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Der Landesfamilienrat fordert das Land auf, die Praxis der Befristung und der Sommerentlassungen zu beenden und schulische Bildung verlässlicher und zukunftssicher zu machen. pdf2018-07-17.PM.Entlassung Sommerferien.pdf


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Infodienst 2013

2013 - 01/01

Mittelstandspreis für Soziale Verantwortung

Der „Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg“ – Leistung, Engagement, Anerkennung – würdigt das freiwillige, über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinausgehende Engagement (CSR-Aktivitäten = Corporate Social Responsibility ) kleiner und mittelständischer Unternehmen.

Der Preis richtet sich an Unternehmen, die auf unterschiedlichste Weise soziale Verantwortung übernehmen. Um zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beizutragen bringen Unternehmen je nach Projekt nicht nur materielle Gegenwerten (Corporate Giving) wie Spenden, Zustiftungen, Sponsoringaktivitäten ein, sondern auch andersweitige Ressourcen wie Mitarbeiterengagement (Corporate Volunteering) oder fachliches Know-How. Das gesellschaftliche Engagement sollte nachhaltig angelegt sein, zum Unternehmen passen und mit einem externem Partner durchgeführt werden.

Soziales Engagement lohnt sich für alle, den Sozialpartner, das Unternehmen sowie die Gesellschaft. Neben der Lösung konkreter gesellschaftlicher Problemstellungen soll auch für das Unternehmen ein konkreter Nutzen vorhanden sein. Wird das soziale Handeln nach außen kommuniziert, nehmen sowohl Öffentlichkeit als auch die eigenen Mitarbeiter das Unternehmen positiver wahr. Hierdurch werden ökonomische Effekte begünstigt und eine „Win-Win“ Situation geschaffen, die langfristige Vorteile für alle Beteiligten bringt. Auch werden andere zu gesellschaftlichem Handeln motiviert und ein „Zeichen der Solidarität“ gesetzt!

Laden Sie sich hier den aktuellen Flyer 2013 herunter (s. Link) und lesen Sie mehr über Schirmherrschaft, Motiavtion sowie Themen des Mittelstandspreises oder informieren Sie sich auf den folgenden Seiten über die Gewinner, die Nominierten sowie die sozial engagierten Unternehmen 2012.

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Minijobs: Atypische Beschäftigungen nehmen weiter zu

Ab sofort können geringfügig Beschäftigte bis zu 450 Euro verdienen. Die Bundesregierung hatte die Obergrenze angehoben, um sie an die Lohnentwicklung anzupassen. An höhere Löhne für MinijobberInnen aber glaubt eine breite gesellschaftliche Mehrheit nicht: (Frauen-)Verbände und -organisationen, Gewerkschaften und die Opposition befürchten vielmehr, dass im Zuge der Neuregelung noch mehr Menschen in der Minijobfalle landen.

Mehr als ein Drittel arbeitet in Minijobs, Teilzeit oder befristet Dass die atypische Beschäftigung, insbesondere Minijobs, in Deutschland auf dem Vormarsch sind, belegt eine aktuelle Auswertung im Auftrag des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung. Danach ist mehr als ein Drittel aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland von Leiharbeit, Mini- und Midijobs betroffen, arbeitet in Teilzeit oder befristet. Nur ein Teil entscheidet sich freiwillig dafür. 58 Prozent erhalten nach der WSI-Auswertung einen Niedriglohn.

Der Studie zufolge haben sämtliche Formen atypischer Beschäftigung seit den Neunzigerjahren zugenommen. Der Anteil der LeiharbeiterInnen, Mini- und MidijobberInnen, befristet oder in Teilzeit Beschäftigten hat sich bis zum Jahr 2010 von etwa zwanzig Prozent auf knapp 38 Prozent aller ArbeitnehmerInnen erhöht – und damit fast verdoppelt. Am weitesten verbreitet ist Teilzeitarbeit mit über 26 Prozent der abhängig Beschäftigten. Ihre Ausweitung führen die WSI-ArbeitsmarktexpertInnen auf die steigende Erwerbstätigkeit von Frauen zurück: Sie stellen über achtzig Prozent der Teilzeitbeschäftigten. Hinzu komme ein erhöhter Bedarf an zeitlicher Flexibilität vor allem bei Dienstleistungsbetrieben. Weiterlesen über den Link.
Quelle: Newsletter Deutscher Frauenrat 09.01.2013

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Arbeitshilfe zur Gesundheitsförderung für Kinder in der Kommune

Zum Abschluss der zweiten Projektphase kommt die neue Publikation „Stadt – Land – gesund: Arbeitshilfe zur vernetzten Gesundheitsförderung für Kinder in der Kommune“ von ‚Regionen mit peb' frisch aus der Druckerei. Sie kann ab sofort bei der Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb) bestellt und heruntergeladen werden. Für die 71 Seiten starke Arbeitshilfe wurden Erkenntnisse und Erfahrungen aus fast fünf Jahren IN FORM geförderter Projektarbeit von "Regionen mit peb" praxisgerecht und anwenderfreundlich aufbereitet. "Prävention und Gesundheitsförderung benötigen ein koordiniertes Zusammenwirken unter Beteiligung der verantwortlichen Akteure und Institutionen. Die Broschüre ist ein Plädoyer für und eine Praxishilfe zur Vernetzung in der Gesundheitsförderung", so Dr. Andrea Lambeck, Geschäftsführerin von peb. In Fachbeiträgen vermitteln Experten Grundlagen und geben Umsetzungstipps für lokale Vernetzungsprozesse unter den Aspekten Bewegungsförderung und Ernährungsbildung. Einen Mehrwert gewinnt die Broschüre durch anschauliche Beispiele aus der Praxis, Literaturtipps und weiterführende Links. Stadt – Land – gesund: Arbeitshilfe zur vernetzten Gesundheitsförderung für Kinder in der Kommune. Hrsg.: Plattform Ernährung und Bewegung e. V. DIN A4 broschiert: Kostenloser Download unter www.regionen-mit-peb.de/arbeitshilfe.html oder www.ernaehrung-und-bewegung.de/download_medien.html Kostenlose Bestellung für Multiplikatoren bei der Plattform Ernährung und Bewegung e. V. über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Quelle: Pressemitteilung der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. vom 18.12.2012

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Von alleine wächst sich nichts aus... Lebenslagen von (armen) Kindern und Jugendlichen und gesellschaftliches Handeln

Familienpolitisches Fachgespräch am 15. März 2013 in Stuttgart, AWO
Entscheidende Faktoren, die über das Aufwachsen von Kindern bestimmen sind das Einkommen und der Bildungshintergrund der Eltern. Armut ist dabei der größte Risikofaktor für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. So lauten die zentralen Erkenntnisse einer von der AWO in Auftrag gegebenen Langzeitstudie, bei der 900 Kinder bis zu ihrem 16. Lebensjahr beglei-tet wurden.

Gerda Holz vom ISS in Frankfurt hat sich nicht nur mit den Folgen von Armut befasst, sondern auch mit den Einflüssen, welche die Auswirkungen mildern. Von größter Bedeutung ist die gezielte Unterstützung der Eltern und des nahen Umfeldes von Kindern. Wichtig sind jedoch auch starke Institutionen, die den Kindern das bieten können, was sie zu Hause möglicherweise nicht bekommen. Über die geeignete Begleitung von Kindern und Jugendlichen möchten wir mit Ihnen, auch vor dem Hintergrund des ersten Armuts- und Reichtumsberichts in Baden-Württemberg, disku-tieren.

Zu dieser Veranstaltung laden die AWO Württemberg zusammen mit dem Landesfamilienrat und der FamilienForschung Baden-Württemberg die Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Kirchen und Politik sowie alle Interessierten ein. Bitte melden Sie sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an.

Änderungen für Familien zum Jahreswechsel

Infoservice 01/2013 des Deutschen Caritasverbandes, Freiburg
Was erwartet uns 2013? Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz kommt, as Elterngeld wird neu berechnet, die Pflegeversicherung wird teurer, der Hartz-IV-Satz steigt, die Praxisgebühr entfällt. Im neuen Jahr treten zahlreiche Neuerungen in Kraft, die Familien betreffen.

Der Deutsche Caritas Verband Freiburg hat einen Überblick über für Familien wichtige Veränderungen zusammen gestellt, s. pdf

pdfÄnderungen für Familien zum Jahreswechsel


2013 - 01/02

Wirtschaftskongress Spitzenfrauen am 1. März 2013

Vielfalt in Unternehmenskultur und Führungsmodellen ist zentraler Wettbewerbsfaktor
Der dritte Wirtschaftskongress "Spitzenfrauen - Wege ganz nach oben" des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft findet am 1. März 2013 unter dem Schwerpunktthema "Vielfalt in der Unternehmenskultur und Führung 2020" im Haus der Wirtschaft in Stuttgart statt. "Die wachsende Vielfalt in Lebens- und Berufsmodellen, Sichtweisen und Werten stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen“, sagte Nils Schmid, Finanz- und Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg. „Unternehmen müssen geeignete Rahmenbedingungen schaffen, Organisationskulturen, Führungsmodelle und Mindsets verändern, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern“. Untersuchungen belegen, dass Unternehmen mit gemischten Führungsteams zu ausgewogeneren Entscheidungen kommen, bei Rendite, Marge und Börsenkurs besser abschneiden wie auch bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen erfolgreicher sind. Rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Führungsetagen deutscher Unternehmen werden auf dem Kongress darüber diskutieren, wie die Unternehmenskultur der Zukunft aussehen wird.

Auch der Landesfamilienrat wird am 1. März beim Kongress "Spitzenfrauen" vertreten sein, schließlich sind Fragen der Vereinbarkeit für das berufliche Engagement von Frauen von zentraler Bedeutung. Das Programm der Tagung können Sie der Anlage (pdf 1)entnehmen.

pdfSpitzenfrauen - Wege ganz nach oben

Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau in Deutschland und in Baden-Württemberg rangiert EU-weit im hinteren Drittel

Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes vom 16.01.2013
Im Jahr 2011 sind in den 27 Staaten der Europäischen Union etwas mehr als 5,2 Mill. Kinder geboren worden, darunter die meisten in Frankreich (828 000), gefolgt vom Vereinigten Königreich (808 000), Deutschland (663 000) und Italien (547 000)1). Noch 1998 kamen EU-weit in Deutschland die meisten Kinder zur Welt, nämlich 785 000 und damit immerhin 18 Prozent mehr als 2011.
Der Rückgang der Kinderzahlen in Deutschland ist jedoch nicht auf eine gesunkene Geburtenrate zurückzuführen, sondern auf einen Rückgang der Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter, so das Statistische Landesamt. Denn die durchschnittliche Zahl der Kinder je Frau lag mit 1,36 im Jahr 1998 exakt so hoch wie in 2011. Die Geburtenrate der baden-württembergischen Frauen lag in 2011 ebenfalls bei 1,36 Kindern je Frau.

Irland belegt mit durchschnittlich knapp 2,1 Kindern je Frau die Spitzenposition innerhalb der Europäischen Union, gefolgt von nord- bzw. westeuropäischen Staaten und Litauen. Am geringsten ist die Geburtenhäufigkeit in Ungarn mit lediglich gut 1,2 Kindern je Frau. Geringer als in Deutschland ist die durchschnittliche Kinderzahl je Frau darüber hinaus nur noch in Rumänien, Polen, Lettland, Portugal und Zypern. In den meisten Staaten der Europäischen Union hatte sich seit der Jahrtausendwende ein Trend hin zu wieder etwas höheren Geburtenraten abgezeichnet. Diese Entwicklung hat sich aber sowohl in 2010 als auch in 2011 nicht fortgesetzt – in der Mehrzahl der Staaten ist die durchschnittliche Kinderzahl je Frau sogar gesunken. Die Gründe für das Geburtenverhalten einer Generation bzw. für die unterschiedlich hohe Geburtenhäufigkeit in den einzelnen Staaten der Europäischen Union sind vielfältig. Entscheidend hierfür dürfte unter anderem sein, inwieweit sich Familie und Berufstätigkeit gut miteinander vereinbaren lassen, wie sich die wirtschaftliche Situation von Familien darstellt und inwieweit die Berufstätigkeit von Müttern mit kleinen Kindern gesellschaftlich akzeptiert ist. Schließlich hat sich auch gezeigt, dass Menschen in gesellschaftlichen Krisen- und Umbruchzeiten auf die Geburt von Kindern verzichten. So ist beispielsweise die Geburtenrate in den ostdeutschen Bundesländern nach dem Zusammenbruch der DDR von 1,5 (1990) auf unter 0,8 (1994) gesunken; seither ist sie wieder stetig gestiegen und liegt seit dem Jahr 2008 wieder über der des früheren Bundesgebiets. Weiterlesen s. Link

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BW-Stiftung beschließt neue Programme

Der Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung hat in seiner ersten Sitzung in diesem Jahr neue Programme beschlossen und dafür 32,45 Mio. Euro bereitgestellt. Die Mittel kommen gemeinnützigen Projekten in Baden-Württemberg zu Gute und dienen der Zukunftssicherung des Landes. Das Projektvolumen beträgt somit seit Gründung der Stiftung im Jahr 2000 insgesamt rund 680 Mio. Euro. Mit dem neuen „Aktionsprogramm Inklusion“ möchte die Baden-Württemberg Stiftung der UN-Behindertenrechtskonvention Rechnung tragen. Menschen mit Behinderung sollen unterstützt werden, an gesellschaftlichen Aktivitäten auf allen Ebenen teilnehmen zu können. Dafür sollen zum einen Inklusionsbegleiter qualifiziert werden, die den Betroffenen und Angehörigen Möglichkeiten zur selbstbestimmten Gestaltung des Lebens aufzeigen. Zum anderen soll ein Qualifizierungsprogramm zur Schulbegleitung aufgebaut werden, um Kindern mit Behinderung eine gleichberechtigte schulische Teilhabe zu ermöglichen. Der Aufsichtsrat bewilligte für das Programm 2,5 Mio. Euro.

Das Suchtpräventions-Programm greift zwei wichtige Aspekte auf: Sucht im Alter und Mediensucht bei Kindern und Jugendlichen. Vier Prozent der 14- bis 16-Jährigen sind laut einem Bericht des Bundesministeriums für Gesundheit internetabhängig. Der Verlust des Vermögens, zwischen virtueller Scheinwelt und realer Welt unterscheiden zu können, ist ein Symptom von Mediensucht. Das Programm, das mit 2,25 Mio. Euro ausgestattet ist, hat eine gezielte Informations- und Aufklärungsarbeit von jungen Menschen im Alter von 12 bis 20 Jahren und die Miteinbeziehung der Eltern zum Ziel. Daneben sollen die bestehenden Modellprojekte zum Thema „Sucht im Alter“ weitergeführt und ausgebaut werden.
Ganze Pressemitteilung vom 14.01.2013 über den angegebenen Link

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Familienreport 2012: Familien brauchen passgenaue Rahmenbedingungen

Der Familienreport 2012 informiert umfassend über die Lebenssituation von Familien in Deutschland. Neben den aktuellen Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung, zu Familienformen und Familienleistungen stehen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Zeitpolitik für Familien, Kindertagesbetreuung und die gute Entwicklung von Kindern im Zentrum des Familienreports.
Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen hat Zeit für Familie einen neuen Stellenwert in der Familienpolitik eingenommen. Dafür hat auch der im Frühjahr 2012 vorgelegte Achte Familienbericht grundlegende Anstöße gegeben. Es geht darum, dass Frauen und Männer ihre Vorstellungen von einem guten Familienleben verwirklichen können. Familien brauchen mehr Souveränität, um ihre Zeit frei gestalten zu können. Aus Sicht der Eltern ist dabei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf die wichtigste Aufgabe verlässlicher Familienpolitik. Eltern sehen dabei zu Recht den Staat und die Unternehmen gleichermaßen in der Pflicht. Bericht über den angegebenen Link herunterladen. Interessant ist der Blick im Report auf Eltern mit und ohne Migrationshintergrund, dazu eine kurze Anlayse aus dem Migrationsmagazin mig
http://www.migazin.de/2013/01/17/familienreport-2012-wiederlegt-zahlreiche-vorurteile/

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Landesfamilienrat für die rezeptfreie Abgabe der Pille danach

Stuttgart: pro familia Baden-Württemberg begrüßt Entscheidung des Landesfamilienrats.
Am 23.1.2013 beschloss der Landesfamilienrat Baden-Württemberg auf seiner Mitgliederversammlung in Stuttgart einstimmig mit drei Enthaltungen den Antrag der pro familia Baden-Württemberg zur Pille danach. Der Landesfamilienrat fordert die Landesregierung auf, darauf hinzuwirken, dass die Pille danach wie in vielen europäischen Ländern auch künftig auch in Deutschland rezeptfrei nach Beratung beim Apotheker erhältlich ist.
Der Landesfamilienrat, die Arbeitsgemeinschaft von Familienverbänden auf Landesebene, folgt damit dem Votum des Landesfrauenrats im November 2012. Die Delegierten stimmten zu, dass eine rezeptfreie Abgabe der Pille danach auf Levonorgestrel-Basis ein wichtiges Mittel ist, um eine ungewollte Schwangerschaft nach einer Verhütungspanne zu verhüten. Ganze Pressemitteilung in der Anlage (pdf)

pdfPressemitteilung Landesfamilienrat

Der Landesfamilienrat hat gewählt

Familienbildung zum inhaltlichen Schwerpunkt ausgerufen
Einstimmig wurde Kirchenrat Jürgen Rollin bei der Mitgliederversammlung am 23. Januar als Vorsitzender des Landesfamilienrates Baden-Württemberg bestätigt. Als stellvertretende Vorsitzende wurden für die Amtsperiode von 2013-2015 Eva-Maria Münzer, Sozialdezernentin im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und Anne Schreyer-Schubert vom Diakonischen Werk Württemberg wiedergewählt. Neu in diesem Gremium sind Eberhard F. Schrey, Fachanwalt für Familienrecht aus Karlsruhe und Vertreter des Landesverbands der Pflege- und Adoptivelternfamilien (pfad) sowie Susanne Stutzmann vom Reutlinger Familienforum, sie vertritt die Arbeitsgemeinschaft Netzwerk Familie, den Zusammenschluss der Lokalen Bündnisse in Baden-Württemberg. Zusammen bilden sie den Geschäftsführenden Vorstand. Der Landesfamilienrat Baden-Württemberg ist ein politisch unabhängiger und weltanschaulich neutraler Verbändezusammenschluss, der sich aktiv auf politischer Ebene für die Interessen von Familien einsetzt.

Gleichzeitig wurde die Eltern- und Familienbildung als inhaltlicher Schwerpunkt der Arbeit des Landesfamilienrates bestimmt. „Wir müssen erreichen, dass Familienbildung als ein zentrales Instrument der Familienförderung verstanden wird, für das es eine übergreifende Verantwortung der unterschiedlichsten Akteure im Land gibt“, sagt Jürgen Rollin. „Mit der Gründung unseres „Netzwerks Familienbildung“ machen wir ein Angebot, gemeinsam an der Verbesserung der Rahmenbedingungen zu arbeiten“.

In Baden-Württemberg gibt es zwar eine beeindruckende Vielfalt bei den Angeboten der Familienbildung. Allerdings mangelt es noch an Kooperation und Vernetzungsstrukturen, die aber Voraussetzung für eine bedarfsgerechte Ausgestaltung vor Ort sind. Wenig zufrieden stellend ist auch die rechtliche und finanzielle Absicherung des Angebots. „An dieser Stelle erwartet der Landesfamilienrat Unterstützung durch die Landesregierung, etwa beim Erhalt und Ausbau des Landesprogramms STÄRKE“, so Rollin.

Die Erziehungskompetenz von Eltern gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen, um Kindern ein Aufwachsen in Sicherheit und Geborgenheit zu ermöglichen. Mütter und Väter brauchen bei ihrer zunehmend anspruchsvollen Aufgabe in einer komplexer werdenden Welt nicht nur Wissen, sondern auch Austausch, Anregungen oder praktische Hilfen. Kurse, Vorträge, Gesprächsgruppen oder offene Treffs unterstützen Familien in verschiedenen Lebenssituationen. Solche Angebote finden sie beispielsweise in Familienbildungsstätten, Familienzentren, Volkshochschulen oder bei anderen Trägern.

pdfWahl Landesfamilienrat


2013 - 02/01

Rente trotz Heiratserstattung

Pressemitteilung der Deutschen Rentenversicherung vom 1.2.2013
(DRV BW) Viele Frauen haben sich früher bei ihrer Heirat die Beiträge zur Rentenversicherung erstatten lassen. Trotzdem können sie einen Rentenanspruch erwerben, selbst wenn sie nach der Heirat nicht wieder berufstätig waren. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg hin. Wurden Kinder erzogen, werden hierfür Kindererziehungszeiten anerkannt. Diese gelten wie eine Beschäftigung als Pflichtbeitrag. Für jedes ab 1992 geborene Kind werden drei Jahre Kindererziehung angerechnet, für Geburten davor ein Jahr. Für einen Rentenanspruch werden fünf Beitragsjahre benötigt. Reichen die Kindererziehungszeiten nicht aus, können für die fehlenden Monate freiwillige Beiträge gezahlt werden. Weitere Auskünfte zu den Themen Rente, Rehabilitation und Altersvorsorge gibt es bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg in den Regionalzentren und Außenstellen sowie bei den ehrenamtlich tätigen Versichertenberaterinnen und -beratern im ganzen Land, über das kostenlose Servicetelefon unter 0800 100048024 und im Internet s. Link.

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Einladung "Keine Zeit für Kinder? Familie, Beruf und der Wunsch nach Lebensqualität"

Veranstaltung am 19.02.2013 mit Prof. Bertram in Tübingen
Am Dienstag, 19. Februar 2013 führt die Familienbeauftragte von Tübingen in Kooperation mit dem Bündnis für Familie Tübingen und dem Institut für Erziehungswissenschaft der Uni Tübingen eine sehr interessante Veranstaltung durch.

Herr Prof. Dr. Hans Bertram, einer der führenden Familiensoziologen Deutschlands, spricht zum Thema "Keine Zeit für Kinder? Familie, Beruf und der Wunsch nach Lebensqualität". Im Anschluss findet eine von Prof. Treptow moderierte Podiums- und Publikumsdiskussion statt, in der es auch um gelingende Beispiele und um Folgerungen für die Politik geht.

Im Mittelpunkt steht das Wohl der Familien und der Kinder in der "Rush-hour des Lebens". Diese Abschlussveranstaltung der Reihe des Bündnisses für Familie findet in der Alten Aula statt - ein Flyer (s. pdf 1) ist beigefügt und alle interessierten Personen sind herzlich eingeladen.

pdfFlyer - Keine Zeit für Kinder ?

2. Gleichstellungsatlas - Vor, zurück und Wiegeschritt...

Fortschritte bei Väterbeteiligung - Rückschritte bei politischer Partizipation
Quelle: Deutscher Frauenrat Newslewtter vom 30. Januar 2013. Wie ist es um die Gleichstellung von Männern und Frauen in Deutschland bestellt? Antworten auf diese Frage gibt der aktuelle "2. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern", den Bund und Länder am 24. Januar gemeinsam herausgegeben haben. Er zeigt vor allem eines: Trotz Fortschritten gibt es in manchen Bereichen und Bundesländern eine Rolle rückwärts zu vermelden.

Fortschritte gebe es zum Beispiel bei der Beteiligung von Vätern an der Elternzeit oder bei den Juniorprofessuren, sagte Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesfrauenministerium. Tatsächlich zeigt ein Vergleich der Väterbeteiligung beim Elterngeldbezug, dass sich diese zwischen 2008 und 2010 um 5 auf 25 Prozent erhöht hat – allerdings in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich: Lag der Anteil von Vätern in Elternzeit im Saarland und in Bremen bei 15 bzw. 19 Prozent, bezogen in Berlin 31, in Bayern und Sachsen jeweils 33 Prozent der Väter Elterngeld. Allerdings trifft der Atlas keine Aussagen zur durchschnittlichen Dauer der Vätermonate. Baden Württembergs Frauenministerin Katrin Altpeter (SPD), hält den Gleichstellungsatlas für einen gelungen Gradmesser: "Wenn Chancengleichheit mehr als ein politisches Schlagwort sein soll, muss ihre Umsetzung überprüfbar sein. Das ist mit dem 2. Gleichstellungsatlas gelungen. Anhand von Indikatoren werden Status quo und Veränderungen aufgezeigt - damit werden zugleich auch die Defizite sichtbar.“ Auf diese Weise könnten gezielt Maßnahmen ergriffen werden. Weiterlesen über den Link

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Landesfamilienrat Baden-Württemberg beruft Prof. Dr. Berthold Dietz in seinen Vorstand

Stuttgart/Freiburg, den 23.01.2013
In ihrer jährlichen Versammlung beriefen am 23. Januar 2013 in Stuttgart die Mitglieder des Landesfamilienrates Baden-Württemberg den Freiburger Soziologen Prof. Dr. Berthold Dietz in ihren Vorstand. Der bisherige Vorstand hatte zuvor der Mitgliederversammlung eine eigens hierzu notwendige Änderung der Satzung vorgeschlagen. Prof. Dr. Dietz wird als familienpolitischer Experte ehrenamtlich die Arbeit des Landesfamilienrates begleiten und unterstützen.

Im Landesfamilienrat Baden-Württemberg sind Verbände und Organisationen zusammengeschlossen, die sich landesweit in der Arbeit für und mit Familien engagieren. Der Landesfamilienrat versteht sich als unabhängiger und weltanschaulich neutraler Anwalt von Familien und beteiligt sich aktiv an der Meinungsbildung in familienpolitischen Themen. Er sensibilisiert die allgemeine und politische Öffentlichkeit für die Anliegen von Familien, vertritt deren Interessen in verschiedenen öffentlichen Gremien und überprüft Maßnahmen der Politik und der Wirtschaft auf deren Familien- und Kinderfreundlichkeit hin. Dabei ist es erklärtes Ziel, die Lebensqualität und die Rahmenbedingungen für Familien und das Leben mit Kindern in diesem Land zu verbessern.

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Soregerecht bei Nichtverheirateten: Kindeswohl nach Aktenlage?

