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Der Landesfamilienrat fordert das Land auf, die Praxis der Befristung und der Sommerentlassungen zu beenden und schulische Bildung verlässlicher und zukunftssicher zu machen. pdf2018-07-17.PM.Entlassung Sommerferien.pdf


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Infodienst 2014

2014 - 01/01

Regenbogenfamilien neu im Landesfamilienrat Baden-Württemberg

Mit großer Mehrheit hat der Landesfamilienrat Baden-Württemberg bei seiner Mitgliederversammlung im November 2013 dem Aufnahmeantrag des Lesben- und Schwulenverbands Deutschland (LSVD), Landesverband Baden-Württemberg zugestimmt. Der 1981 gegründete Landesfamilienrat umfasst damit 21 Verbände.

 Ziele des LSVD sind die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung. Ein Fokus liegt dabei auf der gesellschaftlichen und rechtlichen Akzeptanz von Regenbogenfamilien. Denn insbesondere die Kinder in diesen Familien sind immer noch Anfeindungen und Vorbehalten ausgesetzt. An dieser Stelle will der LSVD rechtliche Unterstützung für betroffene Familien leisten und Aufklärungsarbeit anbieten.Der LSVD will sich auch dafür einsetzen, dass sich alle Familienformen durch den Landesfamilienrat vertreten fühlen. 

Landesfamilienpass 2014: So viele attraktive Ausflugsziele wie noch nie

Mehr als 140 Einrichtungen in Baden-Württemberg und damit so viele wie noch nie können Inhaber des Landesfamilienpasses 2014 kostenfrei oder zu einem ermäßigten Eintrittspreis besuchen. Sozialministerin Katrin Altpeter freut sich, dass es erneut gelungen ist, zusätzliche Partner für das Angebot zu gewinnen. „Jetzt haben Familien mit einem Landesfamilienpass noch mehr attraktive und abwechslungsreiche Ausflugsziele zur Auswahl, die sie kostenlos oder zu einem ermäßigten Eintritt besuchen können. Gerade einkommensschwächeren Familien können wir ermöglichen, interessante Freizeitmöglichkeiten in Baden-Württemberg zu nutzen"Ganze PM mit ausgewählten Freizeitmöglichkeiten und die damit verbundenen Ermäßigungen:

 pdf2-PM010_Landesfamilienpass.pdf

Unterstützung bei steigenden Heizkosten; heute im Bundestag

Berlin: (hib/JOH) Die jährlichen Kosten für Raumwärme und Warmwasser sind zwischen den Jahren 2002 und 2012 pro Haushalt um 43 Prozent gestiegen. Lagen die Kosten pro Haushalt 2002 noch bei 748 Euro im Jahr, seien sie 2012 auf 1.070 Euro im Jahr gestiegen, teilt die Bundesregierung in einer Antwort (Drucksache 18/333) auf eine Kleine Anfrage (Drucksache 18/174) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Thema „Maßnahmen gegen steigende Heizkosten zur Bekämpfung der Energiearmut" mit. Hätten 100 Liter Heizöl im Jahr 2002 noch 35,14 Euro gekostet, habe der Preis 2007 bei 58,63 Euro gelegen,

Mehr dazu lesen: Unterstützung bei steigenden Heizkosten; heute im Bundestag

Erhöhung des Kindergeldes

Berlin: (hib/HLE) Bei einer Anhebung der Steuerfreibeträge für Kinder um 72 Euro müsste das Kindergeld um knapp zwei Euro im Monat erhöht werden, damit die Einkommen, bei denen beide Instrumente zu einer gleich hohen Entlastung führen, annähernd unverändert bleiben. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/236) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke  (18/106) zum möglichen Änderungsbedarf bei Kindergeld und Freibeträgen für Kinder im Jahr 2014 mit.

"Mütterrente": Vorsorglicher Antrag unnötig

Derzeit gehen bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg zahlreiche formlose Anträge auf Neuberechnung von Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder ein. Entsprechende Musterschreiben, die vielerorts ausliegen, per E-Mail verschickt oder im Bekanntenkreis weitergegeben werden, suggerieren, dass diese Anträge notwendig seien.

Die DRV Baden-Württemberg weist darauf hin, dass nach derzeitigem Stand des Gesetzesvorhabens der Zuschlag für vor 1992 geborene Kinder bei bereits bestehenden Renten automatisch erfolgen soll. Soweit eine Rentengewährung noch nicht vorliegt, Kindererziehungszeiten im Versicherungskonto aber bereits vorgemerkt sind, sollen weitere Kindererziehungszeiten ebenfalls automatisch berücksichtigt werden. Deshalb sind vorsorgliche Anträge unnötig. Sie können derzeit auch nicht bearbeitet werden, da es noch keine gesetzliche Grundlage gibt. Die Anträge belasten darüber hinaus die reguläre Sachbearbeitung des gesetzlichen Rentenversicherungsträgers.

Bereits eingegangene Anträge werden bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg derzeit abwartend aufbewahrt. Im Anschluss an die genaue gesetzliche Ausgestaltung der »Mütterrente« werden die Betroffenen über die weitere Vorgehensweise im Rahmen der Hinweispflicht des gesetzlichen Rentenversicherungsträgers informiert.

Weitere Auskünfte zu den Themen Rente, Rehabilitation und Altersvorsorge gibt es bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg in den Regionalzentren und Außenstellen sowie bei den ehrenamtlich tätigen Versichertenberaterinnen und -beratern im ganzen Land, über das kostenlose Servicetelefon unter 0800 100048024 und im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung-bw.de.


2014 - 02/01

14. März 2014 in Stuttgart: "Bezahlbares Wohnen für Familien"

Mieten in Ballungsräumen werden für Familien mit geringem Einkommen zunehmend unerschwinglich, der Mangel steigert die Preise. Ärmere Familien müssen im Durchschnitt mehr als ein Drittel ihres Einkommens für die Miete aufwenden, dazu kommen steigende Nebenkosten, insbesondere für Strom und Heizung. Der Bestand an sozial gefördertem Wohnraum ist in den letzten zehn Jahren in Baden-Württemberg nahezu zum Erliegen gekommen.

Nicht nur angesichts der sich weiter verschärfenden Wohnungsknappheit in vielen Regionen werden Konzepte für bezahlbaren generationen- und familiengerechten Wohnraum gebraucht. Der Landesfamilienrat Baden-Württemberg will sich dieser Thematik - auch im Zusammenhang mit dem Armuts- und Reichtumsbericht der Landesregierung - annehmen und fordert ein konzertiertes Vorgehen, um der partiellen Wohnungsnot zu begegnen, s. PM im Anhang.

Im Rahmen der Familienpolitischen Gespräche lädt der Landesfamilienrat in Kooperation mit der Diakonie Baden und der FamilienForschung Baden-Württemberg die Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Politik und Wirtschaft sowie alle Interessierten für Freitag, den 14. März 2014 von 13.00 - 16.30 Uhr nach Stuttgart ins GENO Haus ein.

Zum Programm und weiteren Hinweise:

pdfFlyer_Familienpol_Gespräche_A4_Versand.pdf

Aktueller Report Familien in Baden-Württemberg zum Thema »Kommunale Familienpolitik« erschienen

Familienbewusstsein und Demografieorientierung in der Kommune gewinnen an Bedeutung.

Die FamilienForschung Baden-Württemberg hat eine neue Online-Ausgabe des Reports Familien in Baden-Württemberg zum Thema »Kommunale Familienpolitik« herausgegeben. Der Report wird im Rahmen der Familienberichterstattung des Landes im Auftrag des Sozialministeriums erstellt und erscheint quartalsweise mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Die jetzt veröffentlichte Ausgabe zeigt wichtige Handlungsfelder kommunaler Familienpolitik auf und stellt Steuerungsinstrumente für Kommunen in Baden-Württemberg vor. Weitere Schwerpunkte sind die Themen »Kommunale Familienzeitpolitik«, »Gesundheitsförderung in der Kommune« und »Integration und Interkulturelle Öffnung«.

Eine aktuelle Analyse des Wanderungsgeschehens von Familien in Baden-Württemberg zeigt, dass Familien

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Aus dem Bundestag: Elterngeld Plus soll noch 2014 kommen

Berlin: (hib/AW) Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will in den
ersten hundert Tagen ihrer Amtszeit die Eckpunkte des Gesetzentwurfes für die im
Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD verabredete „Elternzeit Plus"
vorlegen. Dies kündigte sie am Mittwoch vor dem Familienausschuss an. Die
Ministerin gab den Abgeordneten einen Überblick über ihre Vorhaben im Jahr 2014
und stellte sich deren Fragen. nach den Vorstellungen Schwesig soll die
Elternzeit innerhalb der ersten acht Lebensjahre eines Kindes flexibler
gestaltet und unter bestimmten Bedingen auf bis zu 28 Monate ausgeweitet werden
können.

Offen ließ die Ministerin allerdings, wann der Bericht über die Evaluation
der familienpolitischen Leistungen dem Bundestag vorgelegt wird. Der Bericht,
den Schwesigs Vorgängerin Kristina Schröder (CDU) in Auftrag gegeben hatte, sei
noch nicht fertiggestellt, sagte Schwesig. Zudem wolle sie zudem mit den
beteiligten Wissenschaftlern und Autoren des Berichts ausführlich reden.
Schwesig stellte in diesem Zusammenhang klar, dass das Ehegattensplitting

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Linke fordert BAföG-Reform

Berlin: (hib/ROL) Die Linke fordert in ihrem Antrag (18/479) eine BAföG-Reform. Danach sollen sich die Sätze nach dem tatsächlichen Bedarf für den Lebensunterhalt und der Ausbildung richten. Sie sollen nach Auffassung der Linken umgehend um mindestens zehn Prozent angehoben werden. Künftig, so schlägt die Fraktion vor, sollen die Bedarfssätze regelmäßig an die Preis- und Einkommensentwicklung angepasst werden. Zudem soll die Ausbildungsförderung
wieder als rückzahlungsfreier Vollzuschuss gewährt werden.

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Statistik: »Späte Vaterschaft« liegt im Trend

289 verheiratete Väter waren in Baden-Württemberg bei der Geburt ihres Kinder im Jahr 2012 bereits 55 Jahre oder älter

Das durchschnittliche Alter der Mütter bei der Geburt eines Kindes ist seit Ende der 1970er-Jahren stetig angestiegen: 1980 lag dieses Durchschnittsalter in Baden-Württemberg erst bei 27 Jahren, im Jahr 2000 bereits bei 30 Jahren und 2012 sogar bei gut 31 Jahren. Parallel hierzu sind auch die Väter bei der Geburt ihrer Kinder im Schnitt immer älter geworden. Im Jahr 2012 waren die verheirateten Männer1) bei der Geburt ihrer Kinder im Schnitt bereits 35 Jahre alt, im Jahr 2000 waren sie noch knapp zwei Jahre jünger, so das Statistische Landesamt.

Eine der Hauptursachen für diesen Trend hin zur »späten Vaterschaft« wird in der zunehmenden Ausbildungsdauer gesehen, wodurch die Familiengründung immer mehr nach hinten verschoben wird. So ist innerhalb von lediglich zwei Jahrzehnten das durchschnittliche Heiratsalter der ledigen Männer von knapp 29 Jahren auf derzeit etwas mehr als 33 Jahre angestiegen.

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Deutscher Familienverband: Familien auf Leistungs- und Beitragsseite entlasten

Wenn es um Familiengerechtigkeit in den Sozialversicherungen geht, müssen Eltern auf der Leistungs- und Beitragsseite entlastet werden. „Es ist erfreulich, dass die Rente für Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben, um einen Rentenpunkt pro Kind steigen soll“, sagt Dr. Klaus Zeh, Präsident des Deutschen Familienverbandes (DFV), mit Blick auf die Kabinettssitzung am Mittwoch. „Doch das reicht nicht aus, denn auch auf der Beitragsseite bedarf es dringend wesentlicher, vom Bundesverfassungsgericht seit Jahren gebotener Änderungen.“

Junge Familien, die einen generativen Beitrag leisten und außerdem wie jeder andere in die Rentenkasse einzahlen, müssen entlastet werden, fordert der DFV-Präsident. Um Eltern in der Erziehungsphase zu entlasten, müssen die Beiträge zur Rentenversicherung familiengerecht und damit kinderzahlabhängig gestaltet werden. Bisher zahlen sie in die gesetzliche Rentenversicherung ein, als hätten sie gar keine Kinder. „Wie in der Steuer muss es aber in den Sozialversicherungen – also auch in der Rente – einen Kinderfreibetrag geben. Sonst gerät schon eine Familie mit zwei Kindern,

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Kinderzuschlag: Paritätischer mahnt Gerechtigkeit für Familien an

Als richtigen armutspolitischen Schritt unterstützt der Paritätische Wohlfahrtsverband den Vorschlag von Bundesfamilienministerin Schwesig (29.01.2014), den Kinderzuschlag für Familien mit geringem Einkommen zu erhöhen. Zugleich fordert der Verband jedoch eine deutliche Kindergelderhöhung, um die soziale Schieflage in der Förderung von Spitzenverdienern und Normalverdienern mit Kindern endlich zu beseitigen.

„Wir begrüßen, dass die Familienministerin bei der anstehenden Erhöhung des Kinderfreibetrages im Steuerrecht auch Familien mit sehr geringem Erwerbseinkommen im Blick behält. Die vorgesehene Erhöhung des Kinderzuschlags um 20 Euro ist als ein erster Schritt sachgerecht und konsequent“, betont Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen.
Kritisch weist der Verband jedoch darauf hin, dass sich ohne weitere flankierende Maßnahmen die Schieflage in der Familienförderung durch die Anhebung des steuerlichen Existenzminimums verschärfen werde. Spitzenverdiener mit Kind würden künftig um monatlich 280 Euro entlastet,

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2014 - 03/01

Vater, Mutter, Kind? Acht Trends in Familien, die Politik heute kennen sollte

Familien sind heute vielfältiger als noch vor zehn oder zwanzig Jahren. Auch das Familienleben hat sich verändert und ist mit wachsenden Herausforderungen verbunden: Die Lebenslagen von Familien, ihre finanziellen und kulturellen Ressourcen, driften immer weiter auseinander. Zu viele Kinder und Familien leben in Armut. Immer mehr Mütter sind heute erwerbstätig, geraten aber, wie auch Väter, durch entgrenzte Erwerbsbedingungen verstärkt unter Druck. Kinder wachsen häufiger in Familien mit Migrationshintergrund auf. Infrastrukturen und Institutionen passen oft nicht zu den Bedarfen von Familien.

In acht Trends belegen die Autorinnen Karin Jurczyk, Leiterin der Abteilung im Deutschen Jugendinstitut (DJI), und Josefine Klinkhardt (DJI) diese Veränderungen des Familienalltags mithilfe einschlägiger Daten und Befunde und skizzieren die Folgen für das Aufwachsen von Kindern. Ihre Analyse macht deutlich, dass die Familienpolitik mit vielen Entwicklungen nicht Schritt gehalten hat. Sie sollte neu – von den Kindern aus – gedacht werden.

Beleuchtet werden folgende Trends:

Trend 1: Zunahme vielfältiger Lebensformen
Trend 2: Erosion des konventionellen Ernährermodells
Trend 3: Entgrenzung von Erwerbsbedingungen
Trend 4: Eltern unter Druck - (Nicht-)Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Trend 5: Kulturelle Diversifizierung - Familien mit Migrationshintergrund
Trend 6: Neue Gestaltungsräume von Kindheit
Trend 7: Schwindende Passfähigkeit von Infrastrukturen für Familien

Herausgegeben von
Karin Jurczyk, Josefine Klinkhardt
Verlag: Bertelsmann Stiftung
Ort: Gütersloh
Jahr der Veröffentlichung: 2013
ISBN 978-3867935432
Preis: 25 Euro

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Grüne: Angleichung beim Adoptionsrecht

Berlin: (hib/KOS) Im Adoptionsrecht sollen alle Vorschriften, die Ehepaare
betreffen, auf Lebenspartnerschaften übertragen werden. Dies fordert die
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einem Gesetzentwurf (BTD 18/577).
In der Vorlage erläutert die Fraktion, dass eingetragenen Lebenspartnern anders
als Eheleuten eine gemeinsame Adoption von Kindern verboten sei. Es sei absurd,
dass Ehegatten nur gemeinschaftlich, aber nicht einzeln, Lebenspartner hingegen
nur einzeln, nicht aber gemeinschaftlich Kinder adoptieren dürften. Die Grünen
verweisen in ihrem Gesetzentwurf auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts
vom Februar 2013. In dieser Entscheidung habe Karlsruhe festgestellt, dass keine
Unterschiede zwischen Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft bestünden,
„welche die ungleiche Ausgestaltung der Adoptionsmöglichkeiten rechtfertigen
könnten". Quelle: Heute im Bundestag Nr. 095.

 

Medienkompetenz-Fund. Neue Ausschreibungsrunde

Der Medienkompetenz-Fund der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg geht in die 2. Runde: auch in diesem Jahr werden wieder innovative medienpädagogische Projekte finanziell mit bis zu 1.000 EUR gefördert. Das Programm richtet sich dabei sowohl an Ideen, die eine Starthilfe benötigen als auch an bereits umgesetzte Maßnahmen. Die Vielfalt der Projekte, die 2013 gefördert wurden, ist beeindruckend: Vom Trickfilm-Kurs für Senioren über ein Fotoprojekt mit Jugendlichen bis zur kindgerechten Internetseite der Landkreisverwaltung – oft kann schon mit relativ kleinen Beträgen viel bewirkt werden. Alle Informationen zum Förderprogramm sowie das Antragsformular finden Sie unter www.mkf-bw.de.

Hier die wichtigsten Fakten zum Medienkompetenz-Fund:
Fördersumme: max. 1.000 EUR
Einsendeschluss: 28. März 2014
Homepage: www.mkf-bw.de

Weitere Informationen erhalten Sie auch bei der Geschäftsstelle der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg, Breitscheidstr. 4, 70174 Stuttgart, 0711/90715-329, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Anspechpartnerin Johanna Schepers. Hier beraten wir Sie gerne telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch. Bitte leiten Sie diese Information auch an interessierte Kontakte weiter.

Bundestag: Länder bekommen mehr Geld für Schulobst

Berlin: (hib/EIS) Der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft hat am
Mittwochmorgen einstimmig der Änderung des Schulobstgesetzes (18/295)
zugestimmt. Der Gesetzentwurf geht auf eine Initiative des Bundesrates zurück
und hat unter anderem zur Folge, dass der Anteil des Zuschusses der Bundesländer
zum EU-Schulobstprogramm von 50 Prozent auf 25 Prozent gesenkt wird. Die
Gesetzesänderung wurde erforderlich, weil den Ländern die Teilnahme am erhöhten Kofinanzierungsanteil durch die EU schon zu Beginn des Schuljahres 2014/2015 ermöglicht werden soll. Im Zuge der Reform der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik ist vorgesehen, den Zuschuss der EU am Schulobstprogramm von 50 Prozent auf 75 Prozent zu erhöhen. Weil die nationale Umsetzung im Schulobstgesetz des Bundes geregelt wird, muss der Bundestag der Änderung diesen Donnerstag noch zustimmen.

Der Abstimmung im Ausschuss war eine Debatte vorausgegangen, die die
Mittelaufstockung durch die EU begrüßte. „Das Programm bietet die Chance, dass
Obst und Gemüse kostenlos in allen Schulen angeboten wird", hieß es seitens der
CDU/CSU-Fraktion. Die Ernährungsgewohnheiten würden schon früh in der Familie
geprägt

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Deutscher FamilienVerband gegen genveränderte Lebensmittel

(Freiburg). Seine strikte Ablehnung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln erklärte der Landesvorstand und die Regionalverbände des Deutschen FamilienVerbandes Baden – Württemberg (DFV) am Wochenende in Freiburg.

„Jeder Eingriff in die Genstrukturen lehnen wir ab; die Familien wollen
kein Gen-Food, weder auf dem Teller noch auf dem Acker", erklärte DFV-
Landesvorsitzender Uto R. Bonde zur Stimmenthaltung der Bundesregierung zur Zulassung des umstrittenen Gen-Mais 1507 im EU-Ministerrat. Der DFV
erinnert daran, dass diese Entscheidung weitreichende Folgen hat, die auch die
nachfolgenden Generationen betreffen wird. Der DFV fordert alle Volksvertreter deshalb auf: „setzen Sie sich gegen eine Anbauzulassung für den Mais 1507 ein!".

Völlig unverständlich ist es für den DFV,

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BGH-Urteil zum Elternunterhalt

Am 12. Februar hat der Bundesgerichtshof eine Entscheidung getroffen, wonach ein Sohn, selbst bereits im Pensionsalter, die offen gebliebenen Heimkosten nach dem Tod seines Vaters zahlen muss, obwohl dieser - der Vater - vor über 40 Jahren den Kontakt mit ihm abgebrochen hat. Eine Zusammenfassung der Begründung finden Sie in der Pressemitteilung des BGH vom 12.02.2014.

Dazu ein Kommentar von Heribert Prantl aus der Süddeutschen Zeitung vom 12.02.2014 http://www.sueddeutsche.de/leben/bgh-entscheidung-zu-heimkosten-elend-des-unterhaltsrechts-1.1886492

Wer schon seit Jahren eine Reform des Verwandtenunterhalts anmahnt, muss durch diese Entscheidung in seinem Unbehagen gestärkt sein.

 

 

 


2014 - 03/02

Ein-Eltern-Familien im Nachteil. Aktuelle Bertelsmann-Studie fordert Reformen

Alleinerziehende werden wie andere Familien auch vom Staat unterstützt, aber leider nicht passgenau und bedarfsgerecht. Die sie betreffenden steuer- und sozialrechtlichen Reformen in den vergangenen zehn Jahren bewirkten sogar noch eine Verschlechterung. So lautet das Fazit der 92-seitigen Studie „Alleinerziehende unter Druck. Rechtliche Rahmenbedingungen, finanzielle Lage und Reformbedarf", die von Juraprofessorin Anne Lenze im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erstellt wurde und die am Montag, 10. März in Berlin vorgestellt wurde.

