Aktuelles

Report BW: Vereinbarkeit von häuslicher Pflege und Erwerbstätigkeit

Dass sich Pflege und Erwerbstätigkeit nicht ausschließen dürfen, ist stärker in den öffentlichen Diskurs gerückt. Der neue Report beleuchtet die Situation pflegender Angehöriger und benennt Handlungsansätze. pdf20181.Vereinbarkeit-Pflege-Beruf.pdf

Presse

Zeit für Familie und Arbeit, von der man leben kann

Der Landesfamilienrat begrüßt das Verhandlungsergebnis der IG Metall und fordert die Ausweitung für Beschäftigte mit Familienpflichten in anderen Branchen sowie einen teilweisen Lohnausgleich. pdf2018-03-02.Mehr-Zeit-Familie-Arbeit.pdf

Infodienst 2007

2007 - 12/02

Demografischer Wandel

Die neue Broschüre "Der demographische Wandel in Baden-Württemberg" beleuchtet anhand aktueller Daten Ursachen und Wirkungen des demografischen Wandels. Baden-Württemberg hat eine dynamische Bevölkerungsentwicklung hinter sich wie kein anderes Land Deutschlands und stellt gegenwärtig die im Durchschnitt jüngste Bevölkerung bundesweit. Außerdem unterstützt Binnenmigration den demografischen Ausgleich. Dennoch wird die Bevölkerung auch in Baden-Württemberg nur noch wenige Jahre wachsen. Die Mehrzahl der Stadt- und Landkreise dürfte im Jahre 2025 deutlich weniger Einwohner haben als heute. Gleichzeitig verschiebt sich die Altersstruktur dramatisch und es liegen keine Erfahrungen vor, wie eine Gesellschaft wirtschaftlich und politisch damit umgeht, wenn die Gruppe der älteren Menschen doppelt so stark vertreten ist wie die junge nachwachsende Generation.
Die von der Robert Bosch Stiftung geförderte Broschüre wird vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg herausgegeben und kann dort bestellt werden.

Inanspruchnahme von Elterngeld

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden in den ersten drei Quartalen 2007 in Baden-Württemberg 44 022 Anträge auf Elterngeld bewilligt. Im ersten Halbjahr 2007 wurden 17 371 Anträge auf Elterngeld genehmigt. Damit kamen im dritten Quartal 26 651 Bewilligungen hinzu. Von Januar bis September wurden 90,2 Prozent oder 39 694 der Anträge von Frauen und 9,8 Prozent (4 328) von Männern gestellt und bewilligt. Im ersten Halbjahr 2007 waren es 7,8 Prozent oder 1 361 Anträge von Männern.

In den einzelnen Stadt- und Landkreisen ergibt sich für die ersten drei Quartale 2007 ein differenziertes Bild. Überdurchschnittliche Anteile der Männer haben vor allem die Stadtkreise. Spitzenreiter mit einem Anteil von 17,1 Prozent ist Heidelberg. Niedrigere Anteile zeigen sich in ländlich geprägten Kreisen. Am geringsten war der Väter-Anteil im Landkreis Tuttlingen mit 5,6 Prozent. Fast zwei Drittel der Väter (64,3 Prozent) beanspruchte das Elterngeld für zwei Monate. Eine »Babyzeit« von zwölf Monaten nahmen 16 Prozent. Fast alle Frauen (93,5 Prozent) beantragten das Elterngeld für zwölf Monate, lediglich 0,6 Prozent entschieden sich für eine Bezugsdauer von zwei Monaten. Die meisten Bezieher und Bezieherinnen waren verheiratet (82,1 Prozent). 14,9 Prozent waren ledig und 2,6 Prozent waren geschieden. Die Hälfte (50,6 Prozent oder rund 22 261) der Bezieherinnen und Bezieher hatten ein Kind, 34,1 Prozent zwei Kinder und 15,3 Prozent drei oder mehr Kinder im Haushalt. 81 Prozent oder rund 35 600 Personen besaßen die deutsche Staatsbürgerschaft, weitere 5,6 Prozent waren Bürger und Bürgerinnen der Europäischen Union und 9,8 Prozent Staatsangehörige eines anderen europäischen Staates (einschließlich der Türkei). Nur 3,6 Prozent besaßen eine außereuropäische Staatsbürgerschaft. Den Höchstsatz beim Elterngeld in Höhe von 1 800 Euro bekamen nur 1 150 Personen, das waren 623 Frauen und 527 Männer. Den Mindestbetrag in Höhe von 300 Euro hingegen bekamen bei den Frauen fast ein Drittel (29,5 Prozent) und bei den Männern weniger als ein Viertel (19,9 Prozent). Die überwiegende Zahl der Mütter (86,9 Prozent) erhielt weniger als 1 000 Euro, bei den Männern lag dieser Anteil mit 52 Prozent deutlich darunter. http://www.statistik-bw.de/Pressemitt/2007386.asp