Schnellverfahren führt in die Irre
In Zukunft können unverheiratete Väter auch gegen den Willen der Mutter das Sorgerecht für das gemeinsame Kind bekommen – wenn es dem Kindeswohl nicht entgegen steht. Ob diese Bedingung nach der jüngst beschlossenen Neuregelung tatsächlich immer gegeben ist, stellt der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) allerdings in Frage. Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen von Union und FDP sowie mit den Stimmen der Grünen hat der Bundestag am 31. Januar die Sorgerechtsreform unverheirateter Eltern beschlossen. Die SPD im Bundestag stimmte gegen die Neuregelung, die Fraktion Die Linke enthielt sich.

Der VAMV kritisierte vor allem das mit der Neuregelung eingeführte schriftliche Schnellverfahren, wonach Familiengerichte über das Sorgerecht entscheiden können, ohne die Eltern persönlich angehört zu haben. Schon in einer Öffentlichen Anhörung im Bundestag vergangenen November hatten einige Sachverständige dieses Verfahren als unzureichend kritisiert. Aus der Sicht der Interessenvertretung der Alleinerziehenden führt das schriftliche Schnellverfahren in die Irre: Ein Verfahren, welches das Verpassen einer Sechs-Wochen-Frist oder eine schwache schriftliche Ausdrucksfähigkeit zur Grundlage der Sorgerechtsentscheidung mache, werde dem Kindeswohl nicht gerecht. Der Verband fordert deshalb, das Kindeswohl auch weiterhin durch eine Einzelfallprüfung sicher zu stellen.
Ganzer Artikel aus dem Newsletter des Deutschen Frauenrats vom 7.2.2013 und zum Gesetzentwurf über den hier angegebenen Link.

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2013 - 02/02

Projektaufruf Herzenssache (SWR)

Aufruf zur Projektbewerbung für den Förderzeitraum 2014/2015!
- Sie schützen und unterstützen Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz oder im Saarland?

- Sie lassen Sie sich von knappen Mitteln nicht entmutigen und arbeiten trotzdem darauf hin, dass sich die Situation von Kindern und Jugendlichen verbessert?

- Sie haben eine richtig gute Idee, die Kinder und Jugendliche “abholt“, sie in ihren Fähigkeiten fördert und ihnen etwas für´s Leben mitgibt?

- Sie arbeiten in einem eingetragenen Verein oder einer gemeinnützigen Einrichtung mit Sitz in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland?

Dann bewerben Sie sich jetzt um eine Förderung Ihres Projektes bei Herzenssache e.V. !

Ihren vollständigen Förderantrag schicken Sie bitte per Post bis spätestens 30. April 2013 - gerne auch schon früher. Förderantragsformulare, unsere Förderrichtlinien sowie weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetseite.
Weitere Informationen zum Bewerbungsaufruf finden Sie in der angehängten Datei (pdf 1).

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pdfProjektaufruf Herzenssache

Präimplantationsdiagnostik wird 2014 eingeführt

Süddeutsche vom 20.02.2013
Berlin (dpa) - Ihre Gegner haben bis zuletzt nicht aufgegeben - doch jetzt gibt es kein Zurück bei der PID: Gentests an Embryonen werden in etwa einem Jahr in Deutschland in engen Grenzen möglich sein. Nach jahrelangen Debatten hat die umstrittene Präimplantationsdiagnostik (PID) die letzte Hürde in Deutschland genommen. Das Bundeskabinett ließ am Dienstag (19. Februar) in Berlin eine Verordnung mit den zentralen Details für die Gentests an Embryonen aus dem Reagenzglas passieren. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium in Berlin mit.

Die Verordnung tritt nach zwölf Monaten in Kraft. Dann können Paare nach einer künstlichen Befruchtung zu der Methode greifen, wenn ihre Gen-Anlagen eine Tot- oder Fehlgeburt oder schwere Krankheit des Kindes wahrscheinlich machen. Die Bundesländer haben soviel Zeit, um vorgeschriebene Stellen aufzubauen. Embryonen mit Schäden sollen der Mutter nicht eingepflanzt werden. Kritiker hatten vor einer Selektion menschlichen Lebens gewarnt. Allerdings hatte bereits im Juli 2011 der Bundestag nach emotionaler Debatte ohne Fraktionszwang der begrenzten Zulassung der PID bei grundsätzlichem Verbot zugestimmt. Als das Gesetz im Dezember 2011 in Kraft trat, kam damit zunächst nur das Verbot zum Tragen. Denn für die gewünschten Ausnahmen von diesem Verbot fehlte die Rechtsverordnung.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) sagte, nun gebe es endlich Rechtssicherheit für betroffene Paare. «Die Durchführung der PID wird in einem sehr engen gesetzlichen Rahmen möglich sein.» Geschätzt rund 200 Fälle pro Jahr gibt es in Deutschland. «Die Paare haben häufig eine Tortur hinter sich.»

Vorgenommen werden soll der Test in speziellen Zentren. Nicht alle geeigneten Einrichtungen werden laut Verordnung automatisch zugelassen. Die Landesbehörden entscheiden. Unabhängige Ethikkommissionen müssen zudem in Einzelfallentscheidungen zustimmen. Der Bundesrat hatte dem Verordnungsentwurf von Bahr zugestimmt, aber Änderungen beschlossen. Diese sind mit dem Kabinettsbeschluss nun übernommen worden. Keine Mehrheit hatte die Forderung gefunden, dass die Länder selbst über die Zusammensetzung der Ethikkommissionen befinden können.

Sozialausschuss votiert für Gesetzesinitiative des Bundesrates zum Bildungs- und Teilhabepaket

Quelle: Heute im Bundestag Nr 83 vom 20.02.2013
Berlin: (hib/VER) Der Ausschuss für Arbeit und Soziales hat sich mehrheitlich für einen Gesetzentwurf (17/12036) des Bundesrates zum sogenannten Bildungs- und Teilhabepaket im Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) ausgesprochen.

Infolge der Umsetzung eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2010 sei mit dem Gesetz zur Ermittlung von Regelbedarfen und zur Änderung des Zweiten und Zwölften Buches Sozialgesetzbuch zum 1. Januar 2011 das Bildungs- und Teilhabegesetz eingeführt worden, heißt es in der Vorlage. Doch die Erfahrungen der Praxis der vergangenen zwei Jahre hätten gezeigt, „dass die derzeitigen Regelungen an einigen Punkten zu einem erhöhten Verwaltungsaufwand führen und die Inanspruchnahme ungewollt erschweren“, schreibt die Länderkammer zur Begründung.

Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen sowie der SPD- und Grünenfraktion votierte der Ausschuss in seiner Sitzung am Mittwochvormittag für diese Initiative. Die Linksfraktion enthielt sich.

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14. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung vorgelegt

Bildungsniveau jüngerer Menschen ist gestiegen
Berlin: (hib/AW) Das schulische und berufliche Bildungsniveau in Deutschland ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt der 14. Kinder- und Jugendbericht, den die Bundesregierung einschließlich ihrer Stellungnahme verabschiedet und dem Bundestag als Unterrichtung (17/12200, s. Link) vorgelegt hat. Nach Angaben des Berichts verfügen jüngere Menschen über formal höhere Schulabschlüsse und berufsqualifizierende Abschlüsse als ältere Menschen. Diese Entwicklung sei sowohl bei jungen Menschen ohne als auch mit Migrationshintergrund zu beobachten. Allerdings bestünde zwischen diesen beiden Gruppen nach wie vor ein deutlicher Unterschied. So verfügten junge Menschen ohne Migrationshintergrund in der Regel über höhere Schul- und Berufsausbildungsabschlüsse.

Am geringsten seien die Unterschiede bei der Hochschulreife. So verfügten 29 Prozent der 15- bis 25-Jährigen und 37 Prozent der 25- bis 35-Jährigen mit ausländischen Wurzeln über die Hochschulreife, in den gleichen Alterskohorten ohne Migrationshintergrund seien es 36 und 45 Prozent. Gravierendere Unterschiede stellt der Bericht allerdings im Bereich der berufsqualifizierenden Bildungsabschlüsse fest. Während 34 Prozent der 25-35-Jährigen mit Migrationshintergrund über keinen Abschluss verfügten, seien es in der gleichen Altersgruppe ohne Migrationshintergrund lediglich zehn Prozent.

Der Bericht benennt Bildung als einen zentralen Punkt für faire Chancen von Kindern und Jugendlichen. Bereits die frühkindliche Bildung sei entscheidend für den Start in einen erfolgreichen Bildungsweg. Bildung umfasse allerdings neben Schulwissen auch soziale Fähigkeiten und lebensnahe Alltagskompetenzen.

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Armuts- und Reichtumsbericht: Armut trifft vor allem Kinder und Jugendliche

Pressemitteilung der AGF vom 21.02.2013
Berlin, 21.02.2013 - Anlässlich der heutigen Debatte im Bundestag zum 4. Armuts- und Reichtumsbericht fordert die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen von der Bundesregierung einen seriösen Umgang mit der Armutsproblematik. Gerade die hohe Kinderarmut hat verheerende Folgen - für die Kinder und die Gesellschaft. Sie muss dringend intensiv bekämpft werden.

"Die Armut wird nicht weniger, indem man sie schönredet oder unliebsame Passagen eines Berichts weglässt" kommentiert der Vorsitzende der AGF, Dr. Klaus Zeh, die jüngsten Entwicklungen beim 4. Armuts- und Reichtumsbericht. "Vielmehr wird deutlich, dass es in den vergangenen Jahren nicht gelungen ist, der Armut wirksam zu begegnen. Besonders erschreckend ist, dass immer noch vor allem Kinder und Jugendliche unter einem sehr hohen Armutsrisiko leiden, was erhebliche Auswirkungen auf ihre Zukunftschancen hat."

Überdurchschnittlich oft von Armut betroffen sind Kinder und Jugendliche in Familien ohne Erwerbseinkommen, in Alleinerziehendenhaushalten, in Einwandererfamilien und in Mehrkindfamilien. Kinder und Jugendliche aus armen Verhältnissen erreichen unter anderem seltener einen guten Schulabschluss und leiden häufiger unter gesundheitlichen Problemen. Für sie ist es sehr viel schwieriger, in der Gesellschaft Fuß zu fassen und diese später aktiv mitzugestalten. Stattdessen wird Armut von einer Generation zur nächsten vererbt - eine Spirale, die dringend durchbrochen werden muss.

Seit dem letzten Armutsbericht ist die Armutsrisikoquote insgesamt sowie bei Kindern und Jugendlichen nahezu unverändert geblieben, ebenso wie die starke Einkommensspreizung. Bei der Vermögensverteilung ist die Schere sogar noch weiter auseinandergegangen. Ganze PM s. pdf

pdfArmuts - und Reichtumsbericht

Karlsruhe stärkt Rechte von Adoptivkindern in Regenbogenfamilien

Das Bundesverfassungsgericht hat das bislang geltende Verbot der Co-Adoption eines adoptierten Kindes für eingetragene LebenspartnerInnenschaften für verfassungswidrig erklärt. Mit seinem Urteil vom 19. Februar räumte Karlsruhe einmal mehr ein Hindernis für die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen mit heterosexuellen Ehepaaren aus dem Weg.

Bislang dürfen Adoptivkinder der einen Partnerin bzw. des einen Partners von der zweiten Mutter oder dem zweiten Vater nicht adoptiert werden. Diese Praxis hat das Bundesverfassungsgericht nun als Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgebot gewertet und für verfassungswidrig erklärt. Die Konsequenz aus dem Urteil: Paragraf 9 Abs. 7 des Lebenspartnerschaftgesetzes muss nun so ausgelegt werden, dass auch die sogenannte Sukzessivadoption oder Co-Adoption durch die Partnerin bzw. den Partner möglich ist. Ganzer Artikel aus dem Newsletter des Deutschen Frauenrates über den angegebenen Link.

Die Urteilsbegründung zusammengefasst und mit Verweisen auf die Fundstelle http://beck-aktuell.beck.de/news/bverfg-verbot-der-sukzessivadoption-fuer-eingetragene-lebenspartner-verfassungswidrig

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Kritik an Wirksamkeit von Familienleistungen hinterfragen

Studie zu Familienleistungen wird vor der Bundestagswahl vorgelegt
Angesichts der Debatte um die Wirksamkeit von Familienleistungen will Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) die Ergebnisse einer zentralen Studie nun doch vor der Bundestagswahl im September vorlegen. Eine Sprecherin kündigte am 6.2. in Berlin an, zwei Teilstudien über die Auswirkungen des Kindergelds und des Kinderbetreuungsangebots auf die wirtschaftliche Situation von Familien und die Geburtenrate würden in den nächsten Tagen veröffentlicht. Eine fünfte Teilstudie solle im Februar veröffentlicht werden, zwei lägen bereits vor, sagte die Sprecherin weiter. Medienberichten zufolge stand die für dieses Jahr geplante Veröffentlichung zwischenzeitlich in Frage. Die Auswertung komme im Kern zu dem Ergebnis, dass die 200 Milliarden Euro an staatlichen Familienleistungen zum großen Teil fehlinvestiert würden, hieß es.

Die aus zwölf Teilstudien bestehende Erhebung war 2009 von Schröders Amtsvorgängerin Ursula von der Leyen (CDU) und dem Bundesfinanzministerium initiiert worden und wird in diesem Jahr abgeschlossen. Das vierjährige Forschungsvorhaben soll Aufschluss darüber geben, ob und wie die staatlichen Leistungen sich auf die wirtschaftliche Situation von Familien und die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf auswirken, wie Familien ihr Lebensmodell wählen und ob die Leistungen die Lebenschancen von Kindern verbessern. Quelle: epd Zentralausgabe Nr. 27 vom 7. Februar 2013

Anmerkung Der "Spiegel" hatte die Ergebnisse der Teilstudie in der vorletzten Woche veröffentlicht (s. auch Link zu Inhalten Tagesschau) und dabei der Bundesregierung die weitgehende Wirkungslosigkeit der für Familienförderleistungen eingesetzten Mittel bescheinigt. Abgesehen davon, dass von den zitierten 200 Mrd. in Wirklichkeit nur 55 Mrd. echte Förderleistung sind, ist es falsch, die Wirksamkeit von Familienförderung ausschließlich an der Erhöhung der Frauenerwerbsquote und dem Anstieg der Geburtenrate zu messen. Zwar sind das zwei zentrale familienpolitische Ziele, es greift aber definitiv zu kurz, die Veränderungen in diesem Bereich zum alleinigen Maßstab zu machen. Familienpolitik ist mehr als Beschäftigungs- und Bevölkerungspolitik. Ziele wie "Gute Lebensbedingungen Kinder und Eltern, wirtschaftliche Sicherung von Familien, Nachteilsausgleich, Anerkennung von Familienleistungen" sollten nicht auf dem Altar eines ausschließlich ökonomisch gefärbten Blicks geopfert werden. Die in 50 Jahren gewachsene Differenziertheit der Familienförderleistungen ist u.a. der Vielfalt und Vielgestaltigkeit von Familien geschuldet und wird den unterschiedlichen Lebensphasen und Lebenssituationen gerecht. Das bedeutet nicht, dass eine gründliche Überprüfung nicht von Zeit zu Zeit not täte oder jede der aufgezählten 156 Leistungen erhalten bleiben muss. Die kurzen Schlüsse, die da von durchaus couragierten aber eher unkundigen Journalisten gezogen werden, können die Debatte zwar anregen, sie sollten sie aber nicht bestimmen. Diese Bausch- und Bogen-Kritik wird der Sitaution vieler Familien nämlich überhaupt nicht gerecht.

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2013 - 03/01

Umfrage zum Ehrenamt in Baden-Württemberg

Sozialministerium bittet um Unterstützung
Wie Sie ja bereits vom Sozialministerium erfahren haben, führen wir, die Fachschule für Werbegestaltung, eine Umfrage zum Ehrenamt und Bürgerschaftlichen Engagement durch. Dazu brauchen wir Ihre Hilfe!!!

Wir möchten Sie daher bitten, den beiliegenden Bogen (s. pdf) bis zum 28.02.2013 auszudrucken, auszufüllen und per Post an das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg z.H. Frau Keller Postfach 10 34 43 70029 Stuttgartzu senden. Die Umfrage erfolgt anonym und wird von uns an der Schule ausgewertet. Hierfür danken wir Ihnen schon jetzt im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen, Das Team der Fachschule für Werbegestaltung

pdfInterne Umfrage

Interkulturelle Familienbildung

Handreichung des AWO Bundesverband e.V.
Mit Kindern zu leben ist Bereicherung und Herausforderung zugleich. Insbesondere Eltern mit Migrationserfahrung stehen dabei vor spezifischen Fragen mit Blick auf die Gestaltung ihres Familienlebens: Wie können wir unsere Kinder mehrsprachig erziehen? Wie gehen wir mit unterschiedlichen Werten in Herkunftsfamilie und Gesellschaft um? Wie können wir am deutschen Bildungssystem und an unserer kulturell vielfältigen Umwelt teilhaben und teilnehmen? Interkulturell arbeitende Familienbildung will auf Eltern mit Migrationshintergrund bewusst zugehen, sich mit den inhaltlichen und strukturellen Bedarfen von Familien in der Einwanderungsgesellschaft auseinandersetzen und diese in die eigene Arbeit einfließen lassen.

Der erste Teil der Handreichung (s. Link) geht auf die Hintergründe und Ziele interkultureller Familienbildung ein. Dazu wird zunächst ein genereller Blick auf interkulturelle Aspekte Sozialer Arbeit geworfen. Vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung und den aktuellen Rahmenbedingungen von Familienbildung in Deutschland wird dann näher beleuchtet, warum Elternbildung sich auf die Gegebenheiten der Einwanderungsgesellschaft einstellen muss und warum sie besonders gut geeignet ist für die sozial -pädagogische Arbeit mit Familien mit Migrationshintergrund.

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Arbeitgeberpräsident Hundt und Wirtschaftsminister Schmid zeichnen familienfreundliche Unternehmen aus

20.02.2013, Stuttgart - Pressemitteilung
Arbeitgeberpräsident Hundt und Wirtschaftsminister Schmid zeichnen familienfreundliche Unternehmen aus Preisträger des erstmals vergebenen „familyNET-Award“ sind Kanzlei Kiesel & Partner aus Aalen, Volz Gruppe aus Deilingen, GP Grenzach aus Grenzach-Wyhlen und Förderverein Kinderbunt aus Heilbronn. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie steht längst auf der Agenda des Großteils der Unternehmen in Baden-Württemberg. Im Rahmen des landesweiten Projekts familyNET werden sie dabei durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft sowie die Arbeitgeberverbände Südwestmetall und Chemie Baden-Württemberg unterstützt. Am Mittwoch wurden erstmals Unternehmen mit dem familyNET-Award für besonders familienfreundliche Projekte ausgezeichnet. Zur Premiere hatten insgesamt 32 Firmen und Betriebe ihre Bewerbungen für den familyNET-Award abgegeben. In drei Kategorien – 11 bis 50 Beschäftigte, 51 bis 250 Beschäftigte und 251 bis 500 Beschäftigte – wurden die Preise vergeben. Bewertet wurden dabei die Aktivitäten der Unternehmen auf insgesamt sechs möglichen Handlungsfeldern. So bildeten Best-Practice-Beispiele in den Bereichen Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, Work-Life-Balance und betriebliches Gesundheitsmanagement, Mütter und Väter in Führungspositionen, der Komplex Arbeitszeitgestaltung, Arbeitsorganisation und Arbeitsort sowie Elternzeit/Wiedereinstieg in den Beruf die Basis für die Bewertung. Die Jury setzte sich zusammen aus Vertretern von Wirtschaft, Verbänden und dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft. Der Landesfamilienrat Baden-Württemberg ist Partner im ESF-Projekt familyNET und war beteiligt an der Auswahl der Preisträger. Mehr dazu über den angegebenen Link.

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Wie viel Armut leistet sich dieses Land? DFV zum 4. Armuts- und Reichtumsbericht

Pressemitteilung vom 21.02.2013
Bei der heutigen Diskussion im Bundestag wurde deutlich, wie sich Datenerhebung parteilich auslegen lassen. Familien mit Kinder, Jugendliche sind die Verlierer in der Erhebung zum 4. Armuts- und Reichtumsbericht; „Wie verantwortlich geht die Politik mit ihrem Zukunftspotential um“, frägt Uto R. Bonde vom Deutschen FamilienVerband (DFV) Baden- Württemberg. Was das Parlament in Auftrag gegeben hat, war eine schonungslose und deutliche Analyse der Lebensverhältnisse der Menschen in Deutschland. Erstaunt nahmen wir zur Kenntnis, dass bereits der Wirtschaftsminister in der Originalvorlage jene Passagen ersatzlos strich, „die nicht der Bundes-regierung entsprochen“ haben. Gerade bei Familien mit Kindern, Alleinerziehenden, arbeitslosen Menschen und zunehmend auch bei Menschen in Rente wirkt sich das Armutsrisiko verheerend aus und muss dringend mit gerechten Lösungen bekämpft werden. Aufgabe der Politik und Wirtschaft ist die Schaffung von existenzsichernden Arbeitsplätzen, die Gewähr ausreichender Transferleistungen und ausreichenden Betreuungsangeboten. Verwässert und verschleiert wurde im Armutsbericht jene kritischen Passagen zur Vermögensverteilung und zur zunehmenden Einkommensspreizung – also die weiter aufgehende Schere zwischen arm und reich. Arm ist, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens besitzt. In der ersten Variante stand noch: "Während die Lohnentwicklung im oberen Bereich positiv steigend war, sind die unteren Löhne in den vergangenen zehn Jahren preisbereinigt gesunken“. Auch der DFV stellt dazu fest, dass hierzu eine aktive Politik der Veränderung notwendig ist- „diese Schere bekämpft man doch nicht mit Streichungen“, so Uto R. Bonde.

 

Nationaler Bildungsbericht im Bundestag diskutiert

27.02.2013, Berlin: (hib/ROL) „Es gibt Fortschritte, aber auch Herausforderungen“, lautet das Fazit, das der Parlamentarische Staatsekretär Helge Braun (CDU), in seiner Unterrichtung zum Nationalen Bildungsbericht (17/11465, s. Link) vor dem Ausschuss für Bildung und Forschung an Mittwochvormittag zog. Der Nationale Bildungsbericht war im Juni 2012 zum vierten Mal veröffentlich worden und wird von unabhängigen Fachautoren erstellt. Er gilt als gute und objektive Datengrundlage für das Bildungssystem in Deutschland. Braun betonte, dass sich die Erwerbstätigkeit von Eltern nicht negativ auf die Entwicklung von Kindern auswirke. Zudem würden immer mehr Kinder unter drei Jahren Krippenplätze in Anspruch nehmen. Neben dem Trend zu einer immer größeren Reduktion der schulischen Mehrgliedrigkeit, ging Braun auch die berufliche Bildung ein. Die Zahl der jungen Menschen, die nach der Schule zunächst einmal im Übergangssystem verblieben, sei mit über 30 Prozent noch immer deutlich zu hoch. Positiv sei, dass die Studienanfängerzahl auf 55 Prozent gestiegen sei, was allerdings auch mit der Abschaffung der Wehrpflicht und doppelten Abiturjahrgängen zu tun habe. Das diesjährige Schwerpunktthema des Bildungsberichts ist die kulturelle Bildung. Braun hob hervor, dass mehr Kinder mit Migrationshintergrund musisch aktiv seien als Kinder vergleichbarer Gruppen ohne Migrationshintergrund.

Ein Kapitel zur Bildung in der Familie finden Sie ab Seite 48.

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Dokumentation der Fachtagung "Vielfalt im Verbund macht stark" erschienen

Mit der Tagung „Vielfalt im Verbund macht stark! Eltern- und Familienbildung in Baden-Württemberg“ hat der Landesfamilienrat die Gründung des Netzwerks Familienbildung beim Landesfamilienrat am 27. November 2012 begleitet. Die gut besuchte Veranstaltung hat deutlich gemacht, an welchen „Baustellen“ noch gearbeitet werden muss auf dem Weg zu einer bedarfsgerechten Ausgestaltung von Angeboten der Eltern- und Familienbildung vor Ort. Dazu gehört natürlich auch ihre rechtliche und finanzielle Absicherung. Anregungen dazu wurden nicht nur in den Referaten, sondern auch in den Baustellen-Workshops gegeben.

Die Beiträge und Ergebnisse dieses Nachmittags finden Sie in der beigefügten Dokumentation von der wir hoffen, dass Sie Ihr Interesse findet. Bei Fragen zum Netzwerk Familienbildung haben, können Sie sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gerne an die Geschäftsstelle (Frau Daumüller) wenden.

pdfEndfassung Vielfalt im Verbund 2012

Von alleine wächst sich nichts aus… Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen und gesellschaftliches Handeln

Fachveranstaltung am 15. März 2013 in Stuttgart, AWO
Entscheidende Faktoren, die über das Aufwachsen von Kindern bestimmen sind das Einkommen und der Bildungshintergrund der Eltern. Armut ist dabei der größte Risikofaktor für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. So lauten die zentralen Erkenntnisse einer von der AWO in Auftrag gegebenen Langzeitstudie, bei der 900 Kinder bis zu ihrem 16. Lebensjahr begleitet wurden.

Gerda Holz vom ISS in Frankfurt hat sich nicht nur mit den Folgen von Armut befasst, sondern auch mit den Einflüssen, welche die Auswirkungen mildern. Von größter Bedeutung ist die gezielte Unterstützung der Eltern und des nahen Umfeldes von Kindern. Wichtig sind jedoch auch starke Institutionen, die den Kindern das bieten können, was sie zu Hause möglicherweise nicht bekommen. Über die geeignete Begleitung von Kindern und Jugendlichen möchten wir mit Ihnen, auch vor dem Hintergrund des ersten Armuts- und Reichtumsberichts in Baden-Württemberg, diskutieren.

