressegespräch in Stuttgart. Sie ergänzte: „Es braucht allerdings einige Jahre Zeit, bis das Gesetz in der Breite wirken kann. Die Beschäftigten müssen erst einmal über ihren Anspruch auf Bildungszeit informiert werden. Bildungszeit zu nehmen wird erst nach und nach zu etwas Selbstverständlichem im Berufsalltag. Zudem ist Baden-Württemberg das einzige Bundesland, in dem die Beschäftigten die Bildungszeit neben der beruflichen und politischen Weiterbildung auch für die Ehrenamtsqualifizierung nutzen können. Insofern ist die Vergleichbarkeit mit anderen Bundesländern nur bedingt gegeben.“

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Bericht "Bildung in Deutschland 2016" veröffentlicht

Der Bericht "Bildung in Deutschland 2016" ist der 6. nationale Bildungsbericht, der eine umfassende Darstellung der Lage des deutschen Bildungswesens bietet. Er bildet Bildungsprozesse in der Perspektive des Lebenslaufs ab und zeichnet indikatorengestützt die Leistungen der verschiedenen Bereiche des deutschen Bildungswesens nach: angefangen vom Elementarbereich über den Schulbereich, die berufliche Ausbildung, die Hochschule bis hin zur Weiterbildung. Bildungsberichterstattung ist dabei als Bestandteil eines umfassenden Bildungsmonitorings zu verstehen, das darauf abzielt, durch kontinuierliche, datengestützte Beobachtung und Analyse Informationen für politisches Handeln aufzubereiten und bereitzustellen. Damit fügt sich der Bildungsbericht ein in die für den Schulbereich bereits im Jahre 2006 von der Ständigen Konferenz der Kultusminister in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) erklärte und 2015 überarbeitete „Gesamtstrategie zum Bildungsmonitoring“ in Deutschland.

Der Bericht  beschreibt die Gesamtentwicklung des deutschen Bildungswesens und widmet sich in seinem Schwerpunktkapitel dem Thema "Bildung und Migration". Den Bericht sowie weiterführende Materialien und Informationen unter www.bildungsbericht.de

Interessant ist u.a. das Kapitel über Bildungsbedingungen und die Kritik an der zunehmenden sozialen Segregation mit ihren Auswirkungen auf Bildungsprozesse. Schade ist, dass beim Schwerpunktthema Bildung und Migration die Familienbildung keinerlei Erwähnung findet - hier bleibt noch viel zu tun.

 

Flüchtlingstragödien auf dem Mittelmeer verhindern - Diakonie fordert legale Zuwanderungsmöglichkeiten

Stuttgart/Karlsruhe, 17. Juni 2016. Zum Weltflüchtlingstag am Montag, 20. Juni, hat die Diakonie in Baden-Württemberg ihre Forderung nach mehr legalen Zuwanderungswegen nach Europa erneuert. Europa dürfe sich nicht weiter abschotten und Flüchtlinge rechtswidrig in Staaten außerhalb der EU, wie z.B. die Türkei, zurückzuschieben. Dies habe zur Folge, dass sich Menschen in die Hände krimineller Schlepper und damit in Lebensgefahr begäben.

„Die Bilder von überfüllten Flüchtlingsbooten, von toten Menschen an den Stränden dürfen uns nicht abstumpfen und verstummen lassen“ mahnte Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg. In diesen Wochen häuften sich erneut die Berichte von geflüchteten Menschen, die auf dem Weg nach Europa im Mittelmeer ertrunken seien. “Wir müssen alles daran setzen, einen weiteren Sommer des Sterbens im Mittelmeer zu verhindern;“ ergänzte Oberkirchenrat Urs Keller, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Baden. „Wenn wir legale und sichere Zugangswege nach Europa schaffen und die Familienzusammenführungsverfahren ermöglichen und beschleunigen, können wir viele der täglichen Tragödien auf den Fluchtrouten nach Europa verhindern.“

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Nach der Reform ist vor der Reform: Umgangspauschale in Hartz IV fehlt weiter

Berlin, 23. Juni 2016. Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) begrüßt die Entscheidung der Koalition eine Verschlechterung der ohnehin materiell knappen Lage von Kindern mit getrennt lebenden Eltern im Sozialgeldbezug abzuwenden. Zusammen mit anderen 16 Verbänden drängt der VAMV auf die Einführung einer Umgangspauschale. Heute stimmt der Bundestag über den Gesetzentwurf zur Reform des Zweiten Sozialgelsetzbuches ab, eine Neuregelung für Alleinerziehende und ihre Kinder ist nicht mehr vorgesehen.

Die bestehende Rechtslage sowie uneinheitliche Praxis in den Kommunen führt mitunter dazu, dass im Haushalt der Alleinerziehenden für jeden Tag des Umgangs mit dem anderen Elternteil, in der Regel der Vater, das Sozialgeld gestrichen wird.

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Polygamie in Deutschland - theoretisch verboten, praktisch oft toleriert

Süddeutsche Zeitung: Doppelehen sind in Deutschland strafbar. Trotzdem können aus solchen im Ausland geschlossenen Verbindungen in Deutschland Rechtsansprüche folgen, zum Beispiel Unterhaltszahlungen. Behörden tun sich mitunter schwer, von Mehrfachehen überhaupt zu erfahren. Die Zahl der Kinderehen nimmt zu. Deutsche Gerichte erkennen teilweise auch 14-jährige Bräute an.

Zwangsheirat, Kinderehe, Polygamie - seit Jahren kommt immer mal wieder der Verdacht auf, das deutsche Recht gehe zu lax mit Ausländern um, die, verheiratet nach den Regeln ihrer Herkunftsländer, nach Deutschland kommen. Nun hat Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) in der Bild angekündigt, klare Grenzen zu ziehen: "Zwangsehen dürfen wir nicht dulden, erst recht nicht, wenn minderjährige Mädchen betroffen sind." Auch die Polygamie dürfe hier keinen Platz finden: "Deshalb dürfen in Deutschland keine Mehrfach-Ehen anerkannt werden."

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Beistandschaftstagung „Beistandschaft mit Leidenschaft – mittendrin statt nur dabei“

Am 19.-20. September findet zum ersten Mal die Beistandschaftstagung „Beistandschaft mit Leidenschaft – mittendrin statt nur dabei“ in Kassel statt.

Die Beistandschaft im Jugendamt bietet eine für Kinder und ihre betreuenden Elternteile ungemein wichtige Leistung an. Über ihren Kernbereich der Vaterschaftsfeststellung und Unterhaltsrealisierung hinaus hat sie das Potenzial, ein positives Licht auf die Behörde zu werfen und Türöffner zu notwendigen Hilfen zu sein.

Von Leitungs- und Fachkräften aus der Praxis konzipiert und gestaltet, greift die Tagung Fragen des beruflichen Selbstverständnisses und der Qualität der Beistandschaft auf.

Die Anmeldung ist online unter www.dijuf.de Fachveranstaltungen möglich.
Ansprechpartnerin ist Frau Dr. Nadja Wrede, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 06221/9818-37.

Weitere Informationen unter: www.dijuf.deDas Programm der Bundestagung des Praxisbeirats Beistandschaft am Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. finden Sie hier: Programm


2016 - 09/02

Arme Eltern, schlechte Schüler - Studie zu Schulabbrechern des IW

Finanzielle Armut und Bildungsarmut gehen oftmals Hand in Hand. So zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), dass in den meisten Regionen, in denen vergleichsweise viele Kinder und Jugendliche in finanziell schwierigen Verhältnissen leben, auch mehr Schüler die Schule abbrechen als anderswo. Natürlich sind Kinder, die in bescheidenen Verhältnissen aufwachsen, nicht dümmer als andere. Doch spätestens seit der ersten PISA-Studie ist klar: In Deutschland ist die Schulleistung von Kindern und Jugendlichen besonders eng an die soziale Herkunft gekoppelt.

Dass in Regionen, in denen vergleichsweise viele Kinder – unter Berücksichtigung der Kaufkraft – von Armut gefährdet sind, auch deutlich mehr Jugendliche die Schule abbrechen als in wohlhabenderen Stadt- und Landkreisen, weist eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) nach. Ganzer Artikel und Link zur Studie:

Und wie geht’s der Familie? Familienpolitische Gespräche im Hospitalhof am 25. November 2016

Die 2016 neu gestartete Reihe „Familienpolitische Gespräche im Hospitalhof“ lädt zum Dialog zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis ein. Die Veranstaltungen richten sich an Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Politik und Wirtschaft sowie familien- und sozialpolitisch Interessierte und finden zweimal pro Jahr statt. Neben der Vorstellung aktueller Ergebnisse aus der Familienberichterstattung des Landes, einem wissenschaftlichen Impuls und einem Runden Tisch zur Familienpolitik soll genügend Raum für Diskussion und Austausch sein. Die zweite Veranstaltung im Rahmen der Familienpolitischen Gespräche im Hospitalhof findet am Freitag, den 25. November 2016, von 10.00 bis 13.00 Uhr statt. Im Mittelpunkt steht die Frage „Und wie geht’s der Familie?“. Grundlage sind u.a. die Befunde des Reports "Lebensformen und Alltagsrealitäten von Familien in Baden-Württemberg".

Die Reihe ist eine Kooperationsveranstaltung des Evangelischen Bildungszentrums Hospitalhof Stuttgart, des Landesfamilienrates Baden-Württemberg und der FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Im Kostenbeitrag von 10 Euro (ermäßigt 8 Euro, Bonuscardinhaber: 1 Euro) enthalten sind Getränke, Kaffee, Tee, Brezeln sowie ein einfacher Mittagsimbiss. Anmeldung unter Tel 0711/ 2068-150 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

VAMV: Stärkung Unterhaltsvorschuss ist überfällig!