Bundesweit wurden in den ersten drei Quartalen 2007 rund 387 000 Anträge bewilligt. „Das Elterngeld kostet den Bund in diesem Jahr 130 Millionen Euro mehr als angesetzt. Die Zusatzausgaben seien der erfreulichen Tatsache geschuldet, dass die Geburtenzahlen nicht weiter gesunken seien, sagte ein Sprecher des Familienministeriums in Berlin. Zudem wirke sich kostensteigernd aus, dass die Väter das Angebot sehr rege nutzten, in den ersten Monaten nach der Geburt zu Hause zu bleiben. Im Haushalt 2007 sind dem Ministerium zufolge für das Elterngeld 3,54 Milliarden Euro vorgesehen“(Agentur Reuter).



Die Beteiligung von Vätern an der Erziehung von Kleinkindern war thematischer Schwerpunkt bei der Mitgliederversammlung des Landesfamilienrates am 14.11.2007. Ohne strukturelle Veränderungen am Arbeitsmarkt ist die gewünschte deutlich höhere Beteiligung von Vätern über die 2 Monate hinaus nicht zu erreichen. Dazu auch der nächste Abschnitt.

weiterführender Link

Ergebnisse der Tagung

Vom 27. – 28. November 2007 fand im Tagungszentrum Hohenheim der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart erstmals eine begleitende Tagung zum Monitor Familienforschung statt. Der Monitor Familienforschung wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) herausgegeben. Er informiert vierteljährlich kurz und prägnant über aktuelle familienwissenschaftliche Themen. Der Monitor wird durch die FamilienForschung (FaFo) Baden-Württemberg zusammengestellt und kann als Newsletter beim BMFSFJ abonniert werden. Im Rahmen der Fachtagung sollten in Workshops auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse Perspektiven für mehr Familienfreundlichkeit in Deutschland entwickelt werden. Die Veranstaltung diente darüber hinaus der Vertiefung einzelner Themen des Monitors Familienforschung. Die Tagung wurde vom BMFSFJ, der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der FamilienForschung Baden-Württemberg des Statistischen Landesamtes veranstaltet. Sie richtete sich an Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen aus einschlägigen Disziplinen und Arbeitsfeldern sowie an familien- und sozialpolitisch Interessierte. Ideen und Ansatzpunkte aus dem Workshop "Väterfreundliche Maßnahmen im Unternehmen"

http://www.familienfreundliche-kommune.de/FFKom/Aktuelles/detail.asp?20071207.2.xml

Dazu auch: „Familienfreundliche Kommune“ ist jetzt als Broschüre erhältlich. Die kostenlose Arbeitshilfe erleichtert eine familienfreundliche Kommunalentwicklung http://www.statistik-bw.de/Pressemitt/2007388.asp
eschäftigungsverhältnissen (Durchschnitt liegt bei 31 %, 1985 waren es noch 23%) und 27 % sind arbeitslos.

Familien und atypische Beschäftigungsverhältnisse in Baden-Württemberg, Christine Ehrhardt, in: Statistisches Monatsheft 11/2007 (PDF, 340 KB), (HTML)

weiterführender Link

Familie und Arbeitsmarkt

Seit Anfang der 80er Jahre vollzieht sich in Europa, Deutschland wie auch in Baden-Württemberg ein grundlegender Wandel der Beschäftigungsverhältnisse: So genannte atypische Beschäftigungsformen finden zunehmende Verbreitung. Dieser Trend ist unabhängig von der generellen Entwicklung auf den Arbeitsmärkten sowohl bei stagnierender als auch bei expandierender Gesamtbeschäftigung stabil. Zugleich ist Erwerbsarbeit für die individuelle und familiäre Existenzsicherung in modernen Industriegesellschaften von ungebrochener Bedeutung. Neben dem Arbeitseinkommen werden über sie weitere wichtige Ressourcen wie Leistungsansprüche gegenüber den Systemen der sozialen Sicherung, soziale Anerkennung und die Einbindung in soziale Netzwerke verteilt. Deshalb bringt ein Strukturwandel der Erwerbsarbeit wie er sich weltweit in allen entwickelten Industrienationen vollzieht erheblichen gesellschaftlichen Handlungs- und Anpassungsbedarf mit sich und weckt in den Bevölkerungen sowohl Hoffnungen als auch Ängste. http://www.familienfreundliche-kommune.de/FFKom/Aktuelles/detail.asp?20071207.1.xml

Christine Ehrhardt untersucht in ihrer neuen Veröffentlichung die Verbreitung neuer so genannter atypischer Beschäftigungsverhältnisse in Baden-Württemberg und geht der Frage nach, inwiefern Familien von den Wandlungsprozessen der Erwerbsarbeit betroffen sind und welche Handlungsfelder sich daraus für die baden-württembergische Landespolitik ergeben. Danach sind Alleinerziehende in hohem Maß von atypischer Beschäftigung und den damit einhergehenden Risiken betroffen. Nur 31% von ihnen sind in sog. Normalarbeitsverhältnissen beschäftigt, 43% in atypischen Beschäftigungsverhältnissen (Durchschnitt liegt bei 31 %, 1985 waren es noch 23%) und 27 % sind arbeitslos.