Die Studie widmet sich einem virulenten Thema. Obwohl es insgesamt immer weniger Familien gibt, ist die Familienform „Ein-Eltern-Familie" seit 1996 um ein Viertel gewachsen. Die meisten Alleinerziehenden sind Frauen. 39 Prozent aller Ein-Eltern-Familien sind auf staatliche Grundsicherung angewiesen Bei den Paarfamilien sind es nur sieben Prozent. Das Armutsrisiko lag 2011 bei Alleinerziehenden bei 42,3 Prozent; bei Paaren mit einem oder zwei Kindern nur zwischen zehn und elf Prozent. Was also ist zu tun, um Ein-Eltern-Familien wirksamer zu unterstützen und ihr Armutsrisiko zu senken? Hier die Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Studie im Überblick:

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VAMV: Politik darf Alleinerziehende nicht länger allein lassen

Vater, Mutter, Kind - diese Familienform wird in Deutschland immer seltener. Gleichzeitig steigt die Zahl der Alleinerziehenden deutlich - seit 1996 um rund ein Viertel. 2,2 Millionen Kinder leben derzeit in einem Haushalt mit nur einem Elternteil, in etwa einem Fünftel aller Familien erziehen Vater und Mutter den Nachwuchs nicht gemeinsam. Das Problem: Die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen machen diesen Familien das Leben zusätzlich schwer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bertelsmann Stiftung.

Demnach leben Kinder in so genannten Ein-Eltern-Familien fünfmal häufiger von Hartz IV als Kinder in Paarfamilien. 39 Prozent der Alleinerziehenden beziehen der Studie zufolge staatliche Grundsicherung, bei den Familien mit zwei Elternteilen seien es nur sieben Prozent. Von den insgesamt 1,9 Millionen Kindern in Deutschland, die in einer Hartz-IV-Familie leben, wächst jedes zweite mit nur einem Elternteil auf. "Wer Kinderarmut bekämpfen will, muss die rechtlichen und familienpolitischen Rahmenbedingungen für alleinerziehende Eltern verbessern", sagt Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung.

Der Verband Alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) nimmt die Studie

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Frauen sind belastet bis zur Erschöpfung

Die Doppelbelastung von Frauen hinterlässt ihre Spuren. Nach einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung fühlen sich Frauen – egal ob in Teilzeit oder in Vollzeit beschäftigt – belasteter als Männer. Vor allem Frauen mit Kindern leiden an Müdigkeit und Erschöpfung.

Mehr als jede zweite Arbeitnehmerin mit einer Arbeitszeit zwischen 35 und 40 Stunden berichtete der Studie nach, im Laufe der Arbeitstage häufig erschöpft zu sein: Auf Mütter traf dies etwas häufiger zu (56%) als auf Frauen ohne Kinder (53%). Vollzeiterwerbstätige Männer dagegen

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Im Bundestag: Kostenübernahme für künstliche Befruchtung

Berlin: (hib/HAU) Der Petitionsausschuss setzt sich für eine bessere Unterstützung ungewollt kinderloser Paare ein. In der Sitzung am Mittwochmorgen beschlossen die Abgeordneten daher einstimmig, eine dahingehende Petition dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Bundesministerium für Gesundheit „zur Erwägung" zu überweisen sowie den Fraktionen des Bundestages zur Kenntnis zu geben. Mit der Petition werden Änderungen bei der Kostenübernahme für eine künstliche Befruchtung sowie eine Anhebung der Altersgrenzen gefordert.

Mehr dazu lesen: Im Bundestag: Kostenübernahme für künstliche Befruchtung

„Über Alkohol reden" Neue Broschüre für Eltern

Sozialministerin Katrin Altpeter: „Alkohol ist gerade für junge Menschen schädlich. Deshalb unterstützen wir Eltern dabei, ihre Kinder über die Gefahren von Alkohol aufzuklären"

Um Eltern dabei zu unterstützen, ihre Kinder über die Gefahren von Alkoholkonsum aufzuklären, hat das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg unter Förderung des Sozialministeriums die Broschüre „Über Alkohol reden - was Eltern, Erzieherinnen und Erzieher wissen sollten" herausgegeben. Für verschiedene Altersgruppen wird dargestellt, welche Fragen in Familien bezüglich des Alkoholkonsums aufkommen und wie Eltern damit umgehen können.

Mehr dazu lesen: „Über Alkohol reden" Neue Broschüre für Eltern

Ausschreibung der Stiftung Kinderland: Kinderrechte - Zeig uns Deine Idee

Anlässlich des 25. Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention schreibt die Stiftung Kinderland in Kooperation mit UNICEF einen Wettbewerb zum Thema Kinderrechte, Mitspracherechte und Engagement aus. Teilnehmen können Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren, die ihre Gedanken und Visionen in Form von Bildern, Texten, Collagen oder Fotos zu Papier bringen. Erlaubt ist alles was auf einem DIN A3-Bogen Platz findet. Einsendeschluss ist der 30. April 2014. Die besten 12 Beiträge werden bei einer Preisverleihung mit Ministerin Silke Krebs am 20. September 2014 im Europa-Park Rust ausgezeichnet und erhalten freien Eintritt in den Park. Ein weiteres Highlight für alle Teilnehmer: Aus den Gewinnerbeiträgen wird ein Kalender gestaltet.

Weitere Informationen finden Sie unter www.stiftung-kinderland.de.


2014 - 04/01

Kindergeld: Paritätischer wirft Schäuble familienpolitische Ignoranz vor

Pressemeldung vom 11.03.2014:  Auf scharfe Kritik des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes stoßen die Pläne von Bundesfinanzminister Schäuble, die anstehende Kindergelderhöhung sowie eine Reform des Kinderzuschlags für arme Familien aus haushaltspolitischen Motiven bis auf weiteres zu verschieben. Es lasse jede soziale Sensibilität vermissen, wie die Bundesregierung das Ziel der Haushaltskonsolidierung zum Selbstzweck mache und dabei dringende sozialpolitische Reformen auf die lange Bank schiebe. Der Paritätische warnt vor gravierenden sozialen Verwerfungen und bekräftigt seine Forderung, große Vermögen und Einkommen stärker als bisher zur Finanzierung sozialer Reformen heranzuziehen.

„Es ist schon erschütternd, wie diese Große Koalition das Ziel der  Haushaltskonsolidierung zum Selbstzweck ernennt, dabei jeden sozialpolitischen Gestaltungsanspruch aufgibt und letztlich eine weitere soziale Spaltung in Deutschland ganz bewusst in Kauf nimmt", so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. Verbesserungen gerade beim Kinderzuschlag für einkommensschwache Familien seien unter Experten völlig unstrittig, um die anhaltend hohe Kinderarmut wirksam zu bekämpfen. „Wer Spitzenverdiener durch eine Anhebung des steuerlichen Existenzminimums entlastet, muss zwingend auch etwas für die Ärmsten tun. Alles andere ist sozial ungerecht und den Menschen im Übrigen auch nicht zu vermitteln", so Schneider.

Der Paritätische bekräftigt seine Forderung, sehr große Vermögen, Einkommen und Erbschaften stärker als bisher zu besteuern. „Statt ausgerechnet bei den Schwächsten zu sparen, muss die Bundesregierung endlich ihr Tabu der Steuererhöhungen für Reiche aufgeben und diese stärker zur Finanzierung sozialstaatlicher Leistungen heranziehen", fordert Schneider. Neben einer deutlichen Anhebung des Kindergeldes sei eine Reform des Kinderzuschlags sowie der Hartz IV-Leistungen für Kinder und Jugendliche zwingend erforderlich, um die Situation von Familien mit geringem Einkommen in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Nach Berechnungen des Verbandes seien dafür insgesamt jährlich rund zehn Milliarden Euro an zusätzlichen Investitionen notwendig.

Koalition fordert flexibleres Elterngeld

Berlin: (hib/AW) Die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD wollen die Elternzeit flexibler gestalten. In einem gemeinsamen Antrag (18/763) fordern sie die Bundesregierung auf, bis Ende 2014 eine entsprechende Novelle des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes vorzulegen. Mit dem Gesetz soll ein „ElterngeldPlus" eingeführt werden, die es Eltern ermöglicht, das Elterngeld bis zu 28 Monate lang in Kombination mit einer geringfügigen Teilzeittätigkeit zu beziehen. Damit soll der Wiedereinstieg in das Berufsleben erleichtert werden. Zudem soll nach dem Willen der Fraktionen ein Partnerschaftsbonus von zehn Prozent des Elterngeldes gewährt werden, wenn beide Elternteile parallel 25 bis 30 Wochenstunden arbeiten.

Die geforderte Gesetzesnovelle ist Teil eines Paketes von weiteren Vorhaben, mit denen Union und Sozialdemokraten die Chancengleichheit von Frauen und Männern verbessern wollen. Das erklärte Ziel sei es, Frauen und Männern mehr Souveränität über ihre Zeitplanung im privaten und beruflichen Bereich zu verschaffen. So wollen die Koalitionsfraktionen die Regelungen des Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetzes zusammenführen und mit einem Rechtsanspruch versehen. In einem ersten Schritt soll eine zehntägige berufliche Auszeit eingeführt werden, damit Berufstätige die Pflege eines Angehörigen organisieren können. Die Lohnersatzleistung in diesen zehn Tagen soll analog zum Kinderkrankengeld geregelt werden. Zudem soll ein befristetes Rückkehrrecht in eine Vollzeitbeschäftigung für Berufstätige entwickelt werden, die wegen Kindererziehung der Pflege eines Angehörigen in Teilzeit arbeiten wollen.

Die Koalitionsfraktionen fordern zudem, den steuerlichen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende von derzeit 1.308 Euro anzuheben. Die Höhe des Entlastungsbetrag soll sich zukünftig nach der Zahl der Kindern staffeln.

Reform des Adoptionsrechts

Berlin: (hib/KOS) Recht und Verbraucherschutz/Gesetzentwurf: Künftig sollen Lesben und Schwule ein Kind auch dann adoptieren können, wenn es zuvor vom jeweiligen Partner bereits adoptiert worden ist. Das Recht auf eine solche „Sukzessivadoption" für eingetragene Lebenspartnerschaften proklamiert ein Gesetzentwurf der Fraktionen von Union und SPD (18/841). In dieser Ausdehnung der Adoptionsrechte für Homosexuelle sieht Justizminister Heiko Maas (SPD) einen „weiteren Schritt auf dem Weg zur völligen rechtlichen Gleichstellung von Lebenspartnerschaften".

Der Vorstoß der Koalition ist die Konsequenz eines im Februar 2013 vom Bundesverfassungsgericht gefällten Urteils, wonach die bisherige rechtliche Regelung auf diesem Gebiet gegen das Grundgesetz verstößt. Man wolle „einen verfassungswidrigen Zustand beseitigen", heißt es in der Vorlage von Union und SPD.

Bislang ist Schwulen und Lesben zwar die sogenannte „Stiefkindadoption" gestattet, sie können also das leibliche Kind eines Lebenspartners adoptieren. Die Sukzessivadoption ist indes laut Bürgerlichem Gesetzbuch bisher lediglich heterosexuellen Ehepaaren erlaubt, nicht hingegen homosexuellen Lebenspartnern. Allerdings weist der Gesetzentwurf darauf hin, dass die Sukzessivadoption bei Schwulen und Lesben bereits seit der Verkündung des Karlsruher Urteils im Februar 2013 in der Praxis angewandt wird. Diese Übergangsregelung hatte das Verfassungsgericht bis zum Inkrafttreten des neuen Gesetzes angeordnet. Zudem war dem Bundestag auferlegt worden, eine verfassungskonforme Neuregelung bis Ende Juni dieses Jahres zu verabschieden.

In der Vorlage der Koalitionsfraktionen wird erläutert, inwiefern aus Karlsruher Sicht das Verbot der Sukzessivadoption bei Homosexuellen das Recht auf Gleichheit verletzt. Betroffen sei der Nachwuchs von schwulen und lesbischen Lebenspartnern, weil diese Kinder sowohl gegenüber leiblichen Kindern eines Lebenspartners wie auch gegenüber Kindern von heterosexuellen Ehegatten benachteiligt seien. Gleiches gelte für homosexuelle Lebenspartner, die im Vergleich zu Ehegatten benachteiligt seien, weil diese das vom Ehepartner adoptierte Kind annehmen dürften.

Der Gesetzentwurf von Union und SPD legt dar, dass das Europäische Übereinkommen über die Adoption von Kindern es den EU-Staaten erlaubt, die Sukzessivadoption durch Lebenspartner zuzulassen.

Allerdings wird in Deutschland bei Ehepaaren und eingetragenen Partnerschaften weiterhin nicht das gleiche Adoptionsrecht gelten. Für Schwule und Lesben wird es auch künftig nicht möglich sein, gemeinsam ein Kind zu adoptieren, eine solche Reform sieht die Vorlage von CDU/CSU und SPD nicht vor. Dieses Recht auf eine gemeinsame Adoption bleibt heterosexuellen Ehepaaren vorbehalten. In diesem Punkt setzt sich in der Großen Koalition bislang die Union durch. Und so heißt es denn in dem Entwurf der beiden Fraktionen, man werde von der nach internationalem Recht eröffneten Möglichkeit, auch die gemeinsame Adoption von Kindern durch homosexuelle Lebenspartner zu gestatten, „keinen Gebrauch machen".

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig stellt Kernpunkte des ElterngeldPlus vor

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat am 21. März in Berlin die Kernpunkte für die Reform des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes vorgestellt. „Wir setzen mit dem ElterngeldPlus auf einen gesellschaftlichen Trend: Viele Mütter möchten früher wieder in ihren alten Beruf einsteigen – viele Väter möchten sich gerne mehr um ihre Kinder kümmern“, erklärte die Ministerin. „Wir ermöglichen den Familien mehr Zeit für Familie und eine größere Flexibilität. Und mit dem Partnerschaftsbonus fördern wir die Partnerschaftlichkeit in den Familien.“ Das ElterngeldPlus erkennt die Pläne derjenigen an, die schon während des Elterngeldbezugs wieder in Teilzeit arbeiten wollen. Mütter und Väter, die mit einer gewissen Stundenzahl ihrer Arbeit nachgehen wollen, haben dann die Möglichkeit, länger als bisher diese Leistung in Anspruch zu nehmen und so das volle Elterngeldbudget zu nutzen. Das erleichtert ihnen, sich in die neue Lebensphase mit Kind hineinzufinden und Familien- und Erwerbsarbeit fair und zukunftsfest zu verteilen.

Wenn beide, Mutter und Vater, sich entscheiden,

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Steuererklärung 2014: Steuern sparen für Familien

Kinder sind teuer – der Fiskus weiß das und hat deshalb Familien zahlreiche
Möglichkeiten zum Steuersparen eingeräumt. Wie immer ist es aber besonders wichtig, auf kleine Feinheiten und die richtige Höhe der Freibeträge zu achten. Schließlich haben Familien keinen Cent zu verschenken und brauchen das schöne Geld, das sie ans Finanzamt abgeführt haben, besonders dringend zurück. Die tz führt Sie durch den Dschungel der Steuersparmodelle für Familien und erklärt alle wichtigen Freibeträge, damit Ihnen bloß kein Cent durch die Lappen geht.

Anmerkung: Der Duktus dieses Artikels in der tz ist zwar nicht ganz der des Landesfamilienrates, vor allem bei Tricks wie dem Hin- und Herverkauf von Immobilien, aber der Überblick über die "neuralgischen Punkte" in der Steuererklärung von Familien sind zumindest wissenswert. Hier zum Artikel

http://www.tz.de/wirtschaft/steuererklaerung-steuern-sparen-familien-tipps-tricks-3467214.html

Keine Anerkennung von Scheidungskosten im Steuerrecht

Doppelter Schmerz für frisch Geschiedene: Wer im vergangenen Jahr die Auflösung seiner Ehe hinter sich brachte und sich jetzt wenigstens eine steuerliche Entlastung von den meist hohen Scheidungskosten erhoffte, kriegt vom Fiskus eine Abfuhr. In den Formularen der Steuererklärung für 2013, ob elektronisch oder klassisch, sind Scheidungsaufwendungen plötzlich nicht mehr als außergewöhnliche Belastung aufgeführt. Was 2012 noch problemlos ging, ist jetzt ganz offensichtlich gestrichen.

Weder im Mantelbogen noch in der amtlichen Anleitung zum Ausfüllen sei mehr die Rede davon, dass sogenannte zwangsläufige Rechnungen von Anwalt und Gericht geltend gemacht werden können, wie Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des Neuen Verbands der Lohnsteuerhilfevereine (NVL), kritisiert. Ganzer Artikel von Berrit Schäfer aus der Süddeutschen vom 18.03.2014 über den Link Keine Anerkennung von Scheidungskosten

 

Rentenpaket erreicht den Bundestag

Berlin: (hib/CHE) Die seit Wochen diskutierten Pläne der Bundesregierung für
weitreichende Änderungen von Leistungen in der gesetzlichen Rentenversicherung
liegen nun auch dem Bundestag als Drucksache vor. Mit dem Gesetzentwurf (18/909) plant die Regierung einen Ausbau der Leistungen auf verschiedenen Ebenen. Erstens sollen langjährig Versicherte unter bestimmten Bedingungen mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen können. „Voraussetzung hierfür sind 45 Jahre an Pflichtbeiträgen aus Beschäftigung und selbständiger Tätigkeit." Zeiten der Kindererziehung bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr des Kindes und Zeiten der Pflegearbeit sollen dabei ebenso berücksichtigt werden wie Zeiten „kurzzeitiger, arbeitslosigkeitsbedingter Unterbrechungen" in der Erwerbsbiografie. Zeiten, in denen Arbeitslosengeld II (ALG II) bezogen wurde, sollen dagegen außen vor bleiben. Im Entwurf heißt es dazu zur Begründung, dass Leistungen mit einem Fürsorgecharakter wie das ALG II aus allgemeinen Steuermitteln finanziert würden und nicht auf eigener Beitragsleistung beruhen.

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2014 - 04/02

Jetzt in dritter Auflage: »Handreichung Familienfreundliche Kommune«

Zehn Handlungsfelder für eine familienfreundliche Kommune – Neu aufgenommen ist die Gesundheitsförderung

Seit Anfang 2007 können Kommunen und Unternehmen im Land mit der »Handreichung Familienfreundliche Kommune« überprüfen, wie familienfreundlich ihre Angebote sind. Jetzt ist die Handreichung in dritter Auflage neu erschienen. Neu hinzugekommen ist das Thema Gesundheitsförderung. Die »Handreichung Familienfreundliche Kommune« zeigt, wie kommunale Familienpolitik gestaltet oder die Infrastruktur verbessert werden kann. Sie dient als Handlungsempfehlung für Entscheidungsträger und familienpolitisch Engagierte in den Kommunen und als Kompass zur Analyse der aktuellen Situation einer Kommune:

  • Besteht ein bedarfsgerechtes Bildungs- und Betreuungsangebot für Kindergarten- und Schulkinder auch in den Ferienzeiten?
  • Was unternimmt die Kommune, um Familien günstigen Wohnraum anzubieten?
  • Gibt es für ältere Menschen in der Kommune eine barrierefreie und gut ausgebaute Infrastruktur?
  • Gibt es eine zentrale Anlaufstelle, bei der sich Familien und alle Generationen informieren können? Werden selbstorganisierte Initiativen unterstützt?

Ganze Mitteilung mit Downloadmöglichkeit über http://www.statistik-bw.de/Pressemitt/2014144.asp

 

Nationaler Sozialbericht 2014

Die EU-Mitgliedstaaten berichten der EU-Kommission regelmäßig über ihre Fortschritte im Bereich Sozialschutz und soziale Inklusion: Den Nationalen Sozialbericht 2014 für Deutschland hat das Kabinett am 08.04.2014 beschlossen. Der Nationale Sozialbericht 2014 umfasst den Zeitraum vom 01.07.2013 bis zum 30.06.2014. Er befasst sich mit dem Thema der Beseitigung von Armut und sozialer Ausgrenzung, also auch der sozialen Inklusion. Hierbei wird auf die "Inklusionsinitiative für Ausbildung und Beschäftigung" hingewiesen. Sie ist Teil des "Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention". Der Bericht beschreibt zudem die Verbesserung bei den Renten sowie in der Gesundheitsversorgung.

Vorhaben der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat im Berichtszeitraum mehrere Initiativen ergriffen, um die soziale Situation in Deutschland zu verbessern. Dazu zählt zum Beispiel das Rentenpaket. Außerdem greift der Nationale Sozialbericht den bundesweiten gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro brutto pro Zeitstunde ab dem 01.01.2015 auf. Auch das im Koalitionsvertrag festgeschriebene Ziel einer Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte in Unternehmen wird thematisiert.

Was ist schon auf den Weg gebracht?

Im Gesundheitsbereich geht der Bericht auf das bereits bestehende "Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung" ein sowie auf den schon geschaffenen Notlagentarif in der privaten Krankenversicherung. Die Regelungen entschärfen das Problem der Beitragsschulden in der Krankenversicherung. Versicherte, die ihre Krankenkassenbeiträge nicht mehr zahlen können, werden vor Überschuldung geschützt. Ausstehende Beiträge können erlassen werden, der Säumniszuschlag wird gesenkt.

Neuer Schwerpunkt

Ein neu aufgenommener thematischer Schwerpunkt im Nationalen Sozialbericht ist das Kapitel "Zugang zum Sozialschutz für junge Erwerbslose". Der Fokus liegt dabei besonders auf den umfangreichen Hilfestellungen zur beruflichen Eingliederung. Dazu gehören zum Beispiel die Leistungen zur Grundsicherung (Hartz IV), Kosten der Unterkunft, das "Bildungspaket" sowie der Krankenversicherungsschutz.

Die Bundesregierung leitet den Bericht der Europäischen Kommission und dem Europäischen Sozialschutzausschuss zu. Auch Bundestag und Bundesrat bekommen den Bericht.

Warum gibt es den Nationalen Sozialbericht?