Berlin, 1. September 2016. Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) begrüßt die Ankündigung von Familienministerin Manuela Schwesig, den Unterhaltsvorschuss bis zum 18. Lebensjahr des Kindes auszubauen. „Wir freuen uns, dass die Ministerin Kinder von Alleinerziehenden unterstützen will. Die willkürlich gesetzte Altersgrenze von 12 Jahren und die Deckelung der Bezugszeit des Unterhaltsvorschusses auf sechs Jahre führen dazu, dass Kinder getrennter Eltern plötzlich ohne Unterhalt dastehen. Alleinerziehende stellt das vor massive Probleme. Es ist folgerichtig, den Zugang zum Unterhaltsvorschuss analog zur Unterhaltspflicht auszugestalten und bis zum 18. Geburtstag sicher zu stellen“, lobt Solveig Schuster, Bundesvorsitzende des Verbands allein- erziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV).

„Nur ein Viertel der Kinder erhält den Unterhalt, der ihnen zusteht, die Hälfte sogar gar keinen. Mit dem sogenannten Unterhaltsvorschuss springt der Staat für den Unterhaltspflichtigen ein, damit das Kind Geld zum Leben hat. Das ist wichtig, auch über das 12. Lebensjahr hinaus.

Mehr dazu lesen: VAMV: Stärkung Unterhaltsvorschuss ist überfällig!

7. BW-Forum Personalverantwortliche im Öffentlichen Dienst am 12.10.2016 in Stuttgart

Jetzt anmelden: 7. BW-Forum Personalverantwortliche im Öffentlichen Dienst am 12.10.2016 in Stuttgart. Thema: Zukunftsorientierte öffentliche Personalpolitik in Zeiten der Digitalisierung

Es ist wieder soweit: Am 12.10.2016 geht das "BW-Forum Personalverantwortliche im Öffentlichen Dienst" im Hospitalhof Stuttgart in die nächste Runde. Der Branchen-Treff für Personalverantwortliche und Entscheidungsträger/innen im Öffentlichen Sektor Baden-Württembergs wird finanziert durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg und vom Kompetenzzentrum Arbeit • Diversität der FamilienForschung im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg in Kooperation mit der Führungsakademie Baden-Württemberg konzipiert und durchgeführt.

Wir arbeiten und diskutieren diesmal zum Thema "Zukunftsorientierte öffentliche Personalpolitik in Zeiten der Digitalisierung " - insbesondere in Hinblick auf folgende Handlungsfelder:

Mehr dazu lesen: 7. BW-Forum Personalverantwortliche im Öffentlichen Dienst am 12.10.2016 in Stuttgart

Überarbeiteter Ratgeber für Väter nach Trennungen erschienen

Das Buch ist für Väter in Trennungssituationen gedacht. Außerdem ist der Ratgeber auch für Fachkräfte geeignet, die in ihrer Praxis mit Vätern in Trennungssituationen zu tun haben.
Der Ratgeber kostet 8,00 € pro Exemplar zuzgl. Versandkostenpauschale.
Im Buch fassen wir unsere achtjährige Beratungserfahrung zusammen. Es geht um mehr als rechtliche Fragen zum „Sorgerecht“, „Umgangsrecht“ und „Unterhalt“. Es geht wesentlich darum, wie Väter nach Trennungen eine gute, lebendige und zugewandte Beziehung zu ihren Kindern erhalten können. Zu Wort kommen auch ein Familientherapeut, Rechtsanwalt, Jugendamtsleiter und Familienrichter mit ihren Erfahrungen und Hinweisen. Es geht uns ganz wesentlich darum, dass Kindern nach Trennungen beide Eltern präsent bleiben.
Die Leser erhalten Auskunft über verschiedene Lebens- und Wohnformen nach Trennungen, sowie deren Vor- und Nachteile. Anschaulich wird dies durch Erfahrungsberichte von Vätern dargestellt. Eine Leseprobe finden Sie unter http://vaeterratgeber.de/unser-buch/inhaltsverzeichnis/

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Armutsfolgen für Kinder und Jugendliche - Studie zur Kinderarmut veröffentlicht

Je länger Kinder in Armut leben, desto negativer sind die Folgen für ihre Entwicklung und ihre Bildungschancen. Sie haben häufig kein eigenes Zimmer, keinen Rückzugsort für Schularbeiten, essen kaum oder gar kein Obst und Gemüse. Verglichen mit Kindern in gesicherten Einkommensverhältnissen sind arme Kinder häufiger sozial isoliert, gesundheitlich beeinträchtigt und ihre gesamte Bildungsbiografie ist deutlich belasteter. Das zeigt eine Metastudie, die Claudia Laubstein, Gerda Holz und Nadine Seddig vom „Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V.“ in Frankfurt am Main für die Bertelsmann Stiftung verfasst haben.
Die Bertelsmann Stiftung entwickelt zur Bekämpfung von Kinderarmut derzeit ein Konzept mit Lösungsvorschlägen. Die Studie „Armutsfolgen für Kinder und Jugendliche“ des ISS-Frankfurt a. M. bildet dafür eine Grundlage und bündelt Erkenntnisse deutscher Studien der letzten 20 Jahre.
 
• Hintergründe sowie die komplette Studie finden Sie unter www.bertelsmann-stiftung.de
Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung
 
Claudia Laubstein, Gerda Holz und Nadine Seddig
Armutsfolgen für Kinder und Jugendliche - Erkenntnisse aus empirischen Studien in Deutschland © 2016 Bertelsmann Stiftung

Familienarbeitszeit und Familiengeld: Viele Familien bleiben außen vor

(Berlin). Viele Fragezeichen und wenig Grund zum Jubeln sieht der Präsident des Deutschen Familienverbandes, Dr. Klaus Zeh, bislang bei den Plänen des Bundesfamilienministeriums zu Familienarbeitszeit und Familiengeld, die das Ministerium auf einem Zukunftskongress am Donnerstag diskutieren will: „Das Familienministerium wirbt mit mehr Zeit für Kinder und verspricht Eltern mit kleineren Kindern Unterstützung, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren. Bei Licht betrachtet steckt im Paket aus Familienarbeitszeit und Familiengeld aber nicht mehr, sondern weniger Zeit für Kinder. Denn das neue Familiengeld soll es nur für Mütter und Väter geben, die beide gleichzeitig zu 80 bis 90 Prozent der regulären Arbeitszeit, also fast in Vollzeit erwerbstätig sind. Das heißt in vielen Fällen, dass zwar zum Beispiel der Vater seine Arbeitszeit ein wenig reduzieren kann, dafür aber die Mutter ihre Erwerbstätigkeit – teilweise deutlich – ausweiten müsste, um in den Genuss der Leistung zu kommen. Familien, die sich mehr Zeit für Kinder nehmen wollen und zu denen das Modell nicht passt, bleiben außen vor“, kritisiert Klaus Zeh.

Mehr dazu lesen: Familienarbeitszeit und Familiengeld: Viele Familien bleiben außen vor

Frauen-Bündnis gegen Altersarmut geschlossen

Mit einer gemeinsamen Erklärung hat sich ein bundesweites  „Frauen-Bündnis gegen Altersarmut“ konstituiert. Acht Organisationen richten damit einen rentenpolitischen Appell an die Politik. Zentrale Forderung ist eine nachhaltige Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung. Das Bündnis ist ein Initiative von ver.di, es wurde im Rahmen einer Konferenz zur Alterssicherung von Frauen am 6. September 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die fortschreitende Absenkung des Rentenniveaus und die Privatisierung der Altersvorsorge führt v.a. Alleinerziehende in die Altersarmut, daher hat sich der VAMV diesem Bündnis angeschlossen. Zum Bündnistext:

pdfFrauen-Bündnis_gegen_Altersarmut_Erklärung_2016.pdf

Pädagogik 4.0 - Jahrestagung der Aktion Jugendschutz am 18. Oktober 2016

In Jugendhilfe und Schule sind die Fachkräfte heute mehr denn je herausgefordert, der jeweiligen Individualität von Kindern und Jugendlichen durch entsprechende Angebote adäquat zu begegnen. Ziel ist es, Chancengerechtigkeit für alle zu erreichen und bei aller Verschiedenheit gemeinsam eine Gesellschaft zu gestalten, an der alle teilhaben können. Dies stellt auch pädagogische Fachkräfte immer wieder vor große Herausforderungen. Welche pädagogischen Konzepte fördern die Anerkennung von Verschiedenheit? Welche flankierenden politischen Weichenstellungen sind bedeutsam? Welche Ressourcen sind notwendig, um Kinder, Jugendliche und Familien zu befähigen, das gesellschaftliche Miteinander zu gestalten?

Die Aktion Jugendschutz lädt herzlich ein, im Rahmen ihrer Jahrestagung Pädagogik 4.0 - Vielfalt – Anerkennung – Inklusion am 18. Oktober 2016, Hospitalhof Stuttgart mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zu diskutieren.

Hier finden Sie das detaillierte Programm nebst Anmeldeformular.

EAF-Bund unterstützt Mutterschaftsgeld auch für Selbständige

Gesundheitsstaatssekretärin Annette Widmann-Mauz will das Versicherungsvertragsgesetz anpassen und zukünftig allen Frauen eine dem Mutterschaftsgeld ähnliche Leistung gewähren. Vom Mutterschaftsgeld profitieren derzeitig Frauen in Angestelltenverhältnissen und in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherte Selbständige. Passend zu geplanten Änderungen beim Mutterschutzgesetz sollen nun auch privat versicherte Selbständige hiervon profitieren können.

Frauen, die schon lange und erfolgreich selbständig tätig sind, haben vielleicht ausreichend Rücklagen für diese besondere Zeit gebildet, das trifft jedoch typischerweise für Frauen in der Familienaufbauphase noch nicht zu. Sie sind aber von Überforderung und Gefahren für sich und ihr Baby am Arbeitsplatz nicht weniger betroffen. Unsichere Auftragslagen können zudem selbstständige Frauen in der Schwangerschaft und nach einer Geburt in finanzielle Notlagen bringen. „Die eaf unterstützt daher das Vorhaben, das Mutterschaftsgeld allen Frauen in möglichst naher Zukunft zu gewähren. Das ist die richtige Antwort auf eine veränderte Arbeitswelt mit vermehrt selbständigen Frauen. Nicht zuletzt ist es auch eine Antwort auf ein finanzielles Risiko, das ausschließlich Frauen haben“, sagt Christel Riemann-Hanewinckel, die Präsidentin der eaf. (Berlin, 14.09.2016)

Ein PDF dieser Pressemitteilung steht zum Download bereit.