Familien und atypische Beschäftigungsverhältnisse in Baden-Württemberg, Christine Ehrhardt, in: Statistisches Monatsheft 11/2007 (PDF, 340 KB), (HTML)

weiterführender Link

Ausbau Kleinkinderbetreuung

Heute, am 10.12.2007, findet der baden-württembergische Gipfel zum Ausbau der Kleinkindbetreuung statt. Dabei geht es insbesondere um die Verteilung und Verwendung der vom Bund bereit gestellten Gelder. Ein wichtiger Punkt ist aber auch die Erhöhung des Landeszuschusses an die Kommunen. Hier wird v.a. von den Kommunalen Spitzenverbänden aber auch von der SPD im Landtag die Erhöhung von 10 auf 30% gefordert. Auch der Landesfamilienrat hat sich die Forderung nach einem verstärkten Engagement des Landes bei dieser kommunalen Aufgabe zu Eigen gemacht (s. Infodienst. In der Anlage finden Sie dazu eine Resolution der SPD. Die SPD-Vertreter kritisierten darüber hinaus die Bildungspolitik der Regierung und den von Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) eingeführten Begriff der ¸¸Kinderschule" für die Kindertagesstätten. ¸¸Es geht nicht nur darum, kleine ungeschliffene Kinder zu Arbeitskräften heranzuformen", sagte der bildungspolitische Sprecher Frank Mentrup. Er forderte ein stärkeres Engagement bei Sprachstandsdiagnose und Sprachförderung der Kinder. Bis 2013 soll es in Baden-Württemberg für 35 Prozent der Kinder ein Betreuungsangebot geben. Derzeit liegt die Quote bei neun Prozent. Von 2013 an sollen Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz geltend machen können. Bei dem Kindergartentag der SPD trafen sich nach Angaben der Partei rund 300 Interessierte, vor allem Erzieherinnen und Erzieher, Elternbeiräte und Forscher, um über Bildungspolitik zu diskutieren. Schwerpunkt in diesem Jahr war die frühkindliche Bildung. Außer einer besseren Finanzierung forderten die Teilnehmer kleinere Gruppengrößen und mehr Fachkräfte pro Kind in den Tagesstätten.

Höhere Freibeträge für erbende Familie

BERLIN (AP/dpa). Das Bundeskabinett will am Dienstag die Reform zur Erbschaftsteuer beschließen. Nach dem Gesetzentwurf können Ehepartner, Kinder und Enkel mit deutlich höheren Freibeträgen rechnen. Ehepartner können danach künftig 500 000 Euro steuerfrei erben, bisher waren es nur 307 000 Euro. Für Kinder ist eine Erhöhung des Freibetrags von 205 000 auf 400 000 Euro vorgesehen, für Enkel von 51 000 auf 200 000 Euro. Eingetragene Lebenspartner bekommen ebenfalls einen Freibetrag von 500 000, also genauso viel wie Ehepartner. Zugleich kommen aber auf Geschwister, Neffen, Nichten oder Freunde stärkere Belastungen zu. Der Gesetzesentwurf ist nahezu identisch mit den Eckpunkten, die Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) Anfang November vereinbart hatten. Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) dagegen muss auf Nachbesserungen in den Parlamentsberatungen hoffen. Die Bedenken der Union zu Details der Entlastung von Firmenerben wurden in dem Kabinettsentwurf nicht berücksichtigt.
Im Gegenzug zu den höheren Freibeträgen wird Immobilienvermögen künftig zum Marktwert berücksichtigt. Dies hatte das Verfassungsgericht gefordert. Um das Vererben von Unternehmen zu erleichtern, soll ein Abschmelzmodell in Kraft gesetzt werden. Demnach entfällt nach zehn Jahren ein Großteil der Erbschaftsteuer, wenn die Firma im Kern unverändert fortgeführt wird. Steuerfrei gestellt werden pauschal nur 85 Prozent des geerbten Betriebsvermögens; das heißt, 15 Prozent müssen in jedem Fall versteuert werden. Zudem darf das Betriebsvermögen 15 Jahre lang nicht verringert werden. (dpa)