Die EU-Mitgliedstaaten müssen jährlich über ihre Strategien und Fortschritte im Bereich Soziales berichten. Die Nationalen Sozialberichte bilden die Grundlage für den Bericht des Europäischen Sozialschutzausschusses über die strukturellen Sozialschutzreformen der Mitgliedstaaten im Zeitraum vom 01.07.2013 bis zum 30.06.2014. Dieser Bericht wird im Oktober 2014 erscheinen.

Die Befassung im Kabinett finden Sie hier pdf2014.Nationaler.Sozialbericht.pdf, eine kritische Bewertung des Dt. Vereins über den folgenden Link: http://www.deutscher-verein.de/05-empfehlungen/empfehlungen_archiv/2014/DV-05-14-Europa

WiFF veröffentlicht Grundlagen für armutssensibles Handeln in der Kindertagesbetreuung

In Deutschland ist etwa jedes fünfte bis sechste Kind im Alter bis zu sechs Jahren von Armut betroffen. Um gerechte Chancen für alle Kinder zu ermöglichen stehen Kitas vor der Aufgabe, Armut und deren Risiken für die kindliche Entwicklung zu erkennen und mit bewusstem Handeln zu begegnen. Beate Hock, Gerda Holz und Marlies Kopplow haben im Auftrag der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) Hintergrundinformationen zu Kindern in Armutslagen erarbeitet und geben Empfehlungen, wie armutssensibles Handeln in Kitas umgesetzt werden kann.

Bei der Arbeit mit Familien in Armutslagen dürfen sich Fachkräfte nicht von stereotypen Vorstellungen leiten lassen. Auch wenn tendenziell mehr Alleinerziehende und arbeitslose Eltern in schwierigen ökonomischen Situationen leben, können auch Familien, in denen beide Partner erwerbstätig sind, arm oder überschuldet sein. Auch gehen die Betroffenen unterschiedlich mit ihrer Situation um: Während die einen mit Hilfe von Ämtern den Alltag bewältigen, meistern andere als Teil eines familiären Netzwerkes die prekäre Lebenssituation oder sichern durch massiven eigenen Verzicht das Wohlergehen ihrer Kinder. Fachkräfte benötigen deshalb Wissen über die unterschiedlichen Formen und Verhaltensweisen von Menschen in ökonomischen Risikolagen.

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Baden-Württemberg: Immer weniger Minderjährige und mehr Ältere

Ende 2012 lebten nur noch 1,83 Mill. Minderjährige, aber bereits 2,06 Mill. 65jährige und Ältere im Südwesten – Deutliche regionale Unterschiede

Die Einwohnerzahl Baden-Württembergs ist im Jahr 2012 um 56 800 Personen auf 10 569 100 Einwohner angestiegen. Damit fiel nach Angaben des Statistischen Landesamtes der Bevölkerungszuwachs so stark aus wie seit dem Jahr 2002 nicht mehr. Insbesondere langfristig ist ein enormer Anstieg der Einwohnerzahl festzustellen: Gegenüber 1970 hat sich die Zahl der Baden-Württemberger um immerhin 1,62 Mill. oder 18 Prozent erhöht, so das Statistische Landesamt weiter.

Allerdings ist die Einwohnerzahl nicht in allen Altersgruppen angestiegen, sondern hat sich teilweise sogar deutlich verringert. So leben derzeit nur noch 1,83 Mill. Kinder und Jugendliche im Land – 1970 waren es noch 2,54 Mill. Damit ist nach Angaben des Statistischen Landesamtes die Zahl der Minderjährigen seit 1970 um immerhin 28 Prozent zurückgegangen;

Mehr dazu lesen: Baden-Württemberg: Immer weniger Minderjährige und mehr Ältere

Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Plattform für Familien geplant

Berlin: (hib/CHE) Die Bundesregierung will zur Verbesserung von Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine Dienstleistungsplattform aufbauen. Das ist dem Nationalen Sozialbericht 2014 zu entnehmen, der nun als Unterrichtung (18/1106) vorliegt. Eine solche Plattform solle es Familien und älteren Menschen ermöglichen, legale gewerbliche Anbieter haushaltsnaher familienunterstützender Dienstleistungen leicht zu finden. Dieses bundesweite Angebot soll Nachfrager und Anbieter informieren und damit Angebote für Privathaushalte „schneller, besser und transparenter" zugänglich machen, schreibt die Bundesregierung. Einen konkreten Zeitplan dafür nennt sie jedoch nicht.

Die Mitgliedstaaten der EU berichten jährlich innerhalb der Strategischen Sozialberichterstattung (Strategic Social Reporting, SSR) über ihre Strategien und Fortschritte im Bereich Sozialschutz und Soziale Inklusion. Im aktuellen Sozialbericht bekennt sich die Bundesregierung zu Deutschland als einem „hochentwickelten Sozialstaat, der den Menschen von der Geburt bis ins Alter existenzsichernde Unterstützung bereitstellt und als sozialer Standortfaktor sowie ökonomischer Produktivfaktor dient".

Anmerkung: Der Nationale Sozialbericht 2014 umfasst den Zeitraum vom 01.07.2013 bis zum 30.06.2014. Er befasst sich mit dem Thema der Beseitigung von Armut und sozialer Ausgrenzung, also auch der sozialen Inklusion. Hierbei wird auf die "Inklusionsinitiative für Ausbildung und Beschäftigung" hingewiesen. Sie ist Teil des "Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention". Der Bericht beschreibt zudem die Verbesserung bei den Renten sowie in der Gesundheitsversorgung.

Der Sozialbericht ist daher nicht nur wegen der erwähnten Plattform lesenswert.

Gewalt gegen Frauen: Hilfetelefon wird angenommen

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen" wird gut angenommen. Im ersten Jahr verzeichnete die telefonische Hotline insgesamt 47.500 Kontakte, knapp 40 Prozent der Anruferinnen nahmen eine Beratung in Anspruch. Seit März 2013 stehen unter der kostenlosen Telefonnummer 08000 116 016 und über die Webseite www.hilfetelefon.de den betroffenen Frauen mehr als 60 Beraterinnen zur Seite. Die Telefonate können rund um die Uhr in 15 Sprachenübersetzt werden. Neben den direkt Betroffenen können sich auch Angehörige, FreundInnen, Fachkräfte und andere Menschen aus dem sozialen Umfeld an das Hilfetelefon wenden. Alle Zielgruppen wurden auch erreicht. Die meisten Anfragen betreffen häusliche Gewalt. Die meisten telefonischen Anfragen (6.471) gab es in Fällen von häuslicher Gewalt, rund 2.600 zu Gewalt außerhalb von Partnerschaften und rund 1.350 zu Gewalt in der Kindheit. Auch Opfer von Stalking, Mobbing, Zwangsverheiratung, Gewalt im Namen der „Ehre", Menschenhandel, Gewalt im Rahmen von Prostitution und Genitalverstümmelung meldeten sich bei der Hotline.

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BMFSFJ-Haushalt 2014 - Opposition moniert fehlenden Gestaltungswillen der Familien- und Gleichstellungspolitik

Rund eine Milliarde Euro kann das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) in diesem Jahr mehr ausgeben. Das ergab die erste Lesung im Bundestag, bei der am 10. April über den Etat des BMFSFJ (18/700, Einzelplan 17) beraten wurde. Von den insgesamt eingestellten 7,9 Mrd Euro stellen 87 Prozent die gesetzlichen Leistungen wie das Eltern- und Betreuungsgeld. Im Haushaltsentwurf vorgesehen ist, die Mittel für das Elterngeld um rund 470 Millionen auf insgesamt 5,37 Milliarden Euro zu erhöhen. Weitere 515 Millionen Euro sind für das im vergangenen Jahr eingeführte Betreuungsgeld eingeplant.

Die Debatte um den Ressorthaushalt im Bundestag hier zusammengefasst zum

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2014 - 05/01

AOK-Familienstudie: Den meisten Familien geht es gut, sie leiden aber unter Zeitstress

Eltern und Kindern in Deutschland geht es größtenteils gut. Dies geht aus der am 6. März vorgelegten AOK-Familienstudie 2014 hervor. Zwei Drittel aller Väter und Mütter fühlen sich demnach gesundheitlich gut oder sogar sehr gut. Bei den Kindern liegt dieser Wert Angaben ihrer Eltern zufolge sogar bei 80 Prozent. Doch es gibt einen Haken: Eltern leiden vermehrt unter Zeitstress, der sich nachweislich auf die Gesundheit der ganzen Familie auswirken kann.

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Dossier „Müttererwerbstätigkeit“ erschienen

Wann arbeiten Mütter nach der Geburt eines Kindes wieder, in welchem Stundenumfang tun sie dies und welche Entwicklungen lassen sich in den letzten Jahren beobachten? Antworten darauf liefert das frisch aktualisierte Dossier „Müttererwerbstätigkeit" des Bundesfamilienministeriums in Kooperation mit dem Zukunftsrat Familie. Es enthält neue Daten über Erwerbstätigkeit und Erwerbsumfänge von Müttern.
Die aktuellen Mikrozensusauswertungen und Studien, die im Dossier verarbeitet werden, zeigen deutlich: Immer mehr Mütter arbeiten inzwischen immer mehr Wochenstunden, und immer mehr Mütter kehren nach der Geburt eines Kindes immer früher wieder in den Beruf zurück.
Ein großer Teil der Mütter wünscht sich eine frühere Berufsrückkehr. Die Erwerbsunterbrechung von Müttern mit Kindern, die zwischen 2008 und 2010 geboren wurden, dauerte im Schnitt 19 Monate. Zwei Drittel der Mütter, die für mehr als sechs Monate aus dem Beruf ausgestiegen sind, wären gerne früher wieder arbeiten gegangen.

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Gesetz zur Vertraulichen Geburt

Am 1. Mai 2014 tritt das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt in Kraft. Schwangere in Not haben damit die Möglichkeit, ihr Kind sicher - und auf Wunsch vertraulich - in einer Klinik oder bei einer Hebamme auf die Welt zu bringen. "Keine Frau in Deutschland muss ihr Kind heimlich und alleine zur Welt bringen. Wir wollen erreichen, dass möglichst viele Schwangere den Weg in das zur Verfügung stehende Hilfesystem finden", sagte Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig bei der Vorstellung des Gesetzes am 29. April. Den ganzen Text der Pressemeldung vom 29.04. nach dem Weiterlesen-Zeichen und im Anhang die Pressemitteilung des DW Württemberg zum neuen Gesetz.

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Bundesregierung: Weiterentwicklung der Demografiestrategie

Berlin: (hib/STO) Die Bundesregierung will die Demografiestrategie weiterentwickeln. Dies bekräftigt sie in ihrer Antwort (18/1170) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/942). Mit der Demografiestrategie „Jedes Alter zählt" habe die Regierung im April 2012 Ziele und Handlungsfelder definiert, „um die Chancen und Herausforderungen, die sich aus dem demografischen Wandel ergeben, ressort- und ebenenübergreifend zu nutzen und zu gestalten". Ziel der Demografiestrategie sei es, „den sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu bewahren, den Wohlstand in unserem Land „dynamisch fortzuentwickeln und die Menschen in ihren Lebensläufen zu stärken". Zentraler Bestandteil der Demografiestrategie sei ein Dialog- und Arbeitsgruppenprozess mit Gestaltungspartnern aus allen gesellschaftlichen Bereichen.

Zur Weiterentwicklung der Demografiestrategie heißt es in der Vorlage, die Bundesregierung setze auf einen „handlungs- und lösungsorientierten Ansatz" und werde dazu den bestehenden ressort- und ebenenübergreifenden Dialog- und Arbeitsgruppenprozess fortsetzen. Ergebnisse dieses Prozesses sollten im Rahmen von zwei Veranstaltungen im Frühjahr 2015 und Frühjahr 2017 vorgestellt werden.

Im Bundestag: Adoptionsrechte für Homosexuelle

Berlin: (hib/KOS) Der Plan der Koalitionsfraktionen, eingetragenen Lebenspartnerschaften mehr Adoptionsrechte zuzugestehen, steht im Mittelpunkt einer öffentlichen Anhörung des Rechtsausschusses am Montag. Dem Hearing liegt ein von der Union und der SPD eingebrachter Gesetzentwurf (18/841) zugrunde, der homosexuellen Paaren die sogenannte „Sukzessivadoption" gestatten will: Danach sollen Lesben und Schwule ein Kind, das von ihrem Partner bereits adoptiert worden ist, nachträglich ebenfalls adoptieren können. Den Grünen geht diese Neuerung nicht weit genug, sie fordern in einer Gesetzesvorlage unter der Nr. 18/577 (neu), im Adoptionsrecht alle Vorschriften, die Ehepaare betreffen, in vollem Umfang auf Lebenspartnerschaften zu übertragen. Thema der Anhörung ist zudem ein Gesetzentwurf der Grünen (18/842), der die Ratifizierung des Europarats-Vertrags über die Adoption von Kindern in seiner 2008 revidierten Fassung verlangt.

Nach bisherigem Recht können Homosexuelle das leibliche Kind des Partners adoptieren, was als „Stiefkindadoption" firmiert. Verboten ist hingegen solchen Partnerschaften

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Neuregelungen für Lebenspartnerschaften

Berlin: (hib/HLE) Mit dem Gesetz zur Änderung des Einkommensteuergesetzes in Umsetzung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom 7. Mai 2013 ist zum Ende der 17. Legislaturperiode kurzfristig zunächst die steuerliche Gleichbehandlung von Lebenspartnern nur für das Einkommensteuerrecht umgesetzt worden. Im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens hat die Bundesregierung damals angekündigt zu prüfen, ob Folgeänderungen notwendig sind und diese im Rahmen eines ordentlichen Gesetzgebungsverfahrens zu Beginn der 18. Legislaturperiode umzusetzen. Diese Änderungen liegen jetzt mit dem von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung steuerlicher Regelungen an die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (18/1306) vor. Der Gesetzentwurf steht am Donnerstag (8.5.2014) auf der Tagesordnung des Deutschen Bundestages.

Mit dem Gesetzentwurf soll der noch verbliebene Anpassungsbedarf zur steuerlichen Gleichbehandlung von Lebenspartnern, insbesondere in der Abgabenordnung, im Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz, im Bewertungsgesetz, im Bundeskindergeldgesetz, im Eigenheimzulagengesetz und im Wohnungsbau-Prämiengesetz umgesetzt werden. „Auf diese Weise sorgt der Gesetzgeber für eine vollständige Gleichbehandlung von Lebenspartnern in allen steuerlichen Belangen", heißt es in dem Gesetzentwurf der Bundesregierung. Erwartet werden allenfalls geringfügige Steuermindereinnahmen.

Homophobe Mobilmachung für die traditionelle Kleinfamilie

In Deutschland weitet sich der Ruf zur Rettung der Vater-Mutter-Kinder-Familie aus. Ein Bündnis aus konservativen, religiös-fundamentalistischen, antifeministischen, lesben- und schwulenfeindlichen Kräften mobilisiert dabei im Rundumschlag gegen Geschlechter- und Gleichstellungspolitik. In München soll am 10. Mai die nächste Demonstration stattfinden. Die geistige Nähe zur homophoben Bewegung in Frankreich ist offensichtlich.

„Gegen Gender-Ideologie, Pädophilie und Frühsexualisierung unserer Kinder an Kitas und Grundschulen". So heißt es im Aufruf „besorgter Eltern", die – nach Stuttgart und Köln – jetzt auch in München ihre UnterstützerInnen auf die Straße bringen wollen. Überschrieben ist der Aufruf mit „Demo für alle", einer wörtlichen Übersetzung des Slogans „Manif pour tous", unter dem 100.000 Menschen im vergangenen Februar in Paris gegen die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht protestierten.

Hier der vollständige Artikel aus dem Newsletter vom 23.04.2014 des Dt. Frauenrates

Und hier zum erwähnten Netzwerk IDAF, "Frontfrau" der Bewegung ist Freifrau Hedwig von Beverfoerde


2014 - 05/02

Landesfamilienrat Teil eines breiten Bündnisses für Bildungszeit in Baden-Württemberg

Starke Lobby für mehr Weiterbildung im Land: Breites Bündnis fordert Gesetz zur Bildungszeit. 14 Organisationen fordern 5 Tage bezahlte Freistellung für berufliche, politische und allgemeine Bildung sowie Qualifizierung für das Ehrenamt.

Ein heute (23. Mai) in Stuttgart auf einer Landespressekonferenz vorgestelltes breites landesweites Bündnis aus 14 Organisationen unterstützt die Forderung nach einem Gesetz zur Bildungszeit in Baden-Württemberg. Das auf Initiative des DGB gebildete Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden, kirchlichen Gliederungen, Bildungsträgern, Umweltverbänden, Landesfamilienrat, Landesfrauenrat, Landesjugendring und weiteren Organisationen fordert 5 Tage Bildungszeit pro Jahr für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, für Auszubildende, dual Studierende und Beamtinnen und Beamte. Die Bildungszeit soll für allgemeine, berufliche und politische Bildung sowie für die Qualifizierung für Ehrenämter genutzt werden. Das Gesetz soll ab dem 1. Januar 2015 gelten.

Das Bündnis unterstützt damit das Vorhaben der Landesregierung, ein Bildungsfreistellungsgesetz nach dem Vorbild anderer Bundesländer in Baden-Württemberg einzuführen. Die grün-rote Landesregierung hatte dies im Koalitionsvertrag 2011 vereinbart. Neben Baden-Württemberg verfügen nur Bayern, Thüringen und Sachsen über kein Bildungsfreistellungsgesetz.

Hier zu den Unterlagen der Pressekonferenz zund zum Bündnistext.

Bessere Hilfen für Schwangere in Notlagen: Landesstiftung „Familie in Not" beschließt neue Vergaberichtlinien

Der Stiftungsrat der Landesstiftung „Familie in Not" hat beschlossen, die Vergabe der Bundesstiftungsmittel „Mutter und Kind" in Baden-Württemberg neu zu gestalten. „Unser Ziel ist, die Mittel des Bundes in Baden-Württemberg optimal für Schwangere in einer Notlage zu nutzen und den Aspekt der Nachhaltigkeit stärker in den Vordergrund zu rücken", erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrates, Ministerialdirektor Jürgen Lämmle.

Baden-Württemberg erhält jährlich rund 11,5 Mio. Euro aus der Bundesstiftung „Mutter und Kind". Künftig werden die Einkommensgrenzen, bis zu denen finanzielle Hilfen gewährt werden, im Rahmen der Vergaberichtlinien vor allem für Familien deutlich angehoben. So kommen insgesamt mehr Schwangere in den Genuss einer Unterstützung.

Gleichzeitig wird die Vergabe der Zuwendung flexibilisiert. Schwangere erhalten zukünftig eine einmalige Zuwendung von bis zu 1.000 Euro, die sie flexibel für Schwangerschaftskleidung, die Erstausstattung des Kindes, für Einrichtungs- und Haushaltsgegenstände, die Weiterführung des Haushalts oder für Betreuung des Kleinkindes verwenden können. „Damit richten wir die Zuwendung stärker am individuellen Bedarf der Schwangeren aus" so Ministerialdirektor Lämmle.

Mehr dazu lesen: Bessere Hilfen für Schwangere in Notlagen: Landesstiftung „Familie in Not" beschließt neue Vergaberichtlinien

Baden-Württemberg: Enquetekommission zur Pflege eingesetzt

Die Enquetekommission „Pflege in Baden-Württemberg zukunftsorientiert und generationengerecht gestalten" hat der Landtag in seiner Plenarsitzung am 27. März 2014 auf Antrag der Fraktionen CDU, Grüne, SPD und FDP/DVP eingesetzt. Ziel der Enquetekommission ist es, die Situation der Pflege in Baden-Württemberg zu untersuchen und zu überprüfen, wie die vorhandenen Rahmenbedingungen verändert und welche Impulse gegeben werden müssen, um eine qualitativ hochwertige Pflege dauerhaft sicherzustellen. Bis zum 27. Januar 2016 wird die Enquetekommission dem Landtag im Plenum einen abschließenden Bericht erstatten. Das Gremium besteht aus 15 Landtagsabgeordneten und mehreren externen Mitgliedern. 

Mehr dazu lesen: Baden-Württemberg: Enquetekommission zur Pflege eingesetzt

Neue Broschüre der Evangelischen Landeskirche in Baden

Kirche für Familie - Familienbezogene Arbeit in der Evangelischen Landeskriche in Baden und ihrer Diakonie

Die Fachgruppe Familie im Evangelischen Oberkirchenrat Karlsruhe hat zusammen mit der eaf Baden eine neue Broschüre mit dem Titel "Kirche für Familie" herausgegeben:
Neben einem einleitenden grundsätzlichen Teil werden beispielhafte Projekte familienbezogener Arbeit aus den Gemeinden und Bezirken in der Evangelischen Landeskirche in Baden vorgestellt, die zur Nachahmung und vor allem zur Vernetzung anregen sollen!

Gerne können Sie die Broschüre auch in der Druckversion unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellen.

Arbeitsmarkt: Frauen und Männer gehen beruflich noch immer getrennte Wege

Obwohl die Erwerbsbeteiligung von Frauen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich angestiegen ist, ist der westdeutsche Arbeitsmarkt noch immer stark nach Geschlechtern getrennt. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Doch der IAB-Bericht vermeldet auch gute Nachrichten. Der Frauenanteil an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist von 38 Prozent im Jahr 1976 auf 45 Prozent im Jahr 2010 gestiegen. Allerdings hat sich im gleichen Zeitraum am geschlechtsspezifischen Berufswahlverhalten nur wenig geändert. Rund 60 Prozent aller in Westdeutschland beschäftigten Frauen arbeiteten im Jahr 2010 in sogenannten frauentypischen Berufen (mindestens 70 Prozent Frauenanteil), Männer sogar zu zwei Dritteln in männertypischen Berufsfeldern (mindestens 70 Prozent Männeranteil). Noch immer werden die Bereiche Erziehung, Pflege, Reinigung und einfache Bürotätigkeiten überwiegend von Frauen, technische und verarbeitende Berufe hauptsächlich von Männern ausgeübt. Kaufmännische und gastronomische Berufe zählen zu den geschlechtergemischten Berufen.