2016 - 10/01

Jetzt anmelden: Familienpolitische Gespräche im Hospitalhof am 25. November 2016 Thema„Und wie geht’s der Familie?“

Die Rahmenbedingungen für das Familienleben haben sich verändert und die Lebensweisen von Familien sind vielfältiger geworden. Nach dem erfolgreichen Start der Familienpolitischen Gespräche im Hospitalhof im Juni 2016 laden wir Sie am Freitag, den 25. November 2016, von 10.00 bis 13.00 Uhr zur zweiten Veranstaltung in dieser Reihe ein. Vor dem Hintergrund aktueller wissenschaftlicher Ergebnisse möchten wir der Frage nachgehen, wie sich die Lebensrealitäten von Familien verändert haben. Was bedeutet Familie heute? Ist es schwieriger geworden, Familie zu leben? Vor welchen Herausforderungen steht eine zeitgemäße Familienpolitik?

Das Programm im Überblick:

Impuls 1: Lebensformen und Alltagsrealitäten von Familien - Ergebnisse der Familienberichterstattung (Dr. Stephanie Saleth,
FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt)
Impuls 2: Moderne Familie – Zeitgemäße Familienpolitik (Prof. Dr. Norbert F. Schneider, Direktor des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, Wiesbaden)
Impuls 3: Herausforderungen für die Familienpolitik aus Sicht der Verbände (Prof. Christel Althaus, Fakultät Soziale Arbeit Hochschule Esslingen, Vorsitzende des Landesfamilienrats)

Am Runden Tisch zur Familienpolitik werden Frau Staatssekretärin Bärbl Mielich, Prof. Dr. Norbert F. Schneider und Prof. Christel Althaus diskutieren. Im Anschluss daran findet eine Schlussrunde mit Vertreterinnen und Vertretern der Landespolitik statt. Wir freuen uns, dazu Dorothea Wehinger MdL (Grüne), Klaus Martin Burger MdL (CDU), Andreas Kenner MdL (SPD) und Jochen Haußmann MdL (FDP) (angefragt) begrüßen zu dürfen.

Zum Einladungsflyer pdf2016-11-25.familienpolitische_gespraeche.pdf

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Der Anteil der armutsgefährdeten Personen steigt auch in Baden‑Württemberg

Erwerbslose und Alleinerziehende sind besonders häufig armutsgefährdet. Nach den Ergebnissen des Mikrozensus, der größten amtlichen Haushaltsbefragung in Deutschland, lag im Jahr 2015 die Armutsgefährdungsquote in Baden‑Württemberg gemessen am Landesmedian bei 15,3 Prozent. Gegenüber 2011 stieg sie damit um 0,8 Prozentpunkte und gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte, teilt das Statistische Landesamt mit.

Gemessen am Bundesmedian waren in Baden‑Württemberg lediglich 11,8 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet. Auch bei der Betrachtung des Bundesmedians ist der Anteil seit 2011 gestiegen (0,7 Prozentpunkte). Im gesamten Bundesgebiet lag die Armutsgefährdungsquote bei 15,7 Prozent und war seit 2011 ebenfalls um 0,7 Prozentpunkte gestiegen.

Frauen waren 2015 mit 16,3 Prozent etwas häufiger armutsgefährdet als Männer (14,3 Prozent). Zur ganzen Pressemitteilung des Stat. Landesamtes vom 22.09.2016

Zukunftstag Familie 2030: Sicherheit und Chancen für Familien

Mit einer Grundsatzrede über eine zukunftsorientierte Familienpolitik hat Bundesfamilienministerin Schwesig den "Zukunftstag Familie 2030" eröffnet. Erstmals beschreibt ein Zukunftsreport Trends und zeigt positive Effekte familienpolitischer Maßnahmen.

"Familienpolitik muss zu den Lebenswirklichkeiten der Familien von heute passen und gute Rahmenbedingungen für sie und für die Familien von morgen setzen," sagte Ministerin Schwesig und dankte dem Kompetenzbüro Wirksame Familienpolitik für den "Zukunftsreport Familie 2030" (s.u.), der erstmals am 15.09.2016 vorgestellt wurde. Der Zukunftsreport beschreibt Trends in den Bereichen Familienleben, Partnerschaftlichkeit, Beschäftigung und Arbeitswelt und zeigt in einem Chancenszenario die positiven Effekte, die eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Familienpolitik hätte:

Mehr dazu lesen: Zukunftstag Familie 2030: Sicherheit und Chancen für Familien

Familienverbände: Wo bleibt die dringend notwendige Reform des Unterhaltsvorschusses?

Berlin, 12. Oktober 2016. Anlässlich der heutigen Befassung des Kabinetts mit der Anhebung des Kinderfreibetrags, des Kindergeldes und der Erhöhung des Kinderzuschlags fordern die in der AGF zusammengeschlossenen Familienverbände, über diese Minimal-Maßnahmen die ursprünglich vorgesehene Reform des Unterhaltsvorschusses nicht aus den Augen zu verlieren. Der angekündigte Gesetzentwurf zur Reform des Unterhaltsvorschusses muss zügig vorgelegt werden und darf nicht dem Finanzstreit zwischen Bund und Ländern zum Opfer fallen. Der Unterhaltsvorschuss leistet, wie der Kinderzuschlag, einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung von Armut. Die vorgesehene minimale Anhebung des Kindergeldes trifft die Bedürfnisse der Familien dagegen ganz und gar nicht.

„Mit dem Kinderzuschlag und dem Unterhaltsvorschuss hat das Familienministerium zwei wichtige Familienleistungen auf die Agenda gesetzt“, erläutert Christel Riemann-Hanewinckel, Vorsitzende der AGF. „Reformen sind bei beiden Maßnahmen dringend notwendig, doch nach den Verhandlungen mit dem Finanzministerium und in der Koalition ist von den guten Ansätzen leider wenig übrig geblieben.“

Mehr dazu lesen: Familienverbände: Wo bleibt die dringend notwendige Reform des Unterhaltsvorschusses?

VAMV: Alleinerziehende begrüßen Einigung, Unterhaltsvorschuss endlich auszubauen!

Berlin, 17. Oktober 2016. Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) begrüßt die Einigung zwischen Bund und Ländern, den Unterhaltsvorschuss bis zum 18. Lebensjahr des Kindes zu verlängern und die begrenzte Bezugsdauer von 72 Monaten aufzuheben. „Der Unterhaltsvorschuss ist eine wichtige, armutsvermeidende Leistung. Die willkürlichen Begrenzungen stellen Alleinerziehende allerdings vor massive Probleme. Mit einem Ausbau des Unterhaltsvorschuss bis 18 wird eine langjährige Forderung des VAMV endlich umgesetzt“, betont Bundesvorsitzende Solveig Schuster. „Wir sind erleichtert und froh. Reformbedarf bestehe aber weiter in der Höhe. Um Gerechtigkeit für alle Kinder zu schaffen, darf das Kindergeld nicht länger vollständig auf den Unterhaltsvorschuss angerechnet werden, sondern wie beim Unterhalt nur zur Hälfte“, fordert Schuster. Nur so kann der Unterhaltsvorschuss seine armutsvermeidende Wirkung tatsächlich entfalten.

Mit dem Unterhaltsvorschuss springt der Staat für den Unterhaltspflichtigen ein, wenn dieser nicht zahlt, damit das Kind Geld zum Leben hat. Allerdings nur bis zum 12. Geburtstag des Kindes und für maximal 72 Monate. Nur jedes vierte Kind erhält den Unterhalt, der ihm zusteht, die Hälfte sogar gar keinen.

Mehr dazu lesen: VAMV: Alleinerziehende begrüßen Einigung, Unterhaltsvorschuss endlich auszubauen!

Modellprojekt: Finanzielle Entlastung für Verhütungsmittel

Schwangerschaftskonflikte vermeiden – diesem Ziel hat sich ein Modellprojekt von Pro Familia verschrieben, das Frauen, die in einer finanziellen Notlage sind, bei der Finanzierung von Verhütungsmitteln entlastet. Neben der finanziellen Entlastung geht es in dem Projekt um Information und Beratung. So sollen ungewollte Schwangerschaften verhindert und das Menschenrecht auf Familienplanung unterstützt werden.

Zielgruppe: Frauen ab 20. Bislang werden rezeptpflichtige Verhütungsmittel wie die Pille, Hormonspirale oder Dreimonatsspritze von den meisten Frauen selbst bezahlt. Bei jungen Frauen unter 20 Jahren können die Kosten durch die gesetzlichen Kassen übernommen werden. Das Modellprojekt "Zugang zu verschreibungspflichtigen Verhütungsmitteln. Kostenübernahme, Informationen und Beratung für Frauen mit Anspruch auf Sozialleistungen" läuft seit 1. Oktober in Halle (Saale), Lübeck, Recklinghausen, Ludwigsfelde, Saarbrücken, Wilhelmshaven und Erfurt (Altern). Träger ist der Pro Familia Bundesverbandes e.V.

