Infodienst 2017

2017 - 01/01

Das ändert sich 2017 für Familien

Kindergeld und Kinderzuschlag steigen
Steuerzahlern bleibt ab Januar 2017 mehr Netto vom Brutto. Kindergeld und Kinderzuschlag steigen. Für Geringverdiener wird der Kinderzuschlag um zehn Euro monatlich angehoben. Das Kindergeld steigt in den kommenden beiden Jahren - um jeweils zwei Euro. Auch die Steuerfreibeträge werden angehoben und die kalte Progression eingedämmt. Die Entlastung der Steuerzahler beträgt rund 6,3 Milliarden Euro pro Jahr.
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Regelsätze steigen ab 2017
Zum Jahresbeginn 2017 steigen die Leistungen für alle, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können. Das gilt für die Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) und die Sozialhilfe nach SGB XII. Das Gesetz wurde durch den Bundestag am 01.12.2016 be-schlossen. Der Bundesrat hat abschließend zugestimmt. Nicht zugestimmt hat er den Änderungen im Asylbewerberleistungsgesetz.
Wer Grundsicherung bezieht, erhält ab Januar 2017 mehr Geld. Der Regelsatz für Alleinste-hende steigt von 404 Euro auf 409 Euro pro Monat. Die Grundsicherung für Kinder vom 7. bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres erhöht sich um 21 Euro. Am stärksten steigen die Regelleistungen für Kinder vom Beginn des 7. bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres. Ab 1. Januar 2017 erhalten sie 291 Euro statt bisher 270 Euro.

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Landesfamilienrat: Mehrlingsgeburtenprogramm erhalten!

Pressemitteilung Stuttgart, 5. Januar 2017: Der Landesfamilienrat Baden-Württemberg setzt sich dafür ein, den Zuschuss des Landes für Eltern mit Mehrlingen zu erhalten. Bisher konnten Eltern bei der Geburt von Drillingen einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.500 Euro je Kind bekommen. Jetzt will das Land diese unkomplizierte Hilfe ohne Begründung einstellen. Dazu die Vorsitzende des Landesfamilienrates Christel Althaus: „Die Geburt von Mehrlingen bringt Familien erfahrungsgemäß an ihre Grenzen. Das große Glück bedeutet meist auch eine große Belastung, nicht zuletzt finanziell. Wer Drillinge oder gar Vierlinge bekommt, braucht jede Hilfe um die Mehrausgaben zu meistern. Dazu zählen etwa das größere Auto, eine größere Wohnung oder die Hilfe im Haushalt, um nur einige der Herausforderungen zu nennen, mit denen Mehrlingseltern konfrontiert sind.“ Das Geld des Landes bedeutet da eine wichtige Unterstützung und Anerkennung.

Der Landesfamilienrat bedauert zudem, dass es vor der Entscheidung der Landesregierung keine Anhörung mit den Verbänden gegeben hat.

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Wir sind da! Kinder aus Krisenregionen: neue Ausgabe „frühe Kindheit“ erschienen

Zu dem Themenschwerpunkt „Wir sind da! Kinder aus Krisenregionen. Eine Herausforderung für unsere Gesellschaft“ ist die neue Ausgabe der Zeitschrift „frühe Kindheit“ erschienen, die die gleichnamige wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Liga für das Kind am 7./8. Oktober 2016 im Rheinischen Industriemuseum in Oberhausen dokumentiert.

Das Heft enthält Beiträge u. a. von Christian Schneider („Sichere Orte für Kinder. Flüchtlinge in Deutschland und weltweit“), Haci-Halil Uslucan („Psychologische Dimensionen von Flucht und Migration“), Kerstin Stellermann-Strehlow („Seelische Gesundheit von Flüchtlingskindern“), Thomas Meysen, Janna Beckmann und Nerea González Méndez de Vigo („Flüchtlingskinder und der Beitrag der Kindertageseinrichtungen für ihre Integration“), Petra Wagner („Kinder geflüchteter Familien in der Kita. Einige Implikationen für die Professionalisierung der Fachkräfte“), Dima Zito („Traumasensible Pädagogik. Was Traumatisierung bedeutet und wie Kitas betroffene Kinder unterstützen können“), Regine Wagenblast („Kinder brauchen Kunst. Die LichtwarkSchule in Hamburg weitet ihr Angebot aus – Kunst mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen&ldq uo;), Axel Möller („Willkommen in der Kita. Kinder aus geflüchteten Familien in einer kindgerechten Umgebung aufnehmen“) und Anja Leist-Villis („‘Ein Hund ist keine Kuh‘. Mehrsprachigkeit in den ersten Lebensjahren: Entwicklung und Unterstützung im Elementarbereich“).

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Baden-Württemberger haben am wenigsten Kontakt zu Pflegebedürftigen

Stuttgart, 29. Dezember 2016. In Baden-Württemberg haben bundesweit die wenigsten Menschen mit der Pflege eines Angehörigen in den eigenen vier Wänden oder in einem Pflegeheim zu tun. Das ergab eine aktuelle Forsa Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Während bundesweit 45 Prozent der Befragten täglich oder mehrmals die Woche Kontakt zu einem Pflegebedürftigen haben, trifft dies in Baden-Württemberg nur auf ein Drittel zu. Zwar werden auch hierzulande 70 Prozent der rund 300.000 Pflegebedürftigen zu Hause betreut, und davon wiederum 70 Prozent von den eigenen Angehörigen, aber insgesamt ist die Pflegequote* mit 2,8 Prozent der Bevölkerung deutlich niedriger als bundesweit (3,3 Prozent).

Vorsorge für Pflege wird vernachlässigt Dennoch ist über 90 Prozent der Befragten in Baden-Württemberg bewusst, dass die gesetzliche Pflegeversicherung nur einen Teil der Kosten abdeckt, die bei Pflegebedürftigkeit anfallen. Ausreichend vorgesorgt hat nach eigener Einschätzung allerdings nur ein Drittel. "Bedenklich ist, dass 30 Prozent der "Nachlässigen" die Wahrscheinlichkeit ein Pflegefall zu werden, für gering halten", erklärt Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung in Stuttgart.

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Demografie: Generation Wunschkonzert

Deutschland hat eine der niedrigsten Geburtenraten weltweit. Der chronische Kindermangel hat sich längst auf dem Arbeitsmarkt niedergeschlagen: Junge Jobstarter haben so viele Chancen wie noch nie. In den Unternehmen sind Berufseinsteiger als „knappe Ressource“ so stark nachgefragt, dass sie ihre Wünsche und Vorstellungen oft durchsetzen können.

Frauen in Deutschland bekommen im Durchschnitt 1,5 Kinder – zu wenige, um langfristig die Bevölkerungsgröße der Bundesrepublik von gut 80 Millionen konstant zu halten. Auch wenn die Einwohnerzahl in Deutschland zuletzt durch verstärkten Zuzug deutlich gestiegen ist: Der Anteil junger Leute an der Gesamtbevölkerung nimmt tendenziell immer weiter ab – während die Quote der älteren Semester steigt und steigt. Dabei stehen die jungen Menschen gerade dann im Fokus, wenn es darum geht, die Zukunftsaussichten einer Volkswirtschaft einzuordnen. Bei solchen Betrachtungen greift man häufig auf das Konstrukt einer „Generation“ zurück, um junge Menschen bestimmter Altersgruppen zusammenzufassen:

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Stefan Becker übernimmt Vorsitz der AGF

Berlin, 03. Januar 2017 – Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen (AGF) e.V. startet mit einem neuen Vorsitzenden in das Jahr 2017. Turnusgemäß hat der Familienbund der Katholiken (FDK) zum Jahreswechsel die Federführung für die Jahre 2017 und 2018 von der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie (eaf) übernommen. Neuer Vorsitzender ist Stefan Becker, Präsident des FDK. Die Federführung wechselt alle zwei Jahre zwischen den Mitgliedsorganisationen der AGF.

Auf der Mitgliederversammlung Ende 2016 wurden mit Wirkung zum 01. Januar 2017 Stefan Becker zum neuen Vorsitzenden sowie Christel Riemann-Hanewinckel zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Christel Riemann-Hanewinckel, Präsidentin der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie (eaf), war bis Ende 2016 Vorsitzende der AGF. „Die letzten zwei Jahre waren sehr intensiv“, bilanziert die scheidende Vorsitzende. „Vor allem die Themen einer familienorientierten Arbeitswelt, unser Papier zu einer hohen Qualität in Kitas und die Diskussionen zu den familienbezogenen monetären Leistungen haben uns nachhaltig beschäftigt.“ Ihr lag dabei vor allem die Frage nach einer hohen Kita-Qualität am Herzen: „Im quantitativen Ausbau der Kita-Plätze hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan, jedoch ist die Diskussion über die Qualität dahinter zurück geblieben. Hierfür haben wir mit dem Papier wichtige Impulse gesetzt.“

Diese Arbeit wird nun unter der neuen Federführung fortgesetzt.

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10 Jahre Elterngeld - Die bekannteste Familienleistung feiert Geburtstag

Vor zehn Jahren, am 1.1.2007, wurde das Elterngeld eingeführt – der Beginn einer Erfolgsgeschichte: Denn seitdem haben acht Millionen Mütter und Väter diese Familienleistung bezogen. Die Resonanz ist eindeutig: 82 Prozent der Bezieherinnen und Bezieher sagen, dass das Elterngeld besonders wichtig für ihr Familieneinkommen ist.

Eine positive Bilanz zieht auch Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: „Das Elterngeld ist ein voller Erfolg. Es schafft jungen Familien in der Auszeit mit einem Baby materielle Sicherheit, es unterstützt Eltern genau dann verlässlich und gut, wenn sie es am meisten brauchen. Außerdem hat das Elterngeld dazu geführt, dass Frauen wieder stärker in den Beruf einsteigen können und dass sich Väter mehr Zeit für ihre Kinder nehmen. Mich freut es besonders, dass heute bereits jeder dritte Vater in Elternzeit geht. Das zeigt, dass wir den Wünschen und den Bedürfnissen der heutigen Eltern gerecht werden“, so Manuela Schwesig.

Die Einführung des Elterngeldes im Jahr 2007 markiert einen Richtungswechsel in der Familienpolitik.

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Milliarden Stunden unbezahlter Arbeit

Einerseits arbeiten die Bundesbürger immer weniger – andererseits arbeiten sie mehr unbezahlt als bezahlt. Die jüngsten Daten zur sogenannten Haushaltsproduktion fördern Erstaunliches zutage. Was machen die Leute mit ihrer Zeit? Diese Frage hat das Statistische Bundesamt vom Sommer 2012 bis zum Sommer 2013 rund 5.000 Haushalten mit 11.000 Personen ab zehn Jahren gestellt. Zwar hat es lange gedauert, bis die Ergebnisse vorlagen, dafür sind sie umso überraschender – zumindest beim Thema Arbeit:
Die Zahl der bezahlten Arbeitsstunden ist von 69 Milliarden im Jahr 1992 auf 66 Milliarden im Jahr 2013 zurückgegangen – obwohl die Zahl der Erwerbstätigen in diesem Zeitraum um fast 4 Millionen gestiegen ist.

Der Grund für diesen scheinbaren Widerspruch ist die rückläufige Arbeitszeit je Beschäftigten, zum Beispiel durch vermehrte Teilzeit. Noch überraschender ist vielleicht, dass die bezahlte Arbeit keineswegs die Hauptbeschäftigung der Bundesbürger ist: Im Jahr 2013 haben die Bundesbürger 89 Milliarden Stunden unbezahlte Arbeit geleistet. Zu dieser sogenannten Haushaltsproduktion zählen Haus- und Gartenarbeit, Pflege und Betreuung, Ehrenämter sowie der Bereich Bauen und Handwerk, zum Beispiel Eigenleistungen wie Tapezieren.

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2017 - 01/02

Einigung beim Ausbau des Unterhaltsvorschuss gelungen

Zusammen mit vielen anderen Verbänden begrüßt der Landesfamilienrat Baden-Württemberg die gestern (23.01.2017) gefundene Einigung zwischen Bund, Ländern und Kommunen bei der Reform des Unterhaltsvorschuss. Der Artikel beginnt mit der Pressemitteilung des VAMV, AWO und DKSB folgen.

Geschafft! Ausbau Unterhaltsvorschuss ist Riesen-Schritt im Kampf gegen Kinderarmut

Berlin, 24.01.2017 – Jetzt können die Sektkorken knallen. Alleinerziehende und ihre Kinder haben heute Grund zum Feiern! Nach monatelangem Ringen haben sich Bund, Länder und Kommunen auf einen Kompromiss beim Ausbau des Unterhaltsvorschusses geeinigt. Die willkürlich gesetzte Altersgrenze wird fallen, der Unterhaltsvorschuss als Ersatzleistung für nicht gezahlten Unterhalt ab 1. Juli 2017 über das 12. Lebensjahr der Kinder hinaus bis zum 18. Lebensjahr und somit in den meisten Fällen bis zum Ende der Unterhaltspflicht gezahlt. "Damit erfüllt sich nicht nur eine langjährige Forderung unseres Verbandes, diese Entscheidung ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Bekämpfung der Kinderarmut im Land", freut sich Solveig Schuster, Bundesvorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV). "Wir sind dankbar und glücklich, dass der Ausbau des Unterhaltsvorschusses nun endlich kommt", erklärte sie. Für die alleinerziehenden Eltern – zu 90 Prozent Mütter – von über einer Million Kindern bedeutet das weniger Sorge und Last bei der Sicherung der Existenz ihrer Kinder.

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Partnerschaftliche Vereinbarkeit – auch auf die Betriebe kommt es an!

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und WZB-Präsidentin Prof. Jutta Allmendinger stellen neue Studie zu betrieblichen Rahmenbedingungen einer partnerschaftlichen Vereinbarkeit vor

Unternehmen haben einen wesentlichen Einfluss darauf, ob sich Mütter und Väter mit kleinen Kindern die Aufgaben in Familie und Beruf partnerschaftlich aufteilen können – oder nicht. Wie die Arbeitsteilung in Familien gelingt hängt mit angebotenen Arbeitszeitmodellen, deren Nutzungsmöglichkeiten und beruflichen Entwicklungsperspektiven beider Eltern zusammen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), die im Rahmen einer repräsentativen Paarbefragung erstmals systematisch die Rolle der Betriebe für die partnerschaftliche Vereinbarkeit von beruflichen und familiären Aufgaben untersucht. Die Studie wurde vom Bundesfamilienministerium gefördert.

„Immer mehr Mütter und Väter wünschen sich eine partnerschaftliche Vereinbarkeit - das ist der Zukunftstrend. Besonders Väter sind unzufrieden mit ihren überlangen Arbeitszeiten und wollen etwas verändern. Sie sind die Motoren des Wandels. Auf die Väter kommt es an, wenn es um mehr Partnerschaftlichkeit geht. Hierbei spielen die Betriebe eine zentrale Rolle, denn sie müssen Müttern und Vätern innovativere Angebote mit Blick auf die Arbeitszeiten machen. Die Wünsche der Eltern stellen keine Belastung für ihre Arbeitgeber dar, sondern eine Chance.

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Familienorganisationen fordern: Der Weg in die Teilzeit darf keine Einbahnstraße sein!

Berlin, 19.01.2017 – Die Familienorganisationen der AGF fordern eine detaillierte Möglichkeit, die Arbeitnehmer/innen den Weg zurück in Vollzeit erleichtern soll, nachdem sie sich für eine Teilzeitarbeit entschieden haben. Anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Daten zu Arbeitszeiten und Arbeitszeitwünschen vom Statistischen Bundesamt unterstützen die Organisationen die Gesetzesinitiative von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, den Weg in die Teilzeit auf Wunsch zu befristen.

„Wir unterstützen Frau Nahles in ihrem Bestreben, das Rückkehrrecht auf eine Vollzeitstelle nun möglichst schnell gesetzlich umzusetzen. Denn angesichts der Leistungen, die Familien bei dem täglichen Spagat zwischen beruflichen Anforderungen und familiärer Verantwortung erbringen müssen, braucht es dringend bessere Rahmenbedingungen“, so der Vorsitzende der AGF, Stefan Becker.

Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu Arbeitszeiten und Arbeitszeitwünschen machen deutlich, dass viele Teilzeitbeschäftigte mit ihrem Arbeitsumfang unzufrieden sind:

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DFV: Das Rentensystem muss nachhaltig und familiengerecht umgebaut werden!

(Berlin). Das derzeitige Rentensystem steuert auf eine Katastrophe zu. „Wir brauchen dringend eine Rentenreform, die das System auf stabile Beine stellt“, fordert der Präsident des Deutschen Familienverbandes, Dr. Klaus Zeh, aus Anlass des 60. Jahrestages der Einführung der dynamischen Rente. „Das bisherige System belohnt Erwerbstätigkeit mit durchgehender Erwerbsbiografie und bestraft Kindererziehung. Mit ihrem Ja zu Kindern sichern Eltern aber die Zukunftsfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme und die Innovationsfähigkeit unserer Gesellschaft. Sie machen den Generationenvertrag überhaupt erst möglich! Was Deutschland dringend braucht, ist deshalb ein nachhaltiges und familiengerechtes Rentensystem!“
Die Beitragszahler von heute sorgen dafür, dass die jetzt ältere Generation ihre Rente bekommt. Eltern tun aber nicht nur das, zusätzlich versorgen, bilden und erziehen sie ihren Nachwuchs. Diese Kinder werden einmal die Renten der jetzigen Elterngeneration bezahlen – unabhängig davon, ob die Empfänger Kinder erzogen haben oder nicht. „Während Eltern die materiellen Lasten der Erziehung tragen, bekommen sie dennoch häufig nur kleine Renten. Kinderlose profitieren von lückenlosen Einkommen und entsprechend hohen Rentenerträgen. An den Kosten des Generationenvertrages beteiligen sie sich nicht. Das ist nicht nur verfassungswidrig, sondern schmerzhaft ungerecht“, kritisiert Zeh.

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Landesregierung will flächendeckende Hebammenversorgung sicherstellen

Staatssekretärin Bärbl Mielich: „Keine schwangere Frau in Baden-Württemberg soll sich Sorgen machen müssen, dass sie und ihr Kind rund um die Geburt nicht gut versorgt sind“

Auftaktveranstaltung Runder Tisch Geburtshilfe: Auf Initiative von Staatssekretärin Bärbl Mielich sind am Dienstag (24. Januar) in Stuttgart erstmals die baden-württembergischen Akteure der Geburtshilfe zu einem Runden Tisch zusammengekommen, um sich auf gemeinsame Maßnahmen für eine gute Geburtshilfe zu verständigen. Mit dem Runden Tisch reagiert das Land darauf, dass immer mehr Hebammen ihren Beruf aufgeben und Berichte über regionale Versorgungsengpässe zunehmen. „Diese Entwicklung müssen wir stoppen“, sagte Staatssekretärin Mielich zu Beginn der Veranstaltung. „Keine Frau in Baden-Württemberg soll sich Sorgen machen müssen, dass sie und ihr Kind rund um die Geburt nicht gut versorgt sind. Deshalb wollen wir ein Versorgungskonzept auf den Weg bringen, damit es überall im Land eine qualitativ hochwertige Geburtshilfe gibt. Dazu gehört, dass eine bedarfsgerechte Betreuung mit Hebammen in und außerhalb der Kliniken sichergestellt ist.“ Neben dem Sozial- und Integrationsministerium nehmen Hebammenverbände, Krankenkassen, Kommunale Landesverbände, Frauen-, Kinder- und Jugendärzte, die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft sowie Elterninitiativen am Runden Tisch teil.

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Fachtag "Gemeinsam im Wert-All - Gesellschaft in Vielfalt weiterentwickeln"

10.02.2017, 09:30 – 16:30 Uhr Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart

In einer immer komplexer werdenden Gesellschaft stellt sich mit großer Dringlichkeit die Frage nach Integration und Zusammenleben. Gerade die große Zahl der ankommenden Flüchtlinge und Vertriebenen fordert Zivilgesellschaft und politisch Verantwortliche heraus, Stellung zu beziehen und eine sich verändernde Gesellschaft aktiv mit zu gestalten. Eine Dialogveranstaltung, die zur Reflexion und Selbstvergewisserung über eigene Haltungen und Werte anregt, gemeinsame Perspektiven entwickelt und konkrete Empfehlungen formuliert.

Flyer zur Veranstaltung: pdf2017-02-10.Raete_Wertekongress_Flyer.pdf

Kooperation:  Landesfrauenrat, Landesjugendring, Landesseniorenrat, Landesfamilienrat Baden-Württemberg, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof

Anmeldung erforderlich bis 01.02.2017 (per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).
Kostenbeitrag: 10,00 € . Ermäßigungen sind möglich. Barzahlung bei Veranstaltungsbeginn.

Ehen Minderjähriger: djb fordert Schutz ohne Bevormundung

Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) fordert die generelle Heraufsetzung des Ehealters auf 18 Jahre. Er begrüßt es, dass Heiko Maas als Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Handlungsbedarf sieht, den Schutz junger Mädchen und Frauen zu stärken und Ehen Minderjähriger zu verhindern. Der Staat hat kompromisslos darüber zu wachen, dass die Eingehung von Minderjährigenehen in Deutschland unterbunden wird und Möglichkeiten der religiösen Verheiratung - nach Aufhebung des Voraustrauungsverbots - nicht missbraucht werden.

Eine im Ausland (und unter Umständen sogar im Inland) entgegen den in Deutschland geltenden Ehemündigkeitsvorschriften geschlossene Ehe sollte aber nicht ohne weiteres nichtig sein, da stets der Einzelfall im Blick zu behalten ist und eine pauschale Regelung dem Wohl und den Interessen der Betroffenen nicht in jedem Fall gerecht werden kann.

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Themenwoche vom 27.1.-3.2.2017: Geflüchtete in Stuttgart

Mit einer Themenwoche "Ankommen - Herankommen - Willkommen" widmet sich Young Caritas Stuttgart den Themen von geflüchteten Menschen in Stuttgart. An unterschiedlichen Orten in Stuttgart (s. beiliegendes Plakat) wird das Thema an 5 Abenden entfaltet:

Zwei Filme, eine Fotoausstellung, eine Kneipentour gegen Stammtischparolen sowie eine Podiumsdiskussion zur Aussetzung des Familiennachzugs am Freitag, den 3.2. um 17.30 Uhr im Haus der katholischen Kirche in Stuttgart stehen auf dem Programm. Die Podiumsdiskussion nimmt mit dem Fokus auf die Aussetzung des Familiennachzugs gezielt einen zentralen Aspekt des sozialen Umfelds geflüchteter Menschen in den Blick, der exemplarisch das Spannungsfeld zwischen politischen Entscheidungen in einer herausfordernden Zeit und der sozialen und menschenrechtlichen Verantwortung für Geflüchtete beleuchtet.

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Privilegierung von Kinder-Sportlärm

Berlin: (hib/SCR) Durch Kinder verursachter Lärm auf Sportanlagen soll nach Willen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen privilegiert werden. In einem Gesetzentwurf (18/10859) schlägt die Fraktion vor, auch Geräuscheinwirkungen, die auf Sportanlagen durch Kinder hervorgerufen werden, im Paragraph 22 Absatz 1a des Bundes-Immissionsschutzgesetzes aufzunehmen. Dort wird bisher geregelt, dass im Regelfall etwa Lärm von Kindertageseinrichtungen keine "schädliche Umwelteinwirkung" ist. Eine Folgeänderung sehen die Grünen in der Sportanlagenlärmschutzverordnung vor. Die Privilegierung des Kinderlärms auf Sportanlagen soll auch entsprechend bei der Ermittlung und Beurteilung der Gesamtgeräuschimmission der entsprechenden Anlage berücksichtigt werden.
Die Grünen begründen den Gesetzentwurf unter anderem mit einem Wertungswiderspruch. So werde Lärm von Spielplätzen privilegiert, während Kinderlärm auf Sportanlagen unter die Restriktionen der Sportanlagenlärmschutzverordnung falle. Probleme ergäben sich daraus zudem, weil Sportvereine ihre Anlagen als Partner der Ganztagsschulen einbrächten und der Schulsport "zu einer Verkürzung des Beurteilungs- und Mittelungszeitraums gemäß Sportanlagenlärmschutzverordnung" führe. Daraus ergäben sich "rein rechnerisch höhere Richtwerte", die häufig jenseits der Grenzwerte der Verordnung lägen, führen die Grünen aus. Das könne im Zweifelsfall zur Einschränkung der Kooperation oder zu einer nicht gewünschten Verlagerung der Anlagen an den Stadtrand führen.

Filmtipp: NICHT OHNE UNS!

Der Dokumentarfilm NICHT OHNE UNS von Sigrid Klausmann begleitet Kinder auf der ganzen Welt auf ihrem Schulweg, jeder anders und einzigartig. 15 Länder, 16 Kinder, 5 Kontinente, 1 Stimme – so unterschiedlich ihr Lebensumfeld, so unterschiedlich ihre Persönlichkeiten auch sind, so sehr ähneln sich ihre Ängste, Hoffnungen und Träume und die eindrückliche Mahnung unsere (Um-)Welt zu erhalten. Egal ob privilegiert aufwachsend in der westlichen Wohlstandsgesellschaft oder in den armen Regionen Afrikas oder Asiens und unmittelbar konfrontiert mit Kinderarbeit, Prostitution, Krieg und Gewalt, haben alle diese Kinder die universelle Sehnsucht nach Sicherheit und Frieden, Glück, Freundschaft und Liebe. Sie eint die Ablehnung und die Angst vor Krieg und Gewalt. Und jedes einzelne dieser Kinder macht sich Sorgen um die Natur und die damit verbundene Zerstörung ihres direkten und indirekten Lebensraums. Neugierig und hungrig nach Bildung wollen sie die Welt verändern. Ein Film über die Zukunft des Planeten, die unsere Kinder einmal mit gestalten werden – ein Appell an uns alle: NICHT OHNE UNS! Nicht verpassen! Alles zum Film und wo er zu sehen ist unter http://www.nichtohneuns-film.de/

 


2017 - 02/01

Statistisches Bundesamt: Väterbeteiligung beim Elterngeld steigt weiter an

Für mehr als jedes dritte Kind (35,7 Prozent), das im zweiten Quartal 2015 in Deutschland geboren wurde, bezog der Vater Elterngeld. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich die sogenannte Väterbeteiligung beim Elterngeld damit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,3 Prozentpunkte erhöht. Dies zeigen die aktuellen Berechnungen zu den abgeschlossenen Leistungsbezügen für im zweiten Quartal 2015 geborene Kinder aus der amtlichen Statistik zum Elterngeld.
Sachsen war im zweiten Quartal 2015 mit inzwischen 46,7 Prozent weiterhin Spitzenreiter bei der Väterbeteiligung, gefolgt von Bayern mit 43,4 Prozent und Thüringen (42,7 Prozent). Die geringsten Werte wiesen Bremen mit 27,3 Prozent und das Saarland mit 24,5 Prozent auf.

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Möglichkeiten und Grenzen vorgeburtlicher genetischer Diagnostik

Pressemitteilung: : Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) bringt Entscheidungshilfe für werdende Eltern auf den Weg

Berlin, 16. Februar 2017 – Werdende Eltern sollen künftig besser dabei unterstützt werden, im Rahmen der ärztlichen Schwangerschaftsvorsorge eine informierte Entscheidung darüber zu treffen, welche Untersuchungen auf genetisch bedingte Erkrankungen für sie in Frage kommen. Mit einer entsprechenden Beauftragung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag in Berlin ein solches Informationsangebot auf den Weg gebracht. Aufgrund der Tatsache, dass vorgeburtliche genetische Untersuchungen ausschließlich mit Zustimmung der schwangeren Frau durchgeführt werden dürfen, ergibt sich umfassender ärztlicher Aufklärungs- und Beratungsbedarf. In einer speziell auf diese Themen ausgerichteten Versicherteninformation soll vor allem auch deutlich werden, dass neben dem Recht auf Wissen und Teilhabe am wissenschaftlichen Fortschritt bei der vorgeburtlichen genetischen Diagnostik gleichermaßen ein Recht auf Entscheidungsfreiheit und Nichtwissen besteht.