Zu dieser Veranstaltung laden die AWO Württemberg zusammen mit dem Landesfamilienrat und der FamilienForschung Baden-Württemberg die Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Kirchen und Politik sowie alle Interessierten ein.

pdfVon alleine wächst sich nichts aus


2013 - 03/02

Studie: Jedes vierte Kind in Deutschland fühlt sich zu dick

LBS-Kinderbarometer
Münster/Berlin (dpa) - Vielen macht ihr Gewicht schon in jungen Jahren zu schaffen: So findet sich jedes vierte Kind in Deutschland zu pummelig. Immerhin: Zwei Drittel der Schüler bezeichnen ihr Körpergewicht als genau richtig. Jedes vierte Kind in Deutschland fühlt sich laut einer Befragung zu dick. Und bereits jedes dritte Kind hat mindestens eine Diät hinter sich, wie eine Studie ergab, die die Bausparkasse LBS West am Mittwoch (6. März) in Berlin vorstellte. Bundesweit waren in einer repräsentativen Umfrage 10 000 Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren für das LBS-Kinderbarometer befragt worden. Die gute Nachricht zum Tag der Ernährung am 7. März: Zwei Drittel der Schüler bezeichnen ihr Körpergewicht als genau richtig. Acht Prozent finden sich wiederum zu dünn. Ob das subjektive Gefühl mit der Realität übereinstimmt, klärt die Studie nicht. Das tatsächliche Gewicht der Befragten sei bewusst nicht abgefragt worden, sagte ein LBS-Sprecher. Laut Umfrageergebnis denkt jedes 20. Kind darüber nach, sich Fett absaugen zu lassen. «Wenn Kinder in einem so radikalen Schritt die einzige Möglichkeit sehen, sich in ihrer Haut wohlzufühlen, ist das mehr als bedenklich. Die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper beeinflusst das Wohlbefinden der Kinder in allen Lebensbereichen», erläuterte Christian Schröder, Sprecher des LBS-Kinderbarometers. Für ein gutes Körpergefühl sind Bewegung und gesunde Ernährung wichtige Voraussetzung. Fast drei Viertel der 9- bis 14-jährigen Kinder treiben mehrmals die Woche Sport, weitere 14 Prozent mindestens einmal pro Woche. Dabei zählt Radfahren oder Skaten zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Vier von fünf Kindern treiben Sport im Verein. Schirmherrin des LBS-Kinderbarometer ist Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU). Für das Kinderbarometer werden seit 2007 im zweijährigen Rhythmus bundesweit Schulkinder zwischen 9 und 14 Jahren mittels Fragebögen befragt.

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Bundesweites Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen gestartet

Landesaktionsplan gegen Gewalt an Frauen verbessert Unterstützungssystem
Sozialministerin Katrin Altpeter begrüßt die heutige (6. März) Freischaltung eines bundesweiten Hilfetelefons für von Gewalt betroffene Frauen. „Das Hilfetelefon ergänzt das vielfältige Angebot für Frauen in Notsituationen in Baden-Württemberg und wird eng mit lokalen Projekten und Anlaufstellen verzahnt“, sagte die Ministerin am Mittwoch (6. März) in Stuttgart. Mit der neuen Hotline gibt es in Deutschland zum ersten Mal ein rund um die Uhr freigeschaltetes Angebot der Erstberatung und Weitervermittlung an Beratungsangebote vor Ort. „Die betroffenen Frauen haben künftig eine zentrale Telefonnummer, die sie anrufen können. Dort können sie unkompliziert einen ersten Kontakt herstellen und erfahren, wo man ihnen in ihrer Gegend weiterhelfen kann. Die Hotline ist kostenlos, rund um die Uhr erreichbar und die Mitarbeiterinnen sind mehrsprachig. Anonymität und Vertraulichkeit der Gespräche sind selbstverständlich“, betonte die Ministerin. Sie sei sicher, dass das Hilfetelefon die Situation für von Gewalt betroffene Frauen deutlich verbessern wird.
Um jeder Frau in einer Notlage genau die Hilfe zukommen zu lassen, die sie benötigt, will die Ministerin die bestehenden Hilfe- und Unterstützungsangebote in Baden-Württemberg verbessern. Deshalb hat sie einen Landesaktionsplan gegen Gewalt an Frauen in Auftrag gegeben, den ihr Ministerium zusammen mit Verbänden und Organisationen zurzeit erarbeitet. Dabei wird das bestehende Angebot von Beratungsstellen und Frauen- und Kinderschutzhäusern in Baden-Württemberg untersucht. „Wir prüfen, ob wir den betroffenen Frauen und Kindern mit den bestehenden Hilfs- und Unterstützungsangeboten ausreichend Schutz bieten oder ob wir etwas verbessern müssen“, erklärte Altpeter. „Ein wichtiger Baustein in unseren Planungen ist eine niedrigschwellige und jederzeit verfügbare Anlaufstelle, um damit notleidenden Frauen einen schnellen und unkomplizierten Zugang in das Hilfesystem zu ermöglichen“, sagte Altpeter. Diese Stelle sei mit dem bundesweiten Hilfetelefon geschaffen worden.

Die Ministerin wies darauf hin, dass auch in Baden-Württemberg noch immer zu viele Frauen und Kinder Opfer häuslicher Gewalt werden. Im Jahr 2011 wurden laut Polizeilicher Kriminalstatistik 5.963 Frauen Opfer häuslicher Gewalt. Ein aktueller Bericht der Bundesregierung mache zwar deutlich, dass es insgesamt ein dichtes und ausdifferenziertes Netz an Unterstützungseinrichtungen gebe. Dennoch zeige der Bericht, dass das System verbessert werden muss. Neben der niedrigschwelligen Unterstützung in akuten Notsituationen gehe es darum, den Frauen Wege aus der Gewalt aufzuzeigen und sie zu ermutigen, sich Informationen und Unterstützung zu holen. „Mit dem Landesaktionsplan schaffen wir in Baden-Württemberg die Voraussetzungen dafür, dass jede Frau tatsächlich die Hilfe findet, die sie in ihrer persönlichen Notlage braucht“, so die Ministerin.

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Erziehungszeiten gibt es auch für Väter

Die Deutsche Rentenversicherung informiert
(DRV BW) Die ersten drei Jahre nach der Geburt eines Kindes werden in der gesetzlichen Rentenversicherung mit einer Pflichtbeitragszeit berücksichtigt. Diese Kindererziehungszeit kann entweder die Mutter oder der Vater für ihre oder seine spätere Rente gutgeschrieben bekommen. Wenn der Vater die Zeit erhalten soll, müssen die Eltern gleich nach der Geburt des Kindes tätig werden. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg hin. Für jedes ab 1992 geborene Kind werden drei Jahre Kindererziehung angerechnet, für Geburten davor ein Jahr. Diese Kindererziehungszeit erhöht die spätere Rente um rund 28 Euro pro Jahr - 84 Euro für drei Jahre. Die Kindererziehungszeit wird im Rentenkonto des Elternteils gutgeschrieben, der das Kind überwiegend erzogen hat. Erziehen Mutter und Vater das Kind gemeinsam, erhält grundsätzlich die Mutter die Zeit. Soll der Vater die Kindererziehungszeit erhalten - zum Beispiel wenn er Elternzeit in Anspruch nimmt - müssen die Eltern eine gemeinsame Erklärung bei der Rentenversicherung zur Zuordnung der Monate abgeben. Diese gilt nur für ganze Monate in die Zukunft und rückwirkend höchstens für zwei Monate. Mehr Informationen zu den Kindererziehungszeiten enthalten die Broschüren der Deutschen Rentenversicherung »Kindererziehung: Ihr Plus für die Rente« und »Rente: Jeder Monat zählt«. Diese können telefonisch unter der Nummer 0721 825 23888 oder per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) angefordert werden. Im Internet (www.deutsche-rentenversicherung-bw.de) stehen sie ebenfalls als PDF-Download zur Verfügung. Weitere Auskünfte zu den Themen Rente, Rehabilitation und Altersvorsorge gibt es bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg in den Regionalzentren und Außenstellen sowie bei den ehrenamtlich tätigen Versichertenberaterinnen und -beratern im ganzen Land, über das kostenlose Servicetelefon unter 0800 100048024 und im Internet unter

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Zehn Jahre Agenda 2010 - Bilanz einer „Jahrhundertreform“

Als vor zehn Jahren, am 14. März 2003, der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder in einer Regierungserklärung im Plenum des Deutschen Bundestages seine Reformagenda vorstellte, verwendete er dafür erstmals den Begriff der „Agenda 2010“. Der Begriff steht seither für weitreichende Strukturreformen mit dem Ziel einer umfassenden Modernisierung der sozialen Marktwirtschaft, die nicht selten als „Jahrhundertreform“ bezeichnet wurden. Ziel der Politik der Agenda 2010 war es, die Erwerbstätigkeit zu steigern und die Arbeitskosten zu senken, um die Wirtschaft in Deutschland wettbewerbsfähiger zu machen. Im Fokus stand dabei der Politikbereich Arbeit und Beschäftigung, insbesondere die Arbeitsmarktpolitik. Die Agenda 2010 polarisierte wie kaum ein anderes politisches Reformvorhaben der jüngerenVergangenheit. Weite Teile der Wirtschaft begrüßten sie als ersten Schritt zur wirtschaftspolitischen Deregulierung und zur Sanierung der Sozialsysteme, dem aber weitere folgen müssten. Auf Seiten der Arbeitnehmer dagegen rief die Agenda 2010 vor allem mit der vielfach als Zumutung empfundenen Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende vehemente Ablehnung hervor. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat zum „Jubiläum“ eine kleine Übersicht mit Quellenangaben gemacht, s. Link.

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Kinder und Medien; Erste Ergebnisse der KIM-Studie 2012 vorgestellt

Stuttgart/Köln – Rund drei von fünf Kindern zwischen sechs und 13 Jahren "arbeiten" zumindest selten zu Hause am PC für die Schule. Davon nutzen vier Prozent den Computer (fast) jeden Tag um Inhalte für die Schule vor- oder nachzubereiten. 30 Prozent „arbeiten“ mindestens einmal pro Woche am PC für die Schule und 24 Prozent tun dies seltener. Dabei spielt auch das Internet eine wichtige Rolle: 80 Prozent der Kinder, die den PC (zu Hause) für die Schule nutzen, suchen mindestens einmal pro Woche im Internet nach Informationen. 70 Prozent schreiben regelmäßig für die Schule Texte am PC und 60 Prozent nutzen ein spezifisches Lernprogramm. Dies sind erste Ergebnisse der aktuellen KIM-Studie 2012 (Kinder + Medien, Computer + Internet) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs). Die Studie erscheint Mitte/Ende März. Erste Ergebnisse sowie die Studien der vergangenen Jahre können über den angegebenen Link eingesehen werden.

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Eine familienbewusste Arbeitswelt braucht mehr als flexible Arbeitszeiten

Pressemitteilung der Familienorganisationen zum Familiengipfel der Bundesregierung
Berlin, 12.03.2013 - Zum heutigen Familiengipfel der Bundesregierung weist die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen darauf hin, dass zur Verwirklichung einer familienbewussten Arbeitswelt noch viel zu tun bleibt. Nach wie vor klagen Mütter und Väter über mangelnde Vereinbarkeit. Es fehlt an Rücksicht auf die Lebenswirklichkeit von Familien, an bedarfsdeckender Kinderbetreuung, und an Mitbestimmung. Flexible Arbeitszeiten allein sind deshalb keine Lösung, notwendig ist eine andere Unternehmenskultur und gute rechtliche Rahmenbedingungen. "Die Erwartungen von Familien und Unternehmen liegen oft weit auseinander. Viele Arbeitgeber preisen ihre flexiblen Arbeitszeiten, Gleitzeitmodelle und mobilen Arbeitsmöglichkeiten und übersehen dabei, dass mehr Flexibilität nicht automatisch auch mehr Familienfreundlichkeit bedeutet. Was Familien vor allem brauchen, ist eine veränderte Unternehmenskultur, die familiäre Verantwortung nicht als Störfaktor sondern als Bereicherung betrachtet", erklärt der Vorsitzende der AGF, Dr. Klaus Zeh, mit Blick auf die Unternehmen. "Hinter flexiblen Arbeitszeitmodellen verbirgt sich allzu oft die Erwartung nach möglichst großer Verfügbarkeit - und eben nicht die größere Mitbestimmung bei Lage und Ort der Arbeitszeit, die für Familien so wichtig ist." Ganze Pressemeldung der AG vom 12.03. in der PDF.

pdfPressemitteilung Familiengipfel


2013 - 03/03

Alleinerziehend. Tipps und Informationen jetzt auf Türkisch


Seit den achziger Jahren gibt der VAMV das Taschenbuch "Alleinerziehend - Tipps und Informationen" mit Infos zu den zentralen Rechts- und Lebensfragen von Alleinerziehenden heraus. Erstmals erscheint es nun in einer 96-seitigen Kurzfassung auf Türkisch. Das Taschenbuch kann kostenfrei über den Publikationsversand der Bundesregierung bestellt werden Tel.: 01805 77 80 90, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

pdfVAMV - Tipps und Informationen auf Türkisch

Online-Befragung "Eltern-Zeit-Väter"

Institut SowiTra bittet um Bekanntmachung und Weiterleitung
Welche Erfahrungen machen erwerbstätige Väter, die Elterngeldzeit nutzen? Welche Hindernisse standen denjenigen Vätern im Wege, die die Elterngeldmonate dann doch nicht genommen haben? Lassen sich durch die Elterngeldzeit langfristige Veränderungen im Betrieb und in der Partnerschaft feststellen? Und wie sind diese gleichstellungspolitisch zu bewerten? Im Rahmen einer Online-Befragung des SowiTra Instituts werden diese Aspekte rund um die Elterngeldzeit von Vätern untersucht (gefördert von der Hans Böckler-Stiftung). Die Befragung läuft von Februar bis Mai 2013. Der Fokus dieses Projektes liegt auf den gleichstellungspolitische Effekten der Elterngeldnutzung durch Väter. Darüber hinaus gilt es herauszufinden, was Väter davon abhält Elterngeldzeit zu nehmen. Wir versuchen zu ergründen, wie sich gesellschaftspolitische, betriebliche und partnerschaftliche Strukturen auf die Entscheidung der Väter auswirken und ob bzw. wie wiederum die Inanspruchnahme der Elterngeldzeit auf diese Strukturen rückwirken. So erhoffen wir uns Hinweise darauf, wie Väter ihren Wunsch nach einer Gleichzeitigkeit von Familie und Beruf besser umsetzen können und was die Unternehmen tun können, um ihre Betriebe für Väter noch attraktiver erscheinen zu lassen. Zur Zielgruppe der Onlinebefragung gehören zum einen erwerbstätige Väter, die seit 2007 ein Kind bekommen haben und somit vor der Entscheidung standen Elterngeldzeit zu nehmen sowie deren Partnerinnen.

Mehr Informationen über den Link und den Flyer in der PDF.

weiterführender Link

pdfFlyer Projekt Elterngeldzeit 2012

Familiensplitting ist Ehegattensplitting durch die Hintertür

DIW zum Steuerrecht
Das Familiensplitting unterscheidet sich kaum vom Ehegattensplitting. Zu dieser Erkenntnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), nachdem es die Wirkungen eines Familiensplittings in Deutschland mehrfach durchgerechnet hat.

Je nach Ausformung des Modells koste eine solche Steuerreform zwischen 1,5 und 13 Milliarden Euro. Doch ändere die kostengünstigste Variante nach französischem Vorbild im Vergleich zum bestehenden System so gut wie nichts, sagt DIW-Forscherin Katharina Wrohlich. Der Kinderfreibetrag würde einfach nur durch zusätzliche Splittingfaktoren für Kinder ersetzt. „Die Wirkungen des Ehegattensplittings bleiben somit erhalten: Negative Arbeitsanreize für verheiratete Frauen werden dadurch nicht verändert."

Lediglich Familien mit drei oder mehr Kindern würden stärker entlastet, da in Frankreich das dritte Kind doppelt so hoch gefördert wird wie das zweite. Den gleichen Effekt hätte in Deutschland aber auch die Verdoppelung des Kinderfreibetrages für das dritte Kind, so die DIW-Expertin.
Quelle: Newsletter Deutscher Frauenrat. Weiter s. Link

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Caritas-Info: Familiengipfel 2013

Bundesregierung und Wirtschaft propagieren familienfreundliche Arbeitswelt
Auf dem „Familiengipfel 2013“ in Berlin am 12. März haben die Bundesregierung, die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) beschlossen, ihr Engagement für eine familienfreundliche Arbeitswelt voranzutreiben. Eltern bräuchten Spielräume, um ihre Arbeits- und Familienzeit besser aufeinander abstimmen zu können und mehr Möglichkeiten, zwischen Teilzeit- und Vollzeitarbeit wechseln zu können, ohne dadurch langfristig berufliche Nachteile in Kauf nehmen zu müssen, so das Fazit. Konkret wollen Bundesfamilienministerium, Spitzenverbände und DGB zukünftig regelmäßig einen Bericht "Familie und Beruf" erstellen. Der Bericht soll Fortschritte und Defizite bei der Förderung einer familienbewussten Arbeitswelt dokumentieren sowie Handlungsempfehlungen an die Bundesregierung und Wirtschaft abgeben. Auch der Deutsche Caritasverband war beim Familiengipfel vertreten und setzte sich dort für die Bedürfnisse der Familien ein: Nicht die Familien müssten arbeitsmarktgerechter, sondern der Arbeitsmarkt müsse familiengerechter werden. Familien bräuchten flexible, aber auch verlässliche Arbeitszeiten. Ganzer Text s. pdf

pdfFamiliengipfel 2013

Neuer Report der FamilienForschung Baden-Württemberg „Jugendliche, außerschulische Jugendbildung, Partizipation“ erschienen

Die FamilienForschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Sozialministeriums eine neue Online-Ausgabe des Reports Familien in Baden-Württemberg zum Thema „Jugendliche, außerschulische Jugendbildung, Partizipation“ herausgegeben. Diese greift aktuelle Ergebnisse aus der Jugendforschung auf und gibt einen Überblick über Entwicklungen in der Kinder- und Jugendarbeit in Baden-Württemberg. Dazu gehört der am 12. März 2013 unterzeichnete Zukunftsplan Jugend, durch den die Kinder- und Jugendarbeit und die Jugendsozialarbeit in Baden-Württemberg gestärkt und weiterentwickelt werden sollen. Ein weiterer Schwerpunkt des Reports ist die Mitwirkung Jugendlicher auf kommunaler Ebene. Die jetzt erschienene Ausgabe bündelt Informationen zu Beteiligungsmöglichkeiten junger Menschen und Einflussgrößen der Mitwirkung Jugendlicher an ihrem Wohnort. Darüber hinaus stellt sie Empfehlungen, Praxisbeispiele und Informationen über Unterstützungsangebote für Kommunen zusammen. Ein Blick auf die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa und die Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland runden das Thema ab. Der Report Familien in Baden-Württemberg wird im Rahmen der Familienberichterstattung des Landes von der FamilienForschung Baden-Württemberg erstellt und enthält themenbezogene wissenschaftliche Analysen zur Lage von Familien in Baden-Württemberg, Deutschland und Europa. Er erscheint quartalsweise und wird ausschließlich in elektronischer Form veröffentlicht. Der Report kann auf der Homepage der FamilienForschung Baden-Württemberg kostenlos abonniert werden (http://www.fafo-bw.de/Familien_in_BW). Hier und auf der Homepage des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren (http://www.sozialministerium-bw.de) steht er auch zum Download bereit. Die nächste Ausgabe befasst sich mit dem Thema „Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften und Familie.“

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2013 - 04/01

Bedarfsgerecht statt pauschal - Das Kindergeldkonzept der SPD

Nach dem Kindergeld-Konzept der SPD vom Januar 2013 sollen Eltern mit geringem oder mittlerem Einkommen einen Zuschlag erhalten. Dafür will sie den Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf (BEA) streichen, von dem besserverdienende Eltern profitieren. Laut Steuerzahlerbund wären Familien mit einem zu versteuernden Einkommen von über 65.000 Euro betroffen. Der BEA beträgt derzeit 2.640 Euro. Eine Kürzung oder Abschaffung hält der Verband für verfassungsrechtlich bedenklich.

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Rechte leiblicher Väter: Rechtsausschuss einstimmig für Regierungsentwurf

Heute im Bundestag
Berlin: (hib/VER) Der Rechtsausschuss hat in seiner Sitzung am Mittwochvormittag einen Gesetzentwurf der Bundesregierung „zur Stärkung der Rechte des leiblichen, nicht rechtlichen Vaters“ (Drucksache 17/12163 s. Link) einstimmig angenommen. Ein zentrales Anliegen dieser Regierungsinitiative ist es, dem leiblichen Vater „ein Recht auf Umgang mit dem Kind“ zu gewähren, „wenn der Umgang dem Kindeswohl dient“. Ausschlaggebend dafür soll ein „nachhaltiges Interesse“ sein, das der leibliche Vater an dem Kind zeigen müsse.

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Am 15. Mai ist Tag der Familie

Rund um den 15. Mai, den Internationalen Tag der Familie, machen die Lokalen Bündnisse für Familie auf ihre Arbeit aufmerksam. Unter dem Motto „Die Familienexperten – Kinderbetreuung nach Maß“ zeigen die Lokalen Bündnisse, wie sie Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern. Im Mittelpunkt des Aktionstages 2013 stehen ihre flexiblen, kreativen und zeitgemäßen Betreuungslösungen, die das Regelangebot ergänzen. Bereits zum achten Mal findet der bundesweite Aktionstag mit vielfältigen Aktionen rund um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf statt.
Lokale Bündnisse entwickeln zum Beispiel neue und koordinieren bestehende Kinderbetreuungsangebote – und schaffen dadurch zeitlich und räumlich aufeinander abgestimmte Betreuungsketten. Sie haben bereits zahlreiche Projekte initiiert, die in den Ferien, nach 16 Uhr oder im Notfall greifen und Eltern wissen lässt, dass ihr Kind auch dann verlässlich betreut ist. Sie organisieren beispielsweise Ferienspiele und verlängerte Öffnungszeiten von Kindertagesstätten, vermitteln Betreuungspaten oder beraten Unternehmen zum Thema „Familienorientierung“.
Die Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ wurde Anfang 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Rund 670 Lokale Bündnisse sind in der Initiative bereits aktiv (Stand April 2013). In den Kreisen, Städten und Gemeinden mit einem Lokalen Bündnis leben rund 56 Millionen Menschen. Weitere Informationen unter: www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de

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Umgang nach Trennung und Scheidung: neue Ausgabe „frühe Kindheit“ erschienen

Zu dem Themenschwerpunkt „Umgang nach Trennung und Scheidung“ ist die neue Ausgabe der Zeitschrift „frühe Kindheit“ erschienen. Das Heft enthält Beiträge u. a. von Monika Czernin („Nestmodell? Wechselmodell? Was wäre ein kindgerechtes Modell?“), Rainer Balloff („Umgang des Kindes mit den Eltern und allen anderen bedeutsamen Bezugspersonen, zu denen das Kind Bindungen hat“), Undine Krebs („Das Umgangsrecht in der Rechtsprechung – Eine Zusammenfassung“), Lore Maria Peschel-Gutzeit („Das Kind im Mittelpunkt – Kindliche Gründe und der rechtliche Umgang mit dem ‚Umgangsboykott'“), Marc Bauer und Gabriele Scholz („Wenn Sozialarbeit und Recht an Grenzen stoßen – Der Internationale Sozialdienst als zentrale Anlaufstelle in grenzüberschreitenden Kindschaftskonflikten“), Andreas Hornung („Kindesanhörungen im familienrechtlichen Verfahren – Teil 1: Rechtliche Vorgaben“), Birgit Kaufhold („Kindesanhörungen im familienrechtlichen Verfahren – Teil 2: Psychologisches und pädagogisches kindgerechtes Vorgehen bei der Anhörung“), Reinhard Prenzlow („Umgang bei Trennung und Scheidung – Die Situation des Kindes im Elternstreit und ihre Interessenvertretung durch den Verfahrensbeistand“), Michael Grabow („Möglichkeiten und Grenzen der Mediation bei Umgangskonflikten“), sowie ein Interview mit Heike Mundzeck, Journalistin und Filmemacherin („Eltern sollten das Kind auf keinen Fall als Verhandlungsobjekt instrumentalisieren und stets daran denken, dass die kleine Seele so wenig Schaden nehmen darf wie möglich“). Außerdem enthält das Heft folgende Praxisbeiträge: „Dem Wohl des Kindes verpflichtet – Kindzentrierte Angebote von Zusammenwirken im Familienkonflikt e.V“, „Besuchsprogramm für Trennungseltern Flechtwerk 2+1 – das bundesweite Netzwerk für Kinder mit zwei Elternhäusern“, „Der begleitete Umgang – ein Drahtseilakt mit dem Kindeswohl: Der Verein für betreuten Umgang e.V.“. Das Heft kann bei der Geschäftsstelle der Deutschen Liga für das Kind zum Preis von 6,- Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt werden. Deutsche Liga für das Kind, Charlottenstr. 65, 10117 Berlin Tel.: 030 – 28 59 99 70, Fax: 030 – 28 59 99 71, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.fruehe-kindheit-online.de

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Baden-Württemberg: Immer weniger Minderjährige

Im Stadtkreis Heidelberg nur noch 13 Prozent der Bevölkerung jünger als 18 Jahre, im Landkreis Biberach noch 19 Prozent
In Baden-Württemberg leben derzeit nur noch knapp 1,9 Mill. Kinder und Jugendliche – 1970 waren es noch gut 2,5 Mill. Damit ist nach Angaben des Statistischen Landesamtes die Zahl der Minderjährigen im Land seit 1970 um immerhin 27 Prozent zurückgegangen, während die gesamte Einwohnerzahl um 20 Prozent angestiegen ist. Ganzer Artikel s. Link. Der Anteil der Minderjährigen an der Gesamtbevölkerung Baden-Württembergs hat sich in den letzten vier Jahrzehnten von 28 Prozent auf 17 Prozent verringert. Bereits bis zum Jahr 2030 könnte der Anteil dieser Altersgruppe auf dann nur noch rund 15 Prozent weiter zurückgehen. Dagegen dürfte der Anteil der 60jährigen und Älteren innerhalb von lediglich knapp zwei Jahrzehnten von derzeit 25 Prozent auf 34 Prozent steigen. Innerhalb des Landes gibt es deutliche Unterschiede bezüglich des Anteils der unter 18jährigen an der Gesamtbevölkerung. Landesweit noch am höchsten ist dieser Anteil in den ländlich geprägten Kreisen Biberach und Alb-Donau-Kreis mit jeweils gut 19 Prozent; am wenigsten »Nachwuchs« gibt es in Heidelberg mit lediglich 13 Prozent, gefolgt von den Stadtkreisen Baden-Baden, Karlsruhe und Stuttgart.
Ursächlich für die regional unterschiedlichen Anteile Minderjähriger sind vor allem die Unterschiede in der Geburtenhäufigkeit in Verbindung mit der Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter. Traditionell liegt die durchschnittliche Kinderzahl je Frau in den eher dünn besiedelten Kreisen höher als in den Stadtkreisen. Allerdings haben sich diese Unterschiede in den letzten Jahren tendenziell verringert. Daneben spielt auch der Zu- bzw. Wegzug von Minderjährigen (mit ihren Familien) eine entscheidende Rolle. So sind in den 1960er- bis in die 1990er-Jahre vor allem viele Familien mit Kindern von den Zentren in das Umland gezogen und haben damit zu einer »Verjüngung« der dortigen Bevölkerung beigetragen. Seit gut einem Jahrzehnt ist aber ein neuer Trend zu beobachten, wonach die Zentren für Zuziehende wieder attraktiver geworden sind, so das Statistische Landesamt.

