Aktuelles

Report BW: Vereinbarkeit von häuslicher Pflege und Erwerbstätigkeit

Dass sich Pflege und Erwerbstätigkeit nicht ausschließen dürfen, ist stärker in den öffentlichen Diskurs gerückt. Der neue Report beleuchtet die Situation pflegender Angehöriger und benennt Handlungsansätze. pdf20181.Vereinbarkeit-Pflege-Beruf.pdf

Presse

Zeit für Familie und Arbeit, von der man leben kann

Der Landesfamilienrat begrüßt das Verhandlungsergebnis der IG Metall und fordert die Ausweitung für Beschäftigte mit Familienpflichten in anderen Branchen sowie einen teilweisen Lohnausgleich. pdf2018-03-02.Mehr-Zeit-Familie-Arbeit.pdf

Infodienst 2018

2018 - 04/01

Bertelsmann-Stiftung: Konzept für eine Teilhabe gewährleistende Existenzsicherung für Kinder und Jugendliche

Die Existenzsicherung für Kinder muss grundlegend überdacht werden. Im Mittelpunkt müssen dabei die Bedarfe, Rechte und Interessen von Kindern stehen. Gesellschaft und Staat stehen in der Verantwortung, allen Kindern und Jugendlichen die Rahmenbedingungen und Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die sie in ihrem jeweiligen Alter für ihr Leben und ihre Entwicklung benötigen. Denn sie alle haben ein Recht auf gutes Aufwachsen und faire Bildungs- und Teilhabechancen – unabhängig von ihrer sozialen, ökonomischen und kulturell-ethnischen Herkunft.

Ausgehend von diesen Grundüberlegungen haben der Expertenbeirat der Berteslmannstiftung und das Projekt „Familie und Bildung: Politik vom Kind aus denken“ gemeinsam ein neues Konzept für eine Teilhabe gewährleistende Existenzsicherung für Kinder und Jugendliche entwickelt, das wir mit dieser Publikation zur Diskussion stellen. Dabei handelt es sich nicht um ein abgeschlossenes Konzept. Vielmehr müssen unsere Ideen gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Familien sowie Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung weiter entwickelt, verfeinert und präzisiert werden. Denn eine solch grundlegende Reform erfordert es, dass alle Ebenen, alle gesellschaftlichen Kräfte und alle beteiligten Akteure dafür gewonnen werden und mitwirken.

Im Bundestag: Reform der elterlichen Sorge

Berlin: (hib/mwo) Das Bundesjustizministerium hat den Bericht über die Evaluierung des Gesetzes zur Reform der elterlichen Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern vorgelegt. In einer Unterrichtung des Bundestages (19/1450) heißt es, die Ergebnisse des dem Bericht zugrunde liegenden Forschungsprojekts zeigten zum einen, dass viele Befürchtungen, die mit der Einführung des vereinfachten Sorgeverfahrens verbunden waren und die Anlass zu dem Evaluierungsauftrag waren, nicht eingetreten sind. Zum anderen zeichne sich ab, dass die neuen Regelungen in der Praxis durchaus handhabbar sind. Aus dem Bericht ergebe sich daher zunächst kein unmittelbarer gesetzgeberischer Handlungsbedarf.

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Hartz IV: Was bietet der Regelsatz für ein menschenwürdiges Leben?

Was ist in den Hartz IV-Regelleistungen enthalten, was nicht? Muss jemand in Deutschland hungern? Wie viele Menschen gehen zur Tafel? Fakten zum Leben in Armut in Deutschland. In Deutschland leben fast sieben Millionen Menschen von der Grundsicherung, also von Hartz IV oder Sozialhilfe. Die Diakonie Deutschland hat aufgelistet, was im aktuellen Regelsatz enthalten ist und was nicht. Weiterlesen »

Franziska Giffey ist neue Familienministerin

Am 14. März hat Dr. Franziska Giffey ihren Amtseid als neue Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Deutschen Bundestag abgelegt. Zuvor erhielt sie die Ernennungsurkunde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue. Dr. Franziska Giffey folgt auf Dr. Katarina Barley, die dem neuen Kabinett als Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz weiterhin angehören wird.

Die SPD-Politikerin Dr. Franziska Giffey war zuletzt Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln. Von 2010 bis 2015 war sie in Neukölln als Stadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport tätig. Davor arbeitete sie acht Jahre lang als Europabeauftragte des Bezirks. Neben einem Abschluss als Diplom-Verwaltungswirtin erwarb Franziska Giffey einen Master of Arts für Europäisches Verwaltungsmanagement und legte 2009 ihre Promotion im Bereich Politikwissenschaft ab.

Dr. Franziska Giffey ist 1978 in Frankfurt/Oder geboren. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn.

Studie: Bevölkerung sieht demographischen Wandel skeptisch

Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Was Grund zur Freude sein könnte, macht der Bevölkerung jedoch eher Sorgen. Das zeigt eine neue Umfrage in unserem Auftrag. Trotz zahlreicher Reformen der vergangenen Jahre sehen die meisten Befragten wichtige Herausforderungen weiterhin unbeantwortet. Erkennbar ist aber auch: Die Haltung der Bürger zum Arbeiten im Alter wandelt sich.

Immer mehr Menschen sind bereit, im Alter länger als gesetzlich nötig zu arbeiten. Doch diese Motivation hängt stark von Einkommen und Bildungsgrad ab. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage in unserem Auftrag, für die das Institut für Demoskopie Allensbach über 1.400 Personen ab 16 Jahren in Deutschland interviewt hat. Weiterlesen «

Diakonie: Gutscheine für haushaltsnahe Dienstleistungen – gute Zwischenbilanz

Die Idee: Frauen und Männer, die ihre Wochenarbeitszeit erhöhen, erhalten einen Zuschuss von 12 Euro je Stunde, wenn sie sozialversicherungspflichtig haushaltsnahe Dienstleistungen wie Putzen, Bügeln oder Wäschewaschen in Anspruch nehmen. Der Haushalt muss also trotz vollzeitnaher Arbeit und Versorgung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen nicht liegen bleiben. Das Modellprojekt wird in Heilbronn und auch in Aalen, dem zweiten Projektstandort, durch das Diakonische Werk Württemberg umgesetzt.

Fachkräftebedarf in der Region sichern, Mehrarbeit ermöglichen und Schwarzarbeit verhindern – darum geht es im Modellprojekt „Haushaltsnahe Dienstleistungen“. Initiatoren und Nutzer des Modells zogen am 16. März eine positive Zwischenbilanz.
Mittels Gutscheinen können Menschen unterstützt werden, um sozialversicherungspflichtig erbrachte haushaltsnahe Dienstleistungen (HHDL) zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bezahlen zu können.