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Im Bundestag: Kinder kranker Eltern brauchen Hilfe

Berlin: (hib/AW) Eine Sachverständigenkommission soll die Bedürfnisse von Kindern psychisch kranker Eltern ermitteln und gegebenenfalls Vorschläge für Anpassungen in der Sozialgesetzgebung erarbeiten. Dies forderten Experten am Mittwoch vor dem Familienausschuss in einem nichtöffentlichen Fachgespräch. Jutta Decarli, Geschäftsführerin des Bundesverbandes für Erziehungshilfe e.V., der Psychologe Albert Lenz von der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen und die Pflegewissenschaftlerin Sabine Metzing informierten den Ausschuss über die spezifischen Probleme der geschätzt drei Millionen Kinder in Deutschland, bei denen mindestens ein Elternteil psychisch erkrankt ist. Die Experten begründeten ihre Forderung nach einer Sachverständigenkommission mit der hohen Komplexität des Problems. Die betroffenen Kinder stellten keine homogene Gruppe dar, für die einheitliche Hilfsangebote entwickelt werden könnten, sagte Mentzing.

Albert Lenz legte dar, dass es zwar große Fortschritte bei den Hilfen für die betroffenen Kinder gebe, allerdings sei man von einer flächendeckenden Versorgung als Regelangebot in den Kommunen noch weit entfernt. Die überwiegende Zahl der bestehenden Angebote werde in Form von Projekten regionaler Träger oder Stiftungen organisiert und finanziert, sagte Lenz. Übereinstimmend stellten alle drei Sachverständigen fest, dass das Hauptproblem in der unzureichenden Abstimmung der Sozialgesetzgebung liege.

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2014 - 06/01

ajs bildet Referenten für die Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund aus

Medien und mögliche Wirkungen von Medieninhalten stehen immer wieder im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. Und obwohl wiederholt auf die besondere Verantwortung von Eltern für die Medienerziehung hingewiesen wird, werden sie damit oft allein gelassen. Wie alle anderen brauchen auch Eltern und Familien mit Migrationshintergrund für einen kompetenten Umgang mit Medien Informationen und Unterstützung.

Gemeinsam mit dem Ministerium für Integration Baden-Württemberg führt die ajs daher in den kommenden zwei Jahren ein umfangreiches Projekt zur medienpädagogischen Arbeit mit Eltern, Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund durch. Erster Baustein des Projekts ist eine zweitägige Fortbildung für die Referentinnen und Referenten des LandesNetzWerks für medienpädagogische Elternarbeit der ajs. Die Fortbildung zielt darauf ab, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Mediennutzung zwischen den verschiedenen Kulturen herauszuarbeiten und das methodische Handlungsrepertoire der Referentinnen und Referenten zu erweitern. Neben einem Einblick in Bildung, Erziehung und Sozialisation in Familien mit Zuwanderungsgeschichte geht es dabei insbesondere um die Fragen, wie diese Zielgruppen erreicht werden können und wie migrationssensible Elternarbeit gelingen kann.25 Referentinnen und Referenten sollen qualifiziert werden.

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2014 - 07/01

Kurzreport: Einkommenslage älterer Menschen in Baden-Württemberg

Die FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt hat im Auftrag des Sozialministeriums einen ersten Kurzreport zur Einkommenslage und Armutsgefährdung älterer Menschen in Baden-Württemberg erstellt. Dieser ist ein Baustein der neu eingeführten Armuts- und Reichtumsberichterstattung des Landes. Der erste umfassende Armuts- und Reichtumsbericht für Baden-Württemberg, dessen Erstellung vom Landesbeirat für Armutsbekämpfung und Prävention begleitet wird, wird im Jahr 2015 vorgelegt. Sein Schwerpunkt wird das Thema Kinderarmut sein. Das Konzept der Landesregierung sieht vor, diesen Bericht durch aktuelle Kurzreports und Kongresse zu ergänzen.

Der jetzt veröffentlichte Kurzreport zeigt, dass die durchschnittlichen verfügbaren Haushaltseinkommen älterer Menschen in Baden-Württemberg über denen der Gesamtbevölkerung liegen. Während in der Gesamtbevölkerung die Ungleichheit der Einkommen seit 2005 tendenziell zugenommen hat, ist dies für ältere Menschen nicht der Fall. Zugleich ist die Einkommenslage im Alter von einer hohen Heterogenität gekennzeichnet. Das bedeutet, auch wenn es dem Durchschnitt der älteren Menschen in Baden-Württemberg finanziell relativ gut geht, gibt es Bevölkerungsgruppen, für die sich die Einkommenslage im Alter problematisch darstellt. Dazu gehören insbesondere ältere alleinlebende Frauen.

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Mehr Zeit für Familien - kommunale Familienzeitpolitik in Deutschland

Die Lebenswirklichkeit von Familien hat sich verändert. Das alte Modell, nach dem der Mann das Geld nach Hause bringt und sich die Frau um Haus und Kinder kümmert und etwas dazuverdient, entspricht schon lange nicht mehr den Wünschen der heutigen Eltern. Am liebsten hätten Mütter wie Väter gern beides, Familie und Beruf. Familien geht es um eine gute Balance im Leben, und sie wünschen sich ein partnerschaftliches Miteinander. 60 Prozent der Paare mit kleinen Kindern halten partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf für das ideale Lebensmodell. Allerdings gelingt es nur 14 Prozent der Eltern, diesen Wunsch auch umzusetzen. Dieses Missverhältnis zwischen Wunsch und Wirklichkeit, das zu großer Unzufriedenheit führt, müssen wir gemeinsam überwinden.

Zeit ist dabei eine Schlüsselressource. Eltern brauchen und wollen mehr Zeit für die Familie. Ziel einer modernen Familienpolitik ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, damit Familien mehr Flexibilität in der Gestaltung ihres Familienlebens haben. Ich will eine Politik, die die Partnerschaftlichkeit innerhalb der Familie fördert. Dazu gehört in erster Linie eine familienfreundliche Arbeitswelt. Aber auch in den Kommunen müssen Politik und Wirtschaft umdenken und Lösungen finden, damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingt und Eltern nicht in Zeitkonflikte geraten. Kommunen können gewinnen, wenn sie die Gestaltung der zeitlichen Rahmenbedingungen von Familien zu ihrer Aufgabe machen. Kommunale Familienzeitpolitik ist dafür eine Erfolg versprechende Strategie.

pdfMonitor-Familienforschung-Ausgabe-33.pdf

Bundesregierung: Finanzierung der Mehrgenerationenhäuser für 2015 gesichert

Mit der Veranschlagung von 16 Millionen Euro im Regierungsentwurf für
den Bundeshaushalt 2015 wird die Weiterförderung aller 450 Mehrgenerationenhäuser im gleichnamigen Aktionsprogramm des Bundes für 2015 gesichert.
„Mit den Mehrgenerationenhäusern haben wir eine bedarfsorientierte und
zukunftsgerichtete Infrastruktur geschaffen, die passgenaue Antworten auf
viele gesellschaftliche Fragen gibt", sagt die Bundesministerin für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig. „Mein Ziel
ist, die Häuser nachhaltig zu sichern und mit den Ländern und Kommunen
eine gemeinsame Lösung für die dauerhafte Etablierung der Häuser zu
finden. Mehrgenerationenhäuser stärken den Zusammenhalt in der
Gesellschaft und helfen die Folgen des demografischen Wandels aktiv zu
gestalten."

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Regierung erwartet Gleichstellung - Steuerliche Behandlung eingetragener Lebenspartnerschaften

Berlin: (hib/HLE) Die Bundesregierung ist davon überzeugt, dass mit dem Gesetz zur Anpassung steuerlicher Regelungen an die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts die vollständige Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften mit der Ehe im Bereich des Steuergesetzes hergestellt wird. Diese Ansicht vertritt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/1683) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/1004). Auf die Frage, warum im Gesetzentwurf der Paragraf 52 Absatz 2 Nummer 19 der Abgabenordnung (AO), der im Rahmen der Definition von gemeinnützigen Zwecken auf die Förderung des Schutzes von Ehe und Familie abstellt, nicht um die Förderung des Schutzes der Lebenspartnerschaft erweitert wird, antwortet die Regierung, diese Bestimmung nehme Bezug auf den besonderer Schutz für Ehe und Familie durch Artikel 6 Absatz 1 des Grundgesetzes. Aktivitäten rund um den Themenbereich eingetragene Lebenspartnerschaft könnten bereits jetzt über eine Vielzahl der in Paragraf 52 Absatz 2 beziehungsweise Paragraf 53 der Abgabenordnung geregelten Zwecke als „gemeinnützig" organisiert werden.

Inhobhutnahmen steigen

Fast 4 000 junge Menschen von Jugendämtern in Obhut genommen
Baden-Württemberg: Vorläufige Schutzmaßnahmen aufgrund unbegleiteter Einreisen um 91 Prozent angestiegen

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes wurden im Jahr 2013 in Baden-Württemberg für 3 809 Kinder und Jugendliche vorläufige Schutzmaßnahmen ergriffen. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 5 Prozent. Damit hat sich der seit 2005 ansteigende Trend auch im Jahr 2013 fortgesetzt.

In akuten Krisensituationen werden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu ihrem Schutz vorübergehend aus der eigenen Familie, einer Pflegefamilie, einem Heim oder einer anderen Unterbringungsart heraus- und von Jugendämtern in Obhut genommen. Sie werden dann vorläufig in einer Einrichtung oder bei einer geeigneten Person untergebracht. Neben Unterkunft und Verpflegung stehen sozialpädagogische Beratung und Unterstützung im Vordergrund der Schutzmaßnahme.

Für 1 942 Mädchen und junge Frauen und 1 867 Jungen und junge Männer war 2013 ein behördliches Eingreifen nötig. 6 von 10 der Kinder und Jugendlichen (2 339) waren zwischen 14 und 18 Jahre alt, 14 Prozent (518) hatten das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet. Gut zwei Drittel der jungen Menschen (2 643) hatten die deutsche Staatsangehörigkeit. Knapp ein Viertel (895) wurde nach vorherigem Ausreißen aufgegriffen.

In 1 688 Fällen (44 Prozent) wurden die vorläufigen Schutzmaßnahmen durch soziale Dienste oder die Jugendämter, in 20 Prozent (780) durch die Polizei veranlasst. Bei 1 167 Fällen ging eine Gefährdungseinschätzung nach § 8a Abs. 1 SGB VIII voraus.

Auf eigenen Wunsch wurde ein Fünftel (746) unter den Schutz des Jugendamts gestellt. Über die Hälfte davon (405) waren Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren. 44 Prozent aller in Obhut genommener Kinder und Jugendlichen (1 676) lebten vor der Schutzmaßnahme bei den Eltern bzw. bei einem Elternteil mit Partner und 28 Prozent (1 066) wuchsen bei einem allein erziehenden Elternteil auf.

Öfter zusammen in Elternzeit

Berlin: (hib/AW) Die Zahl der Elternpaare, bei denen sowohl Mütter als auch Väter Elterngeld beziehen, ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (18/1594) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/1594) hervor. Im Jahr 2009 waren es nach Angaben der Regierung rund 139.000 Paare, im Jahr 2010 bereits rund 155.000 Paare. Im ersten Halbjahr 2012 verzeichnet die Regierung rund 85.000 Paare, bei denen sowohl die Mütter als auch die Väter Elterngeld beziehen. Ebenfalls steigt nach Regierungsangaben der Anteil der Paare, bei denen Mütter und Väter zumindest zweitweise oder über den gesamten Zeitraum gleichzeitig Elterngeld beziehen, von 61,8 Prozent (2009) auf 69,2 Prozent (2012).


2014 - 07/02

Wir machen Ferien

Sehr geehrte Damen und Herren,
in der Zeit vom 18. - 22. August ist die Geschäftsstelle des Landesfamilienrates geschlossen.

Wir wünschen einen erholsamen, himbeersüßen Sommer und sind ab 25.08. wieder für Sie da.
Ihre

Rosemarie Daumüller
und Ingrid Lenz

Kita – ja oder nein? Betreuungsgeld beeinflusst elterliche Entscheidungen

Wie viel Kinderbetreuung wünschen sich Eltern, und was beeinflusst ihre diesbezüglichen Vorstellungen und Ansprüche? Diesen Fragen widmet sich das Projekt „Kommunale Bedarfserhebung U3", welches auch die Wirkungen des Betreuungsgeldes untersucht. Erste Ergebnisse wurden am Montag (28.07.) veröffentlicht. Deutlich wird: Familien, die eine geringe Erwerbsbeteiligung aufweisen, als bildungsfern beschrieben werden oder einen Migrationshintergrund haben, verzichten mitunter auf öffentlich geförderte Kinderbetreuung, um Betreuungsgeld zu erhalten.

Das Projekt „Kommunale Bedarfserhebung U3"
Das Hauptanliegen des Forschungsprojekts „Kommunale Bedarfserhebungen U3 – Der regionalspezifische Betreuungsbedarf und seine Bedingungsfaktoren" war es, eine Datengrundlage für eine passgenaue Planung des Ausbaus von Betreuungsplätzen zu liefern, indem der Bedarf von Eltern nach öffentlicher Betreuung kleinräumig erhoben wurde.
Darüber hinaus wurde der Blick auf die Bedingungsfaktoren, also die Entstehungszusammenhänge

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Landesfamilienrat Teil eines breiten Bündnisses für Bildungszeit in Baden-Württemberg

Starke Lobby für mehr Weiterbildung im Land: Ein Breites Bündnis fordert Gesetz zur Bildungszeit. 14 Organisationen fordern 5 Tage bezahlte Freistellung für berufliche, politische und allgemeine Bildung sowie Qualifizierung für das Ehrenamt.

Ein bereits Ende Mai in Stuttgart auf einer Landespressekonferenz vorgestelltes breites landesweites Bündnis aus inzwischen 15 Organisationen unterstützt die Forderung nach einem Gesetz zur Bildungszeit in Baden-Württemberg. Das auf Initiative des DGB gebildete Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden, kirchlichen Gliederungen, Bildungsträgern, Umweltverbänden, Landesfamilienrat, Landesfrauenrat, Landesjugendring und weiteren Organisationen fordert 5 Tage Bildungszeit pro Jahr für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, für Auszubildende, dual Studierende und Beamtinnen und Beamte. Die Bildungszeit soll für allgemeine, berufliche und politische Bildung sowie für die Qualifizierung für Ehrenämter genutzt werden. Das Gesetz soll ab dem 1. Januar 2015 gelten.

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Krippe und Kindertagespflege: auf die Qualität kommt es an

Ein Jahr Rechtsanspruch: Deutsche Liga für das Kind fordert verbindliche Qualitätsstandards
Seit dem 1.8.2013 haben Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Krippe oder Kindertagespflegestelle. Versäumt wurde allerdings, parallel zum Ausbau der Plätze zugleich für eine gute Qualität in Einrichtungen und Tagespflegestellen Sorge zu tragen. Die Deutsche Liga für das Kind fordert die Einführung bundesweit verbindlicher Qualitätsstandards.

„Frühe Tagesbetreuung in den sensiblen ersten Lebensjahren der Kinder kann nur gelingen, wenn die Qualität stimmt. Das ist aber bei weitem nicht überall der Fall. Die Ergebnisse der Nationalen Untersuchung zur Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit (NUBBEK, 2013) zeigen, dass gute pädagogische Prozessqualität in weniger als zehn Prozent der Betreuungssettings anzutreffen ist. In deutlich mehr als

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Sozialjobs für Frauen attraktiv

In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der erwerbstätigen Frauen um mehr als zwei Millionen gestiegen – bei einem Beschäftigungszuwachs von insgesamt drei Millionen. Profitiert haben sie vor allem von den neuen Jobs im Sozialbereich. Frauen haben in den vergangenen zehn Jahren auf dem Arbeitsmarkt in vielerlei Hinsicht besser abgeschnitten als Männer. Zum Ersten stieg die Zahl der weiblichen Erwerbstätigen von 2002 bis 2012 doppelt so stark wie die der männlichen. Zum Zweiten liegt die Arbeitslosenquote von Arbeitnehmerinnen – derzeit 6,4 Prozent – nun schon seit dem Jahr 2009 unter der von Arbeitnehmern (6,6 Prozent). Und zum Dritten werden Frauen seltener gekündigt als Männer.

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Inobhutnahmen steigen

Fast 4.000 junge Menschen von Jugendämtern in Baden-Württemberg in Obhut genommen: Vorläufige Schutzmaßnahmen aufgrund unbegleiteter Einreisen um 91 Prozent angestiegen.
Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes wurden im Jahr 2013 in Baden-Württem-berg für 3.809 Kinder und Jugendliche vorläufige Schutzmaßnahmen ergriffen. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 5 Prozent. Damit hat sich der seit 2005 ansteigende Trend auch im Jahr 2013 fortgesetzt.
In akuten Krisensituationen werden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu ihrem Schutz vorübergehend aus der eigenen Familie, einer Pflegefamilie, einem Heim oder einer anderen Unterbringungsart heraus- und von Jugendämtern in Obhut genommen. Sie werden dann vorläufig in einer Einrichtung oder bei einer geeigneten Person untergebracht. Neben Unterkunft und Verpflegung stehen sozialpädagogische Beratung und Unterstützung im Vordergrund der Schutzmaßnahme.

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Armut aus Sicht der Praxis und der Betroffenen – Zweite Konferenz zum Ersten Armuts- und Reichtumsbericht Baden-Württemberg am 9. Oktober 2014 in Mannheim

Der Schwerpunkt der Konferenz liegt auf dem Thema „Armutsgefährdung und Armutsbekämpfung", vor allem bei Kindern. Hierbei soll die Perspektive der Praxis sowie der Betroffenen im Mittelpunkt stehen. Im Rahmen der Konferenz soll diskutiert werden, inwiefern Armut vorgebeugt und wie Betroffene wirksam unterstützt werden können. Darüber hinaus sollen auch Ansätze der Hilfe zur Selbsthilfe thematisiert werden. Hierzu werden Betroffene zu Wort kommen und können ihre Vorstellungen und Erwartungen einbringen.

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2014 - 08/02

Deutschland - Land ohne Kinder

Vor genau 50 Jahren feierte Deutschland einen ganz besonderen Rekord: Im Jahr 1964 wurden – wenn man das damals geteilte Land als Einheit betrachtet – fast 1,4 Millionen Kinder geboren. Inzwischen sind solche Zahlen Utopie: Seit den 1970er Jahren gehen die Geburtenzahlen fast ununterbrochen zurück – auf aktuell gerade einmal 670.000 pro Jahr. Das reicht bei weitem nicht, um die Bevölkerungszahl konstant zu halten, denn jedes Jahr sterben in Deutschland fast 900.000 Menschen.

Eine gute Aufbereitung des bekannten Themas lesen Sie im beiliegenden Artikle aus iwd-aktuell vom 14.08.2014 pdf2014-Geburten-iwd.pdf

Das Rentenpaket 2014: Ein großes Geschenk für wenige – für viele eine kleine Anerkennung

Am 1. Juli traten die neuen Rentenregelungen in Kraft. Wie geschlechtergerecht sind sie? Gewinnen Frauen durch diese Reform? Wie wirkt sich die systemwidrige Finanzierung der Mütterrente künftig aus? Diesen und anderen Fragen will die 10. Frauen-Alterssicherungskonferenz nachgehen, zur der ver.di und der Sozialverband Deutschland am 28. August einladen.

Mit dem Rentenpaket 2014 hat sich auch die Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, Hannelore Buls, kritisch beschäftigt: Nachfolgend der gesamte Artikel mit weiterführenden Links aus dem Newsletter des Dt. Frauenrates vom 13.08.2014

Kabinett beschließt Verbesserungen in der Pflege

Das Bundeskabinett hat umfangreiche Änderungen des 1. Pflegestärkungsgesetzes beschlossen, die ab 2015 in Kraft treten sollen.
Vor allem Familien, die Angehörige zu Hause pflegen, sollen stärker unterstützt werden, z. B. durch mehr Tages- und Kurzzeitpflege. Zudem werden neue Betreuungs- und Entlastungsleistungen eingeführt wie Haushaltshilfen oder Alltagsbegleiter. Dafür erhalten künftig alle Pflegebedürftigen 104 Euro pro Monat. Der Zuschuss zu Umbaumaßnahmen steigt von bisher 2.557 auf bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme. Auch die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf wird verbessert: Wer kurzfristig die Pflege eines Angehörigen organisieren muss, erhält eine Lohnersatzleistung für eine zehntägige bezahlte Auszeit vom Beruf.

Um diese Verbesserungen zu erreichen, werden die Beiträge zur Pflegeversicherung ab 2015 um 0,3 Prozentpunkte und im Laufe der Wahlperiode um weitere 0,2 Prozentpunkte angehoben. Damit stehen insgesamt fünf Milliarden Euro mehr für den Ausbau in der Pflege zur Verfügung. Detaillierte Informationen finden Sie im Gesetzentwurf und in der Übersicht der Leistungsverbesserungen ab 2015.

www.pflegestaerkungsgesetze.de

Equal Pension Day - Aktionstag gegen Rentenlücke

Um auf die großen geschlechtsspezifischen Unterschiede bei den Renten aufzumerksam zu machen, hat ein Bündnis am 4. August zum ersten Mal einen Equal Pension Day" ausgerufen.

"Aktuell beträgt die Rente von Frauen aus eigenständig erworbenen Ansprüchen durchschnittlich knapp 60 Prozent weniger als die der Männer. Auch bei Betrachtung der gesamten Alternseinkünfte – also inklusive abgeleiteter Ansprüche – liegt die Rentenlücke bei durchschnittlich 42 Prozent," heißt es im Aufruf des Aktionsbündnisses, das auf Initiative des Verbandes berufstätiger Mütter (VBM) zustande gekommen ist. Vertreten sind darin außerdem der Veraband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV), das Bundesforum Männer und der Messekongress für Frauen women&work.