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Schulverpflegung wird immer wichtiger; Anhörung im Bundestag

Berlin: (hib/EIS) Der Verpflegung von Kindern in Kitas und Schulen messen Experten eine wachsende Bedeutung zu. Ob diese aber kostenfrei sein sollte und für alle gleich, darüber waren sich die Sachverständigen in einer Anhörung des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft nicht einig. Die Anhörung erfolgte auf Grundlage eines Antrags der Fraktion Die Linke, die von der Bundesregierung die Einrichtung eines Bundesprogramms zur Kita- und Schulverpflegung (18/8611) fordert. Danach sollen bundesweit alle Kindertagesstätten, allgemeinbildenden Schulen sowie Horteinrichtungen und Einrichtungen in der Tagespflege mit Ganztagsangebot eine beitragsfreie, altersgerechte, abwechslungsreiche und ansprechende Essensversorgung anbieten. Der Bund soll zur Finanzierung der Forderung ausreichend Mittel zur Verfügung stellen und mit den Bundesländern Vereinbarungen treffen, damit diese die Finanzmittel entsprechenden Einrichtungen zur Verfügung stellen. Für jedes Kind und jeden Jugendlichen soll eine Pauschale von 4,50 Euro pro Verpflegungstag veranschlagt werden.
Mittlerweile würden in Deutschland über sechs Millionen Kinder und Jugendliche schulische Ganztagsangebote nutzen. "Durch den Ausbau der Ganztagsschulen wird das Angebot der Verpflegung immer wichtiger",

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2016 - 10/02

„Familienbewusste Unternehmen in Baden-Württemberg“; Prädikatsverleihung am 22.11.2016

Eine familienbewusste, lebensphasenorientierte Personalpolitik steigert die Attraktivität im Wettbewerb um Fachkräfte und trägt zum Imagegewinn eines Unternehmens bei. Bedarfsgerechte Angebote bei der Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen leisten einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Baden-Württemberg.
Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, die Arbeitgeber Baden-Württemberg und der Landesfamilienrat Baden-Württemberg zeichnen im Rahmen des Projekts familyNET bereits im vierten Jahr die Unternehmen mit einem Prädikat aus, die eine systematische familienbewusste Personalpolitik umsetzen. Wir freuen uns, eine große Anzahl von Unternehmen sowie Einrichtungen der Sozialwirtschaft in Baden-Württemberg mit dem Prädikat „Familienbewusstes Unternehmen“ auszeichnen zu können und laden Sie zur Prädikatsübergabe am
 
Dienstag, den 22. November 2016, 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr
Sparkassenakademie Stuttgart, Pariser Platz 3 A
 
ganz herzlich ein. Zum Programm und Anmeldeformular gelangen Sie hier: pdf2016-11-22_Einladung_familyNET-Prädikatsverleihung.pdf

ZFF: Für die Kindergrundsicherung, gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen

Anlässlich der heutigen Anhörung (27.10.) des Ausschusses für Familie, Kinder und Jugend im NRW-Landtag zu den Themen Kindergrundsicherung und bedingungsloses Grundeinkommen unterstreicht das ZFF seine Forderung nach einer Kindergrundsicherung und begrüßt die zunehmend breitere politische Aufmerksamkeit für dieses Instrument.

3 Millionen Kinder sind in Deutschland von Armut bedroht, so Erhebungen des Statistischen Bundesamtes. In Nordrhein-Westfalen hat sich der Anteil der Kinder, die an oder unterhalb der Armutsgrenze leben, letztes Jahr auf 18,6% erhöht und liegt damit sogar über dem Bundesdurchschnitt. Vor diesem Hintergrund begrüßt das ZFF insbesondere die Diskussion zur Kindergrundsicherung nunmehr auch im Familienausschuss auf Landesebene in NRW. Der als Sachverständiger an der Anhörung des Landtags in Düsseldorf teilnehmende Geschäftsführer des Zukunftsforums Familie e. V., Alexander Nöhring, erklärt dazu:

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Landesfamilienrat: An Bildung sparen ist der falsche Weg!

Stuttgart, 21.10.2016 - Auf die Ankündigung von Kultusministerin Eisenmann, den Ausbau der Ganztagsschulen, Inklusion und die Einführung des Fachs Informatik an Schulen zu stoppen, reagiert der Landesfamilienrat Baden-Württemberg mit Unverständnis. Ein flächendeckendes schulisches Ganztagsangebot ist nicht nur die Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern auch ein wichtiger Beitrag, um die Bildungschancen für alle Kinder zu verbessern. „Der Streit um die Finanzen des Landeshaushalts darf nicht zulasten von Kindern und Jugendlichen gehen“ sagt dazu die Geschäftsführerin Rosemarie Daumüller. Sie hält die Einsparungen bei den Lehrerstellen angesichts der zusätzlichen Aufgaben in der Bildung für das völlig falsche Signal.

Der Landesfamilienrat tritt dafür ein, dass die Anstrengungen zu einer umfassenden Förderung und Bildung von jungen Menschen intensiviert werden. Die jetzt zur Disposition gestellten Elemente der baden-württembergischen Bildungspolitik hält der Landesfamilienrat für besonders wichtig.

Mehr dazu lesen: Landesfamilienrat: An Bildung sparen ist der falsche Weg!

Neuer Report 'Relative Einkommensarmut von jungen Erwachsene'

Baden‑Württemberg: Zunahme des Armutsrisikos 18- bis unter 25-Jähriger seit 2005. Junge Erwachsene im Alter von 18 bis unter 25 Jahren waren in Baden‑Württemberg 2013 im Altersgruppenvergleich nach dem Landesmedian mit 23,7 Prozent am häufigsten armutsgefährdet (Gesamtbevölkerung: 14,8 Prozent). Der Anstieg ihrer Armutsgefährdungsquote im Zeitraum 2005 bis 2013 fiel mit 3,9 Prozentpunkten am deutlichsten aus (Gesamtbevölkerung: + 1 Prozentpunkt). Bei den 18- bis unter 25-Jährigen im Land war 2013 zudem eine überdurchschnittlich hohe Armutsintensität zu beobachten (27,7 Prozent versus rund 20,6 Prozent bei der Gesamtbevölkerung). Armutsgefährdete junge Erwachsene mussten 2013 mit einem monatlichen mittleren Einkommen von rund 707 Euro zurechtkommen. Die Analyse zeigt, dass die Aufstiegschancen von jungen Erwachsenen aus dem untersten Einkommensviertel im Zeitvergleich gesunken sind, Abstiege aus dem obersten Einkommensviertel haben zugenommen.

Die FamilienForschung Baden‑Württemberg im Statistischen Landesamt hat im Auftrag des Ministeriums für Soziales und Integration einen Report zur Armutsgefährdung junger Erwachsener in Baden‑Württemberg erstellt. Dieser ist ein Baustein der Armuts- und Reichtumsberichterstattung des Landes.

Zur ganzen Pressemitteilung mit Report zum Download

Bundestag: Regeln für Elternschaft bei Samenspende

Berlin: (hib/PST) Das Bundesverfassungsgericht habe aus dem Grundgesetz das Recht auf Kenntnis der biologischen Eltern abgeleitet, bei Samenspenden gebe es hierfür aber einige Regelungslücken. Dies erklärte die Vorsitzende des Rechtsausschusses, Renate Künast (Bündnis 90/Grüne), bei einer öffentlichen Anhörung ihres Gremiums. In dieser begutachteten sechs Sachverständige einen Antrag der Grünen-Fraktion über "Elternschaft bei Samenspende und das Recht der Kenntnis eigener Abstammung" (18/7655). Der Antrag fordert die Einrichtung eines Melde- und Auskunftssystems, in dem die Identität des Samenspenders festgehalten ist. Ein Vermerk im Geburtsregister soll darauf verweisen. Wenn gewünscht sollten durch Samenspende gezeugte Kinder eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit dem Samenspender und gegebenenfalls auch Halbgeschwistern erhalten.

Mehr dazu lesen: Bundestag: Regeln für Elternschaft bei Samenspende

Bundestag: Familienkassen werden gebündelt

Berlin: (hib/HLE) Das System der Kindergeldzahlungen an die Beschäftigten des Bundes wird neu organisiert und vereinfacht. Der Finanzausschuss stimmte in seiner Sitzung am Mittwoch dem von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Beendigung der Sonderzuständigkeit der Familienkassen des öffentlichen Dienstes im Bereich des Bundes (18/9441) zu, nachdem die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD zuvor noch zwei Änderungsanträge eingebracht hatten, denen der Ausschuss zustimmte. Statt der bisher zuständigen insgesamt 8.000 unterschiedlichen Kindergeldkassen soll für das Kindergeld in Zukunft entweder die Bundesagentur für Arbeit oder das Bundesverwaltungsamt zuständig sein, regelt der Entwurf, dem die Fraktionen CDU/CSU und SPD zustimmten, während sich die Linksfraktion und die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen enthielten.
Nach Angaben der Bundesregierung wird in Deutschland für mehr als 16 Millionen Kinder Kindergeld gezahlt. Das Auszahlungsvolumen habe 2015 über 39 Milliarden Euro betragen. Festgesetzt und ausgezahlt werde das Kindergeld von den Familienkassen. Neben den 14 Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit, die das Kindergeld für rund 87 Prozent aller Kinder in Deutschland bearbeiten würden, gebe es über 8.000 einzelne Familienkassen des öffentlichen Dienstes

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Praxisworkshop Integration am 2.12.2016 - Einladung für kommunalpolitisch Aktive

Flüchtlinge in Deutschland: Wie kann es gelingen, jenen, die bleiben, eine Chance auf nachhaltige Integration zu bieten? Wie steht es um den Spracherwerb? Wie um den – gerade in den Städten hochpreisigen – Wohnungsmarkt? Wie steht es um Ausbildungs- und Arbeitschancen? Wie kann es gelingen, dass die gastgebende Gesellschaft ihre Offenheit gegenüber den Hinzugekommenen behält? Und wie gehen wir als aufnehmende Gesellschaft mit den Spannungen um, die aus kulturellen und religiösen Gegensätzen resultieren?

Mit einem Workshop für kommunalpolitisch Aktive – Politikerinnen und Politiker, Fachleute, Ehrenamtliche, Praktiker – möchte das Landesbüro Baden-Württemberg der Konrad-Adenauer-Stiftung eine Plattform für Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie für das Knüpfen interkommunaler Netzwerke bieten. Praktikerinnen und Praktiker sprechen zu und mit kommunalen Verantwortungsträgern aus Politik, Verwaltung und Ehrenamt. Welche Strategien bieten die beste Aussicht auf Erfolg? Welche Lehren haben wir aus den vergangenen eineinhalb Jahren gezogen?

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2016 - 11/01

Und wie geht’s der Familie? Familienpolitische Gespräche im Hospitalhof

Wie haben sich die Lebensrealitäten von Familien verändert? Was bedeutet Familie heute? Ist es schwieriger geworden, Familie zu leben? Vor welchen Herausforderungen steht eine zeitgemäße Familienpolitik?