Mehr dazu lesen: Diakonie: Gutscheine für haushaltsnahe Dienstleistungen – gute Zwischenbilanz

Geht es den Armen zu gut? Die Frankfurter Allgemeine Zeitung spielt Arme gegen noch Ärmere aus

Der neue Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) führte sich mit dem Satz ein: „Hartz IV bedeutet nicht Armut, sondern ist die Antwort unserer Solidargemeinschaft auf Armut“. Das stieß auf heftige Kritik. 150.000 Personen teilten die Petition einer Hartz-IV-Bezieherin, Spahn solle doch mal vier Wochen von Hartz IV leben. Wohlfahrtsverbände mischten sich ein, bestätigten, dass das Beziehen von Hartz IV Armut bedeute und verlangten höhere Regelsätze. Spahn und die Kanzlerin, die ihm beisprang, hatten jedoch nur von sich gegeben, was alle Bundesregierungen der Nachkriegszeit schon immer behauptet haben, egal ob mit Beteiligung von CDU, CSU, SPD, Grünen oder FDP: Sie alle bezeichneten die Sozialhilfe gewöhnlich als „bekämpfte Armut“.

Hier der Beitrag von Rainer Roth zur aktuellen Diskussion um die Armutsregelleistungen im SGB II/SGB XII und dazu wer was sagt, wer was falsch sagt und was die verschiedenen Sager für Interessenslagen haben. Hier: http://tacheles-sozialhilfe.de/startseite/aktuelles/d/n/2331/ (Gefunden in Thomé Newsletter)

Mein Baby: Filme für Eltern in Arabisch und Farsi erschienen

Die Deutsche Liga für das Kind hat die DVD „Mein Baby: Filme für Eltern in Arabisch und Farsi“ herausgegeben. Die kurzen Filme von Anja Freyhoff und Thomas Uhlmann enthalten Informationen für Eltern u.a. zu Schwangerschaft, Geburt, Familie, Erziehung und Kinderrechten in Deutschland. Alle Filme und Einblendungen sind in beiden Sprachen und Schriften gehalten. Die Kommentarsprache ist Arabisch bzw. Farsi mit deutschen Untertiteln. Zehn neue Filme und Übersetzungen bestehenden Materials wurden gefördert vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Die DVD ist gegen Übernahme der Kosten von Porto und Versand erhältlich im Online-Shop der Deutschen Liga für das Kind unter www.fruehe-kindheit-online.de
Quelle: Presseinformation der Deutschen Liga für das Kind vom März 2018

Pro familia: Jugendgerechte Aufklärung und sexuelle Bildung nützen

Jugendgerechte Aufklärung und sexuelle Bildung nützen: Schwangerschaftsabbrüche bei Minderjährigen in Baden-Württemberg besonders stark zurückgegangen

In Baden-Württemberg ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche erneut zurückgegangen, insgesamt um 1,6 Prozent. Besonders stark – um 11 Prozent – fiel in Baden-Württemberg die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche Minderjähriger. Für pro familia steht diese Entwicklung im Zusammenhang mit der guten Aufklärung und mit einer früh einsetzenden sexuellen Bildung.

Die Entwicklung ist in Baden-Württemberg besonders erfreulich. Bei der Beurteilung der bundesweiten Zahlen ist es wichtig, die vom Statistischen Bundesamt erstellte Auswertung zur Zahl der Schwangerschaftsabbrüche pro 10.000 Frauen zu nutzen. Damit ist im Gegensatz zu Absolutzahlen der Vergleich zu den Vorjahren und der tatsächlichen Entwicklung möglich. Diese Zahl lag bundesweit 2012 bei 59 Schwangerschaftsabbrüchen pro 10.000 Frauen, 2017 lag sie bei 58 Schwangerschaftsabbrüchen pro 10.000 Frauen. Bei den Minderjährigen ging die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche auch bundesweit noch stärker zurück, von im Jahr 2012 noch 30, auf im Jahr 2017 noch 23 Abbrüchen je 10.000 Minderjährigen.

Mehr dazu lesen: Pro familia: Jugendgerechte Aufklärung und sexuelle Bildung nützen

„Einkommenssituation von Familien 2018: Sozialversicherung macht Familien arm!“

Der „Horizontale Vergleich“ geht von einem statistischen Durchschnittsentgelt von 35.000 Euro aus und zeigt, wie viel Geld unterschiedliche Familienkonstellationen mit gleichem Einkommen nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben zur freien Verfügung übrig haben. Dieser wird jährlich vom Deutschen Familienverband (DFV) und Familienbund der Katholiken (FDK) berechnet.
Die Berechnungen 2018 zeigen: Bereits eine Familie mit zwei Kindern rutscht aufgrund von Steuern und familienblinden Sozialabgaben unter das staatlich garantierte Existenzminimum.
„Seit vielen Jahren stellen wir fest, dass Steuern und Abgaben die Familie arm machen. Eine fünfköpfige Familie hat trotz Kindergeld und Ehegattensplitting weniger zum Leben übrig, als sie zur Teilhabe an der Gesellschaft braucht“, sagt Klaus Zeh, Präsident des Deutschen Familienverbandes. „Um über 7.300 Euro liegt ihr frei verfügbares Einkommen unter dem steuerlichen Existenzminimum. Damit hat die Familie sogar 300 Euro weniger zur Verfügung als noch 2017. Das ist eine familienpolitische Fehlentwicklung. So wird Kinderarmut nicht bekämpft, sondern durch Gesetze sogar verstärkt.“

Ganze Pressemitteilung pdf2018-03-21_PM_FDK-DFV_HorizonVerg_2018.pdf und

Horizontaler Vergleich  pdfHorizVergl_2018_35000_V1.pdf

Familienbegleitung begünstigt Gesundheit und Lebenszufriedenheit von Müttern und bessere kindliche Entwicklung

Die Begleitung junger Mütter im Hartz-IV-Bezug im Rahmen eines Hausbesuchsprogramms durch Hebammen und Sozialpädagoginnen verbessert die elterlichen Fähigkeiten, die Gesundheit und die Lebenszufriedenheit der Mütter. Auch bei der kindlichen Entwicklung zeigt sich eine Verbesserung. Nicht erreicht wurde allerdings, dass die jungen Mütter schneller von staatlichen Transferleistungen unabhängig werden. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Um Familien mit Kindern unter drei Jahren zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Jahr 2007 das „Nationale Zentrum Frühe Hilfen“ gegründet. Ein Modellprojekt dieses Zentrums ist das Hausbesuchsprogramm „Pro Kind“, in dem Hebammen und Sozialpädagoginnen junge Frauen, die nur über ein geringes Einkommen verfügen und daher überwiegend auf Arbeitslosengeld II angewiesen sind, von der Schwangerschaft bis zum zweiten Geburtstag des Kinds besuchen. Zum ganzen Artikel aus dem Fachkräfteportal Kinder- und Jugendhilfe

Schulerfolg und Lebenszufriedenheit von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund

Migrationsbewegungen verändern die Zusammensetzung von Klassenräumen. In Deutschland liegt der Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund mit gut 28 Prozent deutlich über dem OECD-Schnitt von 23 Prozent. Knapp die Hälfte der Schüler mit Migrationshintergrund in Deutschland sind Migranten zweiter Generation, d. h. sie sind selbst im Inland, beide Elternteile aber im Ausland geboren. In kaum einem anderen OECD-Land ist diese Gruppe unter den Schülern mit Migrationshintergrund stärker vertreten.