Zur Pressemitteilung und weiteren Informationen

Die Vermessung der Mitte

Die Mittelschicht erodiert, lautet eine These in der aktuellen Verteilungsdiskussion. Doch so pauschal stimmt das nicht, hat das IW Köln in einer Studie herausgefunden. Allerdings erreichen bestimmte Menschen mit höherer Wahrscheinlichkeit die Mitte als andere.

„Die Krise der Mittelschicht ist eines der beherrschenden Themen beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos“, schrieb Mitte Januar die „Süddeutsche Zeitung“. Und „stern.de“ rätselte vor kurzem: „Ist die Mittelschicht eine Illusion?“ Die Verteilungsforscher aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln versuchen, diese Frage zu beantworten, indem sie genau hinschauen.

Je nach Abgrenzung gehören knapp 50 bis 80 Prozent der Bundesbürger der Mittelschicht an. Der erste Schritt zu differenzierten Erkenntnissen ist, die deutsche Bevölkerung nicht einfach in Arm, Mitte und Reich einzuteilen, sondern fünf Schichten zu bilden. Zwar ist das Einkommen nicht das einzige Kriterium, an dem sich die Zugehörigkeit eines Menschen zu einer Schicht festmacht – Bildung und Werte beispielsweise spielen auch eine Rolle. Dennoch ist das Geld in der Verteilungsdiskussion der ausschlaggebende Faktor. Deshalb wird die Schichtenabgrenzung anhand der Relationen zum Medianeinkommen vorgenommen, das für einen Single im Jahr 2014 monatlich 1.758 Euro netto betrug (Grafik): Ganzer Artikel aus der IWD v. 16.02.2017

Wie arm ist Deutschland? 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung

Im Frühjahr 2017 wird die Bundesregierung den 5. Armuts- und Reichtumsbericht vorlegen. (Zum Entwurf) Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge weist in diesem Zusammenhang auf das Thema "Ver- und Überschuldung" hin. Schon jetzt ist bekannt, dass die Schuldenlast privater Haushalte in Deutschland seit zehn Jahren zunimmt. Aktuell sind geschätzt vier Millionen Erwachsene in zwei Millionen Haushalten – das sind rund sechs Prozent der Bevölkerung in Deutschland – soweit mit Schulden belastet, dass ihre Existenzgrundlagen akut bedroht sind. Vor dem Hintergrund dieser Fakten ist eine frühzeitige Schuldnerberatung für die Betroffenen und ihre Familien dringend notwendig.

In Deutschland existieren rund 1.100 Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen. Angesichts der geschätzt vier Millionen Menschen in schwerwiegenden finanziellen Notlagen reicht dieses Angebot nicht aus, um allen Ratsuchenden ohne längere Wartezeiten Unterstützung geben zu können.

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Bundestag: Streit über Nationalen Bildungsbericht

Berlin: (hib/ROL "Das Bildungswesen in Deutschland ist zwar auf einem guten Weg, aber insbesondere bei der Bildungsgerechtigkeit gibt es immer noch viel Aufholbedarf." Das betonte der Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zum "Nationen Bildungsbericht - Bildung in Deutschland 2016" (18/10100) und der Vorstellung des Antrags von Bündnis 90/die Grünen (18/10248) am Mittwochvormittag. Trotz der bisherigen Bemühungen sei es der Bildungspolitik nicht gelungen, allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer Herkunft gleiche Chancen und dadurch Lebensperspektiven zu ermöglichen, unterstrich der grüne Bundestagsabgeordnete.
Der nationale Bildungsbericht gibt alle zwei Jahre einen differenzierten Überblick über das gesamte deutsche Bildungswesen. Der Bildungsbericht wird von einer unabhängigen wissenschaftlichen Autorengruppe erstellt. Die Finanzierung erfolgt gemeinsam durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder.

Mehr dazu lesen: Bundestag: Streit über Nationalen Bildungsbericht

Baden-Württemberg: 1.500 Euro Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer

Als erstes Bundesland erhebt Baden-Württemberg künftig für Studenten aus Nicht-EU-Ländern Studiengebühren. Pro Semester müssen sie 1.500 Euro bezahlen, wie Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Ausnahmen soll es für Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive sowie Studenten aus besonders armen Ländern geben. Der Landtag muss dem Gesetz noch zustimmen. Von dem Geld sollen 80 Prozent dem Landeshaushalt und 20 Prozent den Hochschulen zugewiesen werden. Die Regelung gilt ab dem Wintersemester 2017/18. Ausländische Studenten, die bereits eingeschrieben sind, genießen Bestandsschutz und müssen keine Gebühren bezahlen. Dasselbe gilt für Ausländer, die ihr Abitur in Deutschland gemacht haben.

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Vertretungsrecht in der Ehe stärken - Pressemitteilung der eaf

Der Bundestag berät am morgigen Donnerstag (16.02.20179 über eine lebenspraktische Erleichterung für Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften in persönlich schweren Situationen.

Fast alle verheirateten Menschen glauben, dass ihr/e Ehepartner/partnerin in plötzlich eintretenden gesundheitlichen Notfällen, wie z. B. einem Unfall, für sie Entscheidungen treffen darf, wenn sie dazu selbst vorübergehend nicht in der Lage sind. Das ist aber nicht so! Es gibt kein automatisches Vertretungsrecht für Ehe- oder eingetragene Lebens-partner/innen. Auch sie brauchen eine Vorsorgevollmacht. Tritt ein solcher Notfall ein und es liegt keine Vorsorgevollmacht vor, ist der Umweg über eine gerichtliche Betreuerbestellung erforderlich. Auf diesem Wege wird dann vermutlich in den meisten Fällen der Partner bzw. die Partnerin bevollmächtigt. Das ist umständlich, bürokratisch und für die Betroffenen gerade in einer auch emotionalen Notsituation kaum nachvollziehbar.

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Gemeinsamer Aufruf von Verbänden und Gewerkschaften zur Weiterentwicklung des Teilzeitrechts

Die in der AGF zusammengeschlossenen Familienorganisationen unterstützen den aktuellen Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministeriums, mit dem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen Anspruch auf eine Befristung der Teilzeit erhalten sollen. Gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund, dem Deutschen Frauenrat, dem Sozialverband Deutschlands, der Arbeiterwohlfahrt, der Diakonie Deutschland, dem Bundesforum Männer, dem Verband berufstätiger Mütter, dem Zukunftsforum Familie und der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik begrüßen sie die damit eingeleiteten Schritte hin zu mehr Arbeitszeitbestimmung für Beschäftigte und den leichteren Wechsel zwischen Voll- und Teilzeittätigkeiten für Frauen und Männer.

pdf2017-02-10_Aufruf_Reform_Teilzeitrecht.pdf

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Gutes Leben für alle – aber sicher! Fachtag zur Kindergrundsicherung am 30.März 2017

Nach Aussagen des Armuts- und Reichtumsberichts Baden-Württemberg, der im Dezember 2015 veröffentlicht wurde, sind 45,8% aller Alleinerziehenden von Armut betroffen. Der Befund ist nicht neu, erschreckend ist aber, dass in den letzten Jahren eine gravierende Verschlechterung sattgefunden hat.
Zur Bekämpfung der Kinderarmut wird in der Familienpolitik immer wieder die Einführung einer Kindergrundsicherung überlegt. Befürworter*innen versprechen sich durch sie eine Verbesserung der finanziellen Situation von Familien, mehr Transparenz, eine Reduzierung von Antragshürden sowie die Vereinfachung des Familienlastenausgleichs.

Das Netzwerk Alleinerziehendenarbeit - Baden-Württemberg lädt zu einem Fachtag Gutes Leben für alle – aber sicher! ein:

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Bundesregierung nimmt Stellung zum 15. Kinder- und Jugendbericht

Jugend ermöglichen! Bundesregierung nimmt Stellung zum 15. Kinder- und Jugendbericht, der erstmals mit begleitender Jugendbroschüre erscheint

Die Bundesregierung ist davon überzeugt, dass das Jugend- und junge Erwachsenenalter eine eigenständige Lebensphase mit besonderen Herausforderungen ist. Daraus leitet sich der Anspruch einer Eigenständigen Jugendpolitik ab. Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, erklärt: „Der Bericht bestätigt unser Verständnis von Jugendpolitik. Sie muss sich an zwei Maßstäben orientieren: An Interessen und Bedürfnissen der Jugend selbst und am Zusammenwirken aller Akteure für eine jugendgerechte Gesellschaft.“

Der 15. Kinder- und Jugendbericht mit dem Titel „Zwischen Freiräumen, Familie, Ganztagsschule und virtuellen Welten – Persönlichkeitsentwicklung und Bildungsanspruch im Jugendalter“ wurde von einer unabhängige Sachverständigenkommission unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, dem Direktor des Deutschen Jugendinstituts (DJI), im Auftrag der Bundesregierung erarbeitet.

Der Bericht zeichnet ein aktuelles Bild der Lebenslagen und des Alltags Jugendlicher und junger Erwachsener. So wird „Jung sein heute“ durch den demografischen Wandel und unsere Migrationsgesellschaft bestimmt, ebenso wie durch (ungleiche) sozioökonomische Rahmenbedingungen und die Einbettung in Bildung, Ausbildung und Beschäftigung.

Mehr dazu lesen: Bundesregierung nimmt Stellung zum 15. Kinder- und Jugendbericht

Die Freiheit geb ich Dir. Warum wir ein bedingungsloses Grundeinkommen brauchen

„Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist eine revolutionäre Lösung, ohne dass Blut fließen muss.“

Von Guy Standing - In Finnland wurde Anfang 2017 ein wegweisendes Pilotprojekt gestartet. Die Regierung wird einer zufällig ausgelosten Gruppe von 2000 Erwerbslosen ein monatliches Einkommen von 560 Euro auszahlen. Die Auszahlung ist an keinerlei Bedingungen gebunden, und die Empfänger müssen über die Verwendung des Geldes keine Rechenschaft ablegen. Die Finnen wollen testen, ob ein solches Programm, das sich Grundeinkommen nennt und in früheren Pilotprojekten an anderen Orten auf der Welt funktioniert hat, durchführbar ist.

Das Grundeinkommen ist ein geringer Betrag, der jeder Bürgerin und jedem Bürger in gleicher Höhe ausgezahlt wird, ohne dafür ein bestimmtes Verhalten einzufordern. Es verringert nachweislich Ungleichheit und erhöht die wirtschaftliche und soziale Freiheit. Und: Seine Zeit ist gekommen. Zum lesenswerten Beitrag von Guy Standing erschienen in IPG am 26.01.2017

Arbeitsteilung Partnerschaftliche Vereinbarkeit – Die Rolle der Betriebe

Wie gut die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mütter und Väter mit kleinen Kindern gelingt, darauf haben Unternehmen viel Einfluss. Das zeigt eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB), die die Rolle von Betrieben bei der partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie- und Erwerbsarbeit untersuchte.

"Viele Eltern haben sich vom überholten Konzept einer klaren Arbeitsteilung zwischen Müttern und Vätern verabschiedet. Beide Elternteile wollen im Beruf bleiben, sich weiterentwickeln und für ihre finanzielle Unabhängigkeit sorgen. Beide wollen aber auch Verantwortung für die Kinder übernehmen, Zeit mit ihnen verbringen, Nähe spüren“, so WZB-Präsidentin Professorin Jutta Allmendinger bei der Vorstellung der Studie. Neben der Politik könnten die Betriebe dabei helfen, diese Ziele umzusetzen.

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2017 - 02/02

Landesfrauenrat BW: Warum der Weltfrauentag noch nie so wichtig war wie heute

Pressemitteilung des Landesfrauenrates zum 8. März – dem Internationalen Weltfrauentag

Überall auf der Welt bekommen antidemokratische Haltungen Zuspruch und Frauenrechte werden infrage gestellt. Ob in den USA, in Polen, der Türkei oder hierzulande werden Menschenrechte und damit die Rechte der Frauen attackiert. „Jedes Jahr am Weltfrauentag machen wir auf Probleme aufmerksam. Doch heute ist der Weltfrauentag wichtiger denn je, da die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte in Frage gestellt werden“, betont Manuela Rukavina, die Vorsitzende des Landesfrauenrates Baden-Württemberg. Deshalb müssen die Frauen im Land mobil machen und auf ihre Rechte, wie eigene Existenzsicherung, reproduktive Selbstbestimmung und politische Partizipation pochen. „Wir wollen, dass Frauen finanziell unabhängig leben können, bei politische Entscheidungen mitwirken und über ihren Körper selbst bestimmen können“, erklärt Rukavina. „Was für eine moderne Gesellschaft als selbstverständlich gelten sollte, wird leider seit einiger Zeit wieder häufig in Frage gestellt“, ergänzt sie.

Mehr dazu lesen: Landesfrauenrat BW: Warum der Weltfrauentag noch nie so wichtig war wie heute

Runder Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände formuliert Positionspapier für 2017

Mit seinem aktualisierten Positionspapier 2017 formuliert der Runde Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände gemeinsame Forderungen zur Verbesserung gesetzlicher Grundlagen und Rahmenbedingungen in der Pflegekinderhilfe.

In Deutschland leben fast 84.000 Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien. Nachweislich ist die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien eine der langfristig wirtschaftlichen und erfolgreichsten Hilfen zur Erziehung. Dennoch zeichnet sich das Pflegekinderwesen in Deutschland durch unterschiedliche landesrechtliche Regelungen und regional große Unterschiede in seiner Fachlichkeit und praktischen Umsetzung aus. Wenn das Pflegekinderwesen als nicht verzichtbare Hilfe zur Erziehung langfristig Bestand haben soll, sind Verbesserungen der gesetzlichen Grundlagen und der Rahmenbedingungen der Pflegekinderhilfe dringend erforderlich. Die Pflegefamilienverbände erwarten im Interesse der Pflegekinder, dass folgende Missstände behoben werden. Zum Positionspapier

Breites Bündnis gegen Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten

Ein breites Bündnis an Organisationen fordert die Bundesregierung in einer online Petition auf, Anträge auf Familiennachzug zu subsidiär schutzberechtigten Flüchtlingen positiv zu bescheiden, insbesondere, wenn Minderjährige betroffen sind. Die Petition kann bis zum 15. März unterzeichnet werden. Bisher hat das Anliegen knapp 3.500 Unterstützer gefunden, eine vergleichsweise hohe Zahl für eine Petition auf der hauseigenen Petitionsplattform des Bundestages.

Im März 2016 wurde der Familiennachzug für Menschen, die etwa aus Syrien nach Deutschland geflogen sind und den sogenannten subsidiären Schutzstatus erhalten, pauschal für zwei Jahre ausgesetzt. Die Kritik steht unter massiver Kritik. Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisationen werfen der Bundesregierung vor, elementare Grundrechte auszuhebeln. (Anmerkung: Dem hatte sich auch der Landesfamilienrat BW angeschlossen. pdf2016-02-11.PM.Familiennachzug-AsylpaketII.pdf)

Das Deutsche Institut für Menschenrechte etwa attestierte der umstrittenen Regelung Unvereinbarkeit mit dem Grund- und Menschenrecht auf Familie.

Mehr dazu lesen: Breites Bündnis gegen Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten

Familienarbeit der Mütter – der Dorn im Auge der OECD

Pressemeldung Verband Familienarbeit e.V.: Laut dpa beklagt die OECD in ihrer neuen Studie den hohen Anteil der Mütter in Deutschland, die „nur“ in Teilzeit erwerbstätig sind. Sie trügen damit „unterdurchschnittlich“ zum Wirtschaftswachstum bei. Die Fixierung auf Teilzeitarbeit zeige die Orientierung am „traditionellen Rollenbild“.
Gertrud Martin, die Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e.V. übt entschiedene Kritik: „Die OECD ist ein Lobbyist für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. In dieser Eigenschaft sollte sie sich aber heraushalten aus den Angelegenheiten, die Familien ohne Einmischung von außen autark zu regeln haben. Es muss ein Ende damit haben, dass die OECD in regelmäßigen Abständen den Müttern ggf. auch Vätern, die zugunsten der Präsenz bei ihren Kindern auf Erwerbsarbeit verzichten oder in Teilzeitarbeit stehen, Vorwürfe macht und versucht, sie möglichst in Vollzeit für die Erwerbsarbeit zu verpflichten. Solange die OECD in ihren Studien die Gleichwertigkeit von Erwerbsarbeit und elterlicher Erziehungsarbeit vollständig ignoriert, disqualifiziert sie sich als ernst zu nehmender Gesprächspartner.“
Martin meint weiter, angesichts der Tatsache, dass ein unbegrenztes Wirtschafts- und Konsumwachstum auf dem begrenzten Raum, den die Welt biete, nicht möglich sei, müsse auch die Frage gestellt werden, wie menschenverachtend dieses System des Immer-Größer-Weiter-Höher sei. Die Parameter dafür seien zuvörderst dort anzulegen wo es um die Kinder gehe und um die Eltern, die sich bemühen, ihre Kinder zugewandt zu erziehen und verantwortungsvoll ins Leben zu begleiten. Dafür brauchten die Eltern Zeit.

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VAMV: BGH Urteil zum Thema Wechselmodell als Umgangsregelung

Berlin, 27. Februar 2017. Der BGH hat heute klargestellt, dass ein Familiengericht ein Wechselmodell als Umgangsregelung anordnen kann. Maßstab ist für den BGH das Kindeswohl: Im Einzelfall muss ein Wechselmodell dem Kindeswohl am besten entsprechen, die Familiengerichte haben dies unter Anhörung des Kindes zu prüfen.

Einschub: Pressemitteilung des BGH pdfBGH_zu_Anordnung_des_Wechselmodells_durch_Umgangsregelung_des_Familiengerichts.pdf

Dazu erklärt Erika Biehn, Vizevorsitzende des Verbands alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV): "Wenn die Eltern sich vor Gericht über ein Wechselmodell streiten, ist der Konsens als Grundvoraussetzung für ein Gelingen im Sinne des Kindes nicht gegeben. Der VAMV bezweifelt deshalb, dass es dem Kindeswohl entspricht, ein Wechselmodell gerichtlich anzuordnen.

Wir hoffen auf salomonische Urteile, die dem Wohl des Kindes gerecht werden: Es darf nicht darum gehen, das Kind gerecht zwischen den Eltern aufzuteilen, sondern das Kind mit seinen Bedürfnissen und Bindungen in den Mittelpunkt zu stellen.

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BW-Stiftung: Die neue Perspektive ist da

Die Bewahrung unserer Demokratie, die Vielfalt unseres pluralistischen Systems, die Meinungsfreiheit und der Schutz von Minderheiten sind für die Baden-Württemberg Stiftung wichtige Anliegen, die sie seit Jahren mit ihren Programmen unterstützt. Aus diesem Grund beleuchtet die neue Ausgabe unseres Magazins das Phänomen des Populismus aus verschiedenen Perspektiven. Mit dabei sind renommierte Wissenschaftler wie der Populismusforscher Prof. Dr. Jan-Werner Müller und die Sprachwissenschaftlerin Dr. Elisabeth Wehling. Erfahrene Politiker wie Norbert Blüm, Norbert Lammert und Muhterem Aras beziehen im Dossier Position zum Thema. Neuigkeiten aus der BW Stiftung und Einblicke in unsere Projekte aus Forschung, Bildung sowie Gesellschaft und Kultur finden Sie auf vielen weiteren Seiten.

Das Magazin lesen

Bundesregierung stellt 15. Kinder- und Jugendbericht vor

Der 15. Kinder- und Jugendbericht zeichnet ein aktuelles Bild der Lebenslagen und des Alltagshandelns Jugendlicher und junger Erwachsener und untersucht die Rahmenbedingungen für ihr Aufwachsen. Am 1. Februar hat das Bundeskabinett die Stellungnahme zum 15. Kinder- und Jugendbericht beschlossen. Eine unabhängige Sachverständigenkommission hatte den Bericht mit dem Titel „Zwischen Freiräumen, Familie, Ganztagsschule und virtuellen Welten - Persönlichkeitsentwicklung und Bildungsanspruch im Jugendalter“ im Auftrag der Bundesregierung erarbeitet.
Der Bericht zeichnet ein aktuelles Bild der Lebenslagen und des Alltagshandelns Jugendlicher und junger Erwachsener. Er untersucht die Rahmenbedingungen des Aufwachsens sowie Einflüsse von Digitalisierung, demografischer Entwicklung und Globalisierung und analysiert alterstypische Problemlagen. Außerdem sind erstmals auch Sichtweisen junger Menschen unmittelbar in den Bericht eingeflossen. [Anmerkung: Besonders interessant beim Kapitel "Auf dem Weg zur Ganztagsschule als Regelangebot –Zwischenbilanz aus einer jugendorientierten Sicht" ab S. 329...]

Zum Bericht mit Stellungnahme der Bundesregierung

„Apps im Familienalltag“

Die Kindermedienland-Referentin Kathrin Schlör organisierte auf den Stuttgarter Kinderfilmtagen mit über 50 Erzieherinnen und Erziehern einen Workshop zum Thema „Apps im Familienalltag“. Im Video hören wir ein Resümee zur Frage, was eine "familientaugliche App" ausmacht.

Bündnis Bildungszeit sieht frühe Evaluation des Gesetzes skeptisch

Recht der Beschäftigten auf breite Bildungsmöglichkeiten muss erhalten bleiben

Im Bündnis Bildungszeit hatten sich 2014 15 Dachorganisationen  aus den verschiedensten Gesellschaftsbereichen zusammengeschlossen (Anm.: darunter auch der Landesfamilienrat) . Angesichts der bevorstehenden Evaluierung des erst seit Juli 2015 geltenden Gesetzes pochten die Bündnispartner in einem Gespräch mit Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut auf ein transparentes und ergebnisoffenes Verfahren.

Nach dem Willen der Koalition soll das Gesetz bereits nach zwei Jahren evaluiert werden, obgleich das Gesetz eine Überprüfung erst nach vier Jahren vorsieht. Das Bündnis Bildungszeit sieht wesentliche Teile des Bildungszeitgesetzes, mit dem das Land eine internationale Verpflichtung umgesetzt hatte, in Frage gestellt. Die wissenschaftliche Evaluierung soll Mitte 2017 beginnen und vor Ablauf von zwei weiteren Jahren abgeschlossen sein. Bei der Erarbeitung der Kriterien werden die Gewerkschaften und weitere Bündnispartner beteiligt.

Bei ihrem ersten Austausch mit Ministerin Hoffmeister-Kraut machten die Bündnispartner die hohe Bedeutung der Freistellung von Beschäftigten für Bildungsmaßnahmen gerade in der heutigen Zeit deutlich. “Wir erleben durch den digitalen Wandel und einen politischen Rechtsruck in vielen Ländern erhebliche Umbrüche. Nie war selbstbestimmtes lebenslanges Lernen wichtiger als heute.

Zur Pressemitteilung mit weiteren Hintergründen: pdfPM_17_23.02.2017_Bündnis_Bildungszeit.pdf

Gleichstellung regional– 3. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern

In der vom Bundesfrauenministerium veröffentlichten Publikation wurden 38 Gleichstellungsindikatoren zu Schwerpunkten wie "Partizipation", "Bildung, Ausbildung, Berufswahl" und "Arbeit und Einkommen" untersucht und mit der Entwicklung seit Jahr 2008, dem ersten Jahr einer entsprechenden Veröffentlichung verglichen. Hinzugekommen sind Indikatoren wie "Frauen in Führungspositionen in der Justiz" und "eigenes Alterssicherungseinkommen" (Gender Pension Gap).

Frauenanteil beim Minijob um etwa 12 Prozent höher als bei Männern
So werden regionale Unterschiede in der Entwicklung der Gleichstellung deutlich. Konkret heisst dies etwa in Bezug auf einen Minijob: 2014 hatten 16,5 Prozent der 30- bis 54jährigen Frauen und nur 4,2 Prozent der Männer der gleichen Altersklasse einen Minijob. Mit 22 Prozent liegt der Anteil der Frauen mit Minijob in Nordrhein-Westfalen am höchsten, mit jeweils rund 7 Prozent in Thüringen, Sachsen und Brandenburg am niedrigsten.

Ausgehend vom ebenfalls untersuchten Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen (Gender Pay Gap) sieht das Ministerium einen engen Bezug zum aktuell verhandelten Lohngerechtigkeitsgesetz. Der Atlas wurde von der Länderfachgruppe Gleichstellungsatlas unter Vorsitz des Landes Baden-Württemberg erarbeitet. Zum 3. Gleichstellungsatlas

Anmerkung: Baden-Württemberg trägt in einigen der untersuchten Schwerpunkten die "Rote Laterne", so z.B. bei den Mandaten im Landtag oder in den Kommunalparlamenten (Kreistag, Gemeinderat).

Bundestag: Demografiepolitische Bilanz der Regierung

Berlin: (hib/STO) Als Unterrichtung liegt die "demografiepolitische Bilanz der Bundesregierung zum Ende der 18. Wahlperiode" (18/11145) vor. Wie die Regierung darin ausführt, hat sich die demografische Lage in Deutschland in jüngster Zeit verändert. Dazu beigetragen habe vor allem das Migrationsgeschehen der vergangenen zwei Jahre. Allein im Jahr 2015 seien netto 1,139 Millionen Menschen zugewandert. Dabei handele es sich "um die höchsten Zuwanderungszahlen seit Beginn der Registrierung im Jahr 1950". Für 2016 sei mit einem geringeren Wanderungsüberschuss zu rechnen.
Bei der Entwicklung der Geburtenrate deutet sich dem Bericht zufolge eine Veränderung an. Dafür spreche der Anstieg bei der sogenannten endgültigen Kinderzahl von Frauenjahrgängen. Bis zum Geburtsjahrgang 1968 sei der Wert jahrzehntelang kontinuierlich zurückgegangen. Der Geburtsjahrgang 1968 habe mit 1,49 Kindern je Frau die niedrigste Kinderzahl. Dieser Rückgang scheine nun gestoppt. Vorausberechnungen zeigten, dass Frauen, die in den 1970er Jahren geboren sind, wieder etwas mehr Kinder zur Welt bringen, 1973 Geborene etwa 1,56. Für die nachfolgenden Jahrgänge bis 1980 zeichne sich ein weiterer Anstieg auf knapp 1,6 Kinder ab.

Mehr dazu lesen: Bundestag: Demografiepolitische Bilanz der Regierung

OECD: Dare to Share – Deutschlands Weg zur Partnerschaftlichkeit in Familie und Beruf

Deutschland hat mit dem Ausbau der Kinderbetreuung sowie mit der Ausgestaltung des Elterngeldes bereits wichtige Voraussetzungen für eine gleichmäßigere Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen beiden Eltern geschaffen. Eine gezielte Weiterentwicklung bestehender Instrumente sowie Anpassungen im Steuer- und Transfersystem könnten dazu beitragen, dass es noch mehr Müttern und Vätern gelingt, umfänglich erwerbstätig zu sein und Zeit für Kinder und Partnerschaft zu haben.

Die OECD-Deutschlandstudie „Dare to Share – Deutschlands Weg zur Partnerschaftlichkeit in Familie und Beruf“ soll die Politikverantwortlichen in Deutschland darin bestärken, die wichtigen, seit Mitte der 2000er Jahre eingeleiteten Reformen weiterzuführen, um die Vereinbarkeit von beruflichen und familiären Pflichten für Väter und Mütter zu verbessern. Sie enthält aktuelle Daten, Politiktrends sowie detaillierte Analysen der ausschlaggebenden Faktoren für die Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit.

Direktzugang zur Online-Ausgabe:

 


2017 - 03/01

ZFF: Moderner Mutterschutz und zwar für alle Frauen!

Berlin, 30.03.2017 - Das ZFF begrüßt die heute in 2. Lesung verhandelte Novellierung des Mutterschutzgesetzes, mahnt aber weitere Handlungsschritte für eine verbesserte finanzielle Absicherung von Schwangeren und jungen Müttern an.
Die Große Koalition hat sich auf die Novellierung des Mutterschutzgesetzes geeinigt, die heute in 2. Lesung verhandelt wird. Die Reform soll Frauen zukünftig passgenauer bei der Vereinbarkeit von Beruf und Schwangerschaft und Stillzeit unterstützen. Mit der Neuregelung soll der (gesundheitliche) Mutterschutz neben Arbeitnehmerinnen auch auf arbeitnehmerähnliche Personen, Studentinnen, Schülerinnen und Praktikantinnen ausgeweitet werden.

Birgit Merkel, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des ZFF, erklärt dazu:
„Endlich hat sich die Koalition auf die Reform des Mutterschutzgesetzes geeinigt! Besonders begrüßen wir, dass neben Arbeitnehmerinnen auch arbeitnehmerähnliche Personen, wie zum Beispiel die festen freien Mitarbeiterinnen von Medienunternehmen, sowie Studentinnen, Schülerinnen und Praktikantinnen in den Bereich des gesundheitlichen Mutterschutz aufgenommen werden sollen. Diese Frauen sollen zukünftig selbst entscheiden können, ob sie beispielsweise von der achtwöchigen Schutzfrist nach der Entbindung Gebrauch machen. Bei der Umsetzung muss aber unbedingt gewährleistet sein, dass schwangere und stillende Frauen nicht unfreiwillig in Studium oder Ausbildung zurückgedrängt werden. Hier sind Schulen und Hochschulen in der Pflicht flexible Prüfungsregelungen für Mädchen und Frauen in der Zeit der Mutterschutzfristen zu gewährleisten. Perspektivisch sprechen wir uns daneben für eine finanzielle Unterstützung dieser Personengruppen rund um die Geburt aus: Denn eine Unterbrechung des Ausbildungsverhältnisses oder des Studiums kann sich nur diejenige leisten, die auch monetär abgesichert ist!
Im Sinne eines partnerschaftlichen Familienmodells müssen auch die Rechte von (werdenden) Vätern gestärkt werden, beispielsweise durch eine Ausdehnung des Kündigungsschutzes bei der Ankündigung von Elternzeit oder durch die Einführung einer Vaterzeit, also einer kurzzeitigen bezahlten Freistellung direkt nach der Geburt.“

Weitere Informationen:
Zum Zukunftsforum Familie e. V.: www.zukunftsforum-familie.de

Studie: Kinder aus wohlhabenden Familien erhalten öfter Nachhilfe

Kinder aus ärmeren Familien erhalten einer Studie zufolge deutlich weniger Nachhilfe als Schüler aus Mittel- und Oberschichten. Damit würden durch den außerschulischen Unterricht die sozialen Ungleichheiten in Deutschland fortgeschrieben, statt sie zu verringern, erklärte die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung. Für die von der Stiftung geförderte Studie hatte ein Forscherteam der Universität Duisburg-Essen zwischen März 2012 und Juli 2013 fast 400 Nachhilfeinstitute befragt. Es handle sich um die erste Studie ihrer Art, hieß es. Die Untersuchung sei zwar nicht repräsentativ, liefere aber „wichtige Orientierungsdaten“.

Nach Erkenntnissen der Studie stammen die meisten Schüler (62 Prozent) der befragten Institute aus der „mittleren Mittelschicht“. 26 Prozent gehörten der „oberen Mittelschicht“, zwei Prozent der Oberschicht an. Die beiden höchsten Statusgruppen seien damit „deutlich überrepräsentiert“, erklärten die Forscher. Kinder aus unterer Mittel- (9 Prozent) und Unterschicht (ein Prozent) seien dagegen „unterrepräsentiert“. Eine Gruppe, die bei der Nachhilfe besonders deutlich zu kurz komme, seien zudem die Migranten.

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Vorurteile?! Gegen Sprachlosigkeit und für ein gutes Betriebsklima

Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V., das RKW Kompetenzzentrum und International HuMan Power haben gemeinsam eine Argumentationshilfe zum Umgang mit diskriminierenden Vorurteilen gegenüber Zugewanderten im Betrieb veröffentlicht.

Wie kann ich ausgrenzende Parolen im Betrieb entkräften? Wie unterstütze ich ein Klima der Offenheit und Akzeptanz gegenüber (neu-) zugewanderten Kolleginnen und Kollegen? Personalverantwortliche in Betrieben haben einen großen Vorteil – sie brauchen keine gesamtgesellschaftlichen Debatten führen, sondern können sich auf die Unternehmensziele beziehen. Dazu haben die drei Kooperationspartner der Verband binationaler Familien und Partnerschaften, das RKW Kompetenzzentrum sowie International HuMan Power das Workbook „Vorurteile im Betrieb. Weniger Sprachlosigkeit, mehr Argumente für ein gutes Betriebsklima“ erarbeitet. Leser*innen können sich mit den enthaltenen Anregungen und dem Hintergrundwissen Know-how für eine Gesprächsführung aneignen, die auf ein gutes Betriebsklima und solidarisches Miteinander abzielt.

Mehr dazu lesen: Vorurteile?! Gegen Sprachlosigkeit und für ein gutes Betriebsklima

Mütter sollen arbeiten – aber nicht zu lange

Die meisten jungen Erwachsenen in Deutschland finden es gut, wenn Mütter mit Kleinkindern beruflich tätig sind, nur rund 16 Prozent der Befragten lehnen jegliche Erwerbstätigkeit ab. Das zeigt eine Untersuchung, die das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung unter 1.858 Personen im Alter zwischen 24 und 43 Jahren durchgeführt hat. Der Studie nach hält die Hälfte der Befragten Beschäftigungsverhältnisse in Teilzeit zwischen 16 und 25 Wochenstunden für ideal, gefolgt von einer vollzeitnahen Arbeitszeit zwischen 26 bis 34 Stunden.

Die Umfrage lässt regionale Unterschiede erkennen: In den westdeutschen Bundesländern dominiert das Halbtagsideal, bei dem die Mutter vormittags arbeitet und sich nachmittags um die Kinderbetreuung kümmert. Fast jeder fünfte Befragte im Westen ist sogar der Ansicht, dass Mütter von Kleinkindern gar nicht arbeiten sollten. In Ostdeutschland befürwortet die Mehrheit eine vollzeitnahe Beschäftigung, während derer die Kinder ganztags betreut werden.

Studien und Publikationen zum Thema.

Bundestag: Kontroverse zum Familiennachzug

Berlin: (hib/WID) Die Forderung der Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen, allen Flüchtlingen in Deutschland den Familiennachzug wieder ohne Einschränkung zu ermöglichen, ist unter Sachverständigen umstritten. In einer Anhörung des Innenausschusses war am Montag auf der einen Seite die Warnung zu hören, dass eine weitere erhebliche Zuwanderung die Aufnahmefähigkeit von Staat und Gesellschaft überlasten könnte. Dagegen stand der Hinweis, dass eine auch nur zeitweilige Verweigerung der Zusammenführung mit den Angehörigen die Betroffenen nicht nur psychisch in hohem Maße belaste, sonder auch ihre Integration in die deutsche Gesellschaft gefährde.
Das vor einem Jahr verabschiedete sogenannte "Asylpaket II" enthält unter anderem die Bestimmung, dass subsidiär Schutzberechtigte zwei Jahre lang, also noch bis zum März 2018, keinen Anspruch auf Nachzug ihrer Angehörigen geltend machen können. Dagegen richten sich ein Gesetzentwurf der Grünen (18/10044) und ein Antrag der Linken (18/10243), die beide darauf abzielen, die Aussetzung des Familiennachzuges unverzüglich rückgängig zu machen.

Mehr dazu lesen: Bundestag: Kontroverse zum Familiennachzug

Gutes Leben für alle – aber sicher! Fachtag zur Kindergrundsicherung am 30.März 2017

Nach Aussagen des Armuts- und Reichtumsberichts Baden-Württemberg, der im Dezember 2015 veröffentlicht wurde, sind 45,8% aller Alleinerziehenden von Armut betroffen. Der Befund ist nicht neu, erschreckend ist aber, dass in den letzten Jahren eine gravierende Verschlechterung sattgefunden hat.
Zur Bekämpfung der Kinderarmut wird in der Familienpolitik immer wieder die Einführung einer Kindergrundsicherung überlegt. Befürworter*innen versprechen sich durch sie eine Verbesserung der finanziellen Situation von Familien, mehr Transparenz, eine Reduzierung von Antragshürden sowie die Vereinfachung des Familienlastenausgleichs.

Das Netzwerk Alleinerziehendenarbeit - Baden-Württemberg lädt zu einem Fachtag Gutes Leben für alle – aber sicher! ein:

Mehr dazu lesen: Gutes Leben für alle – aber sicher! Fachtag zur Kindergrundsicherung am 30.März 2017

Zweiter Gleichstellungsbericht Gleichstellung in der Erwerbsarbeit heißt Fürsorgeverpflichtungen mitdenken

 Der Deutsche Frauenrat begrüßt das Gutachten der Sachverständigenkommission zum Zweiten Gleichstellungsbericht, das heute von Bundesfrauenministerin Schwesig vorgestellt wurde.

„Das Gutachten ist vielversprechend. Unsere Erwartungen an den ausstehenden Bericht sind deshalb hoch. Er hat hoffentlich das Potenzial, Gleichstellungspolitik über eine enge Vereinbarkeitsfrage hinauszudenken und entsprechend zu gestalten, nämlich geschlechtergerecht und konsistent. So denkt das Gutachten Erwerbs- und Sorgearbeit konsequent zusammen. Das ist die Richtung, die wir schon lange einfordern. Bis heute wird die wirtschaftliche Leistung unbezahlter Sorgearbeit nicht bilanziert. Da Frauen aber 52 Prozent mehr Sorgearbeit verrichten als Männer, wird somit ein wesentlicher Teil der von Frauen geleisteten Arbeit ökonomisch ausgeblendet. Wenn wir diese Sorgelücke, den Gender Care Gap, nicht schließen, werden wir auch den Gender Pay Gap, die Entgeltlücke, nicht überwinden können. Gleichstellung in der Erwerbsarbeit heißt Fürsorgeverpflichtungen mitzudenken. Es heißt aber auch, bezahlte Sorgearbeit gerecht zu entlohnen“, sagte Mona Küppers, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, anlässlich der Vorstellung des Gutachtens. Berlin, Dienstag 07. März 2017


2017 - 04/01

Noch Plätze frei - Impulsveranstaltungen zum Ideenwettbewerb der Strategie "Quartier 2020 - Gemeinsam.Gestalten."

Ddas Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg unterstützt mit der Strategie „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten.“ Kommunen im Land dabei, vor Ort Quartiersideen zu entwickeln und umzusetzen. Als Auftakt zur Strategie können sich Kommunen beim derzeit laufenden Ideenwettbewerb beteiligen und bis zu 100.000 Euro aus Landesmitteln für die Umsetzung ihrer Quartiersidee erhalten. Der Wettbewerb steht allen Gemeinden, Städten und Landkreisen in Kooperation mit kreis-angehörigen Kommunen offen. Gesucht sind gute Quartiersideen mit den Schwerpunkten „Pflege und Unterstützung im Alter“ und „Bürgerschaftliches Engagement, Ehrenamt und Bürgerbeteiligung“.

Für interessierte Gemeinden, Städte oder Landkreise in Zusammenarbeit mit kreisangehörigen Kommunen bietet die FamilienForschung BW im Auftrag des Ministeriums fünf regionale Impulsveranstaltungen zum Ideenwettbewerb an. Alles Wissenswerte finden Sie hier

 

Studie: Kinderarmut steigt – aber nicht bei einheimischen Kindern

Durch die Flüchtlingseinwanderung nach Deutschland ist die Kinderarmutsquote gestiegen. Dieser Trend ist an den einheimischen Kindern allerdings spurlos vorübergegangen – auch bei Kindern mit Migrationshintergrund.

Die Kinderarmut in Deutschland nimmt einer Studie zufolge vor allem durch die Flüchtlingseinwanderung wieder zu. Die Kinderarmutsquote stieg im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 19,7 Prozent, wie eine am Dienstag in Düsseldorf veröffentlichte Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung ergab. Insgesamt lebten demnach 2015 rund 2,55 Millionen Kinder in Armut. Der Anstieg beruhe überwiegend auf der Zuwanderung von Jungen und Mädchen, die als Flüchtlinge meist unter der Armutsgrenze lebten.

 Zum ganzen Artikel in MiGAZIN (empfehlenswerter Newsletter...)

Zur Seite des WSI mit weiteren Daten zur Studie darunter auch die regionale Verteilung von Armut in Deutschland (Baden-Württemberg  bei 13,9 %)

Wahlrecht ab Geburt: Deutscher Familienverband startet bundesweite Kampagne

Die neue Kampagne des Deutschen Familienverbandes ist gestartet: „Nur wer wählt, zählt!“ macht sich für ein Wahlrecht ab Geburt stark. „Bisher bleiben 13 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ohne Gehör, wenn es um Mitbestimmung in unserem Land geht“, kritisiert die Schirmherrin der Kampagne, Renate Schmidt, anlässlich des bundesweiten Kampagnenstarts. „Immer weniger junge Menschen stehen heute immer mehr älteren und wahlberechtigten Menschen gegenüber – die Interessen der Jüngsten dürfen nicht länger unter den Tisch fallen!“ Artikel 20 Grundgesetz gibt vor, dass „alle Staatsgewalt vom Volke“ ausgeht. Zum Volk gehören Kinder wie Erwachsene. Doch an der Wahlurne endet bisher eines der wichtigsten Grundrechte. Denn laut Artikel 38 Grundgesetz darf nur wählen, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat.

„Dieser Widerspruch muss endlich beseitigt werden“, fordert die Bundesfamilienministerin a.D. und frühere DFV-Präsidentin Renate Schmidt. „Mit unserer Kampagne wollen wir Kindern – und damit der Zukunft – endlich eine Stimme geben!“

Mehr dazu lesen: Wahlrecht ab Geburt: Deutscher Familienverband startet bundesweite Kampagne

Pro Asyl: Zehntausende von der Beschränkung des Familiennachzugs betroffen

Mit dem Inkrafttreten des Asylpakets II im März dürfen subsidiär Geschützte erst ab dem 17. März 2018 einen Antrag auf Familienzusammenführung stellen. Mittlerweile sind Zehntausende Schutzsuchende davon betroffen.
Für Familien bedeutet diese Maßnahme eine unzumutbare Trennung auf Jahre. Nachdem das Asylpaket II im März 2016 beschlossen wurde, schnellten die Entscheidungszahlen auf subsidiären Schutz bis Jahresende drastisch in die Höhe: Zwischen April und Dezember 2016 wurde bei mehr als 140.000 Anträgen von Asylsuchenden aus den Hauptherkunftsländern lediglich auf eingeschränkten Flüchtlingsschutz entschieden – darunter Syrien, Afghanistan, Irak, Somalia und Eritrea.Familien bleiben auf Jahre getrennt

Für Syrer*innen erwies sich die Entwicklung als besonders dramatisch: Mit mehr als 120.000 Entscheidungen machen sie die größte Betroffenengruppe aus. 2015 wurde gerade mal 61 Syrer*innen der eingeschränkte Flüchtlingsschutz erteilt, die überwältigende Mehrheit (rund 106.000) bekam den vollumfänglichen Flüchtlingsschutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK). Die SPD hatte dem Asylpaket II im Glauben zugestimmt, die Regelung würde wenige Menschen treffen – ein gefährlicher Trugschluss.

Weiterlesen bei Pro Asyl:

Report Familien in Baden-Württemberg - Umfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, seit 2008 erstellt die FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt im Auftrag des Ministeriums für Soziales und Integration den Report »Familien in Baden-Württemberg«. Die Berichtsreihe informiert Sie in regelmäßigen Abständen zu verschiedenen Themen rund um die Situation von Familien in Baden-Württemberg.

Heute laden wir Sie, die Leserinnen und Leser, ein, uns eine Rückmeldung zu den Familienreports zu geben. Hierzu haben wir einen kurzen Fragebogen vorbereitet. Wir freuen uns, wenn Sie an unserer Online-Befragung teilnehmen und uns Ihre Einschätzung zum Report mitteilen. Der Fragebogen hierzu ist bis 5. 5. 2017 abrufbar.

Kinder- und Jugendhilfe fordert Neujustierung des Kindergeldes

Kinder- und Jugendliche in Deutschland haben gute Startchancen – aber nicht alle. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe. Sie fordert auch mehr Kindergeld für ärmere Familien.Junge Menschen in Deutschland haben laut einer neuen Untersuchung gute Startmöglichkeiten für ihr Leben. 41 Prozent von ihnen verlassen die Schule mit Abitur, nur 5,7 Prozent haben keinen Schulabschluss, wie aus dem „Deutschen Kinder- und Jugendmonitor 2017“ hervorgeht, der am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Die 22 Millionen Kinder und Jugendlichen hätten viele Chancen, sagte Karin Böllert, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe, die die Studie des Deutschen Jugendinstituts in Auftrag gegeben hat. Vollkommen zufrieden zeigte sie sich allerdings nicht: Neben Chancen gebe es reichlich Risiken, Probleme und Defizite.

Mehr dazu lesen: Kinder- und Jugendhilfe fordert Neujustierung des Kindergeldes

Vater, Mutter und zwei Kinder - Familienleitbilder in Deutschland

Seit Jahrzehnten dominiert in der Bundesrepublik Deutschland das Leitbild der Zweikindfamilie. Dennoch gibt es Menschen, die von diesem Mainstream abweichen: Sie entscheiden sich bewusst gegen Kinder, für ein Einzelkind oder aber für drei oder mehr Kinder. Solche Paritätsunterschiede werden seit langem untersucht, jedoch selten unter Einbezug kultureller Vorstellungen zum Leben ohne oder mit vielen Kindern. Anhand der Daten des Leitbildsurveys wird für junge Erwachsene im reproduktiven Alter gezeigt, dass kulturelle Idealvorstellungen einen zusätzlichen Erkenntnisgewinn zur Normabweichung liefern und dass Abweichler eine soziale Stigmatisierung wahrnehmen. Zudem überstrahlt bei der Kinderwunschparität von vier und mehr Kindern die hohe intrinsische Motivation alle ökonomischen und strukturellen Aspekte. Bei Kinderlosen zeichnet sich - im Vergleich zu den anderen Normabweichlern am stärksten - eine wahrgenommene Diskrepanz zur Mehrheitsgesellschaft ab. Sie weist möglicherweise auf sozialen Druck hin, sich zu rechtfertigen oder sogar der Norm zu entsprechen. Entgegen der in der Literatur vertretenen These der 'Kultur von Kinderlosigkeit' besteht die verbreitete Ansicht, dass Kinderlosigkeit zwar 'normal' sei, jedoch selten erstrebenswert im Sinne eines Ideals. Außerdem haben sich trotz der dominanten Zweikindnorm weitere Familienmilieus etabliert.

Eine Zusammenfassung der großangelegten Studie des Vienna Instituts of Demography durch das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden (übrigens ein sehr empfehlenswerter Newsletter) finden Sie hier

EAF: Familienpolitik - mehr als ein Wahlkampfthema?

CDU, CSU und SPD überbieten sich in den letzten Tagen mit Vorschlägen. Das ist erfreulich, denn der Alltag und die Unterstützungsnotwendigkeiten von Familien rücken damit stärker in den Mittelpunkt. Allerdings waren in den zurückliegenden vier Jahren Verbesserungen oftmals nur mit massivem öffentlichen Druck möglich, wie z. B. die Erhöhung des Kindergeldes oder die Reform des Unterhaltsvorschusses für Kinder Alleinerziehender. Nun denken CDU und CSU über Hilfen für Familien beim Eigentumserwerb nach und Familienministerin Schwesig verfolgt ihr Projekt einer Familienarbeitszeit weiter, das nun auch auf Menschen, die Angehörige pflegen, erweitert wurde.

„Die eaf erwartet, dass es sich bei allem nicht nur um öffentlichkeitswirksame Themen für den Wahlkampf handelt, sondern diese von der zukünftigen Bundesregierung auch umgesetzt werden“, sagt Bernd Heimberg, Vizepräsident der eaf. „Um Kinder und Familien besser in ihrem unmittelbaren Umfeld zu unterstützen, kommt es aber auch darauf an, Strukturen grundsätzlich zu verändern: Dazu zählt das Kooperationsverbot zwischen Bund und Kommunen, das zu einem Kooperationsgebot werden muss. Außerdem sind die Rechte von Kindern endlich explizit im Grundgesetz zu verankern“, so Bernd Heimberg weiter.

Mehr dazu lesen: EAF: Familienpolitik - mehr als ein Wahlkampfthema?

Lesung: Alles inklusive - aus dem Leben mit einer behinderten Tochter. Buchtipp und Veranstaltungshinweis

Elternwerden hatte sich Mareice Kaiser anders vorgestellt: Ihre erste Tochter kommt durch einen seltenen Chromosomenfehler mehrfach behindert zur Welt. Das Wochenbett verbringen sie im Krankenhaus, statt zur Krabbelgruppe gehen sie zum Kinderarzt.
Mareice Kaiser erzählt von der Unplanbarkeit des Lebens, vom Alltag zwischen Krankenhaus und Kita, von ungewollten Rechtfertigungen, dummen Sprüchen, stereotypen Rollenverteilungen, bürokratischem Irrsinn und schwierigen Gewissensfragen.
Es ist die Geschichte einer jungen Mutter, die mehr sein will als die Pflegekraft für ihre behinderte Tochter. »Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der mein Kind die Kita verlassen muss, weil es zu behindert ist. Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der ich dankbar dafür sein muss, wenn jemand mein Kind betreut, weil ich arbeiten möchte. Ich möchte nicht immer auf Glück angewiesen sein. Wie soll sich was verändern, wenn niemand kämpft?« Fragen, die uns alle angehen.

Mehr dazu lesen: Lesung: Alles inklusive - aus dem Leben mit einer behinderten Tochter. Buchtipp und Veranstaltungshinweis

Demografiepolitik der Bundesregierung. Antworten auf die Bevölkerungsentwicklung

Deutschlands Bevölkerung verändert sich. Der „demografische Wandel“ ist mehr als ein Schlagwort. Und diese Entwicklung hat handfeste Folgen für fast alle Lebensbereiche. Folgen, die die Politik vor große Gestaltungsaufgaben stellen. Es geht um konkrete Antworten auf die Bevölkerungsentwicklung. In den vergangenen Jahren sind viele Menschen nach Deutschland gekommen. Gelingt ihre Integration, kann sich das positiv auf die Bevölkerungsentwicklung auswirken. Erfreulich ist auch der derzeitige Anstieg der Geburtenrate in Deutschland - wenn er sich als dauerhaft erweist. Doch am langfristigen Trend ändert sich nichts: Der demografische Wandel bleibt aktuell. Denn insgesamt leben wir länger, die Alterung der Gesellschaft schreitet voran und der Anteil der Menschen in der Erwerbsphase sinkt.
"Jedes Alter zählt"
Daher muss die Bundesregierung vorsorgen. Es gilt, Kindern und Jugendlichen eine gute Bildung und Ausbildung zu ermöglichen und Familien die Vereinbarung von privaten mit beruflichen Pflichten zu erleichtern. Die sozialen Sicherungssysteme müssen demografiefest gestaltet sein, die Lebensqualität muss in Stadt und Land erhalten bleiben. Und es müssen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass ältere Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben führen können. Mit diesen Themen befasst sich die Bundesregierung innerhalb ihrer Demografiestrategie. "Jedes Alter zählt" – so lautet das Motto.
Die Bundesregierung hat im Februar eine demografiepolitische Bilanz gezogen. Die Ergebnisse wurden am 16. März 2017 beim diesjährigen Demografiegipfel in Berlin vorgestellt. Zur Demografiestrategie der BW

Handreichung zum Thema „Begriffe der Einwanderungs- und Integrationspolitik“

Der Arbeitskreis „Kommunaler Qualitätszirkel zur Integrationspolitik“ hat eine Handreichung zum Thema „Begriffe der Einwanderungs- und Integrationspolitik“ veröffentlicht, auf die wir Sie gerne aufmerksam machen möchte. In der vorliegenden Handreichung werden inhaltlich zusammengehörige Begriffscluster in je einem zusammenhängenden Text diskutiert und sowohl auf ihre Entstehungs- und Verwendungsgeschichte als auch auf ihre Tauglichkeit für die kommunale Praxis erörtert.

Die Broschüre ist abrufbar unter
http://www.laka-bw.de/content/handreichung-begriffe-einwanderungs-und-integrationspolitik

 


2017 - 05/01

BMFSFJ: Investitionen in Infrastruktur für Familien

Welche Rolle können und sollten Investitionen für Familien spielen? Wie können familienbezogene Investitionen zu einer guten ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklung beitragen? Wie können wir die Potenziale der "Vereinbarkeitsrenditen" für Mütter und Väter heben? Expertinnen und Experten haben auf Einladung des Bundesfamilienministeriums gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsministerium diese Fragen und den Gewinn einer investiven Familienpolitik in einem Zukunftsgespräch "Investitionen in Familie" diskutiert. Sie sind Gegenstand dieses "Monitors Familienforschung" Nr. 36 mit dem Titel "Investitionen in Infrastruktur für Familien - ein Motor für inklusives Wachstum"

Kurze Anmerkung: Die ausschließlich funktionale Sicht auf Familienförderung als „Investitionen in die Infrastruktur für Familien“

Mehr dazu lesen: BMFSFJ: Investitionen in Infrastruktur für Familien

Landesfamilienrat: Familien im Alltag bedarfsgerecht und wirksam unterstützen

Pressemitteilung Landesfamilienrat - Ministerium für Soziales und Integration zum Internationalen Tag der Familie am 15. Mai:

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha gibt am Internationalen Tag der Familie den Startschuss zur Erarbeitung eines landesweiten Rahmenkonzepts Familienbildung.

Der Alltag vieler Familien ist geprägt von hohen Anforderungen und Belastungen. Kinder erziehen und für ihre Entwicklung Sorge tragen, Familie und Beruf miteinander vereinbaren, Partnerschaft leben, Angehörige pflegen und betreuen – all dies sind Aufgaben, die in den unterschiedlichen Lebenssituationen von Familien komplexes Wissen und vielseitige Fähigkeiten erfordern. Gleichzeitig sind die Erwartungen an die Familienerziehung stark gestiegen, so zum Beispiel bei der Bildungsförderung von Kindern. Familienbildung unterstützt Eltern und Familien bei der Erfüllung ihrer vielfältigen Aufgaben.

„Wir verstehen Eltern- und Familienbildung als Kernelement wirksamer Familienförderung und setzen uns dafür ein, dass alle Familien ein passendes und hilfreiches Angebot vorfinden“, sagt dazu die Vorsitzende des Landesfamilienrates Christel Althaus. „Damit die Familienbildung ihrem Anspruch als wirkungsvollem Förder- und Präventionsinstrument gerecht werden kann, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein: Das betrifft zunächst die Qualität der Angebote – ein Anspruch, der sich auch an die Träger und Anbieter richtet. Gleichzeitig müssen Angebote planvoll im Sozialraum entwickelt werden.“

Zur Pressemitteilung: pdfPM.2017-05-05.Auftakt_Familienbildung.pdf

Save-the-date: 18.10.2017 Kongress Familienbildung

Allen Kindern ein gelingendes Aufwachsen zu ermöglichen, indem sie Eltern in ihrer vielfältigen Verantwortung stärken, das ist die Aufgabe von Eltern- und Familienbildung. Der Zuwachs von Wissen und Fähigkeiten, eine bessere Orientierung und der Austausch mit anderen geben Sicherheit und helfen, die unterschiedlichen Aufgaben in der Familie besser zu erfüllen.

Der 2. landesweite Kongress Familienbildung wird sich mit Fragen der Qualitätsentwicklung, der Wirksamkeit und der bedarfsgestützten Planung im Sozialraum beschäftigen. Bitte merken Sie sich den Termin vor, eine detaillierte Einladung mit Tagungsprogramm erscheint vor den Sommerferien.

Mehr dazu lesen: Save-the-date: 18.10.2017 Kongress Familienbildung

Zukunftsforum Familie: Positionspapier zum Familiennachzug

Das ZFF positioniert sich zu Recht und Praxis beim Familiennachzug. Es fordert, das Wohl von Familien in den Mittelpunkt zu stellen, statt durch ein restriktives Aufenthaltsrecht die Trennung von Familien über Ländergrenzen hinweg zu erzwingen.
Die erhitzten Debatten rund um Migration und Flucht in Deutschland und Europa in den letzten Jahren hat der Vorstand des Zukunftsforums Familie (ZFF) zum Anlass genommen, sich zur rechtlichen Ausgestaltung und Praxis von Familienzusammenführungen zu positionieren. Das heute veröffentlichte Positionspapier ist auf Basis eines Fachgesprächs des ZFF-Vorstands gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft, dem Recht und der sozialen Praxis zu dem Thema entstanden.
Hierzu erklärt Christiane Reckmann (Vorsitzende des ZFF): „Jeder Mensch hat ein Recht auf Familie! Dieses Recht aber tatsächlich leben zu können, gestaltet sich für einige Familien in der Realität deutlich schwieriger als für andere. Dies betrifft insbesondere Familien, die durch Ländergrenzen getrennt sind.

Mehr dazu lesen: Zukunftsforum Familie: Positionspapier zum Familiennachzug

Bundestag: Bekämpfung von Kinderehen

Berlin: (hib/PST) Die Koalitionsfraktionen haben einen Gesetzentwurf zur Bekämfung von Kinderehen (18/12086) eingebracht. Er soll bereits am Freitag in erster Lesung beraten werden. Mit dem Gesetz soll das Ehemündigkeitsalter im deutschen Recht ausnahmslos auf 18 Jahre festgelegt werden. Die bisherige Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen schon mit 16 zu heiraten, wird abgeschafft. Vor Vollendung des 16. Lebensjahres geschlossene Ehen sollen mit Inkrafttreten des neuen Gesetzes unwirksam werden. Das soll auch für nach ausländischem Recht wirksam geschlossene Ehen gelten. Im Alter von 16 oder 17 Jahren geschlossene Ehen sollen nicht nur wie nach geltendem Recht aufgehoben werden können, sondern in der Regel aufgehoben werden müssen.
Die Koalitionsfraktionen begründen die geplante Gesetzesänderung unter anderem mit einer großen Zahl verheirateter Minderjähriger, die in jüngster Zeit als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind. Ihre derzeitige Rechtslage werde "angesichts des Schutzbedürfnisses der Minderjährigen, die verheiratet in der Bundesrepublik Deutschland ankommen, zunehmend als unbefriedigend empfunden", heißt es in der Einleitung des Gesetzentwurfs.

Farbe bekennen - Mittagspause für das Grundgesetz

Krumme Geburtstage werden meist nicht groß gefeiert. Das könnte dieses Jahr anders sein. Das Grundgesetz wird 68 Jahre alt. Mit einer gemeinsamen Mittagspause will die Aktion „Farbe bekennen“ die Menschen auf die Straße holen.
Stuttgart/Karlsruhe - Es tut sich was. Die einen bilden Menschenketten für Europa, die anderen wollen ihre Mittagspause im demokratischen Geist verbringen. Zur gar vielsagenden Uhrzeit um 11.55 Uhr oder anders ausgedrückt: um fünf vor zwölf. Unter dem Motto „Farbe bekennen! Für Demokratie und eine offene Gesellschaft“ trommelt dafür seit Neustem die Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Aber nicht irgendeine Mittagspause soll es sein. Am 23. Mai jährt sich die Verkündung des Grundgesetzes zum 68. Mal. Normalerweise hat das Datum bei den meisten Menschen keinen besonderen Platz im Kalender. Grundgesetz, Grundwerte – ja gut, aber die gehören doch zum selbstverständlichen Inventar unserer Demokratie, denken viele. Doch die Passivität scheint ein Ende zu haben.

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Bundestag: Änderung beim Kindergeld beschlossen

Berlin: (hib/HLE) Kindergeld soll in Zukunft nicht mehr für mehrere Jahre rückwirkend gezahlt werden können. Der Finanzausschuss fasste am Mittwoch einen entsprechenden Beschluss und fügte eine Änderung in den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung der Steuerumgehung und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften (18/11132, 18/11184) ein. Abweichend von der regulären Festsetzungsfrist von vier Jahren nach Paragraf 169 der Abgabenordnung sieht die Neuregelung vor, dass Kindergeld nur noch sechs Monate rückwirkend ausgezahlt werden kann. Wie die Bundesregierung in der Begründung schreibt, soll das Kindergeld im laufenden Kalenderjahr die steuerliche Freistellung des Existenzminiums sicherstellen. Hierfür sei eine mehrjährige Rückwirkung nicht erforderlich, da Anträge auf Kindergeld "regelmäßig zeitnah" gestellt würden. Auf Nachfragen der Oppositionsfraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen erklärte ein Vertreter der Bundesregierung, das Thema sei aufgegriffen worden, um Anreize für betrügerisches Verhalten zu reduzieren. Die Oppositionsfraktionen lehnten den Änderungsantrag ab, die Koalitionsfraktionen waren dafür.

Nationales Gesundheitsziel - Gesundheit rund um die Geburt

Beim 2016 neu erarbeiteten Gesundheitsziel „Gesundheit rund um die Geburt“ geht es um Schwangerschaft,Geburt, Wochenbett und die Entwicklungsphase im ersten Lebensjahr nach der Geburt des Kindes. Wichtige Ziele dabei sind die Förderung der Bindung zu den Eltern, gesunde Lebensverhältnisse, soziale Sicherheit sowie die Vermeidung von Unfallgefahren und elterlichen Überforderungssituationen. Eltern, die besonders belastet sind – wie z. B. durch eine schwierige wirtschaftliche oder soziale Lage, eigene Erkrankungen oder seelische Belastungen – müssen so früh wie möglich passgenaue Hilfen erhalten. Genau hierfür wollen sich die beteiligten Partner mit dem neuen Gesundheitsziel einsetzen.

Das Gesundheitsziel „Gesundheit rund um die Geburt“ wurde von einer Expertengruppe erarbeitet und einmütig verabschiedet. Der nationale Gesundheitszieleprozess verfügt nun mit „Gesundheit rund um die Geburt“ und „Gesund aufwachsen“ (PDF, 1 MB) über eine vollständige Abbildung der ersten Lebensphase von der Schwangerschaft bis zum Ende der Kindheit.

Neu auf DIJuF interaktiv: Synopsen zum Regierungsentwurf und UMA-Baustein

Infolge des Regierungsentwurfs vom 12.4.2017 für eine „kleine“ SGB VIII-Reform (Inkrafttreten: 1.1.2018) wurde die DIJuF interaktiv-Website (www.kijup-sgbviii-reform.de) aktualisiert. Abrufbar sind wieder eine Gesamtsynopse sowie Teil-Synopsen in allen thematisch berührten Bausteinen. Außerdem ist ein neuer Baustein zur Thematik „Unbegleitete minderjährige Ausländer/innen (UMA)“ enthalten, in dem die politischen Entwicklungen und Gesetzesinitiativen mit Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendhilfe nochmals eigens aufgegriffen sind. Es werden weiterhin Stellungnahmen und fachliche Positionierungen veröffentlicht und über das weitere politische Verfahren informiert. In den Foren der einzelnen Bausteine sind alle herzlich eingeladen, ihre Meinung zu den anvisierten Änderungen ins Gespräch zu bringen und mögliche Auswirkungen für die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe zu reflektieren.

Arbeitszeitwünsche und Erwerbstätigkeit von Müttern

Erwerbsarbeit sowie Haus- und Erziehungsarbeit sind in Deutschland noch immer ungleich zwischen den Geschlechtern verteilt. Die Erhöhung der Frauen- und Müttererwerbstätigkeit ist als politisches Ziel verankert, um einerseits die finanzielle Situation der Familien zu verbessern und andererseits die finanzielle Eigenständigkeit von Frauen zu stärken. Ob dieses Ziel erreicht werden kann, hängt neben strukturellen Rahmenbedingungen wie etwa Kinderbetreuungsmöglichkeiten auch von den Einstellungen der Betroffenen zu Familie und Beruf ab. Die Autoren gehen der Frage nach, wie die Arbeitszeiten von Männern und Frauen je nach Familienkontext variieren und welche Idealvorstellungen hinsichtlich des Arbeitszeitumfangs bestehen. Um besser abschätzen zu können, ob es bei der Erwerbstätigkeit von Müttern ungenutzte Potenziale gibt, werden in diesem Kurzbericht Einstellungen von Frauen zu Müttererwerbstätigkeit und externer Kinderbetreuung genauer untersucht.

 

» Zum Kurzbericht auf iabshop.de ...

Bundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen

Das Bundeskabinett hat am 12. April den von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig vorgelegten Gesetzentwurf zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen beschlossen. „Starke Kinder und Jugendliche brauchen starke Rechte“, erklärte Schwesig. Wir müssen alles dafür tun, dass Kinder geschützt und sicher aufwachsen können.“ Mit dem Gesetzentwurf werden wichtige Ziele des Koalitionsvertrages sowie der Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes und des Gesamtkonzepts für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt umgesetzt.
Konkret wird die Wirksamkeit von Instrumenten und Maßnahmen im Kinderschutz verbessert. Kinder und Jugendliche in Einrichtungen werden durch eine wirkungsvollere Heimaufsicht besser geschützt; Schutzlücken in Jugendclubs und Jugendfreizeitheimen geschlossen. Der Umgang mit Führungszeugnissen im Ehrenamt wird praxistauglicher und die Kooperation der Kinder- und Jugendhilfe mit dem Gesundheitswesen, den Strafverfolgungsbehörden, den Familiengerichten und der Jugendstrafjustiz verbessert. Ärztinnen und Ärzte, die das Jugendamt bei Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung eingeschaltet haben, werden zukünftig besser über die weitere Entwicklung informiert.

Mehr dazu lesen: Bundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen

„Kinderwunsch – Wunschkind – Designerbaby“

so lautet das Motto, unter das die katholische und evangelische Kirche in Deutschland die diesjährige bundesweite „Woche für das Leben“ (29. April bis 6. Mai) gestellt haben. Sie wendet sich damit den Fragen zu, in deren Zentrum der Wunsch nach einer sorgenfreien Schwangerschaft, einer glücklichen Geburt, einem gesunden Kind und einem guten Gedeihen des Kindes steht. Dieser Wunsch ist nicht nur zutiefst menschlich. Er ist auch vernünftig, berechtigt und in jeder Hinsicht nachvollziehbar.
Dennoch gehorchen die tatsächlichen Ereignisse oft nicht den Wunschvorstellungen. Und so stellen sich Fragen: Was kann man tun, wenn der erhoffte Kindersegen ausbleibt? Was kann vorbeugend getan werden, um eine gute Schwangerschaft und Geburt vorzubereiten? Welche Möglichkeiten gibt es, wenn Zweifel darüber entstehen, ob das Kind im Mutterleib gesund ist? Die moderne Medizin eröffnet hier viele Möglichkeiten.

Mehr dazu lesen: „Kinderwunsch – Wunschkind – Designerbaby“


2017 - 05/02

PM Religion und Akzeptanz sollten sich nicht ausschließen - Lesben- und Schwulenverband unterstützt Stuttgarter Prälatin Gabriele Arnold

(06.06.2017) Anlässlich der aktuellen Diskussionen über die Öffnung der Evangelischen Landeskirche Württemberg für Lesben und Schwule erklärt Brigitte Aichele-Frölich, Sprecherin des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Landesverband Baden-Württemberg:

Kirchen müssen für Zusammenhalt eintreten und für die Akzeptanz vielfältiger Lebensweisen werben. Religion und Akzeptanz von Lesben und Schwulen dürfen sich nicht ausschließen. Daher begrüßt der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Baden-Württemberg den couragierten Einsatz der Stuttgarter Prälatin Gabriele Arnold.

Als LSVD Baden-Württemberg möchten wir die Landeskirche Württemberg und die Prälatin Arnold ermutigen, diesen wichtigen Diskurs weiter zu führen und sich für eine modern-protestantische Auslegung des Glaubens einzusetzen. In Württemberg brauchen wir eine neugierige und offene Landeskirche, die gesellschaftliche Vielfalt schätzt und akzeptiert.

Mehr dazu lesen: PM Religion und Akzeptanz sollten sich nicht ausschließen - Lesben- und Schwulenverband unterstützt Stuttgarter Prälatin Gabriele Arnold

Pressemitteilung: Kinderarmut bekämpfen – ressortübergreifenden Aktionsplan auf den Weg bringen

Berlin, 02. Juni 2017 – Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen (AGF) e.V. und das Deutsche Kinderhilfswerk fordern anlässlich der heutigen Bundestagsdebatte über den 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung einen umfassenden, ressortübergreifenden Aktionsplan zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland. In einem gemeinsamen Brief an die Partei- und Fraktionsvorsitzenden von CDU, CSU, SPD, Linken und Grünen sowie an Bundessozialministerin Andreas Nahles und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig appellieren die Verbände eindringlich, die Bekämpfung der Kinderarmut zu einer politischen Aufgabe ersten Ranges zu machen, die auch nach der Bundestagswahl Bestand hat.

Ziel muss es sein, einen Aktionsplan zur Bekämpfung von Kinderarmut zu erstellen, der mit ausreichend finanziellen Mitteln ausgestattet ist und mehrdimensional an den verschiedenen Lebenslagen von Kindern ansetzt. Dieser Aktionsplan sollte daher alle relevanten Politikbereiche umfassen: Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik, Familien- und Bildungspolitik, Gesundheits- und Sozialpolitik sowie Stadtentwicklungs- und Wohnungs(bau)politik.

pdf170602_AGF_DKHW_PM_Kinderarmut.pdf

Deutscher Verein: Europa auf dem Weg zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

Ende April hat die Europäische Kommission ihre Vorschläge zur „Unterstützung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für Eltern und pflegende Angehörige“ veröffentlicht. Mit dem sogenannten Vereinbarkeitspaket soll die Beschäftigungsquote der Frauen in der Europäischen Union (EU) erhöht und der Ungleichheit auf den europäischen Arbeitsmärkten entgegengewirkt werden.

Obwohl bereits Maßnahmen zur Gleichstellung durchgeführt und europäische Richtlinien erlassen wurden, wie z.B. die Mutterschutzrichtlinie 92/85/EWG oder die Richtlinie über den Elternurlaub[1] 2010/18/EU, besteht noch immer deutliche Ungleichheit auf den Arbeitsmärkten: Die Beschäftigungsquote der Frauen in der EU liegt um 11,6 Prozentpunkte niedriger als die der Männer. Zusätzlich arbeitet beinah ein Drittel der Frauen in Teilzeit. Die Folgen schlagen sich sowohl im Lohnunterschied, abzulesen am Gender Pay Gap, als auch in der ungleichen Alterssicherung, bzw. im Gender Pension Gap, nieder. Gleichzeitig spiegelt der sogenannte Gender Care Gap die ungleiche Verteilung von Arbeiten wie Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen wider.

Dieser Ungleichheit soll die nun vorgeschlagene Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Pflege entgegenwirken. Die Europäische Kommission hat daher mit Blick in die europäischen Mitgliedsstaaten, unter Einbezug verschiedener Studien über Zusammenhänge von familiärer Arbeitsteilung und Beschäftigungsquoten und in Folge eines öffentlichen Konsultationsprozesses nicht-legislative und legislative Maßnahmen vorgeschlagen. Weiterlesen über diesen Link

"Monitor Hilfen zur Erziehung": Über 1 Mio. junge Menschen erhalten 2015 Hilfen zur Erziehung

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland bundesweit 1.052.305 Kinder, Jugendliche und junge Volljährige gezählt, die eine Hilfe zur Erziehung in Anspruch genommen haben. Damit wurde ein neuer Höchststand erreicht. Vor allem Fremdunterbringungen in Einrichtungen der Heimerziehung haben zugenommen.

Auf Grundlage der amtlichen Statistik stellt der "Monitor Hilfen zur Erziehung" der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik Analysen zum aktuellen Stand sowie zu Entwicklungen im Feld der Hilfen zur Erziehung und den angrenzenden Leistungen und Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung. Nun wurde die Datenbasis 2015 veröffentlicht.

www.hzemonitor.akjstat.tu-dortmund.de

Pro Asyl: Familiennachzug

Viele Flüchtlinge in Deutschland haben enge Verwandte, die im Herkunftsland, in Nachbarstaaten oder auf der Balkanroute zurückgeblieben sind. Oft war der Weg gerade für Frauen und Kinder zu gefährlich, häufig reichen die finanziellen Mittel auch nur für die Flucht von einer Person. Während die in Deutschland Angekommenen teilweise jahrelang auf eine Entscheidung in ihrem Asylverfahren warten, harren ihre Familien oft unter schwierigsten Umständen aus. Seit mit dem „Asylpaket II“ der Familiennachzug für subsidiär Geschützte jedoch für 2 Jahre ausgesetzt wurde, ist ihre Situation noch aussichtsloser geworden – denn nun erhalten auch Flüchtlinge aus Syrien häufig nur noch den subsidiären Schutz. Im Klartext bedeutet das für viele Familien eine Trennung auf Jahre hinweg: Zur Dauer des Asylverfahrens und der Gesetzesverschärfung kommt nämlich noch, dass die Wartezeit für eine Visumsbeantragung in den deutschen Botschaften der syrischen Nachbarländer ebenfalls viele Monate betragen kann.

Mit einer öffentlichen Petition an die Abgeordneten macht PRO ASYL Druck, die inhumane Trennung von Flüchtlingsfamilien zu beenden. Weiterlesen

Deutscher Familienverband: Bildung beginnt in der Familie

„Gut gebildete Menschen sind unsere wichtigste Ressource. Bildung beginnt in der Familie und muss ein Leben lang begleitet und gefördert werden“, fordert der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Familienverbandes, Sebastian Heimann, am Internationalen Tag der Familie. Der Fokus des von den Vereinten Nationen ins Leben gerufenen Gedenktages liegt 2017 auf dem Thema „Familien, Bildung, Wohlbefinden“. Es soll das Bewusstsein für die Rolle von Familien bei der Förderung der frühkindlichen Bildung und des lebenslangen Lernens stärken.
„Familien sind der erste und wichtigste Lernort für Kinder. Hier lernen sie zu vertrauen, Verantwortung zu übernehmen, zu lieben, zu streiten und Probleme zu lösen. Doch immer häufiger fehlt Eltern die Zeit, ihrem Nachwuchs vorzulesen, geduldig zu erklären oder den Entdeckerdrang ihrer Kinder aufmerksam zu begleiten“, betont der DFV-Bundesgeschäftsführer.

Mehr dazu lesen: Deutscher Familienverband: Bildung beginnt in der Familie

UNICEF:Immer mehr Minderjährige ohne Eltern auf der Flucht

Die weltweite Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge hat sich laut Unicef seit 2010 verfünffacht. Allein 2015 und 2016 seien rund 300.000 Jungen und Mädchen unter 18 Jahren in über 80 Ländern getrennt von ihren Eltern registriert worden, teilte das UN-Kinderhilfswerk am Mittwoch in Genf mit. In den beiden Jahren 2010 und 2011 seien es zusammen erst 66.000 Kinder gewesen.

Unicef warnte, dass die Heranwachsenden oft in die Hände skrupelloser Schleuser und Menschenhändler gerieten, da es kaum legale Wege der Einwanderung in andere Länder gebe. Die Kriminellen verkauften Kinder als Sklaven oder pressten sie in die Prostitution.

Zum Artikel aus MigAZIN vom 17.05.2017

Einheitliche Qualitätsstandards für Kitas: 30 Organisationen mit gemeinsamer Erklärung

30 Organisationen aus den Bereichen Wohlfahrtspflege, Familie, Kinderrechte sowie Gewerkschaften und Kita-Träger mahnen im Vorfeld der Jugend- und Familienministerkonferenz die zügige Einführung bundeseinheitlicher Qualitätsstandards für Kindertageseinrichtungen an. Sie begrüßen in einem gemeinsamen Aufruf den eingeschlagenen Weg zur Verbesserung der Qualität in Kitas und Kindertagespflege, heben jedoch hervor, dass nun zeitnah weitere Schritte mit konkreten Zielen, die auch die Finanzierung beinhalten, gegangen werden müssen. Die Konferenz der Landes- und Bundesfamilienminister ist aus Sicht des Bündnisses besonders geeignet, um gemeinsam wichtige Weichenstellungen für eine bundesweite gute Qualität der Kitas vorzunehmen. Gerade vor dem Hintergrund des Zeitpunkts der Konferenz, in unmittelbarer Nähe zum Tag der Familie am 15. Mai mit dem Motto „Familien, Bildung, Wohlbefinden“, sollte das Interesse von Familien und ihren Kindern an einer Qualitätsverbesserung der Kitas im Vordergrund stehen.

Wörtlich heißt es im Aufruf der 30 Verbände: pdf170517_Verbaendeerklaerung_Kitaqualitaet_17mai.pdf

5. Fachtag Demografie - Generationenpolitik am 3. Juli 2017 in Bad Boll.

Demografischer Wandel in der Kommune - Solidarität zwischen Alt und Jung.

Bei der Bewältigung des demografischen Wandels übernehmen die Mehrgenerationenhäuser eine bedeutende Rolle. Ihr Ziel ist die Stärkung des generationenübergreifenden gesellschaftlichen Zusammenhalts. Sie sind wichtige Akteure bei der Quartiersentwicklung,
fördern gezielt das generationenübergreifende Miteinander im Sozialraum und sind Partner der Kommunen bei der Integration der Neubürgerinnen und Neubürger in den Kreis der Alteingesessenen.
Die vielfältigen Angebote des freiwilligen Engagements sind das tragende Fundament der Mehrgenerationenhäuser. Dieser Demografie-Fachtag stellt das Kennenlernen von erfolgreichen Beispielen und den fachlichen Austausch über beste Praxis in den Mittelpunkt.

Alles Wissenswerte dazu im Flyer: pdfEinladung_5._Fachtag_Demografie_Bad_Boll.pdf

Statistisches Bundesamt: Geburtenrate in Deutschland weiter gestiegen

Die Geburtenrate in Deutschland ist im Jahr 2015 auf 1,5 Kinder pro Frau gestiegen. Sie hat damit den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung 1990 erreicht, bleibt aber nach wie vor unter dem europäischen Durchschnitt. Dieser lag bei 1,58 Kindern pro Frau, so das Statistische Bundesamt.

Europaweit hat Frankreich demzufolge die höchste Geburtenrate. Dort wurden 2015 im Durchschnitt 1,96 Kinder je Frau geboren, gefolgt von Irland (1,92) und Schweden (1,85). Portugal hat mit 1,31 Kindern je Frau die niedrigste Geburtenziffer. Rein rechnerisch wäre eine Geburtenrate von 2,1 Kindern pro Frau hierzulande notwendig, um den Bevölkerungsrückgang aufzuhalten.

Mehr dazu lesen: Statistisches Bundesamt: Geburtenrate in Deutschland weiter gestiegen

Familienrat in der Praxis – ein Leitfaden

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge legt seinen Leitfaden zum Familienrat (als Methode)  in erweiterter und aktualisierter Neuauflage vor! Er bietet einen unkomplizierten Einstieg in die Anwendung des innovativen Verfahrens u.a. in der Arbeit mit Familien und in der Kinder- und Jugendhilfe. Voraussetzungen, Anforderungen und Stolpersteine werden lösungsorientiert dargestellt; Fallbeispiele, Checklisten und Argumentationshilfen erleichtern die Umsetzung in die Praxis. Zum InhaltsverzeichnisFamilienrat

"Familienrat in der Praxis – ein Leitfaden" von Christian Hilbert, Kerstin Kubisch-Piesk und Heike Schlizio-Jahnke

2., erweiterte und aktualisierte Auflage 2017, 60 Seiten, kart., 11,80 €, für Mitglieder des Deutschen Vereins 9,50 €,

ISBN: 978-3-7841-2988-4

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Wenn Sie die Möglichkeit haben, eine Rezension der Broschüre in Ihrer Zeitschrift oder online zu veröffentlichen, so fordern Sie bitte ein Rezensionsexemplar an bei: Tatjana Hally, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 030 62980-316.


2017 - 06/01

Verbesserung beim Mutterschutz

Der Mutterschutz wird neu geregelt. Seit Juni haben Frauen, die ein behindertes Kind zur Welt bringen, Anspruch auf zwölf Wochen Mutterschutz (bislang acht Wochen). Zudem wird ein Kündigungsschutz für Frauen eingeführt, die eine Fehlgeburt nach der zwölften Schwangerschaftswoche erlitten haben. Weitere Änderungen treten zum Januar 2018 in Kraft.

Weitere Informationen: Mutterschutz

Achtsamkeitsstudie 2017: Kommen unsere Kinder zu kurz?

Wenn über Achtsamkeit gesprochen wird, ist damit meist die Wahrnehmung der eigenen Praktiken, Emotionen und Bedürfnisse gemeint - also die Aufmerksamkeit sich selbst gegenüber. Doch wie steht es um die Achtsamkeit in Bezug auf die Menschen, die einem am nächsten stehen, die eigene Familie? Die aktuelle Studie "Achtsamkeit in Deutschland: Kommen unsere Kinder zu kurz?" wurde von der Universität Bielefeld im Auftrag der Bepanthen-Kinderförderung durchgeführt. Prof. Dr. Holger Ziegler, Sozialpädagoge und Studienleiter, hat untersucht, wie die Achtsamkeit der Eltern von Kindern (6 bis 11 Jahre) und Jugendlichen (12 bis 16 Jahre) empfunden wird und welche Auswirkungen das Fehlen von Beachtung haben kann.

Das Ergebnis ist beunruhigend: Fast jedes dritte Kind (31 Prozent) und jeder fünfte Jugendliche (17 Prozent) fühlen sich von ihren Eltern nicht beachtet.  Zur Studie

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha begrüßt Debatte über Ehe für gleichgeschlechtliche Paare

Baden-Württembergs Sozial- und Integrationsminister begrüßt, dass auf Bundesebene endlich Bewegung in die lange festgefahrene Debatte um die „Ehe für alle“ gekommen ist. „Es ist lange überfällig, dass gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland endlich heiraten dürfen. Baden-Württemberg setzt sich seit langem für die Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare ein und hat im Bundesrat bereits mehrere Gesetzentwürfe eingebracht - bislang leider ohne Erfolg“, sagte der Minister am Vortag des Empfangs der Landesregierung anlässlich des Christopher-Street-Days. Dieser findet am Mittwoch (28. Juni) in der Staatsgalerie in Stuttgart statt.

Minister Lucha: „Die Tatsache, dass wir im Jahr 2017 immer noch darüber diskutieren müssen, ob gleichgeschlechtliche Ehen in Deutschland erlaubt sein sollen, zeigt, dass der Einsatz für die Rechte für LSBTTIQ-Menschen heute nach wie vor erforderlich ist.“

Mehr dazu lesen: Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha begrüßt Debatte über Ehe für gleichgeschlechtliche Paare

Einladung: Fachgespräch 2 Jahre Bildungszeit am 14. Juli 2017

Im Bündnis Bildungszeit hatten sich 2014 15 Dachorganisationen (darunter der Landesfamilienrat BW) aus den verschiedensten Gesellschaftsbereichen zusammengeschlossen, um das Recht der Beschäftigten auf eine breite Bildungsmöglichkeit zu verankern. Seit dem 1. Juli 2015 haben Beschäftigte in Baden-Württemberg nach 12 Monaten Betriebszugehörigkeit einen Anspruch auf 5 Tage Bildungszeit pro Jahr für berufliche und politische Weiterbildung sowie für Qualifizierungen zur Ausübung von ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Zwei Jahre nach Inkrafttreten des Bildungszeitgesetzes ist es Zeit für einen ersten Erfahrungsbericht aus Sicht der im Bündnis Bildungszeit vertretenen Verbände und Organisationen. Wir laden herzlich ein: 

Mehr dazu lesen: Einladung: Fachgespräch 2 Jahre Bildungszeit am 14. Juli 2017

Deutscher Caritasverband: Politik muss Armut früher und wirkungsvoller bekämpfen

„Wenn über Jahre eine unvermindert hohe Zahl von Menschen von Armut bedroht ist, so kann uns das nicht gleichgültig sein“, sagt Caritas-Präsident Peter Neher anlässlich der heutigen öffentlichen Anhörung zum 5. Armuts- und Reichtumsbericht. Besonders bedenklich seien die gestiegene Zahl überschuldeter Haushalte und die gestiegene Zahl wohnungsloser Menschen. Auch der nach wie vor bestehende Zusammenhang von sozialer Herkunft, damit schlechten Bildungsmöglichkeiten und Armut belege den dringenden politischen Handlungsbedarf.
„Jedes Kind ist gleich viel wert, die Bildungschancen von Kindern dürfen nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen“, kritisiert Neher. Die Handlungsnotwendigkeit bei der Armutsbekämpfung und -prävention sei lange bekannt. Dringend notwendig seien beispielsweise der Ausbau und die bessere Vernetzung niedrigschwelliger präventiver Angebote für arme Familien und ihre Kinder.

Mehr dazu lesen: Deutscher Caritasverband: Politik muss Armut früher und wirkungsvoller bekämpfen

Geburtenrate in der EU: abhängig von Beschäftigungsquote

Kinder, Kinder. Wer bekommt wie viele? Europas Kindersegen ist ziemlich ungleich verteilt, wie die Geburtenziffern für die 28 EU-Länder zeigen. Während Frauen in vielen südeuropäischen Ländern eher weniger Kinder großziehen, pflanzt sich der Norden deutlich produktiver fort. Allerdings liegt die Geburtenrate in allen EU-Ländern unterhalb der Größe, die nötig wäre, um die Bevölkerungszahl ohne Wanderungsbewegungen konstant zu halten.
Ein Blick auf Europas Geburtenraten zeigt: Der Kontinent scheint langsam, aber sicher auszusterben. Selbst in Frankreich, das man mit durchschnittlich 1,96 Babys je Frau als produktivste Krabbelstube Europas bezeichnen könnte, reicht der Kindersegen nicht aus, um die Bevölkerung ohne Zuwanderung konstant zu halten. Artikel aus iwd vom 29.05.2017 weiterlesen

UNICEF: Wo Kinder am besten leben

Jedes fünfte Kind lebt in Industriestaaten in Armut, zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Kinderhilfswerks Unicef. In Deutschland geht es Kindern vergleichsweise gut, aber in den Städten lauert hier eine Gefahr.

Laut einer Erhebung des Uno-Kinderhilfswerks Unicef lebt jedes fünfte Kind in Industriestaaten in relativer Armut. Jedes achte Kind laufe Gefahr, nicht genug zu essen zu bekommen, heißt es in dem Bericht "Die Zukunft schaffen: Kinder und die nachhaltigen Entwicklungsziele in reichen Ländern". Unicef untersuchte dafür auch Länder mit mittleren Einkommen, darunter Rumänien, Bulgarien und Chile.

Mehr dazu lesen: UNICEF: Wo Kinder am besten leben

Unterhaltsvorschussgesetz - Synopse zur Umsetzung

Der Bundestag hat am 1. Juni 2017 die Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes (UVG) verabschiedet, dem hat der Bundesrat am 2. Juni 2017 zugestimmt. Es bleibt beim Inkrafttreten zum 1. Juli 2017 – auch wenn die Verkündung erst danach erfolgt.

Das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) macht auf seine aktualisierte DIJuF-Synopse zum UVG aufmersam. Diese kann über die Internetseite (unter den Aktuellen Meldungen) abgerufen werden.

Projektaufruf: Berufliche Bildung - Mehr Menschen mit Migrationshintergrund in Aus- und Weiterbildung

Ddas Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat den Projektaufruf "Der Weg zum Erfolg: Berufliche Bildung - mehr Menschen mit Migrationshintergrund in berufliche Aus- und Weiterbildung" veröffentlicht.

Anträge können bis zum 25. September 2017 bei der Landeskreditbank Baden-Württemberg eingereicht werden.

Im Punkt „Wesentliche Inhalte der Förderung“ wird explizit aufgeführt, dass es u.a. darum geht, „über die Chancen einer Teilzeitausbildung (zu) informieren. Vor allem für Frauen mit familiären Verpflichtungen (Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen o.ä.) kann eine Teilzeitausbildung eine attraktive Option sein, um einen Ausbildungsabschluss zu erreichen“.

Den Projektaufruf sowie die Antragsvordrucke finden Sie unter: http://www.esf-bw.de/esf/foerderung-beantragen-und-umsetzen/projektaufrufe-des-foerderbereichs-wirtschaft/

GFMK: Breite Mehrheit für BW-Antrag zu besseren Rahmenbedingungen für pflegende Angehörige

Bei der Konferenz der Gleichstellungs- und FrauenministerInnen und -senatorInnen der Länder (GFMK) am 7. und 8. Juni in Weimar ist ein Antrag Baden-Württembergs mit sehr großer Mehrheit angenommen worden, der sich für eine bessere Anrechnung von Pflegezeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung ausspricht.

Konkret fordert der Antrag die Bundesregierung auf, folgende Punkte zu prüfen: 1. Die Pflegezeiten im Rentenrecht sollen künftig unabhängig vom Erwerbsstatus der pflegenden Person angerechnet werden.  2. Pflegende können auch dann eine Rentenanwartschaft erwerben, wenn sie bereits eine Vollrente wegen Alters nach Erreichen der Regelaltersgrenze beziehen.3. Pflegezeiten sollen in gleicher Weise honoriert werden wie Kindererziehungszeiten.

 Ganze Pressemeldung Weiterlesen

Bei den Expertenanhörungen im Rahmen der "Pflegeenquete" des Landtags hatte der Landesfamilienrat 2015 die stärkere Unterstützung von pflegenden Angehörigen eingefordert. Neben Unterstützung und Entlastung im Alltag ist die finanzielle Sicherheit im Alter der - meist weiblichen - Pflegepersonen ein zentrales Thema. Zu den Positionen des Landesfamilienrates: pdfPflege_Flyer_www.pdf

BZgA: Wie Kinder unter Alkoholproblemen der Eltern leiden

Nach Expertenschätzungen leben in Deutschland etwa 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche zeitweise oder dauerhaft mit einem alkoholabhängigen Elternteil zusammen. Diese Kinder wachsen in emotional verunsichernden Familienstrukturen auf. Wie Kinder unter Alkoholproblemen in der Familie leiden und ihre kindliche Widerstandsfähigkeit gestärkt werden kann, ist ein Thema der neuen Ausgabe des Newsletters „ALKOHOLSPIEGEL“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
„Kinder, die in Familien aufwachsen, in denen es eine Alkoholproblematik gibt, haben einen schweren Start ins Leben – und sie haben ein erhöhtes Risiko, selbst eine Alkoholabhängigkeit zu entwickeln“, erläutert Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. „Deshalb ist es wichtig, diese Kinder in der Alkoholprävention gezielt und möglichst früh zu erreichen, ihnen Ängste zu nehmen und ihre Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Aber auch die betroffenen Eltern gilt es zu unterstützen

Mehr dazu lesen: BZgA: Wie Kinder unter Alkoholproblemen der Eltern leiden

Verjüngung durch Einwanderung - Altersdurchschnitt in Deutschland sinkt

- Altersdurchschnitt in Deutschland sinkt auf 44 Jahre und drei Monate.

Einwanderer tragen erheblich zur Verjüngung Deutschlands bei. Während das Durchschnittsalter der deutschen Bevölkerung im Jahr 2015 auf 45 Jahre stieg, lag das der nichtdeutschen Bevölkerung bei 37 Jahren und fünf Monaten, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Für die Gesamtbevölkerung ergibt sich damit ein Altersdurchschnitt von 44 Jahren und drei Monaten im Jahr 2015. 2014 betrug das Durchschnittsalter der gesamten Bevölkerung noch 44 Jahre und vier Monate.

Mehr dazu lesen: Verjüngung durch Einwanderung - Altersdurchschnitt in Deutschland sinkt

Bundesfamilienministerium: Ausbau des Unterhaltsvorschusses für Alleinerziehende

Der Bundestag hat dem Gesetzentwurf zum Ausbau des Unterhaltsvorschusses zugestimmt. Die abschließende Beratung über den Entwurf des Bundesfamilienministeriums im Bundesrat war für den 2. Juni 2017 vorgesehen. Das sind gute Nachrichten für alleinerziehende Mütter und Väter, die enorm viel leisten und deshalb unsere besondere Unterstützung brauchen.
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: „Kinder, die nur bei einem Elternteil leben und von dem anderen Elternteil keinen Unterhalt erhalten, brauchen Verlässlichkeit und unsere Unterstützung. Deshalb soll der staatliche Vorschuss, über 30 Jahre nach seiner Einführung, endlich für Kinder bis zum Alter von 18 Jahren ausgeweitet werden. Außerdem kann die Leistung – wenn notwendig – künftig auch länger als 72 Monate bezogen werden. Kinder wachsen, kommen in die Schule. Ihr Bedarf steigt: neben neuen Jacken und Schuhen muss auch der Schulausflug finanziert werden. Da fehlt es den Alleinerziehenden oft an Geld, wenn der frühere Partner keinen Unterhalt zahlt."

Weitere Infos und PM des Verbands alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV)

Mehr dazu lesen: Bundesfamilienministerium: Ausbau des Unterhaltsvorschusses für Alleinerziehende


2017 - 07/01

Gemeinsam getrennt erziehen? Wunsch und Wirklichkeit von Trennungsfamilien

BMFSFJ stellt erste vorläufige Ergebnisse einer Befragung von Trennungseltern vor

Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley stellte am 11.7. im Rahmen des hauseigenen Zukunftsgesprächs „GEMEINSAM GETRENNT ERZIEHEN“ erste Ergebnisse einer durch das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des BMFSFJ durchgeführte Befragung von Trennungseltern vor. Danach wünscht sich über die Hälfte der Trennungseltern (51 %) eine hälftige bzw. annähernd hälftige Aufteilung der Betreuung der Kinder. 15 Prozent der Trennungseltern erziehen bereits gemeinsam. Unter diesen Eltern haben die allermeisten eher gute bis sehr gute Erfahrungen mit ihrem Betreuungsmodell gemacht (93%). Die Ergebnisse der Befragung geben ebenfalls Aufschluss darüber, wie Eltern in die gewünschte Betreuungskonstellation hineinfinden und was nötig ist, damit eine partnerschaftliche Betreuung gelingt.

Mehr dazu lesen: Gemeinsam getrennt erziehen? Wunsch und Wirklichkeit von Trennungsfamilien

DKHW: Familien mit minderjährigen Kindern von Hartz-IV-Sanktionen ausnehmen

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert, zukünftig Familien mit minderjährigen Kindern von Hartz-IV-Sanktionen auszunehmen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit leben in jedem dritten der mit Sanktionen belegten Haushalte minderjährige Kinder, dies waren im Monatsdurchschnitt des letzten Jahres rund 44.000 Haushalte. Nach Berechnungen des Deutschen Kinderhilfswerkes sind in diesen Haushalten jeden Monat rund 76.000 Kinder und Jugendliche von den Kürzungen betroffen.

Mehr dazu lesen: DKHW: Familien mit minderjährigen Kindern von Hartz-IV-Sanktionen ausnehmen

"Qualität braucht einen Plan!" Einladung zum Kongress Familienbildung am 18. Oktober 2017

Familie ist die wichtigste Erziehungs- und Bildungsinstanz für Kinder mit weitreichenden Auswirkungen auf Bildungsverläufe und das ganze Leben. Es ist die Aufgabe von Eltern- und Familienbildung, Eltern in ihrer Verantwortung zu stärken, um allen Kindern ein gelingendes Aufwachsen zu ermöglichen. Der Zuwachs von Wissen und Fähigkeiten, eine bessere Orientierung und der Austausch mit anderen geben Sicherheit und helfen, die unterschiedlichen Aufgaben in der Familie besser zu erfüllen.

Damit Familienbildung ihrem Anspruch als wirkungsvolles Förder- und Präventionsinstrument gerecht werden kann, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein: Im Mittelpunkt der Tagung steht neben der Qualität der Bildungsangebote – ein Anspruch, der sich in erster Linie an die Träger und Anbieter richtet –  auch die kommunale Planung.

Mehr dazu lesen: "Qualität braucht einen Plan!" Einladung zum Kongress Familienbildung am 18. Oktober 2017

PM: Tagesmütter fordern bessere Bezahlung - Kindertagespflege nicht mehr hinhalten

in der Sitzung des Landesjugendhilfeausschusses am 5. Juli 2017 forderte Christina Metke, 1. Vorsitzende des Landesverbandes Kindertagespflege Baden-Württemberg e.V., eine bessere Bezahlung für Tagesmütter.

Zur Pressemeldung pdf2017-07_05_PM_Mehr_Geld_für_Tagespflegepersonen.pdf

Angebote der LpB zur Bundestagswahl am 24. September 2017

Zur Bundestagswahl am 24. September 2017 legt die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) ein umfangreiches Programm aus Internetangeboten, Aktionen, Veranstaltungen und Veröffentlichungen vor, die in einem 16-seitigen Faltblatt vorgestellt werden (siehe Anlage). Die Palette reicht von einer Wahlhilfe in leichter Sprache über ein Infoposter zur Wahl bis hin Workshops und Planspielen für Schulklassen. Das kostenlose Faltblatt kann einzeln oder in größerer Stückzahl zur Weiterverteilung oder zur Auslage im LpB-Webshop bestellt werden (www.lpb-bw.de/shop). Ab einem Sendungsgewicht von 500 Gramm werden die Versandkosten berechnet.

pdfAngebote_der_LpB_zur_Bundestagswahl_am_24._Sep_2017.pdf

Bundestag: Ausweitung des Kinderlärm-Privilegs

Berlin: (hib/SCR) Der Bundesrat setzt sich für eine Ausweitung des sogenannten Kinderlärm-Privilegs ein. Ein Gesetzentwurf der Länderkammer (18/12949) sieht vor, dass die immissionsschutzrechtliche Ausnahme für Kinderlärm von Kindertageseinrichtungen, Kinderspielplätzen und Ballspielplätzen auch auf Sportanlagen übertragen wird. Geändert werden soll Paragraph 22 Absatz 1a Bundes-Immissionschutzgesetz. Lärm von Sportanlagen würde demnach bei der Berechnung der Lärmwirkung einer Sportanlage nicht berücksichtigt werden, wenn er von Kindern verursacht wird. Die Ungleichbehandlung von Kinderlärm auf Ballspielplätzen gegenüber Kinderlärm auf Sportanlagen sei "nicht sachgerecht", schreibt der Bundesrat. Sportanlagenlärm wird maßgeblich durch die Sportanlagenlärmschutz-Verordnung (18. BImSchV) geregelt.
In ihrer Stellungnahme lehnt die Bundesregierung den Entwurf ab. Die Ausweitung sei nicht praktikabel und würde zu Abgrenzungsfragen und Vollzugsschwierigkeiten führen. Die Änderung hätte daher "keinen praktischen Nutzen".

Außer-Haus-Verpflegung: Beunruhigende Studienergebnisse zur Verwendung von Aluminium-Menüschalen

Das Bundesinstituts fürs Risikobewertung (BfR) veröffentlichte am 29. Mai 2017 erste Ergebnisse seines Forschungsprojektes „Ausmaß der Freisetzung von Metallen aus Lebensmittelkontaktmaterialien“. Untersucht wurde das Maß der Freisetzung von Aluminiumionen aus unbeschichteten Aluminiummenüschalen und deren Übergang in saure Prüflebensmittel unter den Bedingungen des Cook & Chill-Verfahrens einschließlich einer anschließenden Warmhaltephase. Das Cook & Chill-Verfahren kommt in der Gemeinschaftsverpflegung häufig zum Einsatz – so auch bei sensiblen Personengruppen, wie Senioren und Kindern bis hin zu Kleinkindern.

Mehr dazu lesen: Außer-Haus-Verpflegung: Beunruhigende Studienergebnisse zur Verwendung von Aluminium-Menüschalen

EAF zur Reform Kinder- und Jugendhilferecht: „Als Tiger gesprungen ...

... als Bettvorleger gelandet“, an diesen Spruch wird man unweigerlich anlässlich der Verabschiedung des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG) erinnert. Von einer großen Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes, die im Koalitionsvertrag vereinbart worden war und mit der die Inklusion flächendeckend eingeführt werden sollte, ist nicht einmal mehr ein Reförmchen übrig geblieben! Im nunmehr vorliegenden Gesetz finden sich einige mehr oder weniger sinnvolle kleine Anpassungen und Änderungen, aber ein Wurf ist das nicht, nicht einmal ein kleiner Wurf.

Damit sind die Verabredungen des Koalitionsvertrags keineswegs erfüllt. „In der nächsten Legislaturperiode muss die große Reform früher und energischer auf den Weg gebracht werden. Dringend erforderlich ist ein wirklicher Perspektivwechsel “, sagt Christel Riemann-Hanewinckel, die Präsidentin der eaf. Nur eine breite, gute und bedarfsgerechte Unterstützung versetzt Familien in die Lage, Kinder und Jugendliche zu stärken. Das ist eine wichtige Voraussetzung für gelingendes Familienleben in gemeinsamer Verantwortung von Eltern und Staat. „Die Jugendhilfe muss unbedingt ihre Reparaturfunktion abstreifen und für alle Familien Angebote bereit halten“, so Christel Riemann-Hanewinckel weiter.

Die Forderungen der eaf für einen Perspektivwechsel in der Familienpolitik finden Sie hier
Sie basieren auf dem aktuellen Positionspapier der eaf >>>„In Verantwortung für Kinder – Für einen Perspektivwechsel in der Familienpolitik!“.

Deutsches Kinderhilfswerk: Bezuschussung von Ferienfahrten armer Familien

Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert an die Sozial- und Familienministerien der Bundesländer, stärker auf die Möglichkeiten der direkten Bezuschussung von Ferienfahrten armer Familien hinzuweisen. Der Verband begrüßt die vielfältigen Bemühungen der Bundesländer, armen Kindern und ihren Familien durch Individualzuschüsse einen kostengünstigen Zugang zu Ferienfahrten und Maßnahmen der Familienerholung zu ermöglichen. Nach einer aktuellen Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerkes gewähren 10 von 16 Bundesländern direkte Landeszuschüsse für arme Familien. Entsprechende Anträge können in Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen gestellt werden, während Familien mit Kindern in Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein keine direkten Zuschüsse erhalten können (Der Landesfamilienrat fügt drei bedauernde und mahnende Ausrufezeichen hinzu!!!). Allerdings gibt es in diesen Bundesländern – wie teilweise auch in den Bundesländern mit direkten Zuschüssen – Landesprogramme zur Förderung von gemeinnützigen Familienferienstätten, Ferienfahrten für Kinder oder andere Maßnahmen der Kinder- und Jugenderholung.

Mehr dazu lesen: Deutsches Kinderhilfswerk: Bezuschussung von Ferienfahrten armer Familien

OECD: International Migration Outlook 2017 mit Sonderkapitel Familie

Die Zahl humanitärer Zuwanderer in die OECD-Länder hat ihren Höchststand überschritten, doch die Regierungen ringen weiterhin mit den Folgen der Flüchtlingskrise. Sie sollten sich nun darauf konzentrieren, Flüchtlinge mit Bleiberecht bei der Integration in Arbeitsmarkt und Gesellschaft zu unterstützen. Dazu bedarf es einer Neuausrichtung nationaler Politiken wie auch der internationalen Kooperation.

Der „International Migration Outlook 2017“ analysiert die Entwicklungen bei den Wanderungsbewegungen – insbesondere von jenen, die im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise stehen – und analysiert die Migrationspolitik der OECD-Staaten sowie die ausgewählter weiterer Länder. Zudem liefert der Bericht Antworten darauf, welchen Einfluss die humanitäre Migration hat, und stellt die Strategien der Länder vor, Immigranten in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Ein Sonderkapitel ist der Familienmigration gewidmet.

Direktzugang zur Online-Ausgabe (leider nur englisch oder französisch)

 


2017 - 08/01

Zuschuss für Eltern von Mehrlingen - ja, aber gekürzt

Auf Druck verschiedener Akteure in Politik und Verbänden hat das Land Baden-Württemberg die im Haushaltsplan 2017 "gestrichene" Leistung für Eltern von Mehrlingskindern wieder aufgenommen. Der Betrag wird allerdings von bisher 2.500 Euro je Kind auf 1.700 Euro, also um rd. 30 Prozent gekürzt. Informationen dazu über die Seite des Ministeriums für Soziales und Integration.

Der Landesfamilienrat BW sieht es grundsätzlich kritisch, dass die Förderleistungen des Landes für Familien, wie etwa das Landeserziehungsgeld, der Individualzuschuss für Familienerholung  in den letzten Jahren aufgegeben oder immer weiter abgebaut wurden.

Die Kürzung des Mehrlingsgeburtenprogramms ist nach Auffassung des Landesfamilienrates ein weiterer Baustein dieser problematischen Entwicklung und kein gutes Signal für Familien.

Dazu die PM des familienpolitischen Sprechers der SPD im Landtag: pdf17-08-02__PM_Kürzungen_Mehrlingsgeburten_Kenner.pdf

Familienministerin Barley fordert Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Grundschülern

Fast jedes zweite Grundschulkind hat nach dem Unterricht kein Betreuungsangebot. Familienministerin Barley und Experten fordern einen Rechtsanspruch, die AWO den Aufbau von Ganztagsplätzen. Die Opposition kritisiert die große Koalition.

44 Prozent der Grundschulkinder in Deutschland haben einer Studie zufolge nach dem Unterricht kein Betreuungsangebot. Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) bekräftigte deshalb am Montag in Berlin ihre Forderung nach einem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler: „Es besteht dringender Handlungsbedarf.“ Gute ganztägige Angebote seien wichtig für die Chancengleichheit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Eltern, sagte Barley. Die Grünen warfen der Bundesregierung vor, den Ausbau der Betreuungsplätze vernachlässigt zu haben. Die Arbeiterwohlfahrt warb ebenfalls für einen Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung.

Migranten profitieren von Ganztagsangeboten besonders

Mehr dazu lesen: Familienministerin Barley fordert Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Grundschülern

Verband binationaler Partnerschaften: Schluss mit der Grundschule bis Mittag!

Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften nimmt die aktuellen Ergebnisse der Prognos-Studie „Gute und verlässliche Ganztagsangebote für Grundschulkinder“ zur Kenntnis und fordert einen Rechtsanspruch auf eine qualitativ hochwertige Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder.

Dass laut Prognos fast jedes zweite Kind nach dem Unterricht kein Betreuungsangebot hat, muss aufrütteln und Anlass genug sein, endlich tätig zu werden! Auch eingewanderte Familien brauchen qualitativ gute Ganztagsangebote zur individuellen Förderung ihrer Kinder und zur Mitwirkung als Elternteil an deren positiven Bildungsverlauf.

Mehr dazu lesen: Verband binationaler Partnerschaften: Schluss mit der Grundschule bis Mittag!

Immer weniger Studenten erhalten BAföG

Berlin: (hib/ROL) Die Wirksamkeit des BAföG ist gemessen an der BAföG-Quote zurückgegangen. Laut 21. Sozialerhebung erhalten nur noch 18 Prozent der Studenten BAföG. Damit liegt die Quote auf dem niedrigsten Stand seit Anfang der 1990er Jahre. Das schreiben Bündnis 90/Die Grünen in ihrer Kleinen Anfrage (18/13195). Zugleich müssten Studenten verstärkt neben dem Studium jobben. Ferner würden die Unterstützungsleistungen der Eltern, zum Beispiel in Form von Mietkostenübernahmen, steigen. Der Präsident des Deutschen Studentenwerks, Professor Dieter Timmermann, deute dies als zunehmenden Kostendruck auf die Studenten, führen die Grünen an und weisen auf eine Pressemitteilung des Deutschen Studentenwerkes vom 27. Juni 2017 hin.
Der Wirksamkeitsverlust des BAföG ist aus Sicht der Abgeordneten die Folge zu langer Phasen ohne Erhöhung. Die Bedingungen unter denen BAföG gewährt werde, müssten den heutigen Studien- und Lebensbedingungen angepasst werden. Die Grünen wollen mit ihrer Anfrage klären, wie die Bundesregierung dem in der 21. Sozialerhebung und anderen Studien beschriebenen Attraktivitäts- und Wirksamkeitsverlust des BAföG begegnen will.

Qualität braucht einen Plan! 2. Kongress Familienbildung am 18.10.2017 in Stuttgart

Familie ist die wichtigste Erziehungs- und Bildungsinstanz für Kinder mit weitreichenden Auswirkungen auf Bildungsverläufe und das ganze Leben. Es ist die Aufgabe von Eltern- und Familienbildung, Eltern in ihrer vielfältigen Verantwortung zu stärken um allen Kindern ein gelingendes Aufwachsen zu ermöglichen. Angebote der Eltern- und Familienbildung greifen aktuelle gesellschaftliche Fragen und Herausforderungen auf und können Generationen in Verantwortung füreinander stärken. Sie sind damit ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung einer sorgenden und solidarischen Gesellschaft im Sozialraum.

Der zweite landesweite ‚Kongress Familienbildung‘ beschäftigt sich mit Qualitätsentwicklung in der Familienbildung vor dem Hintergrund einer bedarfsgerechten Planung im Sozialraum. Veranstalter ist das landesweite Netzwerk Familienbildung BW, das beim Landesfamilienrat Baden-Württemberg angesiedelt ist und dessen fachpolitisches Anliegen ein bedarfsgerechtes, flächendeckendes und ‚zugängliches‘ Angebot der Eltern- und Familienbildung in Baden-Württemberg ist.

Angesprochen und eingeladen sind Fachkräfte aus der Familienbildung und der pädagogischen Arbeit mit Familien, Kommunalverantwortliche, Sozialplaner und alle Interessierten. Zum Programm und weiteren Informationen zur Anmeldung:

pdf2017-10-18.Kongress.Familienbildung.pdf

GMK-Arbeitsgruppe fordert kindgerechte Medienbildung von Anfang an

„Kinder im Mittelpunkt: Frühe Bildung und Medien gehören zusammen“. In einem aktuellen Positionspapier fordert die Fachgruppe Kita der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) eine „Medienbildung entlang der gesamten Bildungskette“. Diese muss laut GMK bereits in der frühen Bildung beginnen. In dem Positionspapier werden verschiedene Maßnahmen für eine gelingende Medienbildung in der Kita vorgeschlagen.Das Positionspapier beschreibt, dass Medien die Entwicklung von Kindern „unterstützen, verlangsamen, anregen“ und stellt daher die Frage, wie Familien und Kinder begleitet werden müssen, damit sich Medienkompetenz entwickeln kann. Als Antwort schlägt die GMK-Fachgruppe eine Verankerung der Medienbildung entlang der gesamten Bildungskette vor. Diese müsse sich an den Kindern orientieren und nicht an den einzelnen Medien.

Leider würde sich, so die GMK-Fachgruppe, die frühe Bildung immer noch nicht an der Realität orientieren, in der digitale Medien selbstverständlich zur Lebenswelt von Kleinkindern dazuzählen. Dies hat auch die jüngste BLIKK-Studie des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte belegt. Die Studie zeigt auf, dass bereits über 70 Prozent der Kindergarten-Kinder täglich mehr als eine halbe Stunde mit dem Smartphone der Eltern spielen. Zum ganzen Artikel des Newsletters Kindermedienland BW

AGJ: Armut nicht vererben – Bildungschancen verwirklichen – soziale Ungleichheit abbauen!

Fünfter Armuts- und Reichtumsbericht: Konsequenzen und Herausforderungen für die Kinder- und Jugendhilfe. Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ

In einem reichen Land wie Deutschland muss niemand in Armut leben, so eine weitverbreitete These. Der 5. Armuts- und Reichtumsbericht (ARB) der Bundesregierung, der im April 2017 veröffentlicht wurde, macht deutlich, dass dies ein Trugschluss ist: Trotz anhaltenden Wirtschaftswachstums ist der Anteil derjenigen, die wegen eines vergleichsweise niedrigen Einkommens als armutsgefährdet gelten, in den vergangenen Jahren nicht zurückgegangen, sondern hat sich zuletzt sogar leicht erhöht. Besonders betroffen sind Alleinerziehende und ihre Kinder sowie Mehrkindfamilien. Armut(sgefährdung) hat in Deutschland also nach wie vor ein junges Gesicht.

Diesen Befund nimmt die  AGJ zum Anlass, sich vertieft mit dem Thema Armut zu beschäftigen. Das vorliegende Positionspapier unternimmt den Versuch, die Erkenntnisse des 5. Armuts- und Reichtumsberichts aus Sicht der Kinder- und Jugendhilfe zu lesen und sich daraus ergebende Konsequenzen und Herausforderungen für Fachkräfte, Forschende und politische Entscheidungsträgerinnen und -träger zu identifizieren. pdfArmut_nicht_vererben.AGJ.pdf

Broschüre: Der kleine Entdecker - Gute Tipps für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Einmal das Stadtzentrum besuchen, Fahrrad fahren oder eine Theateraufführung sehen – was für uns zu einem normalen Aufwachsen gehört, ist vielen sozial benachteiligten Kindern fremd. Daher fördert CHILDREN Aktivitäten, die es ihnen ermöglichen Ihre durch Armut eingeengte Lebenswelt zu verlassen und Neues zu erfahren. Kinder sind Entdecker!

Sich in der Welt bewegen zu können ist eine unverzichtbare Fähigkeit für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben. Beweglichkeit und Mobilität besitzt man aber nicht einfach, sie müssen erlernt werden. Wie kaufe ich mir eine Fahrkarte? Wo fährt der Bus? Viele Kinder in Deutschland sammeln dieses Wissen im Familienalltag. Wochenendausflüge, ein Schwimmbadbesuch oder eine Reise zu Verwandten in einer anderen Region sind selbstverständlich. Doch jedes fünfte Kind wächst hierzulande in Armut auf und kann diese Erfahrungen nicht machen. Es fehlt an Geld für Fahrkarten, Eintrittskosten oder Ferienfreizeiten.

In unserer fachlichen Veröffentlichung "Der kleine Entdecker" (Download PDF) geben wir Anregungen und Tipps zu Ausflügen und Entdecker-Aktivitäten mit Kindern.

Mikrozensus 2016: Es gibt wieder mehr Kinder

Erstmals seit Langem steigt die Geburtenrate in Deutschland - vor allem Akademikerinnen entscheiden sich für Nachwuchs. Das ist das Ergebnis des Mikrozensus 2016. Wie geht es den deutschen Familien? Sicher ist erst einmal eines: Die Zahl der Familien schwindet. Zwar leben immer noch 48 Prozent der Deutschen in Familien - und Ehepaare mit Kindern sind mit 68 Prozent nach wie vor die häufigste Form dieser Kernzelle der Gesellschaft. Vor neun Jahren jedoch waren es 71 Prozent. Der Mikrozensus 2016, den das Statistische Bundesamt am Mittwoch (26.7.) vorstellte, wartet aber auch mit einer stagnierenden Zahl auf, die man als erfreulich werten kann: Die Kinderlosigkeit in Deutschland ist in den vergangen Jahren nicht weiter gestiegen. Vor allem akademisch gebildete Frauen entscheiden sich wieder für Kinder. Der Mikrozensus ist mit 800 000 Befragten die größte Haushaltserhebung in Deutschland. Es ist ein umfangreiches Zahlenwerk, das tiefe Einblicke ermöglicht:

Ganzer Artikel aus der Süddeutschen

Zur Seite des Statistischen Bundesamtes:

Lernmittelfreiheit ernstnehmen! Landesfamilienrat fordert kostenlose Schülerbeförderung.

PRESSEMITTEILUNG Stuttgart, 20. Juli 2017:  Alle Schülerinnen und Schüller sollen durch Bildung die gleichen Chancen im Leben bekommen. Das scheitert manchmal schon am Schulweg. Denn wenn man weit weg wohnt von der Schule, die das eigene Kind besuchen soll und den Schulbus aus eigener Tasche finanzieren muss, kann das teuer werden. Zwischen mehreren hundert und je nach Kinderzahl und Wohnort bis zu mehreren tausend Euro Belastung erwachsen hier jährlich für Familien. Eine Viertelmilliarde Euro bleiben in Baden-Württemberg pro Jahr für den Schulbesuch der Kinder als Kosten an den Eltern hängen. Und das obwohl der Unterricht nach § 93 Schulgesetz unentgeltlich ist. „Eltern fühlen sich häufig genötigt, Arbeitsmaterialien oder Bücher zusätzlich zu kaufen, wenn sie von der Schule empfohlen werden, obwohl sie eigentlich unter die Lernmittelfreiheit fallen“, so Christel Althaus, Vorsitzende des Landesfamilienrates Baden-Württemberg. „Das ist neben der Belastung für das Familienbudget auch ein Angriff auf Chancengleichheit und Bildungschancen von Kindern.

Mehr dazu lesen: Lernmittelfreiheit ernstnehmen! Landesfamilienrat fordert kostenlose Schülerbeförderung.


2017 - 09/01

Bundestagswahl 2017: Familie und Migration

Im September 2017 wird ein neuer Bundestag gewählt. Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. fordert die politischen Parteien auf, im Wahlkampf für Demokratie und für ein Leben in Vielfalt mit fairen und sachlichen Argumenten zu streiten und dem rechtspopulistischen Druck nicht nachzugeben. Gerade jetzt gelte es für Menschenrechte und für gleichberechtigte Teilhabe einzutreten.

Anbei finden Sie die Forderungen des Verbandes zu Familienrechten und Migration. pdfBT_Wahl_Familie_und_Migration_2017.pdf

Rund 98 800 Schulanfänger im September 2017

Rund 98 800 Kinder feiern am 11. September 2017 ihren ersten Schultag in Baden‑Württemberg, so die Schätzung des Statistischen Landesamtes. Die große Mehrheit von ihnen (ca. 92 800) beginnen dieses Fest an einer Grundschule, weitere ca. 1 800 an einer privaten Freien Waldorfschule und ca. 4 200 Kinder mit besonderem Förderbedarf werden an einem Sonderpädagogischem Bildungs- und Beratungszentrum eingeschult. Aus diesem Anlass gibt das Statistische Landesamt die Ergebnisse der Auswertung der Schulanfänger 2016 bekannt.

Die Zahl der Einschulungen an Grundschulen1 ging im Zeitraum von 2000 bis 2016 um gut ein Sechstel von ca. 112 650 auf 93 590 zurück. Dennoch war die Zahl der Einschulungen 2016 etwas höher als in den vergangenen sechs Jahren. Die rund 93 590 Schulanfänger an den Grundschulen im letzten Jahr (Herbst 2016) setzten sich zusammen aus rund 83 360 »normal« eingeschulten Kindern (bis zum 30.09.2016 sechs Jahre alt geworden), fast 1 920 »früh« eingeschulten Kindern (nach dem 30.09.2016 sechs Jahre alt geworden) und rund 8 320 »spät« eingeschulten Kindern, die im Vorjahr zurückgestellt worden waren. Zur Pressemitteilung 244/2017 des Stat. Landesamtes v. 11.9.2017

Zum Schulstart: Familien brauchen Unterstützung

Zum bevorstehenden Schuljahresbeginn weist die Diakonie in Württemberg darauf hin, dass die Einschulung viele Familien finanziell überfordert. Die Leistungen für Geringverdiener oder arbeitslose Menschen reichen nicht aus, um Kinder mit den nötigen Schulmaterialien auszustatten. Eine einmalige Beihilfe zum Schulstart ist dringend erforderlich. Viele Diakonische Bezirksstellen vor Ort bieten mit Schulranzenaktionen konkrete Unterstützung und stellen steigende Nachfragen fest.

Stuttgart, 8. September 2017. Bei einer Einschulung entstehen Kosten von rund 250 Euro. „Der Zuschuss für Familien mit Bezug von Hartz IV oder Sozialhilfe von 70 Euro zum Schuljahresbeginn im September und 30 Euro zum Halbjahresbeginn im Februar reicht bei Weitem nicht aus“, sagt Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg. Dieser decke höchstens den Kauf von Heften und Schreibmaterialien, nicht aber eine Grundausstattung zur Einschulung mit Schulranzen, Mäppchen, Sporttasche, Turnschuhen für den Sportunterricht, für die Ersatzbeschaffung der Sportsachen nach einem Wachstumsschub und für Lernmittel wie Atlanten, Wörterbücher, Duden, Formelsammlungen oder von Schreibtisch und Computer.

Mehr dazu lesen: Zum Schulstart: Familien brauchen Unterstützung

Kommt das Wechselmodell für Kinder getrennt lebender Eltern?

Bundesfamilienministerin Katharina Barley zeigt sich offen für die Anliegen der Väter
Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) im Februar 2017 ist das sogenannte Wechselmodell stärker in der Fachdiskussion. Der Begriff Wechselmodell bezeichnet eine zeitlich ausgewogene abwechselnde Betreuung gemeinsamer Kinder in den beiden Haushalten getrennt lebender Eltern. Der BGH hatte eine Entscheidung eines Oberlandesgerichts (OLG) aufgehoben und zur Bearbeitung zurückgegeben. Geklagt hatte ein Vater auf Änderung der Betreuungsregelung mit der getrennt lebenden Mutter, vom sogenannten Residenzmodell zum Wechselmodell, auch gegen den Wunsch der Mutter. Der BGH bejahte grundsätzlich die Möglichkeit, dass die Betreuung im Wechselmodell auch gegen den Wunsch eines Elternteils vom Gericht angeordnet werden kann, betonte aber die Entscheidung nach Lage des Einzelfalls.

Das Bundesfamilienministerium hat am 11. Juli in Berlin unter dem Titel „Gemeinsam getrennt erziehen“ ein „Zukunftsgespräch“ zu der Thematik durchgeführt. Dabei wurden erste Ergebnisse einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach vorgestellt, die auf einer Befragung von „Trennungseltern“ fußt.

Ganzer Artikel aus dem Caritas Infoservice 04/2017Caritas Infoservice 04/2017

 

Bertelsmann Stiftung: Kita-Qualität steigt – Gefälle zwischen Bundesländern enorm

Die Qualität der Kitas in Deutschland steigt. Dies zeigt sich vor allem an der positiven Entwicklung des Personalschlüssels. Kamen zum 1. März 2012 noch 4,8 ganztags betreute Kinder auf eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft in Krippengruppen, waren es im März 2016 rein rechnerisch 4,3 Kinder. In Kindergartengruppen verbesserte sich der Personalschlüssel von 9,8 auf 9,2 Kinder pro Fachkraft.
Innerhalb der Bundesländer erhebliche Unterschiede in der Kita-Betreuung: Erstmals hat die Bertelsmann Stiftung die Kita-Personalschlüssel der 402 Kreise und kreisfreien Städte ausgewertet. Die Unterschiede sind enorm. In einigen Gebieten Brandenburgs kommen knapp dreimal so viele Krippenkinder auf eine Fachkraft wie in bestimmten Kreisen Baden-Württembergs. Doch auch innerhalb der Bundesländer sind die Unterschiede groß. In Bayern liegt das landesweite Mittel bei 3,7 Kindern pro Fachkraft, zwischen den Kreisen gibt es jedoch eine große Spannweite bei der Betreuungsrelation:

Mehr dazu lesen: Bertelsmann Stiftung: Kita-Qualität steigt – Gefälle zwischen Bundesländern enorm

Veränderte Familienverhältnisse

Immer mehr Kinder in Deutschland wachsen nicht mit beiden Elternteilen auf. Rund 26 Prozent der zwischen 1996 und 1998 Geborenen wurden in den ersten 15 Lebensjahren zumindest zeitweise von einem Elternteil allein erzogen. Jeder Zehnte hat einen Teil seiner Kindheit in Stief- und Patchworkfamilien verbracht. Einflussfaktoren sind unter anderem der Wohnort, Nationalität und Bildungsgrad der Eltern.

Die Familienkonstellationen, in denen Kinder in Deutschland aufwachsen, haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Lebten im Jahr 1996 noch knapp 84 Prozent der Minderjährigen mit ihren verheirateten Eltern zusammen, sank dieser Anteil laut Mikrozensus bis 2015 um mehr als 10 Punkte auf nur noch 73 Prozent. Gleichzeitig wuchsen mehr Kinder mit einem alleinerziehenden Elternteil auf. Die Quote stieg von knapp 12 Prozent im Jahr 1996 auf fast 18 Prozent im Jahr 2015. Nicht eheliche Lebensgemeinschaften mit Kindern nahmen ebenfalls zu – von rund 4 auf gut 9 Prozent.

Beim Blick auf die einzelnen Bundesländer fällt ein Ost-West-Gefälle auf (Grafik): Ganzer Artikel aus der iwd v. 6.9.2017

DIW: Elterngeld hat soziale Normen verändert

Väter und Mütter teilen sich Familien- und Erwerbsarbeit gleichmäßiger auf - Erweiterungen des Elterngeldes wie eine Familienarbeitszeit können egalitäre Aufgabenverteilung forcieren

Das im Jahr 2007 eingeführte Elterngeld hat soziale Normen verändert. Wie eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt, gehen viele Mütter ein Jahr in Elternzeit. Während Frauen mit geringen Einkommen früher als zu Zeiten des Erziehungsgeldes, das vom Elterngeld abgelöst wurde, an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, pausieren Frauen mit mittleren und hohen Einkommen durch das Elterngeld länger vom Job, nachdem ihr Kind geboren wurde. Katharina Wrohlich aus der Forschungsgruppe Gender Studies des DIW Berlin hat gemeinsam mit ihren Kolleginnen Clara Welteke und Ulrike Unterhofer zudem herausgefunden, dass sich die Mütter dabei auch vom Verhalten ihrer Arbeitskolleginnen leiten lassen. Mit Blick auf die Väter scheint es inzwischen gesellschaftlich akzeptiert zu sein, dass sie in Elternzeit gehen, meist jedoch nur für die minimale Dauer von zwei Monaten. Pressemitteilung vom 23.08.2017 Weiterlesen

Kein höheres Elterngeld aufgrund von Urlaubs- oder Weihnachtsgeld

Jährlich einmal gezahltes Urlaubs- oder Weihnachtsgeld erhöhen nicht das Elterngeld. Diese Gelder bleiben bei der Bemessung des Elterngeldes als sonstige Bezüge außer Betracht. Dies hat der 10. Senat des Bundessozialgerichts hat am 29. Juni 2017 entschieden (Aktenzeichen B 10 EG 5/16 R).

Damit hob das Bundessozialgericht die vorherige Entscheidung des Landessozialgerichts auf. Begründung: Das Elterngeld bemisst sich für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach dem Durchschnitt des laufenden, in der Regel monatlich zufließenden Lohns. Nicht zu diesem laufenden Arbeitseinkommen gehören Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, welches jeweils nur einmal im Jahr gewährt wird.

Zugrundeliegende Gesetze:

§ 2 Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz – Höhe des Elterngeldes

§ 2c Einkommen aus nichtselbstständiger Erwerbstätigkeit

Familiennachzug - Menschenfeindliche Abschreckungspolitik

Im März 2016 hat die Bundesregierung den Familiennachzug zu subsidiär schutzberechtigten Flüchtlingen für zwei Jahre ausgesetzt. Jetzt fordert der Bundesinnenminister die Aussetzung abermals zu verlängern. Für die betroffenen Familien hätte das katastrophale Folgen. Von Sebastian Muy

Vor fast zwei Jahren, im November 2015, rief Miriam Gutekunst im MiGAZIN dazu auf, das Recht auf Familienleben für Geflüchtete aus Syrien zu verteidigen. Kurz zuvor hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) nicht nur die bald folgende Gesetzesänderung, sondern auch die veränderte Entscheidungspraxis des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) „vorausgesagt“, indem er gegenüber Journalisten verkündete, dass syrischen Flüchtlingen in Zukunft gesagt werde: „Ihr bekommt Schutz, aber den sogenannten subsidiären Schutz, also zeitlich begrenzt und ohne Familiennachzug.“ Am 17. März 2016 trat das „Asylpaket II“ in Kraft, und mit ihm § 104 Absatz 13 des Aufenthaltsgesetzes. Darin heißt es: Bis zum 16. März 2018 wird ein Familiennachzug zu Personen, denen im Asylverfahren der subsidiäre Schutzstatus zuerkannt wird, nicht gewährt. Weiterlesen:

Frühe Hilfen: Bundesfamilienministerium unterstützt Länder und Kommunen dauerhaft mit jährlich 51 Millionen Euro

Schwangere und Familien mit kleinen Kindern können auch künftig auf Frühe Hilfen bauen: Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley unterzeichnete heute (28.08.2017) beim Besuch einer Kinderklinik in Halle gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm-Benne die Verwaltungsvereinbarung zur Bundesstiftung Frühe Hilfen. Damit stellt der Bund künftig Ländern und Kommunen Geld für den Ausbau der Netzwerke Frühe Hilfen und die psychosoziale Unterstützung von Familien mit Kindern bis zum dritten Lebensjahr zur Verfügung.

Dr. Katarina Barley: „Ich freue mich, dass mein Ministerium von nun an dauerhaft 51 Millionen Euro für eine so wichtige Aufgabe bereitstellen kann. Jeder Euro für einen präventiven Kinderschutz ist gut investiertes Geld. Ich wünsche mir, dass überall in Deutschland Eltern mit Kleinstkindern, deren Lebenslagen besonders belastet sind, von Anfang an einen guten Zugang zu Frühen Hilfen erhalten.“

Petra Grimm-Benne, die aktuell den Vorsitz der Jugend- und Familienministerkonferenz hat, betont: „Uns ist es wichtig, Familien frühzeitig über die Unterstützungsangebote der Frühen Hilfen zu informieren.

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Partner auf Augenhöhe? Forschungsbefunde zur Zusammenarbeit von Familien, Kitas und Schulen mit Blick auf Bildungschancen

Bildungschancen sind in Deutschland ungleich verteilt. Vor diesem Hintergrund wird seit einigen Jahren in Politik und Fachkreisen eingefordert, dass sich Eltern einerseits sowie Fach- und Lehrkräfte in Kindertageseinrichtungen und Schulen andererseits partnerschaftlich und auf Augenhöhe begegnen sollen. Diese »Bildungs- und Erziehungspartnerschaft« soll dazu beitragen, die Bildungschancen von Kindern zu verbessern. Viele Kindertageseinrichtungen und Schulen arbeiten heute schon intensiv daran.

Das empirische Wissen um Partnerschaft, Elternbeteiligung und Zusammenarbeit sowie die damit zusammenhängenden Effekte ist jedoch gering. Hier setzen die Autorinnen an. Sie beschäftigen sich mit der rechtlichen, bildungspolitischen und fachlichen Definition der Bildungs- und Erziehungspartnerschaften. Zudem analysieren sie internationale empirische Studien zu Elternbeteiligung und Ungleichheiten in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen.

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Digitales Familienministerium - Informationstool Familienleistungen unterstützt Eltern

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat am 4. August 2017 das „Informationstool Familienleistungen“ – www.infotool-familie.de – freigeschaltet. Mithilfe dieses neuartigen digitalen Angebotes können (werdende) Eltern und Familien durch die Eingabe von nur wenigen Angaben herausfinden, welche Familienleistungen und ggf. weitere Unterstützungsangebote für sie in Frage kommen sowie wo und unter welchen Voraussetzungen diese beantragt werden können. Das spart eine Menge Zeit und unterstützt insbesondere diejenigen, die bis dahin noch keinen Überblick über das Angebot der familienpolitischen Leistungen hatten.

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2017 - 09/02

IW: Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Mehrkindfamilien in Deutschland

Der demografische Wandel stellt Wirtschaft, Gesellschaft und Politik in Deutschland vor immer größere Herausforderungen. Dabei ist eine Hauptursache, dass die Geburtenziffer in Deutschland seit Mitte der 1970er Jahre bei weniger als 1,5 Kindern je Frau liegt, wohingegen rund 2,1 Kinder nötig wären, um die Bevölkerungszahl konstant zu halten.

Dass in Deutschland seit dieser Zeit so wenige Kinder geboren werden, geht zu bedeutenden Teilen darauf zurück, dass sich heute deutlich weniger Elternpaare für dritte und weitere Kinder entscheiden. Haben noch 22,4 Prozent der zwischen 1941 und 1946 geborenen Frauen drei und mehr Kinder zur Welt gebracht, waren es bei den zwischen 1972 und 1976 geborenen nur 17,0 Prozent. Dieser Rückgang der Zahl kinderreicher Familien erklärt Berechnungen von Bujard / Sulak (2016) zufolge rund 68 Prozent des Geburtenrückgangs, wohingegen nur 26 Prozent auf den deutlichen Anstieg der Kinderlosigkeit entfallen. Zum Artikel

Statistik: Wer möchte drei Monate ein amtliches Haushaltsbuch führen?

Statistisches Landesamt sucht private Haushalte für Teilnahme an der Einkommens- und Verbrauchs­stichprobe 2018 – 100 Euro Teilnahmeprämie

Das Statistische Landesamt sucht private Haushalte, die sich im kommenden Jahr an der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, kurz EVS, beteiligen möchten. Die EVS wird bundesweit alle fünf Jahre erhoben und im Jahr 2018 nun zum zwölften Mal durchgeführt. Im Land sind rund 9 000 Haushalte unterschiedlicher Größe aus allen sozialen Schichten und Berufsgruppen für eine freiwillige Teilnahme an dieser Erhebung zu gewinnen.
Die freiwillig teilnehmenden Haushalte führen für die Dauer von drei Monaten ein Haushaltsbuch, in dem alle Einnahmen und Ausgaben verzeichnet werden. Zu notieren sind sämtliche Einkünfte, wie z. B. Gehalt, Rente, Zinseinkünfte oder Mieteinnahmen. Ganze Pressemitteilung 269/2017 Stuttgart, 28. September 2017

Anwältinnen für das Stillen gesucht

Bonn, 27. September 2017: Sängerin Pink tut es, Schauspielerin Liv Tyler tut es, und Sarah Connor auch: Sie alle stillen ihre Babys und sprechen darüber. Mit ihren Stillfotos und Posts in sozialen Medien leisten sie einen wichtigen Beitrag, um die soziale Akzeptanz des Stillens zu steigern. Und das ist in Deutschland bitter nötig: Fast alle jungen Mütter beginnen nach der Geburt ihr Kind zu stillen, doch bereits nach einigen Wochen sinkt ihre Zahl stark. Die Gründe dafür reichen vom persönlichen Umfeld der Mütter bis hin zu einem nicht besonders stillfreundlichen gesellschaftlichen Klima. Das Motto der Weltstillwoche "Stillen unterstützen – gemeinsam!" (2.-10. Oktober) ist daher ein klarer Aufruf an alle Prominenten, sich öffentlichkeitswirksam für stillende Frauen in Deutschland einzusetzen. Prominente können wichtige Vorbilder für stillende Frauen sein. Ganze Pressemitteilung des Netzwerks Gesund ins Leben

pdfPM_Netzwerk_Gesund_ins_Leben_-_Anwältinnen_für_das_Stillen_gesucht.pdf

Familien erreichen - Monitor Familienforschung Nr. 38

Eine erfolgreiche Familienpolitik muss die Lebenswirklichkeiten und Bedarfe von Familien kennen. Was sagen Eltern selbst auf die Frage, wie es ihnen geht? Welche Themen treiben sie um? Werden sie von staatlichen Unterstützungsmaßnahmen erreicht? Was für Leistungen und Maßnahmen wünschen sich Eltern und aus welchen Gründen? Antworten auf diese und andere Fragen finden sich im vorliegenden Bericht. Er enthält zentrale Befunde eines umfangreichen Befragungsprojekts, das das Allensbacher Institut für Demoskopie im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt hat.

Die Ergebnisse bestätigen den Trend, dass Eltern sich heute gemeinsam um ihr Kind kümmern und sich Familie und Beruf partnerschaftlich teilen wollen. Für Eltern stehen zudem die Kinder im Mittelpunkt: Sie sollen die bestmöglichen Chancen haben, sich gut zu entwickeln - unabhängig vom Elternhaus. Kein Kind soll Nachteile erfahren.

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ZFF: Verstärkter Einsatz für die Vielfalt der Familie, Menschrechte und Demokratie!

Berlin, 26.09.2017 Anlässlich des dramatischen Ausgangs der Bundestagwahl 2017 fordert das Zukunftsforum Familie (ZFF) einen verstärkten Einsatz für die Vielfalt der Familie, Menschrechte und Demokratie. Der Einzug einer Partei mit rechtem und rassistischem Gedankengut in den 19. Deutschen Bundestag ist eine Gefahr für das Familienleben in unserem Land. Rechtsextreme Äußerungen und Hetze müssen von den demokratischen Parteien und der Gesellschaft bloßgestellt und entschieden bekämpft werden.

Christiane Reckmann, Vorsitzende des ZFF, erklärt dazu: „Der Einzug der AfD als drittstärkste Kraft in den 19. Deutschen Bundestag ist ein Angriff auf unsere Grundwerte der Gerechtigkeit, Freiheit und Solidarität.

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Gesundheit ist das höchste Gut – und fehlt doch vielen Kindern in Deutschland

Das Recht auf Gesundheit ist ein elementares Kinderrecht und steht laut der UN-Kinderrechtskonvention allen Kindern gleichermaßen zu, egal woher deren Eltern kommen oder über welches Einkommen die Eltern verfügen. Doch zwischen Anspruch und gesellschaftlicher Wirklichkeit gibt es trotz einer stabilen wirtschaftlichen Lage Deutschlands auch im Jahr 2017 eine große Diskrepanz. So kommt der Generalsekretär der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) Herr Prof. Dr. med. Hans-Iko Huppertz, zu dem Schluss: „Die Gesundheitsversorgung vieler Kinder und Jugendlicher in Deutschland muss deutlich verbessert werden.“ Denn die Gesundheit der Kinder hänge auffallend vom sozioökonomischen Status der Eltern ab. „Dies ist ein Skandal und muss sich ändern!“, fordert Professor Huppertz.
Wie durch die KiGGS-Langzeit-Studie des renommierten Robert Koch-Instituts bekannt, leben in Deutschland derzeit rund 3 Mio. Kinder und Jugendliche in Armut. Auffällig häufen sich bei ärmeren Kindern und Jugendlichen Risikofaktoren wie Rauchen, Passivrauchen, Bewegungsmangel und Übergewicht. Chronische Erkrankungen und psychische Störungen kommen bei diesen Kindern deutlich häufiger vor als bei Kindern aus einkommensstärkeren Elternhäusern.

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Veranstaltungshinweis: Gemeinschaftsschule: Bilanz - Ausblick - Ziele"

Veranstaltung der Friedrich Eberst-Stiftung und Fritz-Erler-Forum am Samstag, den 11. November 2017, von 10:15 Uhr bis 14:15 Uhr
in die Mensa der Altenburgschule in Stuttgart (Gemeinschaftsschule Altenburg, Auf der Altenburg 10, 70376 Stuttgart). http://altenburgschule.de/

Vor fünf Jahren hat die frühere grün-rote Landesregierung die neue Schulart Gemeinschaftsschule als Wahlangebot für die Kommunen und Eltern in Baden-Württemberg eingeführt. Landesweit gibt es im aktuellen Schuljahr bereits 304 Gemeinschaftsschulen. Wie hat sich die neue Lernkultur in der Bildungslandschaft etabliert? Was berichten Lehrkräfte und Schüler/innen aus der Praxis? Diese und viele weitere Fragen zur Bilanz und den Zielen der neuen Lernkultur an Gemeinschaftsschulen wollen wir mit Ihnen und gemeinsam mit Vertreter/innen aus Politik, Wissenschaft, Gewerkschaft und Praxis am Samstag diskutieren.

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung unter (dort finden Sie auch das Veranstaltungsprogramm) https://www.fes.de/de/veranstaltung/veranstaltung/detail/217872/

Familie ist kein Humankapital: Kritik an IW-Studie zu Mehrkindfamilien

Mit Sorge beobachtet der Deutsche Familienverband die rasant wachsende Tendenz, Kinder und ihre Eltern ausschließlich nach ihrem volkswirtschaftlichen Nutzen zu beurteilen. „Mit der Einführung des Elterngeldes hatten die beiden größten Fraktionen im Bundestag einen grundlegenden Systemwechsel in der Familienpolitik eingeleitet. Anders als beim Erziehungsgeld ist das Elterngeld als konkrete Entgeltersatzleistung konzipiert. Begründet mit einer finanzierbaren Wahlentscheidung zwischen Erwerbstätigkeit und Kindererziehung wurden, auch für Akademikerinnen, Weichen gestellt, die mit raschen Schritten noch konsequenter den Weg für die 'richtigen´ Lebensentwürfe vorgeben“, kritisiert Siegfried Stresing, Vizepräsident des Deutschen Familienverbandes. Kinder werden nicht mehr als Wert an sich betrachtet, sondern lediglich hinsichtlich ihres volkswirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Verhältnisses.

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Tagungshinweis: Perspektiven für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge!?

Bleibeperspektiven – Ausbildung – Familiennachzug. Fachtag des DIJuF am 6.12.2017. Vom 07. – 08.12.2017 vertiefendes Seminar in Fulda

Geflüchtete Kinder und Jugendliche sind in den letzten Jahren ein viel beachtetes Thema der Jugendhilfe geworden. Bei den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) rücken jetzt Themen wie die (Unsicherheiten der) Bleibeperspektiven, Familiennachzug und -zusammenführung und natürlich die Bildungs- und Berufsaussichten in den Vordergrund. Der Fachtag gibt hierzu einen ersten Überblick.
Das anschließende zweitägige Seminar vertieft die Thematiken nach einem fundierten Überblick über das Asylverfahren. Eine erfahrene Juristin und eine langjährige Praktikerin sind Referentinnen. Fachtag und Seminar können gemeinsam oder getrennt gebucht werden.

Weitere Informationen

Familienreport der Bundesregierung - Armutsrisiko von Kindern steigt

Am 15. September hat das Bundesfamilienministerium den Familienreport 2017 veröffentlicht. Er informiert anhand neuster Zahlen und Daten zu Familienformen und stellt Leistungen, Wirkungen und Trends rund um Familie und Familienpolitik umfassend dar.

Die wichtigsten Ergebnisse des Familienreports

  • Die Familie ist der wichtigste Lebensbereich - die Geburtenrate erreicht einen Höchststand
  • Den meisten Familien geht es wirtschaftlich gut, aber nicht alle nehmen an der Entwicklung des Wohlstands teil
  • Die Chancen der Kinder sind wichtiger Maßstab
  • Trend zu mehr gelebter Partnerschaftlichkeit - auch nach Trennung und Scheidung
  • Unternehmen bewegen sich in Richtung partnerschaftliche Vereinbarkeit
  • Die Digitalisierung hat Familien erreicht
  • Investitionen in Betreuungsinfrastruktur und gezielte familienbezogene Leistungen zahlen sich vielfältig aus
  • Familien erwarten eine Politik, die ihre Wünsche und Bedarfe ernst nimmt

Zur vollständigen Pressemitteilung des BMFSFJ vom 12.9.2017 und weiteren Informationen.

Bewertungen dazu finden sich u.a. beim DFV unter

Familienministerin Barley schlägt Kindergeld-Reform vor

Berlin (dpa) - Familienministerin Katarina Barley (SPD) will mit einer Reform des Kindergelds Familien mit geringen Einkommen stärker unterstützen und Kinderarmut bekämpfen - sofern ihre Partei an einer künftigen Regierung beteiligt ist.

Demnach sollten Kindergeld und Kinderzuschlag, der bisher zusätzlich beantragt werden muss, zusammengelegt und um 31 Euro aufgestockt werden, sagte Barley. Bei steigendem Einkommen soll das neue Kindergeld zusammenschmelzen.

Das Kindergeld stiege nach Barleys Plänen bei ärmeren Familien von nun 192 auf 393 Euro für jedes der ersten beiden Kinder (drittes Kind: 399 Euro; viertes und jedes weitere Kind: 416 Euro). 393 Euro entsprächen dem durchschnittlichen Existenzminimum eines Kindes hierzulande. Artikel aus ZEIT-online v. 12.09.2017 Weiterlesen


2017 - 10/01

ZFF: Armut verhindern, Familien unterstützen!

Berlin, 17.10.2017 Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Armut fordert das ZFF - auch mit Blick auf den Beginn der Sondierungsgespräche - eine sozial gerechte Familienpolitik. Hierzu gehören u.a. eine ausreichende Bildungsinfrastruktur, die Schaffung guter und existenzsichernder Erwerbsarbeit und ein monetäre Familienförderung, die das heutige System vom Kopf auf die Füße stellt.

Christiane Reckmann, Vorsitzende des ZFF, erklärt dazu: „Gute Politik für Familien muss Armut von Kindern, Jugendlichen und Familien verhindern, denn Armut bedeutet ein Mangel an Ressourcen und Lebensperspektiven. Die Folgen sind gravierend: Die Kinder und Jugendlichen haben keinen gleichberechtigten Zugang zu Bildung und können damit nicht chancengerecht in unsere Gesellschaft hineinwachsen.

Mehr dazu lesen: ZFF: Armut verhindern, Familien unterstützen!

Qualität braucht einen Plan! Landesfamilienrat fordert Verbesserungen bei der Familienbildung.

PRESSEMITTEILUNG vom 16. Oktober 2017
Rund 200 Fachleute diskutieren am Mittwoch, 18. Oktober auf Einladung des Landesfamilienrates im Stuttgarter Hospitalhof über Qualität in der der Familienbildung. In Baden-Württemberg gibt es bisher noch keine regelhafte bedarfsorientierte Planung und gesteuerte Vernetzung der unterschiedlichen Familienbildungsangebote vor Ort. Das soll sich nun ändern! Mit Förderung des Sozialministeriums soll u.a. ein landesweites Rahmenkonzept für Familienbildung entwickelt werden.  Ganze Mitteilung:

pdf2017-10-18_PM-Qualität-braucht-einen-Plan.pdf

Deutscher Verein: Väter in die Familie

Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. unterstützt grundsätzlich die neue EU-Initiative zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Berlin – Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. unterstützt in weiten Teilen den Vorschlag der EU-Kommission, die Elternzeit europaweit zu reformieren und eine Pflegezeit einzuführen. „Die Einführung einer Vergütung für die Freistellungszeit setzt die richtigen Impulse, damit Männer sich partnerschaftlicher an Betreuungs- und Pflegeaufgaben in der Familie beteiligen“, so Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V., „Mütter erhalten so indirekt mehr Freiraum, aus einer Familienauszeit wieder gut in den Job einsteigen zu können.“ Eine neue Vaterschaftszeit sieht der Deutsche Verein allerdings kritisch. Die Abgrenzung zu bestehenden anderen Ansprüchen bleibt rechtssystematisch unklar.

Mehr dazu lesen: Deutscher Verein: Väter in die Familie

Studie: Kosten für Krippenplätze deutlich gestiegen

Wirtschaftsforscher haben ermittelt, dass Eltern für die Betreuung ihrer Kleinkinder immer tiefer in die Tasche greifen. Allerdings könnten sich Gutverdiener das auch leisten. Sinken sollten die Beiträge hingegen für einkommensschwächere Haushalte.

Eltern müssen einer Studie zufolge immer mehr für die Betreuung ihrer unter dreijährigen Kinder bezahlen. Lagen die Kita-Kosten für ein Kind unter drei Jahren 2005 noch durchschnittlich bei 98 Euro pro Monat, waren es 2015 bereits monatlich 171 Euro, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer Studie herausgefunden hat, die am Mittwoch (11.10.2017) veröffentlicht wurde. Die Betreuungskosten für über Dreijährige stiegen demnach im Bundesdurchschnitt von 1996 bis 2015 von 71 auf 97 Euro. Mehr dazu lesen:

Das Projekt „Männer - Bildung - Männerbildung“

Mit dem Projekt Männer - Bildung - Männerbildung verbindet sich das Ziel, mit Bildungs- und Weiterbildungsangeboten mehr Männer anzusprechen und zu erreichen. Dazu werden die Fragen und Bedürfnisse von Männern in dialogischen, beteiligungsorientierten Prozessen aufgegriffen. Dieser Dialogprozess findet in Fokus- oder Praxisgruppen vor Ort statt, in die sowohl Haupt- und Ehrenamtliche als auch Männer aus dem Sozialraum eingeladen werden, relevante Themen zu diskutieren und neue Formate für Männerbildung zu entwickeln. Um auf einen möglichst breiten Bestand an Erfahrungen und Praxis-Wissen zurückgreifen zu können, kooperieren in diesem Projekt die Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft der Familien-Bildungsstätten in Württemberg und der Volkshochschulverband Baden-Württemberg. An einem öffentlichen Fachtag am 30. November 2017 berichten die 5 Projektstandorte über ihre ersten Erfahrungen, außerdem werden Prof. Dr. Lothar Böhnisch (Dresden und Bozen) und Prof. Dr. Barbara Thiessen (Landshut) Ergebnisse der Männer- und Bildungsforschung sowie Ableitungen für die Praxis der Bildungsarbeit vorstellen. >> Weitere Informationen

Bundestag: Visaerteilung zum Ehegattennachzug

Berlin: (hib/AHE) Unter den 20 wichtigsten Herkunftsländern sind im Jahr 2016 insgesamt 46.455 Visa zum Ehegattennachzug erteilt worden. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/13600) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/13324) schreibt, seien in dieser Zahl auch Visa zum Familiennachzug zu anerkannten Flüchtlingen enthalten.
Die Abgeordneten hatten unter anderem die Sprachanforderungen beim Ehegattennachzug seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EugH) vom 9. Juli 2015 thematisiert. Das Gericht hatte entschieden,

Mehr dazu lesen: Bundestag: Visaerteilung zum Ehegattennachzug

BMFSFJ: Familienzeitpolitik vor Ort zahlt sich aus

(PM 124 vom 04.10.2017): Orientieren sich die Angebote der örtlichen Infrastruktur an den typischen Alltagsabläufen und Zeitbedarfen von Familien, zahlt sich das für Familien aus – und lohnt sich auch gesamtfiskalisch. Das zeigt eine neue Studie im Auftrag des BMFSFJ. In ihrer Studie „Kosten und Nutzen lokaler Familienzeitpolitik“ sind das Institut der deutschen Wirtschaft Köln und das Finanzwissenschaftliche Forschungsinstitut an der Universität Köln der Frage nachgegangen, welche Akteure an Wohnorten von Familien dazu beitragen können, dass den Zeitbedürfnissen von Familien Rechnung getragen wird. Für die Studie wurden mehr als 1.200 Mütter und Väter mit Kindern unter 15 Jahren befragt.

Hierzu erklärt Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley: „Die Studie zeigt: Für Familien lohnt es sich, wenn ihre Zeitbedürfnisse vor Ort berücksichtigt werden. Sie gewinnen Zeit für den Beruf und die Familie.

Mehr dazu lesen: BMFSFJ: Familienzeitpolitik vor Ort zahlt sich aus

OECD: Fortschritt von Geschlechtergleichheit kommt nur schleppend voran

The Pursuit of Gender Equality: An Uphill Battle: Auf dem Weg zur Gleichstellung der Geschlechter haben die OECD-Länder seit 2012 nur geringe Fortschritte erzielt. Zwar werden Themen wie Gewalt gegen Frauen, Einkommensunterschiede und die Aufteilung unbezahlter Arbeit in vielen Ländern vermehrt angegangen. Regierungen sollten ihre Anstrengungen jedoch weiter verstärken. „Geschlechtergerechtigkeit ist eine Voraussetzung für ein nachhaltiges und inklusives Wachstum, von dem alle Menschen profitieren“, so die OECD.

Die heute (6.10.2017) in Paris vorgestellte Studie „The Pursuit of Gender Equality“ analysiert, welche Fortschritte die Mitgliedsländer bei der Geschlechtergerechtigkeit in Bereichen wie Bildung, Erwerbstätigkeit oder Unternehmertum gemacht haben und welche Herausforderungen weiter bestehen. Direktzugang zur Online-Ausgabe: 

10 Jahre Hohenheimer Tage der Familienpolitik am 14. und 15. November 2017

Diesjähriges Thema: Das Wohlergehen von Familien in Deutschland – Denken und diskutieren Sie mit!
Zielsetzungen für Familienpolitik unterliegen einem stetigen Wandel – in den letzten Jahren gewinnen zunehmend Fragen des Wohlergehens von Familien an Bedeutung. Die Tagung stellt Konzepte und empirische Befunde zum Thema Wohlergehen aus Perspektive von Eltern und Kindern vor. Einzelne Dimensionen wie Fluchterfahrungen, zeitliche Restriktionen oder die ökonomische und gesundheitliche Situation werden in Denkwerkstätten praxisnah vertieft. In der Rubrik „Zukunftsfragen der Familie“ widmen wir uns dem Thema „Digitalisierung und Familie“.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, wie sich die Lebenssituation von Familien vor dem Hintergrund der aktuellen Familienpolitik in den vergangenen Jahren entwickelt hat und inwieweit die Familienpolitik Einfluss auf das Wohlergehen von Familie nimmt.

Mehr dazu lesen: 10 Jahre Hohenheimer Tage der Familienpolitik am 14. und 15. November 2017

Bundesrat: Kinder- und Jugendstärkungsgesetz kann noch beschlossen werde

Der Bundesrat hat das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) am 22. September 2017 erneut von der Tagesordnung abgesetzt. Das Gesetzgebungsverfahren könnte allerdings noch zum Abschluss gebracht werden, betont die Länderkammer in ihrer Mitteilung. Im Mittelpunkt des zustimmungspflichtigen Gesetzes stehen ein besserer Kinderschutz und die Stärkung der Kinderrechte innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe.

Der Bundesrat hat am 22. September 2017 abermals kurzfristig das Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen von seiner Tagesordnung abgesetzt. Es kam daher nicht zu einer Abstimmung über das zustimmungsbedürftige Gesetz, das der Bundestag am 29. Juni 2017 verabschiedet hatte. Schon in der Sitzung am 7. Juli 2017 hatten die Länder die Abstimmung verschoben. Ganzer Beitrag des Fächkräfteportals Kinder- und Jugendhilfe

Monitor Familienforschung Nr. 39 / Perspektiven für Familien mit Migrationshintergrund in der Arbeitswelt

Wie können Eltern mit Migrationshintergrund besser dabei unterstützt werden, ihre Arbeitswünsche zu verwirklichen? Und was kann beim Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie für sie getan werden? Um diese und andere Fragen ging es bei einem Zukunftsgespräch im Bundesfamilienministerium. Die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen wurden nun in einem "Monitor Familienforschung (Nr. 39)" veröffentlicht.

Die Analyse mit dem Titel "Perspektiven für Familien mit Migrationshintergrund in der Arbeitswelt" zeigt: Mütter mit Migrationshintergrund sind deutlich seltener und in geringerem Stundenumfang erwerbstätig als Mütter ohne Migrationshintergrund (52 Prozent gegenüber 73 Prozent). Dabei sind viele Mütter mit Migrationshintergrund sehr motiviert und verfügen über die notwendigen Qualifikationen, um eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen: 370.000 Mütter wollen sofort in den Beruf (wieder-)einsteigen.


2017 - 11/01

EKiZ: Sonntag, 19.11.2017, ab 11 Uhr - Benefiz-Lesung mit Silke Naun-Bates

Das Eltern-Kind-Zentrum Stuttgart-West (EKiZ), Mitglied im Landesverband Mütterforum Baden-Württemberg, möchte Sie auf seine literarisch-musikalische Matinée aufmerksam machen. Das EKiZ freut sich über alle Gäste, die

am Sonntag, 19. November 2017, ab 11 Uhr im Generationenhaus West der Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung,

dabei sein können. Wir haben Silke-Naun-Bates zu Gast im Eltern-Kind-Zentrum Stuttgart-West (EKiZ). Die sympathische Frau und Mutter, bekannt aus Interviews in Funk, Fernsehen, Print, liest aus ihrem Buch "Mein Weg in die Freiheit". Darin beschreibt die 50jährige,

Mehr dazu lesen: EKiZ: Sonntag, 19.11.2017, ab 11 Uhr - Benefiz-Lesung mit Silke Naun-Bates

Fachtagung: Das Wohlergehen von Familien in Deutschland

10 Jahre Hohenheimer Tage der Familienpolitik am 14. und 15. November 2017 - Diskutieren Sie mit!

Zielsetzungen für Familienpolitik unterliegen einem stetigen Wandel – in den letzten Jahren gewinnen Fragen des Wohlergehens von Familien an Bedeutung. Die Tagung stellt Konzepte und empirische Befunde zum Thema Wohlergehen aus Perspektive von Eltern und Kindern vor. Einzelne Dimensionen wie Fluchterfahrungen, zeitliche Restriktionen oder die ökonomische und gesundheitliche Situation werden in Denkwerkstätten praxisnah vertieft. Die Rubrik »Zukunftsfragen der Familie« steht unter dem Thema »Digitalisierung und Familie«.

Bereits zum sechsten Mal laden die FamilienForschung des Statistischen Landesamtes Baden‑Württemberg und die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart zu dieser bundesweiten Fachtagung zur Familienfreundlichkeit in Deutschland ein.

Mehr dazu lesen: Fachtagung: Das Wohlergehen von Familien in Deutschland

Deutscher Verein: Sozialpolitische Handlungserfordernisse für die 19. Legislaturperiode

Die zunehmende Digitalisierung und die Zuwanderung, aber auch der Pflegenotstand stellen uns vor große Herausforderungen. Eine neue Bundesregierung wird gerade mit Blick auf diese Themen vor der anspruchsvollen Aufgabe stehen, soziale Teilhabe und gleichwertige Lebensverhältnisse für alle Menschen in Deutschland sicherzustellen. Wir brauchen eine frühzeitige und nachhaltige Integrationsförderung und gleichberechtigte Bildungschancen, zukunftsfähige soziale Sicherungssysteme sowie eine bessere wohnortnahe Pflegeinfrastruktur und attraktivere Rahmenbedingungen für Pflegekräfte.

Der Deutsche Verein hat Anregungen für die Koalitionsverhandlungen formuliert. Neben ökologischen und ökonomischen Aspekten sollten bei den Jamaika-Verhandlungen vor allem die sozialen Themen ein ausreichendes Gewicht bekommen. Dabei gilt es, ganz bewusst auch die Problemlagen der Menschen zu adressieren, die nicht immer im Rampenlicht stehen. Für einen starken Zusammenhalt in unserer Gesellschaft der Vielfalt ist das unerlässlich.

Freiwillige in den Frühen Hilfen wertschätzen und fachlich begleiten

Freiwillig Engagierte haben in den Frühen Hilfen einen besonderen Stellenwert. Diese Ausgabe der Bundesinitiative Frühe Hilfen aktuell nimmt die verschiedenen Aspekte des bürgerschaftlichen Engagements in den Blick.

Prof. Dr. Luise Behringer und Prof. Dr. Heiner Keupp betonen in einem Beitrag das große Potenzial an Unterstützungs- und Gestaltungsräumen für Familien, das sich dann am besten entfalten kann, wenn die Frühen Hilfen in Koproduktion von zivilgesellschaftlichen Initiativen und öffentlichen Trägern erbracht werden.

Zahlen aus der Kommunalbefragung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen zeigen die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements und Praxisbeispiele verdeutlichen, wie die Zusammenarbeit von Fachkräften und ehrenamtlich Tätigen in den Frühen Hilfen gelingt. Zum ausführlichen Beitrag in: Bundesinitiative Frühe Hilfen aktuell 03/2017

Ankündigung: F@milienLeben.de - Familien in der Medienwelt. Stuttgart, 8. Dezember 2017:

Medien sind allgegenwärtiger Bestandteil des Lebens in der modernen Gesellschaft und spielen im täglichen Leben von Familien eine immer größere Rolle. Bei dieser Veranstaltung werden aktuelle Ergebnisse zur Mediennutzung in Familien vorgestellt, ethische Fragen zum Umgang mit Medien diskutiert und Impulse aus der Praxis gegeben.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - Familien in der Medienwelt findet am Freitag, den 08. Dezember 2017, von 09.30 bis 13.00 Uhr im Stuttgarter Hospitalhof statt. Herzliche Einladung! Zur Ausschreibung:

Die „Familienpolitischen Gespräche im Hospitalhof“ laden zum Dialog zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis ein. Die Veranstaltungen richten sich an Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Politik und Wirtschaft sowie familien- und sozialpolitisch Interessierte und finden zweimal pro Jahr statt. Neben der Vorstellung aktueller Ergebnisse u.a. aus der Familienberichterstattung des Landes, einem wissenschaftlichen Impuls und einem Runden Tisch zur Familienpolitik soll genügend Raum für Diskussion und Austausch sein.

Mehr dazu lesen: Ankündigung: F@milienLeben.de - Familien in der Medienwelt. Stuttgart, 8. Dezember 2017:

NZFH: Frühe Hilfen bekannter machen

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) stellt Kommunen und Landkreisen kostenlos Materialien wie Plakate, Aufsteller mit Info-Karten und Anzeigenmotive zur Verfügung, mit denen sie werdende Eltern und junge Familien mit Kindern bis drei Jahren über wohnortnahe Angebote Früher Hilfen informieren können. Die Informationsmaterialien sollen dabei unterstützen, die Angebote Früher Hilfen vor Ort bekannter zu machen und die Netzwerkarbeit weiter auszubauen. Mehr lesen
Kommunen und Landkreise, die Interesse an den Materialien haben, können sich an die Koordinierungsstelle von Nummer gegen Kummer e. V. wenden unter: E-Mail: info(at)nummergegenkummer.de, Tel. 0202 259059-0 M

Bertelsmann-Studie: Kinderarmut ist in Deutschland oft ein Dauerzustand

23.10.2017 Studie: Wächst ein Kind in Armut auf, bleibt es meistens für längere Zeit arm. Rund 21 Prozent aller Kinder leben über mindestens fünf Jahre dauerhaft oder wiederkehrend in einer Armutslage. Oftmals sind sie vom gesellschaftlichen Leben abgekoppelt. Um das zu ändern, braucht es neue familienpolitische Instrumente.

Beengtes Wohnen, wenig Geld für gesundes Essen, Bildung, Hobbies oder Urlaub und nur geringe Chancen auf gesellschaftlichen Aufstieg: Als Kind Armut zu erleben oder das eigene Kind in Armut aufwachsen zu sehen, bringt viele Schwierigkeiten mit sich – umso mehr, wenn es kaum ein Entrinnen aus der Armut gibt. Unsere neue Studie zeigt: In Deutschland leben rund 21 Prozent aller Kinder mindestens fünf Jahre dauerhaft oder wiederkehrend in einer Armutslage. Für weitere 10 Prozent ist das ein kurzzeitiges Phänomen. Mehr lesen <<

DFV: Kinderarmut lässt sich verhindern – mit der Umsetzung von Urteilen des Bundesverfassungsgerichts

PM am 23.10.2017 (Berlin/Gütersloh). Die Studie „Armutsmuster in Kindheit und Jugend“, die das Institut für Arbeitsmarktforschung (IAB) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt hat, zeigt, dass Kinderarmut weiterhin ein ungelöstes Problem in Deutschland ist.
Die Studienergebnisse führen auf, dass sich zwei Drittel der von Armut betroffenen Kinder und Jugendlichen dauerhaft oder wiederkehrend in einer Armutslage befinden. Bei Mehrkindfamilien ist die Lage besonders kritisch. Nur 16,5 % der Eltern mit drei und mehr Kindern leben überhaupt in dauerhaft gesicherten Verhältnissen. Die IAB stellt fest, dass weder der wirtschaftliche Aufschwung und die damit verbundene sinkende Arbeitslosigkeit noch zurückliegende Reformen in der Familienpolitik an der hohen Armutsquote von Kindern etwas ändern konnten. Weiter lesen

IQB-Bildungstrend 2016: Veränderte Schülerschaft stellt Grundschulen vor Herausforderungen

Im IQB-Bildungstrend 2016 wurde zum zweiten Mal geprüft, inwieweit Schülerinnen und Schüler am Ende der 4. Jahrgangsstufe in den Fächern Deutsch und Mathematik die länderübergreifend vereinbarten Bildungsstandards erreichen. Die Ergebnisse im Auftrag der KMK zeigen weiterhin Leistungsunterschiede nach Geschlecht, sozialer Herkunft und Zuwanderungshintergrund. Die Kopplung von sozialem Hintergrund und erreichten Kompetenzen hat sich aber nicht verstärkt.

Mehr und zur Studie selbst

BMFSFJ: Bessere Unterstützung für pflegende Kinder und Jugendliche

PM 18.10.2017: Bei ihrem Besuch in der Fachstelle für pflegende Angehörige der Diakonie Berlin-Stadtmitte e.V. informierte sich Familienministerin Dr. Katarina Barley im Gespräch mit Kindern und Jugendlichen, die Pflegeverantwortung in der Familie übernommen haben, über die Probleme und Wünsche der jungen Menschen.

„Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Energie und Kompetenz sich die jungen Menschen für ihre Großeltern, Eltern oder Geschwister einsetzen. Dafür verdienen sie unseren Respekt, aber sie benötigen auch unsere Hilfe. Die Angebote der Fachstelle für pflegende Angehörige leisten einen wichtigen Beitrag für die Region. Von der hier angebotenen Online-Beratung können auch andere Einrichtungen profitieren“, erklärte Familienministerin Dr. Katarina Barley.

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Drei Verbände: Gemeinsame Erklärung zum Wechselmodell

Die Justizministerkonferenz hat sich für eine Prüfung einer gesetzlichen Regelung des Wechselmodells ausgesprochen - kurz nach der vielbeachteten Entscheidung des BGH, dass das Wechselmodell unter bestimmten Voraussetzungen auch gegen den Willen eines Elternteils angeordnet werden kann. In einer gemeinsamen Erklärung mahnen der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB), die Deutsche Liga für das Kind und der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) an, dass das Wechselmodell nicht zum Regelfall werden dürfe. Vorrang müsse immer das Kindeswohl haben.