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Arbeitsgruppe zu Abstammungsrecht

Berlin: (hib/CHE) Die Bundesregierung will das derzeit geltende Abstammungsrecht in Bezug auf die Elternschaft homosexueller Paare auf einen eventuellen Reformbedarf hin überprüfen. Dazu plant das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz die Einrichtung eines interdisziplinären Arbeitskreises zum Abstammungsrecht. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (18/2174) auf eine Kleine Anfrage (18/2042) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. In diesem Gremium solle auch geprüft werden, ob es durch die Zunahme familiärer Strukturen, in denen zur Familie des Kindes mehr als zwei Eltern gehören, im Hinblick auf das Auseinanderfallen von biologischer, sozialer und rechtlicher Elternschaft Anlass zu Rechtsänderungen gibt, kündigt die Regierung in der Antwort an. Zur zeitlichen Umsetzung des Gremiums machte sie keine Angaben.

Kinderbetreuung: Wenn die Schule anfängt, wird’s eng

Ein Vergleich mit anderen EU-Staaten zeigt einerseits, dass Deutschland in Sachen Kinderbetreuung deutlich aufgeholt hat. Auf der anderen Seite wird aber auch klar, wo es noch hakt – vor allem beim Übergang vom Kindergarten in die Schule werden Betreuungsengpässe sichtbar. Um die zuständigen Kommunen beim Ausbau von Betreuungsangeboten für Kinder zu unterstützen, haben sich Bund und Länder in den vergangenen Jahren mächtig ins Zeug gelegt. Schon auf dem Krippengipfel im Jahr 2007 wurden fast 2,2 Milliarden Euro als Investitionskostenzuschüsse zur Verfügung gestellt. Insgesamt sind bis 2014 rund 5,4 Milliarden Euro für zusätzliche Plätze in Kitas und in der Kindertagespflege sowie für deren Betrieb vorgesehen. Ab 2015 unterstützt der Bund den Betrieb der neuen Plätze mit jährlich 845 Millionen Euro. Dieses Geld wird auch deshalb gebraucht, weil Kinder zwischen dem vollendeten ersten und dritten Lebensjahr seit August vergangenen Jahres einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz haben. Für Kinder über drei Jahre besteht bereits seit 1996 ein Anspruch auf einen Kindergartenplatz.

Trotz dieses Engagements kommen viele Kommunen dem Anspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige derzeit eher schlecht als recht nach:

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Länder nutzen Mittel für Familienhebammen

Berlin: (hib/PK) Die Bundesländer haben die ihnen nach der Verwaltungsvereinbarung „Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen" zustehenden Mittel im vergangenen Jahr weitgehend ausgeschöpft. Wie aus der Antwort der Regierung (18/2224) auf eine Kleine Anfrage (18/2096) der Fraktion Die Linke hervorgeht, lag die Quote im Durchschnitt der Länder bei 93,4 Prozent. So nutzten 2013 nach vorläufigen Angaben Berlin, Bremen und das Saarland die zur Verfügung stehenden Bundesmittel vollständig. Lediglich Sachsen lag mit einer Quote von nur 66,8 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt.

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2014 - 09/01

Kinderschutz und Frühe Hilfen - Neuer Report der FamilienForschung Baden-Württemberg erschienen

Das erste Kapitel dieses Reports bündelt Daten zu Kindeswohlgefährdungen. Dabei werden bereits im ersten Report „Kinderschutz und Frühe Hilfen" (2010) veröffentlichte Daten fortgeschrieben und aktualisiert. Darüber hinaus werden aktuelle Ergebnisse der 2012 neu eingeführten Statistik zur Einschätzung der Kindeswohlgefährdung durch die Jugendämter vorgestellt, durch die eine deutlich verbesserte Datengrundlage für einen aktiven Kinderschutz geschaffen wurde.
Das zweite Kapitel wirft einen Blick auf den Auf- und Ausbau Früher Hilfen und skizziert die wichtigsten Entwicklungen für Baden-Württemberg. Unter anderem geht es dabei um die Frage, wie die Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen umgesetzt wird und welche Förderschwerpunkte es zusätzlich auf Landesebene gibt bzw. vorher schon gab. Ein Schwerpunkt dieses Kapitels ist die Arbeit von Familienhebammen, denen bei der frühzeitigen Erkennung des Unterstützungsbedarfs von Familien eine Schlüsselrolle zukommt.
Den Report selbst, die Pressemitteilung von Sozialministerin Altpeter, deren Haus den Report in Auftrag gibt sowie zwei Anhänge finden Sie hier:
 
 
Hier gelangen Sie auf die Seite der Familienforschung
 
 

Gesamtevaluation der familienbezogenen Leistungen

Im Herbst 2009 ist die bereits im Jahr 2008 beschlossene Gesamtevaluation von zentralen ehe- und familienbezogenen Leistungen gemeinsam mit dem Bundesministerium der Finanzen gestartet worden. Die Gesamtevaluation war als vierjähriges Forschungsprogramm angelegt. Der Abschlussbericht wurde am 27. August 2014 von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig vorgestellt. Die Gesamtevaluation untersuchte das Zusammenwirken ehe- und familienbezogener Leistungen bezogen auf vier familienpolitische Ziele:

- Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
- Förderung und Wohlergehen von Kindern,
- Wirtschaftliche Stabilität von Familien und Nachteilsausgleich,
- Erfüllung von Kinderwünschen.

Zentrale Erkenntnis: Ohne Vereinbarkeit geht es nicht
Die Evaluation zeigt, dass eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch die Erreichung der anderen genannten familienpolitischen Ziele fördert. Eine gelungene Vereinbarkeit ist der Dreh- und Angelpunkt einer wirksamen Familienpolitik. Zu den Leistungen mit den besten Wirkungen gehören die subventionierte Kinderbetreuung und das Elterngeld. Ohne die öffentlichen Gelder, die in die Kinderbetreuung fließen, wären 100.000 Mütter mit Kindern zwischen einem und drei Jahren nicht erwerbstätig.

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Einladung: Neue Veranstaltungen des Kompetenzzentrums Beruf und Familie

Das Kompetenzzentrum Beruf und Familie bei der Familienforschung Baden-Württemberg bietet aktuell zwei Veranstaltungen im Themenfeld "Familienbewusste Unternehmenspolitik" an, auf die wir Sie aufmerksam machen wollen:

3. BW-Forum für Personalverantwortliche im Öffentlichen Dienst am 23.10.2014, Stuttgart

Das »BW-Forum Personalverantwortliche im Öffentlichen Dienst« ist ein Veranstaltungs- und Vernetzungskonzept des Kompetenzzentrums Beruf & Familie Baden-Württemberg in Kooperation mit der Führungsakademie Baden-Württemberg. Es richtet sich speziell an Personalleiter/-innen im öffentlichen Sektor.
- Einladungsflyer (Link)
- Pressemitteilung (Link)
- Internetseite mit Anmeldemöglickheit (Link)

 

Strategie-Workshop „Gute Kommunikation" 30.09.2014, Stuttgart

Das Kompetenzzentrum Beruf & Familie Baden-Württemberg lädt interessierte Personalverantwortliche, Führungskräfte und betriebliche Erfahrungsträger/innen am 30.09.2014 ein zum Strategie-Workshop "Gute Kommunikation" im Rahmen der Reihe "Praxisforum zukunftsorientiertes Personalmanagement". Kooperationspartner der Veranstaltung ist das bundesweite Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie.
- Einladungsflyer (Link)
- Internetseite mit Anmeldemöglichkeit (Link)

Interessierte finden alle wichtigen Informationen über die angegebenen Links.

Erst Karriere, dann Familie: Deutsche Frauen bekommen immer später Kinder

Die Deutschen bekommen immer weniger Kinder. Ein Grund dafür ist auch, dass sich die Frauen immer Zeit lassen, bis sie eine Familie gründen. Mittlerweile ist fast ein Viertel der Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes 35 Jahre oder älter. 1965 bekamen Frauen in Westdeutschland im Schnitt mit knapp 25 Jahren ihr erstes Kind. In Ostdeutschland waren sie knapp 24 Jahre alt. Doch seit den 1970er-Jahren steigt das durchschnittliche Alter, in dem Frauen zum ersten Mal Mutter werden, immer weiter an: 2010 waren die meisten Erstgebärenden im gesamten Bundesgebiet statistisch gesehen bereits 29 Jahre alt.Und sie lassen sich weiterhin viel Zeit, bis sie eine Familie gründen. Laut Statistischem Bundesamt liegt das Durchschnittsalter von Gebärenden mittlerweile bereits bei 30 Jahren.
 
Späte Mütter

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Informationen zur Mütterrente

Die häufigsten Fragen und Antworten rund um die neue Mütterrente hat die DRV Baden-Württemberg bereits vorab zusammengestellt. Alle wichtigen Informationen hier im Überblick:

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Entscheidung: Familienversicherung trotz Halbwaisenrente

Berlin: (hib/HAU) Der Petitionsausschuss unterstützt die Forderung nach einer beitragsfreien Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung für Bezieher einer Halbwaisenrente. In der Sitzung am Mittwochmorgen beschlossen die Abgeordneten einstimmig, eine dahingehende Petition der Bundesregierung zur Berücksichtigung zu überweisen.
Die Petentin verweist zur Begründung ihrer Eingabe darauf, dass von der Halbwaisenrente bis zu einer bestimmten Höhe ein Einheitsbetrag für die Kranken- und Pflegeversicherung einbehalten werde. Die Solidargemeinschaft habe jedoch auch vor dem Tod des Elternteils

Mehr dazu lesen: Entscheidung: Familienversicherung trotz Halbwaisenrente

Loslassen und Freigeben. Trennung und Scheidung begleiten

„Loslassen und Freigeben. Gottesdienste und begleitende Angebote für Menschen in Trennung und Scheidung und die ihnen nahe stehen“. 2005 zunächst als ein Pilotprojekt der Erzdiözese Freiburg und der Evangelischen Landeskirche in Baden gestartet, begann es als ökumenische Initiative im Dekanat Mannheim. Ihr gehören verschiedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus evangelischen und katholischen Einrichtungen der Beratung und der Pastoral an. Inzwischen wird diese Initiative auch von Kollegen und Kolleginnen der katholischen und evangelischen Kirche in Karlsruhe, Freiburg und Konstanz aufgegriffen und durchgeführt.

Ausgangspunkt des Projektes war die gemeinsame Überzeugung, dass eine wesentliche Aufgabe der Kirche darin besteht, die verschiedenen Lebenswenden von Menschen zu begleiten. Dazu gehört neben einschneidenden Ereignissen wie der Hochzeit, der Geburt eines Kindes oder der Tod eines nahestehenden Menschen auch das Scheitern einer Partnerschaft. Es geht nicht nur um seelsorgerliche Begleitung im Gespräch, sondern um gezielte Angebote in der kirchlichen Bildungsarbeit. Ein weiteres Ziel der Initiative ist es, getrennt Lebende auch in einer gottesdienstlichen Feier anzusprechen. Dabei bieten sich die Kollegen und Kolleginnen aus der evangelischen und katholischen Kirche als Wegbegleitung an, verkünden, dass Gott auch in Krisenzeiten bei den Menschen bleibt und sprechen Menschen den Segen Gottes in ihrer speziellen Lebenssituation zu. Es geht um Begleitung, Akzeptanz, Nähe und Zuspruch.

Mehr dazu über die Homepage: http://www.trennung-scheidung-kirche.de/html/aktuell/loslassen_und_freigeben.html

Menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte

Für viele Familien sind sie unverzichtbar: Putzhilfen oder Pflegekräfte. Sie übernehmen Pflegetätigkeiten für ältere Menschen oder betreuen Kinder, führen den Haushalt oder erledigen Gartenarbeiten. Viele arbeiten stundenweise in verschiedenen Haushalten, oft ohne Versicherungsschutz oder geregelte Urlaubsansprüche und häufig zu Niedriglöhnen.

Am 1. September 2014 tritt in Deutschland das Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) ‚Menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte' in Kraft. Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Verbände fordern die Bundesregierung daher anlässlich des Inkrafttretens dieses Übereinkommens auf, Maßnahmen zum wirksamen Schutz der Menschenrechte von Hausangestellten zu ergreifen. Die gesetzliche Lage in Deutschland ist diesbezüglich gut – allerdings mangelt es an der Durchsetzung. „Recht auf dem Papier ist noch keine effektive Rechtsdurchsetzung", heißt es in dem Aufruf.

„Eine wichtige Maßnahme in Deutschland ist z. B. die Abschaffung der steuerlichen Privilegierung von Minijobs", so Christel Riemann-Hanewinckel, die Präsidentin der eaf. Die eaf gehört zu den Unterzeichnern der Erklärung.

Wortlaut des Aufrufs:

„Menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte" – ab dem 1. September auch in Deutschland?

Ein PDF dieser Pressemitteilung steht zum Download bereit unter: http://www.eaf-bund.de/fileadmin/user_upload/Pressemitteilungen/PM_2014/140828_Menschenw%C3%BCrdige_Arbeit.pdf

Die evangelische arbeitsgemeinschaft familie e.V. (eaf) ist der familienpolitische Dachverband in der Evangelischen Kirche Deutschlands.


2014 - 09/02

Kinderwertemonitor: Familie und Freunde sind am wichtigsten

Repräsentative Befragung deutscher Kinder von sechs bis 14 Jahren: Familie und Freundschaft sind für die deutschen Kinder das Wichtigste im Leben – weit wichtiger als Geld und Besitz. 74 Prozent der Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 14 Jahren finden Familie und 73 Prozent finden Freundschaft „total wichtig". Auch Vertrauen und Zuverlässigkeit, Geborgenheit und Ehrlichkeit stehen bei den Kindern hoch im Kurs. Werte wie Bildung, gute Manieren und Toleranz gewinnen bei den Sechs- bis 14-Jährigen an Bedeutung. Ebenfalls zugenommen haben aus der Sicht der Kinder die Bedeutung von Umweltschutz, Mut und die Fähigkeit, sich anderen gegenüber durchzusetzen.

Geld und Besitz hingegen spielen bei den Wertorientierungen eine geringe Rolle (21 Prozent). Rund jedes dritte Kind würde sich für andere Menschen engagieren, denen es nicht so gut geht – ein Wert, der in den vergangenen Jahren kontinuierlich leicht gestiegen ist. Das ist das Ergebnis des repräsentativen GEOlino-UNICEF-Kinderwertemonitors 2014, der in Zusammenarbeit mit der Humboldt-Universität Berlin erstellt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Robert Bosch Stiftung gefördert wurde.
Weitere Infos und ein Überblick über die Ergebnisse auf der Website von Unicef http://www.unicef.de/presse/2014/kinder-legen-wert-auf-werte/56986
 
Dazu auch ein ausführlicher Artikel aus der Stuttgarter Zeitung 
 
Eine gute Kommentierung finden Sie im Infoservice 12/2014 des Deutschen Caritasverbands:pdfCaritas-Kinderwertemonitor.pdf

 

Statistik: Fast jedes dritte Kind unter 3 Jahren am 1. März 2014 in Kindertagesbetreuung

Die Zahl der Kinder unter 3 Jahren in Kindertagesbetreuung ist zum 1. März 2014 gegenüber dem Vorjahr um rund 64.500 auf insgesamt knapp 660.800 Kinder gestiegen. Der Anstieg fiel damit stärker aus als in den Vorjahren. Zwischen März 2011 und März 2012 hatte sich die Zahl der betreuten Kinder in dieser Altersklasse um fast 43.800 erhöht, zwischen März 2012 und März 2013 nur um rund 38.100. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand der Ergebnisse zur Statistik der Kindertagesbetreuung weiter mitteilt, lag die Betreuungsquote am Stichtag bundesweit bei 32,3 Prozent (2013: 29,3 Prozent).
Bei der Betreuungsquote handelt es sich um den Anteil der in Kindertageseinrichtungen oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege betreuten unter 3-Jährigen an allen Kindern dieser Altersgruppe. Die Quoten können sich noch geringfügig ändern, da endgültige Bevölkerungszahlen erst zu einem späteren Zeitpunkt vorliegen.

Die Betreuungsquote betrug im März 2014 in den westdeutschen Bundesländern durchschnittlich 27,4 Prozent. In Ostdeutschland (einschließlich Berlin) war sie mit 52,0 Prozent fast doppelt so hoch. Von den westdeutschen Flächenländern hatte Rheinland-Pfalz mit 30,8 Prozent die höchste Betreuungsquote, die niedrigste hatte Nordrhein-Westfalen (23,7 Prozent). In Brandenburg war bundesweit die höchste Betreuungsquote festzustellen (58,2 Prozent).
In den einzelnen Altersjahren der unter 3-Jährigen sind die Betreuungsquoten sehr unterschiedlich. Eine vergleichsweise geringe Bedeutung hat die Kindertagesbetreuung bei Kindern unter 1 Jahr. Die Betreuungsquote betrug hier bundesweit 2,8 Prozent. Bei den 1-Jährigen haben die Eltern von gut jedem dritten Kind (34,7 Prozent) ein Angebot der Kindertagesbetreuung in Anspruch genommen. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Anstieg um 3,9 Prozentpunkte. Bei Kindern im Alter von 2 Jahren stieg die Betreuungsquote um 5,9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf nun 59,8 Prozent. Seit dem 1. August 2013 gibt es für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen bundesweiten Rechtsanspruch auf einen öffentlich geförderten Betreuungsplatz.
Im März 2014 gab es bundesweit 53.415 Kindertageseinrichtungen. Dies waren 931 Einrichtungen mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (+ 1,8 Prozent). Die Zahl der dort als pädagogisches Personal oder als Leitungs- und Verwaltungspersonal beschäftigten Personen stieg um 6,3 Prozent auf 527.400. Gleichzeitig nahm die Zahl der Tagesmütter und -väter um 907 auf knapp 44.900 zu (+ 2,1 Prozent).
Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit Tabelle sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Quelle: Presseinformation OTS: Statistisches Bundesamt vom 4.9.2014

Die meisten Kita-Kinder haben eine 38-Stunden-Woche

Wiesbaden (dpa) - Kleine Kinder verbringen im Schnitt 38 Stunden pro Woche in der Kita. Am längsten werden die unter Dreijährigen im Saarland betreut, am kürzesten in Bayern.

Viele Kita-Kinder haben in Deutschland eine 38-Stunden-Woche: Eltern haben für ihre Kinder unter drei Jahren im Durchschnitt eine Betreuungszeit von fast 38 Wochenstunden vereinbart. Das berichtete das Statistische Bundesamt am Dienstag (16. September) in Wiesbaden. Gezählt wurde im März 2014.

Demnach werden 16 Prozent der Kleinkinder in der Kita maximal 25 Stunden pro Woche betreut. Für 28 Prozent sind zwischen 25 und 35 Stunden vereinbart. Für 56 Prozent wurde eine Betreuungszeit von mehr als 35 Wochenstunden festgelegt.

Die längste durchschnittliche Betreuungszeit vereinbarten die Eltern im Saarland mit über 45 Wochenstunden, die kürzeste in Bayern mit 31,5 Wochenstunden. Quelle: Wiesbadener Zeitung v. 17.9.2014

Bundeshaushalt 2015 500 Millionen mehr für Betreuungsgeld

Trotz der geplanten Ausgabenerhöhung um 497 Millionen auf 8,46 Milliarden Euro stößt der Haushaltsentwurf des Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) für das Jahr 2015 bei der Opposition auf Kritik. Im Wesentlichen sei der Aufwuchs den steigenden Ausgaben beim Betreuungsgeld geschuldet, hieß es dort in erster Lesung des Haushaltsentwurfs am 11. September. Nach dem Haushaltsentwurf der Regierung werden sich die Kosten für das Betreuungsgeld von 515 Millionen Euro auf rund eine Milliarde Euro annähernd verdoppeln. Um weitere 30 Millionen auf insgesamt 5,4 Milliarden Euro sollen die Ausgaben beim Elterngeld steigen. Einberechnet die Ausgaben für Kindergeld und Kinderzuschlag (498 Millionen Euro), für Unterhaltsvorschuss (295 Millionen Euro) und für Mittel zur Finanzierung der Familienpflegezeit (1,4 Millionen Euro) fließen damit fast 7,5 Milliarden Euro in gesetzliche Leistungen für Familien.

Ganzer Artikel über die Bezifferung der Familienleistungen in der Debatte zum Bundeshaushalt im Nachrichtendienst des Dt. Frauenrates vom 15.9.2014 hier

 

Tübingen: Gute Chancen für alle Kinder – mit Familien aktiv gegen Kinderarmut

Die Universitätsstadt Tübingen hat gemeinsam mit dem Bündnis für Familie Tübingen 2013/ 2014 das Forschungs- und Beteiligungsprojekt „Gute Chancen für alle Kinder – mit Familien aktiv gegen Kinderarmut" durchgeführt. Ziel der Stadt ist, die Teilhabemöglichkeiten für Kinder, die von Armut betroffen oder gefährdet sind, zu verbessern, indem auch die Eltern wirkungsvoll unterstützt werden. Im Projekt wurden Familien – Eltern, Kinder und Jugendliche direkt danach gefragt, was für sie wichtig ist, welche Hilfen wirklich ankommen, woran es fehlt und wo es die größten Probleme gibt. Gefragt wurde auch nach den Ideen und Vorschlägen der Familien und danach, wofür und unter welchen Bedingungen sie bereit sind, sich zu engagieren.

Armutssensibilität, Engagement und Solidarität in der Bürgerschaft wurden erhöht, das Thema Kinderarmut aus der Tabuzone geholt: über 400 Tübingerinnen und Tübinger haben sich beteiligt, darunter 122 ehrenamtlich oder beruflich in Vereinen und Institutionen engagierte Personen und Mitglieder des Gemeinderates, über 50 ehrenamtliche Interviewerinnen und Interviewer sowie 250 Familien. Das Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart (IfaS) hat das Projekt wissenschaftlich begleitet und alle Antworten ausgewertet.