Die PISA-Sonderauswertung “The Resilience of Students with an Immigrant Background” zeigt, mit welchen Schwierigkeiten Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund zu kämpfen haben und wo sie Unterstützung erhalten. Der Bericht untersucht, wie Schulen und Lehrer den Jugendlichen dabei helfen können, sich in die Gemeinschaft zu integrieren, Schwierigkeiten zu überwinden und akademische, soziale und emotionale Widerstandsfähigkeit aufzubauen. Direktzugang zur Online-Ausgabe:


2018 - 03/01

Zu guter Letzt: Heute (20. März) ist Welttag des Glücks

Was müssen wir tun, um glücklich zu sein? Können wir dabei vom Fernen Osten lernen, wo die glücklichsten Menschen leben? Das fragen wir am heutigen Weltglückstag die "Glücksministerin" Gina Schöler.

Für Gina Schöler ist der 20. März der vielleicht arbeitsreichste Tag des Jahres. Denn auf dieses Datum fällt der "Weltglückstag", und Gina Schöler ist Deutschlands "Glücksministerin". Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bürger dazu zu bringen, ihr Glück selbst in die Hand zu nehmen und dem guten Leben näherzukommen. Weiterlesen, was dazu im Deutschlandfunk zu hören war

Anmerkung: Interessant ist die Meldung, dass eine intensive Glückssuche auch nicht glücklich macht. US-Forscher fanden heraus, dass die "Suche nach Glück ironischerweise auf Kosten der Zufriedenheit geht".  Vieles spricht also für das Leben in verlässlichen Beziehungen als Glücksfaktor, für Gemeinschaft und damit für die Familie in all ihrer Vielfalt....

Informationen zum Schwangerschaftsabbruch - Reaktion von pro familia und Parität BW

Am 22.Februar hat der Bundestag in erster Lesung über drei Gesetzesentwürfe zur Änderung bzw. Streichung des § 219 a StGB („Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft“) beraten. Gemeinsam mit dem Paritätischen fordert pro familia Baden-Württemberg die Streichung des Paragrafen, s. Anlage. Hintergrund ist der Fall einer Ärztin, deren  Informationsangebot auf ihrer Homepage zum Schwangerschaftsabbruch als "Werbung" i.S.d. StGB gewertet werden. Während sich die SPD zunächst für die Streichung des (Anmerkung: überkommenen) Pragrafen eingesetzt hat, will der Koalitionspartner CDU/CSU daran festhalten. pdfGemeinsamePM__219_a_pro_familia_BW_Paritaetischer_BW_18_02_21_end.pdf

Mompreneurs: Gründen mit Kindern

Weil der Arbeitsmarkt boomt, wagen immer weniger Bundesbürger den Schritt in die Selbstständigkeit. Die Zahl der Unternehmensgründer ist seit 2005 – als die Arbeitslosigkeit einen Höchststand erreichte – um fast die Hälfte zurückgegangen. Ein Lichtblick ist allerdings der langfristig gestiegene Anteil von Frauen, darunter auch viele Mompreneurs: Gründerinnen mit Kindern.

Der enge Zusammenhang zwischen der Lage auf dem Arbeitsmarkt und dem Gründungsgeschehen ist offensichtlich: Im Jahr 2005 hatte Deutschland die meisten Arbeitslosen seit der Wiedervereinigung, im selben Jahr versuchten fast 1,3 Millionen Frauen und Männer ihr Glück und gründeten ein Unternehmen im Voll- oder Nebenerwerb. Als Nebenerwerb gilt eine Erwerbstätigkeit, wenn sie zusätzlich zu einer hauptberuflichen Beschäftigung, einem Studium oder einer überwiegenden Tätigkeit in Haushalt und Familie ausgeübt wird. Weiterlesen im iwd-Newsletter vom 9.3.2018

PM-VAMV: Wechselmodell als gesetzliches Leitbild?

Der Bundestag wird morgen (15. März 2018)über das Wechselmodell diskutieren und die Frage, ob es als Regelfall für alle Trennungsfamilien in Frage kommt. Diese wird vom Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) klar verneint: „Das Wechselmodell ist ein sehr anspruchsvolles Modell für Kinder und Eltern. Als gesetzliches Leitmodell für alle Familien eignet es sich deshalb nicht, auch wenn es im Einzelfall eine gute Lösung darstellen kann“, betont Erika Biehn, VAMV-Bundesvorsitzende.

Unsere heutige pdfPressemitteilung für Sie im Anhang zur Kenntnis. Zu finden auch auf unserer Website www.vamv.de.

Im Bundestag: Wechselmodell bei Kinderbetreuung

Berlin: (hib/mwo) Die FDP-Fraktion hat einen Antrag (19/1175) eingebracht, mit dem das Wechselmodell bei der Kinderbetreuung im Fall der Trennung der Eltern als Regelfall gesetzlich festgeschrieben werden soll. Der Bundestag solle feststellen, heißt es darin, dass die Politik mit gesetzlichen Rahmenbestimmungen Eltern in ihrem Wunsch unterstützen muss, die gemeinsame Verantwortung für Kinder auch nach der Trennung beizubehalten. Das Parlament solle die Bundesregierung auffordern, einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen. Mit diesem solle das Wechselmodell bei einer Trennung als gesetzlicher Regelfall eingeführt werden, sofern es keine einvernehmliche Regelung der Eltern gibt und es im Einzelfall nicht dem Kindeswohl widerspricht.

Mehr dazu lesen: Im Bundestag: Wechselmodell bei Kinderbetreuung

Statistik BW: Aktionstag der Entgeltgleichheit - Equal Pay Day 2018

Lücke zwischen den Verdiensten von Frauen und Männern wird etwas kleiner - Unbereinigter Verdienstunterschied betrug 2017 noch 21,8 %

Am 18. März 2018 wird wieder zur Teilnahme am "Equal Pay Day" aufgerufen, dem Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes ergibt sich für einen vollzeitbeschäftigten männlichen Arbeitnehmer in Baden-Württemberg 2017 im Jahresdurchschnitt ein Bruttostundenverdienst (ohne Sonderzahlungen) von 25,60 Euro, für eine Arbeitnehmerin in Vollzeit dagegen nur 20,02 Euro. Das Entgelt für Frauen ist damit im Durchschnitt um 21,8 % geringer als das für ihre männlichen Kollegen. Dieser Verdienstunterschied ("unbereinigter Gender Pay Gap") ist das Ergebnis der Vierteljährlichen Verdiensterhebung, die in den Wirtschaftsbereichen des Produzierenden Gewerbes und im Dienstleistungsbereich durchgeführt wird. Eine Bereinigung um Branchen-, Berufs- oder Qualifikationsspezifische Einkommensunterschiede ist bei diesen Ergebnissen nicht erfolgt. Ganze Mitteilung vom 14.03.2018

Hoffnung für die SGB VIII-Reform?