Diese Fragen werden am Freitag, 25. November 2016 von 10 Uhr bis 13 Uhr im Hospitalhof in Stuttgart diskutiert.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Familienpolitische Gespräche im Hospitalhof“ statt. Sie richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Politik und Wirtschaft sowie familien- und sozialpolitisch Interessierte. Die Reihe ist eine Kooperationsveranstaltung des Evangelischen Bildungszentrums Hospitalhof Stuttgart, des Landesfamilienrats Baden-Württemberg und der FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Das Programm im Überblick:

Impuls 1: Lebensformen und Alltagsrealitäten von Familien - Ergebnisse der Familienberichterstattung (Dr. Stephanie Saleth,
FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt)
Impuls 2: Moderne Familie – Zeitgemäße Familienpolitik (Prof. Dr. Norbert F. Schneider, Direktor des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, Wiesbaden)
Impuls 3: Herausforderungen für die Familienpolitik aus Sicht der Verbände (Prof. Christel Althaus, Fakultät Soziale Arbeit Hochschule Esslingen, Vorsitzende des Landesfamilienrats)

Am Runden Tisch zur Familienpolitik werden Frau Staatssekretärin Bärbl Mielich, Prof. Dr. Norbert F. Schneider und Prof. Christel Althaus diskutieren. Im Anschluss daran findet eine Schlussrunde mit Vertreterinnen und Vertretern der Landespolitik statt. Wir freuen uns, dazu Dorothea Wehinger MdL (Grüne), Klaus Martin Burger MdL (CDU), Andreas Kenner MdL (SPD) und Jochen Haußmann MdL (FDP) (angefragt) begrüßen zu dürfen.

Zum Einladungsflyer pdf2016-11-25.familienpolitische_gespraeche.pdf

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Bundesverband Kinderhospiz: „Mehr Toleranz für Familien mit schwerkranken Kindern“

Familien mit einem schwerkranken Kind sind täglich mit vielen Unsicherheiten, Sorgen, Ängsten und Anstrengungen konfrontiert. Nicht selten werden sie auch im 21. Jahrhundert und auch in Deutschland noch ins soziale Abseits gedrängt, weil viele Menschen immer noch nicht wissen, wie sie mit dem Thema „Kinder und Tod“ umgehen sollen. Deshalb appelliert der Bundesverband Kinderhospiz zum Internationalen Tag für Toleranz am 16. November an alle Menschen im Land, betroffene Familien besser zu integrieren und sich dafür einzusetzen, dass sich die Gesellschaft solidarisch zeigt und sie nicht sozial ausgrenzt. „Jeder Mensch ist einzigartig – egal, ob krank oder gesund. Und jeder Mensch wünscht sich und hat das Recht, anerkannt und geliebt zu werden“, sagt Sabine Kraft, die Geschäftsführerin des Bundesverbands.

Für viele dieser Familien in Deutschland, in denen ein Kind mit einer lebensverkürzenden Erkrankung lebt, engagiert sich der Bundesverband mit seiner Geschäftsstelle in Lenzkirch im Schwarzwald. „Mit der Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung kommt auf viele Familien eine enorme Belastung zu – auch finanziell“, sagt Sabine Kraft.

Mehr dazu lesen: Bundesverband Kinderhospiz: „Mehr Toleranz für Familien mit schwerkranken Kindern“

Neue Ausschreibung der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg

Die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg hat eine neue Ausschreibung gestartet. Bereits zum vierten Mal wird das Programm „Innovative Ferienangebote für Kinder und Jugendliche“ ausgeschrieben.

Unter dem thematischen Schwerpunkt „Sprache verbindet – Spielend Deutsch lernen. Innovative Ferienangebote für Kinder und Jugendliche“ können Projektideen unterstützt werden, die sich dem spielerischen Erwerb und der Anwendung der deutschen Sprache widmen sowie soziale Kompetenzen und das Miteinander stärken. Kinder mit und ohne Migrations- und Fluchterfahrung sollen an neue Themen und Inhalte herangeführt werden und sich über Werte und Normen sowie kulturelle Rahmenbedingungen austauschen können.

Weitere Informationen sowie das Antragsformular finden Sie hier. Die Ausschreibungsfrist endet am 15. Januar 2017.

Unterhaltsvorschusss: Kabinett beschließt Ausweitung der Leistung bis zur Volljährigkeit des Kindes

BMFSFJ: Alleinerziehende Mütter und Väter leisten enorm viel und brauchen deshalb unsere besondere Unterstützung. Am 16.11. hat das Bundeskabinett beschlossen, den Unterhaltsvorschuss auszuweiten: Ab 2017 wird der Unterhaltsvorschuss bis zur Volljährigkeit des Kindes gezahlt. Die bisherige Höchstbezugsdauer von 72 Monaten wird aufgehoben. (Anmerkung: Damit hat die Bundesregierungder langjährigen Forderung des Verbands alleinerziehender Mütter und Väter, aber auch des Landesfamilienrates BW Rechnung getragen., s. PM des VAMV v. 11.11.2016, u.)

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig erklärt dazu: „Bislang zahlt der Staat höchstens sechs Jahre lang und für Elternteile mit Kindern ab zwölf Jahren gar nicht. Kinder wachsen, kommen in die Schule. Jetzt zum Beispiel werden dicke Jacken und Winterschuhe gebraucht. Gerade, wenn der Partner keinen Unterhalt zahlt, muss der Staat besser unterstützen. Deswegen soll der staatliche Vorschuss jetzt für Kinder bis zum Alter von 18 Jahren ausgeweitet werden. Davon werden zusätzlich mindestens 260.000 Kinder profitieren“.

 Der Unterhaltsvorschuss ist eine sehr wichtige Leistung für alleinerziehende Eltern und ihre Kinder. Das bestätigt nicht nur die Gesamtevaluation der familien-bezogenen Leistungen. Er sichert nicht nur die finanzielle Situation der Allein-erziehendenfamilien ab, sondern vielmehr gelingt es durch die Bemühungen der Unterhaltsvorschussstellen um die Unterhaltszahlungen des Partners oft, dass Unterhalt fließt. Bereits in seiner derzeitigen Ausgestaltung sichert der Unterhalts-vorschuss verlässlich die wirtschaftliche Stabilität der Familien und trägt zu ihrem Wohlergehen bei.

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Verbände fordern einheitliche Qualitätsstandards für Kitas

Berlin, 15.11.2016: Um überall in Deutschland eine hohe Betreuungsqualität sicherzustellen, müssen verbindliche, bundesweit einheitliche und wissenschaftlich fundierte Standards eingeführt werden: Gemeinsam fordern dies mehrere Familien-, Kinderrechts- und Wohlfahrtsverbände sowie Gewerkschaften. Anlass dafür ist die Veröffentlichung des Zwischenberichts der Arbeitsgruppe „Frühe Bildung“, in der Bund, Länder und Kommunen gemeinsame Handlungsziele entwickeln und Vorschläge für Finanzierungsgrundlagen erarbeiten. Die Verbände begrüßen den von Bund und Ländern eingeschlagenen Weg zur Verbesserung der Qualität in Kitas und Kindertagespflege und gehen davon aus, dass nunmehr konkrete Umsetzungsschritte erarbeitet werden.

Gemeinsam erklären sie: Eine hohe Qualität der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung zahlt sich nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Gesellschaft aus, da eine gute frühkindliche Bildung und Erziehung unterschiedliche Startbedingungen und Zukunftschancen wirksam ausgleichen kann. Sie trägt dazu bei, Bildungsnachteile abzubauen, Armut zu überwinden und Lebensverläufe wirtschaftlich und sozial zu stabilisieren.

Zum ganzen Text: pdf161115_Verbaendeerklaerung_Kitaqualitaet.pdf

 

National Coalition: Hamburger Appell für Kinderrechte ins Grundgesetz!

Der Hamburger Appell, der von der National Coalition Deutschland in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedern und Kooperationspartnern im Rahmen der Podiumsdiskussion zum Thema „Kinderrechte ins Grundgesetz“ im September vorgestellt wurde, wird vor dem Hintergrund der anstehenden Bundestagswahl 2017 in diesem Monat an die Parteien versandt. Der Versand erfolgt an die im Bundestag vertretenen vier Parteien, ebenso wie an die Fraktions- und Parteiführung auf Landesebene.
Die National Coalition fordert die Parteien und die Mitglieder des Deutschen Bundetags auf, ihren Einfluss geltend zu machen und sich für eine Aufnahme der Kinderrechte in das deutsche Grundgesetz einzusetzen.

Weitere Informationen zum Hamburger Appell (Text) und zum entsprechenden Hintergrundpapier (Text) finden Sie hier

Quelle: Newsletter der National Coalition Deutschland e.V. vom November 2016

Erhöhung des Kindergeldes begrüßt

Berlin: (hib/HLE) Die von den Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD jetzt auf den Weg gebrachte Anhebung des Kindergeldes und des steuerlichen Kinderfreibetrages sind von der Bundessteuerberaterkammer begrüßt worden. Es sei sinnvoll, die für 2017 und 2018 geplanten Anhebungen schon jetzt zu beschließen und nicht rückwirkend auf den Weg zu bringen, erklärte die Organisation in einer öffentlichen Anhörung des Finanzausschusses. Damit werde unnötiger Verwaltungsaufwand vermieden.
Die Koalitionsfraktionen haben einen Änderungsantrag zum Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Änderungen der EU-Amtshilferichtlinie und von weiteren Maßnahmen gegen Gewinnkürzungen und Gewinnverlagerungen (18/9536) mit dem Titel "Anhebung des Kinderfreibetrages, des Kindergeldes, des Kinderzuschlags, des Unterhaltshöchstbetrages und zum Ausgleich der Kalten Progression" vorgelegt, der Thema der öffentlichen Anhörung war. Damit soll der steuerliche Freibetrag für das sächliche Existenzminimum eines Kindes gemäß den sich abzeichnenden Ergebnissen des 11. Existenzminimumberichts von jetzt 4.608 Euro um 108 Euro auf 4.716 Euro (2017) und um weitere 72 Euro auf 4.788 Euro (2018) steigen. Vorgesehen ist weiter eine Anhebung des monatlichen Kindergeldes um jeweils zwei Euro in den Jahren 2017 und 2018. Der Kinderzuschlag soll zum 1. Januar 2017 um monatlich 10 Euro von 160 Euro auf 170 Euro je Kind angehoben werden.