2007 - 12/01

Familienrelevante Ergebnisse des CDU-Grundsatzprogramms

Das am 3.12.2007 verabschiedete 77-seitige Papier "Freiheit und Sicherheit - Grundsätze für Deutschland" löst das Programm aus dem Jahr 1994 ab. Darin sind auch in Bezug auf Familie und Kinder verschiedene Ziele genannt, die die Regierungspolitik beeinflussen werden. Neben dem Ausbau der Kleinkindbetreuung soll es einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz geben. Neu aufgenommen wurde das (auch in der Partei umstrittene) Bekenntnis zum Betreuungsgeld für Eltern, das mittelfristig an Eltern gezahlt wird, die ihre Kleinkinder zu Hause betreuen. Die CDU strebt mittelfristig die Beitragsfreiheit des Kindergartenbesuchs an. In der Kranken- wie in der Pflegeversicherung soll nach CDU-Ansicht die Umlagefinanzierung stufenweise durch ein kapitalgedecktes Prämienmodell ersetzt werden. Die Christdemokraten betonen, dass die gesetzliche Rentenversicherung allein künftig nicht mehr den gewohnten Lebensstandard im Alter wird sichern können. Damit Familien mit Kindern steuerlich besser gestellt werden als kinderlose Paare, soll das Ehegattensplitting schrittweise durch ein Familiensplitting ergänzt werden. 16 (Familien)Verbände und Organisationen haben sich in einer Pressemitteilung am 4.12.2007 gegen die Pläne der CDU zur Einführung eines Familiensplittings gewandt (s. Anlage) . Familie ist für die CDU „überall dort, wo Eltern für Kinder und Kinder für Eltern dauerhaft Verantwortung tragen“. Die Ehe bleibt „Leitbild der Gemeinschaft von Mann und Frau“. Das Ehegattensplitting soll „voll“ erhalten bleiben und zum Familiensplitting erweitert werden. Familien mit Kindern sollen steuerlich besser gestellt werden als Kinderlose. Homosexuelle Partnerschaften werden als Beziehungen anerkannt, in denen grundlegende Werte gelebt werden. Die CDU lehnt aber eine Gleichstellung zur Ehe von Mann und Frau als „Kern der Familie“ sowie ein Adoptionsrecht für Homosexuelle ab.

PISA 2006 und die Folgen

Seit einigen Tagen werden Teilergebnisse und Schlussfolgerungen der heute veröffentlichten 3. PISA-Studie aus dem Jahr 2006 in den Medien verbreitet. Eine Zusammenfassung der Studie finden Sie in der Anlage dieses Infodienstes. PISA untersucht in Abständen von 3 Jahren Bildungsergebnisse, die in den teilnehmenden Staaten erreicht werden. Die Studie konzentriert sich dabei auf die drei Kompetenzbereiche Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik. Zu den Ergebnissen von PISA zählen auch Befunde hinsichtlich der Zusammenhänge zwischen den genannten Kompetenzen und Merkmalen der sozialen und kulturellen Herkunft sowie des schulischen Lernumfeldes. Das "Programme for International Student Assessment" untersucht, wie gut die jungen Menschen in den teilnehmenden Staaten auf Herausforderungen der Wissensgesellschaft vorbereitet sind. PISA konzentriert die Erhebungen auf zentrale und grundlegende Kompetenzen, die für die individuellen Lern- und Lebenschancen ebenso bedeutsam sind wie für die gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Weiterentwicklung. Die Ergebnisse der Untersuchung haben Deutschland einen Platz im mittleren Feld der OECD Staaten beschert. Allerdings ist die Frage der Bildungsgerechtigkeit weiterhin virulent, denn der Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft ist in Deutschland weiterhin auffällig.

Bei seiner Mitgliederversammlung im November 2007 hat der Landesfamilienrat beschlossen, „Familie und Schule (Bildung)“ als schwerpunktmäßig zu bearbeitendes Thema in das Arbeitsprogramm aufzunehmen. Der Landesfamilienrat B.-W. hat bereits in seinem Positionspapier vom März 2006 nicht nur einen erheblichen Ausbau der Ganztagesschulen angemahnt sondern dabei ein auch anderes Konzept der Schulgestaltung gefordert, mit dem eine neue Rhythmisierung des Schulalltags, nämlich: Unterricht, Betreuung, Freizeitangebote, Versorgung und Förderung verbunden ist. Schule und andere Bildungsorte bzw. Lernwelten könnten besser verknüpft und im Sozialraum stärker vernetzt werden. Ein solcher Mix ist dazu geeignet, der Benachteiligung von Kindern entgegenzuwirken ohne sie bzw. ihre Familien zu stigmatisieren. Wichtig ist in diesem Zusammenhang ein umfassendes Bildungsverständnis, das nicht nur auf Verwertbarkeit von „Humankapital“ durch die Wirtschaft abzielt.