Die Reform des SGB VIII ist zwar vorerst gescheitert, aber die Diskussionen um eine „inklusive Kinder- und Jugendhilfe“ haben wertvolle Ansätze hervorgebracht, z.B. zur Neukonzipierung des Leistungstatbestands und zur Weiterentwicklung der Hilfeplanung. Sie werden im aktuellen Themenheft vorgestellt, zusammen mit grundsätzlichen Erörterungen zur UN-Behindertenrechtskonvention und zum Bundesteilhabegesetz sowie mit erfolgreichen Beispielen aus der Praxis.

Zum Inhaltsverzeichnis
Kinder- und Jugendhilfe: Impulse für den weiteren Reformprozess
ARCHIV für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit, Heft 1/2018
88 Seiten, kart., 14,50 €, für Mitglieder des Deutschen Vereins 10,70 €.
ISBN: 978-3-7841-3031-6

Bestellen Sie versandkostenfrei: Kinder- und Jugendhilfe: Impulse für den weiteren Reformprozess

Bündnis fordert offensive Sozialpolitik: Armut jetzt bekämpfen

Entschlossene Maßnahmen zur Armutsbekämpfung und eine sofortige Anhebung der Regelsätze in der Grundsicherung für alle hier lebenden bedürftigen Menschen fordern über 30 bundesweit aktive Organisationen von der neuen Bundesregierung heute in einer gemeinsamen Erklärung anlässlich der aktuellen Debatte um die Tafeln. Dass Menschen, egal welcher Herkunft, überhaupt Leistungen der Tafeln in Anspruch nehmen müssten, sei Ausdruck politischen und sozialstaatlichen Versagens in diesem reichen Land, heißt es in der Erklärung, die u.a. vom DGB, der Nationalen Armutskonferenz, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, dem Sozialverband VdK Deutschland, dem Verband alleinerziehender Mütter und Väter, dem Deutschen Kinderschutzbund, der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe und PRO ASYL unterzeichnet wurde.
An dem Bündnis können noch Menschen und Organisationen teilnehmen: http://www.der-paritaetische.de/aufruf/

Die Bündniserklärung gibt es hier: http://www.der-paritaetische.de/presse/buendnis-fordert-offensive-sozialpolitik-armut-jetzt-bekaempfen/

 

Rhein-Neckar: Die 115 als Wegweiser rund um 'Pflege'

Im Pflegefall kommen viele Fragen auf pflegende Angehörige und Pflegebedürftige zu: Wo gibt es Informationen und Unterstützung? Wann besteht ein Anspruch auf Pflegezeit oder Familienpflegezeit? Oder: Welche Pflegegrade und welche Leistungen der Pflegeversicherung gibt es? Ab sofort hilft die Behördennummer 115 auch Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen bei all ihren Fragen und vermittelt qualifizierte Pflegeberater. Ingrid Fischbach, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, erklärt: „Wir haben in den letzten Jahren viel für die Pflege bewegt. Fünf Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr bedeuten spürbar mehr Leistungen und Unterstützung für die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen. Jetzt ist es wichtig, dass diese Hilfe aber dort ankommt, wo sie gebraucht wird.“

Seit Mai 2012 vereinfacht die einheitliche Behördennummer auch in der Metropolregion Rhein-Neckar sämtliche Anfragen zu Verwaltungsvorgängen. In Baden-Württemberg und in Hessen schließen sich immer mehr Landkreise dem 115-Verbund an; in Rheinland-Pfalz steht der Service aktuell rund 1,7 Millionen Bürgern zur Verfügung. Eine Besonderheit ist das regionale Service-Center in Ludwigshafen, das länderübergreifend Bürgeranfragen aus verschiedenen Städten beantwortet. Mehr erfahren

Landesfamilienrat: Zeit für Familie und Arbeit, von der man leben kann

Der Landesfamilienrat Baden-Württemberg begrüßt das Verhandlungsergebnis der IG Metall, das für Eltern und pflegende Angehörige nicht nur eineLohnerhöhung, sondern auch einen Anspruch auf verkürzte Vollzeit und mehr freie Zeit bringt.
Er fordert die Ausdehnung und Ausweitung dieser Regelung auch für Beschäftigte mit Familienpflichten in den anderen Branchen und darüberhinaus einen teilweisen Lohnausgleich. Denn der wurde in den Verhandlungsrunden nicht erreicht. Dabei ist auch die Politik in der Pflicht. „Für viele Beschäftigte mit Familienpflichten hat ein Mehr an verfügbarer Zeit einen ebenso hohen Stellenwert wie das Plus in der Lohntüte“, sagt dazu Prof. Christel Althaus, die Vorsitzende des Landesfamilienrates. „Die für die Gesellschaft absolut notwendige Erziehung, Versorgung und Pflege in der Familie wird nach wie vor überwiegend von Frauen und Müttern wahrgenommen. Wenn wir hier etwas ändern wollen, ist der Tarifabschluss ein Schritt in die richtige Richtung. Ganze Pressemitteilung vom 2. März 2018

„Koalitionsvertrag ist für Kinder und Jugendliche der beste, den wir seit langem hatten.“

Zum Start der Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien, hat sich der Jugendforscher Prof. Dr. Klaus Hurrelmann zum Koalitionsvertrag geäußert. Er könne sich nicht erinnern, in den letzten Jahren so klare Positionen zur Verbesserung der Lage von benachteiligten Kindern und Jugendlichen gelesen zu haben. Bemerkenswert findet er auch das Vorhaben, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern.

„Bemerkenswert“ sei das, was sich Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag zu den Themen Famillien- Kinder- und Bildungspolitik vorgenommen haben, sagte Prof. Dr. Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance am 12. Februar bei der Auftakt-Pressekonferenz zum Start der neunten bundesweiten Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien in Berlin.

Positive Aussagen für Kinder und Jugendliche im Koalitionsvertrag

Weitere Statements zum Auftakt der Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien (PDF 60,7 KB) stehen auf der Webseite von NACOA zum Download bereit.

Informationen zur Aktionswoche finden sich in der Berichterstattung des Fachkräfteportals der Kinder- und Jugendhilfe.

Quelle: NACOA Deutschland e.V. vom 12.02.2018


2018 - 02/01

Aufbruch für Familien? Der Koalitionsvertrag und seine Bewertung

Nach langem Ringen haben sich Union und SPD auf einen Koalitionsvertrag für eine weitere große Koalition geeinigt. Aus Familiensicht hat der Deutsche Familienverband (DFV) die wichtigsten familienpolitischen Aussagen in dem 177 Seiten dicken Papier bereits jetzt auf den Prüfstand gestellt.