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Studie: Eltern sind mit ihrer Lebenssituation im Wesentlichen zufrieden

Die meisten Eltern mit minderjährigen Kindern sind mit ihrer Lebenssituation im Wesentlichen zufrieden. Etwa drei Viertel erleben einen festen Familienzusammenhalt und ein meist gutes Einvernehmen zwischen Kindern und Eltern. Auch mit der Qualität der Kinderbetreuung sind fast alle Eltern in Deutschland zufrieden. Das sind zentrale Ergebnisse der sogenannten Akzeptanzanalyse II, die das Institut für Demoskopie Allensbach erarbeitet hat und die am 28. März veröffentlicht wurde. Die Studie ist Teil der breit angelegten Gesamtevaluation zentraler ehe- und familienbezogener Leistungen im Auftrag des Bundesfamilien- und des Finanzministeriums.

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Wenn Eltern die Wahl haben

forsa-Studie im Auftrag der Zeitschrift Eltern
Berlin/München (ots) - Was wünschen sich Eltern im Wahljahr 2013 von der Familienpolitik? Jedenfalls nicht das, was viele Politiker derzeit denken. Während die Parteien über die Abschaffung des Ehegattensplittings und einen schnellen Wiedereinstieg von Frauen in den Beruf diskutieren, spricht sich eine Mehrheit der Eltern in Deutschland für das Ehegattensplitting (81 Prozent) aus, und immerhin 42 Prozent sind für eine Job-Pause von drei Jahren oder mehr nach der Geburt. Grundsätzlich wünschen sich Eltern mehr Chancengleichheit, Wahlfreiheit sowie einen Staat, der die richtigen Rahmenbedingungen für Familien schafft. Dazu zählen vor allem die Unterstützung benachteiligter Familien, eine partnerschaftliche Arbeitsteilung sowie ein bundesweit einheitliches Bildungssystem. Das geht aus der repräsentativen forsa-Studie "Wenn Eltern die Wahl haben" im Auftrag der Zeitschriften ELTERN und ELTERN FAMILY hervor, die heute (9. April) im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt wurde und für die 1.000 Mütter und Väter von minderjährigen Kindern in Deutschland befragt wurden. Zur Studie mit einer sehr leserlichen Zusammenfassung: s. Link.

Dass Familien gerade keine Wahl haben, moniert der Deutsche Familienverband, der mit seiner Pressemeldung (s. PDF) auf die Veröffentlichung der Studie reagiert.

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pdfEltern und Wahl

Einladung: „Familie und Soziale Ungleichheit“

4. Hohenheimer Tage der Familienpolitik am 16. und 17.10.2013
Die FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt und die Katholische Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart laden zur vierten bundesweiten Fachtagung zur Familienfreundlichkeit in Deutschland ein. Informieren, ins Gespräch kommen und gemeinsam weiterdenken wie Deutschland familienfreundlicher werden kann – das ist das Ziel der Veranstaltung am 16. und 17. Oktober 2013 in Stuttgart.

Die Diskussionen um Armut in Deutschland, um ungleiche Bildungschancen und zunehmende Ungleichverteilung in der Gesellschaft nehmen zu. „Familie und Soziale Ungleichheit“ ist der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Beiträge und der vorgestellten Praxisbeispiele der Tagung 2013. Die Tagung nimmt in den Blick, welche Strukturen Soziale Ungleichheit verursachen und welche Wege es gibt, um Soziale Ungleichheit zu verringern.

Schwerpunkt des zweiten Tages ist die Frage, wie sich die Lebenssituation von Familien vor dem Hintergrund der aktuellen Familienpolitik entwickelt hat. Gemeinsam mit den Teilnehmenden und Expertinnen und Experten wollen wir bilanzieren, wo Deutschland im Hinblick auf Familienfreundlichkeit auch im Vergleich zu anderen Staaten Stärken hat und wo Handlungsbedarf besteht.

Eingeladen sind Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen aus einschlägigen Disziplinen und Arbeitsfeldern sowie familien- und sozialpolitisch Interessierte. Das ausführliche Programm mit Anmeldemöglichkeit finden Sie unter, s. Link:

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2013 - 05/01

Steuerrecht: Union streitet weiter über Reform des Ehegattensplitting

Nach dem Gerangel zur gesetzlichen Quote in der Union ist zwischen CDU und CSU erneut ein Streit entbrannt über die Reform des Ehegattensplittings. Nachdem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) jüngst in Aussicht stellte, das Familiensplitting auch auf homosexuelle Paare anzuwenden, sperrt sich die Schwesterpartei vehement gegen eine solche Ausweitung.

Ganzer Artikel aus dem Nachrichtendienst des Dt. Frauenrates s. Link

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Welt-Mütter-Report: Deutschland auf Platz neun

Die Lebenssituation von Müttern in Deutschland hat sich im weltweiten Vergleich weiter verbessert. Mittlerweile liegt Deutschland auf Rang neun von 176 - nach Platz zwölf im Vorjahr. Ganz vorne landeten erneut Finnland, Schweden und Norwegen. Auf den letzten zehn Rängen finden sich ausschließlich Länder südlich der Sahara, Schlusslicht ist die Demokratische Republik Kongo. Das geht aus dem Report zur weltweiten Lebenssituation von Müttern hervor, den die Kinderrechtsorganisation Save the Children veröffentlicht hat. Laut dem Bericht (Report in Englisch s. Link) liegt das Risiko für Frauen, an Geburtskomplikationen zu sterben, im Kongo bei 1:30, in Finnland bei 1:12 200. In Somalia habe ein Baby ein 40-mal höheres Risiko, am ersten Lebenstag zu sterben, als in Luxemburg. Der Report berücksichtigt Müttergesundheit, Kindersterblichkeit, Schulbildung und Einkommen sowie der gesellschaftspolitische Status von Frauen. Quelle: dpa

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Migrationsbericht 2011

Berlin: (hib/STO) Im Jahr 2011 sind gut 279.000 Menschen mehr nach Deutschland zugezogen als aus der Bundesrepublik fortgezogen. Wie aus dem als Unterrichtung durch die Bundesregierung vorliegenden Migrationsbericht 2011 (17/12270) hervorgeht, wurden in dem Jahr 958.299 Zuzüge verzeichnet, darunter 841.695 Zuzüge von ausländischen Staatsangehörigen. Zugleich seien 678.969 Fortzüge registriert worden, darunter 538.837 Fortzüge von Ausländern.

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Bundestag: Kinderrechte sollen ins Grundgesetz

Berlin: (hib/KOS) Die SPD will die Rechtsstellung von Kindern in der Verfassung ausdrücklich verankern. Ein Gesetzentwurf (BT-Drucksache 17/13223, s. Link) plädiert für eine entsprechende Ergänzung des Artikels 6 im Grundgesetz durch die Einfügung eines neuen Absatzes 2 und die Änderung des bisherigen Absatzes 5. Nach den Vorstellungen der Fraktion soll künftig in der Verfassung u.a. festgeschrieben werden, dass jedes Kind ein "Recht auf Entwicklung und Entfaltung seiner Persönlichkeit" hat. Die staatliche Gemeinschaft müsse die Rechte des Kindes achten, schützen und fördern und für "kindgerechte Lebensbedingungen" sorgen. Jedes Kind habe gemäß seiner Entwicklung das Recht auf Beteiligung in den Angelegenheiten, die es betreffen. Eine weitere Formulierung soll im Grundgesetz die Gleichstellung von ehelichen und nichtehelichen Kindern verankern. Zur Begründung schreibt die SPD, dass Kinder zwar schon nach geltendem Recht Träger von Grundrechten seien. Das Verhältnis von Kindergrundrechten und Elternrecht bestimme sich in der Verfassung jedoch einseitig vom Elternrecht her. Das Grundgesetz erwähne Kinder "nur als Objekte der Pflege und Erziehung der Eltern". Der Gesetzentwurf verweist auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1968, wonach Kinder selbst Träger subjektiver Rechte, Wesen mit eigener Menschenwürde und einem eigenen Recht auf Entfaltung ihrer Persönlichkeit seien. Das Grundgesetz, so die SPD, trage in seiner jetzigen Fassung diesem Urteil nicht Rechnung. Anmerkung: Der Landesfamilienrat unterstützt dieses Anliegen. In Ihrer Koalitionsvereinbarung hat die baden-württembergische Regierung die Aufnahme der Kinderrechte in die Landesverfassung als wichtige Aufgabe markiert.

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Durch Stärkung der Familien Herausforderungen des demografischen Wandels meistern

Arbeitsgemeinschaft der Familienorganisationen (AGF) zum Demografiegipfel
Berlin, 14.05.2013 - Zum heutigen Demografiegipfel der Bundesregierung betonen die Familienorganisationen, dass "Familie als Gemeinschaft stärken" der zentrale Ansatz sein muss, um den demografischen Wandel zu meistern. Denn die Familien erbringen die wesentlichen Leistungen für die alternde Gesellschaft, von der Kindererziehung bis zur Pflege der Älteren. Die Organisationen bedauern jedoch, dass bei der Bearbeitung der Demografiestrategie vieles auf halber Strecke stehen geblieben ist. "Familien brauchen genügend Zeit für das Familienleben, ausreichende finanzielle Möglichkeiten und eine gute Infrastruktur, wie z.B. Kita-Plätze.", so der Vorsitzende der AGF, Dr. Klaus Zeh, "aber die Bundesregierung hat die Diskussionen leider sehr auf die Familienzeit-Aspekte verengt - dabei hätte es durchaus genügend Diskussionsstoff auch für die anderen Themen gegeben." Insofern habe die Bundesregierung zwar die richtige Entscheidung getroffen, als sie von den neun Arbeitsgruppen zur Demografiestrategie gleich die erste Arbeitsgruppe zu "Familie als Gemeinschaft stärken" eingesetzt hat, dies sei in der Folge leider jedoch nicht konsequent umgesetzt worden. Ganze Pressemitteilung vom 14.05.2013 s. PDF

pdfDemografiegipfel

Baden-Württemberg: Leichter Rückgang bei Schwangerschaftsabbrüchen 2012

Allerdings deutliches Minus im Vergleich der letzten 10 Jahre – Minderjährige 2012 mit 415 Abbrüchen betroffen Im Jahr 2012 unterzogen sich 11 809 Frauen mit Wohnsitz in Baden-Württemberg einem legalen Schwangerschaftsabbruch. Wie das Statistische Landesamt feststellte, waren das 73 Frauen weniger als im Jahr zuvor, Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist somit um 0,6 Prozent gegenüber 2011 gesunken. Innerhalb der letzten 10 Jahre sind sie sogar um knapp 17 Prozent zurückgegangen (von 14 214 im Jahr 2002 auf 11 809 im Jahr 2012). Bundesweit fällt der Rückgang der Schwangerschaftsabbrüche mit 1,9 Prozent gegenüber 2011 und mit 18 Prozent innerhalb der letzten 10 Jahre etwas stärker aus. Von den 11 809 Eingriffen wurden über 90 Prozent in Baden-Württemberg vorgenommen (10 672). Knapp 10 Prozent der Frauen ließen ihre Schwangerschaft in einem anderen Bundesland abbrechen (1 137). Bevorzugte Länder waren dabei – wie in den vergangenen Jahren – die angrenzenden Länder Rheinland-Pfalz, Bayern und Hessen mit 745, 282 bzw. 71 vorgenommenen Eingriffen. Unabhängig von der rückläufigen Zahl an Schwangerschaftsabbrüchen ist im Jahr 2012 bei den Schwangerschaftsabbrüchen Minderjähriger ein leichter Anstieg zu beobachten gewesen. So hat sich die Zahl der Abbrüche im Vergleich zum Jahr 2011 um 2,7 Prozent auf 415 Abbrüche erhöht. Allerdings ist die Tendenz seit 2004 – dem Jahr mit den meisten Schwangerschaftsabbrüchen Minderjähriger – deutlich rückläufig, auch wenn sie im Zeitverlauf erheblichen Schwankungen unterlag: Gegenüber 2004 hat sich die Anzahl bis zum Vorjahr sukzessive von 789 auf 415 Fälle fast halbiert. Der Anteil der Abbrüche von Minderjährigen an den Schwangerschaftsabbrüchen insgesamt erhöhte sich leicht auf 3,5 Prozent. Fast 89 Prozent der baden-württembergischen Frauen, die ihre Schwangerschaft vorzeitig beendet haben, waren zwischen 18 und 39 Jahre alt, 7,9 Prozent der Frauen war 40 Jahre oder älter

Bundesrat will Aufhebung des Betreuungsgeldes

Mit einem Gesetzentwurf (Drucksache 17/13112, s. Link) will der Bundesrat das im November 2012 beschlossene Betreuungsgeld aufheben. Stattdessen müssten die erheblichen Mittel in den weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der frühkindlichen Infrastruktur eingesetzt werden. Echte Wahlfreiheit, ob Kinder zu Hause oder in einer Einrichtung betreut werden, bestünde für Familien erst dann, wenn ein bedarfsdeckendes und qualitativ gutes Angebot an Kindertageseinrichtungen zur Verfügung stehen würde. Auch schaffe die Einführung des Betreuungsgeldes insbesondere für Frauen einen finanziellen Anreiz von einer früheren Rückkehr in den Beruf abzusehen und stattdessen die Geldleistung vom Staat für die Kinderbetreuung zu Hause in Anspruch zu nehmen, ohne die eigene wirtschaftliche Existenz abzusichern, dies widerspreche dem Ziel des Gesetzes zum Elterngeld und zur Elternzeit (BEEG). Die Bundesregierung hat den Gesetzentwurf (Aufhebungsbegehren) des Bundesrates erwartungsgemäß abgelehnt. Gemäß dem Betreuungsgeldgesetz können Eltern für ihr Kind, welches sie im zweiten und dritten Lebensjahr selbst zu Hause betreuen, ab dem 1. August 2013 einen Zuschuss von 100 Euro pro Monat erhalten. Alternativ kann das Betreuungsgeld auch für eine zusätzliche private Altersvorsorge oder für ein Bildungssparen eingesetzt werden. Bei Eltern, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe und Kinderzuschlag beziehen, wird das Betreuungsgeld auf die Leistung angerechnet.

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Über zwei Drittel der Alleinerziehenden in Baden-Württemberg berufstätig und dennoch am stärksten von Armut betroffen

Statistisches Landesamt zum Tag der Familie am 15. Mai
Am 15. Mai findet der Tag der Familie statt. Der Gedenktag wurde von den Vereinten Nationen im Jahr 1993 ins Leben gerufen und erinnert an die große Bedeutung der Familie als grundlegende Einheit unserer Gesellschaft. Im Mikrozensus, der größten amtlichen Haushaltebefragung in Deutschland, werden alle Eltern-Kind-Gemeinschaften als Familie erfasst, d.h. Ehepaare mit ledigen Kind(ern), nichteheliche und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit ledigen Kind(ern) sowie Alleinerziehende. Dadurch wird dem Wandel in den Familienstrukturen hin zu alternativen Lebensformen Rechnung getragen. Nach Angaben des Mikrozensus lebten im Jahr 2011 rund 1,6 Millionen Familien in Baden-Württemberg, darunter 1,1 Millionen Familien mit Kind(ern) unter 18 Jahren. Die Ein-Kind-Familie ist die am häufigsten gewählte Familienform: In 49,2 Prozent der Familien mit minderjährigen Kindern lebte ein lediges Kind. 39,2 Prozent der Familien hatten zwei Kinder, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, 11,6 Prozent der Familien hatten 3 Kinder und mehr. Gut drei Viertel der Familien mit unter 18-jährigen Kindern (77,6 Prozent) lebten im Jahr 2011 als Ehepaarfamilien zusammen. In 6,1 Prozent der Familien mit Kindern unter 18 Jahren lebten die Eltern in einer Lebensgemeinschaft, in 16,3 Prozent der Familien wuchsen die Kinder bei einem alleinerziehenden Elternteil auf. Ein Indikator zur Bewertung der wirtschaftlichen Lage der Familien in Baden-Württemberg stellt das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen dar. 2,9 Prozent der Familien mit Kindern unter 18 Jahren standen in 2011 unter 900 Euro im Monat zur Verfügung. 8,5 Prozent der Familien bezogen ein durchschnittliches Nettoeinkommen von 900 bis unter 1 500 Euro sowie 9,4 Prozent der Familien von 1500 bis unter 2000 Euro. Knapp 17,4 Prozent der Haushalte mit minderjährigen Kindern verfügten über ein monatliches Nettoeinkommen in Höhe von 2600 bis unter 3200 Euro. Über 3200 Euro monatlich hatten 44,8 Prozent der Haushalte zur Verfügung. Weiterlesen s. Link

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2013 - 06/01

Nachhaltiger Konsum im Alltag - Ein Thema für Eltern- und Familienbildung

In den Bereichen Ernährung, Kleidung, Bauen und Wohnen, Mobilität sowie Geldanlagen wird nachhaltiger Konsum im Alltag für den Einzelnen immer wichtiger. "Für ein nachhaltiges Konsumverhalten ist allerdings fundiertes Hintergrundwissen notwendig", betont Michael Lesky, Bildungsmanager für Politik-Gesellschaft-Umwelt beim vhs-Verband. Um dieses Wissen flächendeckend zu vermitteln, kooperiert der Volkshochschulverband Baden-Württemberg mit der Umwelt- akademie Baden-Württemberg im Projekt "Nachhaltiger Konsum im Alltag". Informationen dazu gibt es auf der Homepage, s. Link.

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Grünes Licht für vertrauliche Geburt

Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Berlin: (hib/AW) Der Familienausschuss hat den Weg frei gemacht für die so genannte vertrauliche Geburt. Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen verabschiedete der Ausschuss den entsprechenden Gesetzentwurf (17/12814, 17/13062) in einer noch einmal geänderten Fassung. Der Gesetzentwurf war identisch von der CDU/CSU- und der FDP-Fraktion in den Bundestag und von der Bundesregierung über den Bundesrat eingebracht worden. Die Oppositionsfraktionen SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen begrüßten zwar prinzipiell die gesetzliche Regelung für eine vertrauliche Geburt, enthielten sich aber der Stimme. Sie kritisierten, dass der Gesetzentwurf keine konkreten Regelungen und Auflagen zu den sogenannten Babyklappen beinhaltet, die vorerst weiterhin geduldet werden sollen.

Das Gesetz soll es Frauen ermöglichen, ihre Kinder in Notlagen vertraulich zur Welt zu bringen. Zudem sieht es den Ausbau von umfassenden und ergebnisoffenen Beratungen für schwangere Frauen vor, um ihnen doch die Chancen für ein Leben mit ihrem Kind zu ermöglichen. Erst nach diesen Beratungen soll den Frauen die vertrauliche Geburt angeboten werden. Die Kosten für die Geburt sowie der Vor- und Nachsorge soll der Bund entsprechend der Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse übernehmen.

Ziel des Gesetzes ist es, die Zahl der nach der Geburt ausgesetzten oder getöteten Kinder zu verringern. In Deutschland werden nach einer Studie des Deutschen Jugendinstituts jährlich etwa 20 bis 35 Kinder nach der Geburt ausgesetzt oder getötet. Eine offizielle Statistik existiere nicht, es müsse von einer erheblichen Dunkelziffer ausgegangen werden. Die vertrauliche Geburt soll zudem eine Alternative zu den Babyklappen bieten. Zwischen 1999 und 2010 seien nahezu 1.000 Kinder anonym geboren, in eine Babyklappe gelegt oder anderweitig anonym übergeben worden.

Konkret sieht der Gesetzentwurf vor, dass die schwangere Frau ihr Kind unter Angabe eines Pseudonyms entbinden kann. Ihre richtigen Personaldaten sollen zwar vertraulich aufgenommen, aber bis zum 16. Lebensjahres versiegelt aufbewahrt werden. Das Kind soll in aller Regel zur Adoption freigegeben werden. Bei Vollendung des 16. Lebensjahres soll das Kind dann erfahren dürfen, wer seine leibliche Mutter ist, wenn diese dagegen keinen Einspruch einlegt. In diesem Fall soll ein Familiengericht entscheiden, ob die Identität der Mutter weiterhin vertraulich bleiben soll, weil Gefahren für Leib, Leben, Gesundheit, persönliche Freiheit oder ähnliche schutzwürdige Belange der Mutter befürchtet werden müssen. Quelle: Heute im Bundestag

Fachtagung: Familie und Soziale Ungleichheit in Deutschland

4. Hohenheimer Tage der Familienppolitik
Die FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt und die Katholische Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart laden zur vierten bundesweiten Fachtagung über Familienfreundlichkeit in Deutschland ein. Informieren, ins Gespräch kommen und gemeinsam weiterdenken wie Deutschland familienfreundlicher werden kann, das ist das Ziel der Veranstaltung am 16. und 17. Oktober 2013 in Stuttgart.

Die Diskussionen um Armut in Deutschland, um ungleiche Bildungschancen und zunehmende Ungleichverteilung in der Gesellschaft nehmen zu. "Familie und soziale Ungleichheit" ist daher der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Beiträge und der vorgestellten Praxisbeispiele der Tagung 2013. In einer familienfreundlichen Gesellschaft sollten alle Familien die Möglichkeit haben, ihre Vorstellungen eines gelungenen Lebens ein Stück weit verwirklichen zu können. Die Tagung nimmt in den Blick, welche Strukturen das verhindern und soziale Ungleichheit verursachen. Praxisnah wird es darum gehen, welche Wege es gibt, um soziale Ungleichheit zu verringern.

Schwerpunkt des zweiten Tages ist die Frage, wie sich die Lebenssituation von Familien vor dem Hintergrund der aktuellen Familienpolitik in den letzten Jahren entwickelt hat. Gemeinsam mit den Teilnehmenden und Expertinnen und Experten wollen wir bilanzieren, wo Deutschland im Hinblick auf Familienfreundlichkeit auch im Vergleich zu anderen Staaten Stärken hat und wo weiterer Handlungsbedarf besteht.

Eingeladen sind Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen aus einschlägigen Disziplinen und Arbeitsfeldern sowie familien- und sozialpolitisch Interessierte. Ausschreibung s. pdf

pdfHohenheim

Arme Kinder werden häufiger Opfer von Gewalt

Studie der Universität Bielefeld im Auftrag der Bepanthen-Kinderstiftung
Gewalt gehört einer aktuellen Erhebung zufolge für knapp ein Viertel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland zum Alltag. Am stärksten von körperlicher Gewalt betroffen sind demnach Heranwachsende aus armen Familien: 32 Prozent dieser Kinder gaben an, oft oder manchmal geschlagen worden zu sein. Manche wurden so heftig verprügelt, dass sie blaue Flecken davontrugen.

Sozial besser und durchschnittlich gestellte Kinder seien deutlich seltener von Gewalt betroffen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Bielefeld im Auftrag der Bepanthen-Kinderförderung, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Befragt wurden 900 Kinder zwischen sechs und sechzehn Jahren.

Die Kinder und Jugendlichen berichteten der Untersuchung zufolge häufig auch von verbaler Gewalt: Ein Viertel aller Befragten habe die Erfahrung gemacht, von Erwachsenen als dumm oder faul beschimpft zu werden. Arme Kinder berichteten zudem deutlich häufiger als ihre bessergestellten Altersgenossen davon, dass Erwachsene ihnen das Gefühl geben, weniger wert zu sein. Quelle: Zeit-Online vom 03.06.2013, Mehr dazu auf der Seite von Bepanthen, s. Link

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Neues Sorgerecht ist in Kraft

VAMV erstellt Handreichung
Seit dem 19. Mai gilt das neue Sorgerecht für nicht miteinander verheiratete Eltern und damit ein neues Verfahren. Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) hat für die Beratung von Betroffenen eine ausführliche Handreichung erstellt.

Wenn die Eltern bei der Geburt des Kindes nicht miteinander verheiratet sind und auch keine Sorgeerklärung abgegeben haben, steht die elterliche Sorge mit Geburt des Kindes zunächst der Mutter allein zu. Der Vater, der das Sorgerecht mit der Mutter zusammen ausüben möchte, kann mit der Mutter zusammen eine Sorgeerklärung abgeben - ihr Einverständnis vorausgesetzt. Die Eltern erlangen auch dann die gemeinsame Sorge, wenn Vater und Mutter jeweils eine Sorgeerklärung beim Jugendamt abgeben.

Väter können vor Gericht Antrag stellen
Neu ist: Stimmt die Mutter dem gemeinsamen Sorgerecht nicht zu, kann der Vater bei Gericht einen Antrag auf gemeinsame Sorge (§ 1626 a Abs.2 S.1 BGB) oder auf alleinige Sorge (§ 1671 Abs.2 S.1 BGB) stellen. Das Gericht überträgt den Eltern die gemeinsame Sorge, wenn die Übertragung dem Kindeswohl nicht widerspricht. Die alleinige Sorge überträgt das Gericht dem Vater, wenn die gemeinsame Sorge nicht in Betracht kommt und zu erwarten ist, dass die Übertragung auf den Vater dem Wohl des Kindes am besten entspricht.

Das neue Recht und das neue Verfahren gelten ohne Einschränkung für alle nicht miteinander verheirateten Eltern, ganz egal ob die Kinder vor dem Inkrafttreten oder nach dem Inkrafttreten der Neuregelung geboren wurden, also sowohl für Neugeborene als auch für minderjährige Kinder jeden Alters. Voraussetzung für einen Sorgerechtsantrag ist, dass die Vaterschaft anerkannt oder festgestellt wurde. Die Vaterschaft kann bereits vor der Geburt anerkannt werden, hierzu ist die Zustimmung der Mutter erforderlich. Stimmt die Mutter der Vaterschaftsanerkennung nicht zu, kann der Vater nach der Geburt des Kindes einen Antrag auf Feststellung der Vaterschaft stellen.