Der Projektbericht fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen und legt den Schwerpunkt auf die die kommunalen Auswirkungen und die Handlungsfelder für die Umsetzung nachhaltiger Kinderarmutsbekämpfung. Weitere Informationen, auch der von IfaS erstellte Forschungsbericht mit den vollständigen Ergebnissen sind unter www.tuebingen.de/kinderarmut einzusehen oder können bei der Familienbeauftragten der Stadt angefordert werden. pdfProjektabschlussbericht_DINA4_Internet.pdf

Studie: Stromrechnung allein macht nicht arm - aber 5 Millionen Menschen leben in "Elektrizitätsarmut"

Wird die Energiewende für den Durchschnittshaushalt zu teuer? Ein aktuelles Gutachten gibt Entwarnung. Aber: Fünf Millionen Menschen in Deutschland leben in „Elektrizitätsarmut" – wegen unzureichender Löhne oder Sozialleistungen.

Es sei erstaunlich, wie die Kostenbelastung durch die Energiewende zuweilen dramatisiert werde, schreiben Heinz-Josef Bontrup und Ralf-Michael Marquardt in einer neuen Studie. Schließlich entfallen nur gut zwei Prozent der Konsum­ausgaben privater Haushalte auf Strom. Und der gesamte Warenkorb eines Drei-Personen-Haushalts hat sich durch die Energiewende um maximal drei Prozent verteuert, wie die Professoren an der Westfälischen Hochschule und Mitglieder des Westfälischen Energieinstituts ausgerechnet haben. Darin enthalten sind zum einen die direkten Mehrkosten des Stroms – plus 47 Prozent im Vergleich zu einem Szenario ohne Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und andere ökologisch motivierte Preisaufschläge. Zum anderen haben die Wissenschaftler mit einem komplexen Modell ermittelt, inwieweit gestiegene Stromkosten zu höheren Preisen bei anderen Gütern führen. Auch dies ist eingerechnet.

Die Energiewende entfalte „beim privaten Durchschnittshaushalt nur eine recht moderate Gesamtwirkung", urteilen Bontrup und Marquardt. Zwar müssten künftig Milliarden in den Netzaufbau investiert werden. Die reinen Herstellungs- und Beschaffungskosten des Stroms dürften in nächster Zeit aber zurückgehen – gerade wegen der Energiewende. Denn so konnten ältere, unwirtschaftliche Kraftwerke vom Netz genommen werden. Außerdem hat die Konkurrenz unter den Stromerzeugern zugenommen. Eine indirekte Entlastung könnte sich auch über Preisrückgänge bei Kohle und Gas wegen der sinkenden Nachfrage nach diesen Energieträgern ergeben.

Dass der Durchschnittshaushalt die Förderung erneuerbarer Energien finanziell verkraften dürfte, heiße aber nicht, dass die so genannte Energiearmut kein Problem sei, betonen die Forscher. Nur: Der größte Teil der „Elektrizitätsarmen" wäre auch ohne Energiewende arm.

Für den verbreiteten Begriff Energiearmut, der sich nicht nur auf Strom, sondern auch auf Gas oder Heizöl bezieht, existiert keine verbindliche Definition. Unstrittig ist immerhin, wer – im Falle der Elektrizität – in absoluter Armut lebt: diejenigen, denen der Strom abgedreht wurde, weil sie ihre Rechnung nicht bezahlen konnten. 2011 waren dies 312.000 Haushalte in Deutschland. Als „relativ elektrizitätsarm" bezeichnen Bontrup und Marquardt in Anlehnung an eine in Großbritannien übliche Abgrenzung solche Haushalte, die mehr als fünf Prozent ihres verfügbaren Einkommens an ihren Stromanbieter abtreten müssen.

Anhand üblicher Verbrauchsmengen und durch die Betrachtung typischer Haushaltskonstellationen konnten die Forscher das Ausmaß der relativen Stromarmut in Deutschland abschätzen. Dabei zeigt sich:

Ein Drei-Personen-Haushalt, in dem der Haupteinkommensbezieher 40 Stunden in der Woche zum Durchschnittsverdienst arbeitet, ist nicht betroffen. Das ändert sich aber, wenn der Hauptverdiener zu einem Niedriglohn arbeitet. Bekommt er Arbeitslosengeld I, gilt analog: Wer zuvor durchschnittlich verdient hat, rutscht nicht in die Elektrizitätsarmut, frühere Niedriglohnempfänger aber schon.

Durchweg fallen Hartz-IV-Haushalte unter die Elektrizitäts-Armutsgrenze. Bei Rentnern trifft dies dagegen nur für bestimmte Haushaltstypen zu. Zum Beispiel für viele allein lebende Frauen oder Zwei-Personen-Haushalte mit nur einer Rente.

Insgesamt weist die Berechnung der Forscher für 2013 rund fünf Millionen unter „Elektrizitätsarmut" leidende Menschen in Deutschland aus, von denen 3,3 Millionen auch ohne ökologische Umorientierung in der Energieerzeugung betroffen wären. Bontrup und Marquardt prognostizieren, dass die „Stromarmut" in Zukunft weiter zunehmen wird. Auch wenn keine Preisexplosion beim Strom zu erwarten ist: Schneller als Niedrigeinkommen und der Hartz-IV-Satz dürfte der Preis für Strom allemal weiter steigen. Verhindern ließe sich eine Ausweitung der Armut durch höhere Energiekosten nur, wenn der „gigantischen Umverteilung" von den Arbeits- zu den Besitzeinkommen eine substanzielle Erhöhung der Grundsicherung entgegengestellt würde, so die Forscher. Zudem müsse der gesetzliche Mindestlohn nicht nur eingeführt, sondern auch regelmäßig in der Höhe angepasst werden.

Zur Studie der Hans-Böckler-Stiftung

Regionales Bündnis für Familie Ostwürttemberg ausgezeichnet

Kurz nach seinem 10jährigen Jubiläum wurde das Regionale Bündnis für Familien Ostwürttemberg e.V. als 'Bündnis des Monats' ausgezeichnet. Mit den Lokalen oder regionalen Bündnissen ist der "Familienpolitik vor Ort" seit den 90-er Jahren ein entscheidender Sprung gelungen. Sie sind entstanden aus ganz unterschiedlich initiierten Runden Tischen, bei denen sich lokale Akteure (Verbände, kommunale Verantwortungsträger, Arbeitgeber u.a.) zusammengesetzt haben, um den Anliegen von Familien besser Rechnung zu tragen. Der Zusammenschluss der Lokalen Bündnisse in Baden-Württemberg ist seit 2010 Mitglied im Landesfamilienrat Baden-Württemberg

Zur Seite des Regionalen Bündnis Ostwürttemberg und zu einem kleinen Film: http://www.regionales-buendnis-fuer-familie.de/

Einen Bericht über die Arbeit finden Sie auf der bundesweiten Seite unter http://www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de/nc/ueber-die-initiative/buendnisse-des-monats.html

Lokale Bündnisse für Familie sind Netzwerke von Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Die verschiedenen Partnerinnen und Partner finden sich vor Ort auf freiwilliger Basis zusammen, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien durch bedarfsorientierte Projekte zu verbessern. Dabei engagieren sich die Partnerinnen und Partner nach ihren eigenen Möglichkeiten und bringen ihr spezifisches Know-how ein. Dieser Ansatz ist das Markenzeichen der Lokalen Bündnisse und begründet ihren Erfolg. Kernthemen sind Vereinbarkeit von Familie und Beruf, verlässliche Kinderbetreuung und unterstützende familienfreundliche Infrastruktur sowie zunehmend auch die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege. Unter den Akteurinnen und Akteuren sind Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Unternehmen, Kammern und Gewerkschaften, von Arbeitsagenturen, Verbänden, Stiftungen, Hochschulen, Krankenhäusern, Kirchen sowie den freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe.

 

 


2014 - 10/01

Mietpreisbremse ist nicht genug – Landesfamilienrat fordert Konzept für bezahlbares Wohnen

Der Landesfamilienrat begrüßt die von der Bundesregierung erzielte Einigung zum Schutz vor drastischen Erhöhungen bei der Neuvermietung als Schritt in die richtige Richtung, fordert aber weitere Schritte zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

„Die Begrenzung des Mietpreises bei Neuvermietung ist zwar ein wichtiger Anfang, er schafft aber noch keinen neuen oder gar familiengerechten Wohnraum", sagt dazu der Vorsitzende des Landesfamilienrates, Kirchenrat Jürgen Rollin. „Was wir vorrangig brauchen, um die Situation zu verbessern, ist ein umfassendes Konzept, vor allem in Städten und Ballungsgebieten. Dabei hat das Land eine besondere Verantwortung, etwa beim Sozialen Wohnungsbau, der unbedingt wieder angekurbelt werden muss", so Rollin.

Mieten in Ballungsräumen wie Stuttgart, Heilbronn, Freiburg oder Mannheim sind zunehmend unerschwinglich. Vor allem in den Universitätsstädten explodieren die Mieten. Familien mit geringem Einkommen müssen im Durchschnitt ein Drittel, viele sogar die Hälfte ihres Einkommens für die Miete aufwenden, dazu kommen steigende Nebenkosten, vor allem für Strom und Heizung.

Für den Landesfamilienrat ist der Wohnungsbau eine Querschnittsaufgabe", erläutert Rollin, „hier müssen sich das Land, Kommunen und private Investoren zusammentun." Der Landesfamilienrat hat in einem Fachgespräch mit Landespolitikern und Experten angeregt, dass die infrage kommenden Akteure beim Wohnungsbau gemeinsam Konzepte entwickeln, welche den Wohnungsneubau ebenso umfassen wie die bedarfsgerechte Sanierung des Bestands.

Denn der öffentliche und der private Wohnungsbau sollten auch im Hinblick auf soziale Förderung und zur Entwicklung eines famillien- und generationengerechten Wohnumfeldes zusammen geplant und gedacht werden. - Stuttgart, 24.09.2014 -

pdf2014-09-24.Mietpreisbremse-ist-nicht_genug.pdf

Weiterführende Informationen:

Dokumentation des Familienpolitischen Fachgesprächs "Bezahlbares Wohnen für Familien" am 14. März 2014 in Stuttgart

Bundestag: Elterngeld soll flexibler werden

Familie, Senioren, Frauen und Jugend/Gesetzentwurf
Berlin: (hib/AW) Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will den Bezug von Elterngeld bei gleichzeitiger Teilzeitarbeit flexibler gestalten und ausbauen. Dies sieht ein Gesetzentwurf der Bundesregierung (18/2583) zur Einführung des sogenannten „Elterngeld Plus" mit einem Partnerschaftsmodus vor. Zudem sollen sich Eltern die Elternzeit insgesamt flexibler einteilen können.

Mit dem Gesetz sollen ab dem 1. Januar 2015 jene Elternpaare unterstützt werden, die sich partnerschaftlich um die Kinderbetreuung kümmern und zugleich über eine Teilzeitbeschäftigung ins Berufsleben zurückkehren wollen. Nach den Plänen der Regierung sollen Eltern das Elterngeld Plus bei gleichzeitiger Teilzeitarbeit doppelt so lange beziehen können wie das bisherige Elterngeld. Bislang war eine Kombination aus Elterngeld und Teilzeit zwar auch schon möglich, der Lohn aus der Teilzeitbeschäftigung minderte jedoch die Höhe des ausgezahlten Elterngeldes ohne dass sich deswegen die Bezugsdauer verlängert hätte. Zudem soll sich die Bezugsdauer des Elterngeld Plus durch die Einführung eines Partnerschaftsmodus um weitere vier Monate für jeden Elternteil verlängern, wenn beide pro Woche einer Teilzeitbeschäftigung von 25 bis 30 Stunden nachgehen. Elterngeld, Elterngeld Plus und der Partnerschaftsmodus sollen sich außerdem kombinieren lassen.

Auch die Elternzeit soll nach dem Willen von Ministerin Schwesig zukünftig flexibler werden. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Eltern nicht nur wie bisher bis zum dritten Geburtstag des Kindes eine unbezahlte Auszeit aus dem Berufsleben nehmen können, sondern auch eine unbezahlte Auszeit von bis zu 24 Monaten zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes. Diese Auszeit soll dann in drei statt wie bisher zwei Zeitabschnitte aufgeteilt werden können.

Elterngeld Plus: Bundesrat und Verbände wollen Nachbesserung

Das Elterngeld Plus zielt auf eine flexible und partnerschaftliche Aufgabenverteilung von Paaren mit Kindern, wenn es nach Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) geht. Der Gesetzentwurf ist in den Bundestag eingebracht. Die Länder haben in ihrer Plenarsitzung am 19. September 2014 allerdings deutlich gemacht, dass der vorliegende Entwurf verbessert werden muss.  Der Bundesrat kritisiert in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf, dass die neue Regelung all jene vom Bezug der sogenannten Partnermonate sowie des Partnerschaftsbonus beim Elterngeld ausschließe, die nach einer Trennung das gemeinsame Sorgerecht aufrechterhalten. Anders als beim alleinigen Sorgerecht erhalten Alleinerziehende nicht die vollen 14 Monate (12 plus 2 Partnerschaftsmonate) Elterngeld. Eine familienpolitische Leistung dürfe aber keine Anreize setzen, so die Länder, ein gemeinsames Sorgerecht aufzulösen. Stattdessen schlägt die Länderkammer vor, dass der Anspruch für die zusätzlichen Monate aus der realen sozialen Situation abgeleitet werden müsse.

Mehr dazu lesen: Elterngeld Plus: Bundesrat und Verbände wollen Nachbesserung

Bund soll Kosten des BAföG übernehmen

Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung/Gesetzentwurf
Berlin: (hib/ROL) Die Bundesregierung hat einen Entwurf zur vollständigen Finanzierung des Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) durch den Bund zum 1. Januar 2015 zur Weiterentwicklung des BAföG ab Herbst 2016 vorgelegt. Mit dem Gesetzentwurf (18/2663) verfolgt die Bundesregierung nach eigener Auskunft das Ziel, die Ausbildungsförderung mit dem BAföG nachhaltig finanziell zu sichern und bedarfsgerecht an aktuelle Entwicklungen in der Lebenswirklichkeit von Auszubildenden wie auch im Bereich der Ausbildungsangebote an Schulen und Hochschulen anzupassen. Bislang hatten der Bund 65 und die Bundesländer 35 Prozent der Kosten getragen.

Mehr dazu lesen: Bund soll Kosten des BAföG übernehmen

Kinder fördern, Eltern unterstützen - Diakonie fordert anlässlich des Weltkindertags die Förderung von Familienzentren

Stuttgart, 19. September 2014: Alle Kinder sollen die Chance haben, ihre Talente zu entwickeln und ein glückliches Leben zu führen. Auf diese elementare gesellschaftliche Aufgabe verweist die Diakonie Württemberg anlässlich des morgigen Weltkindertages. Gerade Kinder mit individuellen Beeinträchtigungen und sozialer Benachteiligung benötigen Hilfe und Unterstützung. Familienzentren sind dazu wichtige Einrichtungen, um diese zentrale gesellschaftliche Aufgabe umsetzen zu können. „Wir brauchen eine solide Finanzierung für diese Zentren", fordert Eva-Maria Armbruster, Stellvertreterin des Vorstandsvorsitzenden der Diakonie Württemberg.

Rund 30 000 Kinder und Jugendliche werden, zusätzlich zur Arbeit evangelischer Kindergärten, in diakonischen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Behindertenhilfe gefördert und betreut. „Kinder brauchen Schutz und Geborgenheit, Wärme und Zuwendung sowie Anregung und Förderung. Dazu tragen wir mit unseren vielfältigen Angeboten der Erziehungshilfe, der Jugendsozialarbeit, der Bildung und der Hilfen für Familien bei", so Eva-Maria Armbruster.

Für die Diakonie gilt deshalb das Motto „Starke Eltern, starke Kinder". Die Diakonie sieht das Land Baden-Württemberg mit dem Ausbau der Kinderbetreuung, der Frühen Hilfen und der Ganztagesschulen auf einem guten Weg. „Dabei kommt es allerdings nicht nur auf Quantität an, sondern auf qualifizierte, verlässliche und personell gut ausgestattete Angebote. Diese müssen die Vielfalt der Gesellschaft in Konzept und Trägerschaft widerspiegeln", so die stellvertretende Diakoniechefin. Die zunehmende Kommunalisierung der Angebote im Bereich der Kinderbetreuung und Familienförderung wird deshalb von der Diakonie kritisch hinterfragt.

Nachholbedarf sieht die Diakonie vor allem im Ausbau und der Förderung von Familienzentren. „Wohnortnahe Familienzentren mit vielfältigen Angeboten der Bildung, Beratung und ihrer Funktion als Treffpunkt und Drehscheibe sind für Familien mit Kindern ideal. Kirche und Diakonie engagieren sich enorm mit dem Aufbau und der Ausgestaltung von Familienzentren. Die finanzielle Unterstützung durch Städte und Gemeinden ist nicht ausreichend. Hier ist das Land gefordert ein eigenes Förderprogramm zu schaffen und dieses auf eine gesetzliche Grundlage zu stellen", so der Appell von Eva-Maria Armbruster. Die Diakonie und die Evangelische Kirche unterhalten derzeit 60 Familienzentren in Württemberg.

Kindheit in Deutschland: Wir sind keine Sorgenkinder!

Schulstress, Bewegungsmangel, Computersucht – und dann noch überforderte Eltern: Ist es wirklich so furchtbar, heute in Deutschland aufzuwachsen? Keineswegs. Den Kindern geht es so gut wie nie zuvor.

Eines Tages, es muss etwa sieben Jahre her sein, fällt es dem Wissenschaftler Martin Dornes auf. Was in den Zeitungen über den Zustand der Familien und die Lage von Kindern steht, passt nicht zu seinen eigenen Erfahrungen. Vom "Kampf der Generationen" liest er und von "immer mehr psychisch kranken Jugendlichen", von jungen Gewalttätern, die "immer brutaler zuschlagen". Viele Kinder, erfährt Dornes, bewegten sich kaum, weil sie dauernd vor dem Fernseher oder Computer säßen. Ihre Leistungen in der Schule seien miserabel ("Pisa-Katastrophe"). Und die Eltern hätten "das Erziehen verlernt". Die Familie: eine Trümmerlandschaft. Die Schulen: kaputtgespart. Die Vereinbarkeit von Kindern und Karriere: nirgendwo so schwierig wie hierzulande.

Stimmt das? Den ganzen (hoffnungsvoll gestimmten) Artikel von Martin Spiewak aus der ZEIT vom 29.09.2014 lesen Sie hier: pdfkindheit-deutschland-erziehung.pdf

Deutscher Hebammenverband: „Ohne Hebammen ist auch das Stillen in Gefahr“

Die diesjährige Weltstillwoche (29.9.-5.10.2014) steht unter dem Motto „Stillen – ein Gewinn fürs Leben". Denn Stillen dient nicht nur der Gesundheit des Kindes und der Mutter, sondern der gesamten Gesellschaft. Doch dadurch, dass immer mehr Frauen, Schwierigkeiten haben, eine Hebamme für die Wochenbettbetreuung zu finden, fehlt ihnen auch eine wichtige Unterstützung und Beratung für das Stillen.
„Gerade im Wochenbett, also in den ersten sechs Wochen brauchen viele Frauen Hilfestellungen, wenn sie ihr Kind stillen möchten", sagt Aleyd von Gartzen, kommissarische Beauftragte für Stillen und Ernährung im Deutschen Hebammenverband. „Hebammen sind perfekt ausgebildet, um Mütter bei der Ernährung ihres Babys und beim Stillen zu beraten. Stillen kann vielen Krankheiten wie Diabetes vorbeugen und stärkt die Bindung zwischen Mutter und Kind."
Tatsächlich ist aber vor allem die Stilldauer in Deutschland niedrig und zeigt sogar einen leicht rückläufigen Trend. Direkt nach der Geburt werden zwar noch 80 bis 90 Prozent aller Kinder gestillt. Ausschließlich gestillt wurden in den ersten vier Monaten aber nur 34 Prozent. Und nur weniger als ein Fünftel aller Frauen stillen ihr Baby sechs Monate lang voll. Damit sind die WHO-Empfehlungen für das Stillen für einen Großteil der Kinder in Deutschland nicht erfüllt.
„Vor allem in der Wochenbetreuung fehlen viele Hebammen. Dadurch ist auch das Stillen in Gefahr", sagt Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. „In der Weltstillwoche machen wir deshalb unter www.hebammenverband/landkarte weiter auf den Hebammenmangel aufmerksam und werben für das Stillen als die normale Ernährung für das Baby."

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbandes e.V. vom 23.9.2014

Tagungseinladung Diakonie Württemberg: In Führung gehen

Gerne möchten wir sie auf unsere zweitägige Bundestagung zum Thema „In Führung gehen – Wie Frauen aufsteigen und Einrichtungen gewinnen können" aufmerksam machen. Die Tagung wird vom 27.11.2014, ab 14 Uhr bis 28.11.2014, bis 16:30 Uhr in Kooperation mit der Bundesakademie für Kirche und Diakonie durchgeführt und bietet viele interessante Impulse, Workshops und Möglichkeiten der Vernetzung von Führungskräften im sozialen und pflegerischen Bereich. Es gibt noch einige wenige Plätze. Die Tagung findet im besonderen Ambiente des Jugendstilhotels auf dem Hainstein mit Blick auf die Wartburg in Eisenach statt. Auch ein anregendes Kulturprogramm erwartet Sie.

Mehr dazu lesen: Tagungseinladung Diakonie Württemberg: In Führung gehen


2014 - 10/02

Fachkongress des Netzwerkes Familienpatinnen und Familienpaten Baden-Württemberg

Einladung zum ersten Fachkongress des Netzwerkes Familienpatinnen und Familienpaten Baden-Württemberg - Familienpatenschaften im Bereich der Frühen Hilfen und des präventiven Kinderschutzes - für Fachkräfte, Ehrenamtliche und Interessenten am 03. November 2014 im GENO-Haus Stuttgart

Die Zentrale Koordinierung des Netzwerkes Deutscher Kinderschutzbund, LV Baden-Württemberg lädt herzlich zum ersten Fachkongress des Netzwerkes, am 03. November 2014 im GENO-Haus Stuttgart ein.
Zum Programm:  pdfFlyer_Netzwerkkongress_2014.pdf

Anmeldungen für den Fachkongress sind über das beigefügte Anmeldeformular möglich. Dies ist eine beschreibbare PDF und kann direkt am PC ausfüllt werden. pdfAnmeldeformular_Netzwerkkongress.pdf .
Hinweis: Bitte denken Sie daran, Ihre Anmeldedaten vor dem Versenden abzuspeichern.