Soviel vorab: Die Parteien bekennen sich zur Stärkung der Familien und wollen sie in den Mittelpunkt stellen. Auch ein eigenes Kapitel ist Familien und Kindern weit vorne im Vertrag gewidmet. Aber nach dieser klaren Ansage wird es bei den konkreten Maßnahmen leider sehr dünn: Gute Ansätze gibt es vor allem beim Wohnen, dafür bleibt hier die Ausgestaltung vage. Bei Kindergeld und Kinderfreibetrag sind nur kleine Schritte geplant, Verbesserungen für Familien werden ans Ende der Legislaturperiode und darüber hinaus verschoben, und zu den wichtigen Themen Sozialbeitragsentlastung und Wahlfreiheit für Familien schweigt sich der Vertrag ganz aus. Zum ganzen Artikel auf der Seite des DFV

Weiter Infos: 

Zum 177-seiten starken Dokument des KoaV,  zu einer Zusammenstellung/Übersicht in ZEIT-online für Eilige und zur Zusammenfassung aus SPD-Sicht

Förderaufruf „Gemeinsam in Vielfalt III“

Die Landesregierung fördert unter dem Titel „Gemeinsam in Vielfalt III“ den Auf- und Ausbau von lokalen Bündnissen für Flüchtlingshilfe. Es geht darum, die Helferstrukturen nachhaltig zu sichern und den längerfristigen Prozess der Integration in die Gesellschaft durch zivilgesellschaftliche Prozesse weiter zu gestalten. Die Antragsfrist endet am 15. März 2018. Zum Beitrag auf der Seite des Sozial- und Integrationsministeriums

Landesbeirat für Integration nimmt Arbeit

Wie kann gleichberechtigte Teilhabe und gesellschaftlicher Aufstieg von Menschen mit Migrationshintergrund gelingen? Mit diesen und anderen Themen beschäftigt sich seit Donnerstag (8. Februar) der neu gegründete Beirat für Integrationspolitik. Das Gremium, bestehend aus 13 Expertinnen und Experten, berät und unterstützt die Landesregierung zukünftig bei wichtigen Fragen der Integrationspolitik. Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha, der auch den Vorsitz im Beirat führt: „Das ist ein Novum für das Land und Ausdruck für den hohen Stellenwert, den die Integrationspolitik für die Landesregierung hat.“

Der Landesbeirat sei kein Feigenblatt. Er solle vielmehr das Scharnier sein zwischen Politik, den integrationspolitischen Akteurinnen und Akteuren sowie den Menschen vor Ort, so der Minister weiter. „Ich freue mich, dass wir Beiratsmitglieder aus ganz verschiedenen Bereichen und mit ganz verschiedenen Blickwinkeln auf das Thema für den Beirat gewinnen konnten. Sie sind Berater und Beraterinnen sowie Impulsgeber für neue Initiativen und Ideen für die Integrationspolitik“, so Lucha. Ganze Mitteilung auf der Seite des Ministeriums lesen

Statistik BW: Fast 5,6 Milliarden Euro für öffentliche Kinder- und Jugendhilfe

Baden-Württemberg: Laufende Ausgaben für Kindertageseinrichtungen 2016 erneut um 10,2 % gestiegen

Die Ausgaben1 öffentlicher Träger der Kinder- und Jugendhilfe Baden-Württembergs beliefen sich im Jahr 2016 nach Feststellung des Statistischen Landesamtes auf insgesamt fast 5,6 Milliarden (Mrd.) Euro und damit auf gut 0,58 Mrd. Euro mehr als 2015 (+11,5 %). Diese Summe umfasst die Jugendhilfe-Ausgaben der Städte und Gemeinden, der Stadt- und Landkreise sowie des Landes. Den Ausgaben standen Einnahmen in Höhe von gut 0,47 Mrd. Euro gegenüber, so dass die Ausgaben rein netto gut 5,1 Mrd. Euro betrugen.

Den größten Anteil bei den Bruttoausgaben der Kinder- und Jugendhilfe bilden die Kindertageseinrichtungen: Über 3,6 Mrd. Euro wurden im Jahr 2016 für Kindergärten, Horte, Kinderkrippen und altersgemischte Einrichtungen aufgewendet, Artikel weiterlesen

EAF: Elterngeld Plus zeigt, Väter beteiligen sich stärker an Aufgaben in der Familie

Drei Jahre nach dem Start legt die Bundesregierung den ersten Zwischenstand zum Elterngeld Plus vor, über den der Bundestag morgen berät. Die Bilanz ist positiv und zeigt, dass junge Familien vom neuen Elterngeld, dem Partnerschaftsbonus und der Flexibilisierung der Elternzeit profitieren. Die große Mehrheit der befragten Eltern (77%) bewertetet Elterngeld Plus als „gute Sache“, wobei insgesamt 28% das Elterngeld tatsächlich in Anspruch nahmen. „Endlich Zeit füreinander“ ist eines der Hauptargumente für den Bezug von Elterngeld Plus. Insbesondere Väter treten signifikant länger beruflich kürzer und können so einen größeren Beitrag zu einer partnerschaftlichen Aufteilung von Familienaufgaben und Erwerbsarbeit leisten. Partnerschaftlichkeit bei der Erziehung der Kinder zu unterstützen, war ein Ziel dieser Leistung für junge Familien.

„Ein Beispiel intelligenter Familienpolitik, die die Verantwortungsübernahme beider Elternteile unterstützt“, so Christel Riemann-Hanewinckel, Präsidentin des Bundesverbands evangelische arbeitsgemeinschaft familie e. V. (eaf). „Ebenso wie an der Inanspruchnahme des Elterngeldes überhaupt lässt sich daran erkennen, dass junge Väter sich mehr bei familiären Aufgaben engagieren wollen und auf entsprechende Anreize reagieren.

Mehr dazu lesen: EAF: Elterngeld Plus zeigt, Väter beteiligen sich stärker an Aufgaben in der Familie

Familie und Medien: FIM-Studie 2016 veröffentlicht

15.02.2018 Mütter sind Experten für TV und Buch, Väter für Technik

Nach Selbsteinschätzung der Eltern in Deutschland sind Väter Experten in Sachen Fernsehtechnik (82 %) und bei Computer und Hardware (74 %). Aber auch bei der Bedienkompetenz von Handys und Smartphones (66 %) sowie im Umgang mit Computerprogrammen (62 %) wird den Vätern am meisten zugetraut. Bei Fernsehinhalten (74 %) und bei Büchern (64 %) hingegen kennen sich die Mütter am besten aus. Kinder und Heranwachsende, denen oft eine hohe Bedienkompetenz im Medienbereich zugeschrieben wird, sind aus Sicht der Eltern nur beim Thema Computerspiele die Experten in der Familie. Dies sind Ergebnisse der FIM-Studie 2016 (Familie, Interaktion, Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest, für die rund 300 Familien in Deutschland zur Kommunikation und Mediennutzung in der Familie befragt wurden.  Es handelt sich um die 2. Studie, die das Mediennutzungsverhalten und die damit verbundene Interaktion in Familien untersucht.