Weitere Informationen für Betroffene und Beratende in einer Handreichung des VAMV-Bundesverbands s.pdf 1

pdfSorgerecht mit Ablaufdiagramm 2013

Einladung zum Fachgespräch: Alleinerziehende verdienen mehr! am 3. Juli 2013

Ein Jahr danach - Was ist aus den Forderungen geworden?
„Alleinerziehende als Zeitjongleure“, so der Titel einer Resolution, die im Rahmen des gleichnamigen Fachkongresses 2012 in Stuttgart verabschiedet wurde. Damals hatten sich der Landesfamilienrat Baden-Württemberg und das Netzwerk Alleinerziehendenarbeit Baden-Württemberg mit den Lebenslagen von Alleinerziehenden, vor allem im Hinblick auf ihre Situation am Arbeitsmarkt, befasst.

Wie sehen die Entwicklungen und Ergebnisse ein Jahr danach aus?
• Gibt es mehr Ausbildungsplätze in Teilzeit, die eine Vereinbarkeit von Ausbildung und Familie ermöglichen ?
• Haben Alleinerziehende Familienstützpunkte, die mit gebündelten Informationen ein niederschwelliges Serviceangebot darstellen?
• Ist eine verlässliche und flexible Kinderbetreuung, auch an Randzeiten und Wochenenden inzwischen der Normalfall?

In einem Fachgespräch sollen die Umsetzung der Forderungen ein Jahr danach überprüft und Impulse für die weitere Lobbyarbeit gesetzt werden. Ganz herzlich sind dazu alle Verantwortlichen aus der Arbeit mit Alleinerziehenden, Mitarbeitende in Netzwerken, Engagierte in Familienverbänden, Fachöffentlichkeit aus Beratung, Verbänden, Kommunen, Politik und alle Interessierten eingeladen.

Das Programm und die Modalitäten zur Anmeldung entnehmen Sie bitte der beigefügten Ausschreibung; (Anlage 1) den Flyer gibt es auch in gedruckter Form, der bei den Tagungsverantwortlichen bestellt werden kann.

pdfNetzwerk Alleinerziehende verdienen mehr


pdfAlleinerziehende als Zeitjongleure


2013 - 06/02

Stärkung der vollzeitnahen Beschäftigung von Frauen

Frauen in Baden-Württemberg verfügen heute zunehmend über qualifizierte Bildungs- und Berufsabschlüsse und haben in punkto Erwerbsbeteiligung in den vergangenen Jahren deutlich aufgeholt. Dennoch bestehen erhebliche Unterschiede bei den Erwerbsmustern von Frauen und Männern. Untersuchungen belegen zudem, dass sich die Beschäftigungswünsche beider Geschlechter in der Tendenz aufeinander zu bewegen: Frauen möchten im Durchschnitt ihr Arbeitsvolumen erhöhen, Männer möchten dieses reduzieren, um mehr Zeit für Familie und eine ausgeglichenere work life balance zu erreichen. Um die Akzeptanz insbesondere von Unternehmen für vollzeitnahe Arbeitszeitmodelle zu erhöhen und das Bewusstsein für den damit verbundenen Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft zu schärfen, ist noch erhebliche Überzeugungsarbeit notwendig.

Das Forum Chancengleichheit im Erwerbsleben unter Federführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit und des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft hat sich daher zum Ziel gesetzt, das Thema „Vollzeitnahe Teilzeit“ im Rahmen der Allianz für Fachkräfte voranzutreiben. Unternehmen sollen informiert, sensibilisiert und motiviert werden, um verstärkt vollzeitnahe Beschäftigungsverhältnisse zu ermöglichen.

Es sollen Modelle verbreitet werden, die qualifizierte, vollzeitnahe Tätigkeit in Fach- und Führungspositionen mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf verknüpfen und auf diese Weise für Frauen und Männer attraktiver machen. Damit soll erreicht werden, dass insbesondere Personen mit familiären Verpflichtungen und Frauen verstärkt ihr Arbeitsvolumen erhöhen und in vollzeitnahen Beschäftigungsverhältnissen als Fach und Führungskräfte tätig werden oder bleiben. Dazu wurden erste Informationsmaterialien erstellt und Veranstaltungen geplant.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit unter:
0711/941-1361 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sachverständige fordern mehr Rechte und Schutz für Kinder und Jugendliche

Heute im Bundestag
Berlin: (hib/AW) Die Rechte und der Schutz von Kindern und Jugendlichen soll ausgeweitet werden. Dies war der einhellige Tenor einer öffentlichen Anhörung des Familienausschusses zu den Ergebnissen des 14. Kinder- und Jugendberichts (17/12200) am Montag. Zudem müssten Kinder bereits sehr früh an die Möglichkeiten der modernen Medienwelt herangeführt, aber auch auf die Risiken vorbereitet werden.

Für die explizite Aufnahme von Kinderrechten in das Grundgesetz plädierte der Rechtswissenschaftler Reinhard Wiesner. Gemäß der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen sollte die Entwicklung und Förderung von Kindern Verfassungsrang erhalten. Er stellte jedoch klar, dass es nicht darum gehe, die im Grundgesetz verbrieften Rechte und Pflichten von Eltern zu beschneiden. Der Staat solle nicht an die Stelle der Eltern treten, sondern diese dabei unterstützen, ihre Aufgaben wahr nehmen zu können. Wiesner sprach sich auch für die Einsetzung von kommunalen Ombudsstellen in der Kinder- und Jugendhilfe aus. Ebenso plädierte er für die Einsetzung einer Ombudsperson auf Bundesebene nach dem Vorbild des Wehrbeauftragten oder Patientenbeauftragten. An solche Stellen könnten sich Kinder, Jugendliche und deren Eltern in Not- und Konfliktsituationen wenden. In diesem Sinne äußerten sich auch Holger Hofmann, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, und Wolfgang Trede vom Amt für Jugend und Bildung in Böblingen.

Christian Lüders vom Deutschen Jugendinstitut und Thomas Rathgeb vom medienpädagogischen Forschungsverband Südwest verwiesen auf die extrem große Bedeutung der digitalen Medien für Kinder und Jugendliche. Der Umgang mit diesen Medien gehöre inzwischen ganz selbstverständlich zu den Entwicklungsaufgaben, die Kinder bewältigen müssten. Wer diese Medien nicht nutze, werde gesellschaftlich sehr schnell „abgehängt“. Dies würde sehr schnell zu einer Verschärfung sozialer Ungleichheiten führen. Lüders und Rathgeb forderten deshalb, das pädagogische Fachpersonal in der Kinder- und Jugendarbeit sowie an den Schulen für Chancen und Risiken der modernen Welt zu sensibilisieren und entsprechend zu schulen. Bernd Schlüter von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin warnte davor, dass Kinder und Jugendliche über die neuen Medien oftmals einem verstärkten Konsumdruck und einer Markenorientierung ausgesetzt seien. Dies führe zu neuen Abhängigkeiten. Der Staat müsse deshalb auch über schärfere Schutzmechanismen auf der Gesetzesebene im Jugendschutz nachdenken.

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EAF: Ehegattensplitting zu einer Förderung für Familien umbauen!


Nachdem die Regierungskoalition lange abgewartet und abgewehrt hat, soll es nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 6. Juni nun ganz schnell gehen: Lediglich eine Woche später hat das Kabinett die Öffnung des Ehegattensplittings für gleichgeschlechtliche eingetragene Partnerschaften beschlossen. „Da mit dem Ehegattensplitting gegenseitige Fürsorgebeziehungen von Erwachsenen gefördert werden, ist das grundsätzlich eine richtige Entscheidung“, kommentiert Christel Riemann-Hanewinckel, Präsidentin der eaf. „Denn in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften wird wie in Ehen füreinander gesorgt und gemeinsam gewirtschaftet. – das Ehegattensplitting als Instrument jedoch ist längst nicht mehr zeitgemäß“, so Frau Riemann-Hanewinckel weiter.

Schon seit Jahrzehnten wird es kritisiert, weil es vor allem für Frauen langfristig erhebliche Nachteile mit sich bringen kann, insbesondere wenn der Hauptverdiener des Paares wegen Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Trennung ausfällt.

Als in den 50er Jahren das Ehegattensplitting eingeführt wurde und in fast allen Ehen auch Kinder geboren wurden, war das Instrument vornehmlich als Familienförderung gedacht. Heute gibt es aber viele Paare ohne Kinder, häufig ungewollt, und viele Familien ohne verheiratete Eltern oder mit nur einem Elternteil. Es ist schwer nachvollziehbar, warum das Zusammenleben zweier Erwachsener mehr gefördert werden soll als z. B. Alleinerziehende. Genau das ist aber mit dem gestrigen Kabinettsbeschluss der Fall.

Die eaf rät dringend davon ab und fordert einen Umbau des Ehegattensplittings zu einer Familienförderung: „Wir treten für eine Individualbesteuerung mit Unterhaltsfreibeträgen ein. Denn damit werden Sorgebeziehungen steuerlich gefördert und nicht eine bestimmte Form des Zusammenlebens“, so Christel Riemann-Hanewinckel.

Die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen e. V. (eaf) ist der familienpolitische Dachverband in der Evangelischen Kirche Deutschlands.

Vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche nehmen um 8 Prozent zu

3 617 junge Menschen in Baden-Württemberg betroffen
Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes wurden im Jahr 2012 in Baden-Württemberg für 3 617 Kinder und Jugendliche vorläufige Schutzmaßnahmen ergriffen. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine erneute Zunahme um 8 Prozent. Seit dem Jahr 2005 hat sich die Zahl der vorläufigen Schutzmaßnahmen damit mehr als verdoppelt. In akuten Krisensituationen werden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu ihrem Schutz vorübergehend aus der eigenen Familie, einer Pflegefamilie, einem Heim oder einer anderen Unterbringungsart heraus- und von Jugendämtern in Obhut genommen. Sie werden dann vorläufig in einer Einrichtung oder bei einer geeigneten Person untergebracht. Neben Unterkunft und Verpflegung stehen sozialpädagogische Beratung und Unterstützung im Vordergrund der Schutzmaßnahme. Ganze Veröffentlichung des Statistischen Landesamtes vom 12.06.2013 s. Link Dazu passt auch die Meldung des Statistischen Landesamtes vom 26.06.2013 wonach der Entzug der elterlichen Sorge in Baden-Württemberg um 17 Prozent angestiegen ist.

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Zwischen Autonomie und Angewiesenheit. Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken

Orientierungshilfe des Rats der EKD zu Familie
Menschen genießen die Geborgenheit in ihren Herkunftsfamilien und suchen nach verlässlichen Partnerinnen und Partnern, um eigene Familien zu gründen. Auch gescheiterte Beziehungen vermögen ihre Hoffnung auf eine lebenslange Liebe nicht zu zerstören. Liebe, Verlässlichkeit und Treue in Partnerschaft und Familie zu erfahren und zu gestalten, das bleibt ein Lebenstraum - so schwer es manchmal auch sein mag, diesen Traum konkret zu leben.

Auch wenn Familie heute in ganz unterschiedlichen Formen gelebt wird, es gilt noch immer: Menschen brauchen den Willen und die Fähigkeit, sich auf ein „Du“ als gleichwertiges Gegenüber einzulassen, an Bindungen auch in Belastungen festzuhalten und schöne wie schwierige Zeiten miteinander zu teilen, um verlässliche und langfristige Beziehungen zu gestalten.

Familien, in denen Menschen füreinander Sorge und Verantwortung übernehmen, brauchen Unterstützung und gute Rahmenbedingungen. Darum geht es in der hier vorliegenden Orientierungshilfe. Der Rat der EKD möchte deutlich machen, wie wichtig die Leistungen sind, die Familien erbringen: Kindererziehung, Alten- und Krankenpflege, seelische Unterstützung und Gastfreundschaft, Wertevermittlung und Fürsorge - das alles geht weit über das hinaus, was Staat und gesellschaftliche Organisationen leisten können. In den vergangenen Jahren ist Familienpolitik daher aus guten Gründen zu einer zentralen gesellschafts- und sozialpolitischen Frage geworden. Parteien und Medien diskutieren, ob und wie die Mittel für Familienpolitik in Deutschland richtig eingesetzt werden. Alte und neue Instrumente wie Ehegattensplitting und Betreuungsgeld sind in der Diskussion. Und grundlegende Entscheidungen zur Gleichstellung von Lebenspartnerschaften mit der traditionellen Ehe werden nicht nur in unserem Land in Kirchen, Politik und Gesellschaft leidenschaftlich und kontrovers diskutiert.

Der Rat der EKD hat bereits vor drei Jahren eine Ad-hoc-Kommission eingesetzt, um über die kirchliche Perspektive zur Familienpolitik zu beraten. Das Ergebnis - innerhalb der evangelischen Kirche nicht unumstritten - erhalten Sie über den angegebenen Link.

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Deutscher Verein: Empfehlungen zu lokalen Familienzeitpolitik

Im Alltag von Familien ist zeit eine wichtige Ressource. Der Deutsche Verein will für das Handlungsfeld der Familienzeitpolitik sensibilisieren und setzt sich für die Umsetzung familienzeitpolitischer Maßnahmen auf lokaler Ebene ein. In ihrem eng getakteten Alltag zwischen Kindern, Pflege, Erwerbsarbeit, Haushalt und ggf. Ehrenamt können sie dadurch entlastet werden. Der Deutsche Verein empfiehlt den Auf- und Ausbau einer Infrastruktur, die sich stärker an den Bedürfnissen von Familien orientiert. Er setzt sich für die Verkürzung von Wege- und Begleitzeiten durch die zeitliche Harmonisierung lokaler Einrichtungen und Dienstleistungsangebote ein und plädiert für eine kinder- und familiengerechtere Gestaltung der räumlichen Mobilität. Der DV ist auch davon überzeugt, dass aufgrund des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und des wachsenden Betreuungsbedarfes älterer Menschen auch Kommunen, Bund, Länder, ArbeitgeberInnen und die Zivilgesellschaft von einer lokalen Familienzeitpolitik profitieren. Die ausführliche Empfehlung vom Juni 2013finden sie im Anhang (pdf)

pdfEmpfehlungen lokale Familienzeitpolitik

Effektive Förderung? Zur Gesamtevaluation der ehe- und familienbezogenen Leistungen

Werden Familien in Deutschland effektiv gefördert? Wie wirken die an Familien adressierten Leistungen auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, auf Wahlfreiheit, Entwicklung von Kindern, wirtschaftliche Stabilität, Nachteilsausgleich und Kinderwünsche? Diese Fragen waren Ausgangspunkt für die Gesamtevaluation von zentralen ehe- und familienbezogenen Leistungen, welche 2009 von Bundesfamilienministerium und Bundesfinanzministerium gemeinsam gestartet wurde. Nun liegen die Ergebnisse vor; erste politische Schlussfolgerungen wurden auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und des Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble am 20. Juni in Berlin vorgestellt.

Die politischen Schlussfolgerungen erhalten Sie über den angegebenen Link. Im aktuellen Infoservice des DCV gibt es dazu eine kurze Zusammenfassung und Einschätzung (s. pdf).

Es ist ausgesprochen schwierig, die Ergebnisse der Evaluierung "gerecht" zu bewerten. In der Presse wird v.a. die angebliche Wirkungslosigkeit der angeblichen 200 Mrd. Geldleistungen für die Familie skandalisiert. Die Kritik der Verbände fällt etwas differenzierter aus. Hierzu veröffentlicht das Zukunftsforum Familie (ZFF) ein Sonderinfo (pdf 2), das auch die Reaktion der Familienpolitischen Sprecherinnen und Sprecher im Bundestag einschließt.

pdfGesamtevaluation ehe- und familienbezogene Leistungen


pdfSonder Info Gesamtevaluation


2013 - 07/01

Echt gut! – Ehrenamtswettbewerb des Landes

Bewerbungen noch bis zum 31.7.2013 möglich
Bis zum 31.7.2013 können sich Einzelpersonen oder Gruppen für einen Preis in acht verschiedenen Kategorien bewerben. Den Gewinnerinnen oder Gewinnern winken Preisgelder von bis zu 4.000 Euro. Die Ehrenamtlichen werden in sieben verschiedenen Kategorien und dem Sonderpreis Lebenswerk ausgezeichnet. Für die Arbeit rund um Familien sind sind die Kategorien „Soziales Leben“ und „Jugend fördern“ relevant, aber auch der "Sonderpreis Lebenswerk" könnte interessant sein.

In einer Vorauswahl wird sich eine Jury mit allen Einsendungen befassen und sich auf fünf Nominierungen je Kategorie verständigen. Ab dem 1.10.2013 können auf www.echt-gut-bw.de in jeder der sieben Kategorien die Favoriten gewählt werden. Die GewinnerInnen in den Kategorien werden am 6.12.2013 im Neuen Schloss in Stuttgart geehrt.

Der Ehrenamtswettbewerb „Echt Gut!“ wird 2013 bereits zum achten Mal von der Landesregierung ausgeschrieben. Neben dem federführenden Sozialministerium sind das Staatsministerium, das Ministerium für Integration, das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie das Ministerium für Kultur, Jugend und Sport an der Initiative beteiligt.

Alle Informationen rund um den Ehrenamtspreis und das Bewerbungsformular unter: www.echt-gut-bw.de.

Kontakt Ministerium für Arbeit und Sozialordnung,
Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg
Ref. 16 – Bürgerschaftliches Engagement
Stichwort ECHT GUT Schellingstr.15
Tel.: 0711 123-3664 oder -3660
Fax: 0711 123-3989

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Bildungssparen und Altersvorsorge beim Betreuungsgeld

Quelle: heute im bundestag vom 26.6.2013
Das Betreuungsgeld soll für den Aufbau einer privaten Altersvorsorge oder für ein sogenanntes Bildungssparen eingesetzt werden können. Der Familienausschuss verabschiedete am 26. Juni den entsprechenden Entwurf des Betreuungsgeldergänzungsgesetzes der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP (17/11315) in einer durch den Ausschuss geänderten Fassung gegen die Stimmen der Oppositionsfraktionen SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen. Das Betreuungsgeld in Höhe von 150 Euro monatlich erhalten ab dem 1. August dieses Jahres all jene Eltern, die ihre ein- und zweijährigen Kinder nicht in einer staatlich geförderten Betreuungseinrichtung betreuen lassen. Das sogenannte Betreuungsgeldergänzungsgesetz sieht ab dem 1. Januar 2014 eine monatliche Aufstockung des Betreuungsgeldes um 15 Euro vor, wenn die Eltern es sich nicht bar auszahlen lassen, sondern für eine private Altersvorsorge oder für Ausbildungszwecke ihres Kindes ansparen.
Der Ausschuss konkretisierte den ursprünglichen Gesetzentwurf noch einmal durch einen Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen. Demnach muss der geschlossene Vertrag über das Bildungssparen mit einem Kreditinstitut oder einem Versicherungsunternehmen mindestens bis zum vollendeten 14. Lebensjahr des Kindes abgeschlossen werden. Die Anlagesumme darf nach Auslaufen des Vertrages „für die Schulbildung, die Hochschulbildung, die berufliche Aus- und Fortbildung, für sonstige Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen oder angeleitete Aktivitäten der kulturellen Bildung des Kindes“ verwendet werden.

Landesfachtag „Standortfaktor Familienfreundlichkeit“ am 11.10.2013

FACHTAG der Herausforderungen für die Lebensqualität von Familien am 11.10.2013
Die Entwicklung der Lebensqualität von Familien ist abhängig von den Rahmenbedingungen der Kommune und des Arbeitsplatzes im Sinne der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Deshalb geht es in der Kommune längst nicht mehr nur um soziale Familienfragen, sondern um die wesentlichen Handlungsfelder einer zukunftsorientierten Kommunalentwicklung. Wie ganzheitlich kann eine erfolgreiche Kommune steuern? Auch für Unternehmen stellen die harten Standortfaktoren eine operative Herausforderung dar und müssen deshalb eine strategische Zielsetzung sein. Wie lässt sich Unternehmensentwicklung durch gute Regelungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie erreichen?
Und kommunale Wirtschaftsförderungen stellen die Schnittstelle zwischen Kommune und Wirtschaft dar. Wie gelingt es, win-win-Situationen für Wirtschaft und Kommune herbeiführen?

Mit dem landesweiten Fachtag zeigt die Arbeitsgemeinschaft Netzwerk Familie Baden-Württemberg mit den Kooperationspartnern BBQ, Gemeindetag, Kommunalverband Jugend und Soziales und Städtetag ein breites, praxisgerechtes Angebot an Bausteinen der Entwicklung von Kommunen, Wirtschaftsförderungen und Unternehmen auf bis hin zu örtlichen Vernetzungsbeispielen durch Lokale Bündnisse für Familie. Mehr siehe Programmflyer…

pdfFlyer Fachtag Arbeitsgemeinschaft Netzwerk Familie

Gesetz zur vertraulichen Geburt findet breite Zustimmung durch die Länder

Alternative zur Babyklappe: «Vertrauliche Geburten» möglich
Berlin (dpa) - Babyklappen sind noch immer umstritten, weil die Kinder keine Chance haben, jemals ihre Eltern kennenzulernen. Deshalb gibt es künftig die «vertrauliche Geburt», die der Mutter und dem Kind gleichermaßen gerecht werden soll.

Junge Mütter in einer Notsituation erhalten eine Alternative zur Babyklappe. Nach dem Bundestag billigte am Freitag (5. Juli) auch der Bundesrat die Möglichkeit der «vertraulichen Geburt». Diese ermöglicht es Schwangeren, ihr Kind in einem Krankenhaus auf die Welt zu bringen und trotzdem vorerst anonym zu bleiben. Die Personendaten der Mutter werden zwar gespeichert, bleiben jedoch mindestens bis zum 16. Geburtstag des Kindes unter Verschluss.

In Deutschland werden jedes Jahr etwa 100 Kinder in Babyklappen abgelegt. Neben den oft fragwürdigen Umständen der Entbindung wird dabei vor allem bemängelt, dass die betroffenen Kinder keine Chance haben, nachträglich etwas über ihre Herkunft zu erfahren. Bei der «vertraulichen Geburt» hingegen können sie nach 16 Jahren Auskunft über die Identität ihrer Mutter verlangen, deren Daten bei der Geburt verschlüsselt hinterlegt wurden. Artikel: Süddeutsche vom 08.07.2013

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Baden-Württemberg startet Bundesratsinitiative zur Rezeptfreiheit der Pille danach

pro familia Baden-Württemberg setzt auf einen Sieg der Vernunft und die Unterstützung aller Bundesländer
Auf Initiative von Arbeits- und Sozialministerin Katrin Altpeter fordern die Länder Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hamburg die Bundesregierung mit einem Entschließungsantrag auf, bei der nächsten zu erfolgenden Änderung der Arzneimittelverschreibungsordnung die Aufhebung der Verschreibungspflicht für die Pille danach vorzusehen. Änderungen der Arzneimittelverschreibungsverordnung erfolgen durch Rechtsverordnungen des BMG bzw. des BMELV; diese Verordnungen bedürfen der Zustimmung des Bundesrates. Das Land Bremen hat am Dienstag die Zustimmung zur Initiative beschlossen. Ruth Weckenmann, Vorsitzende der pro familia Baden-Württemberg: „ Ich wünsche der Initiative eine breite Zustimmung. Damit muss die Bundesregierung endlich Flagge zeigen und die rezeptfreie Abgabe der Pille danach auf den Weg bringen.“ Ganze Pressemitteilung von pro familia Baden-Württemberg s. pdf.

Anmerkung: Der Landesfamilienrat hat sich bei seiner Mitgliederversammlung am 23.01.2013 für die rezeptfreie Abgabe der "Pille danach" ausgesprochen und unterstützt die Bundesratsinitiative des Landes.

pdfPressemitteilung Pille danach Bundesratsinitiative

Sozialministerium: 800.000 Euro für inklusive Modellprojekte

Sozialministerin Katrin Altpeter: „Inklusion ist nicht nur ein Thema für Spezialisten, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung“
Sozialministerin Katrin Altpeter stellt 800.000 Euro für Modellprojekte zur Verfügung, mit denen die Inklusion in Baden-Württemberg vorangebracht werden soll. „Viele Menschen beteiligen sich bereits in ihren Stadtvierteln, in ihren Gemeinden, in Vereinen, Verbänden und Initiativen sehr engagiert daran, den Inklusionsgedanken in Baden-Württemberg umzusetzen. Sie zeigen, dass Inklusion nicht nur ein Thema für Spezialisten ist, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. In vielen Projekten werden ganz neue Wege gegangen, um Inklusion mit Leben zu füllen. Diese Projekte können wir mit dem Förderprogramm „Impulse Inklusion“ besonders unterstützen“, sagte die Ministerin am Mittwoch (3. Juli) in Stuttgart. Anträge auf Förderung können bis Mitte Oktober eingereicht werden. Gefördert werden sollen neuartige Projekte, entweder in Form neuer Initiativen oder als neue Vorhaben, die bestehende Projekte maßgeblich erweitern. Ganze Pressemitteilung s. pdf. "Impulspapier Inklusion" gelangen Sie über den angegebenen Link.

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Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Baden-Württemberg

Regionale Vergleichsdaten als Bestandsaufnahme zur Gleichstellung
Erstmalig für Baden-Württemberg liegt jetzt ein Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern vor. Auf Basis von 24 datengestützten Indikatoren wird hier eine Bestandsaufnahme zur Gleichstellung in wichtigen Gesellschaftsfeldern für die 44 Stadt- und Landkreise vorgestellt. Die Themenkreise beziehen sich auf die Repräsentanz von Frauen und Männern in den kommunalen Gremien, die von Mädchen und Jungen erzielten Bildungsabschlüsse in den Schulen, verschiedene Aspekte des Arbeitsmarktes und der Sicherung des Lebensunterhalts von Frauen und Männern. Darüber hinaus finden sich im Atlas regionalisierte Informationen zur Häufigkeit von häuslicher Gewalt und zu den hauptamtlichen kommunalen Frauen- bzw. Gleichstellungsbeauftragten.

Die Indikatoren werden mit grafischen und kartografischen Darstellungen veranschaulicht und textlich kurz erläutert. Die Daten stammen vorrangig aus der amtlichen Statistik und von der Bundesagentur für Arbeit. Der Atlas wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg und dem Statistischen Landesamt erstellt. Er ist zusammen mit einem gesonderten Tabellenanhang im Internet als Download abrufbar, s. Link.

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Drei Millionen Kinder können in den Ferien nicht verreisen

Drei Millionen Kinder in Deutschland fahren nach Angaben des Kinderschutzbundes aus Armutsgründen in den Ferien nicht weg. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" forderte der Präsident des Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, das Teilhabepaket für Kinder aus Hartz-IV-Familien um eine sommerliche Einmalzahlung von jeweils 300 Euro aufzustocken. Kinder sozial schwacher Familien dürften bei den Ferien nicht "abgehängt" werden, sagte Hilgers.