Anmeldungen bis zum 22.10.2014
per Email an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
oder
per Fax an: 0711 / 236 15 13

Gesetzentwurf zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf beschlossen

Das Bundeskabinett hat heute (Mittwoch) den Gesetzentwurf zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf beschlossen. Die bestehenden Gesetze zur Pflegezeit und Familienpflegezeit werden jetzt besser miteinander verzahnt und gemeinsam weiterentwickelt: Zentrale Neuerungen sind der Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit, der Anspruch auf Förderung durch ein zinsloses Darlehen sowie die Einführung des Pflegeunterstützungsgeldes als Lohnersatzleistung bei kurzzeitiger Arbeitsverhinderung. Auch wird künftig eine Freistellung möglich sein, wenn ein pflegebedürftiges minderjähriges Kind außerhäuslich betreut werden soll. Eine Begleitung in der letzten Lebensphase findet ebenfalls Berücksichtigung. Die Gesamtdauer der Freistellungsmöglichkeiten, die auch kombiniert werden können, beträgt insgesamt 24 Monate. Darüber hinaus wird der Kreis der pflegebedürftigen nahen Angehörigen zeitgemäß erweitert. Künftig werden auch Stiefeltern, Schwägerinnen und Schwäger sowie lebenspartnerschaftsähnliche Gemeinschaften einbezogen. Diese Neuregelungen sollen zu Beginn 2015 in Kraft treten.

Mehr dazu lesen: Gesetzentwurf zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf beschlossen

Änderungswünsche beim Elterngeld Plus

Berlin: (hib/AW) Experten fordern trotz prinzipieller Zustimmung Nachbesserungen am geplanten Elterngeld Plus. Der Familienausschuss hörte am Montag (13. Oktober 2014) acht Sachverständige zum entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung (18/2583 - Entwurf, 18/2625 - Unterrichtung) an.

Unterschiedliche Auffassungen bestehen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen in der Frage, ab welcher Betriebsgröße Arbeitnehmern eine Elternzeit mit gleichzeitiger Teilzeitbeschäftigung zustehen soll. Christina Raab von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände argumentierte, dass kleine und mittlere Betriebe durch die geplante Ausweitung der Elternzeit besonders stark belastet würden.

Mehr dazu lesen: Änderungswünsche beim Elterngeld Plus

Bund: Familienetat ohne Änderungen

Berlin: (hib/MIK) Ohne Änderungen hat am Donnerstag Morgen der Regierungsentwurf 2015 (18/2000) zum Etat des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Einzelplan 17) den Haushaltsausschuss passiert. Die Gesamtausgaben des Ministeriums sollen damit im kommenden Jahr 8,46 Milliarden Euro betragen. Für den Etatentwurf stimmten die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD; die Oppositionsfraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen lehnten ihn ab.

Insgesamt 18 Änderungsanträge der Opposition blieben erfolglos. So forderten sowohl Die Linke als auch Bündnis 90/Die Grünen die vorgesehenen Ausgaben für das Betreuungsgeld in Höhe von einer Milliarde Euro zu streichen. Sie begründeten dies damit, dass das Betreuungsgeld Fehlanreize biete, um auf die Förderung und Bildung von Kindern in Tageseinrichtungen zu verzichten. Zudem forderte die Linksfraktion unter anderem, die Mittel für den Unterhaltsvorschuss um knapp 500 Millionen Euro auf insgesamt 795 Millionen Euro zu erhöhen und den Ausbau des Sondervermögens für den qualitativen und quantitativen Kita-Ausbau mit drei Milliarden Euro zu unterstützen. Ebenso sollten die Mittel für Freiwilligendienste von 92,9 Millionen Euro auf 260,1 Millionen Euro erhöht werden.

Die Grünen forderten unter anderem Sonderprogramme für den Ausbau der Kindertagesbetreuung, für die insgesamt eine Milliarde Euro zur Verfügung gestellt werden sollten. Die Koalition kündigte an, dass sie in der sogenannten Bereinigungssitzung am 13. November einige „kleinere" Änderungsanträge einbringen werde.

Kinder und Medien: Eltern brauchen Orientierung

Deutsche Liga für das Kind fordert Stärkung der Medienkompetenz von Kindern, Eltern und pädagogischen Fachkräften.. Kinder-Tablets bereits für die Einjährigen, Spielekonsolen im Kinderzimmer, hoher Fernsehkonsum, frühe Nutzung von Smartphones und des Internets: Kinder wachsen von Beginn an in eine stark durch Medien beeinflusste Umwelt hinein. Anlässlich ihrer Jahrestagung „Zwischen Bilderbuch und Touchscreen. Kinder und Medien" am 10./11. Oktober im Konferenzgebäude des ZDF auf dem Lerchenberg in Mainz fordert die Deutsche Liga für das Kind eine Stärkung der Medienbildung in Kindergarten und Schule, mehr und bessere Informationen für Eltern, die Verankerung medienpädagogischer Inhalte in den Aus- und Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte sowie einen effektiven Kindermedienschutz.
Angesichts einer kaum noch zu überblickenden Flut medialer Angebote

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Eltern klagen über zu hohen Schulstress

Nürnberg (dpa/tmn) - Schule bis in den Nachmittag, viele Hausaufgaben und schlechte Noten: Viele Kinder leiden unter Schulstress. Nun beschweren sich die Eltern über die hohen Anforderungen an ihren Nachwuchs.

Fast die Hälfte der Eltern mit Schulkindern beklagt zu hohen Leistungsdruck in der Schule. Langer Unterricht, viele Klausuren und Angst vor schlechten Noten sorgen für Schulstress bei den Kindern, sagen 47 Prozent der Befragten. Das geht aus einer repräsentativen GfK-Umfrage (Gesellschaft und Konsumforschung) hervor.

Dabei steigt der Druck mit dem Alter: Während fast ein Drittel der Eltern (31,3 Prozent) von Grundschulkindern über Leistungsdruck klagt, sind es bei den Eltern von Schülern der Klassen fünf bis acht gut die Hälfte (50,8 Prozent). In den Jahrgangsstufen neun bis zwölf beschweren sich rund 70 Prozent der Eltern über zu hohe Anforderungen. Im Auftrag der Zeitschrift «Baby und Familie» wurden 306 Erwachsene mit mindestens einem Schulkind im Haushalt befragt.

Alleinerziehende im Zeitspiegel - VAMV Info 4/2014

Der Leitartikel in dieser Ausgabe des VAMV-Info Nr. 4/2014 heißt: „Alleinstehende Mütter von 1900 bis heute", geschrieben von Bettina Bab, Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Frauenmuseum Bonn. Der Artikel ist ein Auszug aus dem Katalog der Ausstellung „Single Moms", die noch bis zum 9. 11. 2014 im Frauenmuseum Bonn zu sehen ist. pdfInfo_4_2014Single-Moms.pdf

Außerdem gibt es viele weitere Informationen aus Politik, Öffentlichkeitsarbeit, Rezensionen... Alle Infoausgaben sind ebenfalls nachzulesen unter: http://www.vamv.de/publikationen/verbandszeitschrift

Lexikon der Babysprache: „Signale des Babys" auf YouTube und DVD erschienen

Der neue YouTube-Kanal „Signale des Babys" ist ein filmisches Lexikon der Babysprache – die Ausdrucksmöglichkeiten kleiner Kinder in vielen kurzen Spots und einigen längeren Filmen. So können Eltern lernen, ihre Babys noch besser zu verstehen. Das ist ganz leicht und macht dazu noch Spaß. Denn Kinder sprechen viel deutlicher mit uns, als man glaubt. Schon lange vor den ersten klaren Worten können sie eine Menge sagen – durch Laute, Gesten, Blicke, Bewegungen, mit Händen und Füßen, Augen und Lippen, mit der Sprache des ganzen Körpers.
Der Kanal zeigt Signale von Neugeborenen bis 18 Monate alten Kindern, die bei Erwachsenen Fragen aufwerfen, nicht immer leicht zu erkennen sind oder missverständlich sein können.

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2014 - 11/01

Bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf

Das Bundeskabinett hat am 15.10.2014 den Gesetzentwurf zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf beschlossen. Die bestehenden Gesetze zur Pflegezeit und Familienpflegezeit werden jetzt besser miteinander verzahnt und gemeinsam weiterentwickelt.

Zentrale Neuerungen sind der Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit, der Anspruch auf Förderung durch ein zinsloses Darlehen sowie die Einführung des Pflegeunterstützungsgeldes als Lohnersatzleistung bei kurzzeitiger Arbeitsverhinderung. Auch wird künftig eine Freistellung möglich sein, wenn ein pflegebedürftiges minderjähriges Kind außerhäuslich betreut werden soll. Eine Begleitung in der letzten Lebensphase findet ebenfalls Berücksichtigung.

Die Gesamtdauer der Freistellungsmöglichkeiten, die auch kombiniert werden können, beträgt insgesamt 24 Monate. Darüber hinaus wird der Kreis der pflegebedürftigen nahen Angehörigen zeitgemäß erweitert. Künftig werden auch Stiefeltern, Schwägerinnen und Schwäger sowie lebenspartnerschaftsähnliche Gemeinschaften einbezogen. Diese Neuregelungen sollen zu Beginn 2015 in Kraft treten.

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Familienorganisationen: Familiengerechte Arbeitswelt statt Familienplanung auf Eis

Anlässlich der Diskussionen um den Vorschlag, dass Unternehmen Mitarbeiterinnen die Kosten für das Einfrieren von Eizellen für eine spätere Schwangerschaft übernehmen, erklären die Familienorganisationen: Dieses sogenannte Social Freezing ist ein völlig falscher Ansatz im Sinne einer familiengerechten Arbeitswelt. Stattdessen fordern sie, die Gleichzeitigkeit von Kind und Karriere zu ermöglichen – durch eine familienbewusste Unternehmenskultur, flexible Arbeitszeitmodelle und eine qualitativ wie quantitativ gute Kinderbetreuung.

„Mit ihrem Vorstoß zum arbeitgeberfinanzierten Social Freezing setzen die Unternehmen ein ganz falsches Signal", so der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen (AGF) e.V., Dr. Klaus Zeh. „Wir brauchen eine Arbeitswelt, die es Eltern ermöglicht, Familie und Beruf sinnvoll zu vereinbaren. Die Lösung kann nicht sein, die Familienphase auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

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VAMV: Petition zur Teilzeitberufsausbildung

Alleinerziehende sind fünf Mal häufiger gezwungen, von ALG II zu leben als Paarfamilien. Viele der Alleinerziehenden im Leistungsbezug haben keine oder, aufgrund langer Erwerbspausen während der Paarfamilienphase, eine veraltete Ausbildung. In NRW liegt der Prozentsatz der Alleinerziehenden im Leistungsbezug ohne Ausbildung bei 63%. Fehlt eine verwertbare Ausbildung, bleiben die Chancen auf dem Arbeitsmarkt während des gesamten Erwerbslebens gering.

Gleichzeitig werden insbesondere Alleinerziehenden im ALG II Bezug jenseits der 25 oder 30 Jahre (und das sind die meisten) massive Hürden in den Weg gestellt, wenn sie eine Ausbildung nachholen wollen.

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) hat in einem bundesweiten Netzwerk Teilzeitberufsausbildung eine Petition erarbeitet. Mit ihr soll eine Gesetzesänderung im SGB II erreicht werden, die für die Zeit der Ausbildung die Existenzsicherung sicherstellt. Damit würde auch Alleinerziehenden über 30 Jahre eine betriebliche und schulische Ausbildung ermöglicht.

Bitte zeichnen und weitersagen, Fristablauf: 10.11.2014! Hier geht's zur Petition. https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2014/_09/_10/Petition_54647.html

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Statistik: Ein Drittel der Familien lebt nicht im klassischen Modell

Fast jede dritte Familie in Deutschland lebt nicht mehr nach dem klassischen Modell. Das belegen die Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom Montag, 20.10.2014.

Wiesbaden - Fast jede dritte Familie in Deutschland lebt nicht mehr nach dem klassischen Modell. 20 Prozent der Väter und Mütter waren im vergangenen Jahr alleinerziehend, zehn Prozent leben in nichtehelichen oder gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Zwar dominiert noch immer die Ehe das Familienleben der Deutschen, wie Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom Montag belegen. Denn verheiratet sind 70 Prozent der Eltern in den insgesamt knapp 8,1 Millionen Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind. Aber 1996 waren es noch deutlich mehr, nämlich 81 Prozent.

Diese Zahlen ergeben sich aus dem Mikrozensus 2013, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland und Europa. Als Familien gelten dabei alle Eltern-Kind-Gemeinschaften,

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Regierung plant Steuerrechts-Änderung

Berlin: (hib/HLE) Die Bundesregierung will die Abgabenordnung an den neuen Zollkodex der Europäischen Union anpassen und darüber hinaus wichtige Änderungen in anderen Steuergesetzen vornehmen. Diesem Ziel dient der von der Regierung eingebrachte Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Abgabenordnung an den Zollkodex der Union und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften (18/3017). Der bisherige Zollkodex soll bis zum 1. Mai 2016 abgelöst werden. Vorgesehen ist auch die Einführung einer Steuerbefreiungsvorschrift für den INVEST-Zuschuss für Wagniskapital.

Daneben enthält der Entwurf mehrere Neuregelungen für das nationale Steuerrecht. So soll es steuerliche Erleichterungen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf geben. (Anmerkung: Serviceleisstungen der Arbeitgeber sollen steuerfrei gestellt werden). Für zusätzliche, außergewöhnliche Betreuungsleistungen soll ein Freibetrag von 600 Euro im Jahr eingeführt werden. Dabei geht es um Betreuungskosten, „die kurzfristig aus zwingenden beruflich veranlassten Gründen entstehen". Erstmals sollen damit auch Betreuungskosten „in eng umgrenzten Rahmen steuerlich begünstigt (werden), wenn sie im Privathaushalt des Arbeitnehmers anfallen".

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Familienbund: Kleben für Familiengerechtigkeit

Familienbund erstellt individuelle Briefmarke zur Kampagne „Beitragsgerechtigkeit für Familien in der Sozialversicherung".

Der Wiedererkennungswert ist wichtig in der Öffentlichkeitsarbeit. Bis zu siebenmal müsse man etwas sehen, um es als „bekannt" zu erkennen, heißt es in der Werbebranche. Eine Briefmarke ist ein kleiner Werbeträger, der sehr viele Menschen erreichen kann. Es ist ein Werbeträger, an dessen Verbreitung alle Menschen, die sich mit Familien und dem Familienbund solidarisieren wollen, auf höchst einfache Weise mitwirken können. Frankieren Sie Ihre private Post in der nächsten Zeit mit den Briefmarken des Familienbundes! Ein Bogen Briefmarken bedeutet 20 mal Familiengerechtigkeit und den Familienbund ins Spiel bringen.

Die Idee die Briefmarke – einen Bogen – als Weihnachtspräsent an ehren- und
hauptamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu verschenken kommt gut an. Schon im Advent verschenkt können die Beschenkten damit gleich ihre Weihnachtspost erledigen.

Die Briefmarken sind von der deutschen Bundespost und haben den Wert von 0,60 €. Sie können die Briefmarken in der Diözesangeschäftsstelle erhalten und ausführliche Informationen zur Kampagne unter www.rente-sich-wer-kann.org beziehen. pdfKleben_Familiengerechtigkeit_Plakat.pdf

Kosten: 12 € pro Bogen (20 Briefmarken à 0,60 €), zuzügl. 2,84 € anteilige Kosten für die Herstellung der individuellen Briefmarke, zuzügl. Versandkosten.

"Baby & Essen" - Neue Eltern-App für das 1. Lebensjahr

Bonn, den 29. Oktober 2014 - Mit der App "Baby & Essen" haben Eltern erstmals einen ausführlichen Essens-Fahrplan für das 1. Lebensjahr griffbereit. Für die stillende Mutter gibt es Ernährungstipps und Väter können sich im "Papa-Modus" Männer-Fakten holen. Zusätzlich unterstützen Checks, Rechner und Rezepte im Familienalltag. Entwickelt hat die App das Netzwerk Gesund ins Leben, eine IN FORM-Initiative des Bundesernährungsministeriums.

Neugierig? Dann testen Sie selbst! Die App ist kostenlos erhältlich unter:
Apple iTunes: "Baby & Essen: Der Essens-Fahrplan für das erste Lebensjahr"
Google Play: "Baby & Essen"
 
Die ausführliche Pressemitteilung finden Sie hier: pdfPM_Gesund-ins-leben_App-Baby-Essen_2014.pdf

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Sexualstrafrecht wird verschärft

Berlin: (hib/JBB) Die Bundesregierung will die Regelungen bezüglich der Strafbarkeit von Kinderpornographie und des Zugangs zu Kinderpornografie im Internet weiter verschärfen. Das schreibt sie in einem Gesetzesentwurf (18/2954). Mit den Änderungen setzt die Bundesregierung Vorgaben aus dem Übereinkommen des Europarates zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und Missbrauch, des Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt sowie einer Richtlinie des Europäischen Parlamentes und des Rates zur Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs und Ausbeutung von Kindern in innerstaatliches Recht um. Wie die Regierung schreibt, entspricht das deutsche Recht den Anforderungen der Übereinkünfte bereits im Wesentlichen, allerdings werden vereinzelte Vorgaben noch einmal verschärft, noch einmal ausdrücklich und klarstellend erwähnt beziehungsweise Straftatbestände erweitert.

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2014 - 11/02

 

 


Landesfamilienrat: Flüchtlingsfamilien von Anfang an umfassend unterstützen

Die Zahl der in Baden-Württemberg ankommenden Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten hat in den letzten Monaten beständig zugenommen; unter den Ankommenden sind neben Alleinstehenden auch viele Familien oder unbegleitete Kinder und Jugendliche. Nach Auffassung des Landesfamilienrates sollen diese von Anfang an umfassend unterstütz und begleitet werden, um so die Integration und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Der Landesfamilienrat sieht Handlungsbedarf insbesondere bei den folgenden Punkten und bittet die Landesregierung und die Kommunalverbände als Verantwortungsträger, mit ihren Entscheidungen zur besseren Unterbringung, Versorgung und Eingliederung von vertriebenen und geflohenen Menschen beizutragen.

o Die Aufnahme von Flüchtlingen ist ein Gebot der Mitmenschlichkeit: Frauen, Männer und Kinder haben zum großen Teil Unvorstellbares durchgemacht und müssen in unserem Land menschlich behandelt und aufgenommen werden!

o In erster Linie werden ausreichend Wohnraum und eine angemessene Unterkunft benötigt. Dabei müssen Familien

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Neuer Report zum Thema „Kinderrechte – Zum 25. Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention“ erschienen

Die FamilienForschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Sozialministeriums eine neue Online-Ausgabe „Kinderrechte – Zum 25. Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention" des Reports Familien in Baden-Württemberg veröffentlicht.
Die neue Ausgabe des Reports Familien in Baden-Württemberg hat anlässlich des fünfundzwanzigsten Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention die Kinderrechte zum Thema. Der Report stellt die wichtigsten Aspekte der UN-Kinderrechtskonvention dar und zeigt ihre Umsetzung in Baden-Württemberg. Kinder- und Jugendrechte zu stärken ist ein Schwerpunkt der baden-württembergischen Landesregierung. Insbesondere sollen Partizipationsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche ausgebaut werden.

Der Report geht auf zwei Kinderrechte ausführlich ein, das Recht auf Meinungsäußerung, Information und Gehör sowie das Recht auf Spiel Freizeit und Ruhe. Beteiligung ist eine Möglichkeit für Kinder und Jugendliche, demokratische Grundprozesse kennenzulernen und zu verstehen. Freies Spiel hat für Kinder

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Deutscher Verein gibt Empfehlungen zur Unterstützung von Eltern mit Beeinträchtigung

Alle Eltern haben bei entsprechendem Bedarf Anspruch auf angemessene Unterstützung bei der Wahrnehmung ihrer elterlichen Verantwortung bzw. ihrer elterlichen Rolle nach dem SGB VIII (z.B. Entwicklungshilfen, Hilfen zur Erziehung). Darüber hinaus wird der Teilhabebedarf von Menschen mit Behinderung etwa zur medizinischen Rehabilitation, zur Teilhabe am Arbeitsleben oder zur Teilhabe am Leben in der Gesellschaft vielfach von der Eingliederungshilfe (SGB XII) gedeckt.Eltern mit Beeinträchtigungen werden daher, je nach Bedarf, vor allem durch die Eingliederungshilfe und die Kinder- und Jugendhilfe beraten und unterstützt. Die Empfehlungen greifen die bisherigen Begrifflichkeiten zu Unterstützungsbedarfen von Eltern mit Beeinträchtigungen auf und beschreiben mögliche Kategorien von Unterstützungsbedarfen, die vor allem durch Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe des SGB VIII und der Eingliederungshilfe nach dem SGB IX gedeckt werden.

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Landesaktionsplan gegen Gewalt an Frauen vorgestellt

Sozialministerin Katrin Altpeter: „Es gibt viele Formen von Gewalt an Frauen - jede Frau muss die Hilfe erhalten, die sie braucht"

Sozialministerin Katrin Altpeter hat am Montag (24. November) im Stuttgarter Rathaus vor 250 Fachleuten den Landesaktionsplan gegen Gewalt an Frauen vorgestellt. Mit diesem Plan liegen erstmals eine vollständige Übersicht über das baden-württembergische Hilfesystem und zugleich auch ein darauf aufbauender Maßnahmenkatalog vor, um diese Hilfen noch zielgenauer zu verbessern. Anders als in anderen Bundesländern nimmt der baden-württembergische Landesaktionsplan nicht allein die häusliche Gewalt in den Blick, sondern auch sexuelle Gewalt, Menschenhandel, Zwangsprostitution und Zwangsverheiratung. Der Landesaktionsplan, der in einem rund zweijährigen Prozess von allen wesentlichen Akteuren erarbeitet wurde, soll in Kürze vom Kabinett verabschiedet werden. Für die Umsetzung der Maßnahmen des Landesaktionsplans stehen in den kommenden beiden Jahren insgesamt rund 3,6 Mio. Euro zur Verfügung.