Die FIM-Studie 2016 kann ab dem 01.03.2018 über www.mpfs.de bestellt werden.

Zusammenhalt stärken – Vielfalt gestalten: 81. Deutscher Fürsorgetag vom 15. bis 17. Mai 2018 in Stuttgart

Wie soll und muss es mit der Integration und Inklusion weitergehen? Wie müssen wir unsere sozialen Sicherungssysteme ausgestalten? Wie begegnen wir Familien in ihrer Vielfalt? Aber auch: Wie gelingt eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe? Wie wirkt das neue Bundesteilhabegesetz? Wie schaffen wir es, Langzeitarbeitslosigkeit nachhaltig abzubauen? Was bringt die Digitalisierung für Änderungen mit sich? Dieses und vieles mehr steht im Fokus des 81. Deutschen Fürsorgetages in Stuttgart. Vom 15. bis 17. Mai 2018 bieten drei Symposien und über 40 Fachforen die Möglichkeit – über die Tagesaktualität hinaus – aktuelle Entwicklungen und Auswirkungen sozialer Veränderungen zu reflektieren und zu diskutieren. Mit dem Ziel, wichtige Impulse zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen zu setzen. Erwartet werden rund 2.000 Akteure aus Sozialpolitik, Sozialrecht und der Sozialen Arbeit. Denn vor allem die im sozialen Bereich Tätigen übernehmen viel Verantwortung bei der Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der gelebten Vielfalt. Für die Plenumsveranstaltungen haben zudem der Richter am Bundesverfassungsgericht a.D., Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio, und Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx sowie die Bundesfamilienministerin zugesagt. Aktuelle Informationen und Anmeldungen zum 81. Deutschen Fürsorgetag unter www.deutscher-fuersorgetag.de

Bertelsmann Stiftung: Viele Familien ärmer als bislang gedacht

Familien mit geringem Einkommen sind in den letzten 25 Jahren weiter abgehängt worden. Mit einer neuen Methodik haben Forscher im Auftrag der Bertelsmann Stiftung festgestellt, dass vor allem arme Familien bisher reicher gerechnet wurden als sie tatsächlich sind. Politisch gilt es nun, ein größeres Gewicht auf die Bekämpfung von Armut zu legen.
Die Einkommenssituation von vielen Familien und insbesondere Alleinerziehenden ist schlechter als bislang gedacht. In einer Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum jetzt erstmals für Deutschland ermittelt, welche zusätzlichen Kosten durch Kinder je nach Familientyp und Einkommensniveau entstehen. Dabei wird klar: je geringer das Familieneinkommen ist, desto schwerer wiegt die finanzielle Belastung durch jedes weitere Haushaltsmitglied. Ganze Mitteilung vom 7.2.2018 mit weiteren Informationen

Statistik B-W: Im Schnitt 1,59 Kinder je Frau – Höchste Geburtenrate seit über 40 Jahren

Deutliche regionale Unterschiede in Baden-Würtemberg: Alb-Donau-Kreis mit höchster, Heidelberg mit niedrigster Geburtenhäufigkeit

In Baden-Württemberg wurden im Jahr 2016 rund 107 500 Kinder lebend geboren und damit ca. 7 200 mehr als in 2015. Somit lag die Zahl der Lebendgeborenen nach Angaben des Statistischen Landesamts zum fünften Mal in Folge höher als im jeweiligen Vorjahr. Eine Ursache für diesen positiven Trend wird in der in den vergangenen Jahren enorm angestiegene Zuwanderung gesehen, die auch zu einer Zunahme der Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter geführt hat. Hinzu kommt, dass nun Kinder der geburtenstarken Jahrgänge Anfang der 1960er-Jahre, den so genannten Babyboomern, selbst wieder Kinder bekommen.

Schließlich ist die überraschend hohe Geburtenzahl auch auf einen Anstieg der Geburtenrate, also der durchschnittlichen Kinderzahl je Frau, zurückzuführen. Diese lag im Jahr 2016 bei 1,59 Kindern je Frau. Damit ist diese Kennziffer erneut angestiegen und war so hoch wie seit 1973 nicht mehr. Ursächlich für diesen Anstieg  Weiterlesen

GesellschaftsReport BW: Vereinbarkeit von häuslicher Pflege und Erwerbstätigkeit

Berichtsreihe »Familien in Baden-Württemberg« geht in »GesellschaftsReport BW« über. Thema der ersten Ausgabe: »Vereinbarkeit von häuslicher Pflege und Erwerbstätigkeit«

Die Berichtsreihe »Familien in Baden-Württemberg« ist in ein thematisch breiteres Berichtsformat »GesellschaftsReport BW« übergegangen. Im Auftrag des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg berichtet die FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt von nun an über unterschiedliche sozialpolitische Themen. Hierzu gehört nach wie vor der Themenkomplex Familie, aber auch die Bereiche Jugend, Kinder, soziale Lagen, Gesundheit und Integration.

Die GesellschaftsReports beschäftigen sich in kompakter Form mit aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen, präsentieren eigene wissenschaftliche Analysen, geben Praxisbeispiele aus Baden-Württemberg an die Hand und formulieren auf dieser Grundlage landesspezifische Handlungsempfehlungen.

Mehr dazu lesen: GesellschaftsReport BW: Vereinbarkeit von häuslicher Pflege und Erwerbstätigkeit


2018 - 01/01

Statement der iaf zum Familiennachzug

Hier finden Sie das aktuelle Positionspapier des Verbands binationaler Familien und Partnerschaften (iaf) zum Familiennachzug. Dieser steht durch die geplante Verhandlung und Absicht zur Verlängerung eines Stopps für subsidiär geschützte Geflüchtete wieder im Fokus der Öffentlichkeit.

Aus Sicht der iaf droht hier eine Menschenrechtsverletzung, das geplante Vorgehen ist kein erfolgversprechender Weg zu einer wirklichen gemeinsamen Zukunft. pdfStatement_zum_Familiennachzug_iaf.pdf

Deutsches Menschenrechtsinstitut: Das Recht auf Familie ist ein Menschenrecht

Im Februar 2016 hat der Bundestag die Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte bis zum 16. März 2018 beschlossen (Asylpaket II). Gegenwärtig wird darüber debattiert, ob der Familiennachzug auch über dieses Datum hinaus eingeschränkt werden soll.
Warum sind geflüchtete Familien überhaupt getrennt? Welche Flüchtlinge können gegenwärtig welche Familienmitglieder nach Deutschland nachholen? Wo finden sich die wesentlichen grund- und menschenrechtlichen Grundlagen für den Familiennachzug? Wie wäre eine weitere Aussetzung des Familiennachzugs zu bewerten? Wie wäre eine Regelung zu bewerten, die eine Kontingentierung vorsehen würde, etwa 1000 Menschen pro Monat?
Antworten auf diese und weitere, häufig gestellte Fragen zum Thema Familiennachzug hat das Institut in einem lesenswerten FAQ zusammengestellt.