Mehr dazu lesen: Erhöhung des Kindergeldes begrüßt

Familiennachzug zu Flüchtlingen

Berlin: (hib/STO) Deutschland soll nach dem Willen der Fraktion Die Linke den "Familiennachzug zu anerkannten Flüchtlingen uneingeschränkt gewährleisten". In einem Antrag (18/10243), der am Donnerstag erstmals auf der Tagesordnung des Bundestagsplenums steht, fordert die Fraktion die Bundesregierung auf, "schnellstmöglich einen Gesetzentwurf vorzulegen, mit dem die Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten wieder zurückgenommen wird". Im Vorgriff auf diese Gesetzesänderung müssten "ab sofort entsprechende Visumanträge zur Familienzusammenführung wieder entgegengenommen und bearbeitet werden", verlangt die Fraktion.
In der Vorlage hält sie der Regierungskoalition vor, den Familiennachzug zu anerkannten Flüchtlingen "massiv beschränkt" zu haben. Mit dem Asylpaket II sei der Nachzug zu sogenannten subsidiär Schutzberechtigten - vor allem Bürgerkriegsflüchtlingen - bis März 2018 ausgesetzt worden. Diese Trennung von Familien über Jahre hinweg sei "unmenschlich und menschenrechtswidrig".

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Bildungsbericht 2016 verweist auf Erfolge

Berlin: (hib/ROL) Der Bildungsbericht 2016 zeigt abermals eine Steigerung der Bildungsbeteiligung und des Bildungsstands der Bevölkerung in Deutschland. Dies ist Folge einer Vielzahl positiver Entwicklungen über alle Bildungsbereiche hinweg, die sich in den vergangenen Jahren verstetigt haben. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Stellungnahme zum "Nationalen Bildungsbericht - Bildung in Deutschland 2016" (18/10100), der nun zum sechsten Mal vorliegt. Im Schwerpunkt widmet sich die Unterrichtung dem Thema "Bildung und Migration", das zehn Jahre nach dem ersten Bericht erneut aufgegriffen wurde.

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Land unterstützt Schwangerschaftsberatungsstellen mit über 18 Millionen Euro im Jahr

Immer größere Nachfrage von Frauen mit Migrations- und Flüchtlingshintergrund. Staatssekretärin Bärbl Mielich: „Jede schwangere Frau in einer Notlage muss unabhängig von ihrer kulturellen Herkunft, ihrem Glauben oder ihre Sprache die für sie beste Beratung erhalten“

Fachtagung zu kultursensibler Beratung mit 100 Beraterinnen Die Zahl der Frauen mit Migrations- oder Flüchtlingshintergrund, die eine der 124 staatlich anerkannten Schwangerschaftsberatungsstellen in Baden-Württemberg aufsuchen, hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Kenntnisse über kultursensible Beratung, die ein Eingehen auf die verschiedenen kulturellen und religiösen Prägungen der ratsuchenden Frauen ermöglicht, werden für die Arbeit der Beratungsstellen deshalb immer wichtiger. Denn je nach Herkunftsland bzw. Kulturkreis bestehen zum Teil deutliche Unterschiede hinsichtlich des Informations- und Beratungsbedarfs zu den Themen Familienplanung und Verhütung. Um die Beratungsstellen bei dieser neuen Herausforderung zu unterstützen, hat das Sozial- und Integrationsministerium gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu einer Tagung nach Stuttgart eingeladen. Mehr als 100 Teilnehmerinnen informierten sich am Montag (7. November) im Stuttgarter Hospitalhof in Anwesenheit von Staatssekretärin Bärbl Mielich über kultursensible Beratungsmethoden und tauschten Erfahrungen aus.

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Ausbau der Ganztagsschule: viel Tempo, wenig Plan

Knapp 60 Prozent der Schulen in Deutschland bieten mittlerweile einen Ganztagsbetrieb an. Der Anteil hat sich damit innerhalb von 10 Jahren mehr als verdoppelt, allerdings fehlt den Schulen ein klares Konzept. Die aktuelle Ausgabe von "DJI Impulse" zieht eine Zwischenbilanz zum Ausbau des Ganztags.

Der flächendeckende Ausbau von Ganztagsschulen war und ist eine der großen Reformen im deutschen Schulwesen. Mit ihm sind hohe bildungs- und sozialpolitische Erwartungen verbunden: Die Teilnahme an Ganztagsangeboten soll die kognitiven und sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler fördern, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern und nicht zuletzt zu einem Ausgleich sozialer Unterschiede beitragen. Doch werden diese Erwartungen erfüllt? In der aktuellen Ausgabe von DJI Impulse gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieser Frage nach und arbeiten mögliche Entwicklungslinien der Ganztagsschule heraus.

Das Forschungsmagazin DJI Impulse berichtet allgemein verständlich über die wissenschaftliche Arbeit am Deutschen Jugendinstitut (DJI), einem der größten sozialwissenschaftlichen Institute für Forschung und Entwicklung in Deutschland. Vier Mal jährlich informieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über relevante Themen aus den Forschungsbereichen Familie, Jugend, Kindheit, Migration, Bildung, Ausbildung und Arbeit.

Mehr Informationen stehen unter www.dji.de/impulse zur Verfügung. Quelle: Deutsches Jugendinstitut vom 11.10.2016


2016 - 12/02

Studie des DIW: Elterngeld hat in den ersten zehn Jahren seines Bestehens viel bewegt

Zehn Jahre nach der Einführung des Elterngeldes zum 1. Januar 2007 ist dieses familienpolitische Instrument weitestgehend akzeptiert und hat viele nachweisbare Effekte, zum Beispiel auf die Erwerbstätigkeit von Müttern und auf die Rolle von Vätern. In einer neuen Studie gibt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) einen Überblick der verschiedenen primär ökonomischen Forschungsergebnisse zum Thema. Die Einführung des Elterngeldes, das das vorherige Erziehungsgeld abgelöst hat, hat das Einkommen für die meisten Familien im ersten Jahr nach der Geburt ihres Kindes substantiell erhöht und somit für diese Zeit einen finanziellen Schonraum geschaffen. Nachgewiesen ist auch, dass die Erwerbstätigkeit von Müttern insgesamt zugenommen hat. Zwar haben sich mehr Mütter mit hohen Einkommen und Qualifikationen eine längere Auszeit genommen, als es früher der Fall war, im zweiten Leben sjahr des Kindes ist allerdings die Erwerbsbeteiligung insbesondere von Müttern im unteren Einkommensbereich gestiegen. In dieser Hinsicht hat das Elterngeld sein Ziel erreicht.
„Seit der Einführung des Elterngelds hat sich für Mütter etabliert, dass zwölf Monate die sozial erwünschte Dauer der Erwerbsunterbrechung ist“, so Katharina Wrohlich, eine der StudienautorInnen.

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Fachtag „Väter in der Familienbildung – Bildungswünsche, Beteiligung, Praxiserfahrungen“

16. Februar 2017: Fachtag „Väter in der Familienbildung – Bildungswünsche, Beteiligung, Praxiserfahrungen“ zum Abschluss des Projekts „Väter in der Familienbildung“

Das Projekt „Väter in der Familienbildung“ in Kooperation von vhs-Verband Baden-Württemberg und Ev. Landesarbeitsgemeinschaft der Familienbildungsstätten in Württemberg (LEF) geht von der Lebenssituation sowie von aktuellen Fragen und Bedarfen von Vätern aus und setzt diese in Angebote der Familienbildung um. Dabei werden Väter aller Bevölkerungsgruppen angesprochen, ihr Wunsch nach Präsenz in der Familie und mehr Zeit mit den Kindern aufgenommen und die Väter in einer familiären Fürsorge unterstützt.
An sechs Standorten – vhs und FBS Esslingen, vhs Ostfildern und FBS Filderstadt, vhs Karlsruhe, vhs Schwäbisch Gmünd, FBS Tübingen, fbs Ulm – und nicht zuletzt unter Beteiligung von Vätern wurden dazu vielfältige, den lokalen Gegebenheiten angemessene Ideen, Ansätze und Angebote entwickelt und erfolgreich umgesetzt. Motivation und bleibende Zielsetzung ist es, mehr Väter zu erreichen und sie besser einzubeziehen.

Dieser Fachtag zum Projektabschluss gibt allen an Väterbildung Interessierten einen aktuellen Überblick aus wissenschaftlicher und praxisbezogener Perspektive. Präsentiert werden insbesondere auch Projektergebnisse und praktische Erfahrungen der Projektstandorte, wozu wir Sie ganz herzlich einladen. Zur Ausschreibung gelangen Sie hier: pdfEinladung_Fachtag_16.02.17.pdf

„Jedes Kind ist gleich viel wert“ – Verbände starten Online-Petition gegen Kinderarmut

„Keine Ausreden mehr! Armut von Kindern und Jugendlichen endlich bekämpfen! #stopkinderarmut“ – Mit dieser gemeinsamen Online-Kampagne machen Wohlfahrts- und Sozialverbände gemeinsam mit Familien- und Kinderrechtsorganisationen auf das drängende Problem der Kinderarmut in Deutschland aufmerksam. Die Petition kann auf dem Portal von Campact unterzeichnet werden. Mit ihrer Initiative wollen die Verbände einen breiten Unterstützerkreis gewinnen, der im Wahljahr Druck auf die Parteien macht.

Nach Angaben der Initiatoren leben rund drei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland in Armut. Es gehe darum, diesen Kindern jetzt ein Leben mit Perspektiven und ohne Ausgrenzung zu ermöglichen: „Wir fordern eine einheitliche Geldleistung für alle Kinder, die das Existenzminimum sichert. Ein gutes Aufwachsen darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen“, fasst der Petitionstext zusammen.

Im Einzelnen stellt die Petition fest:

  • Die Hartz IV-Sätze für Kinder sind zu gering. Sie basieren auf ungenauen Rechnungen und willkürlichen Abschlägen.
  • Arme Familien müssen mindestens in gleicher Weise gefördert werden, wie Familien mit höheren Einkommen entlastet.
  • Staatliche Unterstützung muss einfach gestaltet und leicht zugänglich sein. Derzeit gehen viele Hilfen an den Familien und Kindern, die diese brauchen, vorbei.