Familienurlaub schaffe eine gemeinsame Identität, sagte Hilgers. "Davon zehren viele das ganze Jahr über. Fällt dies weg, ist der Zusammenhalt vor allem von wirtschaftlich schwachen Familien gefährdet." Darüber hinaus gehe es um Regeneration, erläuterte Hilgers, der auf die hohen Stundenzahlen des Unterrichts im Schuljahr verwies. Deutschland sei "kindentwöhnt", beklagte Hilgers. Wer hier mit Familie Urlaub mache, müsse feststellen, dass Kinder "oft als Störfaktor gesehen werden".

Anmerkung: In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass das Land Baden-Württemberg die finanzielle Förderung der Familienerholung im Jahr 2005 eingestellt hat. Familien erhielten bis dahin einen individuellen Zuschuss für einen Urlaubsaufenthalt in einer Familienferienstätte. Solche "Qualitätsferien", die den Familienzusammenhalt stärkten und die Gesundheit stärkten, kamen in erster Linie Familien mit kleinem Budget zugute. Vor dem Hintergrund dieses Befundes erneuert der Landesfamilienrat sein Bedauern über den Rückzug des Landes und fordert die Landesregierung auf, Familien mit geringem oder fehlendem Einkommen wieder zu unterstützen, um ihnen und ihren Kindern einen Urlaub zu ermöglichen.


2013 - 07/02

Regierung hat keine Erkenntnisse über Zahl der Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften

Berlin: (hib/HLE) Gesicherte Ergebnisse über die Zahl der Kinder in Haushalten gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften und eingetragener Partnerschaften gibt es nicht. Die Fallzahlen in der Mikronzensusstichprobe seien zu gering, um gesicherte Ergebnisse ausweisen zu können, heißt es in der Antwort der Bundesregierung (17/14343, s. Link) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/14059). Nach Angaben der Bundesregierung gab es 2011 insgesamt 67.000 gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften, darunter 27.000 eingetragene Partnerschaften. Zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 7. Mai 2013 zur Gleichstellung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe im Einkommensteuerrecht heißt es: „Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ist eine Gleichstellung von Lebenspartnerschaft und Ehe im Besteuerungsverfahren in den Fällen erforderlich, in denen – bezogen auf den Regelungsgehalt der jeweiligen Norm – mit Blick auf die mit der Ehe vergleichbare Ausgestaltung der Lebenspartnerschaft als institutionalisierte Verantwortungsgemeinschaft keine hinreichenden Sachgründe für eine Ungleichbehandlung gegeben sind. In diesen Fällen ist mit Blick auf nicht bestandskräftig entschiedene Sachverhalte grundsätzlich auch von der Notwendigkeit einer rückwirkenden Gleichstellung zum Zeitpunkt der Einführung der Lebenspartnerschaft auszugehen.“

Anmerkung: Die FamilienForschung macht derzeit eine Erhebung zur Situation der Regenbogenfamilien in Baden-Württemberg, die voraussichtlich im Herbst veröffentlicht wird.

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Wird der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz in Baden Württemberg erfüllt?

5 Prozent aller Kinder unter 3 Jahren am 1. März 2013 in Kindertagespflege oder in Kindertageseinrichtungen
Seit heute, 1. August 2013, haben Eltern von 1-3-jährigen Kindern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Sind die Kommunen in Baden-Württemberg darauf vorbereitet? Das Statistische Landesamt hat die Zahlen erhoben:

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes besuchten rund 410 900 Kinder am 1. März 2013 in Baden-Württemberg eine Kindertageseinrichtung oder wurden in Kindertagespflege betreut, davon waren über 67 900 Kinder jünger als 3 Jahre. Gegenüber dem Jahr 2012 hat sich landesweit die Zahl der Kleinkinder in Kindertagesbetreuung um rund 5 200 erhöht. Dies ist eine Steigerung um 8 Prozent. Diese Zahlen stellte die Präsidentin des Statistischen Landesamtes, Dr. Carmina Brenner, heute der Presse vor.

In den einzelnen Stadt- und Landkreisen zeigen die Veränderungsraten in der Zahl der betreuten Kleinkinder deutliche regionale Unterschiede. Besonders hohe Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr wurden im Hohenlohekreis (+ 22,5 Prozent), im Stadtkreis Heilbronn (+ 20,6 Prozent) und im Landkreis Freudenstadt (+ 20,4 Prozent) erreicht. In 2 Landkreisen ist dagegen sogar ein leichter Rückgang der Zahl der betreuten Kinder unter 3 Jahren festzustellen.Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes betrug der Anteil der in Kindertagespflege oder Kindertageseinrichtungen betreuten Kinder an der Altersgruppe der unter 3-Jährigen insgesamt, also die Betreuungsquote der unter 3-Jährigen1), 25 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Betreuungsquote der unter 3-Jährigen um 2 Prozentpunkte erhöht. Die Statistik der Kinder- und Jugendhilfe Teil III (Kindertagesbetreuung) wurde im Jahr 2006 erstmals in heutiger Form durchgeführt; damals lag diese Quote noch bei 9 Prozent. Auch bei den Betreuungsquoten der unter 3-Jährigen zeigen sich in den einzelnen Stadt- und Landkreisen zum 1. März 2013 deutliche regionale Unterschiede. In den Stadtkreisen Heidelberg mit 44 Prozent und Freiburg mit 37 Prozent, aber auch im Landkreis Tübingen mit 34 Prozent ergeben sich vergleichsweise hohe Betreuungsquoten. Deutlich unter dem Landesdurchschnitt liegen die Betreuungsquoten für Kleinkinder im Stadtkreis Pforzheim mit 16 Prozent und im Landkreis Waldshut mit 17 Prozent.

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EAF-Bund: Ein guter Tag für junge Familien: Der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ist da!

Pressemitteilung vom 31.07.2013
Ab morgen haben alle Kleinkinder mit Vollendung des ersten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf einen Bildungs- und Betreuungsplatz. Das ist erst einmal eine sehr gute Nachricht. Damit ist die notwendige Ergänzung zum 2007 eingeführten Elterngeld endlich da. Insbesondere Mütter stehen damit nicht mehr vor dem Dilemma, sich zwischen Kinderbetreuung und Berufstätigkeit entscheiden zu müssen. Leider hat die gute Nachricht aber vier Schattenseiten:

Auch wenn die Kommunen mit den drohenden Klagen von Eltern vor Augen sich im Endspurt des Krippenplatzausbaus sehr angestrengt haben, wird es trotzdem voraussehbar zu Engpässen kommen, vor allem in den westdeutschen Großstädten. Nicht alle Eltern, die gerne einen Krippenplatz für ihre Kinder haben möchten oder einen brauchen, werden auch einen bekommen.
Selbst da, wo die quantitative Versorgung gesichert ist, gibt es Defizite in der Qualität der Betreuung. Der wichtigste Aspekt der Qualität ist die Betreuer/in-Kind-Relation. Die entspricht, außer in Bremen, nirgends dem empfohlenen Verhältnis 1:3, wie eine gerade erschienene Bertelsmann-Untersuchung zeigt.
Um diese Relation bundesweit als Standard einzuführen, sind noch große Anstrengungen in der Fachkräfteausbildung nötig. Außerdem müssen sie auch entsprechend bezahlt werden. Gegenwärtig können wir von „Lohndumping“ sprechen. Die Erzieherinnen werden sehr häufig auf erzwungenen Teilzeitstellen eingestellt, die Bezahlung entspricht dem Armutsniveau. Eine finanzielle Aufwertung des Berufs ist überfällig und liegt sowohl im Interesse der Kinder als auch der Gesamtgesellschaft. Der Ausbau von Ausbildungseinrichtungen für Erzieherinnen und Erzieher ist trotz aller Warnungen vor einem Fachkräftemangel kaum vorangetrieben worden. Im Gegenteil, aktuell sperrt sich Frau von der Leyen gegen eine Förderung des dritten Ausbildungsjahres von Umschulungswilligen für diesen Mangelberuf. Das ist schlicht grotesk!

„Angesichts dieser unvollendeten Baustellen für die frühkindliche Betreuung ist überhaupt nicht nachvollziehbar, dass gleichzeitig viel Geld in das Betreuungsgeld fließen soll“, so die Präsidentin der eaf, Christel Riemann-Hanewinckel. „Die jüngst abgeschlossenen Ergebnisse der Evaluation von Familienleistungen zeigen, dass eine breite Infrastruktur junge Familien mehr unterstützt als reine Geldleistungen. Die bundesweit minimale Anzahl der Anträge auf das Betreuungsgeld, das ebenfalls ab morgen in Anspruch genommen werden kann, macht das Dilemma der Familien offenbar. Die eaf fordert, dass Bund und Länder energisch die Qualitätsverbesserung von Krippenplätzen vorantreiben“, so Frau Riemann-Hanewinckel weiter.

Die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen e. V. (eaf) ist der familienpolitische Dachverband in der Evangelischen Kirche Deutschlands.

 

 

Neuer Report der FamilienForschung Baden-Württemberg zum Thema „Familie und Wohnen“ erschienen

Die FamilienForschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Sozialministeriums eine neue Online-Ausgabe des Reports Familien in Baden-Württemberg zum Thema „Familie und Wohnen“ herausgegeben. Diese stellt Ergebnisse zur Wohnsituation von Familien aus verschiedenen Datenquellen zusammen und gibt u.a. Antworten auf folgende Fragen: Welche Unterschiede gibt es im Hinblick auf die Wohnsituation von Familien und kinderlosen Lebensformen? Wie viel Wohnfläche haben Familien durchschnittlich zur Verfügung und wie hoch ist der Anteil der Familien, die in beengten Wohnverhältnissen leben? Wie stark fühlen sich Familien durch Wohnkosten belastet? Darüber hinaus bündelt der Report Erkenntnisse zum Thema „Familiengerechtes Wohnen und Wohnumfeld“, informiert über die Wohnraumförderung in Baden-Württemberg und widmet sich der Wohnraumversorgung einkommensschwacher Haushalte.

Der Report Familien in Baden-Württemberg wird im Rahmen der Familienberichterstattung des Landes von der FamilienForschung Baden-Württemberg erstellt und enthält themenbezogene wissenschaftliche Analysen zur Lage von Familien in Baden-Württemberg, Deutschland und Europa. Er erscheint quartalsweise und wird ausschließlich in elektronischer Form veröffentlicht. Der Report kann auf der Homepage der FamilienForschung Baden-Württemberg kostenlos abonniert werden (http://www.fafo-bw.de/Familien_in_BW). Hier und auf der Homepage des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren (http://www.sozialministerium-bw.de) steht er auch zum Download bereit. Die nächste Ausgabe befasst sich mit dem Thema „Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften und Familie.“

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Ab dem 1. August 2013 gibt es das Betreuungsgeld

Ab dem 1. August erhalten Eltern ein Betreuungsgeld, wenn sie ihre Kleinkinder in häuslicher Umgebung betreuen und keinen Krippenplatz oder eine öffentlich geförderte Tagesmutter in Anspruch nehmen.
Das Betreuungsgeld wird nur auf Antrag gezahlt, der bei den Landkreisen oder kreisfreien Städten (den Stellen bei denen auch Elterngeld beantragt wird) einzureichen ist. Zur Fristwahrung genügt ein formloser Antrag und es ist nicht erforderlich, ein bestimmtes Formular zu verwenden. Dieses wird den Betroffenen nach Antragstellung von der Behörde zugesandt und muss im Rahmen der Mitwirkungspflichten nach den §§ 60 ff. SGB I ausgefüllt und abgegeben werden.
Der gleichzeitige Bezug von Eltern- und Betreuungsgeld ist nicht möglich. Im Regelfall schließt das Betreuungsgeld nahtlos an die vierzehnmonatige Rahmenbezugszeit für das Elterngeld an. Die Bezugszeit von Elterngeld und Betreuungsgeld kann nur nacheinander – und nicht zeitlich parallel – erfolgen. Dies gilt auch dann, wenn auf die Partnermonate verzichtet wurde.
Anspruch auf Betreuungsgeld hat, wer einen Wohnsitz in Deutschland hat, mit seinem Kind in einem Haushalt lebt und für dieses Kind keinen Platz in einer öffentlich geförderten Kinderbetreuung (Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege) in Anspruch nimmt. Das Betreuungsgeld wird unabhängig davon gezahlt, ob und in welchem Umfang die Eltern erwerbstätig sind und wie hoch das Einkommen ist. Es gibt aber eine Reichenklausel: Keinen Anspruch haben Elternpaare, wenn sie im letzten Jahr vor der Geburt des Kindes ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 500 000 Euro erzielt haben (Alleinerziehende: 250 000 Euro).

Das Betreuungsgeld beträgt ab dem 1. August 2013 zunächst 100 Euro pro Monat, ab dem 1. August 2014 wird es auf 150 Euro pro Monat erhöht. Es kann für maximal 22 Lebensmonate, längstens bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes bezogen werden. Bei Mehrlingsgeburten wird es für jedes Kind gezahlt.

Das Betreuungsgeld wird im Regelfall erst gezahlt, wenn das Elterngeld ausgelaufen ist, also wenn das Kind 14 Monate alt ist. Haben Eltern das ihnen zustehende Elterngeld in einer kürzeren Frist bezogen, kann das Betreuungsgeld schon vor dem 15. Lebensmonat gezahlt werden; aber frühestens ab 1. August diesen Jahres. Kommt das Kind in die Kita oder zu einer Tagesmutter, fällt das Betreuungsgeld weg.

Wichtig ist auch, dass das Betreuungsgeld als „vorrangige Leistung“ beim Arbeitslosengeld II (Hartz IV), bei der Sozialhilfe oder beim Kinderzuschlag als Einkommen angerechnet wird. Bei der Berechnung anderer Sozialleistungen wie etwa Wohngeld oder Bafög wird es nicht angerechnet. Weitere Infos über den Link. Ungeklärt ist weiterhin, wie bei Empfängern von ALG II mit dem Bildungssparen oder Sparen für die private Altersvorsorge umgegangen wird.

Anmerkung: Auch wenn die politische Einordnung des Betreuungsgeldes eine schwierige ist und bleibt (s. auch Meldung des Sozialministeriums im pdf) - auch der Landesfamilienrat hatte sich gegen die Einführung der Leistung ausgesprochen - so sollten die infrage kommenden Familien in der Beratung aber doch auf die Möglichkeit der Beantragung hingewiesen und dabei unterstützt werden.

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pdfPressemitteilung Betreuungsgeld

So geht's NET. Medien als Herausforderung für Familien und Bildungssystem

Einladung zur Fachveranstaltung am Freitag, den 18.10.2013, 13.00 - 16.30 Uhr
Medien prägen unseren Alltag und unsere Kommunikation –das gilt für die Arbeitswelt ebenso wie für den privaten Bereich.

Gerade in der Familie ist die Mediennutzung von großer Bedeutung, denn sie verändert nicht nur das Familienleben, sie fordert von Müttern und Vätern erzieherisches Handeln in einem Bereich, in dem sie oft sehr unsicher sind. Das gilt auch für die junge Elterngeneration, die vergleichsweise medienaffin aufgewachsen ist.

In unserer Nachmittagsveranstaltung wollen wir u.a. mit einem spannenden Blick in die Zukunft zeigen, wie sich Gesellschaft und Familie durch Entwicklung der Medien verändern und vor welchen Herausforderungen Mütter und Väter in ihrem erzieherischen Handeln stehen. Was hilft ihnen? Was brauchen sie? Wer muss Eltern an welchem Punkt unterstützen?

Politisch bedeutsam ist die Frage, ob das Bildungs- und Unterstützungssystem den Anforderungen von Gegenwart und Zukunft gewachsen ist und an welchen Stellen sich in Baden-Württemberg etwas ändern muss.

Zu einem interessanten Vortrag und zum Gespräch mit den zuständigen politischen Vertretern lädt der Landesfamilienrat in Kooperation mit dem PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg Fachleute aus Verbänden und Politik sowie alle Interessierten herzlich ein!

Im Rahmen der "Familienpolitischen Gespräche" suchen wir den Dialog mit den familienpolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Fraktionen im Landtagladen und laden für Freitag, den 18.10.2013 ins GENO Haus ein. Das Programm und die Einladung finden Sie als PDF; bitte melden Sie sich bis zum 08.10.2013 an.

pdfFamilien in der Medienwelt - Programmablauf


2013 - 08/01

Neues E-Government-Gesetz macht viele Behördengänge überflüssig

E-Government ist der Einsatz elektronischer Informationstechnologien, damit Verwaltungsangebote für jedermann einfach, schnell und ortsunabhängig zugänglich sind. Das bedeutet: Vom Antrag bis zum Bescheid läuft alles elektronisch. So sind Bürger und Unternehmen unabhängig von Öffnungszeiten der Behörden und sparen sich den Weg ins Rathaus. Das neue E-Government-Gesetz ist ein wesentlicher Schritt zum flächendeckenden E-Government.

E-Government eröffnet z.B. Zugang zu Behörden über das Internet und ermöglicht, elektronische Nachweise online vorzulegen. De-Mail bietet eine elektronische Alternative zur heutigen Briefpost. Mit der Online-Ausweisfunktion des neuen Personalausweises können Bürger ihre Identität im Internet und an Automaten sicher und zweifelsfrei belegen.

Die elektronischen Dienste ermöglichen es in Zukunft jedem, seine Verwaltungsangelegenheiten im privaten, ehrenamtlichen und beruflichen Alltag im Internet zu erledigen. Damit leistet die Bundesregierung einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung des demografischen Wandels, zum Bürokratieabbau sowie zur Modernisierung der Verwaltung.

Anmerkung: In gewisser Weise ein Baustein der Vereinbarkeit von Familie und Beruf i.S. des 8. Familienberichts...

Nach Trennung und Scheidung: Mein Papa kommt...

mein papa kommt... vermittelt bundesweit kostenfreie Übernachtungsmöglichkeiten an Eltern, die ihr Kind nach Trennung oder Scheidung in einer fremden Stadt besuchen. Und das ist noch längst nicht alles.

Die bundesweite Sozialinitiative "mein papa kommt" ist das Kernprojekt der FLECHTWERK2+1 gGmbH - Für Kinder mit zwei Elternhäusern.

Diese hat seit 1. Mai 2012 im neu gegründeten "Haus des Stiftens" für die bundesweite Koordinationsstelle von "mein papa kommt" ein wundervolles neues Quattier gefunden.

"mein papa kommt" reagiert zeitgemäß auf familienpolitische Herausforderungen, indem es beide Elternhäuser des Kindes in den Blick nimmt. Kinder und getrennt lebende Eltern brauchen stabile Bindungen und die Gewissheit, dass jeder von ihnen auch weiterhin in das Beziehungsgeflecht einer tragenden Gemeinschaft eingebunden ist. „mein papa kommt“ unterstützt so im Besonderen Alleinlebende, d.h. von ihren Kindern getrennt lebenden, oft von Armut betroffenen Väter/Mütter und stärkt diese in ihrer Elternschaft, fördert den Bindungsaufbau zum besuchten Kind oder Jugendlichen, senkt die Besuchsschwelle und mindert das Armutsrisiko bei alleinlebenden Vätern und Müttern, da diese finanziell entlastet werden.

Weitere Informationen, z.B. wie Sie selbst ein Gastgeber werden können finden Sie unter: s. Link

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Kongress "Familie- Wir machen Gesellschaft"

Familienkongress der Lebenshilfe und AGF vom 6.-8. September in Berlin
Familie findet heute in den unterschiedlichsten Formen statt: Es gibt Klein- und Großfamilien, Familien mit behinderten Angehörigen, es gibt Patchwork- und Regenbogenfamilien, Familien mit Angehörigen verschiedener Herkunft oder Religion, es gibt Alleinerziehende und Lebensgemeinschaften. Familie heute ist schon so bunt und vielfältig, wie die Gesellschaft von morgen sein soll. Wer Teilhabe und Inklusion will, muss daher auf die Familien schauen und sie zu Wort kommen lassen. Die AGF lädt Sie daher herzlich ein zum großen Kongress der Lebenshilfe und weiteren Partner. Wir machen Gesellschaft 6.-8. September 2013 im FEZ-Berlin

Neben interessanten Vorträgen, informativen Workshops und kontroversen Talkshows wird ein anregender Austausch zwischen Eltern und Fachpersonal stattfinden sowie kreative Mitmachaktionen und ein Familien-Manifest: Drei aufregende Kongresstage warten auf Sie! Diskutieren Sie mit Jan-Uwe Rogge, Elisabeth Beck-Gernsheim, Ulla Schmidt, Gregor Gysi und weiteren Prominenten und seien Sie dabei, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen für Inklusion und für eine gute Familienpolitik. Auf Sie und ihre Kinder warten außerdem ein inklusives Programm für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung, ein rustikaler Grillabend, eine magische Gala der Zauberer und ein Pfadfinderdorf im Grünen. Alles Wissenswerte dazu und den Weg zur Anmeldung finden Sie über den angegebenen Link.

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Mütter: Anhaltend kritischer Gesundheitszustand

Rückenschmerzen, Muskelverspannungen, tiefe Erschöpfung bis zum Burnout: Das Müttergenesungswerk zeigt sich weiterhin besorgt über den Gesundheitszustand von Müttern in Deutschland. Wie aus einem Datenreport der gemeinnützigen Stiftung hervorgeht, ist auch die Gesundheit der Kinder besorgniserregend. Im vergangenen Jahr ließen sich 44.000 Mütter in Mütter- oder Mutter-Kind-Kurmaßnahmen behandeln. 82 Prozent, also der weit überwiegende Teil von ihnen, war von tiefer Erschöpfung bis zum Burnout und anderen psychischen Störungen wie Angstzuständen oder Schlafstörungen betroffen. Das belegen die Zahlen eines kürzlich veröffentlichten Datenreports (s. Link), den das Müttergenesungswerk jetzt vorgelegt hat. Vor zehn Jahren war der Anteil der Kurmütter mit psychischen Störungen deutlich geringer, er lag bei gerade einmal 50 Prozent. Auch die Zahl der Mütter mit Rückenschmerzen, Muskelverspannungen und anderen Muskel-Skelett-Erkrankungen ist gestiegen. Datenreport zum Download unter

Datenreport zur Müttergenesung 2013

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Empfehlungen des Deutschen Vereins zu den Mindeststandards von Babyklappen

Zusammenfassung
In Deutschland existieren gegenwärtig etwa 90 Babyklappen. Obwohl es ihr Ziel ist, Leben zu retten, sind sie in vielfacher Hinsicht problematisch. Mutter und Kind können bei der unbegleiteten Geburt großen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sein, und nicht immer halten die Träger einer Babyklappe das erforderliche Mindestmaß an Qualität ein. Zum Schutz von Mutter und Kind und zur ausnahmslosen Sicherstellung des staatlichen Wächteramtes sollten daher nur solche Babyklappen geduldet werden, deren Betreiber unverzichtbare Mindestanforderungen einhalten.

Zu den formulierten Mindeststandards gehört, dass die Träger von Babyklappen vorrangig die Inanspruchnahme anonymer Beratung bewerben. Wenn Schwangere und Mütter in ihrer Not entsprechende Hilfen annehmen, können sie in engem Kontakt mit Schwangerschaftsberatungsstellen alternative Lösungswege zur Abgabe ihres Kindes in der Babyklappe suchen. Darüber hinaus muss die Erstversorgung des Kindes in einer Klinik erfolgen. Auch die Anzeige des Kindes gegenüber der zuständigen Gemeindebehörde sowie dem örtlich zuständigen Jugendamt unmittelbar nach seinem Auffinden in einer Babyklappe gehört zu den elementaren Mindeststandards, die bei der Nutzung von Babyklappen gewahrt werden müssen. Die vorliegenden Empfehlungen richten sich an die Träger von Babyklappen, die örtlich zuständigen Jugendämter und die beteiligten Kliniken, an Schwangerschaftsberatungs- und Adoptionsvermittlungsstellen sowie an Vormünder. Sie können von den Behörden und Ländern zudem als Leitlinie zur Gestaltung und Prüfung der bestehenden Babyklappen genutzt werden. Ganzer Text s. pdf in der Anlage

pdfDeutscher Verein Empfehlungen zu Babyklappen

"Tag der Tageseltern" vom 13.07.2013

Dokumentation des Landesverbands der Tagesmüttervereine
Am 13. Juli 2013 hatte die SPD-Landtagsfraktion zum „Tag der Tageseltern“ in den Landtag von Baden-Württemberg geladen und über 300 Tagesmütter und –väter sind der Einladung gefolgt um sich u.a. mit Claus Schmiedel, Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, Marion v. Wartenberg, Staatssekretärin im Kultusministerium und Christina Metke, 1. Vorsitzende beim Landesverband der Tagesmütter-Vereine über die Rahmenbindungen und den Handlungsbedarf in der Kindertagespflege auszutauschen. Anbei (pdf) finden Sie einen Bericht des Landesverbandes der Tagesmütter-Vereine.

pdfProgramm Landeskongress Kindertagespflege

Rechtsanspruch und Qualitätsanspruch – Der Beitrag der Kindertagespflege zum Ausbau der Kleinkinderbetreuung

Landeskongress Kindertagespflege am 08.10.2013 in Stuttgart
wir laden Sie zu unserem ersten Landeskongress Kindertagespflege mit dem Titel „Rechtsanspruch und Qualitätsanspruch – Der Beitrag der Kindertagespflege zum Ausbau der Kleinkinderbetreuung“ herzlich ein!

Der Landeskongress findet am 08. Oktober 2013 im Haus der Wirtschaft Stuttgart statt und steht unter der Schirmherrschaft von Marion v. Wartenberg, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.

Nähere Informationen und das Programm entnehmen Sie bitte dem beigefügten Flyer oder unserer Homepage: http://www.tagesmuetter-bw.de/index.php?id=landeskongress.

Die Anmeldung ist somit eröffnet und ausschließlich über unsere Homepage möglich.

Wir bitten um Weiterleitung an Interessierte und Bekanntgabe in Ihren Netzwerken.

pdfProgramm Landeskongress Kindertagespflege

Jugendämter: Mehr Kinder denn je aus ihren Familien geholt

Quelle: SWR vom 08.08.2013
Die Jugendämter in Deutschland haben 2012 rund 40.200 gefährdete Kinder und Jugendliche in Obhut genommen - so viele wie nie zuvor. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Der Trend zeigt sich auch in Baden-Württemberg.