Das gibt es hier: http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/themen/asylflucht/faq-familiennachzug/

Stuttgarter Tage der Medienpädagogik am 14.03.2018

Am 14.3.2018 findet in bewährter Weise die Stuttgarter Tage der Medienpädagogik in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart statt. In diesem Jahr beschäftigen wir uns mit der Thematik „Aufwachsen mit Medien – Mediensozialisation und -kritik heute“. In der Familie wird der Grundstein für einen kompetenten Medienumgang gelegt. Wie aber können Familien im Blick auf die wachsenden Anforderungen der Mediengesellschaft gestärkt
werden? Die 41. Stuttgarter Tage der Medienpädagogik beschäftigen sich mit Ansätzen und Praxisbeispielen der Medienbildung und -pädagogik in Familien und fragen, was Eltern für eine gelingende Medienerziehung brauchen. Beginn: 9:30 Uhr, Anmeldung: Bis 6. 3. 2018 unter www.stuttgarter-tage.de.
Tagungskosten: Tagungsbeitrag/Verpflegung: 40,- Euro; Studierende ermäßigt: 21,- Euro Zum Programm:  pdfStuttgarter_Tage_2018.pdf

Abschlussveranstaltung Ideenwettbewerb für Strategien gegen Armut

Heute schon das „Save the Date“ zur Abschlussveranstaltung des Ideenwettbewerbs »Strategien gegen Armut«  am 19.03.2018 im Hospitalhof in Stuttgart. Die Veranstaltung wird von Herrn Minister Lucha MdL eröffnet. Nicht nur die Mitglieder des Landesbeirates zur Armutsbekämpfung und -prävention sondern auch die Fachöffentlichkeit und Interessierte sind freundlich eingeladen. Mehr dazu in der Anlage:  pdfAbschlussveranstaltung_Ideenwettbewerb_Strategie_gegen_Armut_.pdf

Elterngeld Plus nur, wenn beide Partner die Arbeitszeit reduzieren

Eltern, die beim Bezug von Elterngeld Plus gemeinsam den viermonatigen Partnerschaftsbonus in Anspruch nehmen wollen, müssen beide gleichzeitig die Erwerbstätigkeit in zulässiger Weise auf 25-30 Wochenstunden reduzieren. Dies hat das Landessozialgericht Baden-Württemberg in seinem Urteil vom 7.11.2017 entschieden (L 11 EG 2662/17).

Es reiche nicht aus, wenn – wie im vorliegenden Fall – die Partnerin ihre Erwerbstätigkeit von 40 auf 30 Std./Woche reduziere, der Ehemann aber unverändert seine Ausbildung mit 41 Wochenstunden durchführe, stellte das Gericht fest. Die Regelung im Elterngeldrecht solle die Förderung von Eltern verbessern, die sich nach der Geburt gemeinsam um das Kind kümmern und dafür zeitweise die Berufstätigkeit reduzieren und in Teilzeit erwerbstätig sind. Auch der zur Berufsausbildung beschäftigte Ehemann ist zwar als Arbeitnehmer im Sinne des Elterngeldrechts anzusehen. Entscheidend ist aber nach Ansicht der Richterinnen und Richter, dass die Berufstätigkeit tatsächlich und auch in einer rechtlich zulässigen Weise reduziert werden muss.

Zukunftsforum Familie: Wichtiges Signal gegen Kinderarmut

Die Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) der Bundesländer fordert eine grundlegende Reform der finanziellen Leistungen der Kinder- und Familienförderung und wird dazu ein Konzept für die Einführung einer Kindergrundsicherung vorlegen. Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG begrüßt den Beschluss und appelliert an die Politik, eine einkommensabhängige Kindergrundsicherung auf Bundesebene einzuführen, die die tatsächlichen Bedarfe von Kindern und Jugendlichen abdeckt.
„Armut hat ein Kindergesicht und ist für 2,7 Millionen Kinder und Jugendliche ein ständiger Begleiter. Armut grenzt aus, Armut macht krank und vermindert Teilhabechancen“, erklärt Christiane Reckmann, Vorsitzende des Zukunftsforum Familie e.V. und Sprecherin des Bündnisses. Die Bundesländer hätten den dringenden Handlungsbedarf erkannt.

Mehr dazu lesen: Zukunftsforum Familie: Wichtiges Signal gegen Kinderarmut

Dokumentation "Qualität braucht einen Plan! Zweiter Kongress Familienbildung" vom am 18.10.2017

Im Mittelpunkt des Kongresses stand neben der Qualitätsentwicklung auch die Frage kommunaler Planung. Denn Angebote mit nachhaltiger Wirkung müssen bedarfsgerecht für und im Sozialraum entwickelt werden. Die Dokumentation mit allen Beiträgen finden Sie hier: pdfOnline-Doku-gesamt_Kongress2017.pdf

 

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Stellungnahme der eaf Württemberg zum Abstimmungsergebnis beim Kirchlichen Gesetz zur öffentlichen Segnung gleichgeschlechtlicher Paare

Enttäuscht nimmt die eaf Württemberg zur Kenntnis, dass es in der Ev. Landeskirche in Württemberg weiterhin keine öffentliche Segnung gleichgeschlechtlicher Paare geben wird. Der Gesetzentwurf, der auf die vollständige Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen und verschiedengeschlechtlichen Paaren und eine Änderung der Trauordnung abzielte, fand keine Mehrheit.

Auch der vom Oberkirchenrat eingebrachte Gesetzentwurf, der eine neue Amtshandlung „anlässlich der bürgerlichen Eheschließung zwischen zwei Personen gleichen Geschlechts, der Begründung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft oder der Umwandlung einer Lebenspartnerschaft in eine Ehe“ vorsieht, verfehlte die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit.
Die eaf Württemberg bedauert das sehr und ist enttäuscht darüber, dass gleichgeschlechtlichen Paaren in der Württembergischen Landeskirche weiterhin verwehrt bleibt, ihre Beziehung zueinander in einem öffentlichen Gottesdienst unter Gottes Segen zu stellen. Wir befürchten, dass dieser Beschluss die Benachteiligung und die Diskriminierung homosexueller Menschen und Paare unterfüttert. Hier wäre die Öffnung der Kirche ein wichtiges Signal gewesen.

Die eaf Württemberg will sich auch weiterhin für eine Öffnung der ev. Landeskirche, für Vielfalt und gegen Diskriminierung einsetzen.