Die Verbände weisen darauf hin, dass eine zeitlich annähernd gleichwertige elterliche Betreuung besondere Toleranz und eine belastbare Kommunikationsbasis der Eltern erfordert. Zudem ist das Wechselmodell oft kostenintensiver als das bisher überwiegend gelebte Residenzmodell und stellt für die betroffenen Kinder wegen des Pendelns zwischen Vater und Mutter eine besondere Herausforderung dar. Pressemitteilung vom 19.10.2017: pdfPM_Gemeinsame-Erklärung-Wechselmodell_20102017.pdf


2017 - 11/02

Einladung: Familien in der Medienwelt. Familienpolitisches Gespräch im Hospitalhof

FR 08.12.17, 09.30 – 12:30 Uhr, Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Medien sind allgegenwärtiger Bestandteil des Lebens in der modernen Gesellschaft und spielen im täglichen Leben von Familien eine immer größere Rolle. Bei einer Veranstaltung am Freitag, 8. Dezember von 9.30 bis 12.30 Uhr im Hospitalhof werden aktuelle Ergebnisse zur Mediennutzung in Familien vorgestellt, ethische Fragen zum Umgang mit Medien diskutiert und Impulse aus der Praxis gegeben.

Thomas Rathgeb, Leiter der Abteilung Medienkompetenz, Programm und Forschung der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg, stellt zunächst die Ergebnisse der FIM-Studie 2017 „Familie, Interaktion und Medien“. Dr. Katrin Schlör, Mitarbeiterin der Abteilung Medienpädagogik der PH Ludwigsburg und Gründungsmitglied der Medienakademie Baden-Württemberg spricht anschließend über Medienkultur in Familien. Über die beiden Vorträge diskutieren abschließend Elke Sauerteig (Aktion Jugendschutz), Thomas Reusch-Frey (Treffpunkt 50+) und Karin Rösler (Stadtbibliothek Stuttgart).

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LAG Mehrgenerationenhäuser neues Mitglied im Landesfamilienrat

Bei seiner Mitgliederversammlung am 28. November hat der Landesfamilienrat Baden-Württemberg die Landesarbeitsgemeinschaft der Mehrgenerationenhäuser BW (LAG MGH) als neues Mitglied aufgenommen. Mehrgenerationenhäuser sind zentrale Begegnungsorte, an denen das Miteinander der Generationen aktiv gelebt wird. Sie bieten Raum für gemeinsame Aktivitäten und schaffen ein neues nachbarschaftliches Miteinander in der Kommune. Der generationenübergreifende Ansatz gibt den Mehrgenerationenhäusern ihren Namen und ist Alleinstellungsmerkmal jedes einzelnen Hauses: Jüngere helfen Älteren und umgekehrt. Die LAG MGH ist ein Zusammenschluss der 54 Mehrgenerationenhäuser Baden-Württembergs und vertritt diese auf Landes- und Bundesebene. 

Die Mitglieder der LAG sind baden-württembergische Mehrgenerationenhäuser aus den Aktionsprogrammen Mehrgenerationenhäuser I und II des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend oder sie arbeiten nachweislich nach den Kriterien. Darunter sind Mütterzentren, Jugendtreffs, Bildungsstätten, Seniorenheime, Bürgerhäuser, Kinder- und Familienzentren und vieles mehr. Mehr zur Arbeit der Mehrgenerationenhäuser über diesen Link.

Kürzung von Kindesunterhalt ab 2018 – Alleinerziehende wehren sich mit Offenem Brief

Pressemitteilung Berlin, 21. November 2017. „Korrigieren Sie die Düsseldorfer Tabelle 2018!“ Mit dieser Forderung wendet sich der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e. V. (VAMV) an die Urheber der „Düsseldorfer Tabelle 2018“.

Dies sind die Familienrichter der Senate der Oberlandesgerichte und die Unterhaltskommission des Deutschen Familiengerichtstags. Sie haben in der Tabelle, die ab dem 01.01.2018 faktisch die Unterhaltssätze für Trennungskinder vorgeben wird, eine Verschiebung der Einkommensgruppen vorgenommen. Die Wirkung: Die Gruppe der Kinder, die künftig von Mindestunterhalt leben muss, wurde massiv vergrößert und umfasst nun alle Kinder, deren unterhaltspflichtiger Elternteil bis zu 1.900 Euro netto verdient (zuvor: 1.500 Euro). Der Mindestunterhalt entspricht dem bloßen Existenzminimum. Dieses wird von Kritikern bereits als nicht ausreichend für die Versorgung von Kindern angesehen.

Dieses Existenzminimum wurde durch den Gesetzgeber für 2018 geringfügig erhöht: 6 bzw. 7 Euro bekommen die Kinder in der neuen Einkommensgruppe 1 damit im nächsten Jahr monatlich mehr Mindestunterhalt. Üblicherweise wird diese Erhöhung auf die Unterhaltssätze für Kinder, deren Eltern mehr verdienen, hochgerechnet. Doch diese Kinder sollen nächstes Jahr nicht nur leer ausgehen, sondern werden pauschal um eine ganze Einkommensgruppe herabgestuft und erhalten damit künftig zusätzlich zwischen 10 und 43 Euro im Monat weniger zum Leben.

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Er(he)bliche Kinderarmut in einem reichen Land – in Deutschland nichts Neues!

Kinderarmut in Deutschland steht erneut im Fokus: Zuletzt hat sich die Ende Oktober veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), erstellt im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung, damit befasst. Sie ist Teil des IAB-Projekts "Lebensumstände von Kindern im unteren Einkommensbereich“. Laut dieser aktuellen Studie leben fast 21 Prozent aller Mädchen und Jungen in Deutschland, also circa. 2,3 Millionen, dauerhaft oder wiederkehrend in einer Notlage. Weitere zehn Prozent seien kurzzeitig von Armut betroffen. Die Untersuchung thematisiert Bedingungen und Konsequenzen von Kinderarmut in Deutschland. Hierzu wurden die jährliche Einkommenssituation von Familien über fünf Jahre betrachtet und Informationen von 3.180 Heranwachsenden ausgewertet. Schon der Familienreport des Bundesfamilienministeriums bestätigte im September den Anstieg der von Armut bedrohten Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren auf ein Fünftel (Stand 2015: 19,7 Prozent). Die Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) fordert als Reaktion auf den im Frühjahr 2017 veröffentlichten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung: „Armut nicht zu vererben.“  Ganzen Artikel aus dem Infoservice der Caritas 06/2017 lesen

Sozialminister Lucha unterstützt „White Ribbon“-Kampagne gegen Gewalt an Frauen

Manne Lucha: „Ich verurteile zutiefst jedwede Form von Gewalt. Es ist beschämend, dass häusliche Gewalt für viele Frauen zum Alltag gehört. Dagegen müssen wir Männer aufstehen.“

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am Samstag (25. November) ist Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha der weltweiten Männerbewegung White Ribbon beigetreten. Die White Ribbon-Kampagne setzt sich für die Beendigung der Männergewalt in Beziehungen, sprich gegen häusliche Gewalt von Männern ein. Das Symbol und Zeichen der Kampagne ist eine weiße Schleife – englisch White Ribbon. Männer fordern damit andere Männer auf, keine Gewalt gegen Frauen auszuüben, ihre Haltung öffentlich zu zeigen und sich für ein gewaltfreies Männlichkeitsbild und für Geschlechterdemokratie zu engagieren.

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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: Schweigen brechen für einen Weg aus der Gewalt!

Jahr für Jahr erinnert der weltweite Aktionstag am 25. November an das hohe Ausmaß von Gewalt gegen Frauen. Ein Tabuthema nach wie vor auch in Deutschland: Jede dritte Frau ist betroffen. Viele schweigen aus Angst und Scham, aber auch das Umfeld schaut oftmals weg. Daher rufen Bundesfrauenministerin Dr. Katarina Barley und das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ die Öffentlichkeit dazu auf, sich an der Mitmachaktion „Wir brechen das Schweigen“ zu beteiligen. Unter dem Motto "WEG AUS DER GEWALT" zeigen sich viele Menschen solidarisch mit Betroffenen und bestärken sie darin, einen ersten Schritt zu wagen – weg aus der Gewalt, in ein neues Leben.

„Betroffene sollen wissen, dass sie auf dem Weg aus der Gewalt nicht allein sind und dass es Unterstützungsangebote wie das bundesweite Hilfetelefon gibt“

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48 gleichgeschlechtliche Paare heiraten in Heidelberg -

LSVD Baden-Württemberg begrüßt die Aktion - kritisiert jedoch Ausgrenzung von Regenbogenfamilien

Stuttgart, 23. November 2017. Nach der Öffnung der Ehe am 30. Juni feiern Lesben und Schwule gemeinsam mit der Stadt Heidelberg am 26. November ihr persönliches „Ja“ zur Liebe und zum Zusammenhalt. Eingeladen waren alle Paare, die seit 2001 die Lebenspartnerschaft im Standesamt Heidelberg eingegangen sind.

„Als Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Baden-Württemberg freuen wir uns über diese tolle Aktion der Stadt Heidelberg. Nach Jahrzehnten der Ungleichbehandlung entscheidet jetzt nicht mehr das Geschlecht, sondern die Liebe und Zuneigung der Paare darüber, ob sie sich das Jawort geben, “ betont Marion Lüttig aus dem Landesvorstand des LSVD Baden-Württemberg.

Die gemeinsame Trauzeremonie stellt die Stadt Heidelberg scheinbar aber auch vor organisatorische Probleme.

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Statistik BW: Über 125 000 Hilfen zur Erziehung

Kaum Veränderung bei ambulanten und teilstationären Hilfen – 24 % mehr Hilfen außerhalb des Elternhauses

Im Jahr 2016 wurden nach Feststellung des Statistischen Landesamtes 125 327 erzieherische Hilfen ambulant, teilstationär oder außerhalb des Elternhauses durchgeführt (beendete und am Jahresende andauernde Hilfen). Damit stieg die Zahl der Hilfen zur Erziehung gegenüber 2015 um 5 872 oder 5 %. Die Kinder- und Jugendhilfe bietet ein breites Spektrum erzieherischer Hilfen an, wenn junge Menschen unter 27 Jahren ihre Probleme nicht alleine oder mit Hilfe ihrer Familie bewältigen können. Mehr dazu lesen »»

Bundestag: SPD legt Einwanderungsgesetz vor

Berlin: (hib/STO) Die SPD-Fraktion dringt auf eine "Neuordnung der Einwanderung qualifizierter Fachkräfte". Dies geht aus einem von der Fraktion vorgelegten Entwurf eines Einwanderungsgesetzes (19/44) hervor, der am Mittwoch kommender Woche erstmals auf der Tagesordnung des Bundestagsplenums steht. Ziel der Vorlage ist es, "die Einwanderung von qualifizierten Arbeitskräften nach den Bedürfnissen des deutschen Arbeitsmarktes zu steuern und zu gestalten".
Dazu wollen die Sozialdemokraten ein Punktesystem einführen, das "auf die Bedürfnisse des deutschen Arbeitsmarktes" zugeschnitten sein soll und sich an Drittstaatsangehörige richtet, die zur Erwerbstätigkeit oder Arbeitsplatzsuche nach Deutschland einwandern möchten. Dabei soll der Bundestag - auf Vorschlag der Bundesregierung und mit Zustimmung des Bundesrates - jedes Jahr neu festlegen, wie viele Menschen tatsächlich einwandern können. "Gab es viel Zuwanderung aus der EU, kann die Quote niedriger sein. Fehlen Fachkräfte, kann sie höher liegen", heißt es dazu in der Begründung des Gesetzentwurfs

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Deutscher Juristinnenbund kritisiert die Änderung der Düsseldorfer Tabelle

„Leider gar kein Anlass zum Jubeln!" kommentiert die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes e.V. (djb), Prof. Dr. Maria Wersig, die vor einigen Tagen bekannt gewordenen Änderungen der Düsseldorfer Tabelle. Die Sätze für Kinder, die von ihren Eltern Barunterhalt erhalten, steigen ab 1. Januar 2018 um bis zu 7 EUR monatlich. Doch für die Masse der Kinder ist dies leider trotzdem ein Rückschritt, sie bekommen im Ergebnis sogar weniger Unterhalt. Denn gleichzeitig wurden die Einkommensgruppen angehoben und zwar um stolze 400 EUR je Stufe. Das führt dazu, dass die erwirtschafteten Einkommen nunmehr einer niedrigeren Einkommensgruppe zuzurechnen sind mit der Folge, dass der Kindesunterhalt tatsächlich sinkt. Dies ändert sich erst (wieder) bei Einkünften oberhalb von 4.300 EUR monatlich (netto).

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Statistik Baden‑Württemberg: Höchste Geburtenzahl seit 1999

In immerhin 19 der 44 Stadt- und Landkreise gab es im Jahr 2016 mehr Geborene als Gestorbene.

In Baden‑Württemberg wurden im vergangenen Jahr nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes rund 107 500 Kinder lebend geboren und damit ca. 7 200 mehr als 2015. Somit lag die Zahl der Lebendgeborenen zum fünften Mal in Folge höher als im jeweiligen Vorjahr. Die Ursache für diesen positiven Trend wird in der in den vergangenen Jahren enorm angestiegene Zuwanderung gesehen, die auch zu einer Zunahme der Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter geführt hat. Hinzu kommt, dass nun Kinder der geburtenstarken Jahrgänge Anfang der 1960er-Jahre, die so genannten Babyboomer, selbst wieder Kinder bekommen. Schließlich ist in den vergangenen Jahren auch die Geburtenrate, also die durchschnittliche Kinderzahl je Frau, angestiegen. Mehr lesen »»

Sterntaler 2018 - djb kritisiert die Änderung der Düsseldorfer Tabelle

"Leider gar kein Anlass zum Jubeln!" kommentiert die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes e.V. (djb), Prof. Dr. Maria Wersig die vor einigen Tagen bekannt gewordenen Änderungen der Düsseldorfer Tabelle. Die Sätze für Kinder, die von ihren Eltern Barunterhalt erhalten, steigen ab 1. Januar 2018 um bis zu 7 EUR monatlich. Doch für die Masse der Kinder ist dies leider trotzdem ein Rückschritt, sie bekommen im Ergebnis sogar weniger Unterhalt. Denn gleichzeitig wurden die Einkommensgruppen angehoben und zwar um stolze 400 EUR je Stufe. Das führt dazu, dass die erwirtschafteten Einkommen nunmehr einer niedrigeren Einkommensgruppe zuzurechnen sind mit der Folge, dass der Kindesunterhalt tatsächlich sinkt. Dies ändert sich erst (wieder) bei Einkünften oberhalb von 4.300 EUR monatlich (netto). "In Zeiten steigender Gehälter, sinkender Arbeitslosenzahlen und sogar erhöhter Grundsicherungs- und Sozialhilfesätze einerseits und wachsender Kinderarmut vor allem in Haushalten von Alleinerziehenden andererseits ist das ein fatales Zeichen", so die Präsidentin des djb weiter.

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Statistik: Fast sieben Millionen Deutsche sind überschuldet

Trotz der guten konjunkturellen Entwicklung ist die Zahl überschuldeter Privatleute in Deutschland in diesem Jahr erneut leicht gestiegen. Mit 6,9 Millionen waren zum Stichtag 1. Oktober rund 65.000 und damit 0,9 Prozent mehr Menschen deutlich in den roten Zahlen als 2016, wie aus dem am Donnerstag in Düsseldorf veröffentlichten neuen Schuldneratlas der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervorgeht. Die Überschuldungsquote blieb mit 10,04 Prozent dagegen unverändert, weil die Bevölkerung durch Zuwanderung zuletzt spürbar gestiegen ist. Die Zahl überschuldeter Privatleute in Deutschland ist leicht angestiegen. Ein wesentlicher Grund dafür ist der Anstieg befristeter Beschäftigungsverhältnisse. Davon sind junge, ältere und Personen mit Migrationshintergrund überdurchschnittlich häufig betroffen. Weiterlesen »»


2017 - 12/01

Abschlussveranstaltung Ideenwettbewerb für Strategien gegen Armut

Heute schon das „Save the Date“ zur Abschlussveranstaltung des Ideenwettbewerbs »Strategien gegen Armut«  am 19.03.2018 im Hospitalhof in Stuttgart. Die Veranstaltung wird von Herrn Minister Lucha MdL eröffnet. Nicht nur die Mitglieder des Landesbeirates zur Armutsbekämpfung und -prävention sondern auch die Fachöffentlichkeit und Interessierte sind freundlich eingeladen. Mehr dazu in der Anlage:  pdfAbschlussveranstaltung_Ideenwettbewerb_Strategie_gegen_Armut_.pdf

Elterngeld Plus nur, wenn beide Partner die Arbeitszeit reduzieren

Eltern, die beim Bezug von Elterngeld Plus gemeinsam den viermonatigen Partnerschaftsbonus in Anspruch nehmen wollen, müssen beide gleichzeitig die Erwerbstätigkeit in zulässiger Weise auf 25-30 Wochenstunden reduzieren. Dies hat das Landessozialgericht Baden-Württemberg in seinem Urteil vom 7.11.2017 entschieden (L 11 EG 2662/17).

Es reiche nicht aus, wenn – wie im vorliegenden Fall – die Partnerin ihre Erwerbstätigkeit von 40 auf 30 Std./Woche reduziere, der Ehemann aber unverändert seine Ausbildung mit 41 Wochenstunden durchführe, stellte das Gericht fest. Die Regelung im Elterngeldrecht solle die Förderung von Eltern verbessern, die sich nach der Geburt gemeinsam um das Kind kümmern und dafür zeitweise die Berufstätigkeit reduzieren und in Teilzeit erwerbstätig sind. Auch der zur Berufsausbildung beschäftigte Ehemann ist zwar als Arbeitnehmer im Sinne des Elterngeldrechts anzusehen. Entscheidend ist aber nach Ansicht der Richterinnen und Richter, dass die Berufstätigkeit tatsächlich und auch in einer rechtlich zulässigen Weise reduziert werden muss.

Zukunftsforum Familie: Wichtiges Signal gegen Kinderarmut

Die Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) der Bundesländer fordert eine grundlegende Reform der finanziellen Leistungen der Kinder- und Familienförderung und wird dazu ein Konzept für die Einführung einer Kindergrundsicherung vorlegen. Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG begrüßt den Beschluss und appelliert an die Politik, eine einkommensabhängige Kindergrundsicherung auf Bundesebene einzuführen, die die tatsächlichen Bedarfe von Kindern und Jugendlichen abdeckt.
„Armut hat ein Kindergesicht und ist für 2,7 Millionen Kinder und Jugendliche ein ständiger Begleiter. Armut grenzt aus, Armut macht krank und vermindert Teilhabechancen“, erklärt Christiane Reckmann, Vorsitzende des Zukunftsforum Familie e.V. und Sprecherin des Bündnisses. Die Bundesländer hätten den dringenden Handlungsbedarf erkannt.

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Stellungnahme der eaf Württemberg zum Abstimmungsergebnis beim Kirchlichen Gesetz zur öffentlichen Segnung gleichgeschlechtlicher Paare

Enttäuscht nimmt die eaf Württemberg zur Kenntnis, dass es in der Ev. Landeskirche in Württemberg weiterhin keine öffentliche Segnung gleichgeschlechtlicher Paare geben wird. Der Gesetzentwurf, der auf die vollständige Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen und verschiedengeschlechtlichen Paaren und eine Änderung der Trauordnung abzielte, fand keine Mehrheit.

Auch der vom Oberkirchenrat eingebrachte Gesetzentwurf, der eine neue Amtshandlung „anlässlich der bürgerlichen Eheschließung zwischen zwei Personen gleichen Geschlechts, der Begründung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft oder der Umwandlung einer Lebenspartnerschaft in eine Ehe“ vorsieht, verfehlte die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit.
Die eaf Württemberg bedauert das sehr und ist enttäuscht darüber, dass gleichgeschlechtlichen Paaren in der Württembergischen Landeskirche weiterhin verwehrt bleibt, ihre Beziehung zueinander in einem öffentlichen Gottesdienst unter Gottes Segen zu stellen. Wir befürchten, dass dieser Beschluss die Benachteiligung und die Diskriminierung homosexueller Menschen und Paare unterfüttert. Hier wäre die Öffnung der Kirche ein wichtiges Signal gewesen.

Die eaf Württemberg will sich auch weiterhin für eine Öffnung der ev. Landeskirche, für Vielfalt und gegen Diskriminierung einsetzen.

Bildungsaufbruch Baden-Württemberg - Die Eltern kommen

Bildung ist der Klebstoff unserer Gesellschaft. Doch statt die Schulen im Land und deren Akteure vor Ort zu stärken, scheint die baden-württembergische Bildungspolitik immer stärker in eine Richtung zu steuern, die zu größten Turbulenzen in der gesamten Bildungslandschaft führt. Der Kurs der Verantwortlichen ist von außen kaum zu erkennen. Leidtragende dieser Entwicklung sind vor allem die Kinder, die heute im Südwesten die Schule besuchen und jeden Tag an ihrem Weg in die Zukunft arbeiten.

In einem Aktionsbündnis starten die baden-württembergischen Eltern nun die Petition „Bildungsaufbruch Baden-Württemberg“, die die Eltern im Land und alle anderen Bildungsinteressierten miteinander vernetzen will. Die Petition fordert mehr Transparenz über die Gestaltung der Bildungszukunft im Land und will zwei Dinge:

  • Eine gesellschaftlich breit aufgestellte "Zukunftswerkstatt Bildung BW" als landesweiten Beteiligungsprozess. Dieser soll das Thema ins Land tragen und einen gesellschaftlichen Konsens zu Entwicklungen in der Bildung aushandeln.
  • Die Einrichtung einer entsprechenden Enquete-Kommission im Stuttgarter Landtag. Diese ist das politisch etablierte Instrument, um komplexe Themen intensiv und fachlich fundiert zu bearbeiten. Ihre Aufgabe ist es, die vielfältigen Interessen und Blickwinkel auf das Thema Bildung zu erfassen und in eine abschließende Empfehlung zusammen zu führen.

Die Bildungspolitik im Land bedarf im Interesse aller Menschen in Baden-Württemberg eines stabilen und weithin akzeptierten Kurses, der in diesen Prozessen bestimmt werden kann.

Am 8. Dezember, dem Tag der Bildung Ende dieser Woche, wird die Petition offiziell frei geschaltet. Wir laden Sie heute ganz herzlich ein, sich bis dahin als ErstunterzeichnerIn an dieser Initiative für gute Schule und guten Unterricht im Land zu beteiligen!

Der Landeselternbeirat hat am 8. Dezember 2017 den offiziellen Startschuss zur Petition „Zukunftswerkstatt Bildung BW“ und Enquete Kommission „Aufbruch Bildung“ gegeben und dazu gestern die Landespresse informiert. Den Wortlaut der Pressemitteilung finden Sie hier: http://www.leb-bw.de/

Der Vorstand des Vereins für Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg e.V. begrüßt und unterstützt das Vorhaben der vernetzten Elternschaft. Unsere Zumeldung zum Petitionsstart finden Sie unten. Wir freuen uns, wenn Sie mit Ihrem guten Namen unser Anliegen unterstützen. Bitte verteilen Sie nach Möglichkeit die Information in Ihren Netzwerken weiter. Herzlichen Dank dafür!

Hier ist der Direktlink zur Petition: https://goo.gl/VeisYe

Wirtschaftsministerium, Arbeitgeber und Landesfamilienrat zeichnen familienfreundliche Unternehmen in Baden-Württemberg aus

Am Dienstag, 5. Dezember, wurde bereits zum fünften Mal das familyNET-Prädikat „Familienbewusstes Unternehmen“ an zahlreiche Unternehmen Baden-Württembergs für ein familienfreundliches Personalmanagement überreicht.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wichtiges Zukunftsthema für die Unternehmen im Land. Familienbewusste, lebensphasenorientierte Unternehmen steigern mit diesen Eigenschaften ihre Attraktivität im Wettbewerb um Fachkräfte. Im Rahmen des landesweiten Projekts familyNET werden sie dabei durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sowie durch die Arbeitgeberverbände Südwestmetall und Chemie Baden-Württemberg unterstützt.

Ganze Pressemitteilung und Zusammenstellung der Prädikatsträger über diesen Link

Neues Förderprogramm „GUT BERATEN! - Quartiersentwicklung“

07.12.2017 - Beratungsgutscheine zur Förderung der Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung in Baden-Württemberg

Das Förderprogramm „Gut Beraten!“ unterstützt im Themenschwerpunkt „Quartiersentwicklung“ zivilgesellschaftliche Initiativen, die mit Maßnahmen der Bürgerbeteiligung und der Unterstützung der Kommune zu einem sozialen, generationenübergreifenden und inklusiven Miteinander in ihrem Quartier beitragen möchten. Die Aktionsfelder dieses Engagements können vielfältig sein und reichen von einem sozialen Treffpunkt über den Aufbau von neuen Wohnformen, von einem barrierefreien Quartier, neuer Mobilität bis zu gemeinsamen Aktionen für Jung und Alt.

Mehr dazu lesen: Neues Förderprogramm „GUT BERATEN! - Quartiersentwicklung“

Aufklärung über Schütteltrauma

Mit einem breiten bundesweiten Bündnis klärt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) über die Gefahr des Schüttelns von Säuglingen und Kleinkindern auf. Zahlreiche Verbände, Vereine und Einrichtungen aus dem Gesundheitswesen, dem Kinderschutz sowie der Kinder- und Jugendhilfe sind dem „Bündnis gegen Schütteltrauma“ beigetreten. Einen Informationsflyer und ein Plakat stellt das NZFH kostenlos zur Verfügung.
Weitere Informationen und Downloads

Bundesregierung: Mehrausgaben beim Elterngeld

Berlin: (hib/SCR) Das Bundesfinanzministerium hat eine überplanmäßige Ausgabe des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales im Bereich Elterngeld in Höhe von bis zu 140 Millionen Euro genehmigt. Der zusätzliche Bedarf resultiere "insbesondere aus der aufgrund der Geburtenentwicklung verstärkten Nutzung des Elterngeldes". Dies geht aus einer Unterrichtung durch die Bundesregierung (19/58) zur Haushaltsführung 2017 hervor.

Aktionswoche „Recht auf Familie - Integration braucht Familienzusammenführung“

Familienzusammenfuehrung

Anlässlich des diesjährigen Tages der Menschenrechte am 10.12.2017 ruft die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg e.V. vom 04.-10.12.2017 zur Aktionswoche „Recht auf Familie - Integration braucht Familienzusammenführung“ auf.

 Mit der Aktionswoche möchte die Liga auf die andauernde humanitäre Notlage von vielen geflüchteten Familien aufmerksam machen, die auf ihrer Flucht auseinandergerissen wurden. Die Einheit der Familie ist ein unumstößliches Grund- und Menschenrecht. Die Zusammenführung von Familien mit Flüchtlingsanerkennung oder mit subsidiärem Schutz ist ein Gebot der Humanität, welches mitunter durch langwierige Asyl- und Visumverfahren beschnitten wird.

Die derzeitige Lage führt bei den betroffenen Menschen zu einer psychisch extrem belastenden Lebenssituation. Dies betrifft ganz besonders Kinder und Jugendliche, die bis zum Wiedersehen ohne Eltern(teile) und Geschwister verbleiben müssen. Diejenigen, die weiterhin am Rande kriegerischer Auseinandersetzungen oder in Transitstaaten ausharren müssen, leiden unter der Trennung und der Angst vor dem möglichen Verlust weiterer Familienangehöriger durch Krieg, Terror, Verfolgung und Krankheit.

Mehr Informationen dazu: http://recht-auf-familie.liga-bw.de/

Der Landesfamilienrat BW unterstützt die Aktionswoche der Liga als Partner.

Dazu: pdf2016-02-11.PM.Familiennachzug-AsylpaketII.pdf

Familienzentren in evangelischer Verantwortung

In dieser Broschüre finden Sie übersichtlich Thesen und Fakten zu den evangelischen Familienzentren.

Neben Eltern und Kindern finden in Familienzentren alle Menschen zusammen, die sich füreinander engagieren möchten. Für Kirche und Diakonie ist die sozialraumorientierte Förderung von Kindern und Familien ein wichtiger Auftrag. Als Träger von Evangelischen Familienzentren orientieren sich Kirche und Diakonie an der biblischen Vision vom Reich Gottes und übernehmen im Rahmen ihres sozialpolitischen Auftrages gesellschaftliche Verantwortung. Zur Broschüre