Mit freundlichem Gruß

Rosemarie Daumüller
Geschäftsführerin


2007 - 11/03

Mikrozensus; IGLU-Studie; Kinderbetreuung

Sehr geehrte Damen und Herren

In den letzten Wochen hat es in Sachen Familie viel Berichtenswertes gegeben. Gleichzeitig ist der Herbst - wie immer - „heiß“, so dass sich leider ein Informationsstau aufgetan hat, den ich nun wenigstens teilweise abtragen möchte:

1. Ergebnisse des Mikrozensus 2006 vorgestellt

In Baden-Württemberg ist die Welt noch in Ordnung - zumindest, wenn es um die traditionelle Familie geht. Im «Ländle» bestehen vier Fünftel aller Familien statistisch gesehen noch aus einem Ehepaar mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern. Nicht viel anders sieht es in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Niedersachsen oder Rheinland-Pfalz aus. Das klassische Familienbild entspricht jedoch längst nicht mehr der ganzen Wirklichkeit. Bundesweit sind Familien auf dem Vormarsch, in denen die Eltern keinen Trauschein mehr haben oder allein erziehend sind.

Am größten sind die Veränderungen in Ostdeutschland. Am 9. November wurden in diesem Jahr die ersten «Kinder des Mauerfalls»erwachsen. «Die deutsche Einheit ist jetzt auch volljährig», sagte der Präsident des Statistischen Bundesamts, Walter Radermacher, am Mittwoch bei der Vorstellung des Mikrozensus 2006. (s. Anlage) «Trotzdem sieht man große Unterschiede.» Das wird deutlich, wenn es um das Zusammenleben jenseits der traditionellen Familie geht. Die «alternativen Familien», wie die Statistiker sie nennen, machen bundesweit 26 Prozent aller Familien aus - meist Alleinerziehende (18 Prozent), aber auch unverheiratete Lebensgemeinschaften mit Kindern (8 Prozent). Zehn Jahre zuvor waren das insgesamt erst 19 Prozent. In Berlin besteht inzwischen fast die Hälfte aller Familien aus Alleinerziehenden oder Lebensgemeinschaften mit Kindern. Auf die Hauptstadt folgen mit Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen- Anhalt, Brandenburg und Thüringen hintereinander alle ostdeutschen Länder. Doch auch in den Stadtstaaten Bremen und Hamburg sowie in Schleswig-Holstein (mit dem «Speckgürtel» nördlich von Hamburg) ist die traditionelle Familie stärker auf dem Rückzug als im bundesweiten Durchschnitt, der bei 26 Prozent liegt.

In Ostdeutschland ist auch der Trend besonders stark, dass die Zahl der Familien generell abnimmt. Seit 1996 sank die Anzahl um 630 000 auf 1,6 Millionen Familien. Dagegen war das Minus in den westdeutschen Ländern mit 37 000 auf 7,2 Millionen Familien vergleichsweise gering. Dabei liegen die «Top-Regionen» für Familien

in Ostdeutschland. Gerade hier finden sich laut Familien-Atlas der Bundesregierung die meisten Gebiete, die ein familienfreundliches Wohnungs-, Kita-, Schul- und Freizeitangebot haben oder bei der Bewertung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf vorn sind. Die Familie von Bundesministerin Ursula von der Leyen (CDU) gilt

als Vorzeigefamilie. Mit ihren sieben Kindern liegt von der Leyen weit über dem Bundesdurchschnitt von 1,61 minderjährigen Kindern pro Familie. In Ostdeutschland sind es 1,43 Kinder unter 18 Jahre. Die Familienministerin schließt nicht aus, kinderreiche Familien stärker zu fördern, falls es zu einer Erhöhung des Kindergelds kommt.

«Familie ist trotz aller Unkenrufe beliebt», sagt sie. Im neuen CDU-Grundsatzprogramm, über das der Parteitag der Christdemokraten am Montag in Hannover entscheidet, gilt die Ehe weiter als Leitbild der Gemeinschaft von Mann und Frau. Doch auch andere Lebensgemeinschaften werden akzeptiert. Über die schwindende Zahl der Familien heißt es darin: «Das ist der Widerspruch unserer Zeit. Eine reiche Gesellschaft ist arm an Kindern.» (Berlin-dpa, 28.11.2007)

Der Mikrozensus ist eine statistische Erhebung, bei der im Gegensatz zur Volkszählung nur nach bestimmten Zufallskriterien ausgewählte Haushalte beteiligt sind. Die Anzahl der Haushalte wird so gewählt, dass die Repräsentativität der Ergebnisse statistisch gesichert ist. Der Mikrozensus dient dazu, die im Rahmen von umfassenden Volkszählungen erhobenen Daten in kurzen Zeitabständen mit überschaubarem organisatorischem Aufwand zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.