Bildungsaufbruch Baden-Württemberg - Die Eltern kommen

Bildung ist der Klebstoff unserer Gesellschaft. Doch statt die Schulen im Land und deren Akteure vor Ort zu stärken, scheint die baden-württembergische Bildungspolitik immer stärker in eine Richtung zu steuern, die zu größten Turbulenzen in der gesamten Bildungslandschaft führt. Der Kurs der Verantwortlichen ist von außen kaum zu erkennen. Leidtragende dieser Entwicklung sind vor allem die Kinder, die heute im Südwesten die Schule besuchen und jeden Tag an ihrem Weg in die Zukunft arbeiten.

In einem Aktionsbündnis starten die baden-württembergischen Eltern nun die Petition „Bildungsaufbruch Baden-Württemberg“, die die Eltern im Land und alle anderen Bildungsinteressierten miteinander vernetzen will. Die Petition fordert mehr Transparenz über die Gestaltung der Bildungszukunft im Land und will zwei Dinge:

Mehr dazu lesen: Bildungsaufbruch Baden-Württemberg - Die Eltern kommen

FamilienForschung BW unter neuer Leitung

Der langjährige Leiter der FamilienForschung, Erich Stutzer, wurde zum 1. November 2017 in den Ruhestand verabschiedet. Dr. Stephanie Saleth, die bisher den Bereich der projektbezogenen Forschung geleitet hat, ist die neue Leiterin der FaFo. Sie hat in Tübingen Erziehungswissenschaften, Soziologie und Psychologie studiert und ist seit 2005 in der FaFo tätig.

 

Neues Förderprogramm „GUT BERATEN! - Quartiersentwicklung“

07.12.2017 - Beratungsgutscheine zur Förderung der Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung in Baden-Württemberg

Das Förderprogramm „Gut Beraten!“ unterstützt im Themenschwerpunkt „Quartiersentwicklung“ zivilgesellschaftliche Initiativen, die mit Maßnahmen der Bürgerbeteiligung und der Unterstützung der Kommune zu einem sozialen, generationenübergreifenden und inklusiven Miteinander in ihrem Quartier beitragen möchten. Die Aktionsfelder dieses Engagements können vielfältig sein und reichen von einem sozialen Treffpunkt über den Aufbau von neuen Wohnformen, von einem barrierefreien Quartier, neuer Mobilität bis zu gemeinsamen Aktionen für Jung und Alt.

Mehr dazu lesen: Neues Förderprogramm „GUT BERATEN! - Quartiersentwicklung“

Familienzentren in evangelischer Verantwortung

In dieser Broschüre finden Sie übersichtlich Thesen und Fakten zu den evangelischen Familienzentren.

Neben Eltern und Kindern finden in Familienzentren alle Menschen zusammen, die sich füreinander engagieren möchten. Für Kirche und Diakonie ist die sozialraumorientierte Förderung von Kindern und Familien ein wichtiger Auftrag. Als Träger von Evangelischen Familienzentren orientieren sich Kirche und Diakonie an der biblischen Vision vom Reich Gottes und übernehmen im Rahmen ihres sozialpolitischen Auftrages gesellschaftliche Verantwortung. Zur Broschüre


2018 - 04/02

Statt Betreuungs- und Landeserziehungsgeld: Bayerisches Familiengeld kommt

Bayerns Ministerpräsident Söder reformiert die Familienförderung im Freistaat: Statt Betreuungsgelds und des Landeserziehungsgelds sollen Eltern von ein- bis zweijährigen Kindern künftig ein Familiengeld bekommen – egal, wie ihre Kinder betreut werden. Kindergärten bleiben dafür gebührenpflichtig.

In seiner mit Spannung erwarteten ersten Regierungserklärung als bayerischer Ministerpräsident kündigte Söder im Landtag an, das Betreuungsgeld und das Landeserziehungsgeld abzuschaffen - und dafür ein neues bayerisches Familiengeld einführen.

Ob Eltern ihre Kinder daheim betreuen oder in eine Kita geben: Für beide Wege gelte, man dürfe sie nicht gegeneinander ausspielen und den Eltern ständig ein schlechtes Gewissen machen, betonte Söder. "Das Familiengeld ist unabhängig von Einkommen und vor allem von der Art der Betreuung."
250 Euro pro Kind im Monat

In Zukunft soll es für Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr monatlich 250 Euro geben. Auf die gesamte Zeit macht das 6.000 Euro. Ab dem dritten Kind bekommen Eltern jeden Monat 300 Euro, also insgesamt 7.200 Euro. "Wir schaffen damit maximale - und das erste Mal echte - Wahlfreiheit für junge Familien,“ betonte der Ministerpräsident. "Wir werden in diesem Jahr zeigen, was uns Familien Wert sind und sie werden die Unterstützung bekommen.” Das Familiengeld soll bereits im September kommen.
Keine kostenfreien Kindergärten

Kindergärten in Bayern sollen laut Söder gebührenpflichtig bleiben. Der Ministerpräsident versprach aber, die Qualität der Kinderbetreuung im Freistaat zu verbessern.

Die Forderung einer kostenfreien Kinderbetreuung dürfte damit zu einem der Wahlkampfthemen der SPD, Freien Wähler und Grünen werden.
Betreuungsgeld war CSU-Wahlkampfschlager

Für das umstrittene Betreuungsgeld - von seinen Gegnern als "Herdprämie" verspottet - hatte die CSU auf Bundesebene jahrelang gekämpft. 2012 wurde es mit den Stimmen der damaligen schwarz-gelben Koalition im Bundestag beschlossen, 2013 trat es in Kraft. Im Sommer 2015 urteilte jedoch das Bundesverfassungsgericht, dass das bundesweite Betreuungsgeld gegen das Grundgesetz verstößt. Daraufhin wurde es in Bayern als Landesleistung eingeführt.
Lob für das Betreuungsgeld

Anspruch auf das bayerische Betreuungsgeld hat, wer seine Hauptwohnung in Bayern hat, mit seinem Kind in einem Haushalt lebt und für dieses Kind keinen Platz in der öffentlich geförderten Kindertagesbetreuung in Anspruch nimmt. Das Betreuungsgeld beträgt 150 Euro monatlich für jedes Kind. Die Eltern können es vom 15. bis zum Ende des 36. Lebensmonats ihres Kindes beziehen.

Noch im vergangenen Sommer lobte die damalige bayerische Familienministerin Emilia Müller (CSU) das bayerische Betreuungsgeld als einen Erfolg und "eine Bestätigung unserer Familienpolitik". Mehr als 150.000 Anträge seien im ersten Jahr bewilligt worden. "Wir unterstützen alle Eltern, egal, wofür sie sich entscheiden: sie können entweder die öffentlich geförderte Kinderbetreuung in Anspruch nehmen oder das Betreuungsgeld. Bayerische Mütter und Väter wissen diese Wahlfreiheit zu schätzen."

Das Landeserziehungsgeld gibt es bislang parallel, aber nur dann, wenn die Eltern nicht oder nicht voll erwerbstätig sind und wenn bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden.