Aktuelles

Report BW: Vereinbarkeit von häuslicher Pflege und Erwerbstätigkeit

Dass sich Pflege und Erwerbstätigkeit nicht ausschließen dürfen, ist stärker in den öffentlichen Diskurs gerückt. Der neue Report beleuchtet die Situation pflegender Angehöriger und benennt Handlungsansätze. pdf20181.Vereinbarkeit-Pflege-Beruf.pdf

Presse

Zeit für Familie und Arbeit, von der man leben kann

Der Landesfamilienrat begrüßt das Verhandlungsergebnis der IG Metall und fordert die Ausweitung für Beschäftigte mit Familienpflichten in anderen Branchen sowie einen teilweisen Lohnausgleich. pdf2018-03-02.Mehr-Zeit-Familie-Arbeit.pdf

Als Ergebnis von Kriegen und Krisen in der Welt hat sich die Zahl der in Baden-Württemberg aufgenommenen Flüchtlinge in den letzten Monaten mehr als verdoppelt. Unter den Geflüchteten sind auch viele Familien.

Familien, von denen einige wegen der Verhältnisse bereits im Herkunftsland auseinandergerissen wurden, andere haben sich auf der Flucht verloren. Auch unbegleitete Kinder und Jugendliche sind darunter, die von verzweifelten Eltern auf die Reise geschickt wurden, damit sie überleben und ein besseres Leben führen können.

Zum Internationalen Tag der Familie am 15. Mai macht der Landesfamilienrat Baden-Württemberg auf die Situation der geflohenen Familien aufmerksam: „Viele Frauen, Männer und Kinder haben in ihrer Heimat und auf der Flucht Unvorstellbares durchgemacht. Sie müssen in unserem Land freundlich aufgenommen, in ihrer Not verstanden und menschlich behandelt werden", sagt dazu der Vorsitzende des Landesfamilienrates, Kirchenrat Jürgen Rollin.

Der Landesfamilienrat mahnt dazu eine Willkommenskultur von politisch Verantwortlichen und Zivilgesellschaft an, die in besonderer Form auf die Bedürfnisse und Nöte von geflüchteten Familien eingeht. Dies beginne mit der Einrichtung von besonderen Zonen für Familien in den Erstaufnahmestellen des Landes. Dabei müssten die räumlichen Gegebenheiten dem vorhandenen Bedürfnis nach Privatsphäre, sozialen Kontakten und dem Familienleben Rechnung tragen. „Die Verweildauer in der Gemeinschaftsunterbringung ist aber so kurz wie möglich zu halten, wichtig ist die schnelle Integration in Alltag und Gesellschaft und damit in eine eigene Wohnung", so Rollin weiter. Das gelte zwar für alle Flüchtlinge, für Familien jedoch in ganz besonderer Weise. Wichtig ist eine professionelle und „familienbewusste" Begleitung durch speziell geschulte Fachkräfte. Das gelte sowohl in Sammelunterkünften als auch beim Übergang und beim Wohnen in der eigenen Wohnung. Nur so kann der wichtige Zugang zu unserem umfassenden Beratungs- und Hilfesystem erfolgen.

Von allergrößter Bedeutung sei es, dass Kinder von Anfang an in Schule und Kindergarten gehen könnten oder, wie bei den Jugendlichen, in eine Ausbildung kommen. „Sprachkurse sollten von Anfang an für alle möglich sein, unabhängig vom Ausgang eines Asylverfahrens", so Rollin weiter, denn „Wartezeiten sind hier absolut kontraproduktiv, über eine menschenwürdige Zukunft und Perspektiven entscheiden wir schon heute."

Stuttgart, 13. Mai 2015 pdf2015-05-15.PM_Flüchtlingsfamilien-Intern.Tag_der_Familie.pdf