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VAMV zu SGB II-Reform

Kürzung zu Lasten der Kinder von Alleinerziehenden droht

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) lehnt die geplante Kürzung zu Lasten alleinerzogener Kinder bei der anstehenden „Hartz-IV"-Reform ab. Anlässlich der heutigen Arbeits- und Sozialminister/innenkonferenz in Mainz fordert der VAMV eine gesetzliche Klarstellung gemäß der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG). Das Sozialgeld für Umgangstage muss ohne Minderung der Ansprüche in der Hauptbedarfsgemeinschaft ausgezahlt werden.

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IWD: Bildungsverlierer – es bleibt viel zu tun

Die Bildungsreformen der letzten Jahre zeigen Wirkung, schreibt IW-Bildungsökonom Axel Plünnecke in der Fuldaer Zeitung. Dennoch bleiben immer noch rund 1,3 Millionen junge Erwachsene im Alter zwischen 20 und 29 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung.

Um die Bildungsarmut weiter zu reduzieren, gilt es zielgruppengenau zu fördern. Dies zahlt sich letztendlich auch für die öffentliche Hand aus. Erreichen junge Erwachsene keine abgeschlossene Berufsausbildung, so ist dies aus mehreren Gründen problematisch. Zum einen für die Betroffenen selbst. Fehlende Bildung ist ein großes Einstellungshemmnis und Arbeitslosigkeit der Hauptgrund für eine Armutsgefährdung.

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2014-12/01

Neu in Baden-Württemberg: Elternzeit für Abgeordnete

In einer  Plenardebatte ging es am vergangenen Mittwoch, den 26.11. um das wichtige Thema “Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Mandat”. Dabei beschloss das Parlament in Stuttgart nach einer von persönlichen Erfahrungen geprägten Debatte mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung als erstes bundesweit eine entsprechende Änderung seiner Geschäftsordnung. Danach kann der Landtagspräsident Abgeordnete auf Antrag für längstens sechs Monate nach der Geburt eines Kindes für die Plenar- und Ausschusssitzungen beurlauben. Bisher gab es diese Möglichkeit für gewählte Volksvertreterinnen und Vertreter nicht.

Baden-Württemberg ist das erste Bundesland, das sich an dieser Stelle bewegt hat. Der Antrag wurde - auf Anregung der familienpolitischen Sprecherin der SPD, Anneke Graner MdL - bereits im Juli 2014 fraktionsübergreifend gestellt. pdf15_5500_Familie_und_Mandat.pdf

Mehrere Bundestagsabgeordnete begrüßten die im Stuttgarter Landtag beschlossene Änderung der Geschäftsordnung, durch die Parlamentarier für bis zu sechs Monate nach der Geburt eines Kindes für Plenar- und Ausschussitzungen beurlaubt werden können. Die bundesweit einmalige Regelung wurde mit großer Mehrheit von allen Fraktionen beschlossen.

Grünes Licht für neues Pflegezeitgesetz

Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Berlin: (hib/AW) Der Familienausschuss hat das von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) vorgelegte Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf (18/3124) in geänderter Fassung gebilligt. Für den Gesetzentwurf in der Ausschussfassung stimmten die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD. Die Oppositionsfraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen stimmten dagegen. Mit dem Gesetz, über das Bundestag am Donnerstag abschließend beraten wird, werden die derzeitigen Gesetze zur Familienpflegezeit und zur Pflegezeit novelliert.

Durch das Gesetz wird ab kommendem Jahr ein Rechtsanspruch auf eine bis zu 24-monatige Familienpflegezeit eingeführt. In dieser Zeit können Beschäftigte ihre Arbeitszeit auf bis zu 15 Wochenstunden reduzieren, um einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen zu betreuen. Um den Verdienstausfall zu kompensieren, soll ein zinsloses Darlehen durch den Staat gezahlt werden. Der Rechtsanspruch auf die Familienpflegezeit soll jedoch nur für Arbeitnehmer in Betrieben mit mehr als 25 Beschäftigte gelten.

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Deutscher Hebammenverband: Familienhebammenleistungen gehören ins SGB V

Der Hebammenverband hat anlässlich der Halbzeitkonferenz der Bundesinitiative Frühe Hilfen gefordert, alle Familienhebammenleistungen in das SGB V zu übernehmen. Die bisherige Rechtssituation sei ungeklärt, die Honorierung gering und es fehle eine Abgrenzung der Hebammenhilfen bei den Frühen Hilfen zu anderen beteiligten Professionen. Deshalb sollten Hebammen ihre Leistungen über die Krankenkassen abrechnen können, außerdem sollten sie den Gesundheitsämtern oder Schwangerenberatungsstellen zugeordnet sein.

Laut Hebammenverband ergeben sich auch hinsichtlich der parteilichen Arbeit der Hebammen für die Familien und der Schweigepflicht Probleme in der Praxis: Hebammen arbeiten vorrangig für Schwangere und Mütter

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DFV: Schöne Bescherung - Jahressteuergesetz lässt Familien auch 2015 leer ausgehen!

(Berlin). "Familien müssen 2015 finanziell endlich deutlich entlastet werden!" Mit Blick auf das morgen im Bundestag verhandelte Jahressteuergesetz 2015 kritisiert der Präsident des Deutschen Familienverbandes, Dr. Klaus Zeh, vor allem den stagnierenden Familienleistungsausgleich. Der Gesetzentwurf sieht keine Anhebung von Kinderfreibetrag und Kindergeld vor. Damit bleibt der Kinderfreibetrag seit 2010 unverändert bei 7008 Euro stecken – obwohl der 9. Existenzminimumbericht 2012 bescheinigt hat, dass der sächliche Kinderfreibetrag schon 2014 unter dem Existenzminimum für Kinder liegen wird. Auch das mit dem Kinderfreibetrag verrechnete Kindergeld wurde seit vier Jahren um keinen Cent erhöht.

Die CDU hatte im Bundestagswahlkampf eine Erhöhung des Kinderfreibetrags auf das Niveau von Erwachsenen versprochen. "Auf eine Umsetzung im Koalitionsvertrag haben wir vergeblich gewartet", so Zeh. „Offenbar werden Familien 2015 der viel beschworenen 'schwarzen Null' im Haushalt geopfert. Das Bundesverfassungsgericht aber hat 1990 klar formuliert, dass eine schwierige Haushaltslage eine verfassungswidrige Besteuerung von Familien nicht rechtfertigen kann", unterstreicht der DFV-Präsident.

Das Lohnsteuerjahresgesetz 2015 will stattdessen Arbeitgeber entlasten. Bestimmte Serviceleistungen von Unternehmen sollen im Sinne der besseren Vereinbarkeit steuerfrei gestellt werden. „Diese Regelungen mögen einen kleinen Personenkreis unterstützen – und vor allem Arbeitnehmer schnell wieder an den Arbeitsplatz bringen. Die Mehrheit der Familien aber geht auch 2015 leer aus", kritisiert Dr. Klaus Zeh. „Ein weiteres Jahr, in dem Familien verfassungswidrig zur Kasse gebeten werden, schwächt das Fundament unseres Landes. Denn ohne sie gibt es keine Zukunft!"

Pressemitteilung des DFV vom 3.12.2014

Alleinerziehende verlangen Kindergrundsicherung

Berlin, 27. November 2014. Die staatliche Förderung von Kindern darf nicht länger von Familienform und Einkommen ihrer Eltern abhängen. Anlässlich der abschließenden Beratung über den Haushalt des Familienministeriums fordert der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) ein familien- und steuerpolitisches Umsteuern hin zu einer Kindergrundsicherung, die alle Kinder in gleicher Höhe bekommen sollen, egal in welcher Familienform sie leben.

„Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme sämtlicher 156 Leistungen liegen endlich auf dem Tisch. Der Gesetzgeber ist gefordert, endlich alte Zöpfe abzuschneiden, um der gesellschaftlichen Pluralisierung von Familienformen politisch gerecht zu werden", fordert Edith Schwab, die Bundesvorsitzende des VAMV. Die Gesamtevaluation zeigt, dass die ehe- und familienbezogenen Leistungen erstens Armut in Einelternfamilien nicht verhindern können, zweitens Eltern mit Trauschein bevorzugen und drittens, sofern sie Alleinerziehende adressieren, vorrangig diejenigen unterstützen, die von Sozialleistungen unabhängig leben.

„Während der Ehe wird die Erwerbsunterbrechung von Frauen unterstützt, nach der Ehe sollen sie als Alleinerziehende die Folgen individuell aushalten", moniert Schwab, „wir brauchen einen Masterplan statt des Flickenteppichs Wahlfreiheit." Mit 43 Prozent haben Einelternfamilien das höchste Armutsrisiko aller Familienformen.

Mehr dazu lesen: Alleinerziehende verlangen Kindergrundsicherung

Land erhöht Mittel für Kinderbetreuung um 190 Millionen Euro

Das Land baut die Mittel für die Kleinkindbetreuung noch einmal deutlich aus: In den kommenden beiden Jahren wird die Förderung um insgesamt 190 Millionen aufgestockt. Dazu kommt im Jahr 2015 ein Investitionsprogramm in Höhe von 50 Millionen Euro.

Die jährlichen Mittel für die Kleinkindbetreuung steigen damit auf 660 Millionen Euro im Jahr 2015 und auf 795 Millionen Euro im Jahr 2016. Damit unterstützt das Land die Städte und Gemeinden bei der Schaffung ausreichender und qualitativ hochwertiger Betreuungsplätze. Außerdem legt das Land ein Förderprogramm in Höhe von 50 Millionen Euro auf. Bislang wurden Investitionsmittel zum U3-Ausbau allein vom Bund bereitgestellt.

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Gesundheit auf einen Blick - OECD 2014

Health at a Glance: Europe 2014
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Übergewicht und Fettleibigkeit haben in den vergangenen Jahren in fast allen EU-Ländern zugenommen. Inzwischen gilt mehr als die Hälfte der Erwachsenen in EU-Ländern als übergewichtig, jeder Sechste ist sogar fettleibig (adipös). Auch in Deutschland deuten Daten von 2013 darauf hin, dass sich der Adipositas-Anteil in der Bevölkerung erhöht hat: Waren 2003 noch 13 Prozent der Erwachsenen fettleibig, so sind es nach jüngsten Angaben 16 Prozent.

Neben der Finanzierung der Gesundheitssysteme beleuchtet "Health at a Glance: Europe 2014" auch den Gesundheitszustand der Menschen in 35 europäischen Ländern. Darüber hinaus vergleicht die Studie das Vorkommen verschiedener positiver oder negativer Gesundheitsfaktoren (etwa Übergewicht versus Obst- und Gemüsekonsum) und gibt Aufschluss über die Qualität und Quantität der medizinischen Behandlung.

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Bundestag: Experten üben Kritik an Mietpreisbremse

Berlin: (hib/JBB) Viel Nachbesserungsbedarf sahen die eingeladenen Sachverständigen in einer öffentlichen Anhörung des Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz des Bundestags am Mittwoch (3.12.) an der geplanten Mietpreisbremse. Dem Ziel des Gesetzentwurfs stimmten sie zwar zu, die Ursache des Wohnungsmangels und der hohen Mieten bekämpfe der Entwurf aber nicht. Besonders kritisiert wurde die ortsübliche Vergleichsmiete als Referenzpunkt. Sie war für viele Sachverständige zu ungenau, ein qualifizierter Mietspiegel sei besser geeignet. Nach dem Gesetzentwurf (18/3121) der Bundesregierung soll nämlich die Miete bei Wiedervermietung künftig nicht mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen. Auch soll künftig derjenige die Maklergebühren bezahlen, der den Makler beauftragt. Einig waren sich die elf Sachverständigen darin, dass es gut sei, dass der Paragraf fünf des Wirtschaftsstrafgesetzbuches nicht, wie im Referentenentwurf ursprünglich vorgesehen, gestrichen wurde. Mit diesem habe man schon eine gute Waffe gegen hohe Mieten, doch müsse er gestärkt werden.

Norbert Portz von der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände sagte, der Entwurf bekämpfe nur die Symptome, nicht die Ursache der hohen Mieten.

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2014 - 12/02

Weihnachtsgrüße vom Landesfamilienrat Baden-Württemberg

 weihnachtsmotiv2014 Weihnachtseinladung

die angst ablegen
sich willkommen fühlen
einfach da sein
aufleben können
sich freuen
sich frei machen vom haben
hoffnung schöpfen
sich dem leben öffnen
sich auf den weg machen
das wunderbare entdecken
menschlichkeit wagen
frieden finden

Beate Schlumberger

 

Wir bedanken uns ganz herzlich für Ihr vielfältiges Engagement und für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im vergangenen Jahr.
Ihnen und Ihren Lieben wünschen wir frohe Weihnachten und ein glückliches, gelingendes, erfülltes neues Jahr 2015!

Kirchenrat Jürgen Rollin, Vorsitzender                                                      
Rosemarie Daumüller, Geschäftsführerin,
Ingrid Lenz, Verwaltung und Sekretariat

 

Statistik BW: "Späte Mutterschaft" liegt im Trend

Fast jede vierte Frau in Baden-Württemberg ist bei der Geburt ihres Kindes mindestens 35 Jahre alt – höchste Anteile in Heidelberg und Stuttgart

Das durchschnittliche Alter der Mütter bei der Geburt eines Kindes ist seit Ende der 1970er-Jahre stetig angestiegen: 1980 lag dieses Durchschnittsalter in Baden-Württemberg erst bei 27 Jahren, im Jahr 2013 bereits bei 31 Jahren. Noch deutlicher wird dieser Trend zur »späten Mutterschaft«, wenn der Anteil der Geburten von Frauen, die im Alter von 35 und mehr Jahren (noch) ein Kind geboren haben, an allen Geburten herangezogen wird: Allein zwischen den Jahren 2000 und 2007 hat sich dieser Anteil von gut 17 Prozent auf knapp 24 Prozent erhöht. Seither ist er allerdings praktisch unverändert.1)

Mehr dazu lesen: Statistik BW: "Späte Mutterschaft" liegt im Trend

Drogenbeauftragte warnt vor Alkoholmissbrauch

Berlin: (hib/PK) Der verbreitete Alkoholmissbrauch zählt nach Einschätzung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), zu den gravierendsten gesellschaftlichen Problemen in Deutschland. Zwar habe die Präventionsarbeit vor allem bei Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren einen nachlassenden Konsum bewirkt, jedoch seien in der Altersgruppe der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren Phänomene wie das „Komasaufen" noch immer häufig zu beobachten. In dieser „Risikogruppe" werde zum Teil exzessiv Alkohol getrunken, sagte Mortler am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Bundestages, wo sie die Schwerpunkte ihrer Arbeit erläuterte.

Das Alkoholproblem ist nach Angaben Mortlers generell keineswegs auf Erwachsene zu begrenzen, sondern betrifft unmittelbar und mittelbar sehr viele Kinder. So lebten in Deutschland 2,6 Millionen Kinder in sogenannten Suchtfamilien,

Mehr dazu lesen: Drogenbeauftragte warnt vor Alkoholmissbrauch

Trend zum Zweitkind

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 682.069 Kinder geboren, 8500 mehr als 2012. Außerdem ist der Prozentanteil der Zweitkinder an der Gesamtzahl leicht gestiegen. An den langfristigen Prognosen sinkender Geburtenzahlen ändert dies nichts, denn die durchschnittliche Kinderzahl hat sich kaum verändert. Und nach 2020 wird die dann kleinere Anzahl junger Frauen der Grund dafür sein, dass es absolut betrachtet weniger Geburten gibt.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) schätzt die zusammengefasste Geburtenziffer für 2013 auf 1,41 Kinder je Frau. Diese Ziffer gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre wie das der Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im betrachteten Jahr. Die Geburtenziffer hat sich im Vergleich zum Jahr 2012 (1,4 Kinder je Frau) nur geringfügig verändert.

Erfasst wird seit 2009 auch die Geburtenfolge. Sie zeigt, dass insbesondere die Entwicklung bei den Zweitgeborenen die Geburtenzahl positiv beeinflusst. Es gibt also nicht mehr Paare, die sich für das Kinderkriegen generell entscheiden. Aber es gibt eine stärkere Tendenz zum zweiten Kind.

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Kabinett billigt Landesaktionsplan gegen Gewalt an Frauen

Sozialministerin Katrin Altpeter: „Erstmals für Baden-Württemberg gibt es ein umfassendes Konzept zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen"

Der Ministerrat hat in der Kabinettssitzung (9.12.2014) den von Sozialministerin Katrin Altpeter vorgelegten Landesaktionsplan gegen Gewalt an Frauen gebilligt. Altpeter: „Erstmals für Baden-Württemberg gibt es nun ein umfassendes Konzept zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und zur bedarfsgerechten Versorgung von Frauen, die Opfer von häuslicher Gewalt, sexueller Gewalt, Zwangsverheiratung oder Zwangsprostitution wurden." Der Landesaktionsplan wurde Altpeter zufolge in einem rund zweijährigen Prozess von allen wesentlichen Akteuren erarbeitet. Für seine Umsetzung stünden in den kommenden beiden Jahren insgesamt rund 3,6 Mio. Euro zur Verfügung.

Mehr dazu lesen: Kabinett billigt Landesaktionsplan gegen Gewalt an Frauen

Jugend und Medien: JIM-Studie 2014

Die heutige Medienlandschaft konfrontiert Jugendliche oftmals mit verschiedenen Sichtweisen und kontroversen Darstellungen zu unterschiedlichsten Themen. Die Einschätzung  und Bewertung der Seriosität von Informationsquellen und deren Vertrauens-würdigkeit hat darum große Bedeutung. Ein Indikator, um Medienimages aus Sicht der Jugendlichen zu beschreiben, ist daher die Glaubwürdigkeit der verschiedenen Mediengattun-gen.

In der JIM-Studie 2014 wurde u.a. das Image verschiedener Mediengattungen hinsichtlich der Vertrauenswürdigkeit und Glaubwürdigkeit untersucht. Hierzu wurden die Jugendlichen gefragt, welchen Medien sie im Falle einer widersprüchlichen Berichterstattung am ehesten Glauben schenken würden – dem Radio, dem Fernsehen, dem Internet oder der Tageszeitung? In diesem Szenario vertrauen 40 Prozent der befragten Zwölf- bis 19-Jährigen der Berichterstattung der Tageszeitungen, gut ein Viertel entscheidet sich für das Fernsehen (26 %). Radiomeldungen sind für 17 Prozent am vertrauenswürdigsten, während der Internetberichterstattung mit 14 Prozent am wenigsten Vertrauen entgegengebracht wird. Und dies, obwohl die Tageszeitung von deutlich weniger Jugendlichen regelmäßig genutzt wird (32 %) als Radio (73 %), Fernsehen (83 %) oder Internet (94 %).

Mehr dazu lesen: Jugend und Medien: JIM-Studie 2014

Umfrage zu Weihnachtsgeschenken für Kinder

Ein Vorteil wird immer genannt, wenn es darum geht, als Mutter oder Vater berufstätig zu sein: Es steht mehr Geld zur Verfügung, das unter anderem für das Wohl der Kinder eingesetzt werden kann. Doch wie viel ist angebracht? Diese Frage stellt sich unter anderem, wenn Weihnachten vor der Tür steht. Die Research & Consulting GmbH hat sich im Auftrag von myToys, dem Online-Shop für Spielzeug und Produkte rund ums Kind, unter 1.062 Eltern mit Kindern im Alter zwischen 0 und 15 Jahren umgehört, wie viel sie für die Geschenke ihrer Kinder ausgeben.

Große Unterschiede je nach Alter: 129 Euro – so viel investieren Eltern durchschnittlich in die Weihnachtsgeschenke für ein Kind. Es gibt jedoch beträchtliche Unterschiede, je nach Alter des Kindes. Hier gilt: Je älter das Kind, desto höher die Ausgaben. So bekommen null- bis zwei-Jährige im Durchschnitt Geschenke im Gesamtwert von 77 Euro, drei- bis fünf-Jährige schon im Wert von durchschnittlich 105 Euro. Bei Kindern zwischen sechs und acht Jahren sind es 121 Euro. Neun- bis zwölf-Jährige dürfen sich über Geschenke für durchschnittlich 138 Euro freuen, die über zwölf-Jährigen über 152 Euro teure Geschenke.

Diese Beträge investieren 79 Prozent der Eltern gerne in Spielzeug und Spiele, für Bücher entscheiden sich 53 Prozent, für Multimediaprodukte 40 Prozent. Knapp dahinter landen Modeartikel, die 39 Prozent der Eltern unter den Weihnachtsbaum legen. 27 Prozent schenken Sport- und Outdoorartikel.
Wunschzettel schreiben lohnt sich für die Kinder

Bei der Auswahl dieser Geschenke halten sich mit 76 Prozent die meisten Eltern einfach an den Wunschzettel der Kinder. Viele Eltern wollen an Weihnachten aber auch noch Überraschungen bereithalten. So recherchieren 61 Prozent im Internet nach Geschenken, 49 Prozent lassen sich im Geschäft beraten.

Online wird nicht nur gestöbert, sondern auch kräftig eingekauft. Gerade berufstätigen Eltern kommen ein paar Klicks anstatt einer Tour durch die Stadt inklusive Anreise sicher entgegen. Ganze 82 Prozent der Befragten kaufen Geschenke im Internet, 35 Prozent davon hauptsächlich online, die restlichen 47 Prozent gleichermaßen online und im Geschäft. Nur 17 Prozent nutzen Onlineshops kaum oder sogar gar nicht.

Quelle: Zeitschrift "LOB-Magazin"  (Zeitschrift für berufstätige Mütter und Väter" vom 6.12.2014


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