Vielfältige Aktionen werden die Online-Petition im Wahljahr begleiten: „Wir werden aufmerksam verfolgen, welchen Stellenwert die Beseitigung von Kinderarmut in den Wahlprogrammen, einer Koalitionsvereinbarung und in Gesetzgebungsvorhaben erhält und ob konkret benannt wird, bis wann und wie Kinderarmut in Deutschland überwunden sein soll.“

Die Petition kann unter dem folgenden Link von Einzelpersonen unterzeichnet werden:  https://weact.campact.de/p/kinderarmutbekaempfen

 

Anmerkung: Der Landesfamilienrat Baden-Württemberg stellt sich hinter die Aktion und gehört zu den Unterstützern der Kampagne.

PISA 2015 Ergebnisse (Band I): Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung

Schülerinnen und Schüler in Deutschland erzielen in allen von PISA getesteten Bereichen Ergebnisse leicht über dem OECD-Durchschnitt. Der Abstand zu den PISA-Spitzenreitern in Asien und Europa bleibt aber weiterhin groß. Gleichzeitig hat der Leistungszuwachs in den vergangenen Jahren abgenommen, teilweise zeichnet sich eine rückläufige Tendenz ab. Die Chancengleichheit hat sich verbessert, bleibt aber eine Herausforderung.

Das „Programme for International Student Assessment“ (PISA) untersucht, inwieweit Schülerinnen und Schüler gegen Ende ihrer Pflichtschulzeit Kenntnisse und Fähigkeiten erworben haben, die es ihnen ermöglichen, an der Wissensgesellschaft teilzuhaben. Mehr als eine halbe Million Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 Jahren haben in 72 Ländern und Regionen an der jüngsten Erhebung teilgenommen. Schwerpunkt waren dieses Mal die Naturwissenschaften.

Veranstaltung: Gemeinsam im Wert-All. Gesellschaft in Vielfalt weiterentwickeln

Gemeinsam im Wert-All. Gesellschaft in Vielfalt weiterentwickeln

Freitag 10.02.2017 von 9.30 – 16.00 Uhr, Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart

In einer immer komplexer werdenden Gesellschaft stellt sich die dringende Frage nach Integration und Zusammenleben. Die große Zahl ankommender Flüchtlinge und Vertriebener fordert die Zivilgesellschaft und politisch Verantwortliche heraus, Stellung zu beziehen und eine sich verändernde Gesellschaft in guter Weise mit zu gestalten.
In Kooperation mit dem Hospitalhof Stuttgart laden die vier Landesräte - Landesfrauenrat, Landesseniorenrat, Landesjugendring und Landesfamilienrat - zu einer interessanten Dialogveranstaltung ein, die zur Reflexion und zur Vergewisserung eigener Haltungen und Werte anregt. Ziel ist es, gemeinsame Perspektiven zu entwickeln und konkrete Empfehlungen zu formulieren.

Näheres finden Sie im beigelegten Flyer: pdf2017-02-10.Raete_Wertekongress_Flyer.pdf

Filmtipp: NICHT OHNE UNS!

NICHT OHNE UNS! von Sigrid Klausmann gibt Kindern auf der ganzen Welt eine Stimme. Der Dokumentarfilm nimmt alle seine Protagonisten ernst, hört ihnen zu und versteht ihren eindringlichen Appell und ihre Bitte, die Zukunft mitbestimmen zu wollen. Ob im Slum, im Township, der Metropole oder der Provinz, in der Steppe, dem Regenwald, in der Hochebene, auf dem verschneiten Berg, in der Kleinstadt, dem Flussdelta oder der idyllischen Einöde – Umweltverschmutzung, Klimawandel, Zerstörung des Lebensraums und der Ressourcen sind die universellen Themen. Wie auch die Angst vor Krieg, Katastrophen, Missbrauch und Gewalt alle Kinder eint.

NICHT OHNE UNS! ist Teil des langjährigen, weltumspannenden und nachhaltigen Projekts „199 kleine Helden“, das das Ziel verfolgt Kindern und Jugendlichen aus jedem Teil der Erde, aus jedem Land dieser Welt, durch Kurzfilme eine Stimme zu geben und so gegen die Angst vor dem Fremden anzugehen.

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr

Weihnachten geschieht da, wo Menschen füreinander da sind, wo sie zueinander stehen, wo sie sich miteinander für eine friedlichere Welt einsetzen. Denn da wächst neues Leben, Hoffnung und Zuversicht.

Max Feigenwinter

Christbaumschmuck.blau

Ihnen und Ihren Lieben wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches, erfülltes neues Jahr 2017.

DFV: Eigenheimzuschuss macht Familienwohnen zukunftssicherer

DFV: Eigenheimzuschuss macht Familienwohnen zukunftssicherer - Grunderwerbssteuer muss familiengerecht gestaltet werden.

Freiburg: Der Vorschlag der Bundesbauministerin Barbara Hendricks, Familien mit einem Zuschuss beim Erwerb von Wohneigentum zu fördern, zeigt nach Meinung des Deutschen Familienverbandes (DFV) Baden - Württemberg in die richtige Richtung. „Er ist ein erster Schritt zur Förderung von Wohneigentum und ist deutlich ausbaufähig“, erklärt der Ehrenvorsitzende und langjährige Landesvor-sitzende des Deutschen Familienverbandes, Uto R. Bonde.

Nach langen Jahren des Schweigens kommt die Idee der Förderung des Wohneigentums für das familiengerechte Wohnen wieder ins Gespräch. Der DFV fordert seit Jahren die Förderung von Wohneigentum, die für Familien Grundlage für eine sicherere Altersvorsorge darstellt.
Die vom Bundesbauministerium angedachte Förderung von nur 500 Millionen Euro ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein; denn diese Summe soll erstmalig für gerade einmal für 40.000 Familien ausreichen. Wir brauchen eine gerechte und wirkungsvolle Wohneigentumsförderung, die alle bauwilligen Familien erreicht, fordert der DFV.

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Fortbildung "Die Arbeit mit unbegleiteten ausländischen Minderjährigen (UMA)"

Die Arbeit mit unbegleiteten ausländischen Minderjährigen im Jugendamt ist mit besonderen fachlichen und rechtlichen Herausforderungen verbunden, die spezielle Rechtskenntnisse der aufenthalts- und asylrechtlichen Bestimmungen erfordern. Dies betrifft sowohl Vormünder und Pfleger/innen als auch die Fachkräfte des Allgemeinen Sozialen Diensts. Aufgrund der zahlreichen Gesetzesänderungen in den letzten Monaten hat sich dieses Gebiet zu einer höchst komplex zu durchdringenden Materie entwickelt. Daneben sind Kenntnisse über Fluchthintergründe, pädagogische Konzepte sowie ein klares Verständnis der Rollen der beteiligten Professionen wichtig.
Die neuen Verfahrensabläufe und Auswirkungen auf die Arbeit der Fachkräfte in den Jugendämtern werden besprochen sowie Grundlagen des Asyl- und Aufenthaltsrechts vermittelt.
Um die ressourcenorientierte Zusammenarbeit innerhalb des Jugendamts durch ein vertieftes Rollenverständnis zu stärken, werden Tandem-Konstellationen (ASD-Fachkraft und Vormund) bevorzugt angenommen. Zur Ausschreibung:

pdf2017_02_16.-17._Ausschreibung_FB_UMF.pdf

„Die deutschen PISA-Ergebnisse sind besser, als viele glauben“

Christina Anger, Expertin für Bildung, Zuwanderung und Innovation im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, ordnet das Abschneiden der deutschen Schüler beim PISA-Test ein.

F: Deutschland belegt in der aktuellen PISA-Studie Platz 16 von 72. Wie sind die Ergebnisse der deutschen Schüler zu bewerten? A: Deutschland liegt weiterhin deutlich über dem OECD-Schnitt im oberen Drittel. Im Vergleich zur letzten PISA-Studie sind die Leistungen konstant geblieben. Es gab allerdings im Gegensatz zu früheren Erhebungen keine weiteren Verbesserungen.

F: Der Schwerpunkt lag dieses Mal auf den Naturwissenschaften. Welche Erkenntnisse lassen sich aus den Daten ziehen? A: Auffällig ist, dass die Risikogruppe – also die Kinder, die nur über wenige Kompetenzen verfügen und damit als nicht ausbildungsreif gelten – mit 17 Prozent sehr groß ist. Deutschland liegt damit zwar unter dem OECD-Schnitt, die Quote ist dennoch zu hoch. Es gab hier auch keinen Fortschritt.

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Tigermütter und Wolfsrudel - Debatte Familie und Erziehung

Kommentar von Nina Apin
Kinder machen das Leben unberechenbar, aber schön, so lautet eine vielzitierte Binsenweisheit. Wie das aber mit Binsenweisheiten so ist: Sie stimmen nur halb.
In Wirklichkeit ist unsere Gesellschaft dabei, das unberechenbare Element aus dem Alltag mit Kindern zu tilgen. Noch nie zuvor wurden Kinder vom Heranwachsen im Mutterleib bis zur Volljährigkeit so gründlich untersucht, statistisch verglichen und psychologisch ausgedeutet wie jetzt. Und noch nie waren Erwachsene in ihrer Rolle als Eltern so verunsichert.

Eigentlich könnten die Bedingungen für die Kinderaufzucht kaum günstiger sein: Die Kindersterblichkeit hat seit den 1950er Jahren ganz erheblich abgenommen, gefährliche Krankheiten sind auf dem Rückzug, es gibt Regelungen zum Mutterschutz, Eltern- und Kindergeld. Trotzdem quälen sich Eltern heute mit Ängsten herum, die ihren eigenen Eltern noch unbekannt gewesen sein dürften. Während die sich, gern mit Zigarette zwischen den Lippen, ans Steuer setzten und mit dem schlafenden Säugling samt Kinderwagen unangeschnallt zum Einkaufen fuhren,

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2016 - 12/01

Kinderarmut verringern – Unterhaltsvorschuss ausweiten - Pressemitteilung der eaf vom 8. Dezember 2016

Anlässlich der heutigen Bund-Länder-Beratungen zur Ausweitung des Unterhaltsvorschusses appelliert die eaf an alle Beteiligten, ihre verwaltungstechnischen Bedenken zurückzustellen und sich gemeinsam für die Verringerung von Armut in Familien von Alleinerziehenden stark zu machen.