Die Jugendämter in Deutschland haben noch nie so viele gefährdete Kinder und Jugendliche in Obhut genommen wie 2012. Bundesweit wurden 2012 über 40.000 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen

Nach Angaben der Statistiker wurden im vergangenen Jahr 3.617 junge Menschen in Baden-Württemberg aus ihren Familien genommen. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine erneute Zunahme um acht Prozent. Seit dem Jahr 2005 hat sich die Zahl der vorläufigen Schutzmaßnahmen damit mehr als verdoppelt. Häufiger Grund für die Maßnahme waren überforderte Mütter und Väter.

Die Jugendämter nehmen Jungen und Mädchen in Obhut, wenn sie aufgrund von Gewalt, Sucht, Verwahrlosung oder Unterernährung in Gefahr sind. Dies kann auf eigenen Wunsch der Kinder und Jugendlichen geschehen oder aufgrund begründeter Hinweise von Polizei, Schule, Erziehern, Ärzten und Bekannten der Familie. Auch Minderjährige, die ohne erwachsene Begleiter nach Deutschland kommen, um ihr Glück zu suchen, werden in Schutz genommen. Die Inobhutnahme ist normalerweise auf wenige Tage angelegt.

Die Zahlen werden seit 1995 erfasst, seit 2007 steigen sie ständig. 2007 waren es 43 Prozent weniger Fälle als 2012. Ganze Meldung s. Link

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2013 - 09/01

Familie und Wohnen - Neue Ausgabe des Reports Familien in Baden-Württemberg erschienen

Die FamilienForschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Sozialministeriums eine neue Online-Ausgabe des Reports Familien in Baden-Württemberg zum Thema „Familie und Wohnen" herausgegeben. Diese stellt Ergebnisse zur Wohnsituation von Familien aus verschiedenen Datenquellen zusammen und gibt u.a. Antworten auf folgende Fragen: Welche Unterschiede gibt es im Hinblick auf die Wohnsituation von Familien und kinderlosen Lebensformen? Wie viel Wohnfläche haben Familien durchschnittlich zur Verfügung und wie hoch ist der Anteil der Familien, die in beengten Wohnverhältnissen leben? Wie stark fühlen sich Familien durch Wohnkosten belastet? Darüber hinaus bündelt der Report Erkenntnisse zum Thema „Familiengerechtes Wohnen und Wohnumfeld", informiert über die Wohnraumförderung in Baden-Württemberg und widmet sich der Wohnraumversorgung einkommensschwacher Haushalte.
Zur Zusammenfassung der Ergebnisse und zum Report selbst gelangen Sie über den folgenden Link.

Der Landesfamilienrat Baden-Württemberg wird sich mit der Thematik "Familie und Wohnen" nicht nur bei seiner Mitgliederversammlung im November befassen. Bereits heute laden wir freundlich ein zum Familienpolitischen Fachgespräch im Stuttgarter GENO Haus am 14. März 2014 bei dem wir mit Experten und Politikern über "Familie & Wohnen" ins Gespräch kommen wollen.

DIW: Schlechte Noten fürs Familiensplitting

Die Pläne von CDU, CSU und FDP für eine stärkere steuerliche Förderung von Familien stoßen bei Fachleuten auf harsche Kritik. Das Konzept der Union koste Milliarden, bevorzuge Gut- und Spitzenverdiener und halte Frauen davon ab, nach der Geburt eines Kindes in den Job zurückzukehren, heißt es in einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die an diesem Mittwoch veröffentlicht wird (hier als PDF). In dem Papier räumt das DIW auch mit der Behauptung auf, in Frankreich würden Familien steuerlich deutlich besser behandelt als in Deutschland. Das Gegenteil sei der Fall, so die Forscher.

In ihren Wahlprogrammen sprechen sich Union und FDP dafür aus, das Ehegattensplitting zu einer Art Familiensplitting weiterzuentwickeln. Die Idee stammt aus Frankreich, wo die Finanzämter das Familieneinkommen rein rechnerisch nicht nur auf die Ehepartner, sondern auch auf die Kinder verteilen. Dadurch sinkt für die Familie insgesamt die Steuerlast. Union und FDP orientieren sich allerdings weniger an diesem Modell, sondern wollen den steuerlichen Grundfreibetrag für Kinder von 7008 Euro im Jahr auf das Erwachsenenniveau von demnächst 8354 Euro anheben. CDU und CSU planen parallel eine Erhöhung des Kindergelds um 35 Euro. Für das erste und zweite Kind würden Eltern damit je 219, für das dritte 225 und für jedes weitere Kind 250 Euro im Monat erhalten. Das DIW hat in seinem neuen Wochenbericht das Konzept der Union näher untersucht.

Weiterlesen im Artikel aus der Süddeutschen vom 04.09.2013 über den Link. Die DIW-Studie finden Sie als PDF-Datei im Anhang.

weiterführender Link

pdfPDFinfodienst/DIW-Familiensplitting-2013.pdf

Statistik: Tendenziell immer weniger Schulanfänger

Einschulungen an Grundschulen in Baden-Württemberg sind im Zeitraum 2000 bis 2012 um gut ein Fünftel zurückgegangen
Die Zahl der Einschulungen an Grundschulen1) ist im Zeitraum von 2000 bis 2012 um gut ein Fünftel von 112 653 auf 89 426 zurückgegangen. Dies ist der niedrigste Wert seit 1985. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, werden zum neuen Schuljahr 2013/14 schätzungsweise ca. 89 500 Kinder ihren ersten Schultag an einer Grundschule feiern, womit die Zahl der Einschulungen dort auf ähnlich niedrigem Niveau wie im Vorjahr bliebe. Weitere ca. 1 650 Kinder werden voraussichtlich an den privaten Freien Waldorfschulen eingeschult werden und ca. 4 450 Kinder mit besonderem Förderbedarf an einer Sonderschule.

Die gut 89 400 Schulanfänger an den Grundschulen im letzten Jahr (Herbst 2012) setzten sich zusammen aus rund 79 000 »normal« eingeschulten Kindern (bis zum 30.09.2012 sechs Jahre alt geworden), 2 300 »früh« eingeschulten Kindern (nach dem 30.09.2012 sechs Jahre alt geworden) und gut 8 100 »spät« eingeschulten Kindern, die im Vorjahr zurückgestellt worden waren. Dies entspricht Anteilen von 2,6 % »früh«, 88,4 % »normal« und 9,1 % »spät« Eingeschulten.
Ganze PM des Statistischen Landesamtes vom 05.09.2013 s. Link

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Zuwendung aus Bundesstiftung Mutter und Kind unabhängig von gesetzlich garantierten Sozialleistungen nach SGB II

Finanzielle Zuwendungen für Schwangere aus der Bundesstiftung Mutter und Kind dürfen nicht auf rechtlich garantierte Sozialleistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) angerechnet werden. Das hat das Schleswig-Holsteinische Landessozialgericht nach sechsjährigem Rechtsstreit am 13. Juni 2013 entschieden (AZ: L13 AS 52/11). Das Gericht gab damit der Klage und Berufung einer schwangeren Frau statt, die vom Jobcenter anlässlich der Geburt keine einmaligen Leistungen erhielt, weil sie bei pro familia finanzielle Unterstützung aus der Bundesstiftung Mutter und Kind beantragt und eine einmalige Zuwendung erhalten hatte. Das Gericht ließ die Revision zu, da diese Rechtssache „grundsätzliche Bedeutung" habe und „bislang höchstrichterlich nicht geklärt" sei.

Dieses Urteil ist zu begrüßen, weil es erstmals eindeutig das Verhältnis von Bundesstiftung und SGB II geklärt hat, betonte pro familia Schleswig-Holstein in einer Pressemitteilung zum Urteil. Es schaffe Rechtssicherheit und stärke die Rechte werdender Eltern, die auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind. Immer wieder seien die einmaligen Stiftungsgelder auf Sozialleistungen nach dem SGB II angerechnet worden, obwohl dies gemäß der Vorgaben der Bundesstiftung Mutter und Kind nicht sein dürfe.

In der Urteilsbegründung heißt es: „Es liegt keine Bedarfsdeckung durch die Leistungen der Mutter-Kind-Stiftung vor. Die aus Stiftungsmitteln gewährten Leistungen – auf die gemäß § 2 Abs. 2 MuKStiftG kein Rechtsanspruch besteht – sollen werdenden Müttern zusätzlich, das heißt über den Rechtsanspruch auf Leistungen nach dem SGB II hinaus, zur Verfügung stehen. In Abgrenzung zu anderen Leistungen sind die Leistungen der Stiftung 'ergänzende Hilfen' (vgl. § 2 Abs. 1 S. 1 MuKStiftG), die über diejenigen der bestehenden Sozialgesetze hinausgehen und die der schwangeren Frau in einer Notlage die Fortsetzung der Schwangerschaft erleichtern sollen."
Quelle: pro familia Newsletter August 2013

Ausschreibungen Kindermedienland Baden-Württemberg 2013

Beim Schülermedienpreis werden Medienmacher von morgen gesucht! Bereits zum vierten Mal wird der Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg durchgeführt. Egal ob Schülerzeitung, Video, Smartphone-App oder Blog - wir freuen uns über kreative Einreichungen von Kindern und Jugendlichen, die zeigen, dass sie Medien aktiv nutzen können, um eigene Ideen zu verwirklichen. Der Themenauswahl sind keine Grenzen gesetzt. Aus allen denkwürdigen, schönen oder lehrreichen Erlebnissen und Geschichten kann man tolle Werke kreieren! Zu gewinnen gibt es tolle Sachpreise. Am Wettbewerb teilnehmen können Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg im Alter von 6 bis 18 Jahren.

Außerdem bietet die Initiative Kindermedienland einen Ideenwettbewerb an und bietet über den Medien-Fund eine Möglichkeit für ehrenamtliche Initiativen oder Projekte, darüber die Anschaffung von Medien gefördert zu bekommen. Mehr dazu im beigefügten PDF:

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pdfPDFinfodienst/Ausschreibungen_KindermedienlandBW.pdf

Von gefühlten zu gelebten Realitäten - Plädoyer für einen Datenbericht zur Entwicklung der Kinderrechte in Deutschland

Das Bundesjugendkuratorium spricht sich für die indikatorenbasierte Berichterstattung zur Entwicklung der Kinderrechte in Deutschland aus. Hintergrund der Überlegungen ist es, die Berichterstattung zur Entwicklung der Kinderrechte in Deutschland auf ein solides Fundament indikatorengestützter Berichterstattung zu stellen, um damit sowohl für den Staatenbericht als auch für den Parallelbericht eine gemeinsame Grundlage zu schaffen. Das Bundesjugendkuratorium hat in seinem beiliegenden Plädoyer den Mehrwert eines solchen Berichtes erarbeitet, sowie erste Vorschläge für die Gestaltung und Orientierung der Indikatoren an den Bereichen „Schützen – Fördern – Beteiligen".

Die Datenlage ist in vielen Bereichen ausreichend, entscheidend ist aus Sicht des Bundesjugendkuratoriums die analytische Ausrichtung der Indikatoren. Diese sollten durch eine Kommission aus Expertinnen und Experten in einem Diskussionsprozess erarbeitet werden, an dem mitzuwirken das Bundesjugendkuratorium ausdrücklich seine Bereitschaft erklärt.
Das Plädoyer sowie weitere Stellungnahmen und Informationen zum Bundesjugendkuratorium finden Sie auch unter www.bundesjugendkuratorium.de

Für Fragen dazu steht Ihnen Dr. Sabina Schutter
beim Deutschen Jugendinstitut e.V. in München zur Verfügung. Tel.: 089/62306-332 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.dji.de/bjk

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Migranten und ihre Kinder sprechen daheim zunehmend Deutsch

Entgegen häufiger Vorurteile sprechen die meisten Grundschulkinder mit Migrationshintergrund zuhause Deutsch. Im Kindergartenalter wird daheim aber eher die Sprache der Eltern gesprochen. Daher ist frühkindliche Förderung sehr wichtig für den späteren Bildungserfolg. Kinder mit Migrationshintergrund sprechen in ihrer Familie kein Deutsch und stoßen deswegen in der Schule auf Schwierigkeiten mit Lehrern und Mitschülern – eine gängige Erklärung für die Bildungsmisere mancher Migrantengruppen. Doch neueste Zahlen widerlegen diesen oft hergestellten Zusammenhang in den Mainstream-Medien: Drei Viertel der Kinder mit Migrationshintergrund zwischen sechs und acht Jahren sprechen zuhause hauptsächlich Deutsch mit ihrer Familie.

Im Kindergartenalter, also zwischen drei und sechs Jahren, sprechen noch 60,9 Prozent der Kinder in ihrer Heimatsprache mit ihren Eltern, so der Mediendienst Integration. Das leuchtet ein, wenn man bedenkt, dass für viele Kinder die Muttersprache zuerst die der Eltern ist. Das Kind hat, bis es in den Kindergarten kommt, seine familiären Beziehungen nur in der Muttersprache geknüpft und ändert erst nach und nach seine Sprechgewohnheiten. So erstaunt es auch nicht, dass in den ersten beiden Schuljahren schon drei Viertel aller Kinder mit Migrationshintergrund zuhause überwiegend Deutsch sprechen, so der Kinder-Migrationsreport des Deutschen Jugendinstituts.

Je nach Zugehörigkeit der Familie zu einer bestimmten sozialen Schicht variieren die Befunde. Bei null- bis achtjährigen Kindern, die aus Familien der Unterschicht kommen, sprechen 26 Prozent beide Sprachen gleich häufig und 16 Prozent vornehmlich die Sprache der Eltern. Bei Kindern, die der Mittelschicht oder oberen Schichten angehören, sind es nur noch 16 bzw. 13 Prozent, die daheim Deutsch und die Muttersprache der Eltern sprechen. Ein höherer sozialer Status verdrängt also die Muttersprache aus dem Familienleben. Das hängt damit zusammen, dass besser verdienende Menschen mit Migrationshintergrund meist auch einen höheren Bildungsabschluss haben, also auch am Arbeitsplatz nur Deutsch reden. Dass es dann zuhause auf Deutsch weitergeht, liegt nahe und stellt für diese Eltern eine mehr oder weniger bewusste Investition in die Zukunft ihres Kindes dar.


2013 - 09/02

Familienpolitische Gespräche im GENO Haus: So geht's NET. Medien als Herausforderung für Familie und Bildungssystem

18.10.2013, 13.30 - 16.30 Uhr in Stuttgart, GENO Haus
Medien prägen unseren Alltag und unsere Kommunikation –das gilt für die Arbeitswelt ebenso wie für den privaten Bereich.Gerade in der Familie ist die Mediennutzung von großer Bedeutung, denn sie verändert nicht nur das Familienleben, sie fordert von Müttern und Vätern erzieherisches Handeln in einem Bereich, in dem sie oft sehr unsicher sind. Das gilt auch für die junge Elterngeneration, die vergleichsweise medienaffin aufgewachsen ist.

In unserer Nachmittagsveranstaltung wollen wir im Rahmen der "Familienpolitischen Gespräche im GENO Haus" mit einem spannenden Blick in die Zukunft zeigen, wie sich Gesellschaft und Familie durch Entwicklung der Medien verändern und vor welchen Herausforderungen Mütter und Väter in ihrem erzieherischen Handeln stehen. Was hilft ihnen, was brauchen sie? Wer muss Eltern an welchem Punkt unterstützen?

Politisch bedeutsam ist die Frage, ob das Bildungs- und Unterstützungssystem den Anforderungen von Gegenwart und Zukunft gewachsen ist und an welchen Stellen sich in Baden-Württemberg etwas ändern muss. Dazu suchen wir - wie in allen "familienpolitischen Gesprächen" den Austausch mit den bildungs- und familienpolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Fraktionen im Landtag.
Das Programm finden Sie in der Anlage. Bitte melden Sie sich spätestens bis zum 08.10.2013 an. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg statt.

pdfPDFinfodienst/2013_10_18_Medien_Programm.pdf

Familie und Soziale Ungleichheit: 4. Hohenheimer Tage der Familienpolitik am 16./17.10. 2013

Die FamilienForschung Baden-Württemberg und die Katholische Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart laden im zweijährigen Turnus zu einer bundesweiten Fachtagung über Familienfreundlichkeit in Deutschland ein.

Ein Schwerpunkt der Tagung ist die Situation der Familie vor dem Hintergrund der aktuellen Familienpolitik. Gemeinsam mit den Teilnehmenden und Experten wird unter dem Motto »Familienfreundlichkeit – Anspruch und Wirklichkeit« Rückschau gehalten, wie sich Familienfreundlichkeit in Deutschland entwickelt hat und wo Handlungsbedarf besteht. Jede Tagung hat zusätzlich einen inhaltlichen Schwerpunkt.
Zielgruppen

Die Tagung richtet sich an Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen aus einschlägigen Disziplinen und Arbeitsfeldern sowie familien- und sozialpolitisch Interessierte.
Hintergrund

Wie Umfragen verdeutlichen, stellt die Familie bei jüngeren Menschen nach wie vor eine erstrebenswerte Lebensform dar. Zur Realisierung des Wunsches nach Kind(ern) und Gründung einer Familie braucht es heute allerdings Mut. Denn noch zu oft führt die Entscheidung für Kinder und Familie zu einer nachhaltigen Beschränkung anderer Lebensoptionen.

Wie können junge Paare motiviert werden, ihren Kinderwunsch umzusetzen? Wie können bestehende Familien unterstützt werden, Familienleben, Beruf und Partnerschaft unter einen Hut zu bringen? Welche Angebote brauchen benachteiligte Familien? Um Deutschland familienfreundlicher zu gestalten, müssen alle zusammenarbeiten: Politik, Unternehmen, Kommunen, Kirchen und Verbände. Die Hohenheimer Tage der Familienpolitik liefern hierzu Erkenntnisse und mögliche Handlungsansätze – kurz, prägnant und verständlich. Zum Programm kommen Sie über den angegebenen Link.

weiterführender Link

Familienpolitik und die Bundestagswahl 2013 - Was die Parteien wollen

Infoservice der Caritas 09-13
Kinderbetreuung, Ehegattensplitting, Kindergrundsicherung: eine Familien unterstützende Politik steht im Fokus der Parteiprogramme zur Bundestagswahl 2013. Zu Beginn des Wahljahres hat der Deutsche Caritasverband seine eigenen Positionen zur Förderung von Familien sowie die sozialpolitischen Positionen zur Bundestagswahl herausgegeben. Die Caritas macht darin deutlich, dass alle Familien einen Anspruch haben auf gesellschaftliche Anerkennung und staatliche Förderung, um ihre genuinen Aufgaben erfüllen zu können.

Im Folgenden (s. pdf) wird für sieben ausgewählte Themen zusammengestellt, welche Reformen die Parteien versprechen.

pdfPDFinfodienst/Infoservice_0913_Bundestagswahl 2013.pdf

VAMV: Steuergerechtigkeit für Alleinerziehende

Ungerechtigkeiten im Steuersystem kritisiert der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) seit langem. Die derzeitige Besteuerung bevorzuge die Ehe gegenüber ehelichen Lebensgemeinschaften und Alleinerziehenden. Darum startete der VAMV am 12. September seine Kampagne „UmSTEUERn – keine Familie II. KLASSE! Steuergerechtigkeit für Alleinerziehende!" und wirbt damit für die Individualbesteuerung und die Einführung einer Kindergrundsicherung. Sollte das Ehegattensplitting weiterhin gelten, müsse wenigstens der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende deutlich angehoben werden.

„Alleinerziehende wollen in der Steuerklasse II nicht länger als Familie II. Klasse benachteiligt werden", forderte die VAMV-Bundesvorsitzende Edith Schwab anlässlich des Kampagnenstarts. „Das ist schlicht ungerecht." Zwar sieht das Steuersystem seit 2004 einen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende von bis zu 1.308 Euro im Jahr vor, der vom Einkommen abgezogen werden kann.

Mangelnde Wertschätzung
Die tatsächliche Entlastung sei allerdings deutlich geringer und bewege sich zwischen 324 und 564 Euro jährlich. Das sei viel zu niedrig, kritisiert der VAMV – mit gutem Grund: Ehepaare können durch das umstrittene Ehegattensplitting mit bis zu 15.000 Euro pro Jahr entlastet werden. „Alleinerziehende wollen endlich von der Politik als gleichberechtigte Familienform anerkannt, wertgeschätzt und gefördert werden", so die VAMV-Bundesvorsitzende weiter.

Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende müsse nun deutlich angehoben und regelmäßig angepasst werden, fordert der VAMV. Angemessen sei eine Koppelung des Entlastungsbetrags an den Grundfreibetrag. Das sind derzeit 8.137 Euro. Langfristig fordert der VAMV die Umgestaltung des bestehenden Steuersystems hin zu einer Individualbesteuerung und eine Grundsicherung für Kinder.

Zur Kampagne und zur Möglichkeit, online zu unterzeichnen gelangen Sie über den Link.

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pdfPDFinfodienst/R E S O L U T I O N-AE.pdf

Arme Familien sehen schwarz für ihre Kinder

Famiienmonitor 2013 des Allensbach Instituts
Er ist ein Seismograf für die Nöte und Wünsche deutscher Eltern: Der Familienmonitor des Allensbacher Instituts für Demoskopie. Dieses ist linker Umtriebe unverdächtig, umso erstaunlicher ist ein wichtiges Ergebnis der Studie: Viele Eltern aus ärmeren Schichten glauben nicht, dass es ihren Kindern einmal besser gehen wird.
Am Ende bleibt vor allem ein Wort hängen: "Status-Fatalismus". Renate Köcher präsentiert an diesem Freitag den "Monitor Familienleben". Im Auftrag der Regierung erhebt Köchers Institut für Demoskopie einmal jährlich die Nöte und Wünsche deutscher Eltern. Der Monitor ist deshalb zu einem Seismografen dafür geworden, was Mütter und Väter erwarten. Er offenbart ziemlich genau die Defizite der Familienpolitik. Und dazu gehört jetzt offenbar ein gefährlicher "Status-Fatalismus" in den unteren Schichten.

Nun ist das Allensbacher Institut linker Umtriebe wahrlich unverdächtig. Umso erstaunlicher sind einige Ergebnisse, die Köcher jetzt wichtig sind. Die Aufstiegschancen von Kindern hingen zu stark von ihrem Elternhaus ab, findet die Allensbach-Geschäftsführerin. Sie belegt das mit einer Masse an Zahlen. So wünschten sich 60 Prozent der Arbeiter, dass es ihren Kindern einmal besser geht als ihnen. Aber nur 32 Prozent glaubten, dass es so kommt.
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Ganzer Artikel aus der Süddeutschen vom 6. September 2013 s. Link.

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Vollzeitnahe Beschäftigung ist ein Gewinn für Betriebe und ihre Beschäftigten

Das Forum „Chancengleichheit im Erwerbsleben" (http://www.mfw.baden-wuerttemberg.de/forum-chancengleichheit/221254.html) startete unter Federführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit und des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft im Frühjahr 2013 eine Initiative zur „Vollzeitnahen Beschäftigung". Damit sind Beschäftigungsverhältnisse gemeint, die deutlich mehr als eine Halbtagesstelle, aber noch keine Vollzeitstelle umfassen.

Ein Aktionspunkt der Initiative ist eine Online-Befragung von Unternehmen und Einrichtungen. Dabei soll erhoben werden, wie Arbeitsverhältnisse in Teilzeit derzeit ausgestaltet sind, welche Motivationen dem zu Grunde liegen und wo mögliche Unterstützungsbedarfe der Unternehmen sind. Die Initiative zur „Vollzeitnahen Beschäftigung" ist Teil der Allianz für Fachkräfte Baden-Württemberg.
Im Namen des Forums Chancengleichheit im Erwerbsleben möchte ich Sie bitten, bei Ihren Netzwerkpartnern auf die Umfrage hinzuweisen. Die Befragung ist bis zum 05.10.2013 geschaltet.
Zur Umfrage gelangen Sie über den folgenden Link, hier wird auch der Hintergrund kurz erläutert.

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Marina Eres von der Agentur für Arbeit - Regionaldirektion Stuttgart -gerne zur Verfügung. Sie erreichen Sie unter Tel: 0711/941-1973 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Frauen unterschätzen den Kinderwunsch bei anderen Frauen

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 11.09.2013
Berlin (dpa/tmn) - Die meisten Frauen wollen Kinder. Von anderen Frauen glauben sie allerdings, dass deren Wunsch nicht so stark ist. Bei Männern ist der Gegensatz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung noch größer.

Das ist ein Ergebnis der Studie «Frauen auf dem Sprung». Demnach gaben 85,4 Prozent der Frauen an, dass ihnen eine eigene Familie mit Kindern wichtig sei. Bei der Frage: «Was ist Ihrer Meinung nach für junge Frauen heute besonders wichtig?» bekam die Antwort «Kinder zu bekommen» allerdings nur 61,3 Prozent Zustimmung.

Bei Männern ist dieser Unterschied zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung noch größer. Die Mehrheit der Männer möchte Kinder: 82,4 Prozent gaben an, dass sie gerne eine eigene Familie mit Kindern hätten. Gleichzeitig glauben sie, dass nur sehr wenige Männer Vater werden wollen: Bei der Frage, was jungen Männern heute besonders wichtig sei, erhielt die Aussage «Kinder zu bekommen» nur 33,8 Prozent Zustimmung.

In der Studie „Frauen auf dem Sprung" wurden schon 2007 und 2010 über 2000 Frauen und Männer interviewt. 2012 wurde eine Teilmenge von 501 Menschen zum dritten Mal befragt - die hier zitierten Zahlen beziehen sich auf diese aktuelle Erhebung.

Über den gesamten Zeitraum der Studie sind die Zahlen relativ konstant geblieben. 2007 bewerteten 82 Prozent der Männer und 82,2 Prozent der Frauen eine eigene Familie mit Kindern als wichtig. Allerdings schätzten die Männer mit 39,9 Prozent Zustimmung den Kinderwunsch anderer Männer noch höher ein als heute. Bei den Frauen lag die Zustimmung 2007 bei 48,2 Prozent, fiel also deutlich niedriger aus als 2012.

Die Studie ist ein Gemeinschaftsprojekt des infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft, der Zeitschrift «Brigitte» und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB).