2. Was sagt uns die IGLU-Studie?

Der soziale Status bestimmt weiter Leistung und Fortkommen deutscher Grundschüler, auch wenn die Pennäler insgesamt besser geworden sind. In der neuen

IGLU-Studie zum Lesevermögen landet Deutschland auf Platz elf von 45 Ländern und Regionen und verbessert sich damit gegenüber 2001. Allerdings zeigt die am Mittwoch vorgestellte Studie weiter Probleme auf. So müssten sozial benachteiligte Kinder oder Schüler aus Einwandererfamilien deutlich bessere Leistungen

bringen, um eine Gymnasialempfehlung zu bekommen, als Kinder aus bildungsnahen Elternhäusern. Außerdem unterscheiden sich Schüler aus den unteren und

oberen sozialen Schichten erheblich in ihren Leseleistungen. Das Lesevermögen in Deutschland ist stärker abhängig vom sozialen Status als im internationalen Durchschnitt. Fast genauso schlechte Karten wie Kinder armer Eltern hat der Nachwuchs von Einwanderern: Auch hier fällt die Differenz im internationalen

Durchschnitt relativ hoch aus. Gegenüber der Studie von 2001 gingen die Ungleichheiten jedoch zurück. Der Deutschland-Chef der Studie, Wilfried Bos, zog dennoch

ein positives Fazit. "Die deutsche Grundschule hat ihre Hausaufgaben gemacht, Note zwei plus...Wir haben deutlich und substanziell noch einmal dazugelegt", gratulierte er bei der Präsentation. Das Lesevermögen deutscher Schüler liege über dem Durchschnitt der EU- und OECD-Staaten. Deutschland sei aus dem oberen Drittel in das obere Viertel aufgerückt. Die IGLU-Studie untersucht die Lesefähigkeit von Viertklässlern und berücksichtigt dabei auch das häusliche und schulische Umfeld.

Deutschland hatte sich erstmals 2001 an dem Test beteiligt. Kommende Woche sollen auch die Ergebnisse der neuen Pisa-Studie vorgelegt werden, die die Stärken und Schwächen der nationalen Bildungssysteme vergleicht. Dazu werden die Fähigkeiten 15-jähriger Schüler in Mathematik, Lesen und den Naturwissenschaften geprüft. Frühere Pisa-Studien hatten große Schwächen des deutschen Bildungssystems aufgedeckt. Zum einen erreichten die deutschen Schüler in dem Test nur durchschnittliche Leistungen. Zum anderen wurde deutlich, dass in kaum einem anderen Industriestaat die soziale Herkunft so stark über Schulerfolg und Bildungschancen entscheidet. Besonders Einwandererkinder werden vom deutschen System benachteiligt. sas/tso REUTERS; 28.11.2007

Dazu auch ein Kommentar aus der Stuttgarter Zeitung vom 29.11.2007.

Baden-Württemberg gibt für Studenten vergleichsweise viel, für Grundschüler wenig aus. Das zeigt der neueste Vergleich des Statistischen Bundesamts, allerdings auf der Datenbasis von 2004. Für einen Grundschüler wendet die öffentliche Hand in Deutschland im Schnitt 4400 Euro auf (OECD: 4800 Euro). Sachsen-Anhalt und Thüringen greifen mit 5900 Euro am tiefsten in die Kasse, Baden-Württemberg liegt bei 4200 Euro, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen nur 4100 Euro. Sekundarbereich (Klasse fünf bis zum Abitur/Berufsausbildung): im Bundesschnitt werden 6800 Euro ausgegeben (OECD: 6400 Euro). Die höchsten Ausgaben hat Thüringen mit 7700 Euro, Nordrhein-Westfalen und das Saarland liegen mit 6400 Euro hinten, Baden-Württemberg investiert 6700 Euro. In allen Ländern sind die Kosten für die Berufsausbildung doppelt so hoch wie für die Oberstufe. Hochschulen: im Bundesschnitt kostet ein Student 7100 Euro (mit Forschung und Entwicklung 11 800 Euro). Baden-Württemberg liegt mit 8000 Euro wie Hamburg auf Platz vier, Niedersachsen mit 8900 Euro vorn, Rheinland-Pfalz und Hessen (5800) hinten.Die Ausgaben für Bildung in Deutschland lagen 2005 bei 144,8 Milliarden Euro. Ral

3. Finanzierung der Kinderbetreuung in Baden-Württemberg

Im Vorfeld des Gipfeltreffens am 10.12.2007 gibt es um die Finanzierung des Ausbaus der Tagesbetreuung für die unter 3-jährigen Streit in Baden-Württemberg. Dazu ein Artikel aus der Stuttgarter Zeitung vom 27.11.2007. Wer sich für die Stellungnahme des Landesfamilienrates zum Aktionsplan der SPD in Punkto Ausbau der Kleinkindbetreuung interessiert, möge sich an unsere Geschäftsstelle wenden.

Mit freundlichem Gruß

Rosemarie Daumüller
Geschäftsführerin


2007 - 11/02

ZDF- Glücksstudie

Familie, Freunde, Freizeit sind die drei Säulen des Glücks. Zu diesem Ergebnis kommt die erste Studie, die das Glücksempfinden von Kindern im Alter zwischen vier und 13 Jahren untersucht hat. Sie wurde am 15. November 2007, auf dem Fachkongress "Wunschlos glücklich?" im ZDF präsentiert. Im Auftrag des ZDF hat das Kölner Institut für qualitative Markt- und Medienanalysen rheingold Anfang 2007 eine tiefenpsychologische Studie zu „Kinder und Glück“ durchgeführt. Dabei ging es um die zentralen Fragen, wie Kinder Glück erleben und welchen Einfluss die Eltern auf das Glückserleben der Kinder haben. Daneben wurde auch die Frage untersucht, welche
Rolle Medien bei den Glückserfahrungen der Kinder spielen. Insgesamt wurden bei der Untersuchung 60 Kinder aus dem Raum Köln, Bonn, Düsseldorf im Alter von 4 bis 12 Jahren sowie 21 Eltern tiefenpsychologisch befragt. Demnach schätzen 40% der 6- bis 13-jährigen Kinder sich als „total glücklich“ ein, 44% als „glücklich“ und 14% weder noch, was als tendenziell „traurig“ zu werten sei. Wobei das Glücklichsein mit dem Alter abnimmt. So liegt der Anteil der „total Glücklichen“ unter den 6-Jährigen
bei 57%, während sie bei den 13-Jährigen auf 25% sinkt. Dagegen gibt es keine Unterschiede im Glücksempfinden zwischen Mädchen und Jungen oder zwischen Geschwister- oder Einzelkindern, auch wenn sich ein Drittel der Einzelkinder eine Schwester oder einen Bruder wünscht. Zwischen Kindern in West- und Ostdeutschland gibt es hinsichtlich des Glücksempfindens ebenfalls keinerlei Unterschiede. Deutschlands Kinder sind also glücklich, aber: Kinder aus armen Familien sind in dieser Selbsteinschätzung wesentlich weniger glücklich. Weitere Informationen zum Nachlesen in der Anlage


2007 - 11/01

Unterhaltsreform

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Bundeskabinett ist vor wenigen Tagen der Weg zur Umsetzung der seit 2005 diskutierten Unterhaltsreform frei gemacht worden. Der Gesetzentwurf aus dem BMJ soll morgen, am Freitag, vom Rechtsausschuss des Dt. Bundestages verabschiedet werden. Das Gesetz regelt die Rangfolge der Unterhaltsberechtigung nach Trennung und Scheidung neu und legt damit insbesondere in den sogenannten Mangelfällen (wenn das Einkommen des Unterhaltsverpflichteten nicht für alle Haushalte ausreicht) die Reihenfolge neu fest. Alle Kinder befinden sich zukünftig im ersten Rang, in den zweiten Rang rücken betreuende Elternteile (für Kinder bis zu 3 Jahren), unabhängig, ob sie mit dem unterhaltsverpflichteten Elternteil verheiratet waren oder nicht. Neben der „Förderung des Kindeswohls“ (durch Veränderung der Rangfolge) ist das Stichwort der „Stärkung der nachehelichen Verantwortung“ (Verkürzung der Unterhaltsberechtigung und Verweis auf eigene Erwerbstätigkeit) in diesem Zusammenhang wichtig.
Dazu die ausführlichen Informationen aus dem BMFSFJ:

http://www.bmj.bund.de/enid/90f122d1da640a5e7e4f4a20c3910832,0/
Unterhaltsrecht/Wesentliche_Inhalte_der_Reform_1ba.html

Als Kommentierung erhalten Sie in der Anlage einen Artikel aus der Stuttgarter Zeitung vom 7.11.2007 von Barbara Thurner-Fromm.

Absenkung der Regelsätze:
In ihrer Kommentierung des Gesetzesvorhabens hatten viele Verbände, vor allem aber der VAMV, darauf hingewiesen, dass damit auch eine Absenkung des Unterhaltsbetrags (Regelbedarfes) verbunden ist, der eine Minderung des Unterhalts von bis zu 33 € monatlich bedeutet. Erstmals seit langem wurden die Sätze der Düsseldorfer Tabelle verringert und das trotz wachsender Lebenshaltungskosten.

Vom Verband allein erziehender Mütter und Väter kam dazu gestern folgende – frohe - Nachricht:
Überraschend hat das Bundesjustizministerium (BMJ) gestern angekündigt, dass es beim von uns (VAMV) heftig kritisierten Mindestunterhalt eine Übergangsregelung geben wird.

Nach Auskunft des BMJ gestaltet sich die Neuregelung wie folgt:
1. Der Mindestunterhalt wird auf das steuerliche Existenzminimum für Kinder festgelegt.

2. Damit dieser nicht geringer ausfällt als die derzeitigen Beträge, wird der Mindestunterhalt vorübergehend an 135 Prozent des derzeitigen Regelbetrages nach der Düsseldorfer Tabelle orientiert.

3. Sobald das steuerliche Existenzminimum den derzeitigen Betrag nach der Düsseldorfer Tabelle übersteigt, orientiert sich der Mindestunterhalt am steuerlichen Existenzminimum.

Ein Veranstaltungshinweis zum Schluss:
Die Alleinerziehendenvertretungen in Baden-Württemberg laden für Dienstag, den 13.11.2007 zu einer Fachveranstaltung zum Unterhaltsrecht ein; diese Einladung gebe ich gerne an Sie weiter.

Mit freundlichem Gruß
Rosemarie Daumüller

Geschäftsführerin


2007 - 10/01

Studie zur Befindlichkeit von 8-11-jährigen Kindern in Deutschland veröffentlicht

Unter dem Motto "Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind stark zu machen", ist heute, am 24.10.2007, in Berlin die 1. World Vision Kinderstudie vorgestellt worden. Die Bielefelder Wissenschaftler Prof. Dr. Klaus Hurrelmann und Prof. Dr. Sabine Andresen haben zusammen mit einem Team von TNS Infratest Sozialforschung, München (Leitung: Ulrich Schneekloth), die Lebenssituation der Kinder in Deutschland untersucht. Die Befragung wurde bundesweit mit fast 1.600 Kindern durchgeführt. Die Studie wird als Fischer Taschenbuch unter dem Titel "Kinder in Deutschland 2007" veröffentlicht.

Die World Vision Kinderstudie zeigt, dass es vielen Kindern in Deutschland gut geht und sie mit ihrem Lebensumfeld zufrieden sind. Sie zeigt aber auch, dass es entscheidend für das ganze Leben ist, in welche Gesellschaftsschicht ein Kind hineingeboren wird. "Die schlechteren Startchancen von Kindern aus den unteren Herkunftsschichten prägen alle Lebensbereiche und wirken wie ein Teufelskreis. Wie ein "roter Faden" zieht sich eine Stigmatisierung

und Benachteiligung dieser Kinder durch das ganze Leben hindurch", so der Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Hurrelmann. "Kinder aus den

unteren Schichten sind häufig auf sich allein gestellt. Daher bedarf es des Engagements des ganzen Dorfes, um ein Kind stark zu machen, wie ein altes afrikanisches Sprichwort lautet. Ein schönes und anschauliches Bild, das wir als Ausgangspunkt unserer Überlegungen zur Verbesserung der Kinderpolitik in Deutschland genommen haben."

Die Kindheitsforscherin Prof. Dr. Sabine Andresen hebt hervor: "Die 1. World Vision Kinderstudie zeigt auch sehr deutlich, dass Kinder sensible und wache junge Gesellschaftsmitglieder sind, die durchaus selbstbewusst eigene Lebensperspektiven entwickeln. Sie fühlen sich im Alltag aber oft nicht ernst genommen. So glaubt ein Großteil der Kinder, dass sich Politiker eher mangelhaft für ihre Belange einsetzen. Auch in der Schule fühlen sich viele Kinder nicht ernst genommen und bemängeln hier die ungenügende Beteiligung."

Die World Vision Kinderstudie setzt hier an und will den Kindern ein Sprachrohr sein. Kinder sind, wie die Studie dokumentiert, selbständige Individuen mit eigenen Interessen und wissen sehr wohl, was sie wollen. Darum unterstützt World Vision die Forderung der Kinder, von klein auf an Entscheidungsprozessen beteiligt zu werden. "Damit Kinder zu mündigen Bürgern unserer Gemeinschaft heranwachsen können, müssen wir alle, also das ganze `Dorf`` für das Wohlergehen unseres Nachwuchses sorgen. Kinder sollten so früh wie möglich mitreden können, wenn es um Belange geht, die sie selbst betreffen", so Prof. Hurrelmann. "Mütter und Väter brauchen mehr Rückhalt in unserer Gesellschaft. Immer mehr Eltern sind mit den schulischen Anforderungen ihrer Kinder überfordert. Daher müssen alle Institutionen und Bereiche unserer Gesellschaft mithelfen, um unsere Kinder stark zu machen."

World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, Katastrophenhilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Weitere Infos unter www.worldvision.de

Es ist schwer erträglich,dass sich 25% der befragten 8 -11 jährigen Kinder bereits in diesem Alter als chancenlos betrachten.

Mit freundlichem Gruß

Rosemarie Daumüller

Geschäftsführerin

weiterführender Link