Die Ausweitung des Unterhaltsvorschusses, wie von Bundesministerin Schwesig geplant, wäre ein wirksames Mittel zur Eindämmung der Kinder- und Familienarmut. Unterhalts-vorschuss steht Kindern geschiedener oder getrennt lebender Eltern zu, deren anderer Elternteil (meist der Vater) keinen Kindesunterhalt zahlt oder zahlen kann. Zurzeit besteht für diese Zahlung allerdings eine Höchstbezugsdauer und eine Höchstbezugsgrenze: maximal sechs Jahre lang und nicht über das 12. Lebensjahr hinaus. Diese Einschränkungen sind nicht nachvollziehbar. Der Gesetzesvorstoß droht allerdings in einem komplizierten Zuständigkeitsgeflecht von Bund, Ländern und Gemeinden zu scheitern.

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FdK und DFV: "Beitragsfreie“ Krankenversicherung - Familienpolitisches Missverständnis

Aufklärung über ein riesiges familienpolitisches Missverständnis leistet der neue Erklärfilm des Deutschen Familienverbandes (DFV) und des Familienbundes der Katholiken (FDK) zur „beitragsfreien“ Krankenversicherung für Familien. Dazu DFV-Präsident Dr. Klaus Zeh: „Über die angeblich beitragsfreie Mitversicherung von Familien in der gesetzlichen Krankenversicherung sind Mythen und Märchen im Umlauf, die gerade jetzt in Wahlkampfzeiten hochgefährlich wirken. Mit unserem Erklärfilm bieten wir allen politisch Interessierten die Möglichkeit, die wirklichen Zusammenhänge kennenzulernen: Tatsächlich zahlen Familien Monat für Monat Beiträge auf das gesamte Familieneinkommen, auch auf den Teil, den Kinder und nicht erwerbstätige Ehegatten zwingend zur Sicherung ihrer Existenz benötigen. Bei der Krankenversicherung von Familien ist also gar nichts beitragsfrei. Im Gegenteil: Familien zahlen in der Sozialversicherung sogar noch drauf“, so Zeh.

Der Erklärfilm stellt anschaulich dar, dass Familien in der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht gefördert werden. Tatsächlich werden sie sogar benachteiligt:

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Film "Wir bewegen Tübingen" - 10 Jahre Bündnis für Familie

Das Bündnis für Familie hat in 10 Jahren Bestehen Einiges erreicht. Ein Hauptanliegen des Bündnisses ist es, Kinder aus armen Familien zu unterstützen. Über die Arbeit des Bündnisses gibt es einen schönen und aufschlussreichen Film, der über den folgenden Link anzuschauen ist. (http://www.tuebingen.de/29.html#/673). 

Das Bündnis für Familie Tübingen ist ein Netzwerk von Bürgerinnen und Bürgern, Institutionen, Initiativen, Verbänden, Wirtschaft, Stadt und Landkreis. Ziel ist es, die Familie noch stärker in den Mittelpunkt politischer Entscheidungen zu rücken und die Familienfreundlichkeit in Tübingen weiter zu verbessern. Einen Überblick über Arbeit, Aktionen und Projekte bietet das Bündnis-Faltblatt. Interessierte sind herzlich willkommen. Es ist jederzeit möglich, sich dem Bündnis anzuschließen oder bei Projekten, Aktionen und Arbeitsgruppen einzusteigen. Weitere Informationen über:

http://www.buendnis-fuer-familie-tuebingen.de/wiki/Hauptseite

Petition für die Ausweitung des Unterhaltsvorschusses zum 1. Januar 2017

Sie war schon beschlossen und soll nun doch wieder verschoben werden: Die geplante Ausweitung des Unterhaltsvorschusses zum 1. Januar 2017. Da die CDU Nachbesserungsbedarf in Finanzierungs- und Organisationsfragen sieht, ist das Vorhaben in die Ferne gerückt, das für Kinder, die keinen oder nur wenig Unterhalt vom anderen Elternteil bekommen, einen längeren staatlichen Unterhaltsvorschuss sicherstellt.

Der Verband allein erziehender Mütter und Väter e. V. (VAMV) hat deshalb die Petition „Lassen Sie Trennungskinder nicht noch länger im Stich“ gestartet. Darin erinnert der VAMV Bund, Länder und Kommunen an ihre gemeinsame Verantwortung, die Finanzierung zu klären. Durch den Ausbau des Unterhaltsvorschusses könne die hohe Kinderarmut in den Alleinerziehendenfamilien spürbar gesenkt werden. Union und SPD sollten gemeinsam dieses Ziel im Blick haben und wie geplant zum 1. Januar 2017 umsetzen, fordert die Petition.

Die geplanten Änderungen beim Unterhaltsvorschuss sehen eine Anhebung der Altersgrenze von 12 auf 18 Jahre vor sowie den Wegfall einer maximalen Bezugsdauer (bisher: 6 Jahre) . Quelle: Pro familia Newsletter 11/2016

Kinder und Humor: neue Ausgabe „frühe Kindheit“ erschienen

Zu dem Themenschwerpunkt „Kinder und Humor“ ist die neue Ausgabe der Zeitschrift „frühe Kindheit“ erschienen. Das Heft enthält Beiträge u. a. von Werner Wicki („Zur Humorentwicklung von Kindern“), Frédéric Fernandes („Humor in der frühen Kindheit“), Barbara Wild („Humor, Gesundheit und psychische Erkrankungen – ein Beipackzettel“), Sabine Gierlich („Humor als Ressource – Eine soziale Kompetenz, die Resilienz fördert?“), Charmaine Liebertz („Mit Humor lebt und lernt es sich besser!
Spannende Erkenntnisse aus der Gelotologie (Lachforschung)“), Eva Ullmann („Kinderhumor statt Kindermund. Ein genauerer Blick auf den täglichen Kinderspaß“), sowie ein Interview mit Eckart von Hirschhausen („Die positiven Wirkungen des Lachens muss man ernst nehmen, so absurd es klingt“).

Mehr dazu lesen: Kinder und Humor: neue Ausgabe „frühe Kindheit“ erschienen

Ein gutes Leben im Alter - Bundeskabinett verabschiedet siebten Altenbericht

Das Bundeskabinett hat den Siebten Altenbericht „Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften“ beschlossen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Voraussetzungen vor Ort zu schaffen sind, damit „ein gutes Leben und gesellschaftliche Teilhabe im Alter“ möglich sind. Themen sind unverändert die kommunale Verantwortung der Daseinsvorsorge, lokale Hilfestrukturen, Gesundheitsversorgung und Pflege sowie Wohnen im Alter.

Unterschiedliche Entwicklung der Kommunen erfordert Handlung
Gerade wegen unterschiedlicher Entwicklungen in den Kommunen bestehe Handlungsbedarf, so das Bundesseniorenministerium (BMFSFJ). So stelle sich in ländlichen und strukturschwachen Regionen angesichts der steigenden Zahl älterer Menschen und der Abwanderung junger Menschen die Frage, wie regionale Daseinsvorsorge sichergestellt werden kann. Hinzu kommt eine Vielzahl von Gemeinden, die sich vor allem angesichts finanzieller Engpässe kaum mehr in der Lage sehen, die angestrebten Ziele umzusetzen. Die Bundesregierung hält es für wichtig, bundesweit Altenhilfestrukturen verstärkt auszubauen.

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Grüne fordern Kindergrundsicherung - mit Alternativen

Berlin: (hib/AW) Die Teilhabe von Kindern und ihren Eltern, die von Grundsicherung leben, soll nach dem Willen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sichergestellt werden. In einem Antrag fordert sie die Bundesregierung auf, die Regelsätze in der Grundsicherung so zu gestalten, dass sie das Existenzminimum in "ausreichender Höhe" decken und die Teilhabe am sozialen Leben, an Bildung, Kultur und Mobilität ermöglichen.

Die Grünen fordern zudem die Einführung einer neuen einkommensunabhängigen Kindergrundsicherung, damit Eltern mit kleinen und mittleren Einkommen für ihre Kinder die gleiche Unterstützung erhalten wie Eltern mit hohen Einkommen, die derzeit von steuerlichen Freibeträgen stärker profitieren. Dies sollte mit einer Reform des Ehegattensplittings gekoppelt werden. Bestehenden Ehen sollen dabei eine Wahlmöglichkeit zwischen dem alten Modell der Familienförderung mit Ehegattensplitting, Kinderfreibeträgen und Kindergeld und dem neuen Modell mit Kindergrundsicherung und Individualbesteuerung erhalten.

Wirtschaftsministerium, Arbeitgeber und Landesfamilienrat zeichnen Familienbewusste Unternehmen in Baden-Württemberg aus

Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg: "Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein wichtiges Zukunftsthema für die Unternehmen in Baden-Württemberg"

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein wichtiges Zukunftsthema für die Unternehmen in Baden-Württemberg. Familienbewusste, lebensphasenorientierte Unternehmen steigern ihre Attraktivität im Wettbewerb um Fachkräfte. Im Rahmen des landesweiten Projekts familyNET werden sie dabei durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg sowie durch die Arbeitgeberverbände Südwestmetall und Chemie Baden-Württemberg unterstützt.

Am Dienstag (22. November 2016) wurden bereits zum vierten Mal Unternehmen mit dem familyNET-Prädikat „Familienbewusstes Unternehmen“ für ein familienfreundliches Personalmanagement ausgezeichnet.

„Ich hoffe mit dem Projekt werden weitere Unternehmen zum Nachahmen motiviert. Familienbewusste Personalpolitik ist ein kontinuierlicher Verbesserungs-prozess, der sowohl die Interessen der Arbeitgeber als auch die Belange und Bedürfnisse der Beschäftigten berücksichtigt. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie trägt wesentlich zur Fachkräftegewinnung und -sicherung im Sinne einer modernen zukunftsorientierten Unternehmens- und Wirtschaftspolitik bei“, sagte Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg bei der Verleihung des Prädikats.

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