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2013 - 10/01

VAMV Kampagne: Umsteuern - Alleinerziehende sind keine Familie II. Klasse

Ungerechtigkeiten im Steuersystem kritisiert der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) seit langem. Die derzeitige Besteuerung bevorzuge die Ehe gegenüber ehelichen Lebensgemeinschaften und Alleinerziehenden. Darum startete der VAMV am 12. September seine Kampagne „UmSTEUERn – keine Familie II. KLASSE! Steuergerechtigkeit für Alleinerziehende!" und wirbt damit für die Individualbesteuerung und die Einführung einer Kindergrundsicherung. Sollte das Ehegattensplitting weiterhin gelten, müsse wenigstens der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende deutlich angehoben werden.

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Eltern mit ausländischen Wurzeln sind die fleißigsten Vorleser

Kulturpessimisten hatten schon befürchtet, das Vorlesen sterbe aus. Doch die jüngste Studie der Stiftung Lesen gibt Entwarnung. Eltern mit Migrationshintergrund tun sich doppelt hervor: als besonders fleißige Vorleser - und als Vorlese-Verweigerer.

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Fachworkshop zum Thema "Geld und Alltag" im Rahmen des Jugendbegleiter-Programms Baden-Württemberg

25.11.2013 in Stuttgart, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Stuttgart

Kinder von klein auf den Umgang mit Geld im Alltag spielerisch näher zu bringen, ist eines der Ziele des Workshops. Dies umfasst bspw. die Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen und Bedürfnissen, dem Thema Taschengeld sowie dem Kreislauf des Geldes. Im Mittelpunkt der Schulung steht der vom Verbraucherministerium herausgegebene Bildungsordner "MoKi - Money and Kids: Finanzkompetenz in der Grundschule", dessen Inhalt praxisnah und anschaulich vorgestellt wird. Der Workshop richtet sich an Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter, die an Grund- und Förderschulen tätig sind oder werden möchten.

Weitere Informationen
www.mlr.baden-wuerttemberg.de/Oeffentliche_Termine/542.html

 

Wege aus der Kinderarmut – Konferenz zum Ersten Armuts- und Reichtumsbericht Baden-Württemberg am 9. Dezember 2013 im GENO-Haus Stuttgart

Die Armutsgefährdung von Kindern ist eine ernste Bedrohung für die Chancengleichheit in unserer Gesellschaft. Sie mindert häufig Entwicklungs- und Teilhabechancen in der ersten Lebensphase, was sich auf viele Bereiche wie Bildung, Ernährung, Gesundheit sowie soziale und kulturelle Teilhabe negativ auswirken kann. Solche Erfahrungen können weitreichende Folgen haben, etwa einen geringeren Bildungserfolg.

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2013 - 11/01

Prädikat Familienbewusstes Unternehmen Baden-Württemberg verliehen

Das Wirtschaftsministerium, die Arbeitgeber und der Landesfamilienrat Baden-Württemberg haben am 12.11.2013 im Rahmen des Projekts familyNET erstmals 8 engagierte Unternehmen und Organisationen der Sozialwirtschaft mit dem neu entwickelten Prädikat Familienbewusstes Unternehmen ausgezeichnet. Sie setzen damit Zeichen für mehr Familienfreundlichkeit in der Arbeitswelt.

pdf13-12-11_PM-familyNET_Praedikat.pdf

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VAMV: Kinder wollen unterhalten sein. Politfrühstück zum Kindesunterhalt am Nikolaustag

6. Dezember 2013, Stuttgart
„Kinder wollen unterhalten sein "Polit-Frühstück zum Kindesunterhalt am Nikolaustag. Herzliche Einladung. Alleinerziehende leisten viel um den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder zu sichern. Sie sind häufig berufstätig aber dennoch sind sie einem hohen Armutsrisiko ausgesetzt. Die Gefahr in Langzeitarmut zu leben, ist doppelt so groß wie im Bevölkerungsdurchschnitt. Die Kinder alleinerziehender Eltern sind die größte Gruppe in Armut lebender Kinder.

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Statistik: Immer mehr Frauen in Baden-Württemberg bleiben kinderlos

Bildungsniveau hat Einfluss auf die Entscheidung, Kinder zu bekommen. Der demografische Wandel, die fortschreitende Alterung der Gesellschaft sowie das anhaltend niedrige Geburtenniveau werden derzeit intensiv diskutiert. Mit den aktuell erschienenen Ergebnissen aus der Mikrozensuserhebung 2012 zu Geburtentrends und zur Familiensituation stellt die amtliche Statistik aktuelle Daten zur Kinderlosigkeit und zur Situation in den Familien im Land zur Verfügung.

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Union und SPD wollen mehr Teilzeit für Eltern - Arbeitgeber entsetzt

Die mögliche große Koalition will Eltern besserstellen: Diese sollen einen Anspruch auf Befristung ihres Teilzeitjobs bekommen. Sie hätten also das Recht, auf Wunsch wieder Vollzeit zu arbeiten. Auch die Elternzeit soll flexibler werden. Arbeitgeberpräsident Hundt lehnt die Pläne ab - und warnt in der SZ vor "Unfrieden in der Belegschaft". Die mögliche große Koalition will Eltern besserstellen: Diese sollen einen Anspruch auf Befristung ihres Teilzeitjobs bekommen. Sie hätten also das Recht, auf Wunsch wieder Vollzeit zu arbeiten. Auch die  Elternzeit soll flexibler werden. Arbeitgeberpräsident Hundt lehnt die Pläne ab - und warnt in der SZ vor "Unfrieden in der Belegschaft".

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Studie: Paare auf dem Prüfstand

Wer bringt wieviel Geld nach Hause? Wie wird die Erwerbsarbeit aufgeteilt? Wer kümmert sich um die Reproduktion? Paare, die zusammen leben und wirtschaften, treffen viele Entscheidungen gemeinsam, zumal, wenn Kinder mit im Haushalt leben. Die Politik geht davon aus, dass die PartnerInnen dabei als Interessenseinheit auftreten. Doch das stimmt häufig nicht, wie eine neue Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung aufzeigt.

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Union: Nicht verbrauchtes Geld für Kita-Ausbau soll nicht verfallen

Berlin (dpa) - Die Union will erreichen, dass bislang noch nicht abgerufenes Bundesgeld für den Kita-Ausbau nicht zum Jahresende verfällt. Dabei geht es um 740 Millionen Euro. Dazu kündigten die CDU-Familienpolitikerinnen Annette Widmann-Mauz und Kristina Schröder für morgen eine Initiative bei den Koalitionsgesprächen mit der SPD an. Notwendig seien Eilbeschlüsse über eine haushaltstechnische Fristverlängerung im Kabinett, im Bundestag und im Bundesrat, sagten Widmann-Mauz und die amtierende Bundesfamilienministerin Schröder.

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Portal Netzwerkarbeit in der Gesundheitsförderung mit Schwerpunkt Kinder jetzt online

„Für Verantwortliche in den Kommunen, die die Gesundheitsförderung stärken und sich vernetzen wollen, vermittelt die Webseite www.regionen-mit-peb.de das nötige Grundwissen, praktische Tipps und weiterführende Links sowie Literaturhinweise, die zum Auf- und Ausbau von Netzwerken nützlich sind“, erläutert peb-Geschäftsführerin Dr. Andrea Lambeck das Angebot der Plattform Ernährung und Bewegung. Mit thematischen Rubriken, der modularen Weiterbildung und verschiedenen Service- und Beratungsangeboten bestehen unterschiedliche Zugänge zum Wissen rund um die kommunale Gesundheitsförderung.
Gesundes Aufwachsen lässt sich nur durch gemeinschaftliches Handeln ermöglichen. Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis hat sich peb mit dem Projekt „Regionen mit peb IN FORM“ das Ziel gesetzt, die interdisziplinäre Gesundheitsförderung auf kommunaler Ebene zu stärken. In diesem Rahmen wurde das Konzept der „Kommunalen Gesundheitsmoderatoren“ entwickelt: Diese übernehmen jeweils in ihrer Region die Zuständigkeit, unterschiedlichste für die Gestaltung gesundheitsfördernder Verhältnisse verantwortliche Institutionen und Fachkräfte in Netzwerken zusammen zu bringen.

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2013 - 11/02

Mietpreisbremse ist nicht genug – Landesfamilienrat fordert bezahlbares Wohnen für Familien

Mieten in Ballungsräumen wie Stuttgart, Heilbronn, Freiburg oder Mannheim werden für Familien mit geringem Einkommen zunehmend unerschwinglich. Vor allem in den Universitätsstädten explodieren die Mieten, der Mangel steigert die Preise. Ärmere Familien müssen im Durchschnitt deutlich mehr als ein Drittel ihres Einkommens für die Miete aufwenden, dazu kommen die ständig steigenden Nebenkosten, vor allem für Strom und Heizung.

Bei seiner Mitgliederversammlung am Mittwoch kritisiert der Landesfamilienrat Baden-Württemberg, dass der Soziale Wohnungsbau im Land in den letzten zehn Jahren fast vollständig zum Erliegen gekommen ist. Der Bestand an sozial gefördertem Wohnraum ist in dieser Zeit um 75 Prozent zurückgegangen. Angesichts der sich weiter verschärfenden Wohnungsknappheit in manchen Regionen werde ein „Masterplan" für die Schaffung von bezahlbarem und familiengerechtem Wohnraum gebraucht. Zur ganzen Pressemitteilung:

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Neuer Report der FamilienForschung Baden-Württemberg zum Thema „Gleichgeschlechtliche Paare und Familien“ erschienen.

Die FamilienForschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Sozialministeriums eine neue Online-Ausgabe des Reports Familien in Baden-Württemberg zum Thema „Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften und Familien " herausgegeben. Danach lebten im Jahr 2012 in Deutschland rund 73 000 und in Baden-Württemberg rund 6 200 gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften.

Der Report beschäftigt sich mit der Lebenswirklichkeit gleichgeschlechtlicher Paare und bildet deren soziökonomische Situation ab. Es wird auf die rechtlichen Rahmenbedingungen auch im Vergleich zur Ehe eingegangen. Ein Schwerpunkt liegt auf gleichgeschlechtlichen Familien. Unter anderem werden Familienalltag und die Entwicklung der Kinder dargestellt. Das Thema Diskriminierung wird aus verschiedenen Blickwinkeln einbezogen. Das Schlusskapitel des Reports weitet den Blick auf die Situation gleichgeschlechtlicher Paare und Familien in anderen Ländern.

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32-Stunden-Woche für Eltern: Neues Modell soll Vereinbarkeit verbessern

Das derzeit in den Koalitionsverhandlungen diskutierte neue Modell einer staatlich geförderten Familienarbeitszeit könnte die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Deutschland deutlich verbessern, zu einer partnerschaftlicheren Aufteilung der Familienarbeit führen sowie die Einkommen und Renten vieler Mütter steigen lassen. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), das die Kosten und Wirkungen einer solchen Familienarbeitszeit untersucht hat. Das Modell sieht vor, dass beide Eltern für maximal drei Jahre ihre Arbeitszeit auf 80 Prozent anpassen und für die Differenz zum Vollzeitverdienst entschädigt werden. Die finanzielle Unterstützung soll dabei im Anschluss an das Elterngeld gezahlt werden und sich wie dieses am Nettoeinkommen der Eltern orientieren. Eltern mit kleineren Einkommen würden prozentual stärker entschädigt werden als Eltern mit hohen Einkommen.

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EAF: Große Koalition – kleine Reförmchen beim Elterngeld

In den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD wurde in der Arbeitsgruppe Familie eine Flexibilisierung des Elterngeldes verabredet, das sogenannte ElterngeldPlus. Demnach sollen Eltern das Elterngeld, das sie bislang für 14 Monate nach der Geburt bekommen, auf 28 Monate strecken können und dies auch deutlich flexibler als nach der jetzigen kaum bekannten Verlängerungsoption. Sofern beide Elternteile zwischen 25 und 30 Stunden erwerbstätig sind, bekommen sie zusätzlich noch eine 10 % Bonuszahlung.

Dieses Modell steht sicher vornehmlich den Besserverdienenden offen, die sich eine entsprechende „Streckung" des Elterngeldes leisten können. Insbesondere Alleinerziehenden und Mindestelterngeldbeziehenden dürfte das dagegen schwer fallen. „ElterngeldPlus ist, bis auf den Bonus, keine neue Leistung, sondern lediglich ein anderer Verteilmechanismus", stellt Christel Riemann-Hanewinckel, die Präsidentin der eaf, fest.

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Familienernährerinnen - Perspektiven für die Zukunft schaffen. Projektabschluss bei BMFSFJ und DGB

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ziehen nach vierjähriger Zusammenarbeit im Projekt "Familienernährerinnen" Bilanz: Dass immer mehr Frauen den Löwenanteil des Haushaltseinkommens erwirtschaften, ist inzwischen bundesdeutsche Realität. Und doch stehen sie viel zu selten im Blick der politischen und medialen Öffentlichkeit. Dabei kann jede Frau im Laufe ihres Lebens zur Familienernährerin werden - ungewollt oder geplant, phasenhaft oder auf Dauer. Umso wichtiger ist es, die Arbeits- und Lebenssituation von Frauen im Allgemeinen und von Familienernährerinnen im Besonderen nachhaltig zu verbessern - auf dem Arbeitsmarkt, in den Betrieben und zu Hause.

Anlässlich der Abschlusstagung des Projekts

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Die Arbeitswelt aus Kindersicht: Am liebsten Teilzeiteltern!

Alle drei Jahre gibt das World Vision Institut für Forschung und Innovation eine Kinderstudie in Auftrag. Nach dem Design der Shell-Jugendstudie befragen die Forscher bundesweit 2500 Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren. Die aktuelle Studie unter der Überschrift „Wie gerecht ist unsere Welt" wurde am 14. November veröffentlicht. Die Forschungsleitung unterlag der Kindheitsforscherin Prof. Sabine Andresen sowie dem Sozialwissenschaftler Prof. Klaus Hurrelmann.

In der Presse wurde die Studie unter sehr unterschiedlichen Blickwinkeln rezipiert. Die Süddeutsche Zeitung schreibt „Vati und Mutti gehören mir. Arbeiten beide Eltern in Teilzeit, klagen Kinder am seltensten über mangelnde Zuwendung." Die Badische Zeitung dagegen titelt „Ärmere Kinder fühlen sich ausgegrenzt". Die Frankfurter Allgemeine veröffentlicht die Studie unter der Überschrift „Mehr Bildung für die armen Babys". Offenbar gibt die Studie vielfältige Einblicke in die Gedankenwelt von Kindern, was sie gerecht finden und was sie vermissen.

Soziale Lage der Eltern entscheidet über die Zufriedenheit der Kinder
„Geld allein macht nicht glücklich"

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2013 - 12/01

Koalitionsvertrag: Neun Seiten für die Familie

Mehr Kitas, ElterngeldPlus und aktive Vaterschaft
Unter der Überschrift „Zusammenhalt der Gesellschaft" verhandelt das 4. Kapitel des am 28.11.2013  veröffentlichten Koalitionsvertrags auf neun Seiten Gleichstellung, Frauen- und Familienthemen. Auch an anderen Stellen des Vertrags finden sich familienpolitisch relevante Passagen.

Eine wesentlich verbesserte Förderung und Unterstützung von Familien wird allerdings nicht angekündigt, dies gleich vorweg. Eine große Enttäuschung ist, dass das Thema Armut von Familien und Kindern nicht vorkommt. Ansätze für eine Erneuerung familienfördernder oder steuerrechtlicher Leistungen wurden gestrichen. Die Stichworte Kindergeld, Betreuungsgeld, Ehegattensplitting, Familienarbeitszeit sucht man vergeblich.

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Landesfamilienrat vergibt Prädikat Familienbewusstes Unternehmen

Das Wirtschaftsministerium, die Arbeitgeber und der Landesfamilienrat Baden-Württemberg zeichnen im Rahmen des Projekts familyNET engagierte Unternehmen aus und setzen Zeichen für mehr Familienfreundlichkeit in der Arbeitswelt.

Eine familienbewusste Personalpolitik steigert die Attraktivität im Wettbewerb um Fachkräfte und trägt zum Imagegewinn des Unternehmens bei. Bedarfsgerechte Angebote bei der Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen leisten dabei einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Baden-Württemberg.

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, die Arbeitgeber Baden-Württemberg und der Landesfamilienrat Baden-Württemberg möchten im Rahmen des Projekts familyNET engagierte Unternehmen mit dem Prädikat „Familienbewusstes Unternehmen" auszeichnen und so ein Zeichen für mehr Familienfreundlichkeit setzen. Die Prädikatsträger

Das Prädikat „Familienbewusstes Unternehmen" bewertet und würdigt das Engagement kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie von Organisationen und Einrichtungen der Sozialwirtschaft zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Unternehmen und Organisationen können analysieren, wo sie selbst im Prozess stehen und das Prädikat für eine erfolgreiche Außenwerbung, z. B. bei Stellenausschreibungen, einsetzen. Jetzt bewerben!

Informationen zum Prädikat und die Schritte zum Weg dahin erhalten Sie über den folgenden Flyer (pdf).

pdffamilyNET-LFR.Praedikat_2013.pdf

In einem feierlichen Rahmen wurden am 12. November 2013 die ersten 8 Unternehmen ausgezeichnet, darunter drei aus dem Bereich der Sozialwirtschaft. Zur Pressemeldung:

pdf13-12-11_PM-familyNET_Praedikat.pdf

Fristverlängerung für Kita-Ausbau

Berlin: (hib/AW) Die Finanzhilfen des Bundes an die Bundesländer für den Ausbau der Kindertagesbetreuung sollen nach dem Willen des Bundesrates länger ausgezahlt werden. Mit dem entsprechenden Gesetzentwurf der Länderkammer (18/69) soll sichergestellt werden, dass alle aus Mitteln des Bundes finanzierten Neu- und Umbauten von Kitas abgeschlossen werden können. Der Bundesrat begründet die Gesetzesinitiative mit den spezifischen Problemen beim Kita-Ausbau vor allem in größeren Städten und Ballungsräumen, um den seit dem 1. August dieses Jahres geltenden Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für ein- und zweijährige Kinder umzusetzen.

Konkret sieht der Gesetzentwurf des Bundesrates vor, dass die Fristen für 7,5 Prozent der Baumaßnahmen im Rahmen des Investitionsprogramms „Kinderbetreuungsfinanzierung 2008 – 2013" um ein Jahr bis zum 31. Dezember 2014 verlängert werden. Hierfür habe der Bund Mittel in Höhe von 2,15 Milliarden Euro bereitgestellt. Von diesen Geldern seien bis Oktober dieses Jahres bereits 88,7 Prozent in die Länder geflossen. Auch die Fristen für Baumaßnahmen im Rahmen des Investitionsprogramms Kinderbetreuungsfinanzierung 2013 – 2014" sollen verlängert werden: für 25 Prozent des Gesamtvolumens bis Ende 2015 statt Ende 2013 und für weitere 25 Prozent bis zum 30. Juni 2016 statt bis zum 31. März 2014. Mit diesem Programm habe der Bund weitere 580,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, von denen seien bis Oktober dieses Jahres 85,67 Prozent für Baumaßnahmen bewilligt worden seien.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 509/2013

Stief- und Patchworkfamilien in Deutschland

Die aktuelle Ausgabe des Monitors Familienforschung beschäftigt sich mit Stief- und Patchworkfamilien in Deutschland und versucht ein differenziertes Bild zu zeichnen. Der Fokus liegt dabei auf den Potenzialen und den gelingenden Faktoren des Familienlebens. Anhand vorhandener Daten erfolgt zunächst ein Überblick über die Anzahl und Konstellationen von Stief- und Patchworkfamilien, anschließend werden die Familienbeziehungen in Stieffamilien vorgestellt - insbesondere geht es um die Beziehung der Kinder zu ihren Eltern oder Stiefeltern. Schließlich zeigt der Monitor Familienforschung aus kindlicher Perspektive das Aufwachsen in Stieffamilien.

pdfMonitor_Stief- und Patchworkfamilien

Armut in Deutschland – Datenreport 2013

WIESBADEN/BERLIN – Deutschland erlebt seit Jahren einen Beschäftigungsboom, nie zuvor gab es so viele Erwerbstätige. Trotzdem sind heute mehr Menschen von Armut bedroht und mehr Menschen dauerhaft arm. Frauen trifft Armut häufiger als Männer. Deutlich gestiegen ist das Armutsrisiko der 55- bis 64-Jährigen. Unter den jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre) gilt jeder fünfte als armutsgefährdet. Dieses Bild zeichnet der heute (26.11.2013) in Berlin vorgestellte "Datenreport 2013. Ein Sozialbericht für Deutschland". Statistiker und Sozialforscher haben darin Zahlen und Befunde zu wichtigen Lebensbereichen zusammengestellt. Der Datenreport wird herausgegeben vom Statistischen Bundesamt, der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und dem Soziooekonomischen Panel (SOEP) am DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung).

Deutschland hatte 2012 mit 41,5 Millionen so viele Erwerbstätige wie noch nie.

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Neue Daten der Kinder- und Jugendgesundheitsstudie KiGGS veröffentlicht

Den allermeisten Kindern in Deutschland geht es gut oder sehr gut. Das zeigen erste Daten der neuen Kinder- und Jugendgesundheitsstudie KiGGS Welle 1, die jetzt veröffentlicht worden sind. Neben dem gesundheitlichen Wohlergehen gibt es von den rund 16.000 Teilnehmenden auch erste Ergebnisse zu sportlicher Betätigung, Unfallverletzungen, HPV-Impfquote, Allergien, Ernährung, Alkohol- und Tabakkonsum sowie zur Nutzung von Bildschirmmedien. Die „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland" (KiGGS) ist Teil des vom Robert Koch Institut durchgeführten langfristigen Gesundheitsmonitorings in der Bevölkerung und wird regelmäßig wiederholt.

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Familienpflegezeit Männer fordern bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Der Anteil der in der häuslichen Pflege engagierten Männer hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Waren es 1991 noch 17, sind es heute bereits ca. 30 Prozent. Darüber informierte das Bundesforum Männer anlässlich des Weltmännertags am 15. November und fordert eine radikale Reform des Familienpflege-zeitgesetzes mit dem Ziel, Männer in der Pflege zu stärken.

Rund 10 Prozent pflegende Söhne
Bereits heute seien fast 30 Prozent Männer an der Pflege ihrer Partnerinnen und Eltern beteiligt, heißt es in der Erklärung des Bundesforums Männer. Hinter diesen Zahlen verberge sich die große Gruppe älterer Männer, die ihre Partnerin pflegen. Laut aktuellen Untersuchungen seien inzwischen aber auch rund 10 Prozent der erwerbstätigen Söhne für die Pflege Ihrer Eltern verantwortlich. „Gerade für die erwerbstätigen Männer zwischen 20 und 67 ist die Situation belastend – sie brauchen dringend Rahmenbedingungen, die die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege ermöglichen“, heißt es in der Erklärung weiter.

Zerrbilder von Männlichkeit
Der Vorsitzende der männerpolitischen Interessenvertretung, Martin Rosowski, sagte dazu: „Wir müssen endlich beginnen, mit den gesellschaftlichen Rollenklischees über Männer und Frauen aufzuräumen und die veränderten Lebenswirklichkeiten gerade von Männern öffentlich wahrnehmen.“ Die negativen medialen Zerrbilder von Männlichkeit seien zum Teil nur noch lächerlich. „Im Bereich der Pflege zum Beispiel brauchen wir eine radikale Reform des Familienpflegezeitgesetzes, das seinem Anspruch auf Vereinbarkeit von Pflege und Beruf auch für Männer tatsächlich gerecht wird“, forderte Rosowski mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und SPD.

Quelle: Deutscher Frauenrat Newsletter 11/13


2013 - 12/02

Frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr

 

weihnachtsengel mit kind 

 

Für die vielfältige und vertrauensvolle Zusammenarbeit im vergangenen Jahr, für Ihre Anregungen, Beiträge und für Ihr Interesse am gemeinsamen Anliegen "Gutes Leben für Familien" möchten wir uns am Ende des Jahres bedanken. Es hat Freude gemacht und wir haben Vieles anstoßen und auf den Weg bringen können.

Ihnen und Ihren Familien wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest mit  besinnlichen, geselligen und genüsslichen Tagen und einen guten Start in ein glückliches und friedliches Jahr 2014!

 

Kleine Preise für Familien: Kurzurlaub oder Freizeit in der Jugendherberge!

Immer mehr Familien verbringen ihre Freizeit und ihren Urlaub in Jugendherbergen. Dies liegt vor allem an der entspannten Atmosphäre, den attraktiven Urlaubsorten und daran, dass die Kinder hier besonders schnell Anschluss finden. Spielkameraden und Spielmöglichkeiten gibt es in den Jugendherbergen in Hülle und Fülle. Die Jugendherbergen in Baden-Württemberg bieten darüber hinaus noch günstige Familienpreise.

Voraussetzung für einen Familienurlaub in der Jugendherberge ist eine Mitgliedschaft, entweder im deutschen oder in einem anderen, internationalen Jugendherbergswerk.

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Was beeinflusst die Geburtenrate mehr: Kitas oder Kultur?

Niedrige Kinderzahlen pro Frau sind kein Phänomen deutscher Lebensart, sondern eher eine Folge mangelnder Angebote zur Kinderbetreuung.

Dass die Geburtenraten in Deutschland im westeuropäischen Vergleich eher niedrig sind, liegt nicht an einer deutschen „Kultur der wenigen Kinder“, sondern an Defiziten in der Familienpolitik. Der Mangel an Kinderbetreuungsangeboten scheint dabei ein wesentlicher Faktor zu sein. Dies zeigt eine Analyse des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock, in der es erstmals gelang, die Einflüsse von Kultur und Politik auf die Fertilitätsentwicklung zu trennen.

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Mütter mit Migrationshintergrund - Familienleben und Erwerbstätigkeit

Zuwanderung und Integration finden häufig im Familienkontext statt. Etwa 2,4 Millionen Familien mit Migrationshintergrund und Kindern unter 18 Jahren leben aktuell in Deutschland. Familien- wie Arbeitsmarktpolitik nehmen zunehmend diese neue Zielgruppe in den Blick.  Für Familien mit Migrationshintergrund stellt die berufliche Teilhabe der Eltern oftmals eine "Türöffner-Funktion" dar. Eine Erwerbstätigkeit sichert nicht nur den Lebensunterhalt, sondern eröffnet gesellschaftliche Kontakte und verbessert so die Integration der gesamten Familie.

Für Mütter mit Migrationshintergrund kann der berufliche Einstieg

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